Archiv der Kategorie: Komödie

Magical Mystery oder Die Rückkehr des Karl Schmidt

In der Nacht des Mauerfalls wurde Karl Schmidt (Charly Hübner) nach einem Nervenzusammenbruch in eine Psychiatrie eingeliefert. Erst einige Jahre später spüren ihn seine alten Freunde Ferdi (Detlev Buck) und Raimund (Marc Hosemann) in Hamburg auf und wollen ihn überreden an ihrem geplanten Techno-Label mitzuwirken … lohnendes Wiedersehen oder vergeigt? Brodie verräts! 😉

In Punkto besetzung stellt dieser Film natürlich das absolute No Go da: am Ende von „Herr Lehmann“ wurde die Figur von Karl Schmidt (gespielt von Detelv Buck) nach einem Zusammenbruch in eine Psychiatrie gebracht, hier erlebt man man Karl Schmidt ein paar Jahre später, diesmal dargestellt durch Charly Hübner. Das ist eigentlich ok, wenn dann nicht nach kurzer Zeit erneut Detlev Buck erscheinen würde, aber in einer anderen Rolle. Daß ein Darsteller in einem quasi Sequel erscheint und dort nicht seine alte Rolle spielt, das ist geradezu ein No-Go. Und dieser kleine Umstand machte es mir dann schon fast unmöglich dem Film überhaupt eine faire Chance zu geben, wobei man sagen muß: die ist er im Grunde schon wert. Wer die Lehmann Filme mochte wird diesen hier auch in Ordnung finden und einige bekannte Aspekte wieder entdecken, vielleicht können auch Leute die den „Tatortreiniger“ mögen Spaß daran haben da Bjane Mädel in einer Nebenrolle auftritt und der Film von Regisseur Arne Feldhusen ist. Das gleiche Kultpotential wie Herr Lehmann sehe ich bei dem Film zwar nicht, aber als kurzweiliger Film über ein paar Deppen auf Road Trip taugt es soweit ganz gut. Reicht doch mitunter auch.

Fazit: Nicht so kultig wie andere Sven Regener-Verfilmungen, macht aber im Rahmen seiner Möglichkeiten ganz passabel Spaß.

Rating: ★★★☆☆

Paris kann warten

Anne (Diane Lane), die Frau des erfolgreichen Hollywood-Produzenten Michael (Alec Baldwin) wird von ihrem Mann wegen desser ständiger Arbeit stets vernachlässigt. Daher nimmt sie es gerne an mit Michaels Geschäftspartner Jacques (Arnaud Viard) von Cannes nach Paris zu fahren. Im Laufe der Fahrt zeigt ihr Jacques die Schönheiten des Landes …

Mensch, ich sah den Trailer und dachte mir: das sieht aus wie eine recht gängige Story in der eine noble, aber doch irgendwie bodenständige Frau die von ihrem Mann vernachlässigt wird eine Reise durch Frankreich macht, eigentlich nur schnell durch will und sich dank des charmanten Begleiters an allem was der Weg so bietet aufhält. Und letztlich war das genau richtig. Mir fällt es nur schwer für den Film Interesse oder Sympathie zu entwickeln da er von einem Mitglied der Coppola Familie ist und diese auf mich immer etwas gewollt daherkommen. Aber das ist unsachlich. Für sich genommen macht der Film nix falsch, filmt einfach ausgiebig Landschaft und vor allem Speisen üpig ab. Die Darsteller mögen dabei eine nette und gute Zeit gehabt haben und wer Lust auf filmisches Urlaubsidyll hat kanns ja mal versuchen, ich selber hab mich dabei nur anderthalb Stunden gepflegt gelangweilt. Aber scheint sich ohnehin an die weibliche Zuschauer zu richten.

Fazit: Edel gekünstelt erscheinender Reisefilm mit Foodporn Aspekten!

Rating: ★★☆☆☆

 

Abgang mit Stil

Willie (Morgan Freeman), Joe (Michael Caine) und Albert (Alan Arkin) erleiden das gleiche Problem als sich schlagartig ihre Rente auflöst. Daher beschließen sie die verantwortlicher Bank auszurauben. Allerdings sind alle drei vollständig unerfahren in kriminellen Aktionen …

Ich sah den Trailer und hatte dabei den Eindruck schon den ganzen Film zu schauen. Nun konnte ich im Heimkino den Titel nachholen und stelle fest: mein erster Eindruck war richtig. Aber zu diesem Eindruck kamen auch ein paar positive Aspekte: es ist ein altbackener Schema F Plot von ein braven Rentnern die aus gerechtfertigten Gründen kriminell werden dessen völlig erahnbarer Plot zu keinem Zeitpunkt vom absehbaren Weg abweicht, aber auf der anderen Seite diesen Weg mit den üblichen Pluspunkten versieht. Das heißt: charmante, liebgewonnene Darsteller als nette Figuren deren Charme alleine ausreicht um einen ganzen Film zu tragen. Ebenso kommt der Fakt dazu daß der Film von Zach Braff ist, den manche noch als J.D: von Scrubs im Hinterkopf haben. Und somit resultiert ein kleiner, lieber Film, eine nette Komödie die in jeder Hinsicht absolut familientauglich ausfällt. Nichts was es gebraucht hat, aber ebensowenig etwas an dem man großartig herumjammern kann.

Fazit: Liebe kleine Komödie, ganz auf sein Starensemble zugeschnitten!

Rating: ★★★☆☆

The Money Pit – Geschenkt ist noch zu teuer

Anna (Shelley Long) wird von ihrem Ex Max (Alexander Godunov) auf die Straße geworfen und muß sich mit ihrem Freund Walter (Tom Hanks) ein neues Heim suchen. Durch scheinbar glückliche Umstände geraten sie schnell an ein preisgünstiges Haus und unterschreiben schnell den Kaufvertrag Recht schnell wird ihnen abe rklar daß das Haus in einem unfassbar maroden Zustand ist und eine Katasrophe der nächsten folgt …

Tom Hanks war in dem Sinne niemals ein schlechter Schauspieler, trotzdem stammt dieser Titel ausd er ZEit als er sich noch nicht vorrangig als Charakterdarsteller etabliert hatte und eher als KAsper angesehen wurde. Auch dort macht er damsls schon eine gute FIgur, aber ich sehe es immer etwas getrennt: ich sehe einen überbegabten jungen Mann der aber in Titeln spielt die heute nur noch in Maßen lustig sind. Dieser hier spielt allerdings mit einer Urangst: ein junges Paar kauf tein Haus und jede handwerkliche Katastrophe die passieren kann passiert dann letztlich auch – ich bin sicher, eine der gezeigten Pannen ist einem auch schonmal selbst passiert. Darum macht das frivole Hauszerstören und das Mitleiden mit den Protagonisten ander Stelle doch einigen Spaß. Nicht so gelaugen ist die Kiste dann wenn es an die sonstige Story geht: da wird ein ganz banales, braves Bezieungsdrama gefahren, nicht wirklich emotional und tief sondern eher Klamaukig. Trotzdem: sicherlich ist dies nicht Hanks bester FIlm, auch nicht aus der Zeit, aber im Rahmen der Möglichkeiten macht er doch auch heute noch kurzweilig Spaß.

Fazit: HEimwerkeralptraum als flotte Slapstick Comedy mit einemsehr lebendigen, blutjungen Tom Hanks

Wer ist Daddy?

Die Brüder Kyle (Owen Wilson) und Peter (Ed Helms) glaubten Jahrelang daß ihr Vater schon alnge tot sei, aber nun erfahren sie dass ihre Mutter (Glenn Close) sie belogen hat. Wegen deren umtriebigen Leben kommen nur eine ganze Reihe Männer in Frage – und so beginnen die beiden bei diversen ehemaligen Liebhabern zu suchen …

Manchmal ist eben die richtige Balance entscheidend, und die kriegt dieser Titel wohl nicht so ganz hin. Zwei Jungs die sich auf die Suche nach ihrem Vater begeben, das kann ein abenteuerliches Road-Movie ergeben, ein Drama, eine Komödie oder wenn es richtig ausbalanciert ist: von allem etwas. Hier aber stimmen die Komponenten nicht: einerseits liefert der Film flachen Humor unter der Gürtellinie, wenn etwa die Oralsexpraktiken der Mutter detailliert beschrieben werden, auf der anderen Seite wechselt der Film mehrfach zu einem dann doch bitte rund überraschend ernsten Ton sowie einem fast schon melodramatischen Finale. Die diversen Darsteller die sich der Reihe nach als potentielle Väter entpuppen machen ihren Part sehr gut, werden aber geradezu episodenhaft abgehakt und durchgezogen und man weiß meist daß derjenige sich nicht als Vater erweisen wird da der Film ja noch ein paar Minuten weiterzugehen hat. Deswegen: richtig schlecht oder gar langweilig ist er nicht und Ed Helms wosie Owen Wilson haben ROllen die ganz genau ihrem Image angepaßt sind, trotzdem bleibt er zu unwitzig für eine richtige Komödie und zu seicht fürein wirkliches Drama.

Fazit: Unausgewogener Genremix der die Balance zwischen Tragik und WItz nicht geschaukelt bekommt!

 

Lommbock

15 Jahres ist es her seit Stefan (Lucas Gregorowicz) Würzburg verließ. Mittlerweile ist er erfolgreicher Anwalt und verlobt mit Yasemin (Melanie Winiger), deren Vater einer der mächtigsten Männer der Vereinigten Arabischen Emirate ist. Eine Formalie führt dazu daß er seinen alten Freund Kai (Moritz Bleibtreu) wiedersieht und recht schnell in die Machenschaften seinesAsia-Liefer-Service „Lommbock“ verwickelt wird …

Spätes Sequel: ich habe damals den ersten Teil gesehen als er rauskam, genau einmal, und ihn im Laufe der Jahre restlos gelöscht. Daher war es für mich als würde ich einen komplett neuen, eigenständigen Film zum ersten Mal sehen und es sind mir reihenweise Anspielungen auf Folge 1 entgangen, zumal ich auch kaum eine Hauptfigur noch bildlich vor Augen ahtte. Aber ich bin kla gekommen, da der Film für sich selber stehen kann: zwei nette Kiffer, viele dumme Sprüche und insbesondere Moritz Bleibtreu der sich um Kopf und Kragen quasselt. Eigentlich hat mich nur eine Sache gestört: nimmt man den Plot hier und hält in neben „Sommerfest“ so kommt man zwangsläufig zum Schluß daß hier zweimal die gleiche Handlung erzählt wurde. Das ist nicht zwingendermaßen schlecht, nur eben mangelhaft originell.

Fazit: Redselige, aber höchst sympathische Komödie mit soliden Darstellern und Gags!

Rating: ★★★☆☆

Pitch Perfect 3

Die einstigen „Barden Bellas“ rund um Beca (Anna Kendrick), Fat Amy (Rebel Wilson) und Co. Haben das College abgeschlossen und gehen in der Berufsweld verschiedene Wege – sehnen sich aber weiterhin nach der gemeinsamen Zeit. Schließlich kommt Aubrey (Anna Camp) die Idee mit der Band an einem Wettberwerb für in Europa stationierte Truppen teilzunehmen. Allerdings müssen sie dort gegen Bands mit richtigen Instrumenten antreten …

Großes Finale einer Filmreihe die ein solches eigentlich nie gebraucht hat- Aber gut: die Fans der Thematik die hier direkt angesprochen werden werden sich nicht dran stören: es reicht doch schon die liebgewonnen Figuren erneut zusammen zu bringen und die altbekannten Elemente aufzubauen: hübsche Mädels die ACapella Versionen bekannter Lieder trällern. Diese haben n atürlich Ohrwurmqualitöt und man wippt beständig mit dem Fuß mit – dem ein oder anderen reicht das ja auch schon. Wer es aber unter dem Aspekt einer Story betrachtet entdeckt einiges an Unstimmigkeiten: die lasche Kombi aus eiem Gesangswettbewerb die dann abrupt in einen Teenie Agentenfilm mündet wirkt als habe man wahllos Drehbuchkomponenten verschmolzen und wo auch immer Probleme entstehen springt schon Rebel Wilson ein um den nächsten Gag zu retten. Schick aussehen tut das alles, furchtbar schlecht ist es auch nicht, aber eben durchweg redunant. Dürfte aber sympathisanten der Reihe mit diesem Finish passabel zufrieden stellen …

Fazit: Absurde, aber nette episode der Hitserie!

Rating: ★★☆☆☆

Army of One

Nach den Anschlägen vom 11. September frustriert es den durchgeknallten Zimmermann Gary Faulkner (Nicolas Cage) daß Osama Bin Laden nicht gefasst wird. Dann erscheint ihm Gott (Russell Brand) und beauftragt ihn selbst bin Laden zu fangen. Also reist Gary nach Pakistan und beginnt seine eigenen Jagd …

Die Zeiten in denen ich ein wirklicher Nicolas Cage Fan war sind lange vorbei; im Kino sieht man ihn eh nicht mehr und die Werke die im VoD Angebot oder auf Blu Ray rauskommen lasse ich an ir vorbei ziehen. Dieser hier wurde mir empfohlen, daher hab ich ihn mal bei amazon rausgepickt – und verbrachte sehr anstrengende anderthalb Stunden. Der Film gibt vor einen wahren Fall nachzuerzählen und anscheinend ist der wahre Kerl auf demd as alles fußt schon ein ziemlich schräger Vogel. Für die Filmversion ist es dann Cage der den irren Kerl mit seinem stigen Hang zu veracting spielt was den Film zu einem ziemlichen Marathon macht: er plappert und redet in jammerigem Ton in einer nie endenden Dauertour – als Energieleistung ist das in Ordnung, aber es nervt recht schnell. Die Story selbst mag wahre Elemente haben, die filmische Umsetzung ist aber trotzdem nur das wilde Zappen zwischen verschiedenen Momenten. Wer wirklich noch nicht die Nase voll hat von Cage kanns ja mal versuchen …

Fazit: Nervtötende Arie!

Daddy’s Home 2

Brad Whitaker (Will Ferrell) und Dusty Mayron (Mark Wahlberg) haben mittlerweile ein funktionierendes Arrangement gefunden als Patchwork Familie zusammen zu arbeiten. Allerdings droht ein turbulentes Weihnachtgen alles zu zerstören als die ebenso gegensätzlichen Väter Mr. Whitaker (John Lithgow) Mayron (Mel Gibson) auftauchen und ebenso aneinader geraten …

Der Mangel an guten, neuen Filideen wurde mir selten so deutlich vorgeführt wie hier: ähnlich wie Bad Moms bringt der Film etwas mehr als ein Jahr nach dem Erstling ein Sequel, trommelt alle Figuren wieder zusammen, läßt es zu Weihnachten spielen und packt dann auch noch die Eltern der Figuren drauf – fertig. Und wer hier einen wirklich guten Film erwartet macht schonmal was faqlsch, man stelle sich vor diese Geschichte und diese Gags würden von unbekannten Darstellern vermittelt – da käme der Film gleich ins VoD Angebot. So liegt aber der Reiz große Stars zu sehen die sich das Leben schwer machen wobei insbesondere Mel Gibson als Macho Arsch eine tolle Show liefern kann; der Rest ist nette Familiencomedy von der Stange die genauso abläuft wie der Trailer es suggeriert. Die Handlung ist dabei eine Fassade, aber letzten Endes eben eine aneinanderreihung von kleinen, braven Gags die meistens bestens funktionieren.

Fazit: Genau was der Trailer verspricht – geradezu keimfrei!

Rating: ★★★☆☆

Suburbicon

In der perfekten 50er Jahre Vorstadtidylle einer Kleinstadt kommt es zum Einbruch ins Haus der Familie Familie Lodge. Dies löst eine Reihe verstörender Ereignisse aus – und obendrein zieht in die Idylle eine schwarze Familie ein …

Dieser Film ist von George Clooney und wird eben auch als ein Film des solchen verkauft, dabei sollte man auf andere Beteiligte mehr hinweisen: das Drehbuch schrieb er zusammen mit den Coen Brüdern und man hat zu jedem Zeitpunkt eben auch das Gefühl einen Coen Film zu schauen. Allerdings einen eher schwachen Streifen der beiden. Dabei erkenne ich klar das Konzept: hier wird eine in jeder Hinsicht vorbildliche schwarze Familie gezeigt die Haß und Ablehnung in ungerechter Form ertragen muß; auf der anderen Seite eine spießige weiße Vorzeigefamilie hinter deren Haustür in Wahrheit Blut, Gewalt und andere fiese Dinge passieren. Leider habe ich keinen emotionalen Anteil an dem präsentierten genommen: Matt Damons Figur ist ein herzloses Monster das fiese Dinge tut, viele andere Figuren werden von unbekannten oder nicht funktionierenden Darstellern gebeben wo stellenweise die geschriebenen Charaktere toll, die Umsetzung aber sehr mangelhaft ist. Ansonsten sind die Hintergründe was hinter allem steckt sehr simpel und banal und das Erzähltempo endlos langsam. Clooney ist zwar ein toller Regisseur, der Film überzeugt durch wunderschöne Bilder und gut eingefangene Atmosphäre, aber erzählerisch ist er einfach nur eine sehr lange und langweilige Angelegenheit.

Fazit: Ist zwar klar als Satire gedacht und gemeint, gerät aber zur längeren Qual mit herzloser Hauptfigur!
Rating: ★★☆☆☆