Archiv der Kategorie: Horror

Pay the Ghost

Englischprofessor Mike Lawford (Nicolas Cage) steckt immerzu in Arbeit und vernachlässigt deswegen sogar oftmals seine Familie – daher ist es ihm umso wichtiger seinen Sohn Charlie (Jack Fulton) zu einer Halloweenparade zu begleiten. Dort verschwindet sein Sohn spurlos – und selbst ein Jahr später ist der Junge weg und Mike wird von Schuldgefühlen und merkwürdigen Visionen geplagt …

Nicolas Cage zahlt wieder mal ein paar Schulden ab mit einem schnell verdienten Gehaltscheck. Hierbei kann man aber einen Funken Fairneß anbringen: klar, er spielt eine schlichte, unbedeutende Rolle in eine schlichten, unbedeutendem Film die er auch mit keinem Funken seiner individuellen Art ausfüllen kann, aber trotzdem ist dieser Film auf dem Sektor seiner schlechten Streifen einer der besseren. Eine völlig austauschbare Geschichte, eine typische Geisternummer mit ein paar netten Gruselmomenten deren größter Schocker die Anwesenheit von Veronica Ferres ist. Wenn man es mal versucht hat man den Film zwar nach ein paar Minuten vergessen, aber bis dahin eine solide Zeit gehabt.

Fazit: Solide Gruselnummer, zwar seicht und austauschbar aber stabiler Standard!

It comes at Night

Paul (Joel Edgerton) hat sich mit Frau Sarah (Carmen Ejogo) und Sohn Travis (Kelvin Harrison Jr.) in den Wald zurück gezogen nachdem eine bösartige Krankheit ausgebrochen ist. In diese Abgeschiedenheit platzen eines Tages Will (Christopher Abbott) Kim (Riley Keough) und Andrew (Griffin Robert Faulkner) – und schon bald tun sich unerträgliche Spannungen auf …

Da stand ich ja geradezu unter Druck als ich den Film sah, einfach weil ich mich genötigt fühlte diese Nummer als die unglaublichste Horrornummer seit langem zu empfinden. Allerdings war es ein Film wie ich ihn kaum mag: mit simplem Budgert und wenigen Darstellern und Schauplätzen realisiert, mit einer soliden, aber nicht wirklich ausufernden Story und passablen Darstellerleistungen. Das Problem ist daß es oftmals Leute gibt die solche kleinen Filme zu ultimativen Kultstreifen aufjubeln, ihn toll finden weil es anscheinend cool ist ihn toll zu finden – und wenn ich dann jetzt ankomme und sage „War ok, mehr nicht“ laufe ich Gefahr als Spinner abgeurteilt zu ewrden. Aber muß ich wohl riskieren: mir hat der Film leider wirklich nichts gegeben. Langweilig wars nicht, auch in gewissem Masse spannend, aber eben keinen Deut mehr und auch trotz der guten Kritik war das Einzige was mich am Ball gehalten hat das krasse Ende. Insofern: wer auf dreckige, kleine Independentfilme steht kanns mal versuchen, wer Horror oder generell unbequeme Filme nicht mag sollte lieber Abstand halten.

Fazit: Für Fans spezieller Filme sicherlich ein Highlight, für den normalen Horrorkonsumenten etwas zu speziell!

The Strangers – Opfernacht

Kinsey (Bailee Madison) soll aufs Internat geschickt werden und vorher noch einen Urlaub mit Mutter Cindy (Christina Hendricks), Vater Mike (Martin Henderson) und Bruder Luke (Lewis Pullman) verbringen. Vor Ort erwarten sie jedoch die Psychopathen Dollface (Emma Bellomy), Pin-Up Girl (Lea Enslin) und The Man in the Mask (Damian Maffei) die eiskalt beginnen die Familie zu terrorisieren …

Der este Film ist für mich mit einer ganz kleinen Anekdote verbunden: ich sah ihn damals nachdem ich aus einem Einzimmer Appartement in eine Wohnung mit mehreren Räumen gezogen war und hatte nachts nach Konsum des Films Angst in den benachbarten Schlafraum zu gehen – so intensiv empfand ich ihn. Auch das Grundprinzip daß zwei Menschen den drei Psychopathen wehrlos ausgeliefert sind und sich nicht gemäß der Standardreegeln zur Gegenwehr setzen gefiel mir. Im Sequel geht’s dann doch konventioneller zu: Schauplatz ist ein leerstehender Trailerpark an einem See, eine arme Familie erscheint dort und gerät recht schnell in die Bedrängnis. Ich mag daß man keine aufwendigen Aufbauszenen einfügt, sondern sehr schnell zum Punkt kommt: bei gerade 85 Minuten Laufzeit geht der Alptraum nach knapp 20 Minuten los und setzt bis zum Ende nicht mehr aus. Dabei reicht das Prinzip daß einfach drei Irre durch die Gegend schleichen und jederzeit hinter jeder Ecke hervor springen können komplett aus – die dann folgenden Gewaltmomente, Erschreckszenen und Verfolgungsjagden sind zwar nicht wirklich neu oder originell, aber eben sehr effektiv. Mitdenken sollte man zwar nicht da zahlreiche Dinge strunzdumm sind, aber für einen kurzen, knappen Horrorabend ist die Nummer optimal.

Fazit: Nicht wirklich nötiges Sequel daß aber kurzweilig und effektiv ausfällt!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=gj_A_sHOxmM&t=2s

Im Auftrag des Teufels

Anwalt Kevin Lomax (Keanu Reeves) kommt aus der Provinz und hat eine beeindruckende Bilanz an gewonnenen Fällen. So erhält er ein Angebot einer großen New Yorker Kanzlei die John Milton (Al Pacino) gehört. Während er weiterer Karreire macht bemerkt seine Frau Mary Ann (Charlize Theron) mehr und mehr eine aufziehende Gefahr …

Eine sehr interessante Idee und auch so viele Jahre später eine ungemein spannende Darstellerpaarung: der Film legt fest daß Anwälte wie der Teufel sind und geht nhoch weiter den Teufel eben als Kopf einer solchen Kanzlei zu präsentieren, großartig verkörpert von Al Pacino. Dem gegenüber der ehrgeizige, aber noch irgendwie gute Naivling, von einem jungen Kean Reeves mit viel Eisnatz verkörpert, dahinter hat die zu dem Zeitpunkt noch unbekanntere Charlize Theron einen heftigen Part als Ehefrau die auch so einiges mitmacht. Der Film an scih ist nicht direkt ein schlichter Horrorfilm, hat aber sehr wohl zahlreiche Passagen die dem Horrorgenre entsprechen, dazwischen gibt es viele scharfzüngige Dialoge und trotz der langen Laufzeit keine wirkliche Langeweile. Ich war mir nur immer unschlüssig ob ich die Schlußpointe genial oder zu speziell finden soll – aber wer sie nicht kennt kann es mal mit dem Film versuchen und sich eine eigene Meinung bilden.

Fazit: Spannend, üppig aufgemacht und am Ende glatt von epischen Ausmaßen – ganz eigener Mix aus Justizfilm und Horrorstreifen!

Hereditary – Das Vermächtnis

Galeristin Annie (Toni Collette), ihr Mann Steve (Gabriel Byrne) und die Kinder Peter (Alex Wolff) und Charlie (Milly Shapiro) leben in einem Haus am Waldrand. Nach dem Tod von Annies Mutter beginnen dort rätselhafte und unheimliche Ereignisse konfrontiert und sie kommen einer düsteren Familienvorgeschichte auf die Spur …

Ich gebe gerne und offen zu wenn mich ein Film überfordert und das war bei diesem hier eindeutig der Fall. Ich bin da auch völlig unvorbereitet rangegangen, wußte nicht was kommt und hatte nichtmal einen Trailer geschaut – und ahnte eben wirklich nicht in welche Richtung die Reise geht. Dementsprechend war ich insbesondere in der ersten Stunde sehr aufgeschmissen, da der Film definitiv nicht besonders klassisch ist und an allen Ecken von gängigen Normen abweicht. Hierbei liefert er aber ein sehr gebremstes Erzähltempo bei dem man überhaupt nicht weiß was vorgeht – und dem Gemurmel im Kinosaal entnommen war ich nicht der einzige der recht unbeeindruckt geblieben ist. Dafür läuft das Ganze auf ein unfassbar krasses Finale raus und die letzten zwanzig Minuten stellen ein paar der unangenehmsten Kinominuten 2018 dar die man gesehen haben sollte. Daher kann ich den Film nicht uneingeschränkt empfehlen und ich bin mir sicher daß er seine Zuschauer spalten wird – anber auch einige sehr zufrieden sein werden.

Fazit: Krasses Finish nach der eher langsamen ersten Hälfte – nicht für jedermann geeignet!

Cargo

Eine Zombie-Apokalypse ist über die ganze Welt hereingebrochen – in Australien hat sich Vater Andy (Martin Freeman) mit seiner Frau Kay (Susie Porter) und mit ihrer kleinen Tochter Rosie auf ein Hausboot gezogen. Dann wird Andy jedoch infiziert und muß innerhalb 48 Stunden seine Tochter in Sicherheit bringen – auch vor ihm selbst wenn der Virus aktiv wird …

Ich ganz persönlich konnte dem Zombie Thema noch nie nennenswert viel Reiz abgewinnen, habe mich aber trotzdem eine Weile mit „The Walking Dead“ befasst und habe die Serie langsam über – daher war dieser Film im ersten Moment wenig reizvoll für mich. Muß aber sagen daß er im Grunde so ist wie es eine sehr gute „The Walking Dead“ mal war: eine Studie über Menschen in einer Extremsituation in der die Zombies zwar mit drin sind, aber nicht die entscheidende Hauptsache. Das ist hier einerseits Martin Freeman der eine aussichtslose Odysee unternimmt um irgendwo seine Tochter sicher abgeben zu können, auf der anderen Seite ist das die australische Landschaft die großartig in Szene gesetzt wird. Man merkt dem Film in jedem Moment an daß er ein Netflix Titel ist, und scheinbar auch einer der mit nicht allzu hohem Budget realisiert wurde. Aber es reicht auf ganzer Linie für anderthalb unverkrampfte und sehr spannende Stunden, darstellerisch top getragen und ohne Ausrichtung auf falsche Showeffekte.

Fazit: Spannender Zombiefilm in dem Blut, Gewalt und Horror bewußt zurück gefahren werden und der leidende Vater im Fokus steht.

Rating: ★★★★☆

Jeepers Creepers 3

Sheriff Dan Tashtego (Stan Shaw) findetg in seinem Städtchen Poho Countyeinen LKW voller Leichen. Dies ist aber nur der Auftaktg einer grausamen Mordserie hinter der ein ominöses, übersinnliches Wesen zu stecken scheint daß alle 23 Jahre auf die Jagd geht …

Häßlich, aber kaum zu vermeiden: der Film wird auch von der Realität überschattet: Victor Salva der die ersten beiden Teile schrieb und inszenierte wurde wegen Mißbrauch ins Gefängnis gesteckt und saß seine Strafe ab, das verringert natürlich die Anzahl der Leute die bereit sind in ein Projekt von ihm zu investieren und so kam der neue Film auch nicht wie mal geplant ins Kino. Statt dessen auf den Heimkinosektor wo er aber angemessen hingehört. Ich selber kann der Nummer dabei wenig abgewinnen, das liegt schon alleine am Zeitpunkt zu dem der Film spielt: er ist genau in den Zwischenraum zwischen Folge eins und Folge zwei gepackt, also Sequel und Prequel in einem. Mir erzählt er nichts interessantes über die Figur, liefert lediglich reihenweise Anspielungen auf die anderen Filme und eine ganze Handvoll Szenen in denen Arme Schweine auf den übermächtigen Killer treffen. Als kurzweiliges Schlacht und Murks Event kann man dem Film nichts schlechtes nachsagen, ich selber fand das aber zu wenig.

Fazit. Solider Horrorquatsch für Fans, hätte es zwar nicht gebraucht, schadet aber auch nicht!

Wahrheit oder Pflicht

Bei einem Party Trip nach Mexiko landet Olivia (Lucy Hale) mit ihren Freunden bei einer Runde „Wahrheit oder Pflicht“ in einer alten Kirche. Recht schnell bemerken sie daß das Spiel übersinnliche Kräfte freigesetzt hat – alle Mitspielenden werden fortan zu ständigen „Wahrheit oder Plicht“ Fragen gezwungen die bei nicht befolgen tödlich enden …

Herjeh, hier stimmt ja garnichts. Die Grundidee taugt sicherlich nicht für einen richtig guten Film, hat aber doch genug Potential für einen Teenie Slasher. Leider werden alle Ansätze in diese Richtung restlos verschenkt: das namenlose Böse stellt zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Bedrohung da, die menschlichen Figuren sind austauschbar, bleich und vollständig uninteressant (höchstens Tyler Posey funktioniert ganz gut weil er als „Teenwolf“ relativ präsent ist) und die Story steckt so derartig voller Plotlöchern, Logikfehler und reinen absurden Ideen daß man echt ratlos davor sitzt und sich fragt wer den Mist abgesegnet hat. Aber letztlich trennt sich hier die Zuschauerschaft: wer Interesse an einem „guten“ Film hat braucht sich damit garnicht zu befassen, wer vielleicht Lust auf ein wenig filmischen Trash hat über den man lachen kann sollte ruhig mal einen Blick riskieren. Schon alleine für das miserable Finish.

Fazit: In allen Belangen vergeigte Horrorgurke!

A Quiet Place

Eine Spezies von unsterblichen Kreaturen hat die Erde überrannt und diese finden alle Menschen durch ihr geniales Gehör. Eine Familie jedoch die ihr Leben in kompletter Stille verbringt schafft es notdürftig zu überleben …

Ein simples Konzept und eine bestimmte Erzählweise die sich aber als ungemein effektiv erweisen: der Film beantwortet zum einen keinerlei Fragen. Es gibt keine Erläuterung was die merkwürdigen Angreifer sind, wo sie herkommen, wie es auf der Welt aussieht und wer die Hauptfiguren sind, ebenso wenig verläßt der Film den Blickwinkel und zeigt was sonst in der Welt vorgeht. Und er gibt auch keine Auflösung, keinen Ausblick, einfach nur einen Ausschnitt der gebotenen Figuren die mit einem gamz schlichten Problem leben: sie dürfen keinerlei Laut bzw. Geräusch von sich geben. Aus diesem Grundatz ergeben sich schweißtreibende 90 Minuten die weniger die Monsterattacken selbst als Thema haben sondern eben die Frage wie die Betroffenen in diesem Umfeld leben. Wenn es dann zu Attacken der Viecher kommt ist aber ebensowenig Splatter oder Event angesagt sondern eben das Auskosten des Spannungsmoment. Regisseur und Hauptdarsteller John Krassinski kriegt das bestens hin, leider kommt man durch de redizuierte Erzählweise (Dialoge passieren fast nur als Zeichensprache) den Figuren nicht näher da man kaum was über sie erfährt. Und was Emily Blunt in der Mitte etwa tun muß ist jenseits aller Glaubwürdigkeit. Aber das ruiniert den Film nicht.

Fazit: Schlichtes Konzept, unfassbar spannendes Resultat!

Rating: ★★★★☆

Cult of Chucky

Nica Pierce (Fiona Dourif) landet in einer psychiatrischen Anstalt nach dem Mord an ihrer Familie. Dabei weiß sie nicht daß in Wahrheit die von einem Mörder besessene Puppe Chucky dafür verantwortlich ist. Als ihr Therapeut versucht die Puppe in die Therapie mit einzubringen beginnt eine grausige Mordserie …

Ich war nie ein besonders großér Fan der „Chucky“ Filme, respektiere anber ihren Erfolg und kann verstehen daß manche sie so feiern wie sie es tun, obendrein finde ic es toll daß alle Filme von Henry Macini geschrieben wurden und somit wirklich ein Filmschaffender eine ganze Serie entwerfen konnte. Was diesen Film dann auch nochmal extrem interessant machte: es treffen der Originaldarsteller Alex Vincent und Jennifer Tilly erstmals in der Serie aufeinander. Das hat zwar was spektakuläres an sich, aber leider in einem Film der ansonsten außer viel schrägem Humor wenig bringt oder liefert. Insbesondere die Spannung hat für mich von Anfang bis ende nicht funktioniert, man sieht einfach eine steril wirkende und kalte Anstalt in der unsympathische Figuren herumlaufen und dazwischen der kleine rothaarige Gnom der meuchelt wenns paßt. Immerhin liefert das ein paar echt krasse Mordszenen, das dürfte so manchen Fan recht zufrieden stellen. Wer einfach nur Lust hat auf einen kurzweiligen Horrorfilm ist hier ohnehin falsch, da mat mit einem siebten Teil voller Insider so eh nix anfangen kann.

Fazit: Nett gedachte Wiederbelebung des Meuchelkobolds!