Archiv der Kategorie: Komödie

Holmes and Watson

Der Detektiv Sherlock Holmes (Will Ferrell) löst mit seinem Partner Dr. Watson (John C. Reilly) die kompliziertesten Fälle. Als sein Erzfeind Moriarty (Ralph Fiennes) das Leben von Königin Victoria (Pam Ferris) bedroht hat Homes nur vier Tage Zeit um einzugreifen …

Hier waren alle Zeichen auf Mißtrauen gesetzt – aber s war nicht zu erwarten wie furchtbar das Resultat dann ausfallen würde. Mit John C. Reilly und Will Ferrell als Sherlock Holmes und Dr. Watson hat man die altbekannten Figuren populär besetzt, mit Ralph Fiennes in einer Nebenrolle ist sogar noch ein prominentes Gesicht dabei. Allerdings sind gerade die ersten beiden Darsteller mit zwei Gesichtern: sie können ebenso schmerzhafte Gaga Komödien wie ernsthafte Charakterrollen. Und dieser fällt natürlich in die erste Sparte – und dort in die niedrigste Kategorie. Es war schon ein deutliches Signal daß man den Film Netflix angeboten hat und diese ihn nicht raus bringen sollen. Das warum ist einem als Zuschauer bereits in den ersten Minuten beim strunzdummen Intro schon klar uns es geht unentwegt weiter: als arrogant überzeichnete Cartoon Figuren hetzten die zwei von einem Szenario zum anderen, blödeln herum wie kleine Kinder und sind ebenso weit von einer passablen Story wie einem guten Gag entfernt. Dabei wird das Anschauen zur ultimativen Tortur, trotz einer geringen Lauflänge.

Fazit: Überdrehte Klamotte, an Peinlichkeit und Strapaze kaum zu toppen – höchst unsympathisch!

Yesterday

Musiker Jack (Himesh Patel) kämpft mühsam ums finanzielle Überleben bis ein unfassbares Wunder geschieht: nach einem Stromausfall haben alle Menschen außer ihm die Beatles vergessen. Fortan beginnt er deren Lieder als seine eigenen Kompositionen aus und gelangt zu Ruhm …

Die Grundidee ist großartig: was wäre wenn man in einer Welt leben würde in der man als Einziger eine Sache kennt die sonst Allgemeinbildung wäre? Das hätte bestimmt noch mit manchen anderen Sachen gut geklappt, aber die Beatles waren dafür sicherlich eine gute Wahl. Leider ist das auch schon der größte Pluspunkt des Films, eben einfach die Grundidee. Darüber hinaus ist der Film zwar kein Stück schlecht, aber auch nie wirklich jenseits von solide. Er reiht eine Menge toller Lieder aneinander und legt der Hauptfigur die üblichen Parts auf: Karriereprobleme, Liebesgeschichte und eben die besonderen Umstände, welche aber nicht weiter ergründet werden. Sympathie ist dabei allgegenwärtig, aber irgendwie bleibt alles an der Oberfläche und ist dann icht geeignet diese Story zwei Stunden lang zu tragen.

Fazit: Das Herz ist definitiv am rechten Fleck und der Filmist durchweg sympathisch, fällt aber erzählerisch nur solide aus!

Rating: ★★★☆☆

Made in China

Der junge Fotograf François (Frédéric Chau) lebt in Frankreich und fühlt sich vollständig als Franzose, dabei hat er chinesische Wurzeln. Als ihm seine Freundin Sophie (Julie De Bona) eröffnet daß sie schwanger ist versucht Francois notgedrungen den Kontakt zur Familie wieder neu aufzubauen …

Mir ist dieser Film in einer Sneakpreview begegnet ohne daß ich jemals was von ihm gehört habe, was ja eigentlich die beste Voraussetzung sit um sich unbelastet drauf einzulassen. Allerdings war meine Sorge im ersten Moment groß als ich zwei Hauptdarsteller aus den Monsieur Claude Filmen sah und nun einen ähnlichen Humor kommen sah. Dem war aber nicht so: ich sah einen Film der sich für mich jeder Kategorisierung entzieht. Er beobachtet einfach ein paar Hauptfiguren die versuchen aufeinander zuzugehen, entwirft viele Szenarien die für eigene Plots ausreichen würden: ein Vater-Sohn Drama, eine Buddy-Comedy, eine Schwangerenkomödie, ein Liebesdrama mit einer Dreiecksgeschichte, filmische Vergangenheitsbewältigung …alles ist dabei. Nichts davon wird aber letztlich wirklich beschritten, so daß der Film am Ende zwar auf nichts festgelegt ist, dabei allerdings einen sehr herzlichen Ton anschlägt und auf seine Weise durchaus liebenswert und süß daher kommt. Für Liebhaber von französischen Filmen definitiv einen Blick wert.

Fazit: Unaufgeregte Geschichte mit Herzlichkeit, aber kaum vorhandenem Plot!

3 Punkte

Videoreview von mir:https://www.youtube.com/watch?v=-HwHqSTtcG4&t=285s

Murder Mystery

Als ein älterer Milliardär in Europa ermordet wird geraten ein Polizist aus New York (Adam Sandler) und seine Frau (Jennifer Aniston) unter Verdacht. Fortan versuchen sie den Fall selber zu klären …

Sei ein Sklave im Himmel oder ein Star in der Hölle. In diesem Falle: sei ein unbeachteter, kleiner Titel im Kino oder ein Klickmagnet auf Netflix. Und in diesem Falle ist der zweite Fall eingetreten: wir haben hier eine kleine, unscheinbare Komödie die erst nach einer halben Stunde Fahrt aufnimmt, die unsympathische Figuren ins Zentrum setzt und eigentlich nichtig ist. Mit Jennifer Aniston und Adam Sandler hat der Film aber attraktive Hauptdarsteller welche die Zuschauer versuchen für sich zu gewinnen und das funktioniert im leichten Streaming Angebot bestimmt großartig. Filmisch betrachtet sind die beiden höllisch unsympathisch, der schwarze Humor ist speziell und nicht für jeden tauglich und der Film bietet auch keine rechten Schauwerte. Trotzdem hält alleine die Frage wer denn der Täter ist ausreichend bei der Stange. Im zu sehr überfluteten Streaming Angebot ragt der Film zwar nicht sonderlich heraus, aber stellt die Massen passabel zufrieden.

Fazit: Banale Krimikomödie mit prominenter Aufmachung und durch Netflix leichtem Zugang!

Rating: ☆☆☆☆☆

Long Shot

Fred Flarsky (Seth Rogen) trifft seine Babysitterin Charlotte Field (Charlize Theron) wieder in die er mal verliebt war – nur ist sie nun die Außenministerin der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie stellt Fred als Redenschreiber ein – dem geht es aber mehr darum ihr näher zu kommen …

Politik der USA und insbesondere die Vorgänge im Weißen Haus müssen im Film nicht unbedingt realistisch wiedergegeben werden, es gab mit „Hallo Mr. Präsident“ und „Dave“ bereits Titel die dort trotz des Umfelds mehr sanfte Komödien darstellten und in diese Aufzählung reiht sich auch dieser hier. Es werden dabei zahlreiche Versatzstücke zusammengepackt: es hat was von Notting Hill wenn ein Journalist die Außenministerin datet, ein wenig „Zu scharf um wahr zu sein“ wenn eine Traumfrau und ein absoluter Normalo umeinander kreisen, ein paar Politische Winkelzüge sind drin ohne daß das ganze Ding in Richtung eines Dramas oder Thrillers abgleitet und letztlich ist es ein Seth Rogen Film: d.H. es kommen Witze über Drogen, Sex und gezielt Masturbation. Diese Reihen sich aber wohl dosiert in eine tolle Story ein die mit Herz, Witz und Spannung erzählt wird, mit charmanten Hauptfiguren punktet und insbesondere Charlize Theron in einer ihrer liebenswertesten Rollen zeigt. Filme wie „Lon Shot“ gabs schon länger nicht mehr zu sehen, weswegen man eine richtig großartig erzählte RomCom durchaus zus schätzen wissen sollte.

Fazit: Trotz manchmal derbem Humor ein schönes Liebesfilm und eine spritzige Komödie mit unglaublich herzlichen Figuren!

Rating: ★★★★☆

Pokemon – Meisterdetektiv Pikachu

Tim (Justice Smith), sucht seinen spurlos verschwunden Vater Harry und erhält unerwartete Hilfe in Gestalt des Pokémon-Partners Detective Pikachu. In der Metropole Ryme City kommen sie einer Bedrohung auf die Spur …

Da ich lediglich mal ein paar Tage lang Pokemon Go auf meinem Handy gespielt habe kann ich keine Referenzen ziehen, wie gut da die Videospielvorlage umgesetzt wurde, was an Anspielungen drin ist und wie sehr Spieler hier vertraute Elemente wiederfindet. Ich kann nur den Film für sich schauen und als solchen einfach ok finden: er liefert eine nett konzipierte Welt mit Menschen und merkwürdigen Gestalten (eben den Pokemons) und bringt diese Umgebung solide auf die Leinwand, darin wird dann ein völlig austauschbarer, aber ebenso kurzweiliger Krimiplot erzählt der absolut ausreicht. Das Hauptaugenmerk liegt wohl auf der Pikachu Figur die nach Vorlage von Ryan Reynolds animiert und auch gesprochen wurde – das wirkt in der Tat wie ein Deadpool in light, geht aber nicht so derbe ans eingemachte und fllt (wie eben der ganze Film) harmlos und nett aus, aber ebenso wenig spektakulär. Aber eben diese Bescheidenheit hier nicht in allen Belangen episch zu sein macht ihn hochgradig sympathisch.

Fazit: Absoluter Fanfilm bei dem man als Nichtkenner zwar die Insider verpaßt, aber trotzdem Spaß haben kann
Rating: ★★★☆☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=k2sRKytb9Ps

Fighting with my Family

Ex Ganove Ricky Knight (Nick Frost) versucht Ehefrau Julia (Lena Headey) und die Kinder Zak (Jack Lowden) und Paige (Florence Pugh) als Wrestler durchzubringen. So eröffnet er auch seiner Tochter die Welt des Wrestlings in der sie verscuht ihren Platz zu finden …

Ich habe von diesem Film zum ersten mal erfahren als mir auf youtube der Trailer vorgeschlagen wurde – das Thumbnail zeigte einen breit grinsenden Dwayne Johnson und mir war in dem Moment klar was dies für ein Titel ist. Dabei hätte ich kaum mehr daneben liegen können: dies ist im Grunde eine Biographie mit einer ganzen Reihe an Nebenschauplätzen. Es geht um ein junges Mädchen daß sich ihren Traum verwirklicht und sich durch die amerikanische Wrestlingliga für Frauen kämpft. Der Film mischt dabei mehrere Genres und Themen: es ist ein wenig Drama wenn es um den Bruder geht der seine Chance nicht bekommen hat und dadurch abstürzt, es ist Comedy pur jedesmal wenn Nick Frost als Familienoberhaupt die Szenerie betritt und liefert im Kern eine enrgievolle Story über ein junges Mädchen die sich durchkämpft. Das alles wird von einem sehr warmherzigen Grundton und ganz iel Herz zusammengehalten und ergibt eine unglaublich stimmige Mischung. Kein großer Kinogit, aber kleines, feins und manchmal kauziges britisches Kino daß manchmal an „Ganz oder garnicht“ oder Billy Elliot“ erinnert.

Fazit: Warmherzige Geschichte die ausgewogen mehrere Genres bedient!
Rating: ★★★★☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=HHPTCKgpF-0

Mid90s

Der 13-jährige Stevie (Sunny Suljic) wächst im Los Angeles der 90er Jahre auf: seine Welt besteht aus Mixtapes, skateboarden und Streefighter II spielen. Durch eine Bekanntschaft eröffnet sich ihm ebenso die verbotene Partyszene …

Vom Grunde her ist dieser Film schon durch seinen Regisseur interessant: er ist von Jonah Hill, der einst als platter Komödiendarsteller etabliert war und sich dann irgendwann mit tauglichen und ernsthaften Rollen hervortat – und nun zeigt sich hier was er so auf dem Regieposten hinkriegt. Dazu hat er sich ein Thema ausgesucht daß ein Minimum an Plot und Story, aber ein Maximum an Atmosphäre: mit 4:3 Format sieht der Film aus wie ein alter Videofilm aus den 90er Jahren und taucht eben auch voll in diese Epoche ein. Wir sehen einen Jungen der Anschluß an eine Skaterclique findet und mit ihnen abhängt – das hat halt wenig zu erzählen, aber schwelgt sehr ausgiebig in der Zeit und der Epoche. Leider kann ich mich damit nur teilweise identifizieren: ich war zu der Zeit in welcher der Film spielt etwa so alt wie die Hauptfigur, ein gewisser Bezug ist also gegeben, allerdings habe ich selber niemals mit der Skateboard Szene zu tun gehabt. Trotzdem spüre ich ein wenig die Erinnerung daran wie es ist den ganzen Sommer ständig mit den gleichen Leuten abzuhängen und Spaß zu haben, auch wenn im Grunde nichts passiert.

Fazit: Keine richtige Geschichte, sondern einfach nur das einfangen einer tollen Zeit für die Hauptfigur die bei einigen Zuschauern sehr nostalgosche Gefühle hervorholen könnte.

Arizona junior

Der Kleinkriminelle H.I. McDonnough (Nicolas Cage) landet immerzu erneut im Gefängnis wo immerzu Polizistin Edwina (Holly Hunter) seine Verhaftungsbilder macht. So beschließt er mit ihr ein neues und ehrliches Leben zu beginnen – als bei ihm aber Unfruchtbarkeit erkannt wird begehen sie einen riskanten Plan …

Wieder mal so ein Klassiker den ich mir ab schicken lassen da ich endlich mal alle Nicolas Cage Filme gesehen haben will. Allerdings ist dies einer den ich vor vielen Jahren mal im Fernsehen angefangen und schnell abgebrochen habe – und auch nun in voller Länge nicht wirklich begeisternd fand. Klar, es hat aus heutiger Sicht viel Charme Cage und auch die anderen Darsteller (Leute wie John Goodman und William Forsythe) in jungen Jahren zu sehen, aber mit der chaotischen Story eines Pärchens die ein Baby klaut und dann nicht klarkommt konnte ich einfach nichts anfangen. Vielleicht weil ich nicht kompatibel zum typischen Coen Humor bin? Möglich. Wer den Film schon immer in sein Herz geschlossen hat dem werde ichs nicht schlecht reden.

Fazit: Verstaubter Klassiker mit nicht immer jedem zugänglichen Humor!

Rating: ★★★★☆

Monsieur Claude 2

Monsieur Claude Verneuil (Christian Clavier) und seine Frau Marie (Chantal Lauby) hatten dadurch daß ihre Töchter multikulturell geheiratet haben schon einige Probleme mit diversen Bräuchen und Ritualen. Dann jedoch berichten die Kinder daß sie ins Ausland gehen wollen – und Claude und Marie tun alles um diese Entscheidung zu torpedieren …

Hier muß ich mit ganz viel Gewalt ein gewisses Maß an Fairness aufbringen: ich mochte den ersten „Monsieur Claude“ Film nicht so sehr, konnte aber seinen erfolg verstehen und respektieren: wie der Film mit Klischees und Vorurteilen um sich warf und diese ironisch brach hatte schon etwas. Trotzdem war es kein Grund ein Sequel rauszuhuste, ndas ist hier aber un passiert. Die Story ist eigentlich schlicht, die Folge ebenso: wieder muß der titelgebene Monsieur Claude sein Umfeld manipulieren, diesmal damit die Töchter nicht mit den Söhnen ins Ausland abwandern. Dies beginnt allerdings erst in der zweiten Hälfte, in der ersten zappt der Film munter zwischen seinen zahlreichen Charakteren hin und her und findet keinen Schwerpunkt. In der zweiten wird dann fröhlich manipuliert und deas geht bemerkenswert unspektakulär und folgenfrei von statten. So schön es ist Clavier mal nicht vollkommen überzeichnet zu sehen und daß wirklich alle Darsteller wieder in ihren Rollen dabei sind, so überrascht wie zahnlos und sanft dann ausfällt. Der erste Film war ein Hit, der zweite nur eine kleine, laue Komödie.

Fazit: Großes Wiedersehen mit allen Figuren in einer unglaublich zahnlosen Story!