Archiv der Kategorie: Komödie

Palm Springs

Nyles (Andy Samberg) begleitet seine Freundin Misty (Meredith Hagner) zur Hochzeit ihrer Freundin Tale (Camila Mendes). Durch ein mysteriöses Ereignis ist er jedoch gewzungen diesen Tag jeden Tag aufs Neue zu erleben ..

Ich hörte ein Jahr lang nur Lobeshymnen auf diesen Film so daß ich ihn garnicht mehr rational und sachlich schauen konnte. Ich kann es aber verstehen. Das ausgelutschte Zeitreisekonzept wird dadruch ergänzt daß diesmal zwei Personen in der Schleife festhängen und so entspringt neben der üblichen Flut an Running Gags auch eine Liebesgeschichte unter bizarren Umständen sowie eine Story über zwei Kindsköpfe die langsam erwachen werden. Mit Charme, Herz und Witz präsentiert macht der erstaunlich kurzweilige Film ungemein Laune.

Fazit: Herzig und ultimativ witzig – eine kleine Perle!

Rating: ★★★★☆

Cruella

Estella (Emma Stone) möchte in den 70er Jahren als´Modeschöpferin durchstarten. Ihre große Chance scheint ein Mantel für einen Rockstart zu sein bei dem sie allerdings auf Hundefell angewiesen ist …

Ich hatte wohl keine Chance den Film für sich und objektiv zu schauen. Ich fand es recht spannend was drum herum geschah, etwa die Veröffentlichung auf Disney Plus mit Zuschlag und was dies mit dem Kinostart macht. Den Film für sich habe ich dabei nie beachtet – und das war wohl gut so. Ich verstehe einfach nicht für wen dieser Film gemacht ist. Es ist der nächste Versuch eine Zeichentrickfigur in einen Realfilm zu quetschen, allerdings wird dies zu einer bunten Mischung aus Drama, Gruselmomenten und überdrehter Modesatire. Es wird eine recht tragische Figur ins Zentrum gestellt mit der man aber trotzdem kaum emotional anknüpft, die durch eine Comicwelt spaziert welche eine einzige Ausstattungsorgie ist, dazu wird eine Rachestory und eben Satire untergebracht. Irgendwie ist das nichts für Kinder, ob man an dem Mix als Erwachsener seine Freude findet ist wohl individuell zu sehen. Nichts sagen kann man gegen Emma Stone und deren Performance, die sicherlich viel Spaß an der Miststückrolle hatte – das mag schon reichen um sich mit dem Film zu befassen.

Fazit: Merkwürdiger Mix aus diversen, nicht passenden Elementen!

The Kissing Booth 3

Nach dem Ende der Schule steht Elle (Joey King) vor einer schweren Entscheidung: soll sie an die mit ihrem Freund Noah (Jacob Elordi) oder in eine andere Stadt mit ihrem lebenslang besten Freund besten Freund Lee (Joel Courtney)? Ein letzter Sommer im Strandhaus ihrer Eltern soll ihr bei der Entscheidung helfen …

Ich stelle nicht die Zielgruppe für diesen Film dar, daher konnte ich ihn ganz easy und distanziert betrachten. Als Finale einer Trilogie deren Ende ich selber nie gebraucht habe ist er ok, zwar nicht der Höhepunkt der Reihe, aber eben ein runder Abschluß. Von der Story her gibt’s nicht viel, aber es reicht doch schon der Hauptfigur eine scherre Entscheidung aufzubürden und den Film über leiden zu lassen welcher Weg denn nun der richtige ist. Dazu gibt’s eine Menge Nostalgie wenn Joey King ihre Vergangenheit überlegt und feststellt daß das hier und jetzt nicht mehr so locker ist wie es früher mal war. Alles keine besonderen Dinge, aber mit hohem Identifikationspotential für junge Zuschauer. Obendrein verzichtet der Film auf plumpe Gags oder überzogene Lautstärke. Daher: auf dem Sektor der Jugendfilme ist dies sicherlich ein erträglicher Vertreter, jeder über 20 dürfte aber keinen großen Bezig haben.

Fazit: Solides Finale mit viel Nostalgie!

Videoreview von mir: https://youtu.be/UmPLBXqoJRI

Free Guy

Bankkassierer Guy (Ryan Reynolds) ist eine nicht spielbare Figur in einem Actiongame und hält sein explosives Umfeld für normal und langweilt sich darin. Dann aber bricht er aus den Regeln aus – und erlebt mit einem Avatar (Jodie Comer) unfassbare Dinge …

Dieser Film hat durch den Coronabedingten Kinoaussetzer auch erwig lange gelegen – aber man muß froh sein wenn er nun doch seinen Kinostart bekommt. Er verstrahlt ein quietschbuntes Bild, eine technisch perfekte Umgebung und eine durchweg positive Atmosphäre die einfach nur die Laune hebt. Es gibt zwar epische Action, aber die kommt komplett aus dem Computer, was aber zur Künstlichkeit und dem Look passt. Reynolds steckt mit seiner naiven Kindlichkeit an und die Story drumherum erfindet das Rad nicht neu, kommt aber auf zufriedene, sympathische Lacher. Definitiv einer der sympathischsten Filme des Jahrs und eine große Charme und Witzoffensive.

Fazit: Bunter Spaß der wohl besonders Gamer anspricht!

Rating: ★★★★☆

Buddy Games

Bob (Josh Duhamel) und seine Freunde Shelly (Dan Bakkedahl), Doc (Kevin Dillon), Durf (Dax Shepard) und Bender (Nick Swardson) spielen jährlich die Buddy Games gegeneinander bei denen sie Mutproben ausführen – bis es zu einem fatalen Unfall kommt …

An sich mag ich Josh Duhamel, er ist ein Nebendarsteller der meist solides Zeug abliefert und ich gehe durchaus mit Neugier und Interesse an sein Regiedebüt ran – aber was ich hier sah ließ mich geradezu wütend werden. Ein Haufen widerlicher, unsympathischer Typen die anderthalb Stunden lang suggerieren daß Männlichkeit nur aus Saufen, Wettkämpfen und den Kumpels bestehen kann und Männer bei all dem keine Familie brauchen. Das wird garniert mit einer endlosen Serie an übelsten Furz und Fäkalwitzen und endlosen Entgleisungen wie etwa ein Hoden der über ein Gesicht gezogen wird. Trotz der soliden Namen zieht nicht einer in den Bann und erreicht nicht einer die Zustimmung der Zuschauer – so daß das anschauen womöglich nicht langweilt, aber ebenso wütend macht. Die Wettkampfpassage ist dabei ganz ok und mag den Darstellern Spaß gemacht haben – dem Zuschauer allerdings nicht.

Fazit: Vugär, übel und aus dem tiefsten Inneren abstoßend!
Rating: ☆☆☆☆☆

Blithe Spirit – Da scheiden sich die Geister

Krimi-Autor Charles Condomine (Dan Stevens) hat Zeitdruck und eine Schreibblockade. Daher soll eine Seance bei der betrügerischen Madame Arcati (Judi Dench) ihn inspirieren …

Ich mochte den Film durchaus, merkte aber wieder mal daß ich nicht nennenswert kompatibel mit britischem Humor bin. Vielleicht ist es auch hinderlich daß ich das zu Grunde liegende Stück nicht kenne. So sah ich einen Film mit einem Gag der unendlich oft wiederholt wird: Mann spricht mit dem Geist seiner Frau, diese kann von niemandem gesehen werden und das ganze Umfeld denkt er ist verrückt, Mt dem stetigen Wiederholen dieses eine Scherzes streckt der Film zwei Drittel bevor er im letzten Drittel ein paar hastige Twists einbaut die aber zu einem hochgradig unbefriedigendem Finale führen. Schick ausgestattet ist das zwa alles und schlecht gespielt wird auch icht, aber gerade die Figur der Geisterfrau ist unklar definiert, alleine dadurch daß unklar bleibt wie viel physische Macht sie hat. Letztlich geht der Film wohl als klein und nett durch, aber Begeisterung ähe wohl anders aus.

Fazit Nett gestaltet, aber oftmals nervig und mit einem unbefriedigendem Abschluß!
Rating: ★★☆☆☆

Space Jam – A New Legacy

Basketball-Superstar LeBron James (LeBron James) ist zwar glücklich mit seiner Frau Kamiyah (Sonequa Martin-Green) und den gemeinsamen Kindern Darius (Ceyair Wright), Dom (Cedric Joe) und Xosha (Harper Leigh Alexander), doch leider kann er Dom nicht für Basketball begeistern. Dann aber wird Dom von der künstlichen Intelligenz Al-G Rhythm (Don Cheadle) in eine virtuelle Welt entführt – und um seinen Sohn zu retten muß LeBron zusammen mit den Looney Tunes ein Basketballspiel bestreiten …

Ich mag den alten Film und habe ihn seinerzeit im Kino geschaut; aber würde ihn nicht als Kultfilm ansehen und habe auch keine Pläne ihn wieder zu schauen. Eine Fortsetzung habe ich trotzdem nicht herbeigesehnt; wobei dieser Film nur ein Sequel im Titel ist. Inhaltlich kopiert es die Story aus Teil 1 in einer modernisierten Form und zerfällt dabei in zwei sehr ungleiche Hälften. Im ersten Part wird das Basketballteam zusammengeführt, wobei das nur aus Szenarien besteht in denen Warnerfiguren aus allen Franchsien auftauchen. Die zweite Hälfte ist dann das Basketballspiel was keinerlei Spannungsbogen hat, sondern ein alberner Cartoon ist mit einer ungesunden Laufzeit von einer Stunde – es hat einen Grund warum solche Clips normalerweise nur kurz sind. Technisch ist das zwar auf der Höhe der Zeit; Hauptdarsteller Lebron macht das auch passabel und ohne Arroganz, aber die nettesten Gags sind Anspielungen auf erwachsenere Titel. Daher mögen vielleicht kleine Kinder Spaß an der quietschbunten Alberei haben. Erwachsene spielen derweil am Handy.

Fazit: Albern, unspannend und technisch auf höchstem Level!
Rating: ★☆☆☆☆

Und täglich grüßt die Liebe

Teddy (Rafe Spall) lernt auf einer Feier Leanne (Zahra Newman) kennen und heiratet sie später. Doch durch merkwürdige Umstände gerät er in eine Zeitschleife die dazu führt daß an jedem Morgen ein ganzes Jahr vergangen ist …

Und ewig grüßt die Zeitschleife – steckt ja auch schon im deutschen Titel daß sich dieser hier auf den legendären Murmeltier Klassiker mit Bill Murray beruft. Ebenso werden Aspekte aus ähnlichen Titeln aufgegriffen und eingefügt, ich selber sehe am ehesten Parallelen zu Adam Sandlers Click. Das macht aber nichts, wenn man eben sehen kann wie altbekannte Versatzstücke einen neuen, guten Film ergeben. Die Love Story eines Schluffis der durch die Zeit reist, jedes Jahr ein paar Minuten an seinem Hochzeitstag erscheint und langsam mitansehen muß wie seine Welt zerbricht macg keine unfassbare Tiefe haben. Mag kaum etwas haben was nicht in ähnlichen Werken schon gezeigt wurde und hat auch diverse Unglaubwürdigkeiten drin. Aber trotz des zunächst nervigen Hauptdarstellers stellt sich echtes Gefühl ein, das Paar hat eine unglaublich herzige Chemie und die ewige Botschaft das Zeit kostbar ist und genutzt werden soltle ist auch nicht verkehrt. Daher: der deutsche Titel macht nicht so viel her, der Film begeistert aber mit sehr viel Gefühl.

Fazit: Altbekannte Zeitreise Story mit zunächst nerviger Hauptfigur, aber im weiteren Verlauf kommt sehr viel Gefühl auf

Rating: ★★★★☆

Breaking News in Orange Country

Nach dem Verschwinden ihres Mannes macht sich Sue Buttons (Allison Janney) auf den Weg durch Yuba County um ihn zu finden. Dabei stolpert sie in zahlreiche, merkwürdige Situationen …

Es kommt schonmal vor daß ein Films eine ganzen Gags auf einem Punkt basiert. In diesem Falle ist das: ich als Zuschauer kenne die ganze Wahrheit, mehr braucht es nicht. Eine unzufriedene Frau inszeniert den Herzinfarkt ihres Mannes wie ein Mysterium um daraus Aufmerksamkeit und Selbstbestätigung zu gewinnen und gelangt so ins Zentrum medialer Aufmerksamkeit. Gleichzeitig hängt aber da ein Rattenschwanz an Nebenfiguren dran die allesamt ihre eigenen Interessen haben und durch permanentes Nichtwissen oder falschen Infos komisch handeln. Leider nimmt mand aran als Zuschauer kaum Anteil weil die wesentlichsten Figuren unsympathisch sind und nicht mögenswert handeln; ebenso soll es wohl schwarzer Humor sein daß eben diejenigen die sich ordentlich benehmen oder korrekt handeln dafür blutig bezahlen müssen, Hier und da gibt’s nette, kurze Momente oder auch mal vereinzelte Lacher, aber die tragende Figur Sue ist eine derartig unangenehme Erscheinung daß es einem den ganzen Film verleidet. Langweilig ist die Gangsterkiste zwar nicht, aber der Schluß stellt ein hochgradig unbefriedigendes Finish dar.

Fazit: Unsympathische Figuren in mitunter blutigen Wendungen – nicht langweilig, aber ohne Herz und Spaß!
Videoreview von mir: https://youtu.be/Rx3sCCKBKhc

Takeover – Voll vertauscht

Danny und Ludwig (Heiko und Roman Lochmann) treffen in einem Freizeitpark aufeinander und stellen fest daß sie sich absolut ähneln. Das nutzen sie um die Rollen zu tauschen da beide das haben was der jeweils andere will: Ludwig ist reich, sucht aber familiäre Nähe während Danny endlich mal im Luxus schwelgen möchte …

Ganz ehrlich: ich hatte vor diesen Film zu hassen. Aber dan muß ich doch die Fairneß rausholen: dies ist im Rahmen seiner Möglicheiten ein vertretbares Werk welches viele Fehler die man ihm anlasten möchte ganz gut umgeht. Der Film erweckt den Eindruck der nächste youtube Film zu sein scheint in der die Lochis sich selbst inszenieren, viele youtube Buddies in Nebenrollen unterbringen … aber das passiert nicht. Es wird eine sehr einfach gehaltene Verwechslungsgeschichte erzählt, quasi eine aufgemotzte Version vom doppleten Lottchen und daraus entstehen die üblcihen Verstrickungen die eine solche Handlung mit sich bringt. Überraschend sit das Umfeld, da der Film nahezu komplett in einem Freizeitpark spielt, mit Darstellern wie Alexandra Neldel und Kai Wiesinger sind aber durchaus vernünftige Akteure in den Nebenrollen Und die Lochis? Die haben nicht wirklich was mit Schauspiel zu tun, kriegen es aber vertretbar und nicht allzu aufdringlich hin diesen Film zu tragen.

Fazit: Kleine, harmlose Komödie für ihre Zielgruppe, in diesem Rahmen machs aber das meiste Zeug richtig!
Rating: ★★★☆☆