Archiv der Kategorie: Horror

Wahrheit oder Pflicht

Bei einem Party Trip nach Mexiko landet Olivia (Lucy Hale) mit ihren Freunden bei einer Runde „Wahrheit oder Pflicht“ in einer alten Kirche. Recht schnell bemerken sie daß das Spiel übersinnliche Kräfte freigesetzt hat – alle Mitspielenden werden fortan zu ständigen „Wahrheit oder Plicht“ Fragen gezwungen die bei nicht befolgen tödlich enden …

Herjeh, hier stimmt ja garnichts. Die Grundidee taugt sicherlich nicht für einen richtig guten Film, hat aber doch genug Potential für einen Teenie Slasher. Leider werden alle Ansätze in diese Richtung restlos verschenkt: das namenlose Böse stellt zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Bedrohung da, die menschlichen Figuren sind austauschbar, bleich und vollständig uninteressant (höchstens Tyler Posey funktioniert ganz gut weil er als „Teenwolf“ relativ präsent ist) und die Story steckt so derartig voller Plotlöchern, Logikfehler und reinen absurden Ideen daß man echt ratlos davor sitzt und sich fragt wer den Mist abgesegnet hat. Aber letztlich trennt sich hier die Zuschauerschaft: wer Interesse an einem „guten“ Film hat braucht sich damit garnicht zu befassen, wer vielleicht Lust auf ein wenig filmischen Trash hat über den man lachen kann sollte ruhig mal einen Blick riskieren. Schon alleine für das miserable Finish.

Fazit: In allen Belangen vergeigte Horrorgurke!

A Quiet Place

Eine Spezies von unsterblichen Kreaturen hat die Erde überrannt und diese finden alle Menschen durch ihr geniales Gehör. Eine Familie jedoch die ihr Leben in kompletter Stille verbringt schafft es notdürftig zu überleben …

Ein simples Konzept und eine bestimmte Erzählweise die sich aber als ungemein effektiv erweisen: der Film beantwortet zum einen keinerlei Fragen. Es gibt keine Erläuterung was die merkwürdigen Angreifer sind, wo sie herkommen, wie es auf der Welt aussieht und wer die Hauptfiguren sind, ebenso wenig verläßt der Film den Blickwinkel und zeigt was sonst in der Welt vorgeht. Und er gibt auch keine Auflösung, keinen Ausblick, einfach nur einen Ausschnitt der gebotenen Figuren die mit einem gamz schlichten Problem leben: sie dürfen keinerlei Laut bzw. Geräusch von sich geben. Aus diesem Grundatz ergeben sich schweißtreibende 90 Minuten die weniger die Monsterattacken selbst als Thema haben sondern eben die Frage wie die Betroffenen in diesem Umfeld leben. Wenn es dann zu Attacken der Viecher kommt ist aber ebensowenig Splatter oder Event angesagt sondern eben das Auskosten des Spannungsmoment. Regisseur und Hauptdarsteller John Krassinski kriegt das bestens hin, leider kommt man durch de redizuierte Erzählweise (Dialoge passieren fast nur als Zeichensprache) den Figuren nicht näher da man kaum was über sie erfährt. Und was Emily Blunt in der Mitte etwa tun muß ist jenseits aller Glaubwürdigkeit. Aber das ruiniert den Film nicht.

Fazit: Schlichtes Konzept, unfassbar spannendes Resultat!

Rating: ★★★★☆

Cult of Chucky

Nica Pierce (Fiona Dourif) landet in einer psychiatrischen Anstalt nach dem Mord an ihrer Familie. Dabei weiß sie nicht daß in Wahrheit die von einem Mörder besessene Puppe Chucky dafür verantwortlich ist. Als ihr Therapeut versucht die Puppe in die Therapie mit einzubringen beginnt eine grausige Mordserie …

Ich war nie ein besonders großér Fan der „Chucky“ Filme, respektiere anber ihren Erfolg und kann verstehen daß manche sie so feiern wie sie es tun, obendrein finde ic es toll daß alle Filme von Henry Macini geschrieben wurden und somit wirklich ein Filmschaffender eine ganze Serie entwerfen konnte. Was diesen Film dann auch nochmal extrem interessant machte: es treffen der Originaldarsteller Alex Vincent und Jennifer Tilly erstmals in der Serie aufeinander. Das hat zwar was spektakuläres an sich, aber leider in einem Film der ansonsten außer viel schrägem Humor wenig bringt oder liefert. Insbesondere die Spannung hat für mich von Anfang bis ende nicht funktioniert, man sieht einfach eine steril wirkende und kalte Anstalt in der unsympathische Figuren herumlaufen und dazwischen der kleine rothaarige Gnom der meuchelt wenns paßt. Immerhin liefert das ein paar echt krasse Mordszenen, das dürfte so manchen Fan recht zufrieden stellen. Wer einfach nur Lust hat auf einen kurzweiligen Horrorfilm ist hier ohnehin falsch, da mat mit einem siebten Teil voller Insider so eh nix anfangen kann.

Fazit: Nett gedachte Wiederbelebung des Meuchelkobolds!

Wish Upon

Die 17-jährige AußenseiterinClare Shannon (Joey King) bekommt von ihrem Vater (Ryan Phillippe) eine alte Spieluhr geschenkt, deren Inschrift dem Besitzer die Erfüllung von sieben Wünschen verspricht. Sie merkt schnell daß der Zauber in der Tat funktioniert – aber dafür auch ein furchtbarer, blutiger Preis gezahlt werden muß …

Da wurde ich nun überrascht, und das sogar ganz positiv: ich ahtte hier einenr echt einfachen, hohlen Horrormurks erwartet und bekam ihn so nicht. Was der Films tatt dessen darstellt war so zwar schon unzählige Male in verschiedenen Varianten zu sehen, funktioniert aber in der hier dargebotenen Weise ganz gut. Es ist mal wieder eine From von Mystery Film in dem der Schwerpunkt darauf liegt daß man mit seinen Wünschen vorsichtig sein soll und natürlich daß jede Tat Konsequenzen hat und immer ein Preis bezahlt werdenmuß. Alles erkenntnisse die so nicht neu sind, hier aber in ganz unterhaltsamer und knapper Weise (gerade mal 88 Minuten) aufbereitet werden. Mit ein paar fiesen Szenen und heftigem Abschluß kommt so ein Mystery-Grusler rum den es zwar nicht braucht und den man kurz nach anschauen auch schon vergessen hat, der aber sein Zeig trotzdem im Rahmen des möglichen sehr gut macht und dem man mal eine Chanec geben kann.

Fazit: Nichts Neues im Horrorgenre, aber solide Aspekte in brauchbarer Form neu vermischt!

Heilstätten

Charly (Emilio Sakraya) und Finn (Timmi Trinks) sind mit Prank Videos sehr erfolgreich auf youtube, ebenso wie die Schminkexpertin Betty (Nilam Farooq). Gemeinsam wollen sie eine 24 Stunden Challenge inszenieren und sollen dazu in einem Krankenhaus aus der NS-Zeit Zeit verbringen. Der Spaß wird recht schnell zu blutigem Ernst …

Das sind ja Referenzen: ein FoundFootage Film (ein Genre mit dem ich garnicht kann) vom Regisseur von „Kartoffelsalat“ … klingt nach wahrem Horror. Den bekommt man dann auch, aber acuh so wie es gedacht war. Indem der FIlm einerseits feste Kamerapositionen aufbaut (wo die youtuber im Film ihre Kameras platziert haben“) und auf diese stetig zurück geschaltet wird hats einen Look von „Paranormal Actiity“, wenn sie hingegen mit den Handkameras herumlaufen wirkts wie „Blair WItch“, klaut sich also einiges solide zusammen. Ansonsten wirkt die Atmosphäre top und die präsentierten Gestalten undgmein authentisch: das sind wirklich dumme, arrogante, arschige yotuber und es ist ein Gefühl der Genugtuung wenn solchen GEstalten mal filmisch der Hals umgedreht wird. Aber es gibt trotzdem einige Bodenwellen: viele Dinge sind absurd (das einer mehrere youtuber an einen Ort vereint und sich dann beschwert wenn er gefilmt wird), die Figuren sind so unsympathisch daß man mit ihnren nicht ein stück mitfiebern kann und stellenweise verliert sich der Film in einem Chaos daß man nicht mehr durchblickt wer jetzt eigentlich wo ist, außerdem dauert es sehr lange bis der Zuschauer eindeutig weiß ob er es hier mit übersinnlichem zu tun hat oder nicht. Dafür gitbs in den letzten zehn Minuten einen wirklcih guten Twist der für so manches entschädigt. Als Muß würde ich diesen FIlm letztzlich nicht sehen, sehr wohl aber als passables Horrorstück und definitiv funktionierend.

Fazit: Hat seine Schwächen, funktioniert unterm Strich aber sehr gut.

Winchester – Das Haus der Verdammten

Die Winchester Familie besitzt ein großes Anwesen außerhalb von San Fancisko an dem immernoch gebaut wird, da es als riesiges Labyrinth angelegt ist. Dies macht Bauherrin Sarah Winchester (Helen Mirren) um sich Geistger vo Halse zu halten. Daher soll Dr. Eric Price (Jason Clarke) vor Ort den soll den Geisteszustand von Sarah erkunden …

Der Film gibt vor auf wahren Begebenheiten zu fußen, was mich direkt skeptisch machte, erst Recht wenn es nicht allzu lange dauert bis die ersten übersinnlichen Momente passieren. Immerhin stimmt das wesentliche, das es in den USA ein Horrorhaus gibt über das sich diverse Geschichten ranken, der Film bringt diese nun zu einer griffigen Geschichte zusammen. Allerdings keiner neuen, zumindest bewegt sich der Film eigentlich komplett aus bekannten Pfaden. Aber ist darum nicht schlecht, man muß halt der Typ sein der sich an Geisterhaus Horror erfreut und die Spannung mehr aus gruseliger Atmosphäre zieht als aus Blutfontänen. Dabei kommt allerdings ein Stilmittel zum Selbstzweck, nämlich der Jumpscare: der Film hat so endlos viele Erschreckermomente parat daß es in den zweistelligen Bereich geht und ab irgendwann eigentlich nur noch nervt. Das ist schade weil der Rest soweit paßt, sofern man keine allzu hohen Ansprüche hat: eine nette Horrorstory, Helen Mirren in einer nett schrägen Rolle und passable weitere Figuren. Einfach ein kleiner, netter und an manchen Stellen unglaublich effektiver Film.

Fazit: Solide Horrorkiste mit zu vielen Erschreckermomenten!

Rating: ★★★☆☆

Insidious – The Last Key

Die Parapsychologin Elise Rainier (Lin Shaye) betreibt mit den Geisterjägern Specs (Leigh Whannell) und Tucker (Angus Sampson) die Firma Spectral Sightings. Ein neuer Auftrag wird jedoch sehr persönlich als Elise in ihr Elternhaus zurückkehren muß und es mit dem Dämonen Key Face aufnehmen muß …

Hier wird es schon sperrig den Film überhaupt einzuordnen. Insidious 1 + 2 waren Film und Sequel, der dritte Teil dann ein Prequel der die Vorgeschichte von Elise beleuchtete – der vierte Film spielt nun nach Teil 3, aber vor Teil 1 und belegt damit schon wie unnötig er eigentlich war. Aber nicht schlimm: im Grunde fährt er das auf was die Insidious Filme schon immer ausgemacht haben, die sympathische Heldin, eine Geisterhausatmosphäre und eine relativ gewalt und blutfreie Story. Eigentlich ist es nur die Verlängerung bekannter Elemente und Motive und die noch zusätzliche Untermauerung von einigen Hauptfiguren – hätte es eben nicht gebraucht, macht im Rahmen der Umstände aber alles richtig und sollte zumindest für Fans der Serie ein passabler Titel sein.

Fazit: Solider Gruselfilm mit allen Stärken der Vorgänger, aber inhaltlich eigentlich komplett unnötig.

Flatliners

Die fünf Medizinstudenten Courtney (Ellen Page), Ray (Diego Luna), Jamie (James Norton), Sophia (Kiersey Clemons) und Marlo (Nina Dobrev) führen in einem abendlichen Test ihr Studium fort: sie stopppen ihre Herzen für kurze Zeit um so den Übergang ins Jenseits zu erforschen. Die unglaublichen Erfahrungen daraus münden recht schnell in einen blanken Alptraum …

Die Maschinerie der Remakes spuckt ein neues Exemplar aus welches in der Vorschau insgesamt sehr gut daher kam und dann in voller Pracht auf der Leinwand zum totalen Rohrkrepierer wird. Die Story ist identisch mit dem Original von 1990 (dem der Film sympathisch Tribut zollt indem Kiefer Sutherland in ein paar Szenen durchs Bild laufen darf), einzelne Nuancen wurden inhaltlich angepasst. Leider hängt die Nummer total durch und gerät sterbenslangweilig: die Figuren sind (außer Ellen Page und vielleicht Diego Luna) uninteressant und nicht wirklich sympathisch oder gar gut gespielt; das Verhalten ändert sich stetig (der kompetente und coole Charakter wandelt sich in Sekunden in ein unfähiges Weichei); die Idee daß den „Gestorbenen“ nachher fast übermenschliche Kräfte inne wohnen ist absurd und das hinterher folgende Gruseln ist ein braves huch und buh spielchen, zwar mitunter ganz atmosphärisch aber stetig so verzweifelt daß wenn garnichts mehr geht einfach der nächste Jumpscare her muß … sehr sehr dürftig. Immerhin liefert der Film nach etwas zwei Drittel einen wirklich krassen Twist – der aber leider den Streifen für die restliche Laufzeit weiter schwächt.

Fazit: In jeder hinsicht sterbenslangweilig!

Happy Deathday

Die Partyfreudige Studentin Tree (Jessica Rothe) hat Geburtstag, doch der Freudentag endet mit einem Schock: ein maskierter Mörder bringt sie um. Doch sie erwacht erneut am Morgen des entsprechenden Tages. Fortan muß sie ihren eigenen Todestag wieder und wieder durchleben und versuchen, einen Hinweis auf den Täter zu bekommen …

Das kann ich nicht objektiv beurteilen. Objektiv wäre es den Film als das zu sehen was er ist, eine absurde Mischung aus klassischem Teenager Schlitzerfilm, der Frage „Wer ist der Killer?“ und eben „Und täglich grüßt das Murmeltier“ Elementen. Wenn man die alberne Ausgagslage der Hauptfigur schluckt kann man damit eigentlich zufrieden sein: die Spannung paßt, die Schockszenen sitzen und man kriegt reichlich Figuren und falsche Fährten aus denen man sich den entsprechenden Täter auswählen darf zum raten, allerdings fallen die meisten Kills relativ unblutig aus, daher wird derjenige der hier auf der Suche nach Splatter ist eher enttäuscht sein. Ich selber habe Filme wie eben diesen früher aber sehr geliebt, Streifen wie „Scream“ und Konsorten, und habe eben einen solchen schon sehr lange nicht mehr geschaut, schon garnicht mehr im Kino. Darum hat mich der Film, trotz all seiner Schwächen, genau an der richtien Stelle und auf genau die richtige Weise „abgeholt“ und mir geradezu anderthalb nostalgische Kinostunden gegeben. Das wird nicht bei jedem so sein, aber am Ende ist dieser Film auch zu belanglos um wirklich was gegen ihn zu haben.

Fazit: Spannende Momente und ein kurzweiliges Gesamtresultat!

Jigsaw

Der psychopathische Killer John Kramer (Tobin Bell) Jigsaw trieb lange als Jigsaw sein Unwesen, ist aber schon einige Jahre tot – dann aber beginnt eine neue Mordserie die entscheidende Ähnlichkeiten aufweist. Gibt es einen Nachahmungstäter oder lebt John Kramer doch noch …

Ich habe die „Saw“ Reihe sehr gemocht und damals jweils alle Teile zum Start im Kino geschaut. Trotzdem sehe ich sie als plausibel beendet und abgeschlossen und finde den Versuch hier eine neue Serie zu starten eben durch den offenkundigen Kommerzgedanken sehr unsympathisch. Trotzdem wurde ich von großer Neugier gepackt; insbesondere da die Trailer suggerieren daß Jigsaw wieder herumläuft, was ja nicht sein kann da er definitiv und unwiderbringlich gestorben ist. Diese Neugier reichte dann schon um mich entsprechend zu fesseln. Ansonsten bekam ich einen Film zu sehen der wie eine Light Version früherer Werke ist: ja, er spielt vor dem Hintergrund der alten Streifen, geht aber nicht mehr darauf ein sondern entfaltet jede Menge alter Komponenten in neuer Zusammenstellung. Dabei geht es nicht mehr ganz so hart zu wie damals, außerdem fällt die Videoclip Optik weg, aber trotzdem fand ich es nett die alten Dinge noch einmal frisch aufbereitet zu sehen, zumal der Film am Ende wieder einmal wunderbar vor Augen führt wo einem überall Hinweise gegeben waren die einem dann doch entfallen sind. Eine Neubelebung des Themas, des Franchises braucht zwar keiner, wenn die Titel aber so ausfallen wie hier kann man sich nur bedingt beschweren.

Fazit: Solides Aufwärmen alter bekannter Versatzstücke, kurzweilig und nett, dabei weniger hart als die alten Teile!