Archiv der Kategorie: Komödie

Sierra Burgess is a Loser

Sierra Burgess (Shannon Purser) entspricht nicht gerade den allgemeinen Schönheitsvorstellungen und war immer eine Außenseiterin – bis sie Textnachrichten von ihrem Schwarm Jamey (Noah Centineo) erhält die aber auf einer Verwechslung basieren da er glaubt Veronica (Kristine Froseth) zu schreiben. Sierra bittet Veronica um Hilfe …

Die Netflix Produktion der Woche die mal eben 30 Jahre zu spät kommt – der Film ist ganz eifrig drauf gerichtet wie ein 80er Jahre Film zu wirken, setzt dazu altbekannte Darsteller ein (Alan Ruck und Lea Thompson) und permanente Musik die wie Restbestände von „Stranger Things“ wirken. Ebenso wie die Hauptdarstellerin die in der ersten Staffel von „Stranger Things“ mitgewirkt hat. Allerdings funktioniert Nostalgie nur wenig wenn alle Beteiligten permanent mit dem Handy rumspielen. Die Story ist ok, aber nicht neu: zwei die zusammen gehören schreiben sich, dabei ist aber ein grundlegendes Missverständnis im Raum und dann wird getrickst bis es zur Enthüllung kommt. Dabei finde ich das Verhältnis zwischen der sehr erzwungenen Hauptfigur Sierra und ihrem Schwarm uninteressant, viel mehr wie die Figur der zickigen Veronica mehr und mehr bloßgelegt und enthüllt wird. Diese mitunter auch sehr warmherzigen Szenen retten den Film für mich nicht, heben ihn aber aus der banalen Netflix-Soße durchaus heraus.

Fazit: Konventionelle Comedy bei der ein Subplot immens heraussticht

BlacKkKlansman

Ron Stallworth (John David Washington) ist in den Siebzigern der erste Schwarze, der beim Polizeidepartment arbeiten darf. Unerwartet bekommt er einen telefonischen Kontakt zum Ku-Klux-Klan und wird dort Mitglied – muß aber seinen jüdischen Kollegen Flip (Adam Driver) zu den realen Treffen schicken …

Leider meinte es bei diesem Film die eigene Kondition nicht so gut mit mir: nach gut der Hälfte entschwand meine Aufmerksamkeit und später auch meine geistige Anwesenheit (ich bin im Kino dezent weggeknickt). Daher kann ich den Film nicht im Großen und Ganzen bewerten, nur meine sporadischen Eindrücke aus dem Anfang preisgeben: ich mochte den Film soweit, stieß mich aber an ein paar Dingen. Z.B. daran daß die Hauptfigur zu Beginn ins Bild tritt und die Handlung direkt losgeht ohne die Person irgendwie näher vorzustellen, ähnlich auch bei anderen Figuren. Des weiteren kam mir der Film ein wenig gedehnt vor, also daß manche Szenen etwas zu lang geraten sind (etwa eine Sequenz bei der der Protagonist eine Black Panther Veranstaltung infiltriert und die Kamera zwei Minuten lang die Feier dort einfängt ohne daß es die Handlung antreibt). Ansonsten ist es natürlich ein spannendes und wichtigs Thema, der Kampf gegen Rassismus und Haß, und daß der Film trotz der ernsten Grundlage bemüht ist dort wo es geht locker und humorig daher zu kommen. Daher kann man sich soweit auf den Film einlassen, sofern man etwas Sitzfleisch mitbringt.

Fazit: Humoriger Mix auf Krimi und Komödie mit realem Bezug, vielleicht etwas zu ausgedehnt in einzelnen Szenen

Rating: ★★★★☆

Honeymoon in Vegas – Aber nicht mit meiner Braut

Am Sterbebett verspricht Privatdetektiv Jack Singer (Nicolas Cage) seiner Mutter niemals zu heiraten. Trotzdem gedenkt er dann seine Freundin Betsy (Sarah Jessica Parker) zu ehelichen – allerdings bringt ihn dann eine Runde des Profizockers Tommy Korman (James Caan) in große Probleme …

Da ich bemüht bin alte Nicolas Cage Filme nochmal nachzuholen ist mir dieser hier untergekommen den ich zwar irgendwann mal im Fernseheng esehen habe, aber kaum mehr auf dem Schirm hatte. Und auch wenne s unfair ist. Schon nachw enigen Sekunden fühlte sich der Film für mich nicht mehr nach einem Nicolas Cage Film an. Der Grund war seine Synchronstimme die mir die Figur komplett fremd machte, dafür hatte der Streifen dann doch ein paar seiner populären Ausraster und Schimpftiraden parat, obendrein macht es einen Heidenspaß wer hier alles in Mini Rollen auftaucht, von Sarah Jessica Parker über „Mr. Myagi“ und Bruno Mars sind einige dabei. Der Film an sich strömt den Geist und den Look eines 90er Jahre Films aus, allerdings eines recht belanglosen. Ein paar Verwicklungen, ein par nette Dialoge und Gags, aber am Ende doch ein kaum über Durchschnitt herauskommendes Filmchen.

Fazit: Kleine Komödie mit ein paar guten Momenten!

Das schönste Mädchen der Welt

Roxy (Luna Wedler) wechselt in die Klasse des Außenseiters Cyril (Aaron Hilmer) der sich schnell in sie verliebt. Roxy wirft aber mehr ein Auge auf Rick (Damian Hardung). Da aber auch Weiberheld Benno (Jonas Ems) hiner Roxy her ist understützt Cyril Rick dabei indem er mails und Lieder schreibt die dieser als seine ausgeben kann …

Schon der Trailer machte ein wenig Hoffnug daß der Film nicht nur ein hirnloses, plumpes Filmchen wird und zeigt schon in den ersten Minuten da0 er durchaus was zu bieten hat. Das heißt, keine irren, spektakulären Momente, aber sehr wohl eine herzige, herzliche und mögenswerte Hauptfigur und Figuren zwischen denen Chemie und Herzlichkeit besteht und die eine tolle Dynamik miteinander haben. Die sich dann ergebene Verwechslungsgeschichte finde ich anstrengend, aber sie wird hier nicht so exzessiv und mit immer weiteren künstlich erzwungenen Wendungen gestreckt und verlängert, der Reiz liegt bei kleinen, lebensechten Dialogszenen und zahlreichen Musikomenten. Diese sind zwar nicht imemr logisch (warum hört das Mädchen die Lieder wie der Zuschauer, also als perfekt abgemischte Hip-Hop Musik) aber sie funktionieren, ebenso gibt es klitzekleine Logiklöcher im gesamten die aber nicht weiter stören. Wenn man davon absieht daß es eine deutsche Teenagerkomödie ist und sich unvoreingenommen dran gibt kann man wirklich einen herzerfrischenden Film vorfinden und viel mehr als zu erwarten war.

Fazit: Ungemein sympathisch und im Kern sehr erhlich!

Rating: ★★★★☆

Tess und ihr Bodyguard

Tess Carlisle (Shirley MacLaine) war einst die First Lady, ist nun aber eine verbitterte  Witwe. Deren größtes Vergnügen darin besteht den disziplinierten Leibwächter Doug Chesnic (Nicolas Cage) zu quälen. Dieser ist bemüht von Tess wegzukommen – aber dann wird Tess entführt …

Ein früheres Cage Werk dem noch ein paar markante Punkte fehlen: Cage spielt hier einen blitzsauberen, schnurgeraden Agenten, verleiht außer einem Wutausbruch der Figur aber keine seiner typischen Macken und nichts von seinen legendären Eigenheiten. Ansonsten ist es das alte Märchen von der Schrecksschraube und dem armen Kerl welches für mich durch einen Umstand einfach nicht funktioniert: Shirley McLaines Rolle ist keine sympathische, herzige Nervensäge sondern in der Tat eine traurige, böse Person (zumindest in der ersten Hälfte) und damit ist die Chemie zwischen ihr und Cage nicht charmant kauzig sondern in der Tat unangenehm und fies. In der zweiten Hälfte verschieben sich dann die Schwerpunkte und der Film kommt ein wenig in Fahrt – aber eigentlich nie über Durchschnitt hinaus.

Fazit: Herzige Story in zwei ungleichen Hälfte bei der die Chemie zwischen den Hauptfiguren merkwürdig ausfällt!

The After Party

Owen (Kyle Harvey) wäre gerne ein großer Rapper, sein Freund Jeff (Harrison Holzer) versucht sich als sein Manager. Nach einem peinlichen Vorfall auf der Bühne gibt Owen seine Pläne jedoch auf und will zur Armee gehen. Daher versucht ihn Jeff am letzten Abend zur Aftershow Party eines großen Rappers zu bringen um dort einen Plattenvertrag zu organisieren …

Ein „Netflix“ Film … es sind Titel wie dieser die diese Formulierung weniger und weniger wie ein Qualitätsmerkmal wirken lassen. Es nichts verkehrt oder falsch daran, aber es erscheint wie bleiche und belanglose Massenware. Zwei Jungs versuchen ihren Traum wahr werden zu lassen und sich auf die Party eines Musikers einzuschleichen – die Handlung spielt fast komplett an einem Abend und das bedeutet es geht um eine chaotische, ereignisreiche Nacht in der bei d jeder Kleinigkeit Hindernisse auftreten die sich den Helden in den Weg stellen und die auf geschickte Weise umschifft werden müssen. Wenn man am Ende des Films drauf zurückschaut merkt man: so viel war da eigentlich nicht. Das ist auch positiv zu verstehen, weil hysterische oder überdrehte Gags oder mit Gewalt herbeigezogene Klamaukeinlagen fehlen. Aber ebenso fehlen Ausdrucksstarke Darsteller oder Charaktere mit denen irgendwas anzufangen wäre. Insofern: tut nicht weh, wirkt nicht nach.

Fazit: Harmlose Komödie mit ein paar guten Musikmomenten, aber insgesamt eine bessre TV Produktion

Rating: ★★☆☆☆

Safari – Match me if you can

Eine neuartige Dating App namens Safari vermittelt eine Reihe Personen: zum Beispiel Pilot Harry (Justus von Dohnányi) landet bei Lara (Elisa Schlott) wobei er seine Frau Aurelie (Sunnyi Melles) betrügt …

Ein deutscher Episodenfilm mit Schwerpunkt auf Partnersuche? Das muß kein Fiasko sein, ich denke da an den Klassiker „Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit“ oder aber „Shoppen“ die beide genau dieses Thema hatten und es sehr gut umsetzten. Im Falle von Safarai reichen sich pro und contra die Hände: ja, es ist ein moderner Film der auch plausibel zeigt wie eine einfache Dating App Verstrickungen, Verwicklungen ect. Nach sich ziehen kann. Nachteil dabei: es sind so viele Figuren die allesamt nur oberflächlihc gezeigt und präsentiert werden und der Film springt wahllos dazwischen hin und her so daß der Film keinen Erzählfluß beginnt sondern nur von Szene zu Szene springt. In manchen Momenten erweist er sich dann aber als absolut lebensechter Glücksgriff: Szenen wie etwa die in der sich ein Ehepaar auspricht, zwei Leute bei einem Date etwas vorspielen und sich dann die Wahrheit sagen sind von ungeahnter Kaft. Leider sind dies aber nur Momente in einem sehr merkwürdigen Film der keinen Schwerpunkt finde t und zwischen den Figuren nur wild herumspringt.

Fazit: Tolle Momente, aber eine viel zu unstrukturierte Erzählweise

Rating: ★★☆☆☆

Schneesturm im Paradies

Der grundehrliche Bill Firpo (Nicolas Cage) wird von seinen kriminellen Brüdern Alvin (Dana Carvey) und Dave (Jon Lovitz) verleitet eine Bank in der kleinen Stadt Paradise auszurauben. Durch unglückliche Umstände verbringen die Drei allerdings noch einige Zeit im Ort und leiden durch die Freundlichkeit der Leute durchgehend unter schlechtem Gewissen …

Ein Altwerk von Nicolas Cage daß man wohl auch heute nur schwerlich zum Hit oder Highlight erklären kann, aber zu einem sympathischen kleinen Frühwerk bevor der Mann auf den Olymp Hollywood kam und danach in die Bedeutungslosigkeit abrutschte. Wenn man der Typ für solche 90er Jahre Komödien ist kann man hiermit aber echt viel Spaß haben: trotz der kalten Umgegung in der es spielt ist dies ein ungemein warmherziger Film, eine liebliche Story von ein paar chaotischen Gangstern die Sympathie für die Leute entwickeln die sie gerade ausgeraubt haben. Mit Jon Lovitz und Dana Carvey kommen ebenso zwei typische Comedy-Gesichter aus dieser Zeit dazu und ergänzen sich zu einem keimfreien, aber liebenswerten Weihnachtsfilm mit Kleinstadtflair. In der richtigen Jahreszeit sicherlich kein verkehrter Titel.

Fazit: Liebe Story, grundlegend harmlos und nett und mit einem großartigen Nicolas Cage!

To all the Boys I’ve loved before

Die schüchterne Lara Jean Covey (Lana Condor) hat Jungs stets aus der Distanz angeschmachtet und ihre Gefühle in in Liebesbriefen ausgedrückt die sie aber für sich behielt. Nun geraten diese Briefe durch einen Zufall in Umlauf – und lösen ein Chaos aus …

Der Netflix Film der Woche welcher sich diesmal auf den Sektor High School Komödie vorwagt. Und es gibt Ggutes zu berichten: dies ist kein Film der plump, albern und rabiat unter der Gürtellinie passiert und obendrein einer der im Kern einen interessanten Ansatz hat, nämlich daß eine junge Frau sich der Wahrheit stellen muss als ein paar geheime Briefe an die jeweiligen Leute gehen für die sie gedacht waren. Aber der Film lädt sich noch einen Storybrocken drauf damit daß die junge Frau auch noch einen Freund seit Kindertagen hat mit dem sie am liebsten zusammen wäre und ach … es ist egal. Die asiatische Heldin bei der ich eh den Eindruck ahbe sie ist nur eine Marktentscheidung gibt keine klare Figur ab, ist ein verhuschtes romantisches Häschen ohne jedes Profil und der Film tänzelt zwischen Schmachtfetzen und einem überbauten Beziehungsgeflecht. Nichts ist falsch und schlimm daran, aber alles so seicht, blecih und unnötig. Deswegen. Asbolute Streaming Massenware zum vergessen.

Fazit: interessanter Handlungsansatz, praktisch aber derbe langweilig!

Rating: ★☆☆☆☆

Ich glaub ich steh im Wald

An der  Ridgemont High School läuft das Abschlusssemester und damit jede Menge emotionale Wendungen für die Schüler: : Stacy (Jennifer Jason Leigh) und Mark (Brian Backer) tun sich schwer damit miteinadner zu schlafen und hoffen auf Hilfe von  Linda (Phoebe Cates) und Mike (Robert Romanus). Derweil hat Kiffer Jeff (Sean Penn)einen Disput mit Geschichtslehrer Mr. Hand (Ray Walston)…

Mein Antrieb sich gerade diesen Film raus zu kramen aus dem Netflix Angebot war wohl der Falsche: ich wollte ihn sehen da ich mal ein paar alte Nicolas Cage Filme nachholen wollte. Cage ist auch im Film, aber nur in wenigen Szenen in denen er unbedeutend am Rande steht ohne irgendwas zur Handlung beizusteuern. Allerdings war der Film auch so in Punkto Besetzung ein echtes Highlight: die Summe an prominenten Gesichtern und später bekannten Gestalten die hier in kleinen und großen Rollen durchs Bild läuft ist atemberaubend (Sean Penn als dummer Kiffer, Hallo?!?!). Ansonsten ist dies wohl eine typische High-School Komödie ihrer Zeit die mittlerweile wie aus einem anderen Universum wirkt, in ihren Grundsätzen aber die bekannten Themen abarbeitet: Teenager, Beziehungen, Sex und Zukunftsängste. Auch wenn es zwei überraschende Nacktmomente gibt und eine Masturbationsszene ist die Nummer nicht darauf aus immerzu unter die Gürtellinie zu gehen, sondern wirkt geradezu harmlos und bieder. Ich kann aber verstehen daß die Poolszene von Phoebe Cates kultig ist und wenn jemand der den Folm aus seiner Entstehungszeit kennt ihn im Herzen behalten hat.

Fazit: Unfassbare Starparade in jungen Jahren, ansonsten eine solide und mitunter spießige High-School Story im 80er Look!