Archiv der Kategorie: Thriller

The Gentlemen

Der amerikanische Drogenbaron Mickey Pearson (Matthew McConaughey hat sich eine gut laufende Marihuana Sparte in Lonon errichtet – will aber künftig nur noch fpr seine Frau Rosalind (Michelle Dockery) da sein. Die Suche nach einem Käufer für seine Plantagen gestaltet sich als schwierig …

Guy Ritchie kehrt zurück auf das „Niveau“ und das Level seiner frühesten Filme, eben diesen kleinen, pfiffigen und flotten Gangsterstreifen. Gemessen an seinen alten Filmen ist dieser hier eine Art light Version, aber durchaus in zufriedenstellender Form. Es wird sehr ausführlich eine sehr verschachtelte Gangsterstory erzählt, es treten überraschende Wendungen auf, ein paar sehr gute Gags und ebenso einige Twists. Einen Haken sehe ich in der Besetzung: der Film zeigt zwar eine ganze Handvoll Stars in extrem coolen Rollen, im Grunde hat man aber keine rechte Hauptfigur und so ist bei manchen der Anteil am Film überschaubar (z.B. Colin Farrell). Wer sich hiermit aber eine Art Retrofeeling und Erinnerung an alte Titel des Machers zurückholen mag dürfte dies hinbekommen, als harmloser Unterhaltungsfilm geht dieser wohl soweit klar. Es könnte nur stören daß dieser Film außer einigen Twists nichts zu erzählen hat.

Fazit: Solider Film mit coolen Figuren und verschachtelter Erzählweise!

Rating: ★★★☆☆

Sanctimony – Auf mörderischem Kurs

Tom Turner(Casper van Dien) scheint alles zu besitzen: gutes Aussehen, einen Schlag bei Frauen und einen einträglichen Job an der Wall Street. Doch unter der Oberfläche ist er ein eiskalter, brutaler Mörde rund begeht furchtbare Bluttaten – wobei er mehr und mehr ein Spiel mit der Polizei spielt …

Die Absicht hinter diesem Film ist wohl klar: Boll versuchte im Kinomarkt mit seiner eigenen Produktionsfirma einen Fuß in die Tür zu kriegen. Dazu kratzte er ein Budget zusammen sowie eine ganze Handvoll solider B-Filmstars (die er teilweise eh in jedem Film weiter verwendete) und schrieb ein Skript welches sich diverse Anleihen aus anderen Teilen zusammensucht: da sind ein paar Referenzen zu „American Psycho“ drin, ein wenig „Sieben“ und sogar etwas von „Eyes Wide Shut“. Das montiert er zu einem Großstadtthriller zusammen in dem es im Kern wiedermal um den Polizisten geht der einen Serienmörder jagt. Dabei funktionieren einige Dinge aber ganz gut: gerade Michael Pare gibt einen stabilen Helden ab (auch wenn er zu Beginn in einer Szene in der er sich entblößen muß geradezu demontiert); Casper van Dien als brutaler Killer ist zwar nur ein Schmierlappen, aber eben einer der funktioniert. Wie auch der ganze restliche Film der zwar auf dem Niveau einer durchschnittlichen TV Produktion passiert, aberwenn man die Nummer  eben ohne gesteigerte Ansprüche angeht könnte es (gerade bei der knappen Laufzeit) schlimmer kommen.

Fazit: Kleiner Thriller auf TV Niveau der hohen Vorbildern nacheifert!

Der Unsichtbare

Cecilia (Elisabeth Moss) lebte mit einem Mann zusammen der sie drangsaliert und unterdrückt – dann aber Selbstmord begeht. Die vermeintliche Ruhe danach wird für Cecilia schnell zur Bedrohung als um sie rum merkwürdige Dinge passieren. Sie bemerkt dass ihr ehemaliger Partner sich hat unsichtbar machen können und ihr so nachstellt …

Der Film hat seinen Spoiler im Titel, da es um einen Mann geht der seine Ex-Freundin stalkt, nur eben daß er Verfolger die Möglichkeit hat sich unsichtbar zu machen. Aus einem anderen Blickwinkel hätte man den Film wohl mit diesem Umstand als Pointe aufbauen können, hier weiß der Zuschauer von Anfang an worum es gehen wird und auch der Hauptfigur wird das schnell klar. Daher schiebt der Film seinen Fokus auf seine Stärken: zum einen ist das Elisabeth Moss die eine unkonventionelle Heldin gibt, eine geschundene Frau der man das Leid welches sie erlebt hat ansieht, auf der anderen Seite ist es die Hilflosigkeit der Lage ausgeliefert zu sein: isoliert, mit einem übermächtigen Gegner und keinem der einem glaubt. Aus diesen simplen Versatzstücken zieht der Film eine unglaublich effektive Spannungskurve, baut auch zu Beginn innerhalb weniger Schnitte und Momente eine unglaublich spannende Situation auf. Zusammen mit soliden Effekten und einer insgesamt tristen, Stimmung bekommt man hier zwar nichts worüber man dann groß nachdenken müßte, aber sehr wohl ungemein effektives Spannungskino.

Fazit: Effektreich, humorbefreit und auf simpelste Weise überaus effektiv!
Rating: ★★★★☆

Videoreview von mir; https://www.youtube.com/watch?v=U7FmkUhSgrE&t=2s

Nachtfalken

Deke DaSilva (Sylvester Stallone) und Matthew Fox (Billy Dee Williams) sind erfahrene Polizisten auf den Straßen von New Xok und wrden gebeten, beim Kampf gegen den Top-Terroristen Wulfgar (Rutger Hauer) zu unterstützen. Dies ist der Auftrakt zu einer unglaublichen Jagd …

Das ist wohl ein Film aus einer Zeit in der man Sylvester Stallone nicht gleich mit allen Actionrollen in Verbindung brachte. Dies ist ein Krimi bzw. ein Thriller in der er einen normalen Helden spielt, einen Polizisten der sich sogar hier und da von der Gewalt distanziert und sie nicht anwenden möchte. Auf der anderen Seite haben wir Rutger Hauer als Satan in Menschengestalt, der einen aalglaten Schurken spielt der einfach nur böse des böse seins halber ist. Das mag aus heutiger Sicht etwas eindimensional wirken, zu meckern gibt’s aber am Film trotzdem wenig. Natürlich ist er ein Relikt seiner Zeit, d.h. die Musik und die Outfits wirken natürlich etwas altmodisch und mitunter befremdlich, aber es macht Spaß diese bewährten Darsteller (auch Billy Dee Williams) in jünger und vital zu sehen.

Fazit: Geradliniger Thriller mit Stallone in eher ungewohnter Rolle!

21 Bridges

Ein furchtbarer Tag für as New Yorker Polizidepartment: es werden acht Gesetzeshüter getötet. Der ermittelnde Detective Andre Davis (Chadwick Boseman) läßt alle 21 von New York zum Festland schließen um so die Täter in der Stadt einzuschließen …

Ein knallharter Copfilm der die tragischen Ereignisse einer New Yorker Nacht wiedergibt … eigentlich nichts besonderes, aber das muß es ja auch nicht. An sehr vielen Stellen liefert der Film Momente in denen Entscheidungen anstehen, etwa ob der Polizist die Bösen jetzt in diesem Moment oder erst später kriegt – und welcher Weg eingeschlagen wird ist soweit unerheblich, man weiß eben nur nicht welcher Weg nun genommen wird. Und so setzt sich der Film ein Baukastenszenario zusammen in dem man zwar nie etwas entdeckt was nicht andere Filme wie Copland, Verhandlungssache oder Dark Blue schon vorbereitet haben, was aber dennoch spannend ausfällt. Zumal der Film recht schnell ein zu erwartendes Szenario entwirft das dann aber doch durchbrochen wird. Solide gespielt, mit soliden Actionmomenten und ohne falsche Schaueffekte entsteht hier ein Film der das Wort solide nie verlässt, aber auf seinem Sektor gut funktioniert.

Fazit: Harter Copthriller mit schönen New York Aufnahmen und ohne neue Aspekte!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=8JxET3gCy2s

Casino

Sam „Ace“ Rothstein (Robert De Niro) und Nicky Santoro (Joe Pesci) leben und arbeiten in Las Vegas im Jahre 1973 in der die Casinowelt eine glitzernde Fassade hat hinter der eiskalte Verbrechen geschehen. Durch die Prostituierte Ginger McKenna (Sharon Stone) verliert Ace die Kontrolle …

Nach „The Irishman“ habe ich auch diesen hier auf Netflix wiedergefunden und zum ersten Mal seit bestimmt 20 Jahren nochmal angeschaut. Es war wie ichs erwartet habe: ein großartiger, vielschichtiger Film der mich persönlich wohl etwas überfordert. Zu viele Personen, zu viele Handlungsstränge … und zu viele Dinge die mir wie selbstverständlich vorkommen sollten, mich aber eher irritieren. Damit meine ich Gebräuche, Vorgehensweisen und all die anderen Dinge die in dieser gezeigte Gangsterwelt wohl normal sind. Darstellerisch ist das alles erstklassig, ich respektiere auch wie ein Film eine solche epische Breite an Geschichten und Figuren aufbaut un es ist natürlich toll bekannte Gesichter wie Joe Pesci und Robert DeNiro in entsprechenden Rollen zu sehen. Ebenso ist es ein simpler, aber überaus effektiver Kniff daß die Hauptfigur in der Anfangsszene in die Bredouille gerät und man fast drei Filmstunden warten muss um zu wissen ob er dabei überlebt. Gerade nach dem positiven Erlebnis von „Irishman“ kann manhier nochmal einen (nostalgischen) Blick drauf werfen.

Fazit Groß angelegter Blick in eine fremde Welt!

A Score to Settle

Frank (Nicolas Cage) saß 20 Jahre im Gefängnis und ist tödlich erkrankt. Als er freigelaassen wir dwill er die Dinge mit Sohn Joey (Noah Le Gros) ins Reine bringen. Obendrein will er sich für seine nicht gerechtfertigte Inhaftierung rächen …

Bei seiner endlosen Suche nach Billigskripts hat sich Cage hier glatt mal ein taugliches ausgeguckt. Als Gangster der fast sein ganzes Leben im Knast verbracht hat und nun sterbenskrank entlassen wird spielt er eine Figur die sogar so etwas wie Tiefe und Tragik hat. Und auch wenn das Skript vorrangig darauf aus ist ihm Rache an alten Weggefährten zu ermöglichen nimmt der Dramapart hier einen großen Teil ein. Dabei geht es eben um einen Kerl der sein Leben vergeudet hat und halbwegs versucht noch Bande mit seinem drogensüchtigen Sohn zu knüpfen. Auch wenn das abgesehen von Cage relativ schlicht gespielt ist funktioniert das in vielen Szenen, ebenso dominiert Cage den Film als ein Mann der zwar nicht wirklich sympathisch ist, dabei aber plausibel handelt. Dazu gibt’s hier und da ein paar blutige Momente, auch wenn der Mischmasch dann nicht so ganz stimmig ist: für einen Thriller ists zu wenig spannend, für ein Drama mitunter zu gewaltreich, für einen Actionfilm zu ruhig … für einen Cagefilm aber schon gehobene Klasse.

Fazit: Thrillerdrama in dem Cage nochmal richtig darstellen darf als ein kaputter Mann mit Tragik!

Rating: ★★★☆☆

Kill Chain

Der Ganove Arana (Nicolas Cage) betreibt ein kleines Hotel. Eines Abends tauchen dort mehre gefährliche Gestalten auf. Arana erzählt diesen eine blutige Geschichte die direkt zu ihm führt …

Hier macht es sich Cage dann aber doch etwas (zu) einfach: bei einem 90 Minuten Film erscheint er in den ersten Minuten, verschwindet dann aus der Handlung und ist dann erst ab der Hälfte wieder dabei. Der Rest ist eine lange Rückblende in der sich ein paar fiese Gestalten nach und nach abschlachten, dabei springt auch mehrfach der Fokus von der einen vermeintlichen Hauptfigur zur nächsten – nur daß jede dieser Figuren relativ uninteressant und unspannend gerät. Wenn dann Cage dazu stößt geht es behäbig weiter, immerhin gibt’s im Showdown ein paar Szenen in denen er den bewährten, irren Spinner geben darf, das ist doch wohl was man von ihm will. Mehr als das gibt’s hier nicht: in trister Umgebung gehen ein paar fiese Schmutzfüße aufeinander los, es gibt ein paar Schießereien und einiges an Kunstblut … aber keine Spannung und keine wirklich nennenswerten Aspekte.

Fazit: Cage-Killer Thriller in dem Cage nur die halbe Zeit auftritt!

Flucht von Alcatraz

Frank Morris (Clint Eastwood) wird auf Alcatraz eingekerkert. Er erträgt mühsam die Schikanen und den schlimmen Knastalltag – und entdeckt bald eine Möglichkeit eine Flucht anzugehen …

Das ist wohl auch ein Klassiker den man mal gesehen haben sollte – ich habe es bislang nie und ihn deshalb auf Prime mal nachgeholt. Ich war positiv überrascht, mußte aber auch etwas Geduld aufbringen: das Pacing, das Tempo und alles andere ist unheimlich langsam, zumindest nach den heutigen Maßstäben. In der ersten Stunde ist das Thema Flucht garnicht so präsent, es ist einfach ein harter Gefängnisfilm der den Alltag in diesem Gefängnis zeigt, wie sehr der an der Realität dran ist weiß ich nicht. Ich war überrascht wie viele Details ich gefunden habe die mir aus typischen Knastfilmen bekannt sind, aber dieser Film ist ja quasi ein „Original“ aus dem sich viele andere bedient haben. Action gibt’s dabei nicht so viel, dafür Clint Eastwood in einer seiner besten Rollen und eine sehr spannende zweite Hälfte. Wenn man in der Lage ist sich für so einen Film interessiert zu öffnen sollte man diesen definitiv mal versuchen (wenn man ihn nicht ohnehin schon kennt).

Fazit: Sehr langsam erzählter Klassiker, mit Härte und Spannung!

Unter Verdacht

Detektiv Tony Aaron (Liam Neeson) lebt davon Männern einen Ehebruch nachzuweisen – bis bei einem seiner Jobs seine Frau (Maggie O’Neill) und eine andere Person getötet werden. Tony gerät unter Mordverdacht und entdeckt daß er Opfer eines miesen Spiels ist – und das Angeline (Laura San Giacomo) drin verwickelt ist …

Es gab Zeiten, da hatte Liam Neeson zwar schon viel gemacht, war aber trotzdem noch keine Name mit dem Mann einen Film effektiv verkaufen konnte. Obendrein war ein „Liam Neeson“ Thriller damals noch keine effektive Marke. Dieser hier schonmal garnicht, der bereits damals wie aus der Zeit gefallen wirkte: er spielt in den 50er Jahren, verströmt aber kein Feeling dieser Zeit. Als Film noir der wirklich in den 50er Jahren gedreht worden wäre hätte dieser sicherlich Potential zum Klassiker gehabt, zu seiner Erscheinungszeit Anfang der 90er war er nur ein ungewöhnlich aufgemachter Film. Einer der mich eigentlich sehr langweilig war, es war ein typer „Wer wars Thriller“ ohne Action, mit ein paar falschen Fährten und ein paar überraschend freizügigen Sexszenen. Was dann aber doch absolut überraschend war ist das Ende – da gibt’s eine knifflige Situation die ihre Spannung bis zum Limit ausreizt und eben diese Szene hat für mich den Film nachträglich nochmal aufgewertet. Wer den Film (so wie ich) auf Prime angezeigt bekommt kann mal draufschauen – auch wenn er enttäuscht, man weiß ja zu welchen Leistungen Liam Neeson später noch in der Lage war.

Fazit: Völlig austauschbarer Krimi der in seinem Schlußakt schweißtreibend spannend wird!
3 Punkte