Archiv der Kategorie: Horror

Crawl

Haley Keller (Kaya Scodelario) reist an die Küste von Kalifornieren um ihren in einem Sturm vermissten Vater Dave (Barry Pepper). Sie findet ihn im Keller seines überfluteten Hauses – ebenso wie einige Alligatoren …

So ein guter Beginn, so ein derber Absturz: der Film baut in wenigen Minuten ein einfaches, aber extrem funktionales Szenario auf: eine junge Frau und ihr schwer verletzter Vater sind in einem Haus in dem langsam der Wasserpegel steigt und durch das Alligatoren schwimmen. Leider versaut sich der Film den großartigen Aufbau durch eine endlose Abfolge an unglaubwürdigen Momenten: extreme Verletzungen die sich scheinbar folgenlos abbinden lassen und nicht weiter stören, ein extrem verwinkeltes und unübersichtliches Umfeld, keine klare Information darüber wie viele Alligatoren sich dort befinden und extrem schlechte Charakterentscheidungen die wohl auf einem lausigen Skript basieren … jede einzelne dieser Tropen wäre wohl zu ertragen und nicht weiter erwähnenswert, allerdings treten sie hier in einer Heftigkeit auf die den Film stark schadet. Was eben schade ist: als kleiner, dreckiger Horrorfilm taugt er, hat ein paar gute Jumpscares und ist kurzweilig – wenn man das Hirn ausgeschaltet läßt geht es wohl klar.

Fazit: Atmosphärisch dichtes Minimalszenario mit scheußlichem Skript!Rating: ★★★☆☆

Der Werwolf von Tarker Mills

In der Kleinstadt Tarker Mills werden nach einer Vollmondnacht mehrere Leichen gefunden. Rollstuhlfahrer Marty Coslaw (Corey Haim) glaubt daß es ein Werwolf war, findet aber niemand der ihm glaubt. Also versucht er dies mit seiner Schwester Jane (Megan Follows) zu beweisen …

Ich liebe Filme der 80er Jahre und habe diesen hier vorher nie gesehen. Nun, mit 33 Jahren auf dem Tacho, erreicht mich dieser Titel als ganz besondere Nostalgiebombe: die grottigen Puppeneffekte und Verwandlungsszenen, die Frisuren, die Musik und die Darsteller … alleine das begeistert mein Herz. Inhaltlich gibt es da nicht so viel; aber eben auch nicht so viel was man ankreiden kann: eine komplett standartisierte 08/15 Horrorstory über einen Werwolf der ein Kaff terrorisiert. Die Besonderheit ist lediglich daß die Hauptfigur dabei im Rollstuhl sitzt – ansonsten reiht der Film brav eine Attacke an die nächste, wirft hier und da mal ganz schön amtlich das Kunstblut auf die Leinwand und interssiert sich insbesondere für die wachsende Angst unter den hilflosen Dorfbewohnern. Das ist aus heutiger sich wohl eher putzig als bedrohlich, aber trotzdem durchweg vergnüglich.

Fazit: Schlichte Standard-Gruselstory mit hohem Charmeanteil!

Stephen King’s The Shining

Jack Torrance (Jsteven Weber) übernimmt die Stelle des Hausverwalters in einem abgelegenen Hotel in Colorado und hofft in der Ruhe ein Buch zu beenden. Für seine Frau Wendy (Rebecca DeMornay) und den sechsjährigen Sohn Danny (Courtland Mead) häufen sich schnell die Anzeichen daß im Hotel etwas nicht stimmt – und in der Tat scheint Jack mehr und mehr den Verstand zu verlieren …

Die gute Nachricht: es ist wirklich ein komplett anderer Film. Ich habe die Buchvorlage nie gesehen, lediglich den Kubrik Film. Stephen King konnte Kubricks Version nie leiden, daher war er wohl auch eine der treibenden Kräfte als es um die Realisierung dieses Films ging. Ich kann respektieren daß eine Lauflänge von drei Teilen und gut viereinhalb Stunden genug Fläche ist um eine Vision entsprechend auszuführen – leider bekomme ich trotzdem keinen Kopf in die Thematik. Es ist nicht uninteressant die Hauptfigur ausgebaut zu bekommen, mit einer entsprechenden Vorgeschichte was Alkoholismus angeht, aber für mich vereint sich der Film bei einem altbekannten Thema: ein paar Menschen sitzen isoliert in einem Hotel und werden langsam irre. Dabei wird auf TV Niveau langsam Gruselaufgebaut, es gibt ein paar Mystery Momente und es wird niemals wirlich „hart“. Deswegen: ich hoffe Stephen King (der auch einen Cameo Auftritt hat) ist hiermit zufrieden und ich denke daß derjenige der ein wenig kurzweiligen Grusel sucht hier zufrieden ist.

Fazit: TV Version die wohl inhaltlich deutlich nöher an der Buchvorlage agiert!

The Shining

Jack Torrance (Jack Nicholson) übernimmt die Stelle des Hausverwalters in einem abgelegenen Hotel in Colorado und hofft in der Ruhe ein Buch zu beenden. Für seine Frau Wendy (Shelley Duvall) und den sechsjährigen Sohn Danny (Danny Llloyd) häufen sich schnell die Anzeichen daß im Hotel etwas nicht stimmt – und in der Tat scheint Jack mehr und mehr den Verstand zu verlieren …

Ich schaute diesen Film einmal im Teenageralter und war damals nicht nenneswert beeindruckt. Nun, über 20 Jahre später habe ich es mit einem Reatch probiert und bin zumindest ein Stück weiter: ich kann verstehen warum dieser Film mich damals kalt ließ, das sind die kaum vorhandenen inhaltlichen Geschehnisse: eine Familie überwintert in einem Hotel, der Vater wird irre und attackiert seine Familie – mehr ist es nicht. Aber der Film ist natürlich ein Meisterwerk der Inszenierung: wie hier mit langen, ausgiebigen Kamerafahrten und großen Sets das Hotel zum Leben ereckt und abgefilmt wird und wie insbesondere durch die Musik eine unglaubliche Hochspannung erzeugt wird ist atemberaubend. Nicht zuletzt sei das sagenhafte Spiel von Jack Nicholson erwähnt. Trotzdem könnte ich mir vorstellen: wenn nun jemand versucht diesen Film nue zu entdecken könnte er sich mit heutigen Sehgewohnheiten beißen.

Fazit: Atmosphärisch dicht und von den Darstellungen her absolut an die Substanz gehend.

Rating: ★★★★☆

Rhea M – Es begann ohne Warnung

Der Komet „Rhea M“ passiert die Erde und löst ein Eigenleben in elektronischen Geräten aus. So werden Bill Robinson (Emilio Estevez) und diverse andere in einem Raststätte durch brutale LKWs bedroht …

Stephen King ist ein Gott des Schreibens und hat das Horrorgenre nachhaltig geprägt. Hier wollte er wohl seine Vielseitigkeit erweitern und probiert sich als Regisseur bei einer seiner Umsetzungen. Daß das nicht unbedingt ein Hit wird war zu befürchten, aber wie katastrophal der Film ausgefallen ist überrascht dann doch. Langweilige Figuren die miserabel gespielt sind hängen in einem Diner rum während draußen LKWs im Kreis fahren – damit kann man dann schonmal ne Filmlänge absitzen. Wobei man nicht weiß was ulkier ist: die grottigen und schlechten Bluteffekte oder der Umstand daß der Schrott glatt ne Freigabe ab 18 hat …

Fazit: Unerträglich öde und in jeder Hinsicht lächerlich!
Rating: ★☆☆☆☆

Child’s Play

Karen (Aubrey Plaza) schenkt ihrem Sohn Andy (Gabriel Bateman) eine „Buddi doll“ zum Geburtstag – Andy stellt aber schnell fest daß mit der Puppe etwas nicht stimmt. Schon bald passieren unheimliche Morde hinter denen anscheinend die Puppe selbst steckt …

Hier muß man sich die Frage stellen: will ich bei eienr Neuauflage einfach nur das altbekannte in variierter Form oder möchte ich einen komplett neuen, eigenständigen Film? Im Falle von Child’s Play trifft letzteres zu: außer dem Namen der Hauptfigur und der Puppe und deren Design gibt’s nicht was mit dem Original überein kommt. Der Film müßte nichtmal ein Chucky Film sein, er würde auch unter anderem Namen restlos funktionieren: im Kern geht esum ein Spielzeug mit einer KI die sich mit einem Smarthome verbinden kann und was passieren würde wenn deren Sicehrheitsvorkehrungen ausgeklickt würden. Kein Voodoo, kein Serienkillergeist wie in den Vorgängern, sondern einfach nur eine technische Fehlfunktion. Daraus entsteht kein wirklich origineller, aber in Maßen passabler Plot. Mein größtes Problem ist das Verhalten der Hauptfigur die zwar toll gespielt ist, aber sich furchtbar verhält: unheimliches Verhalten der Puppe wird ignoriert, Gewalttaten werden nicht weiter beachtet und ein begangener Mord mit Eigenverschulden wird einfach mal so ignoriert … ne, damit komme ich soweit nicht klar. Ebenso wenig wie mit dem Puppendesing daß es schafft mit einer Mischung aus Puppen und CGI einen Uncanney Valley Effekt bei einer Puppe zu kreieren. Und trotz der holprigen Dramaturgiemd er geringen Spannung und dem stetigen Einsatz von Jumpscares hat der Film dann doch eine Sache welche die Fans restlos begeistert: einige sehr makabere und hammerharte Splattermomente.

Fazit: Inhaltlich ein Graus, der manchmal sprunghaft wachsende Gewaltfaktor könnte aber entsprechende Fans begeistern.

Rating: ★★☆☆☆

Annabelle 3

Judy Warren (Mckenna Grace) ist die zehnjährige Tocher der Dämonologen Ed (Patrick Wilson) und Lorraine Warren (Vera Farmiga). Eines Abends als die Eltern nicht daheim sind entfesselt die Puppe Annabelle einen bösartigen Spuk im Hause der Warrens …

Mit diesem Film wächst auch das Conjuring Thema auf 7 Filme ran. Den roten Faden bilden wohl die „Conjuring“ Filme selbst die vom Ehepaar Warren erzäählen die als Geisterjäger böse Geister und verflcuhte Artefakte aus dem Verkehr ziehen und in ihrem Haus lagern. Zu manchen dieser Geister und Dingen gibt’s dann eben die entsprechenden Ablegerfilme. Dieser hier wirkt dann im ersten Moment wie ein verfrühter „Conjuring 3“ da die Warrens darin auftauchen; allerdings sind die nur kurz am Anfang und am Ende zu sehen. Im Zenturms stehen ein paar Mädchen die im Hause der Warrens die Nacht verbringen und deine typische filmische Geiserbahnfahrt erleben als die Puppe Annabelle und eben auch diverse andere Wesen aus ihem „Gefängnis“ entkommen. Das dauert fast den halebn Film bis der Spuk losgeht und eigentlich nur in Szenen mündet der Leute zeigt die durch leere, dunkle Zimmer gehen bevor irgendeine Bedrohung auf sie einstürzt. Dabei tue ich ich schwer ie Bedrohung zu erfassen: wenn z:b. Eine Figur vor einem Werwolf in einen Hühnerstall flieht weiß ich nicht ob dies nur ein Geist ist oder ob ihm wirklich physische Gefahr droht. Isgesamt hatte ich den Eindruck da0ß der Film vorrangig dazu dienst Horrorgestalten aus der Kammer der Warrens vorzuführen zu denen man noch Extratritel nachschieben könnte … erzählerisch bringt der Titel eigentlich garnichts.

Fazit: Einige passable Gruselmomente, ansonsten farblose und uniteressante Geisterbahnfahrt mit schlichter Anbindung a eine populäre Reihe.

Rating: ★★☆☆☆

The Possession of Hannah Grace

Megan Reed (Shay Mitchell) war einst Polizistin, arbeitet aber nun in der Nachtschicht einer Leichenhalle. Dort wird die Leiche von Hannah Grace eingeliefert die bei einem Exozismus gestorben ist. Schon bald bemerkt Megan jedoch daß das Böse in Hannahs Körper noch existiert …

Typische Horrorkomponenten neu zusammengeschraubt: eine Leichenhalle ist schon mal ein guter Ort für Grusel, dann wird dort noch eine dämonische, besessene Leiche angeliefert und als Heldin haben wir eine traumatisierte junge Frau die im Grunde schon genug am Hals hat, dann aber eben auch noch diese Hölle miterleben muß. So klingen nicht wirklich große Blockbuster, wohl aber solide kleine Horrorfilme für den Herrenabend. Und als solcher funktioniert die Slasher Nummer auch bestens, sofern man es unterlässt allzu viele Fragen über Sinn, Verstand und Logik zu stellen. Oder warum „Castle“ Star Stana Katic hier eine eher unglückliche Nebenrolle abgegriffen hat … ach, lohnt nicht.

Fazit: Austauschbare Huch und Buh Nummer, solide und atmosphärisch, aber ohne nennenswerte Nachwirkung!

The Prodigy

Sarah und John Turner staunen über die unfassbaren Fähigkeiten die ihr Sohn Miles an den Tag legt. Schon bald glauben sie aber daß dessen Begabungen einen gefährlichen und dunklen Ursprung haben …

Die Story und der Inhalt klingen so altbekannt da man dabei schon wegschalten möchte: ein kleiner Junge zeigt bösartige, unheimliche Verhaltensweisen. Fortan ist seine Filmmutter und auch der Zuschauer auf der Suche nach einer Lösung: ist der Junge einfach nur böse? Steckt etwas anderes? Womöglich etwas übersinnliches? Ist eigentlich egal was, die Hauptsache ist daß die Zeit bis zur Enthüllung halbwegs spannend bleibt. Und das kriegt der Film hin. Zwar unter Einsatz vieler bekannter „Teufelskind“ Film Versatzstücke, aber diese werden hier allesamt korrekt und gut angebracht. Gewalt gibt’s dabei nicht so sehr, erst zum Ende hin wird’s an der Stelle etwas rabiater, bis dahin gibt’s eine stetig ansteigende Spannungskurve und eine sehr gekonnte Szene in einer Psychiaterpraxis. Lediglich bei der weiblichen Hauptfigur kann man Abstriche machen: „Orange is the new black“ Star Taylr Schilling macht das alles zwar solide, aber erreicht nicht die Intensität vergleichbarer Darstellerinnen.

Fazit: Xte Variante eines Teufelskinds daß zwar klein, aber sehr effektiv ausfällt!
Rating: ★★★★☆

Brightburn

Das kinderlose Paar Tori (Elizabeth Banks) und Kyle (David Denman) findet im Wald einen Meteoriten in dem ein kleines Kind liegt. Sie nehmen den kleinen Brandon (Jackson A. Dunn) bei sich auf und ziehen ihn auf. Dann aber zeigen sich merkwürdige Verhalten und Fähigkeiten bei dem Jungen – ebenso beginnt eine grausame Mordserie …

Das Konzept ist großartig und genial: der Film nimmt die typische Superman Grundstory und verdreht sie ins negative: was wäre wenn der Außerirdische böse wäre und seine Kräfte gegen die Menschen einsetzt? Tolle Idee. Aber leider reizt der Film seine Möglichkeiten nicht aus. Die Figuren sind ok, aber man baut keine echte Bindung auf. Die Story ist kaum vorhanden und nutzt diverse Aspekte des Superman Mythos für grausame und extrem blutige Momente was zumindest den Horrorfan begeistern dürfte. Am Ende reihen sich hier einfach ein paar typische „böses Kind“ Aspekte zu einem kurzweiligen und harmlosen, aber ebenso schnell vergessenen Horrorfilm zusammen der zumindest mit seinem 90er Slasherfilm Look zu begeistern weiß.

Fazit: Schade: aus der großartigen Idee wird leider nur eine kleine Gruselnummer!

Rating: ★★★☆☆