Archiv der Kategorie: Thriller

Promising Young Woman

Die aussichtsreiche Zukunft von Cassie (Carey Mulligan) wird durch einen überraschenden Zwischenfall abrupt beendet. Fortan lebt sie nach außen normal weite rund führt heimlich ein Doppelleben …

Das ist natürlich etwas was ein Film einem beim anschauen geben kann: die Selbstanalyse. Wenn man (wie hier) Männer im Flirtumgang sieht und die Momente wo man geradezu übergriffig wird kann man nicht anders als das eigene Verhalten zu hinterfragen und zu bedenken. Ob eine das gefällt oder nicht ist eine eigene Sache. Unabhängig davon ist dies ein gradliniger, aber trotdem spezieller Thriller der von seiner tollen Hauptdarstellerin Carey Mulligan lebt und getrage wird und ein solides Gespür hat Drama und etwas Thrill wohl zu dosieren. Als kurzweiligen Spaß kann man ihn aber nicht warhnehmen, das verhindert schon das Ende.

Fazit: Vielschichtiger und erschreckender Thriller!

Rating: ★★★★☆

The Little Things

Kleinstadtsheriff Deke (Denzel Washington) ist ausgebrannt und hat seinen Jjob satt, dann aber beginnt ein Serienmörder in seinem Revier zu morden. Mit einem jungen Großstadtpolizisten Detective (Rami Malek) begibt sich Deke auf die Jagd, wobei die unterschiedlichen Persönluchkeiten zum Problem werden …

Willkommen in den neunziger Jahren – das trifft in vielerlei Hinsicht zu. Der Film spielt in dieser Zeit, wirkt auch wie damals gedreht (mal abgesehen von dem gealterten Denzel Washington in der Hauptrolle) und das Drehbuch ist auch einige Jahre alt. Wäre er wohl damals entstanden wäre er heute aber nur ein Titel den man kennt, aber kaum mehr schätzt (ähnlich wie der etwas Washingtons „Knochenjäger“). Im Kern sind es wiede rein paar Cops die miteinander ihre Differenzen haben, die einen Serienmörder jagen und schrittweise der Wahrheit näher kommen. Eigentlich ist alles solides Mittelmaß, es gibt wenig Action und eine solide Spannungskurve, das Besondere dabei sind die großaritgen Darsteller, schließ0lich habt man hier Washington, Rami Malek und Jared Leto am Start. Damit kriegt man zwei kurzweilige Stunden rum die aber kaum Nachklang haben.

Fazit: In jeder Hinsicht solide!

Last Night in SoHo

Sandy (Anya Taylor-Johnson) kann durch die Zeit reisen und gelangt so ins London der 60er Jahre und ist absolut begeistert vom Thema Modesign. Schon bald merkt sie aber was ihre Talente an Schattenseiten mit sich bringen können …

Hier ist Unwissenheit ein Segen. Der erste Treailer hat soweit die Stimmung und ein paar wesentliche Motive korrekt eingefangen, aber wenig von der Story verraten und je weniger man weiß, desto besser. Es geht um eine junge Frau in der Gegenwart die sich in eine junge Frau aus den sechziger Jahren hereinträumt und erlebt was diese erlebte – hier kommen dann viele Fragezeichen über das auf was einst passierte, wer davon noch in der Gegenwart übrig ist und wo die Grenze zwischen Realität, Traum in Erinnerung verwíscht. Diese Ansätze vermischen sich zue iner Mixtur aus Horror, Mindfuck und Thriller mit verwirrenden, treffenden Wendungen und zwei Hauptdarstellerinnen in oscarreifer Bestform. Einer der besten Spannungsfilme des Jahres.

Fazit: Atmosphärisch dichter und stetig ansteigender Psychohorror

Rating: ★★★★★

Army of Thieves

Der Banker Ludwig Dieter (Matthias Schweighöfer) wird angeheuert und einen unmöglich zu öffnenden Tresor zu knacken – damit beginnt eine wilde Reise durch Europa …

Die Banalität dieses Films wird für mich durch das restlos spannende Hintergrundszenario überboten. Schweighöfer bekam eine Chance seine eigene Serie „You are wanted“ in den USA vorzustellen, erhielt auf diesem Wege ein Angebot um eine Rolle in „Army of the Dead“ zu erhalten und kriegt als Bonus die Chance Spin-Off mit seiner Figur zu inszenieren. Dies finde ich spannender als das worum es inhaltlich geht. Ebenso finde ich es witzig weil ich Verglieche mit Jackie Chan zeihe als der 1998 mit „Rush Hour“ in den USA prominent wurde. Für Fans war die Kampfund Comedy nummer von Chan nichts neues, dem breiten Publikum kam es wie eine Inovation. Ebenso darf Schweighöfer hier seine übliche Nummer abziehen, als töffeliger Held mit mitunter weibischem Schreien ect – das was er in deutswchen Komödien oft gemacht hat, hier kommt es aber geradezu frisch und neu an. Obendrein kommt dazu daß Schweighöfer den Film selbst inszeniert hzat und es zeigt sich: er kanns. Das was er hier macht ist zwar kein außergewöhnliches Highlight, aber ein grundsolides Heist Movie und absolut tauglicher Netflix Standard. Und es ist etwas besonderes wenn aus einem großén Horrorfilm ein kleiner, deutscher Gangsterfilm abgeleitet ist. Leider sieht sich der Film dabei wohl als etwas zu ernst und zioeht sich auf viel zu lange 129 Minuten.

Fazit: In jeder Hinsicht soldie, was im Rahmen der Entstehung doch etwas besonderes ist.

Rating: ★★★☆☆

The Guilty

Officer Joe Baylor (Jake Gylenhaal) hat eine Rechtsstreitigkeit am Hals und muß bis zur Klärung Telefondienst schieben. So kommt es aber dazu daß er am TElefon eine Entführung mit anhört …

Es gibt Filme, die kann man wieder und wieder anschauen. Andere verbraten ihr Pulver mit dem ersten Anschauen – und „The Guilty“ aus Dänemark war genau so ein Film. Die Kammwerspielartie Story um einen Mann in einer Hotline der versucht eine Notlage zu entschärfenfunktionierte wunderbar und offenbarte eine großartige, entsetzliche Pointe. Nun also folgt das US Remake welches nur wenigverändert: jetzt sind wir in einer amerikaniscen Polizeistation, Jake Gylenhaal ist der Mann am Rohr, das Büro sieht etwas schicker aus und alles passieert vor dem Hintergrund eines großen Feuers. Aber der Rest ist gleich. Wenn man das Original nicht kennt wird man den Film sehr spannend und fesselnd finden, wenn man aber um den Twist weiß hat der Streifen eigentlich keinen Reiz. Ich verglich es mit Freeze und dem dänischen Original „Nightwatch“: eigentlich ist alles vom Original drin, aber geglättet und ohne Kanten und damit ohne viel Reiz,

Fazit: Hat alle Stärken des Originals, macht aber keinen Sinn wenn man dieses schon kennt.

Rating: ★★★☆☆

They want me dead

Feuerwehrfrau Hannah (Angelina Jolie) leidet unter einem Trauma durch einen schlecht gelaufenen Brand. Dann aber ist sie gefragt: sie findet im Wald den Jungen Conner (Finn Little) der hat brisante Informationen bei sich und wird von zwei Auftragsmördern gejagt …

Kein wirklich guter Film, aber eben der Film auf den ich Lust hatte. Er wirkt als habe man ihn in den 90er Jahren gedreht; in eine Zeitkapsel gepackt und heute rausgelassen. Dabei liefert er zahlreiche Elemente die ich selber einfach immer gerne gesehen habe: die traumatisierte, gebrochene Heldin die an einem Tag wie jedem anderen in eine krasse Lage gerät und über sich selbst hinauswachsen muß. Man mag Jolie an sich die toughe Feuerwehrfrau nur bedingt abnehmen, den verletzlichen Teil kriegt sie sehr gut hin. Und mit hren Filmzögling hat sie eine wunderbare, unaufgeregte Chemie. Was mir (abseits gelegentlicher Brutalität) den Film allerdings etwas verscherzt hat ist der Einsatz vin CGI, dabei geht es nichtmal um das Großfeuer welches sicherlich aus dem Computer stammt, sondern um etliche Bilder und Hintergründe die merklich digital sind. Das hätte früher wohl etwas echter ausgesehen.

Fazit: Eigentlich vergessenswert, aber mit allen Zutaten die ein 90er Thriller so aufgebracht hätte.

Rating: ★★★☆☆

City of Lies

LAPD-Polizist Russell Poole (Johnny Depp) wird in den 90er Jahren auf die Morde an Tupac Shakur und Notorious B.I.G. angesetzt und bekommt aus dem eigenen Department deutlichen Widerstand.- Allerdings wird er von einem Journalisten (Forest Whitaker) unterstützt …

Hier kam ich gar nicht rein. Eigentlich habe ich mir den Film nur angeschaut wegen der „Vorgeschichte“ bzw. wegen der absurden Verschiebung. Der Film wäre eigentlich in 2018 erschienen, wurde dann aber stetig abgesagt und aufgeschoben. Der Grund liegt wohl in den Skandalen rund um Johnny Depp und die Schlammschlacht die er mit Amber Heard geführt hat. Schade, da der Film selber nichts dafür kann. Trotzdem war es wohl für mich nicht schade da ich dem Streifen nichts abgewinnen konnte. Von der Machart ist dies ein sehr gängiger, typischer Thriller der einen wahren Fall aufarbeitet, nämlich den Mord an Notorius BIG. Da dieser im wahren Leben nicht aufgeklärt wurde kann der Film natürlich auch keine entsprechende und zufriedenstellende Antwort liefern. Was er aber macht ist ein übersichtliches Bild zu zeichnen von den Ermittlungen, den beteiligten Personen und einigen Nebenschauplätzen. Depp gibt dabei eine völlig ruhige Vorstellung als Ermittler, ebenso wie Forrest Whitaker die sich komplett der Hintergrundgeschichte unterordnen. Leider ist diese Welt in der dies üassiert mir so fremd, die Musiker und Rapszene der 90er Jahre habe ich nie verstanden. Daher respektiere ich den Film für Thema und Machart, hatte aber nichts für mich zum herausziehen.

Fazit: Konzentrierte Zusammentragung von Fakten mit angemessener, ruhiger Erzählung!
3 Punkte

Sweet Girl

Familienvater Ray Cooper (Jason Momoa) muß hilflos den Krebstod seiner Frau (Adria Arjona) mit ansehen. Als er beginnt einem Pharmaunternehmen unangenehme Fragen dazu zu stellen geraten er und Tochter Rachel (Isabela Merced) in Gefahr …

Eine Netflix Neuveröffentlichung bei der schnell alles klar ist: eine simple Rächerstory über einen Vater der nach erlittenem Unrecht gegen einen Pharmakonzern vorgeht, Jason Momoa als wuchtiger Held der sicherlich die ein oder andere passende Bemerkung parat hat und dazu „Dora The Explorer“ Isabela Merced die wahrscheinlich die niedliche „Damsel in Distress“ gibt … passt also alles. Stimmt nur leider nicht. Der Film erweist scih als ein trauriger Mix aus Drama und Thriller, liefert mit Momoa (der wirklich ergreifend spielt) einen armen Helden der alles was passiert nicht will und hat zwar Actionpassagen drin, doch ergeben sich diese aus den Umständen und sind nicht locker flockig oder spaßig inszeniert. Die Story von Konzernmachenschaften durch die „kleine Leute“ in die Enge geratgen ist dabei nicht neu, aber stetig interessant und ergreifend. Obendrein feuert der Film nach zwei Dritteln einen heftigen Twist raus den man so nicht erwartet hat. Insofern: es ist ein einfacher Netflix Film, dort aber definitiv in der „gehobenen“ Klasse.

Fazit: Trauriger Thriller mit hohem Dramaanteil und verblüffendem letzten Drittel!
Rating: ★★★★☆

Brawl in Cell Block 99

Boxer Bradley (Vince Vaughn) verliert seinen Job als Auto-Mechaniker und liegt in den letzten Zügen seiner Ehe. Ein Job als Drogenkurier bringt ihn schließlich ins Gefängnis – dort soll er eine Reihe gefährlicher Aufträge ausführen …

Manchmal haben Regisseure einen vollständig eigenen, unverwechselbaren Stil. S. Craig Zahler ist wohl so jemand, da dieser Film bei jedem anders ausgesehen hätte. Die Story könnte auch aus einem plumpen Actionfilm stammen und Vince Vaughn einen tumben Schläger spielen der sich durchprügelt – aber das ist meilenweit vom Resultat entfernt. Der Film ist zwar lang, wirkt aber extrem kurzweilig und mit Vince Vaughn hat man eine zwar unterkühlte, aber strike Figur die sich nüchtern und zielstrebig voran bewegt. Die Härte und Burtalität einiger Kampfsequenzen fordert alles ab und das krasse Ende setzt da noch einen entsprechenden Pluspunkt.

Fazit: Etwas speziell und fordernd, aber ebenso knallhart und krass. Kein simpler Actionfilm …

Rating: ★★★★☆

Cortex

Als Hagen (Moritz Bleibtreu) entsetzliche Albträume bekommt wirkt sich daß auf sein Umfeld aus.Seine Frau Karoline (Nadja Uhl) geht mit dem Kleinkriminellen Niko (Jannis Niewöhner) eine Affäre ein die alles verändert …

Ein wahrer Mindfuckfuckfuck … den ich mir vorrangig aus Neugier und Sympathie gegeben habe. Ich bin kein Fan von Moritz Bleibtreu, habe aber Respekt vor ihm und seiner Art und fand es darum spannend was er rausholt wenn er auf dem Regiestuhl sitzt. Eigentlich sollte ich es nicht sachlich bewerten da ich nach nicht allzu langer Zeit aus dem Film geflogen bin. Der stetige Perspektivwechsel, inklusive Zeitsprünge und Traummomente haben mich schlichtweg überfordert so daß ich ab einem bestimmten Twist nur noch ratlos zugeschaut habe. Das wurde zwar am Ende besser wenn die Stories wieder zusammen finden, aber über die meiste Zeit war ich ebenso unverständig wie interessiert. All das wird aber von dichter Atmosphäre und solidem Schauspiel zusammengehalten, wie auch dem fehlen falscher Schaueffekte. Insofern: Bleibtreu auf dem Regiestuhl ist hochinteressant.

Fazit: Inhaltlch sehr fordern, atmosphärisch überaus dich!