Archiv der Kategorie: Horror

Darkman III – Die Darkman Die

Peyton Westlake (Arnold Vooslo) attackiert und zerschlägt Gangsterbanden um deren Finanzen für seine Forschung nach einem dauerhaften Hauttransplantat zu nutzen. So gerät er auch mir dem brutalen Peter Rooker (Jeff Fahey) aneinander. Im Laufe dieses Kampfes gerät Westlake an Rookers Familie …

Der erste Darkman Film ist ein Klassiker meiner Jugend gewesen den ich endlos oft angeschaut habe weil ich ihn als TV-Aufzeichnung vorliegen hatte – dort spielte noch Liam Neeson den Titelhelden. Die zwei Fortsetzungen die direkt für den Videomarkt produziert wurden habe ich damals nur einmal geschaut und kaum in Erinnerung behalten. Nun habe ich nach über 20 Jahren mal einen zweiten Blick drauf geworfen und muß natürlich zugeben: ein wirklich guter Film ist dies nicht. Aber ein sehr zeitgemäßer und einer der einen absurden Charme besitzt. Daß der Film ab 18 ist kann man bei dem bestehenden Gewaltfaktor nur müde belächeln, die Story ist ein simples Gut gegen Böse Szenario vom Reißbrett. Es ist obendrein etwas irritierend daß Arnold Vosloo als Held auftritt da er eigentlich nur für Schurkenrollen bekannt ist. Aber trotz allem hat der Film mir aus heutiger Sciht gefallen, einfach weil die Musik, die Farbgebung und die Stimmung mich kurzweilig in meine Jugend versetzt haben.

Fazit: Trashiger Unsinn mit düsterer Stimmung und klischeetriefenden Zutaten!

Color out of Space – Die FARbe aus dem Weltall

Nathan (Nicolas Cage) und Theresa Gardner Joely Richardson) wollen ein ruhigeres Leben auf einer Farm beginnen. Während der Anfangsarbeiten dort schlägt ein Meteorit ein. Die Folgen sind merkwürdige Farbereignisse die auf Menschen eine bedrohliche Wirkung haben …

Ganz offen gestanden habe ich keien Ahnung von Lovecraft, seiner Gedankenwelt und seinen Werken, mir ist bislang unr der Name, aber kaum ein Werk bewußt untergekommen. Dieser hier ist mir wohl auch in erster Linie wegen des Hauptdarstellers aufgefallen: Nicolas Cage. Die Story ist dabei gleichermaßen sehr schlicht wie auch sehr effektiv: eine außerirdische Macht die wie eine Farbe erscheint lande auf einer Farm und verbreitet etwas nicht greifbares, daß eine Familie und einige andere Leute befällt und dann den ultimativen, puren Wahnsinn auslöst. Dabei ist überraschend welche Haken und Wendungen der Film schlägt, was die inhaltliche Richtung angeht: aus ein wenig Fantasy wird, Grusel, Msytery, Body-Horror bis hin zum puren, effektlastigen Wahnsinn. Das ist ungemein atmosphärisch, effektiv und auch sehr hässlich. Zusammengehalten wird das von einem wie eh und je absolut überdrehten Nicolas Cage der dem ganzen seine typische, trashiges Performance draufdrückt.

Fazit: Volles Paket an vielseitigen Horroraspekten mit einem überragenden Nicolas Cage und viel 80er Jahre Trash!

Black Christmas

An Weihachten ist der Campus des Hawthorne College fast leer, nur Riley (Imogen Poots) und ein paar Freundinnen bleiben in ihrem Verbindungshaus. Dier Feierlichkeiten nehmen ein abruptes Ende als sie von einem unbekannten Killer attackiert werden …

Als Teenager wäre ich an diesen Film sicherlich hibbelig und voller Begeisterung herangegangen. Ich liebte damals die ganzen Slasherfilme der 80er und 80er und das stetige Suchen nach „Wer steckt unter der Maske“ – das Original von „Black Christmas“ habe ich allerdings nie gesehen. Was ich jedoch geschaut habe ist das Remake daß es ein paar Jahre später gab, dieses mißfiel mir aber völlig. Wer hätte gedacht daß dieser hier da noch „drunter“ kommt … vielleicht lag es aber an den Erwartungen. Generell war der Film durchaus brauchbar im Ansatz, insbesondere daß er eine Hauptfigur mit Vergewaltigungsbackground ins Zentrum setzt. Dieser Ansatz bringt aber nicht viel, da der Film gähnend langweilig bleibt – und bei gerade mal 88 Minuten Laufzeit fast eine Stunde braucht um so etwas wie eine spannende Situation zu erzeugen. Diese aber nützt dann auch nichts da dann ein fieser Twist einsetzt der den Film in eine ganz andere, absolut lächerliche Richtung schiebt – mit dem war ich dann restlos raus. Und da der Film auch noch jugendfrei inszeniert ist kann man sich nicht mal an entsprechenden Kills erfreuen.

Fazit: Für den Spaß an diesem Film sehe ich schwarz – nicht nur an Weihnachten!
Rating: ★☆☆☆☆

Der Leuchtturm

In den 1890er Jahren treten Leuchtturmwärter Thomas Wake (Willem Dafoe) und sein neuer Gehilfe Ephraim Winslow (Robert Pattinson) eine Schicht auf einer kleinen Insel an. Thomas läßt dabei Ephraim alle niederen Arbeiten verrichten was stetige Spannung erzeugt. Dann droht sich durch Wetterumstände die Schicht zu verlängern …

Ich gebe ja immer gerne zu wenn ich nicht den richtige Zugang in einen Film finde, das trifft hier wohl zu. Aber ich erkenne schon was das Konzept darstellt: es ist ein stimmungsvoller Horrorfilm über zwei Männer die isoliert sind. Dabei wird auf eine Menge Stilmittel zurück gegriffen: der Film ist in schwarz / weiß und das Bildformat ist 4:3 wodurch ein hohes Gefühl der Enge und Klaustrophobie entsteht. Mit zwei Darstellern die nicht mögenswert sind, wenig gesprochenen Worten und einer gruseligen Soundkulisse entwirft der Film zwei fiese Filmstunden die packen, begeistern und faszinieren, aber nicht leicht zugänglich sind und so manchem Zuschauer vielleicht zu sehr von den Schaugewohnheiten abweichen.

Fazit: Faszinierende Stimmung und Inszenierung, aber ebenso mit einer einskalten Austrahlung!

Rating: ★★★★☆

Halloween Haunt

In der Halloweennacht wird Harper (Katie Stevens) von einigen Freunden überredet in ein Horrorhaus zu kommen wo sie einen unheimlichen Parkour absolvieren müssen. Recht schnell wird klar daß der vermeintliche Spaß blutiger Ernst ist …

Der Film kam an Halloween in die Kinos und ich kann es voll verstehen, dies ist exakt der Stoff den man sich zu diesem Anlass geben kann: ein paar Jugendliche geraten in ein Geisterhaus welches Spaß verspricht, die abgezogene Gruselshow scheint aber dann doch ernst und blutig zu werden. Die einzigen Probleme die der Film haben dürfte: einerseits sind sowohl Darsteller wie auch Charaktere kreidebleich und völlig austauschbar, ein Subplot mit einem Stalker verläuft gänzlich im Nichts und insgesamt ist die Nummer nicht nennenswert originell. Auf der anderen Seite ist das Ganze aber durchweg effektiv: die Masken der Bösen sind unangenehm, die Fallen blutig und die Atmosphäre ist dicht und funktioniert. Langfristig hat das zwar keinen Effekt, als unkomplizierter Old-Schoo Spaß taugt das aber bestens.

Fazit: Völlige Horrorblaupause die auf ihren eingeschränkten Pfaden alles richtig macht!

Rating: ★★★☆☆

Der Schacht

Goreng (Ivan Massagué) landet in einem futuristischen Gefängnis bei dem er in einer Zelle sitzt durch die täglich eine Plattform mit Essen fährt – und je weiter er unten sit desto weniger wird er davon bekommen. Er sucht nach Möglichkeiten das unmenschliche System zu unterwandern …

Ein eigentlich sehr spezieller Film der sich zur Netflix-Sentsation entwickelt hat. Das mag damit zu tun haben daß dieser Festival-Titel bei „kinoplus“, einer namhaften deutschen Kinosendung besprochen wurde, zum zweiten daß er zu Zeiten der Coronakrise auf Netflix erschien und sich irgendwie zum Hit mauserte. Nach anschauen kann ich das zwar logisch verstehen, aber nicht so ganz teilen. Der Film hat eine hässliche Umgebung, unangenehme Figuren und ein komplett entmenschlichtes Szenario. Dies ist kein typischer Horrorfilm sondern immerhin eine Kopfnuss an der man als Zuschauer ein paar sehr spannende Denkansätze über gesellschaftliche Klassen bekommt und wie die Oberschicht mit der Unterschicht umgeht. Das führt zu langen, manchmal scharfzüngigen Dialogen die sioch dann in ein blutiges Szenario steigen. Durch die einfache Verfügbarkeit kann man es durchaus mal damit versuchen, das Risiko daß man den Film dann aber schnell ausmacht und nichts damit anfangen kann ist gegeben. Zumal die tiefergehenden Ansätze zum Ende hin recht strikt erklärt werden und damit einiges von der Faszination einbüßen.

Fazit: Ein kleines Festivalhighlight daß wohl ungewollt zum Mainstream Hit geworden ist!

Rating: ★★★☆☆

47 Meters Down 2 – Uncaged

Mehrere Frauen reisen nach Brasilien um an der Küste von Recife zu tauchen. Insbesondere fasziniert sie eine Unterwasserruine – allerdings wissen sie nicht daß genau dort eine bösartige Hai Spezies beheimatet ist …

Der Film betitelt sich zwar als Sequel, hat aber mit dem ersten Teil nur das Thema gemein: Menschen die im Wasser hilflos einer Haiattacke ausgeliefert sind. Dabei wird etwas variiert: es sind diesmal ein paar Personen mehr, statt im offenen Meer sind diese in einer Art Höhle unterwegs … und das wars dann auch schon fast. Es kommen die Haie, es bricht Panik aus und die Figuren werden schrittweise dezimiert in den unglücklichsten Momenten und Szenarien. Das läßt einen eher kalt weil die Figuren an sich uninteressant und ohne Kanten oder Ecken sind, als reines „Dramaturgiefutter“ kann man sie aber dann doch nehmen und mitfiebern. Das alles ist dabei solide und spannend inszeniert, aber ohne Tiefe: man hofft eben daß die Mädels irgendwie durchkommen, es tut aber auch nicht weh wenns nicht so kommt.

Fazit: Standard Hai Thriller mit bleichen Figuren, aber ungewöhnlichem Umfeld und einer gewissen Härte!

Brahms – The Boy 2

Liza (Katie Holmes), Joseph (Ralph ineson) und Jude (Christopher Convery) ziehen in das Heelshire Mansion auf dem englischen Land, ohne die furchtbare Vorgeschichte zu kennen. So denken sie sich nichts als Jude eine alte, weiße Puppe dort findet …

Auf dieses Sequel hat wohl keiner gewartet und gehofft: der erste Teil des Puppenhorrors war ein solider Film ohne nennenswerte Besonderheiten der lediglich mit einer passablen Schlußpointe was reißen konnte. Dieses Ende von Folge 1 macht es aber eigentlich schwierig der ganzen Kiste noch etwas anzuhängen – trotzdem wird es hier versucht. Eine neue Familie zieht nach einem traumatischen Erlebnis zufällig in das Haus in dem die Vorfälle passierten und stößt auf die Reste, in dem Falle ist es eben dass der traumatisierte Junge ein Verhältnis mit der bösen Puppe beginnt. Und da man als Zuschauer weiß was es mit der Puppe einst auf sich hatte, dieser Punkt aber nicht hinter den Vorfällen steckte sitzt man nochmal 80 Minuten interessiert ab um zu wissen was denn nun diesmal mit der Puppe nicht stimmte. Auf dem Weg dahin hakt man wirklich jedes noch zu kleine Klischee des Puppenhorrors ab ohne zu irgendeinem Zeitpunkt in Gefahr zu geraten etwas originelles zu entdecken. Das gilt dann auch für das große Finale – abgesehen von den schlechten Effekten ist der inhaltliche Teist absolut lächerlich. Deswegen: wer den Erstling mochte kann mal einen Blick riskieren, aber nur vertrautes in kaum neuem Gewand vorfinden, wer mehr als drei Horrorfilme kennt kann diesen hier getrost auslassen.

Fazit: Durchweg solide Abarbeitung aller typischen Horrorklischees ohne irgendwelche eigenen Impulse!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=lOiLI1IX3lE&t=1s

One Cut of the Dead

Nachwuchsregisseur Higurashi (Takayuki Hamatsu) reist mit seinem Crew in eine Fabrikanlage aus dem Zweiten Weltkrieg um einen Zombiefilm zu schauen. Das wird jedoch zu einer blutigen Angelegenheit als echte Zombies auftauchen …

Dieser Film wurde mir stets wärmstens empfohlen, allerdings immer mit dem Zusatz: die ersten dreißig Minuten muss man durchhalten, aber dann lohnt es sich … ich verstehe was gemeint ist. Dieser Film hat eine beeindruckende Eröffnungssequenz die im Grunde eine halbe Stunde lang ist, erzählt eben den Angriff von Zombies auf ein Filmteam in Echtzeit und mittels einer einzigen, ewig langen Kamerafahrt. Danach macht es in der Tat Klick und man ist in einem restlos anderen Film. Ich möchte hier aber nicht ausführen worin. Sagen wirs aber so: ich selber teile die Liebe für koreanische Filme nicht, kann aber die Begeisterung hierfür im wesentlichen Verstehen. Es ist eine Liebeserklärung ans Filmemachen und in dem Sinne keine direkte Komödie, bringt aber viele spannende Aspekte wie es hinter den Kulissen läuft auf den Punkt. Daher muß man schon ein wenig Offenheit an den Tag legen, aber wer durchhält bekommt in der Tat ein lohnendes Ergebnis.

Fazit: Im Grunde mehrere Filme in einem – und ergibt im Gesamten einen sehr spaßigen Film!

The Lodge

Richard (Richard Armitage) verlässt seine Frau Laura (Alicia Silverstone) für seine neue jüngere Freundin Grace (Riley Keough), worunter deren Kinder Mia (Lia McHugh) und der ältere Aidan (Jaeden Martell) leiden. Als diese mit Grace alleine sind haben sie einen furchtbaren Plan …

Atmosphäre kann sich sehr gut in einen Kinosaal verlagern, daß geschieht hier auch sehr exzellent … allerdings in unangenehmer Form. Drei Menschen sitzen dort isolier tin der Eiseskälte aufeinander und das schneegepeitschte Umfeld strahlt eine Kälte und einen Frost aus daß man als Zuschauer ebenso anfängt zu frösteln. Wobei hier nichts die menschliche Kälte toppt: wie hier die besagten Personen sich belauern und gegenseitig kalt behandeln ist ultrahart. Dabei ist man als Zuschauer leider relativ orientierungslos: sind dies zwei Kinder die einer Frau einen gemeinen Streich spielen; oder ist dies eine gestörte Person der zwei Kinder hilflos ausgeliefert sind? Daraus mag der Film eine Menge Spannung gewinnen, man weiß aber auch nicht wo man eventuelle Sympathien hinpacken kann. Trotzdem folgt man dem ereignisarmen Verlauf bis es im letzten Drittel dann zu einem knochenharten Showdown kommt der einem die Schuhe auszieht. Darstellerisch ist das alles erste Klasse;ebenso dicht ist die Atmosphäre nd auch wenn der Film im Mittelteil etwas durchhängt rettet das krasse Finish alles. Da verzeiht man auch daß die optische Aufmachung sehr stark von „Hereditary“ abgekupfert ist.

Fazit: Irgendwo zwischen Horror und brutalem Psychothrill arbeitender Film mit Durchhänger in der Mitte, aber ultrahartem Abschluß!
4 Punkte

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=l_4fGG5ZgwE