Archiv der Kategorie: Komödie

Ich glaub ich steh im Wald

An der  Ridgemont High School läuft das Abschlusssemester und damit jede Menge emotionale Wendungen für die Schüler: : Stacy (Jennifer Jason Leigh) und Mark (Brian Backer) tun sich schwer damit miteinadner zu schlafen und hoffen auf Hilfe von  Linda (Phoebe Cates) und Mike (Robert Romanus). Derweil hat Kiffer Jeff (Sean Penn)einen Disput mit Geschichtslehrer Mr. Hand (Ray Walston)…

Mein Antrieb sich gerade diesen Film raus zu kramen aus dem Netflix Angebot war wohl der Falsche: ich wollte ihn sehen da ich mal ein paar alte Nicolas Cage Filme nachholen wollte. Cage ist auch im Film, aber nur in wenigen Szenen in denen er unbedeutend am Rande steht ohne irgendwas zur Handlung beizusteuern. Allerdings war der Film auch so in Punkto Besetzung ein echtes Highlight: die Summe an prominenten Gesichtern und später bekannten Gestalten die hier in kleinen und großen Rollen durchs Bild läuft ist atemberaubend (Sean Penn als dummer Kiffer, Hallo?!?!). Ansonsten ist dies wohl eine typische High-School Komödie ihrer Zeit die mittlerweile wie aus einem anderen Universum wirkt, in ihren Grundsätzen aber die bekannten Themen abarbeitet: Teenager, Beziehungen, Sex und Zukunftsängste. Auch wenn es zwei überraschende Nacktmomente gibt und eine Masturbationsszene ist die Nummer nicht darauf aus immerzu unter die Gürtellinie zu gehen, sondern wirkt geradezu harmlos und bieder. Ich kann aber verstehen daß die Poolszene von Phoebe Cates kultig ist und wenn jemand der den Folm aus seiner Entstehungszeit kennt ihn im Herzen behalten hat.

Fazit: Unfassbare Starparade in jungen Jahren, ansonsten eine solide und mitunter spießige High-School Story im 80er Look!

The Package

Becky (Geraldine Viswanathan), Sarah (Sadie Calvano), Sean (Daniel Doheny), Donnie (Luke Spencer Roberts) und Jeremy (Eduardo Franco) brechen zu einem Campingauasflug auf. Nach einem alkoholexzess stellen sie fest daß sich Jeremy den Penis abgeschnitten hat. Es beginnt eine chaotische Jagd um das verlorene Genital zu retten …

Selten konnte mich ein Film so effektiv schnell vergraulen wie es dieser hier in den ersten paar Minuten geschafft hat: mit einem Typen der einem Elternpaar einen Dickenporno auf den Fernseher schaltet und einem Gag bei dem eine Ex ihrem Typen unter die Nase reibt daß er beim Blow Job „geschurzt“ hat war sofort jedes Interesse und ejde Zuwendung zu den Figuren dahin. Da kratzte mich auch die weitere Handlung nicht mehr in der die Gestalten in den Wald fahren und sich einer versehentlich kastriert. Das Problem ist daß dies zwar tragisch ist, aber eigentlich keine wilde Sache, dann aber schiebt das Drehbuch den Figuren ein bescheuertes Hindernis nach dem anderen unter das die Handlung streckt, aber eine totale Tortur darstellt. Und da die Figuren von bleichen und unbekannten Darstellern verkörpert werden baut man in der Tat keinerlei Verbindung zu ihnen auf. Als kurzweiliges „Netflix Partyfilmchen“ geht’s wohl klar, als Film mit dem man sich ernsthaft beschäftigen will taugt die Nummer kein Stück.

Fazit: hysterisch albern und ohne gute Gags!

Destination Wedding

Frank (Keanu Reeves) und Lindsay (Winona Ryder) treffen am Flughafen aufeinander und können sich vom ersten Moment an nicht leiden. Leider stellt sich heraus daß sie das gleiche Ziel haben, die Hochzeit von Franks Bruder. Da sie dort beide nicht hinwollen und eigentlich mit keinem dort reden können bilden sie eine Zweckgemeinschaft bei der schon bald unerwartete Gefühle aufkeimen …

So vieles richtig gemacht, trotzdem hinterläßt das fertige Resultat einen sehr schalen Nachgeschmack: zwei fremde lernen sich kennen und müssen unter nervigen Umständen ein Wochenende miteinander verbringen, das ist eine altbekannte Story, erst recht wenn die beiden Streithähne im Laufe des ganzen Gefühle füreinander entdecken. Diese Schlacht der Geschlechter wird dann im epischen Dialogen ausgetragen, die Kontrahenten sind mit Keanu Reeves und Winona Ryder auch ansprechend besetzt. Leider ist das Umfeld trist, die beiden Figuren wirken selbst in geselligen Runden wie isoliert und die Dialoge sind wie aus dem wahren Leben, das heißt aber auch das sie mitunter sehr unzusammenhängend sind und eine Aussage hier wieder zu einem ganz anderne Thema führt und man nachher fast schon unsicher ist worüber überhaupt geredet wurde. Und auch wenn die Figuren viel über sich reden kommen sie einem nicht wirklich nahe: wenn Keanu Reeves eine sehr sperrige Vorgeschichte erzählt, die darin erwähnten Figuren auftauchen und die Geschichten dann aber schon wieder hinfällig sind. Deswegen: trotz einer Laufzet von nur 80 Minuten ist der Film anstrengend, und der schmale Grat auf dem er wandelt zwischen amüsant und nervig wird mehrfach in beide Richtungen überschritten.

Fazit: Redselige Romanze ohne viele Schauplätze, mit aber einigen verbalen Volltreffern

Vater des Jahres

Ben (Joey Bragg) und Larry (Matt Shively) gehen betrunken eine Diskussion ein wer den stärkeren Vater hat. Dies kriegtBens chaotischer Vater (David Spade) und setzt alles daran seinen Kontrahenten rauszufordern – was allerdings einige Folgen hat …

Wenn man sich vorher genau vor Augen führt was man hier bekommt wird man nicht enttäuscht: es ist eine Happy Madison Produktion, dies ist die Firma von Adam Sandler die eigentlich vorrangig schlichte Comedys raushaut die albern, günstig und dann trotzdem eintragsreich sein können, da Sandler aber nicht alle Rollenb spielen kann gibt’s eben diverse Darsteller die schonmal einspringen, eben Leute wie David Spade oder Rob Schneider. Und genau das was man da kennt und gewohnt ist bekommt man in der gewohnten Art und Weise hier: rabiater Brachialhumor, gerne mal an der Gürtellinie und darunter und vor allem: geschmackloser Klamauk mit Figuren die kein Herz besitzen. Lediglich die am Rande laufende Love Story hat ein paar schöne, süße Augenblicke die aber ind er Flut der plumopen Gags kaum auffallen. Ebenso schade: der Koflikt der beiden Väter um den es gehen soll findet nur am Rande statt, statt dessenw erden die beide Figuren mit zahlreichen Nebenhandlungen beladen. Als Netflix „Ich gucks mal eben“ Komödie reicht das vielleicht, richtig gutes Kino ist das definitiv nicht.

Fazit: Was zu erwarten war: alberne Brachialklamotte!
Rating: ★★☆☆☆

Catch Me!

Jerry (Jeremy Renner), Callahan (Jon Hamm), Chilli (Jake Johnson), Hoagie (Ed Helms) und Sable (Hannibal Buress) sind Freunde seit Kindertagen und spielen seit 30 Jahren stets im Mai das Spiel fangen – allerdings zum vermutlich letzten Mal da der ungeschlagene Jerry das Spiel bald verlassen will. Also setzen seine Kumpels alles daran ihn doch noch zu schlagen …

Erwachsene die fangen spielen in einem Film der vorgibt auf einer wahren Begebenheit zu fußen – das ist schon etwas wo ich zunächst ungläubig ranging. Aber die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen: es gibt in der Tat eine handvoll Freunde die seit vielen Jahren regelmäßig fangen miteinander spielen, aber das dürfte wohl kaum so absurd ausarten wie hier gezeigt, d.h. die Figuren klettern aus Häusern, schießen mit Baumstämmen aufeinande roder praktizieren Waterboarding um an Informationen zu kommen. Abseits davon kann man aber kaum meckern: eine flotte Komödie die nicht gezielt unter die Gürtellinie geht , gut gelaunte Darsteller die scheinbar ichtig Spaß haben und ein hohes Tempo sowie Gags die eben gut funktionieren. Einziges Manko: ein Plotpunkt bleibt für mich etwas unerwartet, außerdem schmälert eine finale Wendung ein wenig die Leichtigkeit. Aber ruiniert nichts.

Fazit: Temporeiche Komödie, nicht ganz ernst zu nehmen, aber sehr wohl großer Spaß!

Ein Lied in Gottes Ohr

Musikproduzent Nicolas (Fabrice Eboué) hat seine Ehe in den Sand gesetzt und gerät auch noch mit seiner Chefin aneinander: ihm bleibt ein halbes Jahr Zeit um eine erfolgreiche Band auf die Bühne zu bekommen. Mit Kollegin Sabrina (Audrey Lamy) ersinnt er einen Plan: er will eine Band bestehend aus einem Rabbi, einem Iman und einem Priester bilden …

Französische Filme sind wie eh und je ein Thema für sich – ich habe immer den Eindruck wenn sie in Sneak Previews laufen daß die meisten Leute genervt sind und eher vorhaben das Kino zeitnahe zu verlassen, auf der anderen Seite würden diese Filme ja nicht immer wieder hier veröffentlicht wenn nicht doch ein Markt dafür da wäre. Im vorliegenden Fall denke ich aber daß der Film vor eher spärlich bestückten Reihen laufen könnte: ein gescheiterter Musikproduzent bastelt aus drei Geistlichen eine Band die aber natürlich recht chaotische Folgen hat. Ich halte es dem Film zu Gute daß er nicht so gehetzt komisch daherkommt wie die meisten Christian Clavier Filme und auch nicht unangenehm unter die Gürtellinie wandert, aber im Gegenzug sein gesamtes Potential ungenutzt liegen läßt. Die Materie hätte einiges an Religionsatire hergegeben, ebenso wäre ein Musikfilm möglich gewesen, doch das bleibt alles ungenutzt liegen. Was man bekommt ist ein schnell durchlaufendes, unspektakuläres Lustspiel mit ein paar vereinzelten guten Momenten – aber eben zu keinem Zeitpunkt ein lohnendes Ganzes!

Fazit: Nette Idee und ein paar harmlose Scherze, ansonsten alles brav und unbedeutend!

Wonder Wheel

Der Rettungsschwimmer Mickey (Justin Timberlake) arbeitet in den Fünfziger Jahren am Strand von Coney Island. Dort erlebt er mit wie die Gelegenheitsarbeiter Ginny (Kate Winslet) und Humpty (Jim Belushi) Besuch von Carolina (Juno Temple) erhalten die behauptet deren Tochter zu sein. Obendrein ist Carolina auf der Flucht vor Ganoven mit denen sie sich eingelassen hat …

Es ist ein Woody Allen Film – reicht das nicht? Der Mann klopft einmal pro Jahr einen neuen Titel raus, sie sind nie wirklich schlecht, aber eben auch schon lange nicht mehr so gut wie manche Werke von früher. Für mich unterscheiden sich die Titel zwar von Darstellern, Personen und Orten, sind aber sehr wohl identisch in der Farbgebung und der Stimmung. Daher ging ich an dieses Drama mit leichtem Comedyeinschlag nicht mit Vorfreude, sondern mit Wissen ran: ich wußte was kommt und bekam auch wirklich das. Ein paar nette Darsteller, viele Szenen in denen viel geredet und geschauspielert wird und mit der Kombi aus Gangsterelementen und Liebesverwirrungen gibt’s ein paar Schmunzler, aber gleichzeitig kam mir die Nummer unfassbar träge, langsam und gebremst vor. Mal ehrlich: Allens beste Zeit ist durch. Mit Titeln wie diesen wird er sein Lebenswerk nicht runinieren, aber auch nicht entscheidend verbessern.

Fazit: Der jährliche Woody Allen Streifen der in keinem Zusammenhang erwähnenswert ausfällt!

Das Vermächtnis des Weißwedelhirschjägers

Jäger Buck Ferguson (Josh Brolin) wurde durch seine Jagd auf einen Weißwedelhirsch bekannt und hat nun eine eigene TV Show. Für seine Sendung will er mit seinem Sohn Jaden (Montana Jordan) und Kameramann Don (Danny McBride) ein Special drehen und gerät in ein unfassbares Chaos …

Josh Brolin kommt irgendwie nicht zur Ruhe: im Kino war er 218 bereits in „Avengers: Infinity War“, in „Deadpool 2“, in „Gegen die Flammen“ und „Sicario 2“, nun taucht er auch in einer Netrflix Produktion auf – einer ungewöhnlich kleinen. Der Film besteht einfach aus zwei Männern und einem Jungen die durch den Wald stapfen. Vielleicht war es genau das was Brolin so gereizt hat: ein kleiner Film, abseits von Bombast mit ständigem Filmen an der frischen Luft. Hoffentlich hatte er Spaß dran – der Zuschauer dürfte ihn zumindest haben. Die Komponenten die der Film auffährt sind zwar nicht neu, funktionieren aber besser: die Hauptfigur wird als ultimatives Alphatier eingeführt und über den Film schrittweise demontiert, sei es mit der Scheidung die ihn immer noch belastet, dem freundlichen Verhältnis zum Kameramann das im Grunde garnicht so gut ist und dem verkorksten Verhältnis zum Sohn den er an die Natur ranführen will, der aber lieber am Handy hängt. Mit Kompakten 83 Minuten gibt’s einen kleinen Abenteuerfilm, eine Mänenrkomödie und ein wenig Drama – von Brolin mit Leichtigkeit getragen. Als kleine Streamingproduktion höchst vergnüglich!

Fazit: Spaßiger kleiner Film!

How to party with mom

Deanna (Melissa McCarthy) hat sich stets für ihre Tochter Maddie (Molly Gordon) und Ehemann Dan (Matt Walsh) aufgeopfert. Dann aber verlässt sie Dan für eine Geliebte und Deanna beschließt ihr Leben neu aufzurollen: dazu will sie zunächst ihren Collegeabschluß nachholen. An Maddies Seite schlägt sich Deanna fortran durch das Partyleben der Uni …

Melissa McCarthy ist ein Thema mit dem ich nicht so gut kann: ich möchte sie sehr in GIlmore Girls, konnte sie auch in z.B. „Brautalarm“ ganz gut ab, aber dann kamen Titel wie „Susan Cooper undercover“  und Ghostbusters die nicht dazu da waren daß sie eine Rolle spielt sondern einfach nur sie fett ins Zentrum bringen sollten. Und ebenso ist es hier: das Drehbuch hat sie zusammen mit ihrem Mann geschrieben der auch Regie führt und die düpnne Story nur dazu nutzt Szenen aneinander zu reihen in denen sie imm Zentrum steht. Wenn man sie mag und lustig findet ist das vielleicht ok, wer aber nur eine Komödie schauen will dürfte recht schnell von der aufdringlichen Komik und der unsympathischen Hauptfigur genervt sein. Schade ist auch daß die Randfiguren durchaus charmant sind und nette Momente haben, die aber jedesmal von McCarthy an den Rand gepresst werden und nur als Selbstzweck genutzt werden. Definitiv ein sehr egomaner und unangenehmer Film.

Fazit: Die passable Grundidee wird verheizt zu einer seelenlosen Selbstinszenierung McCarthys!

 

Oceans Eight

Danny Ocean hat eine Schwester namens Debbie (Sandra Bullock) die ihrem Bruder in fast jeder Hinsicht ähnelt. Obendrein hat sie dessen kriminelle Energie und dessen Einfallsreichtum. So sammelt sie sieben Verbündete um sich herum um gemeinaam einen grouen Coup zu begehen und eine wertvolle Hals kette zu stehlen …

Ich war nie ein großer Fan der Oceans Filme, hatte damals zwar bei „Oceans Eleven“ einen echt tollen und lustigen Kinoabend, was aber mehr an der Gesellschaft lag und weniger am Film. Die Filme selber waren für mich gelacktes Star Kino daß zwar Charme, aber auch ne Menge nutzlosen Hochglanz hatten und als Heist Movies in Ordnung gingen. Trotzdem hätte es nach meiner Ansicht nicht diesen Film nicht gebraucht: Sandra Bullock wird als Schwester von Danny Ocean eingeführt und das alleine muß als Charakterisierung ihrer Figur reichen, ebenso werden die anderen Damen wie im Trailer im Schnellverfahren vorgestellt. Die Story dient eh nur dazu einen weiteren Heist Movie durchzuziehen, das gelingt soweit auch, aber ohne irgendeine auch nur ansatzweise originelle Idee dabei. Es bleiben ein paar nette Sprüche und eine Schicke Optik sowie eine große Starbesetzung, ansonsten aber ein fast piefiger Film der händeringend versucht seine Damenriege für weitere Teile zu etablieren, was aber nicht ausreichen sollte.

Fazit: Schicke Optik und eine fette Besetzung, ansonsten aber nur dürftige und altbackene Nummer!

Rating: ★★☆☆☆