Archiv der Kategorie: Komödie

The Man who killed Don Quixote

Werberegisseur Toby (Adam Driver) reist nach Spanien, um dort einen Clip abzudrehen. Dabei erkennt er daß ein Film über Don Qioxote schwere Auswirkungen hat – so hält sich eim Schuhmacher (Jonathan Pryce) selbst für eine Widergeburt …

Mir war schon im Vorfeld, nach Sichtung des Trailers, relativ klar daß ich hiermit wenig würde anfangen können. Ich habs aber dennoch versucht, einfach weil dieser Titel natürlich eine gewisse Relevanz hat: die Produktionszeit liegt bei 29 Jahren und er gilt als der verfluchteste Film aller Zeiten; und auch wenn ich kein großer Gilliam Fan bin gönne ich ihm als Filmemacher die Genugtuung daß der fertige Film nun doch endlich fertig und ansehbar ist. Aber was für ein Titel das ist … joa, das kann ich nicht wirklich in Worte fassen. Es ist als habe ein Mann, eben Gilliam eine ganz persönliche Vision auf eine Leinwand verfrachtet. Das ist ehrbar und vollkommen in Ordnung, aber leider auch nicht wirklich zugänglich zum anschauen. Der Film mit seiner Mischung aus altmodisch und Modern spielt in seiner eigenen, ganz kleinen Welt und sit wohl nur ganz speziell denkenden Menschen zugänglich. Wobei ich eigentlich nirgendwo eine Review gefunden habe bei der jemand den Film wirklich und ernsthaft abfeiert.

Fazit: Schräge Phantasie deren größtes Potential ihre spannende Herstellung ist!
Rating: ★★☆☆☆

Klassentreffen 1.0 – Die unglaubliche Reise der Silberrücken

Es ist 30 Jahre her daß Nils (Samuel Finzi), Andreas (Milan Peschel) und Thomas (Til Schweiger) gemeinsam das Abitur gemacht haben, nun brechen die drei zum Ehemaligentreffen auf. Diese Fahrt wird durch zahlreiche Umstände zum reinen Chaostrip …

Ich konnte diesen Film damals icht im Kino sehen und habe ihn ein halbes Jahr später zu Hause nachgeholt; in der Zwischenzeit habe ich aber viel dazu gelesen und unfassbar viel Kritik und Ablehnung vernommen. Nun, nach anschauen des Films kann ich das nicht nur verstehen sondern halte es sogar für untertrieben. Die offensichtlichen Dinge sind och nichtmal so schlimm: der typsiche Sepia Look dem alle Schweiger folgen sowie Schweiger selsbt der sich als unglaublich cooole Sau inszeniert überraschen nicht. Entsetzlich ist jedoch der viel zu rasante Schnitt und noch über ist der Soundtrack: ein dauerhaft klingelnder, nie endender und nerviger Klangteppich der jede Szene mehr beschädigt als zu unterstützen. Final aber: kaum ein Gag sistzt. Zwei Stunden mit unsympathischen Arschgeigen als Hauptfiguren, ergänzt durch viele homphobe Anfeindungen – hoffentlich sind die angekündigten Sequels auch nur ein schlechter Scherz.

Fazit: Schweieger-Tiefpunkt mit unglaublich nervigem Soundtrack!

Die Goldfische

Der arrogante Manager Oliver (Tom Schilling) baut aus Hetze einen Unfall und landet im Rollstohl und wird in einer einer Behinderten-WG mit dem Namen „Die Goldfische“ untergebracht. Dort leben auch die blinde Magda (Birgit Minichmayr), der Autist Rainman (Axel Stein) und Michi (Jan Henrik Stahlberg) und Franzi (Luisa Wöllisch). Oliver fasst den Plan mit der schrägen Truppe in die Schweiz zu reisen um einen Haufen Schwarzgeld zu stehlen …

Eine deutsche Komödie die für mich wie das korrigieren einer alten Klassenarbeit daherkam bei der man den Stoff nicht kann und froh ist für jeden Pluspunkt den man findet. Ähnlich war es hier und man konnte von allem was finden: großartigen, sitzenden Gags, emotionalen Augenblicken, im Gegensatz aber auch restlos verpeilte Aspekte. Fängt für mich it der Hauptfigur an die zwar von Tom Schilling großartig gespielt ist, für mich aber keinen kompletten Sinn ergibt: zunächst arrogant, dann total nett, zwichendurch wechselhaft und zu keinem Zeitpunkt eigentlich zu ergründfen, also ich sehe nicht ob der Typ irgendwelche Probleme oder Leid mit seiner Lage hat. Die weibliche Hauptfigur ist uninteressant und bleich, auch wenn das nicht an Jella Haase liegt und mit der Hauptfigur hat sie keinerlei Chemie; die sonstigen Figuren sind eine Truppe behinderter deren Eigenheiten immer für den jeweiligen Gag gut sind, ebenso ist es schwach daß eine Figur sich zum Antagonisten mausert deren Taten dann aber wiederum restlos egal sind. Ordentlich gefilmt ist das zwar alles und von Tom Schilling großartig zusammengehalten, trotzdem strauchelt die Kiste letztlich.

Fazit: Starker Hauptdasteller und ein paar nette Momente, aber insgesamt geht das Konzept nicht auf!
Rating: ★★☆☆☆

Isn’t it romantic

Die junge New Yorker Architektin Natalie (Rebel Wilson) ist der Liebe gegenüber sehr zynisch eingestellt. Nachdem sie einen Schlag auf den Kopf findet sie sich in einer romantischen Komödie wieder die auch noch recht jugendfrei erscheint …

Ich las daß dieser Film der „Scream“ der romantischen Komödien sein soll, das klingt soweit ja sogar ganz interessant: ein Film der gleichermaßen das Genre parodiert und ein Film aus eben dem Genre selbst ist. Das klappt hier auch ganz gut – zumindest zur Hälfte. Wenn es im die Parodie geht macht der Film vieles richtig, zählt reihenweise Klischees und Unsinn auf und nimmt die typischen Dinge wunderbar auseinander. Leider will der Film zum Ende hin keine Püarodie mehr sein sondern eben wirklich ein romantischer Film und gerät dabei ins Straucheln: man kann für Figuren die vorher Karikaturen waren nicht plötzlich ernsthafte Emotionen entwickeln und Romantik oder gar Tiefe gehen auch nicht auf Knopfdruck. Rebel Wilson macht das trotzdem ganz gut und insgesamt ist der Film für mich ein passabler Streaming Titel – ins Kino hätte er aber nicht gehört.

Fazit: Solide Comedy mit guter Idee deren Konzept in der zweiten Hälfte nicht so gut aufgeht …

Rating: ★★★☆☆

Womit haben wir das verdient?

Wanda (Caroline Peters) erfährt daß ihre Tochter Nina (Chantal Zitzenbacher) Muslima werden will. Also beginnt Wanda damit sich mit der Thematik außeinander zu setzen im ihre Tochter so gut es geht dabei zu unterstützen und den Schritt überhaupt zu verstehen …

Immer schön wenn man ein schwieriges Thema in einen leichten Film packen kann: eine Schülerin aus Wien beschließt ab sofort Muslima zu werden und beginnt mit totaler Radikalität deren Bräuche und Praktiken im Alltag anzuwenden. Deren Mutter jedoch ist hin und her gerissen: natürlich möchte sie die Tochter unterstützen, gleichzeitig aber auch wieder zur Vernunft bringen – und in dem gleichen Dilemma wie die Hauptfigur befindet man sich als Zuschauer weil man irgendwie alle beteiligten Personen auf ihre Art verstehen kann. Wertvoll dabei: der Film urteilt und bewertet nicht. Er zeigt einfach eine lange Reihe an Alltagssituationen in denen eben die neuen, muslimischen Praktiken angewendet werden – teils ist das sehr witzig, teils absurd, teilweise ernsthaft. Man muß nur entsprechend starke Nerven haben da das ganze sehr wohl fordert: Caroline Peters als Obermutti will zwar nur das Gute, ist als stetig genervte Frau ebenso für den Zuschauer anstrengend zu ertragen und der Streß mancher Hauptfiguren überträgt sich auf den Zuschauer. Trotzdem lohnt der Film durchaus – weil er keinen der Lächerlichkeit preisgibt.

Fazit: Harmloser, kleiner Film der seine Thematik erfreulich wertungsfrei vermittelt!

Rating: ★★★☆☆

Manhattan Queen

Maya Davilla (Jennifer Lopez) ist stellvertretende Filialleiterin eines Supermarkts in Queens hochgearbeitet, wegen eines fehlenden Schulabschlusses bleibt ihr aber eine Beförderung vorenthalten. Dann aber erhält sie einen hoch angesehenen Managerposten da der Sohn ihrer Freundin Joan (Leah Remini) ihren Lebenslauf aufgebessert hat. Während sie einerseits mit ihrer Art in der neuen Firma gut ankommt droht das Spiel aufzufliegen …

Dieser Film wirkt als habe Jennfier Lopez das Drehbuch nach „Manhattan Love Story“ beiseite gelegt, sich vorgenommen „Das mache ich beizeiten noch“ und nun hats etwas zu lange gelegen. Daher macht sie sich im Film wohl auch zehn Jahre jünger. Das Resultat triggert zumindest mich an ganz überraschenden Punkten: der Film filmt New York wundervoll ab und wirkt wie ein Relikt aus den 90er Jahren, d.. ich hab an etlichen Stellen das Gefühl wirklich Darsteller zu sehen die an den gezeigten Orten herumgelaufen sind. Allerdings verschweigt der Trailer was den Film dann letztlich zum Einsturz bringt: neben d r obligatorischen Story der Frau von der Straße die sich in der arroganten Geschäftswelt durchboxt hat der Film noch einen weiteren, separaten Subplot der eher in die dramatische und traurige Richtung geht – und den neben all das andere zu setzen ergibt dann eine höchst unausgewogene Mischung. Mit dem oftmals überlagerten „Larger Than Life“ Look den diese Filme sehr oft haben kann man den Dramapart eh nicht sonderlich ernst nehmen – und so bleibt ein schick gefilmter Girliefilm für den Mädelsabend der zwar nicht weh tut, aber auf ganzer Linie verzichtbar ausfällt.

Fazit: Mit Gewalt auf Jennifer Lopez zugeschnittene Romantic Comedy die durch einen Drama-Subplot ausgebremst wird!

Rating: ★★☆☆☆

Kevin – Allein in New York

Als die Familie McCallister in den Urlaub nach Miami fliegt landet Sohn Kevin (Macauley Culkin) im falschen Flugzeug und reist alleine nach New York. Dort nistet er sich in einem Luxushotel ein und macht erstmal ausgiebig Urlaub – dann aber trifft er auf die Ganoven Harry (Joe Pecsi) und Marv (Daniel Stern) die ihm nach dem Leben trachten …

Auch diesen hier sah ich viele Jahre lang gar nicht, nun aber doch nochmal zu Weihnachten 2018 weil er einem auf Netflix so entgegengeschleudert wird. Und muß überrascht feststellen daß mich alleine die Titelmelodie irgendwie herzlich berührt. Beim Film selber ist es faszinierend anzuschauen was man hier als Zuschauer alles glauben soll: die absurden Zufälle durch die der Film ein nahezu identisches Szenario wie in Teil 1 nochmal erschafft um es dann wie mit einer Strichliste Punkt für Punkt durchrecycelt … selten war ein Film so unglaubwürdig. Aber eben auch effektiv: das Comicfinale ist diesmal krasser, heftiger und brutaler, der Film hat wundervolle Aufnahmen von New York und den üblichen Extraschuß Zuckerguß auf allem drauf. Obendrein wirkte er auf michg geradezu naiv und verströmte ein unverfälschtes Gefühl daß heutige Titel so wohl nicht mehr unbedingt hinkriegen.

Fazit: Natürlich totaler Quatsch, aber als Weihnachtsfilm weiterhin sehr effektiv und stimmig!

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Die Insel Lummerland mitten im Heer erhält ein falsch adressiertes Paket in dem ein kleiner Junge geliefert wurde. Jahre später arbeitet Jim (Solomon Gordon) mit Lokomotivführer Lukas (Henning Baum) zusammen. Mit diesem verläßt er bald die Insel zu einem unglaublichen Abenteuer …

Ich habe die Puppenserie als Kind geliebt und eifrig geschaut, aber es sind kaum große Erinnungen bei mir verblieben. Somit ging ich recht entspannt an diesen Film ran, ohne sorge daß mir hier ein Stück Jugend mißhandelt würde. Ebenso fand ich ein anderes Element sehr spannend, nämlich wie groß und aufwendig eine deutsche Produktion dieser Größenordnung aussehen würde. Und zunächst war ich auch sehr abgeschreckt: der synchronisierte und manchmal nicht wirklich lippensynchron sprechende Jim hat es mir schwer gemacht, und das zwar farbenfrohe, aber überdeutlich digitale Lummerland kam mir zwar als eine eigene Welt, aber eben doch sehr künstlich vor. Doch sobald die Hauptfiguren die Insel verlassen und eine ereignisreiche Reise beginnt macht der Film unglaublichen Spaß: klar, die Aufmachung ist nicht so episch als sei dies ein Hollywoodfilm, aber kratzt alle Möglichkeiten zusammen die gegeben waren. Die Handlung ist kindergerecht gehalten und reiht so viele bunte, lustige und für Kinder spannende Momente aneinander. Funktioniert für beide: wer sich an die Serie erinnert merkt daß die hier mit Herzblut transportiert wurde, wer es neu entdecken mag könnte sehr wohl sehr zufrieden sein.

Fazit: Etwas digital und künstlich, aber trotzdem ein charmanter und herziger Kinderfilm!

Plötzlich Familie

Pete (Mark Wahlberg) und Ellie (Rose Byrne) möchten eine Familie gründen und suchen eine Adoptionsagentur auf welche ihnen die 15-Jährige Lizzy (Isabela Moner), der Juan (Gustavo Quiroz) und die kleine Lita (Julianna Gamiz) vermitteln. Die drei stellen sich als chaotische Problemkinder heraus …

Das Leben schreibt die schönsten Geschichten, trotzdem muß man sie für eine Leinwandauswertung mitunter etwas aufstocken. Das ist hier wohl passiert: die Geschichte ist die des Regisseur der drei Kinder adoptiert hat (wobei die Hauptfigur im Film Handwerker ist) und erzählt im Grunde die sich daraus ergebenden Banalitäten des Alltags.  Dabei sind eigentlich zwei Eckdaten gegeben: am Anfang können Sie sich nicht leiden, am Ende sind sie beste Freunde – und der Weg dahin verläuft mit ständigen Auf und abs. Das ist es was mir am besten gefallen hat: es gibt „Passagen“ in denen sich die Figuren annähern, dann wieder welche in der es Rückschläge gibt und so wie das Leben ist keine klare Linie. Ich gebe den einzelnen Kapiteln dabei durchaus eine gewisse Existenzberechtigung und glaube sie auch, aber nicht unbedingt daß sie sich genau so zugetragen haben. Von den Darstellern und der Inszenierung her ist dabei alles Bestens und auf gewohntem Terrain: Wahlberg gibt den guten Kumpel, Byrne die Kontrollzicke die dadurch daß sie alles richtig machen will erst recht alles falsch macht – und der Film schwenkt zwischen ernsten Momenten und purer Comedy, kratzt am Ende aber nur an der Oberfläche. Einer dieser Filme die halt „nett“ sind, nicht weh tun – genau das und keinen Deut mehr.

Fazit: Harmloser Film, kurzweilig und nett, aber auch ohne Nachwirkung!

 

100 Dinge

Paul (Florian David Fitz) und Toni (Matthias Schweighöfer) liefern sich stets ein Duell bei dem es um materielle Dinge geht. Dann lassen sie sich auf eine folgenschwere Wette ein: sie schließen ihre Gegenstände in eine Lagerhalle und müssen 100 Tage ohne sie auskommen …

Hier ist wieder mal das Marketing bewußt etwas falsch angesetzt: es verkauft soch natürlich als der nächste Schweighöfer / Fitz Film und läßt in der Vorschau ein paar Gags andeuten, natürlich solche die auf Schweighöfers eitlte Art abzielen. Aber im Film bekommt man weit mehr als das – und mitunter zu viel. Die Handlung daß zwei Typen ihr ganzes Hab und Gut aufgrund einer Wette einlagern ist nur der Ausgangspunkt, die Wette und die genaue Durchführung sind nur Nebensache und der Film setzt seinen Fokus auf andere Themen: Geschäftspraktiken, Marketing, die Frage ob Wohlstand wirklich zum Glück führt und eine sehr eigensinnige und spezielle Love Story die in einer echt berührenden Szene mit einem Seelenstriptease endet. Ich hätte mir dann aber doch gewünscht daß sich der Film auf eine Thematik festlegt und dabei bleibt anstatt alle anzuführen, aber keine auszuführen. Handwerklich ist das alles trotzdem vorzüglich gefilmt, nur eben unausgewogenen mit den Wechseln zwischen Spaß und Ernst.

Fazit: Etwas zu vollgestopfter Film mit einigen sehr starken Momenten!

Rating: ★★★☆☆