Archiv der Kategorie: Horror

Doctor Sleep

Danny Torrance (Ewan McGregor) ist inzwischen erwachsen, aht ein Problem mit dem Alkohol und ebenso die besondere Fähigkeit des Shinings. Dies nutzt er um in einem Hospiz um die Patienten zu trösten – schon bald wird es aber gebraucht um gegen die Sekte „Der Wahre Knoten“ anzugehen …

Ich hatte nie eine besondere Anbindung an „Shining“, respektiere aber seinen Stellenwert als Klassiker. Trotzdem hätte e sfür mich keinen weiteren Teil gebraucht, auch wenn es ein Buch dazu gibt. Immerhin ist dieser Film kein Neuaufguss sondern eine ganz eigene Story die eben nur auf bekannte Elemente setzt. Bein einer Lauflänge von 152 Minuten werden dabei drei verschiedene Handlungsstränge angesetzt die sich lange Zeit nicht berühren. Die Story ist ok, aber sehr speziell, erklärt nicht alles und dürfte sich einem Mainstreampublikum eher entziehen. Die Aufzählung zum Horrorfilm paßt auch nicht völlig; aes gibt zwar ein paar Elemente, aber am Ende fällt der Film wohl mehr unter Mystery mit ein paar Gruselmomenten. Es funktioniert aber, vorrangig auch durch die gute Besetzung und eine entsprechende Atmosphäre. An das Original kommts nicht ran, aber das war nicht zu erwarten.

Fazit: Überlange Gruselnummer mit extrem dichtem Showdown!
Rating: ★★★★☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=Ji1OUupQL5o

The Silence

Bei  New Jersey attackieren parasitäre Insekten eine Kolonie von Fledermäusen wodurch diese blutrünstig werden. Die taube Teenagerin Ally (Kiernan Shipka) und ihre Familie werden angegriffen und fliehen in einen Wald wo sie verzweifelt einen Weg in Sicherheit suchen …

Ich verstehe das nicht: der Film ist in den meisten Ländern direkt auf Netflix erschienen, in Deutschland hat man sich an einer Kinoauswertung versucht. War man darauf aus bei der fast identischen Story noch ein paar Zuschauer aus dem Fährwasser von „A Quiet Place“ abzufischen? Dürfte kaum funktioniert haben. Grundlegend verkehrt ist der Film dann zwar nicht, arbeitet aber eben mit dem bekannten Motiv daß ein paar Menschen in furchtbaren Umständen überleben müssen und dabei keinen Laut von sich geben dürfen. Das auffälligste dabei ist der kalte, ausgewaschene und farbarme Look der fast wie Sepia erscheint. Ansonsten bleibt es bei banalen, harmlosen und braven Erschreckern die fürs heimische Spfa aber ausreichen.

Fazit: Kleine Horrornummer ohne nennenswerte Figuren und im Fährwassereines anderen dümpelnd!

Rating: ★★☆☆☆

Bloodrayne

Die junge Rayne (Kristanna Loken) kann nicht verhindern daß ihre Mutter von Kagan (Ben Kingsley), dem König der Vampire, ermordet wird. Daher schließt sie sich mit Vampirjäger Vladimir (Michael Madsen) Sebastian (Matthew Davis) und Katarin (Michelle Rodriguez) zusammen um heilige Artefakte zu sammeln und gegen Kagan loszuziehen …

Mir fällt es immer etwas schwerer über Uwe Boll Filme zu schreiben: ich hatte mit dem Mann eprsönlch zu tun und er verhielt sich mir gegenüber großartig; weswegen ich ihn außerordentlich schätze. Des weiteren habe ich gerade über diesen Film einige Stories gehört habe die sich hinter den Kulissen abgespielt haben, vor allem die Probleme mit dem restlos besoffenen Michael Madsen, daher sehe ich diesen Film auch mit einem leichten Lächeln weil ich mir das stetige Chaos vorstelle unter dem er entstanden ist. All das beiseite geschoben kann man wohl nicht leugnen daß dies hier kein wirklich guter Film ist: eine blutige Vampirstory, fußend auf einem Videospiel in der ein reines Gut gegen Böse Szenario seelenlos durchgezogen wird. Überraschend ist die doch recht prominente Besetzung, ebenso gibt’s einige Szenen in denen es überraschend blutig wird und en paar trashige Kampfszenen die für Fans ausreichend sein dürften. Trotzdem kommt keine echte Spannung auf, ebenso reißen die Darsteller nicht wirklich vom Hocker … aber ach, wer wird das beanstanden. Dies ist der banale Trash den man sich bei einem albernen Filmeabend nebenbei reinzieht – mit echtem, großem Film hat das nichts zu tun.

Fazit: Trashiges Vampirgemetzel mit prominenter Besetzung!

Ma

Die vereinsamte Ma (Ocatvia Spencer) baut Kontakt zu einer Truppe Teenagern auf und holt sie in sein Haus. Als diese jedoch versuchen sich von der aufdringlichen Ma anzuwenden greift diese zu drastischen Mitteln …

Ich habe selten eine Oscarpreisträgerin so verschwendet gesehen; oder was macht Allison Janney hier in einer redundanten, nichtssagenden Rolle als schimpfende Tierärztin? Nicht allzuviel. Aber es bekommt wohl keiner mit der Film zwar einen gut geschnittenen Trailer hat, aber ansonsten eher wenig zu bieten. Es gibt das alte Märchen der bösen und zugleich traurigen Psychopathin die aufgrund erlittener Demütigungen Rache sucht und diese an ein paar Teenagern auslässt. Mir bleibt dabei der Spaß auf der Strecke, einfach weil die Figur Ma so unangenehm und aufdringlich ist daß ich keine (Screen)Time mit ihr verbringen will. Auch ansonsten ragt nichts nennenswert raus: ein paar Schocks, ein paar blutige Taten und viel hinterfotziges Getrickse und mittendrin eine unschuldige Hauptfigur der keiner glaubt … als schneller Horrorsnack zwischendurch, als Partyfilm in geselliger Runde oder als Versuch wenn man sonst keine derartigen Titel schaut geht die Nummer wohl klar … ansonsten lockt sie wohl keinen hinterm Ofen vor.

Fazit: Solider Psychopathenhorror mit unangenehmer Hauptfigur!
Rating: ★★☆☆☆

Scary Stories to tell in the Dark

Im Jahre 1968 feiern Jugendliche ihre Halloweenparty auf dem verlassenen Anwesen der Familie Bellows, wo sie ein merkwürdiges Buch finden und mitnehmen. Schon bald erkennen Sie daß das Buch grausame Geschichten enthält und sie selbst Teil davon werden …

Dieser Film fusst wohl auf einer Kinderbuchserie, das merkt man ihm aber kaum an. In den Grundfesten mag die Geschichte von ein paar Teenagern die im Jahre 1968 in der Halloweennacht einen bösen Geist befreien und fortan mit den Konsequenzen zu kämpfen haben zwar nach Jugendbuch klingen, aber die Auswertung ist dann doch eine ganz andere: der Film wird in diesen Phasen zu einer harten Geisterbahnfahrt die zwar nicht in blutriefenden Terrorhorror abdriftet, aber sehr wohl zu heftig für Kinder ist. Dabei spult er eine ganze Reihe an passenden Versatzstücken ab die zwar allesamt schon mal da waren, aber letztlich gut funktionieren. Die eher unverbrauchten und größtenteils kaum bekannten Darsteller liefern ebenso solide Leistungen ab und haben sogar eine gewisse Chemie untereinander. Deswegen: als Halloweenfilm oder Einstimmung auf eben jenes ist dieser hier vorzüglich, auch wenn die letzten paar Sekunden mit dem hartnäckigen schielen auf ein Sequel einer enttäuschen

Fazit: Solides Horrorevent mit stimmungsvollen Attacken und funktionierenden CGI Monstern.
Rating: ★★★☆☆

Eli

Bei Eli (Charlie Shotwell) wird eine furchtbare Krankheit entdeckt wegen der er in eine Spezialklinik gebracht wird. Dort stellt er aber schnell fest daß es nicht um die Gesundung der Patienten geht …

Dieser Film wurde mir bereits vor einem knappen Jahr für einen Kinostart angekündigt, nun erscheint er doch direkt auf Netflix. Das löst bei mir ja immer als erstes den Verdacht auf mangelnde Qualität aus, in diesem Falle kann ich aber wenig schlechtes sagen. Klar, es ist ein Horrorfilm de rletztlich mit bekannten Versatzstücken arbeitet und nichts liefert was man nicht schon kennt, aber die spannende Frage ist eben welche der zahlreichen Optionen hinter allem steckt. Das bleibt auch gekonnt verwahrt, der Film läßt bis zur Auflösung alle Optionen auf dem Tisch. Bis dahin nimmt die Story einen hohen Gruselanteil mit, hat viele Szenen in denen eher auf Geisterhausgrusel denn auf fetten und blutigen Terror gesetzt wird und überzeugt mit Atmosphäre und einem soliden Hauptdarsteller. Das hätte durchaus fürs Kino gereicht, auf Netflix stellt es aber dann definitiv mal einen lohnenden Titel dar.

Fazi: Sehr routinierter, stimmungsvoller Grusel der alle falschen Fährten bis zum Ende hin „ermöglicht“

Rating: ★★☆☆☆

Im hohen Gras

Als die Geschwister Cal (Avery Whitted) und Becky DeMuth (Laysla De Oliveira) an einem Feld i Kansas vorbei fahren hören sie Kinderschreie. Als sie in das Gras rennen verlieren sie schnell komplett die Orientierung – und merken daß ihnen eine unerklärliche Gefahr dort droht …

Ein Netflix Film der auf Stehen King basiert? Das kann Fluch wie Segen zugleich sein, bedenke man den durchaus gelungenen 1922 oder den unfassbar schwachen „Das Spiel“. Dieser hier muss solche Vergleiche aber wohl nicht fürchten da er zu eigenständig ist. Und man muss sich selbst fragen ob man mit einem solchen Titel etwas anfangen kann der bereits sehr früh klarmacht dass hier rationales Vorgehen und Logik ausgehebelt werden. Eine Handvoll Figuren gelangen in ein hohes Feld in dem Zeit, Raum und einiges andere ganz anders laufen und damit beginnt ein wirres Verwirrspiel. Das kann man sehr leicht für absoluten Quatsch und Schwachsinn halten, zumal die Vorgänge auch nur leidlich erklärt werden. Oder aber man mag das Gedankenspiel und läßt sich darauf ein, zumal das ständige Gras mit einer ganz speziellen Gruselatmopshäre daherkommt. Da der Film ein schlichter Streamingtitel ist kann mans einfach mal versuchen … und entsprechend schnell auschalten wenns nicht paßt.

Fazit. Dicht am Mindfuck gebauter Thriller mit sperriger Thematik und ohne nennenswerte Charaktere!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=Wi48S40dboI

Lloronas Fluch

Während eine Sozialarbeiterin (Linda Cardellini) das merkwürdige Verschwinden zweier Kinder untersucht entdeckt sie Verbindungen die zu ihrer eigenen Familie führen und auf ein altes Volksmärchen hinweisen …

Willkommen zurück im Conjuring Universum, zumindest quasi. Die Llorona Legende ist wohl ein altes Volksmärchen, daher wollte man den Film als Titel für sich selbst stehend bewerben denn als Spin-Off zur Serie. Die Verbindung ist ohnehin minimal und beschränkt sich auf einen Auftritt einer Figur. Daher, wer den Film zur „Vollständigkeit“ sehen möchte kann dies tun, als eigenständiger Film geht’s aber auch. Aber warum sollte man? Ansprüche sind nicht angebracht. Es wird eine Geschichte entfacht in der eine Frau zum Monster wird und eine Familie in den siebzigern Jahren belästigt und „begruselt“. Dabei gibt’s das übliche Spiel aus Bangemangen, Jumpscares und ein paar Erschreckern … handwerklich solide gemacht, mit vereinzelten Schockern und viel Geschrei. Gute Serienware wenn man solche Titel öfter guckt, aber kaum mehr als ein filmisches Fertiggericht, insbesondere wenn man öfters solche Filme schaut. Mir selber ist noch mit Linda Cardellini ein Bonus gegeben da ich die Frau sehr gerne sehe – aber ich kann ebenso jeden verstehen der die Nummer lieber auslassen will,

Fazit: Solide Horrornummer ohne Kanten und Ecken und mit stetigem Jumpscare Einsatz!

Midsommar

Alle 90 Jahre wird in einem schwedischen Dorf für neun Tage lang die Sommersonnenwende gefeiert. Christian (Jack Reynor) reist dazu mit seiner Freundin Dani (Florence Pugh) an. Vor Ort erwarten sie jedoch furchtbare Rituale und der blanke Horror …

Dies ist einer der Fälle in denen man zwar den Film beschrieben kann, bei dem es aber letztlich restlos individuell ist wie weit man etwas damit anfangen kann. Die Story geht nur um ein paar Studenten die eher zufällig an einer kultischen Veranstaltung in Schweden teilnehmen nd bald bemerken daß die dortigen Rituale blutige Ausmaße annehmen. Das könnte auch der Plot eines schlichten Videothekenfilms sein den man sich so beiläufig anschaut, aber so ist der Film dann gar nicht gedacht oder zu verstehen. Es geht nicht um die Handlung, es geht um die Inszenierung. Die Farben, der Aufbau, die Stimmung – das erzeugt eine unheimliche Faszination und Spannung. Allerdings nimmt sich der Film für das was er da macht extrem viel Zeit und die entsprechende Geduld muß man erstmal auf bringen können. Eine Stunde lang passiert dabei nämlich gar nichts, danach brechen plötzlich unerwartete Schocks und Splattermomente über die Figuren herein. Wer sich darauf entsprechend einlassen kann kann ein wundervolles Kinoerlebnis genießen, ebenso sehr könnte dies auch von vielen als absolut langweilig gesehen werden, was auch an den mitunter etwas bleich wirkenden Figuren liegen kann Letztlich ist es den Versuch aber wert.

Fazit: Sehr spezielle Geschichte die einen unheimlichen Ruashc entfesselt.
Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=A1uVkkipoCU

47 Meters Down

Die Schwestern Lisa (Mandy Moore) und Kate (Claire Holt) machen Urlaub in Mexiko. Abenteuerlustig lassen Sie sich auf eine riskante Sache ein: sie tauchen mit einem Käfig um Haie zu schauen. Leider reisst dabei das Seil – und die Frauen sind gefangen auf dem Meeresgrund, umgeben von Haien …

Eigentlich bewegt sich der Film aus ausgelatschten Pfaden: es ist ein Haifilm, eine typische Geschichte in der zwei recht normale Menschen bei einem Tauchgang in die Misere geraten und von einem Hai attackiert werden. Das hat es schon in zahlreichen Varianten gegeben, mal teuer, mal billig, mal blutig und mal albern. Dieser hier baut sein Szenario schleppend auf und macht einem die Hauptfiguren auch nicht gerade sagenhaft schmackhaft: zwei bleiche Partygirls, eine mit Liebeskummer, die jetzt nicht furchtbar unsympathisch daherkommen, aber eben auch nicht gerade Begeisterung auslösen. Wenn es dann unter Wassert geht wird es aber spannend: der Film bleibt sich an den beiden dran und versucht ein realistisches Szenario zu entwerfen in dem sich die betroffenen irgendwie herauswinden können. Das fllt optisch nicht so irre aus, weils eben einfach nur dauerhaft blau ist, kann aber durchaus die ein oder andere Schweißperle erzeugen. Ob man das leicht unkonventionelle Ende mag oder nicht muß man für sich selsbt entscheiden.

Fazit: Seichte Figuren in spannender Hai-Bredouille!