Archiv der Kategorie: Horror

The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte

Montgomery Dark (Clancy Brown ist der Bestatter Raven’s End der seinem Job mit Hingabe nachgeht. Als die junge Sam (Caitlin Fisher) anfängt bei ihm zu arbeiten stellt sie jedoch fest daß bei Dark ganz andere Dinge vorgehen …

Als hätte man eine alte TV Gruselshow mit einer Sonderepisode ausgestattet: Highlander Urgestein Clancy Brown spielt einen merkwürdige Leichenbestatter der einer jungen Frau mehrere Stories erzählt über die Tode seiner „Kunden“. Abseits dieser Rahmenhandlung folgen dann ein paar größtenteils unabhängige Kapitel und Erzählungen die für sich stehen, aber nicht wirklich auf ein großes und ganzes Ding hinauslaufen. In sich machen diese aber wenig falsch: es geht nicht um puren Splatter sondern um Atmosphäre und wohligen Grusel, wie bei einer Geisterbahnfahrt und eben jenes wird hier solide geliefert. Insbesondere bei der Stimmung passt hier alles sehr gut, nennenswert lange im Kopf bleibt die Nummer wohl nicht.

Fazit: Solide Gruselnummer mit stimmiger Atmosphäre und ein paar guten Ideen!

 

The Vigil – Die Totenwache

Der jüdische Yakov (Dave Davis) besucht eine Selbsthilfegruppe in Brooklyn und leidet an Schuldgefühlen. Von eime Rabbi wird er gebeten eine nächtliche Totenwache für ein verstorbenes Mitglied der Gemeinde zu übernehmen. Schnell merkt er jedoch daß in dem Haus in dem diese stattfindet unheimliche Dinge passieren …

Alles auf Routine im Geisterlhaus: eine traurige Seele die an einem unheimlichen Ort eine gruselige Tat tun muß bis die verrückten Dinge passieren ist wie eine Blaupause für die Handlung und von der wird kaum abgewichen. Namhafte Stars tauchen dabei ebenso wenig auf wie großartige Blutfontänen oder sonst etwas, es wird einfach eine solide Gruselnummer aufgebaut die auf ein paar langweilige, aber funktionierende Huch und Buhs setzt. Zum Ende hin wird’s nochmal emotional und dann läuft der Abspann – nach gerade mal 85 Minuten. Ich hatte die Möglichkeit diesen Film auf dem Fantasy Film Fest zu sehen, dies aber ausgelassen, doch denke daß er das exakte Material für solche Veranstaltungen ist, oder aber zumindest gut gelungener Stoff für den Gruselfilmabend. Harten Horrorfans dürfte das aber nicht viel ausmachen.

Fazit: Standard-Gruselnummer mit trauriger Atmosphäre, aber ohne nennenswerte Elemente!

Rating: ★★☆☆☆

Antebellum

Die erfolgreiche Bestseller-Autorin Veronica Henley (Janelle Monáe) wird in einer für sie schrecklichen Parallelwelt gefangen in der ihre ganze Existenz in Frage gestellt wird. Die einzige Chance auf ein entkommen scheint ein Rätsel zu sein daß sie unter Zeitdruck lösen muß …

Der entscheidende Faktor ist hier wohl mit welchem Vorwissen man an den Film herangeht. Allerdings haben Marketing und Trailer den wesentlichen Punkt der nach etwa 40 Minuten geschieht schon rausgehauen, daher dürften die meisten im Bilde sein über einen, alles entscheidenden Part: dem Spiel des Films auf zwei Zeitebenen. Diese haben augenscheinlich nicht viel miteinander zu tun, aber es läuft natürlich auf eine Enthüllung hinaus die beides verknüpft. Dieses kann man sicherlich spoilern indem man einen speziellen anderen Film als Referenz anfügt, aber warum sollte man das tun – ebenso sei aber die Frage gestellt ob sich diieser hier lohnt. Im Kern sind ein paar gute Ansätze drin und atmosphärisch sowie in manchen Momenten der Inszenierung zeigt der Film eine ganz große Schönheit, aber mit den eher zurückhalrenden Figuren wird man nur wenig warm.

Fazit: Mit der Kameraarbeit und der Atmosphäre definitiv überdurchschnittlich, der inhaltliche Twist ist aber uralt!

Rating: ★★☆☆☆

Hellraiser – Das Tor zur Hölle

Frank (Sean Chapman) kauft in einem orientalischen Laden einen Zauberwürfel mit dem er das Tor in die Welt der Zenobiten öffnen kann. Dort kommt er aber nur schwer entstellt wieder heraus und benötigt Blut zur Regeneration – und seine alte Affäre Julia (Clare Higgins) beginnt damit ihm Opfer zu liefern …

Die Hellraiser Reihe gehört zu jenen Horrorfilmserien die zwar einen populären Namen haben, mir aber nie völlig geläufig waren und die ich nie komplett geschaut habe. Dieser Erstling wurde in meiner Teenagerzeit als sehr krass und speziell angesehen, damals konnte ich ihn auch einmal schauen, aber ohne daß er bemerkenswert im Kopf blieb. Nun also versuchte ich es nach gut zwanzig Jahren nochmal und bleibe hinterher mit einer Mischung zurück. Einer Mischung aus Ratlosigkeit, Respekt und Schmunzeln. Ratlosigkeit weil mir nicht klar wird was diese Horrorwelt ausmachen soll, Respekt für die handgemachten Effekte und wie man es schafft aus den doch recht simplen Produktionsmitteln solch ein Werk hinkriegt und ein gewisses Schmunzeln wie hier Gewalt und eben die Effekte nach all der Zeit wirken. Der Respekt überweiegt aber: mich selber erreicht Werk und Thematik weiterhin nicht, ich sehe aber wo der Reiz herkommt. Und verglichen mit modernem, seelenlosen CGI hat vieles hier echt viel Charme.

Fazit: Sehr spezielle Horrorserie die zwar heutigen Standards nicht mehr entspricht, aber sehr viel Retrocharme liefert!
Rating: ★★★★☆

Body Cam

Während Unruhen in Los Angeles vorherschen wird ein Polizist bei einer Verkehrskontrolle getötet. Polizistin Renee (Mary J. Blige) erkennt in der Body Cam des Getöteten ungeahnte Botschaften …

Zwei Genres die sich nicht grundlegend ausschließen, aber auch nicht wirklich Hand in Hand gehen: übersinnlicher Mystery Horror und Copthriller. Es gab schon ein paar Versuche in diese Richtung (z.B. „Erlöse uns von dem Bösen“ mit Eric bana), aber es paßt für mich eifnach nicht. Bodenständige, ruppige Figuren die plötzlich auf Gruselgestalten ect. Treffen und in ihrer knüppelharten Art draufballern macht keine stimmige Mischung. Im vorliegenden Fall wird das obendrein dadurch erschwert daß die Hauptfigur geradezu abweisend und in sich gekehrt ist und eigentlich keine sehr mögenswerte Protagonistin abgibt. Die Story um ein paar Geistererscheinungen, eine kaputte Polizistin die denen entgegentritt und natürlich mit korrupten Kollegen ins Gehege kommt hat keine Überraschungen und versucht den Grusel vorrangig dadurch zu ermöglichen daß die Heldin mit Taschenlampe im Anschlag durch dunkle Gebäude schleicht. Obendrein wird die filmische Kapitulationserklärung „Plötzliche Alptraumsequenz“ ausgespielt. Außer einem Endbild welches wie eine Cutscene aus „Freitag der 13.“ Wirkt hat man hinterher nix was im Kopf bleibt.

Fazit: Düster gehalten mit distanzierter Heldin und unattraktiver „Buhh!“ Geisterstory!
Rating: ★☆☆☆☆

Train to Busan

Geschäftsmann  Seok-Woo (Yoo Gong) reist mit  Tochter Su-An (Soo-an Kim) in einem Zug in Richtung Busan um seine Ex-Frau zu besuchen. Als der Zug startet wird er jedoch von einem Heer Zombies angegriffen. Durch eine infizierte Person im Zug bricht auch bald an Bord ein brutaler Kampf ums Überleben aus …

Den Film mußte ich wohl endlich mal nachholen, erst rRecht nachdem mir das Sequel „Peninsula“ unerwartet in einer Sneakpreview präsentiert wurde. Leider hatte ich keine Chance mich objektiv auf den Film einzulssen da er ja mit Vorschusslorbeeren nur so überhäuft wurde und ich mir dachte: wenn mir dieser nicht gefällt stimmt etwas nicht mit mir. Aber am Ende kann auch ich den Film nur empfehlen. Es ist eine typische Geschichte über eine Zombieapokalypse die aber mit guten Versatzstücken versehen ist. Dazu zählt daß der Film komplett in einem Zug spielt und damit eine originelle Komponente hat, die Figuren sind sympathisch und mögenswert und durch die hervorragende Schnittarbeit kommt in der Tat beste Hochspannung auf. AM meisten kriegt mich (vor allem als Vater) aber der Schluß – dieser bricht einem echt das Herz.

Fazit: Ich verstehe den Hype – spannend, blutig und am Ende zu Herzen gehend!

Gretel / Hänsel

Der Hunger treibt die junge Gretel (Sophia Lillis) und ihren Bruder Hänsel (Samuel J. Leakey) aus dem Elternhaus in den Wald. Sie landen bei einer freundlichen, alten Frau (Alice Krige) die sie mit Freuden versorgt – allerdings ist dies nur eine Fassade und es lauert eine tödliche Gefahr …

Sie kamen an ein Häuschen, aus Pfefferkuchen fein … dieses alte Kinderlied wird hier auf 83 Minuten Spielfilm gestreckt. Der ganze Gag daran ist: es ist kein kindgerechter Märchenfilm oder Grusel, sondern blanker Horror. Der ist aber sehr stark auf einen Arthouse Look ausgerichtet und nicht gerade die leichte Horrorkost die es hätte sein können. Der große Pluspunkt ist eben die absolut stimmige Atmosphöre die an andere Titel wie „The Witch“ erinnert – aber außer dem schauerlichen Umfeld und den Darstellern findet man keine Plupunkte. Die Figuren mögen gruselig sein, sie sind einem aber auch egal und ansonsten hat man knapp 80 sehr anstrengende Minuten bei denen jede einzelne extrem unangenehm ist.

Fazit: Atmosphärisch stimmig, läßt einen aber mitunter sehr kalt!

Rating: ★★☆☆☆

House of the Dead 2 – Dead Aim

An einer Universität bricht ein Virus aus und verwandelt die Menschen in Zombies. Nach der Katastrophe soll ein Forscherteam den Schauplatz untersuchen – und gerät in ein Blutiges Chaos …

Auf dem Papier klingt das nach Körperverletzung: die TV Fortsetzung eines Uwe Boll Films. Fällt aber dann nicht so schlimm aus wie man es erwartet. Als Sequel kennzeichnet es eh nur der Umstand daß eine Nebenfigur aus Teil 1 auch hier erscheint, ansonsten ist es ein routinierter Zombie Matscher aus der Fließbandreihe. Einiges an Blut, unterirdische Darstellerleistungen und nicht wirklich großartige Spannungsmomente kennzeichnen das Geschehen. Einen recht sympathischen Pluspunkt kriegt es aber dennoch durch den Umstand das permanent Darsteller durchs Bild renn die man aus diversen TV Produkten kennt und die Nummer aus solidem TV Level inszeniert ist. Und auch wenn es dadurch nicht wirklich zu einem guten Film wird dominiert wohl die Erkenntnis: es ist nicht so schlimm wie man es befürchtet.

Fazit: Solide Zombieklatscherei mit unpopulärem Titel und ohne Innovation!

Rating: ★★☆☆☆

The Turning – Die Besessenen

Kate (Mackenzie Davis) zieht nach Maine um auf die Waisenkinder Miles (Finn Wolfhard) und Flora (Brooklynn Prince) aufzupassen. Schnell merkt sie daß swohl die Kinder wie auch ihr Haus ein düsteres Geheimnis haben …

Die Geschichte fußt auf einer Vorlage die schon vor 1900 geschrieben wurde, das merkt man wohl auch da die Nummer etwas altbacken daher kommt. Allerdings liefert sie exakt das was man sehen möchte und erwartet: die großartige Mackenzie Davies als gutmütige Heldin die ohne eigenes Veschulden an einen Ort gerät an dem ihr zwei Teufelskinder das Leben schwermachen kann diesen Film gut tragen. Dazu gibt’s eine dichte Atmosphäre, auf plumpe Jumpscares wird halbwegs verzichtet und mit einer kompakten Lauflänge von 90 Minuten ist der Film auch durch bevor er richtig nerven kann. Allerdings bekommt ma auch nichts was man nicht schon irgendwo anders her kennt.

Fazit: Eine totale Blaupause für Teufelskinderhorror mit herausragender Hauptfigur!
Rating: ★★★☆☆

His House

Ein junges Paar flieht vor dem Krieg im Sudan und gelangt in eine britische Kleinstadt. Die kulturellen Unterschiede machen es ihnen dort aber sehr schwer …

Altbekannte Kiste in ungewöhnlichem Gewand: die Geschichte eines Paares welches ein neues Haus bezieht in dem dann unheimliche Dinge vor gehen ist alles andere als neu. Besonders daran ist daß die beiden Flüchtlinge sind die eine Chance bekommen haben und sich nicht nur in dem Gruselhaus, sondern insgesamt einem echten Horror stellen müssen. Dieser besteht aus brutalen Alltagssituationen und dem Grauen welches ihnen in der Vergangenheit begegnet ist und sich bis hierhin auswirkt. Das ist eine originelle und neue Auslegung des Themas, auch wenn im weiteren Verlauf relativ gewohnte Schreckeffekte zum Einsatz kommen. Da es ein britischer Film ist der mit überschaubaren Mitteln gedreht wurde ist er dreckig, düster und macht nicht wirklich Spaß – liefert aber suchenden Horrorfans vielleicht eine interessante Alternative.

 

Fazit: Konventionelle Dinge mit ungewöhnlichen Aspekten ergänzt.

Rating: ★★★☆☆