Archiv der Kategorie: Komödie

Eurovision Song Contest – The Story of Fire Saga

Die abgedrehten Musiker Lars (Will Ferrell) und Sigrit (Rachel McAdams) bekommen die Chance, für ihr Land beim Eurovision Song Contest anzutreten …

Will Ferrell geht zum Eurovision Song Contest … eine Zeile, ein Konzept und ein Film. Und eine endlose Palette an Möglichkeiten wie man das Thema behandeln und angehen könnte. Es könnte eine bissige Mediensatire werden welche die Machenschaften hinter den Kulissen präsentiert, es könnte eine Success Story sein über einen unscheinbaren Typen der seinen Traum verfolgt und ihn erreicht oder ein großes Musical welches die Chance nutzt um ihre Gesangsmomente zu erzeugen … am Ende sit es aber vorrangig eben eine typische Will Ferrell Komödie. Der Mann polarisiert ja schon von Grund auf; man kann ihn echt mögen und witzig oder aber grausam und zum davon laufen finden, daran wird dieser Film hier auch nichts ändern. Da er seine chaotische Figur mit all seinen Marotten anlegt bleibt eine reale, emotionale Bindung an den Hauptcharakter aus, es ist eben eine Lachnummer. Der Film macht zwar ein paar nette Scherze zum Ablauf des GrandPrix, veräppelt ihn aber nicht wirklich böse und man merkt daß im Grunde eine Verbeugung vor dem Event gedacht ist. Und die musikalische Variante wird ganz toll ausgespielt: die Nummern die hier ständig geschmettert werden sind total drüber, aber irgendwie doch so als seien es reale Eventnummern von dort – diese stellen wohl das Highlight dar. Das ist der Film letztzlich wohl nicht, nur eben eine gefällige, etwas überlange Komödie mit typischem Humor, ein paar treffenden Gags und einigen tollen Liedern. Für eine Netflixproduktion definitiv ok.

Fazit: Wenn man den GrandPrix mag gibt einem der Film sicherlich etwas mehr – ansonsten ist es eben die typische Will Ferrell Komödie mit viel Musikbeigabe!
3 Punkte

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=Dz8dBH-cbe0

A Rainy Day in New York

Ashleigh (Elle Fanning) und Gatsby (Timothée Chalamet) wollen ein romantisches Wochenende in New York verbringen. Die Pläne werden aber über den Haufen geworfen als Ashleigh spontan den berühmten Regisseur Roland Pollard (Liev Schreiber) interviewen soll …

In einer früheren Zeit hätte Woody Allen sicherlich die Hauptrolle selbst gespielt, die eines chaotischen, intelligenten und Kunst schätzenden Eigenbrötlers mit Beziehungsproblemen. Da dies aus Altersgründen nicht mehr geht springt Timothee Chalamet ein und macht das ganz vorzüglich, umgeben von einigen anderen passablen Akteuren wie Elle Fanning und Liev Schreiber. Aber im Grunde hat man die übliche Trennung es soll einerseits eine romantische Komödie sein über ein Paar das ein romantisches Wochenende in New York wünscht und dem alle möglichen Umstände dazwischen funken, auf der anderen Seite ist es eben ein Woody Allen Film. Das geht dann mit Stimmung, Farbgebung, Dialogtempo und der Abfilmung New Yorks einher. Leider wurde der Film mit den Hintergründen (den erneuten Vorwürfen gegen Allen) belastet. Generell ist dies aber nicht Allens bester, aber auch nicht sein schlimmster Film. Bei der Masse die sein Gesamtwerk umfasst ist auch ein durchschnittliches Werk immer noch sehr sehenswert.

Fazit: Solide Allen Komödie, vollkommen im Durchschnitt!

Rating: ★★★☆☆

The Wrong Missy

Der grundgute Büroangestelle Tim Morris (David Spade) trifft am Flughaffen auf Missy (Molly Sims) und verliebt sich. Fortan führt er eine Textbeziehung mit ihr bis er sie auf eine Firmenreise nach Hawaii einlädt. Dabei erkennt er aber einen Irrtum: die nachrichten hat er versehentlich einer anderen Missy (Lauren Lapkus) geschickt – und mit der hatte er das schlimmste Blind Date seines Lebens …

Der Film ist eine „Happy Madison“ Produktion und erfüllt alle entsprechenden Punkte: es ist ein Drehbuch welches Adam Sandler ohne Probleme hätte machen können, aber wohl aus Zeitgründen einem seiner Buddys überlassen hat, in diesem Falle David Spade. Der durchlebt die durchkonzipierte Handlung ind er ein Büromensch auf ein Firmenwochenende geht, scih ungewollt die falsche Begleitung an die backe hängt und fortan beruflich wie privat durch die spleenige Begleitung genervt fühlt. Eigentlich sind das alles simple Bausteine, aus denen man aber trotzdem einen nette Film basteln könnte. Leider geht dieser hier zu sehr auf Nummer Sicher. Das bedeutet: wann immer eine Szene romantisch oder charmant ausfallen könnte wird statt dessen ein derber Gag hart an oder gleich unter der Gürtellinie abgefeuert, so daß der Zuschauer irgenwie was zu lachen hat. Leider führt das aber auch dazu daß es nur schwer funktioniert wenn wir die Figuren einerseits in vulgären Momenten erleben, auf der anderen Seite aber wirkliche Sympathien entwickeln sollen. Schick gefilmt ist das alles, darstellerisch halt auf dem level einer Kalauerkomödie ok, aber außer einem kurzweiligen Durchlaufen lassen taugt die Nummer wenig.

Fazit: Verzichtet eher auf romantische Parts und setzt mehr auf plumpen Klamauk!

Rating: ★★☆☆☆

Das perfekte Geheimnis

Bei einem geselligen Abend unter Freunden wird ein Spiel gespielt: alle legen ihre Handys offen auf den Tisch und jede kommende Nachricht wird laut vorgelesen. Das zunächst lustige Spiel wird schon bald zur Belastungsprobe als sensible Daten ans Licht kommen …

Einer der seltenen Fälle die ich nicht objektiv schauen konnte. Ich habe im Vorfeld Kommentare vernommen daß ein lieber Bekannter von mir geradezu persönlich beleidigt und verletzt durch diesen Film, daher sah ich mir diverse Besprechungen und Kommentare dazu an – inklusive Spoiler. Das führte dazu daß ich von Anfang an auf ablehnende Weise an den Film ran gegangen bin. Fairerweise muß ich sagen daß der Rahmen trotzdem stimmt: der Film spielt fast komplett in einer Wohnung die schick, edel und gut beleuchtet ist. Dazu hat man eine sehr erlesene Schar deutscher Stardarsteller in den Rollen und ein Skript daß wirklich 114 Minuten nur mit Dialogen füllt. Leider aber gibt’s die Kehrwende: die gezeigten Figuren sind hochnäsig, arrogant und mitunter bösartig. Es soll zwar lustig sein wenn diese mehr oder weniger ungewollt ihre Geheimnisse offenlegen, leider passiert dies ohne Charme und mehr mit einem Effekt daß man Zorn empfindet. Dann gipfelt der Film in diversen homophoben Momenten die wirken als seien sie aus einem Skript von vor vielen Jahren und diese fallen enorm unsympatisch und unpassend aus. Wer einfach nur einen banalen Film schauen mag kommt hiermit bestimmt klar, es kann aber sehr wol sein daß man richtige Wut empfindet wenn man sich in gewisse Details reindenkt.

Fazit: Schicke Optik und prominente Darsteller, aber leider fehlen Charme und Herz!
Rating: ★★☆☆☆

To all the Boys – PS: I still love you

Lara Jean Covey (Lana Condor) ist mit iher ersten große Liebe mit Peter Kavinsky (Noah Centineo) zusammen und durchsteht die Höhen und Tiefen die eine Beziung mit sich bringt. Dann aber taucht John Ambrose McClaren (Jordan Fisher) auf, jemand dem sie ebenfalls einst einen verliebten Brief geschrieben hat und bringt ihre Gefühlswelt erneut durcheinander …

Dieser Film macht mir mit Schrecken klar: es ist die Verfilmung einer Romantrilogie. D.h. Nach dem für mich unerträglichen Erstling folgt nun dieser  hier nach und es ist noch ein weiterer Teil zu erwarten. Wobei ich mit meiner Ablehnung wohl eher alleine stehe da sich diese Filme einer gewissen Beliebtheit erfreuen, vor allem beim jugendlichen Publikum. Zu dem zähle ich nun mal nicht, bei dem Versuch den Film sachlich zu schauen bin ich aber auf die gleichen Probleme gestossen die ich schon bei Teil 1 hatte. Das liegt vor allem an der Hauptfigur die zwar das verliebte, romantische Mädchen sein soll, aber für mich weiterhin keinerlei Profil bekommt und es irgendwie zu suchen schein, in selbst auferlegten Gedanken darben zu müssen. Dazu hat sie aber auch ausreichend Gelegenheit da ihr das zu vernachlässigende Drehbuch eine unwahrscheinliche Situation an die Hacken hängt von der aus sich erneut ein emotionales Hoch und Runter abspielt. Wer die Heldin mag kommt damit sicherlich ganz gut klar; jeder andere könnte ein geschöntes Kunstprodukt sehen für Zuschauer die gerad mal 10 geworden sind, hier und da was zum Schmunzeln finden und am Ende froh sein wenn diese filmische Kaugummiblase vorbei sit. Ich jedenfalls war es.

Fazit: Wenig zu erzählen, dafür viel herz Schmerz Gedanken einer langweiligen Heldin in den Mund gelegt!

Rating: ★★☆☆☆

Ich war noch niemals in New York

Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg (Heike Makatsch) setzt ihre ganze Energie auf ihren Job, Dann aber hat ihre Mutter Maria (Katharina Thalbach) nach einem Unfall einen Gedächtnisverlust und will unbedingt nach New York reisen. Als sie sich auf ein Schiff schmuggelt und davonfährt muß Lisa notgedrungen auf die Suche gehen …

Manchmal kann ich Filme nicht wirklich angemessen sehen, kommentieren oder erfassen und hier ist ein Musterbeispiel dafür. Ich habe keine große Bindung an Lieder von Udo Jürgens, ich habe das zu Grunde liegende Musical nie gesehen und bin an einer Kitschfuhre die ausschaut wie eine übergroße ZDF Samstagabendshow nicht wirklich interessiert. Auf der anderen Seite zolle ich dem Film Respekt für den betriebenen Aufwand und die Größe: das ist wirklich großes Kino, im Rahmen der Möglichkeiten, laut, bunt und aufwendig und obendrein mit einem reichhaltigen deutschen Starensemble versehen. Daher ist es wohl auf seine Weise ein Fanfilm: wer die Materie, den Look und die Musik mag kann hier wohl ein ganz großes Filmerlebnis haben – man möge aber respektieren daß die bonbonbunte Gesangsnummer für andere die persönliche Hölle auf Erden darstellen mag!

Fazit: Vor Kitsch triefende Gesangsrevue mit riesigem Aufwand umgesetzt!

Jay & Silent Bob – Reboot

Kiffer Jay (Jason Mewes) und sein ständiger Begleiter Silent Bob (Kevin Smith) brechen erneut nach Hollywood auf: nachdem einst ihr Leben in Form des Comics „Bluntman & Chronic“ Verfilmt wurde soll es davon nun ein Reboot geben. Also versuchen die beiden dies zu verhindern und treffen unterwegs zahlreiche alte Wegbegleiter …

Insider – der Film. Es macht keinen Sinn diesen Film nach gängigen Kategorien zu erfassen oder einstufen zu wollen. Ich bin jemand der dem Thema „Jay und Silent Bob“ seit über 20 Jahren sehr zugetan ist, ich habe die Filme rauf und runter geschaut und war sogar auf einer New York Reise in New Jersey um den Shop zu besuchen. Wenn also wie hier Kevin Smith bemüht ist einen neuen Film der Reihe, vollgestopft mit Metahumor auf eben diese Serie zu inszenieren bin ich natürlich voll dabei .. respektiere aber wenn der Film keinen normalen Blick besteht. Für mich war es ein Wiedersehen mit vertrauten Figuren und den permanent aufmarschierenden Personen die man halt aus den Filmen kennt; stellenweise sogar recht rührend wenn man erfährt was aus ihnen geworden ist (insbesondere Ben Affleck bekommt eine sehr warmherzige Szene). Daß der Film so restlos dumm und albern und übersteigert ist stört dabei nicht: wer die Thematik und die Anspielungen nicht kennt oder zuordnen kann bleibt eh auf der Strecke, wer in der Thematik so richtig versiert ist kommt aus der Nostalgie und der guten Laune nicht raus.

Fazit: Insiderveranstaltung für eingefleischte Fans bei der alle anderen auf der Strecke bleiben!

Rating: ★★★★★

Get Lucky – Sex verändert alles

Die Sexualberaterin Ellen (Palina Rojinski) beherbergt im Sommer die Teenager Julia (Emma Katharina Suthe), Aaron (Bjarne Meisel), Emma (Lilly Terzic), David (Benny Opoku-Arthur), Hannah (Luissa Cara Hansen), Mehmet (Jascha Baum) und Mats (Moritz Jahn). Allerdings fallen die amorösen Abenteuer der Jugendlichen sehr stressreich aus …

Die Basis ist wohl im Film wie in der Realität richtig gängeig: Jugendliche denken vorrangig an Sex. Im Film hat man eine Truppe Jugendlicher die bei einer SexologinUrlaub machen und natürlich auch an nichts anderes denken; und während die Teenies am Strand rumhängen werden ausschließlich Gespräche über Praktiken, Körperteile oder sonstige Details geführt. Großer Pluspunkt dabei ist Palina Rojinski die als lebenslustige, sensible und witzige Therapeutin Warmherzigkeit und Mitgefühl ausstrahlt. Die Jugendlichen hingegen sind eine Truppe Klischeefiguren die kaum das Interesse der Zuschauer auf sich ziehen können, geschweige denn die Sympathien.Daran helfen ebenso wengi Gags und Szenen die aus „American Pie“ geklaut sein könnten. Trotzdem dürfte dieser Film für Jugendliche die im Alter der Hauptfiguren sind interssant sein – wie sehr er dabei authentisch ist vermag ich nicht zu sagen.

Fazit Die Leiden einiger Teenager uter der Gürtellinie – mitunter überraschend freizügig!

Berlin Berlin – Der Kinofilm

Aus Lolle (Felicitas Woll) und Sven (Jan Sosniok), ist letztlich nichts geworden, weswegen Lolle plant Hart (Matthias Klimsa) zu heiraten. Als Sven jedoch die Hochzeit unterbricht führen ungünstige Umstände dazu daß Lollel zu 40 Sozialstunden verdonnert wird …

Gut 15 Jahre nach dem Ende der Serie legt „Berlin berlin“ nun nochmal im Kino nach, obwohl die Serie eigentlich zufrieden endete und auch niemand eine Fortführung in dieser Form gewünscht hat. Für die Darsateller wars sicherlich toll nochmal so zusammen zu kommen, als Zuschauer bleibt einem dieses Spaßelement eher verborgen. Es werden ein paar enue Figuren etabliert und zu Beginn wird die Hauptfigur mit einer anderen auf eine Odysee durch die Wälder isoliert, man sieht quasi einem Road Movie zu bei dem sich zwei Frauen durch die Gegend bewegen und eine komscihe Situation nach der anderen erleben. Dabei sind zwar ein paar Lacher drin, aber wirklich dramatisch ist das alles nicht, ebensowenig lustig oder irgendwie erfolgreichd arind as gefühl der Serie nochmal aufleben zu lassen. Beim Comicshodown gerät die Nummer dann gänzlich aus dem Ruder, da hat man aber schon aufgegeben (trotz Lauflänge von 80 Minuten). Wer eine unglaubliche Liebe zur Serie hat kanns ja mal versuchen, als Komödie die man sieht (und das kann man da die Serie kaum aufgegriffen wird) ists unterdurchscnittliche Massenware.

Fazit: Kleine Komödie die eben bekannte Darsteller und Figuren aufwärmt, aber nicht dire Kurzweil der Serie erlang!
Rating: ★★☆☆☆

 

Der Spion von nebenan

CIA-Agent JJ (Dave Bautista) wird nach einer verpatzten Mission dazu abgestellt eine Familie zu überwachen. Dabei entdeckt die intelligente neunjährige Sophie (Chloe Coleman) den Beobachter und geht einen Deal ein: sie verrät seine Überwachung nicht wenn er sie in seinem Job ausbildet …

Dave Bautista ist ein Darsteller der vorrangig auf körperliche Rollen festgelegt ist (trotz seiner grandiosen Zwischenspiels bei „Blade Runner 2049“) und macht hier dieses was auch Schwarzenegger, Lundgren oder The Rock getan haben: er macht einen Film in dem er wie üblich den muskelbepackten Kleiderschrank spielt der es dann mit einem Kind zu tun bekommt wobei die Kimik durch das Aufeinandertreffen des stoischen mit dem kindlichen kommt. Und auf dieser ausgelatschten Spur bewegt sich auch dieser hier, macht dabei aber im Rahmen der Möglichkeiten alles richtig. Die Chemie zwischen Bautista und dem Mädchen ist vorzüglich, es gibt vereinzelt richtig gute Gags und die Story ist zwar nur eine Blaupause, aber ausreichend. Das einzige Manko ist für mich der Gewaltfaktor in den paar Actionsznen: diese sind jetzt ich gerade ausreichend scheppernd für den Actionsuchendne, aber ebenso doch einen Funken zu heftig für Familiengucker undKinder.

Fazit: Setzt sich leicht zwischen die Zielgruppen, bringt aber ansonsten kurzweiligen, banalen aber herzlichen Spaß!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=h7C3p-PVfSk&feature=youtu.be