Archiv der Kategorie: Horror

Ghost Stories

Professor Philip Goodman (Andy Nyman) untersucht drei paranormale Fälle um sie als Betrug zu entlarven. Allerdings muß er bald feststellen daß die genannten Fälle sehr wohl wahre Dinge enthalten …

Och joa … genau das und keinen Funken mehr. Ich hatte diesen Film als Horrofilm gekennzeichnet gesehen und entsprechendes erwartet, bei genauerem hinsehen ist es aber sanfter Grusel mit Mysteryflair. Im Grunde als würde man eine alte, aber gute Folge Akte X sehen: ein wenig Geisterzeug, ein paar Erschrecker, ein wenig Gerede und Rätsel – und dann ists auch schon vorbei. Ich kann verstehen daß dieser hier nicht allzu dick in den Medien präsent war, obwohl er mit Martin Freeman durchaus ein prominentes Zugpferd dabei hat, hoffe aber daß er im Heimkino und auf den Streaming Portalen noch ein wenig wahrgenommen wird. Schon alleine weil ich wissen möchte ob es auch andere gibt die bei der Auflösung an einen bestimmten DiCaprio Film erinnert werden.

Fazit: Kleine, solide und unaufdringliche Gruselnummer, nett, sympathisch und nicht sehr auffällig!

The Nun

Father Burke (Demián Bichir) untersucht den mysteriösen Tod einer Ordensschwester in den 50er Jahren die in einem rumänischen Kloster Selbstmord beging. Zusammen mit der Novizin Irene (Taissa Farmiga) ergründet Burke ein grausiges Geheimnis des Klosters …

Gut, ich bringe schlechte Voraussetzungen mit: ich fand den zweiten Conjuring Film großartig, den ersten und die beiden Anabelle Titel fand ich nur durchschnittlich. Und so sehr ichs verstehen kann das ein Franchise gemolken werden muß wenn es Umsatz bringt, desto mehr stößt mich diese Praktik ab – und ein Film wie dieser unterstreicht für mich diese Ansicht restlos. Eine handvoll bleicher Gestalten tapst durch eine unliebsame, unschöne Umgebung, mehr als die Hälfte des Films besteht aus Leuten die mit Kerzen und Fackeln merkwürdig dreinblickend durch dunkle Gegenden stapfen …und wann immer Einschlafgefahr zu bestehen scheint wird wie auf Knopfdruck ein Jumpscare oder eine Vision eingefügt. Das ist Grusel von der Stange, der auch nicht durch interessante Figuren aufgewertet wird; und die Verbindung zum Conjuring 1 wirkt wie mit Gewalt erzwungen. Für riesige Fans der Serie sind vielleicht ein paar Pluspunkte drin, ansonsten ist der Nonnenhorror komplett verzichtbar.

Fazit: Gute Kameraarbeit und stellenweise effektive Gruselumgebung, ansonsten nur pure Langeweile!

Rating: ★★☆☆☆

Slender Man

Vier Highschool-Schülerinnen (Julia Goldani Telles, Joey King, Jaz Sinclair und Annalise Basso) führen ein Ritual durch um die Legende vom Slender Man als Lüge zu überführen. Leider verschwindet dabei Eine von ihnen – und eine bösartige Gestalt trachtet ihnen nach dem Leben …

Dieser Film als habe jemand ein Bewerbungsvideo gedreht für eine Anstellung bei einer Effektefirma. Als sei es ein Demoband für coole Horroreffekte die auch in der Tat wudnerbar schaurig aussehen, dabei aber einen großen Nachteil haben: sie führen zu nichts. Eine Handvoll Mädchen guckt sich ein Videoband an, dann verschwindet eine und die anderen werden ab sofort von Horrorvisionen gepeinigt – wow, wie irre. Man hat keine wirkliche Handlung, keine wirklichen Figuren, nur eben recht effektive Horrormomente die mit krassen und verstörenden Schreckeffekten daherkommen, dabei die nicht vorhandene Handlung kein Stück vorantreiben. Größtes Manko: daß der Slender Man nicht irgendwie ausgeführt wird, keine Grenzen besetzt bekommt sondern in übersinnlicher Manier tun kann was immer er will – und der Zuschauer selig wegpennt.

Fazit: Krasse und scheußliche Horroreffekte in heftiger Atmosphäre – dabei aber völlig handlungsfrei und doof!

Rating: ★☆☆☆☆

Pay the Ghost

Englischprofessor Mike Lawford (Nicolas Cage) steckt immerzu in Arbeit und vernachlässigt deswegen sogar oftmals seine Familie – daher ist es ihm umso wichtiger seinen Sohn Charlie (Jack Fulton) zu einer Halloweenparade zu begleiten. Dort verschwindet sein Sohn spurlos – und selbst ein Jahr später ist der Junge weg und Mike wird von Schuldgefühlen und merkwürdigen Visionen geplagt …

Nicolas Cage zahlt wieder mal ein paar Schulden ab mit einem schnell verdienten Gehaltscheck. Hierbei kann man aber einen Funken Fairneß anbringen: klar, er spielt eine schlichte, unbedeutende Rolle in eine schlichten, unbedeutendem Film die er auch mit keinem Funken seiner individuellen Art ausfüllen kann, aber trotzdem ist dieser Film auf dem Sektor seiner schlechten Streifen einer der besseren. Eine völlig austauschbare Geschichte, eine typische Geisternummer mit ein paar netten Gruselmomenten deren größter Schocker die Anwesenheit von Veronica Ferres ist. Wenn man es mal versucht hat man den Film zwar nach ein paar Minuten vergessen, aber bis dahin eine solide Zeit gehabt.

Fazit: Solide Gruselnummer, zwar seicht und austauschbar aber stabiler Standard!

It comes at Night

Paul (Joel Edgerton) hat sich mit Frau Sarah (Carmen Ejogo) und Sohn Travis (Kelvin Harrison Jr.) in den Wald zurück gezogen nachdem eine bösartige Krankheit ausgebrochen ist. In diese Abgeschiedenheit platzen eines Tages Will (Christopher Abbott) Kim (Riley Keough) und Andrew (Griffin Robert Faulkner) – und schon bald tun sich unerträgliche Spannungen auf …

Da stand ich ja geradezu unter Druck als ich den Film sah, einfach weil ich mich genötigt fühlte diese Nummer als die unglaublichste Horrornummer seit langem zu empfinden. Allerdings war es ein Film wie ich ihn kaum mag: mit simplem Budgert und wenigen Darstellern und Schauplätzen realisiert, mit einer soliden, aber nicht wirklich ausufernden Story und passablen Darstellerleistungen. Das Problem ist daß es oftmals Leute gibt die solche kleinen Filme zu ultimativen Kultstreifen aufjubeln, ihn toll finden weil es anscheinend cool ist ihn toll zu finden – und wenn ich dann jetzt ankomme und sage „War ok, mehr nicht“ laufe ich Gefahr als Spinner abgeurteilt zu ewrden. Aber muß ich wohl riskieren: mir hat der Film leider wirklich nichts gegeben. Langweilig wars nicht, auch in gewissem Masse spannend, aber eben keinen Deut mehr und auch trotz der guten Kritik war das Einzige was mich am Ball gehalten hat das krasse Ende. Insofern: wer auf dreckige, kleine Independentfilme steht kanns mal versuchen, wer Horror oder generell unbequeme Filme nicht mag sollte lieber Abstand halten.

Fazit: Für Fans spezieller Filme sicherlich ein Highlight, für den normalen Horrorkonsumenten etwas zu speziell!

The Strangers – Opfernacht

Kinsey (Bailee Madison) soll aufs Internat geschickt werden und vorher noch einen Urlaub mit Mutter Cindy (Christina Hendricks), Vater Mike (Martin Henderson) und Bruder Luke (Lewis Pullman) verbringen. Vor Ort erwarten sie jedoch die Psychopathen Dollface (Emma Bellomy), Pin-Up Girl (Lea Enslin) und The Man in the Mask (Damian Maffei) die eiskalt beginnen die Familie zu terrorisieren …

Der este Film ist für mich mit einer ganz kleinen Anekdote verbunden: ich sah ihn damals nachdem ich aus einem Einzimmer Appartement in eine Wohnung mit mehreren Räumen gezogen war und hatte nachts nach Konsum des Films Angst in den benachbarten Schlafraum zu gehen – so intensiv empfand ich ihn. Auch das Grundprinzip daß zwei Menschen den drei Psychopathen wehrlos ausgeliefert sind und sich nicht gemäß der Standardreegeln zur Gegenwehr setzen gefiel mir. Im Sequel geht’s dann doch konventioneller zu: Schauplatz ist ein leerstehender Trailerpark an einem See, eine arme Familie erscheint dort und gerät recht schnell in die Bedrängnis. Ich mag daß man keine aufwendigen Aufbauszenen einfügt, sondern sehr schnell zum Punkt kommt: bei gerade 85 Minuten Laufzeit geht der Alptraum nach knapp 20 Minuten los und setzt bis zum Ende nicht mehr aus. Dabei reicht das Prinzip daß einfach drei Irre durch die Gegend schleichen und jederzeit hinter jeder Ecke hervor springen können komplett aus – die dann folgenden Gewaltmomente, Erschreckszenen und Verfolgungsjagden sind zwar nicht wirklich neu oder originell, aber eben sehr effektiv. Mitdenken sollte man zwar nicht da zahlreiche Dinge strunzdumm sind, aber für einen kurzen, knappen Horrorabend ist die Nummer optimal.

Fazit: Nicht wirklich nötiges Sequel daß aber kurzweilig und effektiv ausfällt!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=gj_A_sHOxmM&t=2s

Im Auftrag des Teufels

Anwalt Kevin Lomax (Keanu Reeves) kommt aus der Provinz und hat eine beeindruckende Bilanz an gewonnenen Fällen. So erhält er ein Angebot einer großen New Yorker Kanzlei die John Milton (Al Pacino) gehört. Während er weiterer Karreire macht bemerkt seine Frau Mary Ann (Charlize Theron) mehr und mehr eine aufziehende Gefahr …

Eine sehr interessante Idee und auch so viele Jahre später eine ungemein spannende Darstellerpaarung: der Film legt fest daß Anwälte wie der Teufel sind und geht nhoch weiter den Teufel eben als Kopf einer solchen Kanzlei zu präsentieren, großartig verkörpert von Al Pacino. Dem gegenüber der ehrgeizige, aber noch irgendwie gute Naivling, von einem jungen Kean Reeves mit viel Eisnatz verkörpert, dahinter hat die zu dem Zeitpunkt noch unbekanntere Charlize Theron einen heftigen Part als Ehefrau die auch so einiges mitmacht. Der Film an scih ist nicht direkt ein schlichter Horrorfilm, hat aber sehr wohl zahlreiche Passagen die dem Horrorgenre entsprechen, dazwischen gibt es viele scharfzüngige Dialoge und trotz der langen Laufzeit keine wirkliche Langeweile. Ich war mir nur immer unschlüssig ob ich die Schlußpointe genial oder zu speziell finden soll – aber wer sie nicht kennt kann es mal mit dem Film versuchen und sich eine eigene Meinung bilden.

Fazit: Spannend, üppig aufgemacht und am Ende glatt von epischen Ausmaßen – ganz eigener Mix aus Justizfilm und Horrorstreifen!

Hereditary – Das Vermächtnis

Galeristin Annie (Toni Collette), ihr Mann Steve (Gabriel Byrne) und die Kinder Peter (Alex Wolff) und Charlie (Milly Shapiro) leben in einem Haus am Waldrand. Nach dem Tod von Annies Mutter beginnen dort rätselhafte und unheimliche Ereignisse konfrontiert und sie kommen einer düsteren Familienvorgeschichte auf die Spur …

Ich gebe gerne und offen zu wenn mich ein Film überfordert und das war bei diesem hier eindeutig der Fall. Ich bin da auch völlig unvorbereitet rangegangen, wußte nicht was kommt und hatte nichtmal einen Trailer geschaut – und ahnte eben wirklich nicht in welche Richtung die Reise geht. Dementsprechend war ich insbesondere in der ersten Stunde sehr aufgeschmissen, da der Film definitiv nicht besonders klassisch ist und an allen Ecken von gängigen Normen abweicht. Hierbei liefert er aber ein sehr gebremstes Erzähltempo bei dem man überhaupt nicht weiß was vorgeht – und dem Gemurmel im Kinosaal entnommen war ich nicht der einzige der recht unbeeindruckt geblieben ist. Dafür läuft das Ganze auf ein unfassbar krasses Finale raus und die letzten zwanzig Minuten stellen ein paar der unangenehmsten Kinominuten 2018 dar die man gesehen haben sollte. Daher kann ich den Film nicht uneingeschränkt empfehlen und ich bin mir sicher daß er seine Zuschauer spalten wird – anber auch einige sehr zufrieden sein werden.

Fazit: Krasses Finish nach der eher langsamen ersten Hälfte – nicht für jedermann geeignet!

Cargo

Eine Zombie-Apokalypse ist über die ganze Welt hereingebrochen – in Australien hat sich Vater Andy (Martin Freeman) mit seiner Frau Kay (Susie Porter) und mit ihrer kleinen Tochter Rosie auf ein Hausboot gezogen. Dann wird Andy jedoch infiziert und muß innerhalb 48 Stunden seine Tochter in Sicherheit bringen – auch vor ihm selbst wenn der Virus aktiv wird …

Ich ganz persönlich konnte dem Zombie Thema noch nie nennenswert viel Reiz abgewinnen, habe mich aber trotzdem eine Weile mit „The Walking Dead“ befasst und habe die Serie langsam über – daher war dieser Film im ersten Moment wenig reizvoll für mich. Muß aber sagen daß er im Grunde so ist wie es eine sehr gute „The Walking Dead“ mal war: eine Studie über Menschen in einer Extremsituation in der die Zombies zwar mit drin sind, aber nicht die entscheidende Hauptsache. Das ist hier einerseits Martin Freeman der eine aussichtslose Odysee unternimmt um irgendwo seine Tochter sicher abgeben zu können, auf der anderen Seite ist das die australische Landschaft die großartig in Szene gesetzt wird. Man merkt dem Film in jedem Moment an daß er ein Netflix Titel ist, und scheinbar auch einer der mit nicht allzu hohem Budget realisiert wurde. Aber es reicht auf ganzer Linie für anderthalb unverkrampfte und sehr spannende Stunden, darstellerisch top getragen und ohne Ausrichtung auf falsche Showeffekte.

Fazit: Spannender Zombiefilm in dem Blut, Gewalt und Horror bewußt zurück gefahren werden und der leidende Vater im Fokus steht.

Rating: ★★★★☆

Jeepers Creepers 3

Sheriff Dan Tashtego (Stan Shaw) findetg in seinem Städtchen Poho Countyeinen LKW voller Leichen. Dies ist aber nur der Auftaktg einer grausamen Mordserie hinter der ein ominöses, übersinnliches Wesen zu stecken scheint daß alle 23 Jahre auf die Jagd geht …

Häßlich, aber kaum zu vermeiden: der Film wird auch von der Realität überschattet: Victor Salva der die ersten beiden Teile schrieb und inszenierte wurde wegen Mißbrauch ins Gefängnis gesteckt und saß seine Strafe ab, das verringert natürlich die Anzahl der Leute die bereit sind in ein Projekt von ihm zu investieren und so kam der neue Film auch nicht wie mal geplant ins Kino. Statt dessen auf den Heimkinosektor wo er aber angemessen hingehört. Ich selber kann der Nummer dabei wenig abgewinnen, das liegt schon alleine am Zeitpunkt zu dem der Film spielt: er ist genau in den Zwischenraum zwischen Folge eins und Folge zwei gepackt, also Sequel und Prequel in einem. Mir erzählt er nichts interessantes über die Figur, liefert lediglich reihenweise Anspielungen auf die anderen Filme und eine ganze Handvoll Szenen in denen Arme Schweine auf den übermächtigen Killer treffen. Als kurzweiliges Schlacht und Murks Event kann man dem Film nichts schlechtes nachsagen, ich selber fand das aber zu wenig.

Fazit. Solider Horrorquatsch für Fans, hätte es zwar nicht gebraucht, schadet aber auch nicht!