Archiv der Kategorie: Filme

Filme

Winchester – Das Haus der Verdammten

Die Winchester Familie besitzt ein großes Anwesen außerhalb von San Fancisko an dem immernoch gebaut wird, da es als riesiges Labyrinth angelegt ist. Dies macht Bauherrin Sarah Winchester (Helen Mirren) um sich Geistger vo Halse zu halten. Daher soll Dr. Eric Price (Jason Clarke) vor Ort den soll den Geisteszustand von Sarah erkunden …

Der Film gibt vor auf wahren Begebenheiten zu fußen, was mich direkt skeptisch machte, erst Recht wenn es nicht allzu lange dauert bis die ersten übersinnlichen Momente passieren. Immerhin stimmt das wesentliche, das es in den USA ein Horrorhaus gibt über das sich diverse Geschichten ranken, der Film bringt diese nun zu einer griffigen Geschichte zusammen. Allerdings keiner neuen, zumindest bewegt sich der Film eigentlich komplett aus bekannten Pfaden. Aber ist darum nicht schlecht, man muß halt der Typ sein der sich an Geisterhaus Horror erfreut und die Spannung mehr aus gruseliger Atmosphäre zieht als aus Blutfontänen. Dabei kommt allerdings ein Stilmittel zum Selbstzweck, nämlich der Jumpscare: der Film hat so endlos viele Erschreckermomente parat daß es in den zweistelligen Bereich geht und ab irgendwann eigentlich nur noch nervt. Das ist schade weil der Rest soweit paßt, sofern man keine allzu hohen Ansprüche hat: eine nette Horrorstory, Helen Mirren in einer nett schrägen Rolle und passable weitere Figuren. Einfach ein kleiner, netter und an manchen Stellen unglaublich effektiver Film.

Fazit: Solide Horrorkiste mit zu vielen Erschreckermomenten!

Rating: ★★★☆☆

Magical Mystery oder Die Rückkehr des Karl Schmidt

In der Nacht des Mauerfalls wurde Karl Schmidt (Charly Hübner) nach einem Nervenzusammenbruch in eine Psychiatrie eingeliefert. Erst einige Jahre später spüren ihn seine alten Freunde Ferdi (Detlev Buck) und Raimund (Marc Hosemann) in Hamburg auf und wollen ihn überreden an ihrem geplanten Techno-Label mitzuwirken … lohnendes Wiedersehen oder vergeigt? Brodie verräts! 😉

In Punkto besetzung stellt dieser Film natürlich das absolute No Go da: am Ende von „Herr Lehmann“ wurde die Figur von Karl Schmidt (gespielt von Detelv Buck) nach einem Zusammenbruch in eine Psychiatrie gebracht, hier erlebt man man Karl Schmidt ein paar Jahre später, diesmal dargestellt durch Charly Hübner. Das ist eigentlich ok, wenn dann nicht nach kurzer Zeit erneut Detlev Buck erscheinen würde, aber in einer anderen Rolle. Daß ein Darsteller in einem quasi Sequel erscheint und dort nicht seine alte Rolle spielt, das ist geradezu ein No-Go. Und dieser kleine Umstand machte es mir dann schon fast unmöglich dem Film überhaupt eine faire Chance zu geben, wobei man sagen muß: die ist er im Grunde schon wert. Wer die Lehmann Filme mochte wird diesen hier auch in Ordnung finden und einige bekannte Aspekte wieder entdecken, vielleicht können auch Leute die den „Tatortreiniger“ mögen Spaß daran haben da Bjane Mädel in einer Nebenrolle auftritt und der Film von Regisseur Arne Feldhusen ist. Das gleiche Kultpotential wie Herr Lehmann sehe ich bei dem Film zwar nicht, aber als kurzweiliger Film über ein paar Deppen auf Road Trip taugt es soweit ganz gut. Reicht doch mitunter auch.

Fazit: Nicht so kultig wie andere Sven Regener-Verfilmungen, macht aber im Rahmen seiner Möglichkeiten ganz passabel Spaß.

Rating: ★★★☆☆

Paris kann warten

Anne (Diane Lane), die Frau des erfolgreichen Hollywood-Produzenten Michael (Alec Baldwin) wird von ihrem Mann wegen desser ständiger Arbeit stets vernachlässigt. Daher nimmt sie es gerne an mit Michaels Geschäftspartner Jacques (Arnaud Viard) von Cannes nach Paris zu fahren. Im Laufe der Fahrt zeigt ihr Jacques die Schönheiten des Landes …

Mensch, ich sah den Trailer und dachte mir: das sieht aus wie eine recht gängige Story in der eine noble, aber doch irgendwie bodenständige Frau die von ihrem Mann vernachlässigt wird eine Reise durch Frankreich macht, eigentlich nur schnell durch will und sich dank des charmanten Begleiters an allem was der Weg so bietet aufhält. Und letztlich war das genau richtig. Mir fällt es nur schwer für den Film Interesse oder Sympathie zu entwickeln da er von einem Mitglied der Coppola Familie ist und diese auf mich immer etwas gewollt daherkommen. Aber das ist unsachlich. Für sich genommen macht der Film nix falsch, filmt einfach ausgiebig Landschaft und vor allem Speisen üpig ab. Die Darsteller mögen dabei eine nette und gute Zeit gehabt haben und wer Lust auf filmisches Urlaubsidyll hat kanns ja mal versuchen, ich selber hab mich dabei nur anderthalb Stunden gepflegt gelangweilt. Aber scheint sich ohnehin an die weibliche Zuschauer zu richten.

Fazit: Edel gekünstelt erscheinender Reisefilm mit Foodporn Aspekten!

Rating: ★★☆☆☆

 

Black Panther

T’Challa alias Black Panther (Chadwick Boseman) reist nach dem Kampf mit Captain Ameirca zurück in seine afrikanische Heimat Wakanda. Dort will ihm der Söldner Erik Killmonger (Michael B. Jordan) die Regentschaft jedoch streitig machen, zusammen mit Waffenschieber Ulysses Klaue (Andy Serkis). Daher verbündet sich T’Challa mit CIA-Agent Everett K. Ross (Martin Freeman) und anderen Mitstreitern …

Nächste Runde aus dem Marvel Universum, wenngleich es einfach nur ein Appetizer auf den bald startenden „Infinity War“ ist. Und er belegt eine Sache klar: Marvel hat im Laufe der Jahre viele spannende, kreative und interessante Charaktere ersonnen und auf die Leinwand gebracht, trotzdem ist nicht jeder davon geeignet einen ganzen Film selbst zu tragen, manch einer ist mit einer reinen Nebenrolle als Sidekick optimal verwendet. So auch dieser hier: Black Panther als kompletten Spielfilm hätte es nicht gebraucht. Immerhin schafft es der Titel eine ganze eigene Welt zu erschaffen: die Fantasy-Welt Wakanda vereint Elemente von Dritter Welt und utopischem Fantasyreich und das ist eine Kombination die für mich einfach nicht funktioniert hat. Trotzdem ist es eine eigene Welt, die Gebräuche, die Szenarien dort nehmen einen großen Teil ein. In diesen Kulissen wird dann aber nur eine recht gängige Superheldenstrory abgefahren die ein paar solide Actionmomente parat hat, aber kaum Dinge die überraschen (außer vielleicht dem absolut geringen Einsatz von Andy Serkis) und am Ende restlos irrelevant erscheinen, gerade wenn man vor dem Film nochmal den „Infinity War“ Trailer geschaut hat und weiß daß der Held in diesem voll mitmischt. Letztlich ist es Marvel, auch dieser Titel findet sicherlich seine Zuschauer und mag so manchem eine gute Zeit bescheren – mir nur eben leider nicht.

Fazit: Marvelfilm mit dem üblichen Aufwand, insgesamt aber durchweg unnötig!Rating: ★★☆☆☆

Abgang mit Stil

Willie (Morgan Freeman), Joe (Michael Caine) und Albert (Alan Arkin) erleiden das gleiche Problem als sich schlagartig ihre Rente auflöst. Daher beschließen sie die verantwortlicher Bank auszurauben. Allerdings sind alle drei vollständig unerfahren in kriminellen Aktionen …

Ich sah den Trailer und hatte dabei den Eindruck schon den ganzen Film zu schauen. Nun konnte ich im Heimkino den Titel nachholen und stelle fest: mein erster Eindruck war richtig. Aber zu diesem Eindruck kamen auch ein paar positive Aspekte: es ist ein altbackener Schema F Plot von ein braven Rentnern die aus gerechtfertigten Gründen kriminell werden dessen völlig erahnbarer Plot zu keinem Zeitpunkt vom absehbaren Weg abweicht, aber auf der anderen Seite diesen Weg mit den üblichen Pluspunkten versieht. Das heißt: charmante, liebgewonnene Darsteller als nette Figuren deren Charme alleine ausreicht um einen ganzen Film zu tragen. Ebenso kommt der Fakt dazu daß der Film von Zach Braff ist, den manche noch als J.D: von Scrubs im Hinterkopf haben. Und somit resultiert ein kleiner, lieber Film, eine nette Komödie die in jeder Hinsicht absolut familientauglich ausfällt. Nichts was es gebraucht hat, aber ebensowenig etwas an dem man großartig herumjammern kann.

Fazit: Liebe kleine Komödie, ganz auf sein Starensemble zugeschnitten!

Rating: ★★★☆☆

No Way Out – Gegen die Flammen

Feuerwehrmann Eric Marsh (Josh Brolin) ist zwar ein Profi im Job, im Privatleben hat ert aber ständig Konfrontationen mit seiner Frau Amanda (Jennifer Connelly). Eric plant mit seinem Kollegen Steinbrink (Jeff Bridges) eine Crew die auf Waldbrände spezialisiert ist und nimmt auch Brendan McDonough (Miles Teller) dazu. Ein Einsatz auf dem Yarnell Hill wird zu einem tödlichen Desaster …

Die Verfilmung eines Vorfalls der in der Realität komplett an mir vorbeigezogen ist, nämlich das tragische Eingreifen einer Feuerwehrtruppe bei einem spektakulären Waldbrand im Jahre 2013. Aber der Film geht erst im letzten Stück darauf ein und erzählt vorher aufwendig die Betroffenen. er zeigt wie ein engagierter Feuerwehrmann aus seiner Mannschaft ein Eliteteam formt, charakterisiert dabei die einzelnen Figuren und bleibt dabei durchweg glaubwürdig. Das kommt auch durch kleine Zwischenfälle die in der Realität denkbar, in einer Fillmdramaturgie aber eher störend sind, z.B. ein beiläufiger Unfall einer Nebenfigur der für die Haupthandlung eher unbedeutend erscheint. Aber der Effekt funktioniert: wenn man den Leuten anch anderthalb Stunden auf den scheußlichen Einsatz folgt hat man das Gefühl sie gut zu kennen, empfindet wirklich Mitgefühl und Anteilnahme für das was ihnen blüt- Und wenn die Action passiert wird es auf der Leinwand geradezu siedend heiß. Man kann dem Film vorwerfen daß er einen Tick zu lang sei, aber die emotionale Wucht, insbesondere beim Finale, bleibt ungebremst.

Fazit: Hartes Action-Drama das in der ersten Hälfte mehr portraitiert.
Rating: ★★★☆☆

Die Verführten

Während des amerikanischen Bürgerkriegs leben auf dem Mädcheninternat von Schulleiterin Martha Farnsworth (Nicole Kidman) nur noch Alicia (Elle Fanning), Amy (Oona Laurence), Jane (Angourie Rice), Marie (Addison Riecke) und Emily (Emma Howard), wobei der Unterricht von Edwina Dabney (Kirsten Dunst) durchgeführt wird. Das Leben wir durcheinander gewirbelt als der verletze Nordstaaten-Offizier John McBurney (Colin Farrell) bei ihnen auftaucht …

Wir werden wohl keine Freunde mehr, Sofia Coppola und ich. Nahezu in alle Titel die ich von ihr schaue finde ich keinen rechten Einstieg. Bei diesem hier ebensowenig, wobei ich wenn ich das Ende bedenke sagen mujß: eigentlich ist das ein krasser Film mit einem harten Ende, aber einem sehr langweiligen Verlauf bis dorthin. Eigentlich geht es nur um einen Mann der im Bett liegt und mit den Frauen die ihn versorgren nette Gespräche führt, der Übergang zu Psychoterror ud leichten Bösartigkeiten geht langsam und unmerklich. Eigentlich ist das alles ok, aber eben auch sehr unangenehm zu schauen. Es herrscht eine fiese, unangenehme Atmosphäre, außer dem charmanten Colin Farrell sind alle irgendwie angespannt, doppelbödig oder sonst wie nicht nett und insbesondere Nicole Kidman liefert zwar ein gutes Spiel, aber eben damit eine total unangenehme Person. Wer auf Psychothriller steht kann sich hieran mal versuchen, sollte aber drauf gerichtet sein: er verläuft nicht in „gewohnten“ Bahnen.

Fazit: Krasses Finish dem sich der Film aber sehr behäbig nähert!

Rating: ★★★☆☆

Their Finest – Ihre beste Stunde

Im Zweiten Weltkrieg wird Catrin Cole (Gemma Arterton) beauftragt dem Drehbuchs eines Propagandafilms eine weibliche Note zu verpassen. Damit fällt sie dem Filmemacher Tom Buckley (Sam Claflin) auf mit dem sie recht bald engagiert am Filmprojekt arbeitet während drumherum der Krieg tobt …

Dieser Film fällt anders aus als der Trailer ihn mir versprochen hat: teilweise eine liebe, britische Komödie mit kauzigen Figuren, teilweise ein scheußliches Kriegsdrama. All das ist zwar letztlich drin, aber eigentlich ist der Film weder richtige Komödie noch Kriegsdrama sondern ein recht eigensinniger Titel der am ehesten als Mediensatire funktioniert. Grundlegend hat er einen sehr warmen, angenehmen Ton, mit den tollen Darstellern auch ein paar markante Gesichtern und kauzige Rollen, ebenso bringt er in etlichen Momenten sehr bittere und schmerzhafte Augenblicke. Daher kann ich ihn nicht gut erfassen, sehr wohl aber sagen daß die Mischung soweit stimmt und man sehr wohl mal einen Blick riskieren kann und sollte.

Fazit: Merkwürdiger Mix zweier Grundtöne, am Ende aber sehr warmherzig und anschaubar und auch emotional!

Rating: ★★★★☆

Fifty Shades of Grey – Befreite Lust

Anastasia Steele (Dakota Johnson) und der besitzergreifende Milliardär Christian Grey (Jamie Dornan) heiraten – doch die Liebe der beiden wird auf schwere Proben gestellt. Dazu zählt eine ungeplante Schwangerschaft und unerfreuliche Namen aus der Vergangenheit; so wie Elena Lincoln (Kim Basinger) und Anastasiasehemaligem Vorgesetzten Jack Hyde (Eric Johnson) der Christians Schwester Mia Grey (Rita Ora) entführt…

Das große Finale? Wovon? Man hatte noch einen dritten Buch und macht daraus einen Film, der Kohle halber. Allerdings hatte schon Teil zwei klar belegt daß man hier eigentlich nicht viel zu erzählen hat und das Herzstück der Buchvorlagen, eben seitenlange , endlos ausgewalzte Sexszenen nicht so in die Filmvariante übernommen werden konnten. Und ebenso wie Teil 2 dümpelt der dritte relativ zahnlos vor sich hin, packt eine Groschenroman taugliche Thrillerstory an den Rand und dazwischen wahlose Szene von schicken Menschen in schicken Klamotten die in schicken Umgebungen rumsitzen oder laufen, schön in Urlaub fahren und viel belangloses Zeug quatschen. Die Sexszenen, mit der entsprechenden Musikunterlegung haben so eigentlich garkeine Wirkung und sind nur zum Lächeln, ebenso wie der restliche Film. Kann man als Abschluß der Serie zwar schauen, merkt aber daß es nur ein belangloser Schwall heiße Luft ist.

Fazit: Schick bebildert, aber inhaltlich komplett verzichtbare Beendung des Franchises

Luna

Die 17-jährige Luna (Lisa Vicari)macht mit ihrer Familie einen Urlaub in einer abgeschiedenen Berghütte. Mit der Idylle ist es vorbei als fremde Männer auftauchen und Lunas Familie brutal ermorden. Luna findet Zuflucht bei Hamid (Carlo Ljubek), der ihr unglaubliche Wahrheiten über ihre Familie enthüllt …

Der Grundplot enthält eigentlich nur Elemente die man so aus anderen Werken kennt: ein braver Normalo, in dem aFall eine junge Frau, deren Leben aus dem Takt gerät, die erkennen muß daß ihre Familie ein Geheimnis hatte und die von jetzt auf gleich ins Kreuzfeuer bösartier Gestalten gerät und sich wheren muß. Wäre dies ein US Film würde er direkt unter „altbekannte Sache“ abgehakt werden, da wir es hier mit einem deutschen Actionfilm zu tun haben kann man etwas milder vorgehen und festhalten: im Rahmen seiner Möglichkeiten macht der Film seine Sache wirklich ziemlich gut. Eine starke Heldin, wobei ich manchmal den Wechsel ihrer Figur zwischen stark und zerbrechlich nicht hinkriege, dazu einige Actionmomente die aber nie theatralisch überzogen sind und eine eben rasten Story in einer gemütliche Laufzeit – das alles flott und hochspannend präsentiert. Kein Blockbuster und kein Film der große Publikumsmengen anziehen dürfte, sehr wohl aber spannende und stellenweise Schweißteibende Unterhaltung.

Fazit: Geradlinig, brutal und sehr spannend – deutlich mehr als zu erwarten war!