Archiv der Kategorie: Komödie

Chip & Chap – DIe Ritter des Rechts

Chip und Chap waren eins die HEldene iner TV Serie, haben sich aber aus den Augen verloren. Nach Jahren finden Sie wieder zusammen um das VErschwinden eines Freundes zu untersuchen …

Es fällt leicht, die Serie als Kult zu bezeichnen, bei mir ist das leicht anders: ich habe sie als Kind geschaut und sehr gemocht, sie ist aber nicht für sich in mein Herz gebrannt. Lediglich der Titelsong ist mir präsent, da ein Freund ihn oft bei allerhand Gelegenheiten gesungen hat. Deswegen habe ich auf diese filmische Aufarbeitung nicht wirklich gewartet, aber ich wehre mich auch nicht dagegen. Zumal er mit einem genialen Konzept daherkommt: er spielt in einer Welt in der reale Menschen und alle Arten von Zeichentrickcharakteren nebeneinander leben und die alte Fernsehserie war demnach auch eine echt gefilmte Show. Diese ward dann irgendwann beendet und nun kommen die alten Figuren nochmal zusammen da es einen Fall zu lösen gibt. Das ding ist dabei technisch brilliant und mit einer endlosen Fülle an MEtagags durchsetzt. Dabei wird der gängige Spagat gewählt daß Dinge gleichermaßen angewandt und parodiert werden. So entsteht eine bunte, mitunter alberne Wundertüte mit zahlreichen großartigen Gas und einer Menge Kurzweil, aber auch keiner allzu großen Nachwirkung. Als das was es sein möchte funktioniert es allerdings bestens.

Fazit: Irgendwo zwischen Sequel und Parodie angelegt mit einer endlosen Fülle an sitzenden Metagags
Rating: ★★★☆☆

Sechs Tage unter Strom – Unterwegs in Barcelona

Moha (Mohamed Mellali), Valero (Valero Escolar) und Pep (Pep Sarrá) arbeiten Barcelona für einen Installateursbetrieb. Pep steht allerdings kurz vor der Rente und soll von Moha abgelöst werden – allerdings erweist sich diese Übergabe als problematisch …

Ein Film über drei Handwerker in Barcelona. Ich habe den Eindruck dass man hier mit echten Handwerkern gesprochen hat und deren Erlebnisse und Geschichten einfach in ein Skript verfrachtet hat. Das lässt sich daraus schließen dass diese Sachen lebensecht wirken, nicht over-the-top und irgendwie unaufgeregt und doch für die Figuren ärgerlich sind. Ansonsten ist es das Aufeinandertreffen von drei Generationen: einem jungen Mann der sich im Job bewähren will, einem alten der in Rente gehen will und einem gestressten Mann in den mittleren Jahren der mit Körperproblemen und anderen Sachen kämpft. Man beobachtet diese 3 6 Tage lang, kommt aber irgendwie nicht von der Stelle. Die drei machen zwar Spaß, aber hinterlassen keinen unfassbaren Eindruck, es gibt keine fortlaufende Handlung sondern nur Szenen die auf von irgendwelchen Einsätzen handeln und die eine oder andere private Misere. Alles in allem frei von Highlights, die Spannungskurve schlägt zu keinem Zeitpunkt in die eine oder andere Richtung aus und außer ein paar Schmunzler bleibt wirklich nicht viel.

Fazit: Vollkommen ereignislos, wenngleich ein paar kurze Schmunzel Momente gegeben sind

Rating: ★★☆☆☆

Generation Beziehungsunfähig

Tim (Frederick Lau) flirtet gerne, läßt due Damen aber immer links liegen. Dann aber trifft er Ghost (Luise Heyer), die ähnlich vorgeht. Als aber Tim mehr möchte wird es kompliziert …

Der Trailer versprach bereits eine Sache die mir den Film sehr attraktiv machte: er spielt in Köln und zeigt viele, markante Orte. Das ist zwar nicht das Thema, aber ein Begleitaspekt der mir und bestimmt auch anderen ortskundigen Zuschauern Spaß bringen kann. Das Kernthema ist die Beziehungsunfähigkeit der heutigen jungen Menschen, da fühle ich mich nicht mehr ganz zugeordnet weil ich in meiner Single-phase Tinder knapp verpasst habe und auch seit vielen Jahren verheiratet bin. Natürlich kenne ich die Probleme einen Partner zu finden und auch Schwierigkeiten mit Bindungsängsten, aber ich bin in dem Thema so nicht mehr drin und diese Geschichte ist eine Zusammenstellung von typischen Situationen, die fast handlungsfrei einander gebunden werden. Warum die weibliche Hauptfigur so bindungsscheu ist wird nie erklärt, wir beobachten einfach den männlichen Protagonisten wie er diverse beziehungstechnische Situationen erlebt und durchläuft,von denen viele extrem lebensecht wirken. Gerade dadurch dass es keine wirkliche Story gibt sondern nur Szenen hat man wirklich den Eindruck Bilder aus dem wahren Leben zu sehen. Das führt zwar nicht wirklich irgendwo hin, zeigt aber durchaus einige interessante und spannende Facetten. Ich kann mich inhaltlich nicht mehr mit dem Ganzen identifizieren, mag den Film aber für seinen Humor seine Kurzweiligkeit und die für mich so wirkende Glaubwürdigkeit.

Fazit: Glaubhafter Blick auf das Suchen und Finden der Liebe oder des nächsten Bettpartners in der heutigen Zeit

Rating: ★★★☆☆

Hilfe, ich habe meine Freunde geschrumpft

Felix (Oskar Keymer) erfuhr einst vom Schulgeist (Otto Waalkes) wie man Menschen schrumpfen kann und tat dies mit seiner Lehrerin und seinen Eltern. Nun aber führen ungölückliche Umstände dazu daß es seine Freunde erwischt …

Es wäre sehr übertrieben wenn ich mich einen großen Fan der Reihe nennen würde, dennoch habe ich den Vorgängern durchaus etwas Spaß abgewinnen können. Die Figuren waren charmant und nicht überdreht und die Handlung, welche stetig das „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ Konzept kopiert hat war kindertauglich und nett. Als Bonus gabs Otto in einer typischen Nebenrolle. Und all dies kriegt nun eine dritte Runde? Gerne. Wobei der itel fast irreführend ist, da das tielgebende Schrumpfen im Film erst zur Hälfte geschieht und mit den geschrumpften Figuren wenig angestllt wird. Statt dessen geht’s eigentlich kindergerecht um den Kampf gegen eine böse Hexe, wobei einige Nebenfiguren und Gags richtig gut funktionieren, allerdings werden ebenso zwei Running Gags unglücklich überspann. Trotzdem tuts der Film – als Abschluß einer guten Kindertrilogie allemal.

Fazit: Ebenso klein, harmlos und nett wie die Vorgänger!

Irrestible – Unwiderstehlich

Politstratege Gary Zimmer (Steve Carell) sieht ein Video sieht, in dem der pensionierte Marine-Oberst Jack Hastings (Chris Cooper) sich für Arbeiterrechte einsetzt. Gary überredet Jack sich für den Bürgermeisterposten zu bewerben und stößt auf seine Erzfeindin Faith Brewster (Rose Byrne) …

Für mich war dies die Neuauflage eines Klassikers ohne dies zu kopieren: in erster Linie empfand ich es als Nachmache von „Doc Hollywood“. Hier gelangt aber kein Arzt sondern ein Wahlkampfmanager aufs Lanf, schlägt sich mit der dortigen Bevölkerung herum und kämpft eben sein Spiel mit seiner Ex. Eigentlch verläuft dies (außer dem Finale) eher frei vpn Überraschungen, die namhafte Darstellerriege und die sympathischen Charaktere lassen die Nummer aber recht erträglich ausfallen. Highlights bleiben zwar aus, kurzweiliger Schmuzelspaß und die üblichen Ohrfeigen an die große Politik sitzen aber.

Fazit: Kleiner, herziger Film der von seinen charmanten Darstellern getragen wird!

Rating: ★★★☆☆

The Bubble

Die Darsteller des Horrorfilms Cliff Beasts 6 werden wegen der Corona Pandemie isoliert in einem Hotel. Sie suchen einen Weg, den angefangenen Film zu beenden …

Corona hat den Film erreicht: viele Filme, die durch die Pandemie aufgeschoben wurden spielen ja trotzdem in einer coronafreien Welt oder eben in der Zeit davor. Jetzt werden wir uns wohl dran gewöhnen müssen dass mehr und mehr Filme und Serien erscheinen, die das Coronavirus nicht vermeiden können, so dass es eben Gespräche über Lockdowns gibt oder aber Figuren Masken tragen . Dieser hier macht das sogar zum zentralen Thema indem er über eine Filmproduktion berichtet die auf einem Hotel zusammen hockt, in der titelgebenden Blase, und wegen der Pandemie nicht weg kann. Der Film baut mit diversen Bausätzen Stories zusammen: es geht um den absurden Monsterfilm, der hier gedreht wird ,es geht um einzelne Hollywood-Stars, die hier ihre Ego Probleme miteinander haben und die ganze Wirkung nach außen wenn etwa eine Darstellerin sich nicht traut etwas zu posten um ihre Follower nicht zu gefährden. Diese Mischung geht insgesamt nicht gut auf, ich hatte das Gefühl man hätte mit weniger mehr erreicht. In diesem Fall hätte man sich auf wenige Aspekte beschränken und diese voll ausführen sollen anstatt sowie hier von allem etwas rein zu mischen und so ungefiltert und ungebremst runter zu beten. Der Film ist definitiv zu lang, hat zu wenig Fokus und da keiner der Figuren wirklich nennenswert oder zu mögen ist, hat man auch keine Bezugsperson und trotz der prominenten Besetzung eigentlich pure Langeweile.

Fazit: Nicht klar abgesteckt was es sein soll daher eine bunte Mischung aus diversen Aspekten !

Rating: ★★★★☆

JGA

Jasmin (Luise Heyer), Gina (Taneshia Abt) und Anna (Teres Rizos) reisen zu einem Jungesellinnenabschied nach Ibiza umd dort festzustellen daß sie die einzigen sind die dorthin gekommen sind. Also ziehen sie alleine los zu einer turbulenten Nacht …

Anhand von Trailer und Titel kann man den Film ja sehr eindeutig zuordnen: ein paar Frauen reisen nach Ibiza, machen Party, saufen viel und es gibt viele zweideutige Witze und Gags unter der Gürtellinie. Könnte man meinen. Denn der fertige Film hat zwar durchaus Anteile vom genannten, geht aber durchaus einen eigenen Weg. In der Geschichte geht es vorrangig um die Hauptfigur, die lernen muss sich aus ihrem Umfeld zu lösen, selbstständig zu werden und sich nicht alles gefallen zu lasse, Ggleichzeitig geht es darum dass sie ihre Vergangenheit und das nachtrauern hinter ihrem Ex überwinden muss. Ddadurch zerfällt der Film in verschiedene Phasen ,in denen die Stimmungslage unterschiedlich ist und auf albernen Alkohol getränkten Humor folgen ebenso leisere ruhigere Passagen, in denen dann doch etwas sensibler vorgegangen wird . Deswegen funktioniert der Film vielleicht nicht für jeden, weil wir ein Drama sucht für den ist dies zu seicht, wer eine reine Komödie will für den ist dies zu redselig. Aber im Kern hat der Film das Herz am rechten Fleck und ist insbesondere zum Ende hin zufriedenstellend zurückhaltend. Highlight ist Axel Stein als stets Finanz optimierter Teilnehmer

Fazit: Mehr Drama als Party Film mit guten Hauptdarstellern

Rating: ★★★☆☆

Marry Me – Verheiratet auf den ersten Blick

Als Megastar Kat Valdez (Jennifer Lopez) mitbekommt daß ihr Partner Bastian (Maluma) sie betrügt macht sie auf der Bühne einen Heiratsantrag an einen ann mit einem Schild. Das is der geschiedene Mathematiklehrer Charlie Gilbert (Owen Wilson)

Da haben wohl ein paar Produzenten zusammen gesessen und überlegt ob man die Story aus Notting Hill irgendwie in die Neuzeit verfrachten kann nämlich die in der sich ein Prominenter in einen ganz normalen Menschen verlieben kann – und es funktioniert, mit ein paar Anpassungen. So ist es diesmal eine Sängerin die er von der Bühne aus einem Zuschauer heiratet und im Kern ist es dann, dass sie ihn auf ihr Level erhebt und gleichermaßen auf sein normales Leben hin absteigt und dort das wahre Glück findet. Der Film ist nicht die Mediensatire die man bei Trailer und Story erwarten könnte sondern wirklich ein kleiner sensibler Film der eine ungewöhnliche Liebesgeschichte erzählt wenngleich diese nicht wirklich in der Realität anzusiedeln ist, die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern stimmt. Wenngleich beide Rollen spielen die sie auch schon vor zehn Jahren hätten machen können, man merkt gerade zu wie die sich hier etwas selbst verjüngen. Trotzdem sind hier kleine feine Momente, nette Nebenfiguren und ein großes Herz zugegen und da wo der Film auf große und falsche Show hätte setzen können bleibt er dann doch eher zurückhaltend und leise deswegen bleibt dieser Film nicht allzu lange nach dem Anschauen im Kopf aber während immer hinschaut geht er voll ins Herz.

Fazit kleine Liebe Romanze nicht so groß wie es aussehen mag und mit dem Herz am rechten Fleck

Rating: ★★★★☆

Don’t Look Up

Die Astronomen Kate (Jennifer Lawrence) und Randall (Leonardo DiCaprio), entdecken einen Asteroiden der mit tödlicher Gefahr auf die Erde zurast. Da dies aber niemand hören will müssen die beiden auf eine Medientour gehen …

Mehr Stars gehen wohl kaum in einen Film – mit Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence hat man schon direkt zwei Top Stars in den Hauptrollem, aber das setzt sich auch in die Nebenrollen fort, vo Meryll Streep über Jonah Hill bis zu Timothy Chalamet. Die Story hat absurde Brisanz, wenn man den Kometen einfach durch das Corona-Thema ersetzt. Denn es geht um Wissenschaftler die selbstlos ihre Entdeckung mitteilen wollen damit die Welt entsprechend handeln kann, aber sie erhalten niemals die nötige Aufmerksamkeit, die Ernsthaftigkeit oder den verdienten Respekt. Statt dessen hat jeder der in einer verantwortlichen Position ist eigene Interessen oder Hintergedanken und niemals hat jemand das Wohl der Welt im Sinne. Und auch wenn dies eine launige Komödie ist – in manche Figuren möchte man geradezu reinschlagen weil sie einen so wütend machen. DiCaprio hat indes einen mächtigen Spaß am Film, ebenso wie der Zuschauer.

Fazit: Etwas überlange Mediensatire mit Starensemble

Rating: ★★★★☆

Golden Twenties

Nach Abschluß ihres Studiums zieht Ava (Henriette Confurius) bei ihrer Mutter Mavie (Inga Busch) ein. Dabei findet sie jedoch weder Anschluß an ihre Mutter noch an ihr sonstiges Umfeld. Erst ein neuer Job am Theater verändert ihr Leben …

Fluch und Segen wenn man fast das wahre Leben auf der Leinwand einfängt. Dies ist eine wie im echten Leben passierende Geschichte einer jungen Frau die in ihren zwanzigern steckt und ein wenig orientierungslos in der Welt herumläuft. Der Film schildert kleine Momente, Alltagsszenen und eben große und kleiner Ärgerlichkeiten ohne dabei eine allzu große Story zu ersinnen. Und es ist beeindruckend wie „dicht“ dies an echten Momenten läuft, für mich war es aber zu echt. Heißt, es gibt Szenen in denen die Hauptfigur auf unangenehme Menschen trifft oder in ärgerlichen Situationen landet und da diese nicht so filmisch überhöht sind wie in anderen Werken sondern stellenweise wie abgefilmt erscheinen habe ich mich bei alledem nicht allzu wohl gefühlt. Aber ich kann den Film totzdem respektieren und empfehlen, insbesondere wenn man die „Lebensphase“ selbst erlebt hat.

Fazit: Wenig Story, aber ein sehr lebensnaher Blick auf die gegebene Lebenssituation.

Rating: ★★★☆☆