Archiv der Kategorie: Komödie

Long Shot

Fred Flarsky (Seth Rogen) trifft seine Babysitterin Charlotte Field (Charlize Theron) wieder in die er mal verliebt war – nur ist sie nun die Außenministerin der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie stellt Fred als Redenschreiber ein – dem geht es aber mehr darum ihr näher zu kommen …

Politik der USA und insbesondere die Vorgänge im Weißen Haus müssen im Film nicht unbedingt realistisch wiedergegeben werden, es gab mit „Hallo Mr. Präsident“ und „Dave“ bereits Titel die dort trotz des Umfelds mehr sanfte Komödien darstellten und in diese Aufzählung reiht sich auch dieser hier. Es werden dabei zahlreiche Versatzstücke zusammengepackt: es hat was von Notting Hill wenn ein Journalist die Außenministerin datet, ein wenig „Zu scharf um wahr zu sein“ wenn eine Traumfrau und ein absoluter Normalo umeinander kreisen, ein paar Politische Winkelzüge sind drin ohne daß das ganze Ding in Richtung eines Dramas oder Thrillers abgleitet und letztlich ist es ein Seth Rogen Film: d.H. es kommen Witze über Drogen, Sex und gezielt Masturbation. Diese Reihen sich aber wohl dosiert in eine tolle Story ein die mit Herz, Witz und Spannung erzählt wird, mit charmanten Hauptfiguren punktet und insbesondere Charlize Theron in einer ihrer liebenswertesten Rollen zeigt. Filme wie „Lon Shot“ gabs schon länger nicht mehr zu sehen, weswegen man eine richtig großartig erzählte RomCom durchaus zus schätzen wissen sollte.

Fazit: Trotz manchmal derbem Humor ein schönes Liebesfilm und eine spritzige Komödie mit unglaublich herzlichen Figuren!

Rating: ★★★★☆

Pokemon – Meisterdetektiv Pikachu

Tim (Justice Smith), sucht seinen spurlos verschwunden Vater Harry und erhält unerwartete Hilfe in Gestalt des Pokémon-Partners Detective Pikachu. In der Metropole Ryme City kommen sie einer Bedrohung auf die Spur …

Da ich lediglich mal ein paar Tage lang Pokemon Go auf meinem Handy gespielt habe kann ich keine Referenzen ziehen, wie gut da die Videospielvorlage umgesetzt wurde, was an Anspielungen drin ist und wie sehr Spieler hier vertraute Elemente wiederfindet. Ich kann nur den Film für sich schauen und als solchen einfach ok finden: er liefert eine nett konzipierte Welt mit Menschen und merkwürdigen Gestalten (eben den Pokemons) und bringt diese Umgebung solide auf die Leinwand, darin wird dann ein völlig austauschbarer, aber ebenso kurzweiliger Krimiplot erzählt der absolut ausreicht. Das Hauptaugenmerk liegt wohl auf der Pikachu Figur die nach Vorlage von Ryan Reynolds animiert und auch gesprochen wurde – das wirkt in der Tat wie ein Deadpool in light, geht aber nicht so derbe ans eingemachte und fllt (wie eben der ganze Film) harmlos und nett aus, aber ebenso wenig spektakulär. Aber eben diese Bescheidenheit hier nicht in allen Belangen episch zu sein macht ihn hochgradig sympathisch.

Fazit: Absoluter Fanfilm bei dem man als Nichtkenner zwar die Insider verpaßt, aber trotzdem Spaß haben kann
Rating: ★★★☆☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=k2sRKytb9Ps

Fighting with my Family

Ex Ganove Ricky Knight (Nick Frost) versucht Ehefrau Julia (Lena Headey) und die Kinder Zak (Jack Lowden) und Paige (Florence Pugh) als Wrestler durchzubringen. So eröffnet er auch seiner Tochter die Welt des Wrestlings in der sie verscuht ihren Platz zu finden …

Ich habe von diesem Film zum ersten mal erfahren als mir auf youtube der Trailer vorgeschlagen wurde – das Thumbnail zeigte einen breit grinsenden Dwayne Johnson und mir war in dem Moment klar was dies für ein Titel ist. Dabei hätte ich kaum mehr daneben liegen können: dies ist im Grunde eine Biographie mit einer ganzen Reihe an Nebenschauplätzen. Es geht um ein junges Mädchen daß sich ihren Traum verwirklicht und sich durch die amerikanische Wrestlingliga für Frauen kämpft. Der Film mischt dabei mehrere Genres und Themen: es ist ein wenig Drama wenn es um den Bruder geht der seine Chance nicht bekommen hat und dadurch abstürzt, es ist Comedy pur jedesmal wenn Nick Frost als Familienoberhaupt die Szenerie betritt und liefert im Kern eine enrgievolle Story über ein junges Mädchen die sich durchkämpft. Das alles wird von einem sehr warmherzigen Grundton und ganz iel Herz zusammengehalten und ergibt eine unglaublich stimmige Mischung. Kein großer Kinogit, aber kleines, feins und manchmal kauziges britisches Kino daß manchmal an „Ganz oder garnicht“ oder Billy Elliot“ erinnert.

Fazit: Warmherzige Geschichte die ausgewogen mehrere Genres bedient!
Rating: ★★★★☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=HHPTCKgpF-0

Mid90s

Der 13-jährige Stevie (Sunny Suljic) wächst im Los Angeles der 90er Jahre auf: seine Welt besteht aus Mixtapes, skateboarden und Streefighter II spielen. Durch eine Bekanntschaft eröffnet sich ihm ebenso die verbotene Partyszene …

Vom Grunde her ist dieser Film schon durch seinen Regisseur interessant: er ist von Jonah Hill, der einst als platter Komödiendarsteller etabliert war und sich dann irgendwann mit tauglichen und ernsthaften Rollen hervortat – und nun zeigt sich hier was er so auf dem Regieposten hinkriegt. Dazu hat er sich ein Thema ausgesucht daß ein Minimum an Plot und Story, aber ein Maximum an Atmosphäre: mit 4:3 Format sieht der Film aus wie ein alter Videofilm aus den 90er Jahren und taucht eben auch voll in diese Epoche ein. Wir sehen einen Jungen der Anschluß an eine Skaterclique findet und mit ihnen abhängt – das hat halt wenig zu erzählen, aber schwelgt sehr ausgiebig in der Zeit und der Epoche. Leider kann ich mich damit nur teilweise identifizieren: ich war zu der Zeit in welcher der Film spielt etwa so alt wie die Hauptfigur, ein gewisser Bezug ist also gegeben, allerdings habe ich selber niemals mit der Skateboard Szene zu tun gehabt. Trotzdem spüre ich ein wenig die Erinnerung daran wie es ist den ganzen Sommer ständig mit den gleichen Leuten abzuhängen und Spaß zu haben, auch wenn im Grunde nichts passiert.

Fazit: Keine richtige Geschichte, sondern einfach nur das einfangen einer tollen Zeit für die Hauptfigur die bei einigen Zuschauern sehr nostalgosche Gefühle hervorholen könnte.

Arizona junior

Der Kleinkriminelle H.I. McDonnough (Nicolas Cage) landet immerzu erneut im Gefängnis wo immerzu Polizistin Edwina (Holly Hunter) seine Verhaftungsbilder macht. So beschließt er mit ihr ein neues und ehrliches Leben zu beginnen – als bei ihm aber Unfruchtbarkeit erkannt wird begehen sie einen riskanten Plan …

Wieder mal so ein Klassiker den ich mir ab schicken lassen da ich endlich mal alle Nicolas Cage Filme gesehen haben will. Allerdings ist dies einer den ich vor vielen Jahren mal im Fernsehen angefangen und schnell abgebrochen habe – und auch nun in voller Länge nicht wirklich begeisternd fand. Klar, es hat aus heutiger Sicht viel Charme Cage und auch die anderen Darsteller (Leute wie John Goodman und William Forsythe) in jungen Jahren zu sehen, aber mit der chaotischen Story eines Pärchens die ein Baby klaut und dann nicht klarkommt konnte ich einfach nichts anfangen. Vielleicht weil ich nicht kompatibel zum typischen Coen Humor bin? Möglich. Wer den Film schon immer in sein Herz geschlossen hat dem werde ichs nicht schlecht reden.

Fazit: Verstaubter Klassiker mit nicht immer jedem zugänglichen Humor!

Rating: ★★★★☆

Monsieur Claude 2

Monsieur Claude Verneuil (Christian Clavier) und seine Frau Marie (Chantal Lauby) hatten dadurch daß ihre Töchter multikulturell geheiratet haben schon einige Probleme mit diversen Bräuchen und Ritualen. Dann jedoch berichten die Kinder daß sie ins Ausland gehen wollen – und Claude und Marie tun alles um diese Entscheidung zu torpedieren …

Hier muß ich mit ganz viel Gewalt ein gewisses Maß an Fairness aufbringen: ich mochte den ersten „Monsieur Claude“ Film nicht so sehr, konnte aber seinen erfolg verstehen und respektieren: wie der Film mit Klischees und Vorurteilen um sich warf und diese ironisch brach hatte schon etwas. Trotzdem war es kein Grund ein Sequel rauszuhuste, ndas ist hier aber un passiert. Die Story ist eigentlich schlicht, die Folge ebenso: wieder muß der titelgebene Monsieur Claude sein Umfeld manipulieren, diesmal damit die Töchter nicht mit den Söhnen ins Ausland abwandern. Dies beginnt allerdings erst in der zweiten Hälfte, in der ersten zappt der Film munter zwischen seinen zahlreichen Charakteren hin und her und findet keinen Schwerpunkt. In der zweiten wird dann fröhlich manipuliert und deas geht bemerkenswert unspektakulär und folgenfrei von statten. So schön es ist Clavier mal nicht vollkommen überzeichnet zu sehen und daß wirklich alle Darsteller wieder in ihren Rollen dabei sind, so überrascht wie zahnlos und sanft dann ausfällt. Der erste Film war ein Hit, der zweite nur eine kleine, laue Komödie.

Fazit: Großes Wiedersehen mit allen Figuren in einer unglaublich zahnlosen Story!

Iron Sky – The Coming Race

Durch die nukleare Apokalypse vor 20 Jahren ist die Erde unbewohnbar geowrden so daß sich die letzten Menschen auf dem Mond angesiedelt haben. Als dieser ebenfalls droht unbewohnbar zu werden muß die Wissenschaftlerin Obi Washington (Lara Rossi) einen Weg finden daß die Menschen unter die Oberfläche gehen können …

Lohnt es sich wirklich sich lange über einen Film auszulassen der eine Szene enthält in der ein Reptilien Adolf Hitler auf einem T-Rex durch die Gegend reitet? Ich denke nicht. Überraschend an diesem Film ist allerdings: er erzeugt mit dem Holzhammer ein Trash-Szenario nach dem anderen und nimmt sich dabei im Kern bitterernst – was ihm seine eigene Leichtigkeit kostet. Irgendwie wirkt alles erzwungen, verkrampft herbeigezogen und dabei leider kaum lustig, was wirklich schade ist da man sich bemüht hat, auch solide Effekte auf die Leinwand wuchtet und vereinzelt auch mal ein paar der Gags sitzen. Leider ändert das nichts am Grundproblem, nämlich daß dieser Film im Kern einfach furchtbar langweilig ist. Selbst die Fans des Erstlings dürften merken daß hier zu viel zu gezwungen versucht wird – und am Ende nichts richtig zufrieden stellt.

Fazit: Trashfest daß sich selbst viel zu ernst nimmt und eher langweilig daher kommt und nter uninteressanten Figuren leidet!

The Man who killed Don Quixote

Werberegisseur Toby (Adam Driver) reist nach Spanien, um dort einen Clip abzudrehen. Dabei erkennt er daß ein Film über Don Qioxote schwere Auswirkungen hat – so hält sich eim Schuhmacher (Jonathan Pryce) selbst für eine Widergeburt …

Mir war schon im Vorfeld, nach Sichtung des Trailers, relativ klar daß ich hiermit wenig würde anfangen können. Ich habs aber dennoch versucht, einfach weil dieser Titel natürlich eine gewisse Relevanz hat: die Produktionszeit liegt bei 29 Jahren und er gilt als der verfluchteste Film aller Zeiten; und auch wenn ich kein großer Gilliam Fan bin gönne ich ihm als Filmemacher die Genugtuung daß der fertige Film nun doch endlich fertig und ansehbar ist. Aber was für ein Titel das ist … joa, das kann ich nicht wirklich in Worte fassen. Es ist als habe ein Mann, eben Gilliam eine ganz persönliche Vision auf eine Leinwand verfrachtet. Das ist ehrbar und vollkommen in Ordnung, aber leider auch nicht wirklich zugänglich zum anschauen. Der Film mit seiner Mischung aus altmodisch und Modern spielt in seiner eigenen, ganz kleinen Welt und sit wohl nur ganz speziell denkenden Menschen zugänglich. Wobei ich eigentlich nirgendwo eine Review gefunden habe bei der jemand den Film wirklich und ernsthaft abfeiert.

Fazit: Schräge Phantasie deren größtes Potential ihre spannende Herstellung ist!
Rating: ★★☆☆☆

Klassentreffen 1.0 – Die unglaubliche Reise der Silberrücken

Es ist 30 Jahre her daß Nils (Samuel Finzi), Andreas (Milan Peschel) und Thomas (Til Schweiger) gemeinsam das Abitur gemacht haben, nun brechen die drei zum Ehemaligentreffen auf. Diese Fahrt wird durch zahlreiche Umstände zum reinen Chaostrip …

Ich konnte diesen Film damals icht im Kino sehen und habe ihn ein halbes Jahr später zu Hause nachgeholt; in der Zwischenzeit habe ich aber viel dazu gelesen und unfassbar viel Kritik und Ablehnung vernommen. Nun, nach anschauen des Films kann ich das nicht nur verstehen sondern halte es sogar für untertrieben. Die offensichtlichen Dinge sind och nichtmal so schlimm: der typsiche Sepia Look dem alle Schweiger folgen sowie Schweiger selsbt der sich als unglaublich cooole Sau inszeniert überraschen nicht. Entsetzlich ist jedoch der viel zu rasante Schnitt und noch über ist der Soundtrack: ein dauerhaft klingelnder, nie endender und nerviger Klangteppich der jede Szene mehr beschädigt als zu unterstützen. Final aber: kaum ein Gag sistzt. Zwei Stunden mit unsympathischen Arschgeigen als Hauptfiguren, ergänzt durch viele homphobe Anfeindungen – hoffentlich sind die angekündigten Sequels auch nur ein schlechter Scherz.

Fazit: Schweieger-Tiefpunkt mit unglaublich nervigem Soundtrack!

Die Goldfische

Der arrogante Manager Oliver (Tom Schilling) baut aus Hetze einen Unfall und landet im Rollstohl und wird in einer einer Behinderten-WG mit dem Namen „Die Goldfische“ untergebracht. Dort leben auch die blinde Magda (Birgit Minichmayr), der Autist Rainman (Axel Stein) und Michi (Jan Henrik Stahlberg) und Franzi (Luisa Wöllisch). Oliver fasst den Plan mit der schrägen Truppe in die Schweiz zu reisen um einen Haufen Schwarzgeld zu stehlen …

Eine deutsche Komödie die für mich wie das korrigieren einer alten Klassenarbeit daherkam bei der man den Stoff nicht kann und froh ist für jeden Pluspunkt den man findet. Ähnlich war es hier und man konnte von allem was finden: großartigen, sitzenden Gags, emotionalen Augenblicken, im Gegensatz aber auch restlos verpeilte Aspekte. Fängt für mich it der Hauptfigur an die zwar von Tom Schilling großartig gespielt ist, für mich aber keinen kompletten Sinn ergibt: zunächst arrogant, dann total nett, zwichendurch wechselhaft und zu keinem Zeitpunkt eigentlich zu ergründfen, also ich sehe nicht ob der Typ irgendwelche Probleme oder Leid mit seiner Lage hat. Die weibliche Hauptfigur ist uninteressant und bleich, auch wenn das nicht an Jella Haase liegt und mit der Hauptfigur hat sie keinerlei Chemie; die sonstigen Figuren sind eine Truppe behinderter deren Eigenheiten immer für den jeweiligen Gag gut sind, ebenso ist es schwach daß eine Figur sich zum Antagonisten mausert deren Taten dann aber wiederum restlos egal sind. Ordentlich gefilmt ist das zwar alles und von Tom Schilling großartig zusammengehalten, trotzdem strauchelt die Kiste letztlich.

Fazit: Starker Hauptdasteller und ein paar nette Momente, aber insgesamt geht das Konzept nicht auf!
Rating: ★★☆☆☆