Archiv der Kategorie: Komödie

Golden Twenties

Nach Abschluß ihres Studiums zieht Ava (Henriette Confurius) bei ihrer Mutter Mavie (Inga Busch) ein. Dabei findet sie jedoch weder Anschluß an ihre Mutter noch an ihr sonstiges Umfeld. Erst ein neuer Job am Theater verändert ihr Leben …

Fluch und Segen wenn man fast das wahre Leben auf der Leinwand einfängt. Dies ist eine wie im echten Leben passierende Geschichte einer jungen Frau die in ihren zwanzigern steckt und ein wenig orientierungslos in der Welt herumläuft. Der Film schildert kleine Momente, Alltagsszenen und eben große und kleiner Ärgerlichkeiten ohne dabei eine allzu große Story zu ersinnen. Und es ist beeindruckend wie „dicht“ dies an echten Momenten läuft, für mich war es aber zu echt. Heißt, es gibt Szenen in denen die Hauptfigur auf unangenehme Menschen trifft oder in ärgerlichen Situationen landet und da diese nicht so filmisch überhöht sind wie in anderen Werken sondern stellenweise wie abgefilmt erscheinen habe ich mich bei alledem nicht allzu wohl gefühlt. Aber ich kann den Film totzdem respektieren und empfehlen, insbesondere wenn man die „Lebensphase“ selbst erlebt hat.

Fazit: Wenig Story, aber ein sehr lebensnaher Blick auf die gegebene Lebenssituation.

Rating: ★★★☆☆

Tom und Jerry – Der Film

Die freche Maus Jerry nistet sich in einem New Yorker Nobelhotel ein. Kayla (Chloë Grace Moretz) soll die Maus wieder los werden und versucht dies mit dem Straßenkater Tom …

Es hat zwar schon positive Beispiele gegeben, trotzdem ist das Verschmelzen von Realfilm und Zeichentrickelementen meist etwas kompliziert im Resultat. Dieser hier macht es sich dabei sehr schwer indem er die Schwerpunkte merkwürdig setzt. Ja, dieser Film enthält Tom und Jerry, aber trotzdem sind sie nicht die Hauptfiguren. Es geht mehr um Chloe Grace Moretz die sich gleich zu Beginn die Sympathien des Zuschauers verscherzt indem sie sich mit Lug und Betrug einen Job an Land zieht. Danach ist sie anderthalb nervige Stunden damit beschäftigt den ergaunerten Job zu behalten indem sie Tom auf Jerry hetzt, in einer aufgeblasenen, filmischen Upperclass Welt. Die Anteile der beliebten Zeichentrickhelden ist dabei überschaubar, der Rest ist eine nervige Comedy. Immerhin liefern eben die Slapstickeinlagen das was sie sollen, nämlich „stabile“ und harmlose Lacher. Der Rest ist ein überteuertes Nichts.

Fazit Hier und da gibt’s den routinierten Slapstick, der Rest ist nervig und unlustig!

Rating: ★☆☆☆☆

Das schwarze Quadrat

Kunsträuber Vincent (Bernard Schütz) und Nils (Jacob Matschenz) haben ein wesentliches Gemälde erbeutet und transportieren es per Schiff. Um dort nicht aufzufallen nehmen sie an einer Talentshow teil …

Eine deutsche Gangsterkomödie die komplett auf einem Schiff spielt, daran ist nichts verkerht. Leider hat der Film auf dem Boot nicht nennenswert viele Schauplätze zur Hand so daß er fast ausschließlich an wenigen Sets spielt, vorrangig im Zimmer der Ganoven, einer Schaltzentrale und ein oder zwei wenigen anden Orten. Dazu wird ein buntes Konstrukt genau an Personen die sich untergraben, austricksen und vorführen um das titelgebende Gemälde in die Hände zu bekommen. Es passt aber nicht daß in dieser Ansammlung eher schlichter Gestalten dann auch eine Killerin unterwegs ist die ernsthaft und brutal mordet – dadurch ist der alberne Ton merkwürdig ernst und unausgeglichen.Ansonsten tut der Film zwar nicht weh, aber hat auch wenig auf einer großen Leinwand zu suchen. Es ist als würde man ein kleines Theaterstück schauen, ein Lustspiel mit gewisser Kurzweil welches hinterher aber kaum im Kopf bleibt. Höchstens durch den Showdown, aber das im negativen: das alberne Herumgespringe auf einer Bühne vor Publikum ist endlos anstrengend und nervtötend.

Fazit: Harmlose Räubergeschichte mit eintönigen Schauplätzen.

8rating: 2]

Ghostbusters Legacy

Aus Geldnot zieht Callie (Carrie Coon) mit ihren Kindern Trevor (Finn Wolfhard) und Phoebe (Mckenna Grace) aufs Land in das Anwesen ihres toten Vaters. In dessen Hinterlassenschaft finden sie einige merkwürdige Gegenstände – die Ausrüstung der alten Geisterjäger. Diese können sie gut gebrauchen als eine Bedrohung in der Kleinstadt beginnt und ihr Lehrer Grooberson (Paul Rudd) ihnen hilft …

In Sachen Ghostbusters kann ich nicht rational sein: die Filme ziehen sich durch mein Leben und meine Familiengeschichte, ebenso war dieser hier der am meisten herbeigesehnte Film von 2020 weswegen es eine ziemliche Qual war daß gerade dieser hier so lange aufgeschoben wurde. Nach anschauen stelle ich fest: Das Fan-Herz ist glücklich, mit der Materie wird sehr würdevoll und mit Liebe umgegangen, es sind ungemein sympathische Figuren am Start und der ganze Film ist durchweg harmlos und voller Wärme. Im Gegenzug kann man aber bemängeln daß die erste Hälfte sehr lau ausfällt da der Zuschauer schlauer als die Figuren ist und diese sich erst mal in die Welt und die Dinge hereinfinden müssen die einem selbst lange bewußt sind. Trotzdem wirkt der sympathisch aus der Zeit gefallene Film wohltuend, kurzweilig und wie eine warme Umarmung.

Fazit: Für Liebhaber der Filme ein fest, in sich geschlossen ein herziges Teenieabenteuer!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=O9C0gK3CHAE

Nicht schon wieder allein zu Haus

Max Mercer (Archie Yates) bleit ungwollt allein zu Haus als seine Familie über Weihnachten nach Japan fliegt. Als das Ehepaar Pam (Ellie Kemper) und Jeff (Rob Delaney) einbrechen will schlägt Mayx mit allen Waffen zurück …

Wer ist nur auf diesen Quatsch gekommen? Der alte Film ist ein Weihnachtsklassiker und als solcher jedes Jahr präsent, warum muß es eine aufgefrischte Version geben? Aber was solls … immerhin filmt man den alten nicht exakt ab, mit den Neuerungen tut man sich aber auch keinen Gefallen. Es steht gar nicht der alleine gelassene Junge im Zentrum sondern die Einbrecher. Dies ist ein Ehepaar welches in finanziellen Nöten ist, die sind gar nicht böse sondern tun einem eher leid – daher klappt es auch nicht wirklich wenn diese Gestalten in die Fallen eines unsympathischen Kindes laufen. Die anderen Figuren sind allesamt nervig, man nimmt aber keinerlei emotionale Bindung auf und damit ist es einem ebenfalls sehr egal was hier geschieht. Und das man eine Figur aus dem Original auftreten läßt macht den Film zwar zu einer Fortsetzung, ebenso läuft ein paar mal die Originalmusik, aber dasd Feeling kommt nicht auf. Daher sollte man eher nochmal das Original rausfischen bevor man diesem einen Klick gibt.

Fazit: Unfassbar schlecht, ohne Herz und vollständig überflüssig.

Rating: ☆☆☆☆☆

Plötzlich aufs Land

Der gutmütige Tierarzt Nico (Clovis Cornillac), der sich in der französischen Provinz abrackert, erhält eine neue Kollegin: Alex (Noémie Schmidt). Die will eigentlich Mikrobiologin werden und ist nur aus familiären Gründen in der Stadt …

Es ist wie die tierische Version von „Doc Hollywood“: eine junge Frau mit städtischem Background kommt in die Provinz und aufs Land wo sie einen ungewollten, ungeliebten Job ausüben muß. Es gibt Probleme im Job, eine kleine Liebschaft, Reibereien mit dem Umfeld und eine kleine Love Story – alles drin, aber ebenso ist alles frei von Highlights oder nennenswerten Anteilen. Aber ebenso kann man kaum klagen daß irgendwas fehlt. Der Film ist wie ein langweiliger, aber ruhiger Spaziergang an einem Sommertag – völlständig befreit von allem was belastgen könnte, aber auch frei von jeder Form der Überraschung.

Fazit: Schema F Komödie die keinem weh tut!

Contra

Professor Richard Pohl (Christoph Maria Herbst) diskriminiert in einer Jura Vorlesung seine Studentin Naima (Nilam Farooq). Als Strafe muß er ihr bei einem Debattierwettsbewerb als Mentor beistehen …

Auch dieser Film kommt mit einem ganzen Jahr Verspätung ins Kino, durch Corona. Schade eigentlich, das Werk hätte ich gerne früher gesehen. Vielleicht lag daß das daran daß man durch den Trailer bewußt falsche Erwartungen bekommt. Es schaut nämlich so aus als habe man hier Chritoph Maria Herbst der in leicht variierter Form als Stromberg auftritt und eine Studentin quält. Dem ist abaer nicht so, der Schwerpunkt liegt bei Nilam Farooq und ihrer Figur Naima. Diese weird gezeigt als Tochter in der Familie wie sie fürs Geld schuften muß und die häuslichen Sorgen durchstehen muß. Als Frau die einen Partner findet und eben als Studentin die eine Zweckgemeinschaft mit einem scheußlichen Professor eingehen muß. Dabei baut der Film viele Dinge ein und auf die als pures Klischee herhalten könnten, allerdings wird dann eben vermieden diesen Pfaden zu folgen. Manches erledigt sich zu schnell im Hintergrund, manches verpufft, aber das macht nichts. Die Chemie zwischen Herbst und Farooq ist toll, die Dialoge geschliffen und dadurch daß die typischen Klischees vermieden werden ist es dann geradezu originell (wie etwa eine problemlos verlaufende Love-Story).

Fazit: Witzig, kurzweilig und mit Charme!
Rating: ★★★★★

Meine schrecklich verwöhnte Familie

Francis Bartek (Gérard Jugnot) will es seinen verwöhnten Kindern Philippe (Artus), Stella (Camille Lou) und Alexandre (Louka Meliava) zeigen und sperrt deren finanziellen Zuschuss. So müssen die verwöhnten Kinder plötzlich auf eigenen Füßen stehen …

Französischer Geschäftsmann nimmt seinen drei verwöhnten Kindern den Luxus weg und zieht mit ihnen in eine ärmere Gegend um sie zu erden. Absolut alles was man von diesem Plot erwartet bekommt man auch, aber in harmloser Form. Der Humor ist nicht aufgedreht und hysterisch (da bin ich in Gedanken immer bei Christian Clavier) sondern eher ruhig, die Handlung hat keinerlei Wendungen die man nicht erahnt und es macht irgendwo Spaß die versnobten Gestalten zu sehen wie sie an schlichten Alltagssituationen verzweifeln. Das muß man zwar nicht gesehen haben, kann es aber bedenkenlos.

Fazit: Triviale Komödie welche nie die vertrauen Bahnen verläßt!

Videoreview von mir: https://youtu.be/Zpo8wnQAWPs

Palm Springs

Nyles (Andy Samberg) begleitet seine Freundin Misty (Meredith Hagner) zur Hochzeit ihrer Freundin Tale (Camila Mendes). Durch ein mysteriöses Ereignis ist er jedoch gewzungen diesen Tag jeden Tag aufs Neue zu erleben ..

Ich hörte ein Jahr lang nur Lobeshymnen auf diesen Film so daß ich ihn garnicht mehr rational und sachlich schauen konnte. Ich kann es aber verstehen. Das ausgelutschte Zeitreisekonzept wird dadruch ergänzt daß diesmal zwei Personen in der Schleife festhängen und so entspringt neben der üblichen Flut an Running Gags auch eine Liebesgeschichte unter bizarren Umständen sowie eine Story über zwei Kindsköpfe die langsam erwachen werden. Mit Charme, Herz und Witz präsentiert macht der erstaunlich kurzweilige Film ungemein Laune.

Fazit: Herzig und ultimativ witzig – eine kleine Perle!

Rating: ★★★★☆

Cruella

Estella (Emma Stone) möchte in den 70er Jahren als´Modeschöpferin durchstarten. Ihre große Chance scheint ein Mantel für einen Rockstart zu sein bei dem sie allerdings auf Hundefell angewiesen ist …

Ich hatte wohl keine Chance den Film für sich und objektiv zu schauen. Ich fand es recht spannend was drum herum geschah, etwa die Veröffentlichung auf Disney Plus mit Zuschlag und was dies mit dem Kinostart macht. Den Film für sich habe ich dabei nie beachtet – und das war wohl gut so. Ich verstehe einfach nicht für wen dieser Film gemacht ist. Es ist der nächste Versuch eine Zeichentrickfigur in einen Realfilm zu quetschen, allerdings wird dies zu einer bunten Mischung aus Drama, Gruselmomenten und überdrehter Modesatire. Es wird eine recht tragische Figur ins Zentrum gestellt mit der man aber trotzdem kaum emotional anknüpft, die durch eine Comicwelt spaziert welche eine einzige Ausstattungsorgie ist, dazu wird eine Rachestory und eben Satire untergebracht. Irgendwie ist das nichts für Kinder, ob man an dem Mix als Erwachsener seine Freude findet ist wohl individuell zu sehen. Nichts sagen kann man gegen Emma Stone und deren Performance, die sicherlich viel Spaß an der Miststückrolle hatte – das mag schon reichen um sich mit dem Film zu befassen.

Fazit: Merkwürdiger Mix aus diversen, nicht passenden Elementen!