Archiv der Kategorie: Filme

Filme

Army of One

Nach den Anschlägen vom 11. September frustriert es den durchgeknallten Zimmermann Gary Faulkner (Nicolas Cage) daß Osama Bin Laden nicht gefasst wird. Dann erscheint ihm Gott (Russell Brand) und beauftragt ihn selbst bin Laden zu fangen. Also reist Gary nach Pakistan und beginnt seine eigenen Jagd …

Die Zeiten in denen ich ein wirklicher Nicolas Cage Fan war sind lange vorbei; im Kino sieht man ihn eh nicht mehr und die Werke die im VoD Angebot oder auf Blu Ray rauskommen lasse ich an ir vorbei ziehen. Dieser hier wurde mir empfohlen, daher hab ich ihn mal bei amazon rausgepickt – und verbrachte sehr anstrengende anderthalb Stunden. Der Film gibt vor einen wahren Fall nachzuerzählen und anscheinend ist der wahre Kerl auf demd as alles fußt schon ein ziemlich schräger Vogel. Für die Filmversion ist es dann Cage der den irren Kerl mit seinem stigen Hang zu veracting spielt was den Film zu einem ziemlichen Marathon macht: er plappert und redet in jammerigem Ton in einer nie endenden Dauertour – als Energieleistung ist das in Ordnung, aber es nervt recht schnell. Die Story selbst mag wahre Elemente haben, die filmische Umsetzung ist aber trotzdem nur das wilde Zappen zwischen verschiedenen Momenten. Wer wirklich noch nicht die Nase voll hat von Cage kanns ja mal versuchen …

Fazit: Nervtötende Arie!

Empörung

Der jüdische Metzgersohn Marcus Messner (Logan Lerman) geht im Jahre 1951 nach Ohio aufs College – vorrangig auch um seinen Einzug ins Militär zu vermeiden. Während er am College mit vielen Leuten Problemen bekommt scheint die wundervolle Olivia Hutton (Sarah Gadon) Freude in sein Leben zu bringen …

Zum Glück ist der Titel nicht Programm, Empörung dürfte man hierbei nicht wirklich empfinden. Im Gegenteil: auch wenn es der Hauptfigur ganz schön miserabel ergeht über den Film entlang, der Zuschauer hat dabei anderthalb sehr interessante und spannende Filmstunden. Ich war in dem gespielten Zeitraum noch nicht auf der Welt., kann also nicht sagen wie authentisch der Film die Zeit in der er spielt auf den Punkt bringt, es erscheint mir aber sehr glaubhaft und authentisch. Eine ganz gute Asnsicht vom Erwachen der Sexualität in einer Zeit in der das vollkommen verpönt war, ausgeführt in langen und spannenden Dialogen und einer komplett ungewöhnlich verlaufenden Love Story. Mit dem großartigen Logan Lerman wird der Film dann auch gut getragen. Heißt nicht das sich viele diesen Film ansehen werden, wer auf kleine Dramen seht sollte aber mal einen Blick riskieren.

Fazit: Redselig, aber sensibles und an manchen Stellen hochspannendes Drama!
Rating: ★★★★☆

Star Wars – Die letzten Jedi

Rey (Daisy Ridley) hat den Jedi-Ritter Luke Skywalker (Mark Hamill) auf dem Inselplaneten Ahch-To gefunden und geht bei ihm die Lehre. Die Fähigkeiten braucht sie dringend da Kylo Ren (Adam Driver)seine finstere Mission die von Snoke (Andy Serkis) aufgetragen wurde weiter eifrig verfolgt …

Was kann man schon großartig dazu sagen? Wer gerade in den Anfangstagen des neuen Films inhaltliche Details breittritt begeht ne ziemliche Sauerei; und egal ob man den Film jetzt in den Himmel lobt oder fies zerreißt, die Fans sind ein dermaßen angefixtes Grüppchen daß die vollen Kinosääle garantiert sind. Aber ich bin mir sicher daß die meisten obendrein sehr zufrieden aus dem Film kommen werden: es gibt einige inhaltiche Wendungen und Momente die man so nicht groß vorhersehen konnte und die am Ende das Warten auf Episode 9 zur reinen Qual machen werden; Action und Kriegssequenzen sind in hohem Maße drin und eben die vertrauten Figuern auf die gesetzt wird. Natprlich schwingt da sehr viel Nostalgie mit, gerade wenn Mark Hamill und die ja leider verstorbene Carrie Fisher in ihren ikonischen Rollen nochmal auftreten, aber schlußendlich funktioniert die Kiste bestens. Ob man den stellenweise etwas flapsigen Humor der wirkt wie aus einem Marvelfilm hier so mag muß man natürlich selbst abwägen – mich hats nicht gestört. Ich hatte zweieinhalb begeisternde Kinostunden mit einigen unglaublichen „WtF“ Momenten – und dem Gefühl daß Star Wars, auch wenns finanziell ausgepresst wird, immernoch ein berauschendes Kinoerlebnis sein kann.

Fazit: Der Film auf den die Fans gehofft und gewartet haben!

Rating: ★★★★★

Wind River

Cory Lambert (Jeremy Renner) ist Fährtenleser und arbeit für die Naturschutzbehörde United States Fish and Wildlife Service im Indianerreservat Wind River. Als er eine Frauenleiche findet wird die unerfahrene Agentin Jane Banner (Elizabeth Olsen) aus Florida geschickt um die Hintergründe zu enthüllen. Aus persönlichen Gründen veruscht Cory ihr zur helfen …

Filme wie dieser haben ja wirklich langsam einen totalen Seltenheitswert: eine Story die beginnt, endet, dazwischen was erzählt und ohne daß man eine Sorge haben muß dies als ersten Teil zu betrachten ect. Und es fußt auf einem wahren Fall; wobei ich nicht weiß ob die Ereignisse komplett wahr sind oder nur lose Daten zu einer Filmhandlung verdampft wurden. Diese fällt ja auch sehr sparsam aus: eine leiche wird gefunden, ein Jäger mit schlimmer Vergangenheit und eine unerfahrene Agentin gehen auf die Suche. Dabei wird nicht mit den Klischees gespielt, daß sich gleich eine Liebesbeziehung anbahnt oder der Agentin bei jeder Gelegenheit Pannen passiert, ebensowenig wird eine Reihe an VErdächtigen aufgestellt die dann nach und nach elimineirt werden. Nein, der Film reiht einfach Ermittlungsmomente aneinander die lose aufeinander folgen, dafür umso heftier in ein krasses Finale münden. Atmosphärisch dicht und mit großartier BEsetzung dabei entsteht so geradezu ein Ausnahmetitel.

Fazit: Spannend, deprimierend und großartig gespielt – kleiner, großartiger Thriller!

Rating: ★★★★☆

Zwischen zwei Welten – The Mountain between us

Die Fotojournalistin Alex (Kate Winslet) und der Neurochirurg Ben (Idris Elba) stecken am Flughafen fest als ihre Flüge wegen schlechtem Wetter nicht starten können. Daher nehmen sie das Angebot eines Frachtpiloten (Beau Bridges) an mit dessen unregistriertem Flug mitzufliegen. Leider stürzt dieses Flugzeug ab und landet auf einem Bergmassiv. Fortan beginnt für sie, fernab der Zivilisation, ein furchtbarer Überlebenskampf …

Wenn man bedenkt daß Kate Winslets größte rHit ein Film war in dem sie ganz schön ins frieren gekommen sit ist es ja nur konsequent eine solche Tortur nochmal zu machen, zumal Titanic Partner Leonardo DiCaprio sich vor zwei Jahren effektiv zum Oscar fror. Aber leider geht das Konzept nicht auf: der Film kombiniert zwei Details, zum einen eben ein Survial Drama bei dem zwei Stadtmenschen irgendwie in der Wildnis überleben müssen, zum anderne eine Art Liebesfilm als die beiden aufgrund der Extremsituation anfangen Gefühle füreinander zu entwickeln. Aber auf beiden Ebenen scheitert es: die Figuren sind irgendwie stets zu ruhig um wirklich Sorge, Angst oder Panik zu vermitteln, die erlitternen Wunden die sie hindern sind inkonsequent so da0 Kate Winslet in einem Moment kaum gehen kann und kurz darauf regelrecht los läuft. Und die emotionale Komponente ist ok, aber vollkommen austauschbar und mitunter geradezu klinisch. Das eizige was bleibt ist eine sehr schöne Optik, gut eingefangene Landschaftsaufnahmen. Der Rest bleibt trotzdem ziemlich bleich und kalt.

Fazit: Schicke Landschaft, große Stars, aber weder auf der emotionalen noch der spannenden Ebene erwähnenswert!

Daddy’s Home 2

Brad Whitaker (Will Ferrell) und Dusty Mayron (Mark Wahlberg) haben mittlerweile ein funktionierendes Arrangement gefunden als Patchwork Familie zusammen zu arbeiten. Allerdings droht ein turbulentes Weihnachtgen alles zu zerstören als die ebenso gegensätzlichen Väter Mr. Whitaker (John Lithgow) Mayron (Mel Gibson) auftauchen und ebenso aneinader geraten …

Der Mangel an guten, neuen Filideen wurde mir selten so deutlich vorgeführt wie hier: ähnlich wie Bad Moms bringt der Film etwas mehr als ein Jahr nach dem Erstling ein Sequel, trommelt alle Figuren wieder zusammen, läßt es zu Weihnachten spielen und packt dann auch noch die Eltern der Figuren drauf – fertig. Und wer hier einen wirklich guten Film erwartet macht schonmal was faqlsch, man stelle sich vor diese Geschichte und diese Gags würden von unbekannten Darstellern vermittelt – da käme der Film gleich ins VoD Angebot. So liegt aber der Reiz große Stars zu sehen die sich das Leben schwer machen wobei insbesondere Mel Gibson als Macho Arsch eine tolle Show liefern kann; der Rest ist nette Familiencomedy von der Stange die genauso abläuft wie der Trailer es suggeriert. Die Handlung ist dabei eine Fassade, aber letzten Endes eben eine aneinanderreihung von kleinen, braven Gags die meistens bestens funktionieren.

Fazit: Genau was der Trailer verspricht – geradezu keimfrei!

Rating: ★★★☆☆

Coco – Lebendiger als das Leben!

Miguel wächst als Sohn eines Schusters auf, hat aber die heimliche Leidenschaft für Musik und In Gestalt des Sängers Ernesto de la Cruz (Benjamin Bratt) ein großes Idol. Durch einen Zufall gelangt Miguel ins Reich der Toten und beginnt dort zusammen mit seiner Urgroßmutter Imelda und dem Skelett Hector nach Ernesto zu suchen …

Hier ist dann meine übliche Rede fällig daß ich immer etwas zurückhaltender bin wenn es um Pixar geht, einfach weil zu oft Filme von dort überschwengliche Wertungen bekommen haben die es so nicht wert waren. Aber gut, jeder muß für sich stehen, und das kann der Neue mit Sicherheit. Es ist eine bunte und fröhliche Komödie mit sehr melancholischem Unterton, schließlich schwingen im Film Themen wie Tod, Sterben und Abschied nehmen mit. Aber trotzdem mit einer funktionierenden Geschichte mit Herz und Hirn sowie sympatischen Figuren und einer tollen Optik sowie ein paar überraschenden Wendungen. Ich finde lediglich das Design der Totenstadt merkwürdig futuristisch und den Hund Dante mehr nervig als witzig – aber das ist schon jammern auf hohem nivau. Als Kinderfilm mit Anspruch und optische Breitseite funktioniert das Ding absolut großartig!

Fazit: Kunterbunte Optik und viel Herz und Hirn!
Rating: ★★★★☆

Lieber leben

Sportler Benjamin (Pablo Pauly) nach einem Unfall gelähmt und kommt in eine Einrichtungfür die nötigen Reha Maßnahmen. Ein JAhr verbringt er dort und erlebt dort Freundschaft und Zusammenhalt mit anderen Betroffenen, aber ebenso die wechselhaften Probleme und Momente des Krankenalltags … bewegend oder schleppend?

Dieser Titel traf mich mal wieder völlig unerwartet in einer Sneak Preview, ohne zu wissen was es ist und worum es geht. Megaspoiler hatte der Film dann zwar wirklich nicht, aber eine Überraschung war er schon: insbesondere weil ein Film mit dieser Thematik am Ende eine so positive Austrahlung hat. Man kriegt nicht nennenswert aufwendig protokolliert wie der Gesundheitsverlauf der Hauptfigur ist, sieht eben nur daß er stets immer weiter und weiter in den Therapien weitermacht, drumherum ist ein stetes Wechselbad der Emotionen, wo Fröhlichkeit und Hoffnung ebenso mit Trauer und Verzweilflung wechseln. Außerdem können zu jederzeit klare und plausible Momente um die Ecke kommen, etwa wenn Ben mit dem Rollstuhl herumfährt, die Batterie leer ist und er in dem Moment hilflos feststeckt. Dazu gibt’s stellenweise bitteren und doch befreienden Humor – und am Ende eben einen Film der nicht sehr viel erzählt, aber immens viel gezeigt hat. Vor alem den Kampf den Rohlstuhlfahrer durchstehen.

Fazit: Von der Handlung her tieftraurig und bitter und in seiner Art doch optimistisch und humorig!

Rating: ★★★★☆

Detroit

An einem hitzigen Sommertag im Jahre 1967 eskaliert die Lage in Detroit und es beginnen fünf Tage andauernde Unruhen mit rassistischen Hintergründen. In diesem Chaos gerät der Wachmann Dismukes (John Boyega) unter Verdacht an einem Verbrechen beteiligt zu sein …

Nach „Boston“ am Jahresanfang oder vor 10 Jahren „München“ also erneut ein Film der ein wahres, furchtbares Ereignis nachstellt und es nach der Stadt ind er es geschah benennt. Im vorliegenden Fall geht es um die Rassenunruhen in Detroit des Jahrs 1967 und einen blutigen Vorfall der in einem Hotel nach einer Banalität entbrennt. Dabei zerfällt der Film in mehrere Parts: einerseits zeigt er sehr lang und auch ohne wirklich verbindende Hauptfigur die Situation in Detroit, präsentiert reihenweise Alltagsmomente bevor es dann zum Kernpart kommt. Dabei ist der Film 140 Minuten lang von denen gut anderthalb Stunden die scheußlichen Vorfälle im Hotel beleuchten, würde man alles davor und dahinter wegeschneiden hätte man einen knappen, aber harten Psychothriller. So hat man ein Gesamtportrait einer Zeit mit spannendem Kernpart in der Mitte, schmerzlich und bewegend in Szene gesetzt. Dabei aber auch nicht gerade leicht und mitunter recht anstrengend. Wer bei dem Namen Kathryn Bigelow auf flotte Action gehofft hat ist hier falsch, wer solche Titel zu schätzen weiß stößt auf eine Goldgrube.

Fazit: Krass, hart, bitter und ungenehm – schockierender Blick auf reale Vorfälle!

Flatliners

Die fünf Medizinstudenten Courtney (Ellen Page), Ray (Diego Luna), Jamie (James Norton), Sophia (Kiersey Clemons) und Marlo (Nina Dobrev) führen in einem abendlichen Test ihr Studium fort: sie stopppen ihre Herzen für kurze Zeit um so den Übergang ins Jenseits zu erforschen. Die unglaublichen Erfahrungen daraus münden recht schnell in einen blanken Alptraum …

Die Maschinerie der Remakes spuckt ein neues Exemplar aus welches in der Vorschau insgesamt sehr gut daher kam und dann in voller Pracht auf der Leinwand zum totalen Rohrkrepierer wird. Die Story ist identisch mit dem Original von 1990 (dem der Film sympathisch Tribut zollt indem Kiefer Sutherland in ein paar Szenen durchs Bild laufen darf), einzelne Nuancen wurden inhaltlich angepasst. Leider hängt die Nummer total durch und gerät sterbenslangweilig: die Figuren sind (außer Ellen Page und vielleicht Diego Luna) uninteressant und nicht wirklich sympathisch oder gar gut gespielt; das Verhalten ändert sich stetig (der kompetente und coole Charakter wandelt sich in Sekunden in ein unfähiges Weichei); die Idee daß den „Gestorbenen“ nachher fast übermenschliche Kräfte inne wohnen ist absurd und das hinterher folgende Gruseln ist ein braves huch und buh spielchen, zwar mitunter ganz atmosphärisch aber stetig so verzweifelt daß wenn garnichts mehr geht einfach der nächste Jumpscare her muß … sehr sehr dürftig. Immerhin liefert der Film nach etwas zwei Drittel einen wirklich krassen Twist – der aber leider den Streifen für die restliche Laufzeit weiter schwächt.

Fazit: In jeder hinsicht sterbenslangweilig!