Archiv der Kategorie: Thriller

Taxi Driver

Travis Bickle (Robert De Niro) kämpfte einst in Vietnam und lebt nun in New York wo er sich sein Geld als Taxifahrer verdient. Dabei wird er immer mit den menschlichen Abgründen der Stadt konfrontiert und gelangt zum dem Schluß daß er selber mit Selbstjustiz die Stadt säubern muß. Insbesondere will er eine junge Prostituierte (Jodie Foster) ihrem Zuhälter entreißen …

Ein Film der wohl zurecht als ultimativer Klassiker angesehen werden darf wobei ich diesen Stellenwert insbesondere durch die Darsteller gewährleistet sehe. Die 13 jährige Jodie Foster und ein sehr junger Robert DeNiro dominieren deises Drama daß auch eine Bestandsaufnahme von new York zu dieser Zeit ist und es zeigt als eine verkommene, finstere Gegend ind er es unverzichtbar wird daß jemand effektiv aufräumt. DeNiro spielt diesen jenigen der schrittweise immer mehr den Boden unter den Füßen verliert und dann zur Waffe greift. Wer ihn allerdings heute zum ersten Mal sieht dürfte doch etwas irritert sein: nicht weil er irgendwie schlecht wäre, aber weil er glaube ich aus heutigem Blickwinkel nicht mehr so rabiat und hart erscheint, zumindest bei der Darstellung der Gewaltszenen. Trotzdem: kennen sollte man ihn schon und das nicht nur wegen der berühmten Spiegelszene.

Fazit: Zu Recht ein Klassiker mit DeNiro in einer seiner stärksten Rollen!

Schneemann

Der Polizist Harry Hole (Michael Fassbender) sucht in Oslo nach einer entführten Frau und merkt recht schnell daß er einen Serienkiller verfolgt. Mit seiner neuen Kollegin Katrine Bratt (Rebecca Ferguson) entdeckt er Ähnlichkeiten zu einer früheren Mordserie …

Der seltene Fall eines Titels den ich mir fürs Kino vorgenommen hatte, aber nach vernehmen der Kritiken doch ins Heimkino verschoben habe. Hinterher stelle ich nun fest: gut so. Eigentlich sah die Nummer ganz vielversprechend aus, punktet letztlich auch nur mit den zwei Punkten die der Trailer halt angeboten hat: zum einen Michael Fassbender in der Hauptrolle, der Mann kann garnicht schelcht sein, zum anderen die eiskalte, düstere Atmophäre die der Film sehr wohl sehr gut aufbaut und etabliert. Da enden die Pluspunkte aber bereits: im Grunde ist es eine vereinfachte „Wer ist der Mörder“ Story und eigentlich bin ich nur dran geblieben weil ich wissen wollte er ist es – gut, wußte ich dann am Ende und damit war der Film auch schon im Kopf gelöscht. Ich habe kein Interesse an den Figuren und den zahlreichen Nebenschauplätzen gehabt, höchstens daran wie fertig der in einer Nebenrolle agierende Val Kilmer mittlerweile aussieht. Und ansonsten ist dies die Verfilmung einer Buchserie von der es noch zehn weitere Bände gab … ich hab so ein Gefühl daß wir die nicht grtoß zu sehen kriegen.

Fazit: Atmosphärisch dicht, sonst einfach nur zerfleddert und lahm!

Rating: ★★☆☆☆

Dark Blood

Boy (River Phoenix)verlor seine Frau durch die Folgen radioaktiver Tests und konzentriert sich auf das Anfertigen von indianischen Kachina-Puppen, denen er magische Fähigkeiten zuspricht. Als er Harry (Jonathan Price) und Buffy (Judy Davis) die mit dem Auto eine Panne haben bei soch Obdach gewährt verliebter sich in Buffy und versucht alles die Abreise der beiden heraus zu zögern …

Bei diesem Film sind Entstehung und Umstände viel interessanter als der Film für sich genommen: dies ist der Titel an dem River Phoenix arbeitete als er sich mit einem Drogencocktail selbst das Leben nahm. Der nie abgeschlossene Titel aus 1993 wurde dann 2012 mittels einer Spendenkampagne doch noch zu Ende gebracht, allerdings nur indem der Regisseur aus dem Off die Szenen kommentiert die noch nicht fertig waren. Und dieses Werk kam dann 2017 doch nochmal in die Kinos, wenngleich es für Deutschland nichtmal synchronisiert wurde. All das Getue dann doch um einen recht harmlosen Streifen: ein Ehepaar bleibt mit Wagenpanne im Nichts liegen, River Phoenix spielt einen netten Kerl der sie beheimatet, aber im Grunde nicht gehen lassen will. Mit nicht allzu hohem Budget und fehlenden Szenen ist das Ding in der Tat unvollständig, lediglich der Western Look und eben ein letzter Blick auf River Phoenix rechtfertigen einen Blick drauf.

Fazit: Banaler Thriller mit ungewöhnlicher Hintergrundgeschichte!

Rating: ★★☆☆☆

Steig. Nicht. Aus!

Der Berliner Bauunternehmer Karl Brendt (Wotan Wilke Möhring) will nur seine Kinder Josefine (Emily Kusche) und Marius (Carlo Thoma) bei der Schule absetzen, erhält jedoch auf dem Weg einen Anruf daß sich eine Bombe im Wagen befindet die explodiert wenn jemand aussteigt. Karl ist nun auf einen Unbekannten angewiesen der ihn für eigene Zwecke benutzen will …

Ein deutscher Thriller mit sehr interessanten Vorzeichen, da er von Regisseur Christian Alvart ist. Der hat mit „Fall 39“ und „Pandorum“ sogar Hollywood-Erfahrung, außerdem drehte er bereits mit Hauptdarsteller Wotan Wilke Möhring den Thriller „Antikörper“ den ich bis heute für einen der besten deutschen Thriller halte. Und auch hier hat das Gespann zwei schweißtreibende Kinostunden abgeliefert: klar, viele der Versatzstücke sind bekannt und nur geschickt zusammengeschraubt, etwa die Bombe im Fahrzeug die an „Speed“ erinnert, oder aber die ganze Grundsituation die an „Nicht auflegen“ mit Colin Farrell verweist. Ebenso mag es die ein oder andere Klischeefigur geben und diverse unlogische Momente – aber es stört auch ebensowenig. Wenn man sich drauf einläßt kann der Stress der Hauptfigur für den Zuschauer geradezu körperlich spürbar werden. Obendrein punktet der Film mit einer grandiosen Kameraarbeit, verliert nur in der zweiten Hälfte wenn der Wagen zum Stillstand kommt deutlich an Tempo. Trotzdem zeigt er daß auch ein deutscher Film mit den richtigen Versatzstücken absolut kinoreife Hochspannung hinkriegen kann.

Fazit: Nicht wirklich in allen Belangen neu, aber sehr wohl knifflige und gut funktionierende Hochspannung!

Rating: ★★★★☆

Red Sparrow

Die ballerina Dominika Egorova (Jennifer Lawrence) kann anch einer Verletzung ihren Beruf nicht mehr ausüben kann. Daher schließt sie sich dem Red-Sparrow-Programm der russischen Regierung an und wird zu einer Geheimagentin ausgebildet. Nach Ende der Ausbildung wird sie auf den CIA-Agenten Nathaniel Nash (Joel Edgerton) angesetzt …

Das ist ja in der Planung schon ein gefundenes Fressen für den Regisseur: der Regisseur mehrerer Panem Filme, die Hauptdarstellerin mehrerer Panem Filme inszenieren einen Stoff der den ersten Teil einer Buchtrilogie darstellt – da hat man dann gleich die Dollarscheine in den den Augen. Aber auch nicht zu unrecht: Jennifer Lawrence schafft es wieder einmal eine 140 Minuten Story nicht langweilig werden zu lassen indem sie selsbte infach nur mit ihrer Präsenz den Film rägt. Dieser macht für sich genommen auch nichts verkehrt, spielt halt nur im altbekannten Metier der Agentenfilme und kann da eigentlichw enig neues vorweisen, wobei funktionierendes altbekanntes es ja auch tut: in der ersten Hälfte durchläuft die Hauptfigur ihr knallhartes, brutales Training, in de rzweiten Hälfte geht es dann in den Einsatz und es wird das routinierte „wer mit wem gegen wen“ verwirrspiel durchgezogen. Action gibt’s dabei nahezu keine, aber ein paar sehr brutale und unfassbar blutige Kampfeinlagen entschädigen. Letztlich kann man eigentlich nicht klagen, auch das angestrebte „Serienpotential“ dürfte voll gegeben sein.

Fazit: Unterkühlter Agenthriller mit Megaperformance der Protagonistin!

Die Verführten

Während des amerikanischen Bürgerkriegs leben auf dem Mädcheninternat von Schulleiterin Martha Farnsworth (Nicole Kidman) nur noch Alicia (Elle Fanning), Amy (Oona Laurence), Jane (Angourie Rice), Marie (Addison Riecke) und Emily (Emma Howard), wobei der Unterricht von Edwina Dabney (Kirsten Dunst) durchgeführt wird. Das Leben wir durcheinander gewirbelt als der verletze Nordstaaten-Offizier John McBurney (Colin Farrell) bei ihnen auftaucht …

Wir werden wohl keine Freunde mehr, Sofia Coppola und ich. Nahezu in alle Titel die ich von ihr schaue finde ich keinen rechten Einstieg. Bei diesem hier ebensowenig, wobei ich wenn ich das Ende bedenke sagen mujß: eigentlich ist das ein krasser Film mit einem harten Ende, aber einem sehr langweiligen Verlauf bis dorthin. Eigentlich geht es nur um einen Mann der im Bett liegt und mit den Frauen die ihn versorgren nette Gespräche führt, der Übergang zu Psychoterror ud leichten Bösartigkeiten geht langsam und unmerklich. Eigentlich ist das alles ok, aber eben auch sehr unangenehm zu schauen. Es herrscht eine fiese, unangenehme Atmosphäre, außer dem charmanten Colin Farrell sind alle irgendwie angespannt, doppelbödig oder sonst wie nicht nett und insbesondere Nicole Kidman liefert zwar ein gutes Spiel, aber eben damit eine total unangenehme Person. Wer auf Psychothriller steht kann sich hieran mal versuchen, sollte aber drauf gerichtet sein: er verläuft nicht in „gewohnten“ Bahnen.

Fazit: Krasses Finish dem sich der Film aber sehr behäbig nähert!

Rating: ★★★☆☆

Luna

Die 17-jährige Luna (Lisa Vicari)macht mit ihrer Familie einen Urlaub in einer abgeschiedenen Berghütte. Mit der Idylle ist es vorbei als fremde Männer auftauchen und Lunas Familie brutal ermorden. Luna findet Zuflucht bei Hamid (Carlo Ljubek), der ihr unglaubliche Wahrheiten über ihre Familie enthüllt …

Der Grundplot enthält eigentlich nur Elemente die man so aus anderen Werken kennt: ein braver Normalo, in dem aFall eine junge Frau, deren Leben aus dem Takt gerät, die erkennen muß daß ihre Familie ein Geheimnis hatte und die von jetzt auf gleich ins Kreuzfeuer bösartier Gestalten gerät und sich wheren muß. Wäre dies ein US Film würde er direkt unter „altbekannte Sache“ abgehakt werden, da wir es hier mit einem deutschen Actionfilm zu tun haben kann man etwas milder vorgehen und festhalten: im Rahmen seiner Möglichkeiten macht der Film seine Sache wirklich ziemlich gut. Eine starke Heldin, wobei ich manchmal den Wechsel ihrer Figur zwischen stark und zerbrechlich nicht hinkriege, dazu einige Actionmomente die aber nie theatralisch überzogen sind und eine eben rasten Story in einer gemütliche Laufzeit – das alles flott und hochspannend präsentiert. Kein Blockbuster und kein Film der große Publikumsmengen anziehen dürfte, sehr wohl aber spannende und stellenweise Schweißteibende Unterhaltung.

Fazit: Geradlinig, brutal und sehr spannend – deutlich mehr als zu erwarten war!

The Commuter

Jeden Morgen fährt Versicherungsmakler Michael MacCauley (Liam Neeson) zu seinem Job in Manhattan. Eines Morgens spricht ihn Joanna (Vera Farmiga) an die nach zunächst freundlichen Worten eine unglaubliche Bedinung stellt: Michael muß anhand wager Hinweise eine Person im Zug aufspüren – oder seine Familie wird ermordet …

Das ist an sich ja ein Selsbtläufer: Liam neeson dreht seit Jahren fast nur noch auf ihn gerichtete Thriller die meist auch erfolgreich und populär sind – da seien Titel genannt wie die drei „Taken“ Teile, „Run All Night“, „Ruhet in Frieden“, „Unknown Identity“ und „Non Stop“ – die letzten beiden Titel unter der Regie von Jaume Collet-Sera. Mit diesem tut er sich nun für eine dritte Runde zusammen und an hat geradezu den Eindruck daß der Film das Skript zu „Non-Stop“ als Vorlage genommen und auf einen Zug umgemünzt hat – wenn man den Flugzeugfilm kennt erkennt man endlos viele entsprechende Verlagerungen. Dadurch sind zwar zahlreiche gute Wendungen dabei, aber eben jene die man kennt und Erahnen kann. Allerdings hat der Film ein paar Probleme, das ist vorrangig die Glaubwürdigkeit: es passieren an einigen Stellen Dinge die viel zu gut und zu perfekt arrangiert und geplant erscheinen, wa s dem Film jedwede Glaubwürdigkeit nimmt. Dazu kommt ein ganz mieses CGI, insbesondere der passierende Zugcrash wirkt als sei er komplett aus dem Compute rund siehst geradezu quälend künstlich aus. Trotzdem kann der Film liefern was man von ihm sehen will: Neeson als kantigem, charmanten Helden, eine geradöinige Täterkaht und ein paar passable Actionparts. Also ein gutes Standarfwerk.

Fazit: Solide Zusammenführung bekannter Klischees, nicht neu, aber passabel!

Wind River

Cory Lambert (Jeremy Renner) ist Fährtenleser und arbeit für die Naturschutzbehörde United States Fish and Wildlife Service im Indianerreservat Wind River. Als er eine Frauenleiche findet wird die unerfahrene Agentin Jane Banner (Elizabeth Olsen) aus Florida geschickt um die Hintergründe zu enthüllen. Aus persönlichen Gründen veruscht Cory ihr zur helfen …

Filme wie dieser haben ja wirklich langsam einen totalen Seltenheitswert: eine Story die beginnt, endet, dazwischen was erzählt und ohne daß man eine Sorge haben muß dies als ersten Teil zu betrachten ect. Und es fußt auf einem wahren Fall; wobei ich nicht weiß ob die Ereignisse komplett wahr sind oder nur lose Daten zu einer Filmhandlung verdampft wurden. Diese fällt ja auch sehr sparsam aus: eine leiche wird gefunden, ein Jäger mit schlimmer Vergangenheit und eine unerfahrene Agentin gehen auf die Suche. Dabei wird nicht mit den Klischees gespielt, daß sich gleich eine Liebesbeziehung anbahnt oder der Agentin bei jeder Gelegenheit Pannen passiert, ebensowenig wird eine Reihe an VErdächtigen aufgestellt die dann nach und nach elimineirt werden. Nein, der Film reiht einfach Ermittlungsmomente aneinander die lose aufeinander folgen, dafür umso heftier in ein krasses Finale münden. Atmosphärisch dicht und mit großartier BEsetzung dabei entsteht so geradezu ein Ausnahmetitel.

Fazit: Spannend, deprimierend und großartig gespielt – kleiner, großartiger Thriller!

Rating: ★★★★☆

Detroit

An einem hitzigen Sommertag im Jahre 1967 eskaliert die Lage in Detroit und es beginnen fünf Tage andauernde Unruhen mit rassistischen Hintergründen. In diesem Chaos gerät der Wachmann Dismukes (John Boyega) unter Verdacht an einem Verbrechen beteiligt zu sein …

Nach „Boston“ am Jahresanfang oder vor 10 Jahren „München“ also erneut ein Film der ein wahres, furchtbares Ereignis nachstellt und es nach der Stadt ind er es geschah benennt. Im vorliegenden Fall geht es um die Rassenunruhen in Detroit des Jahrs 1967 und einen blutigen Vorfall der in einem Hotel nach einer Banalität entbrennt. Dabei zerfällt der Film in mehrere Parts: einerseits zeigt er sehr lang und auch ohne wirklich verbindende Hauptfigur die Situation in Detroit, präsentiert reihenweise Alltagsmomente bevor es dann zum Kernpart kommt. Dabei ist der Film 140 Minuten lang von denen gut anderthalb Stunden die scheußlichen Vorfälle im Hotel beleuchten, würde man alles davor und dahinter wegeschneiden hätte man einen knappen, aber harten Psychothriller. So hat man ein Gesamtportrait einer Zeit mit spannendem Kernpart in der Mitte, schmerzlich und bewegend in Szene gesetzt. Dabei aber auch nicht gerade leicht und mitunter recht anstrengend. Wer bei dem Namen Kathryn Bigelow auf flotte Action gehofft hat ist hier falsch, wer solche Titel zu schätzen weiß stößt auf eine Goldgrube.

Fazit: Krass, hart, bitter und ungenehm – schockierender Blick auf reale Vorfälle!