Archiv der Kategorie: Thriller

Schachnovelle

Der Anwalt Josef Bartok (Oliver Masucci) wird 1938 von den Nazis in Isolationshaft genommen und dem bösartigen Franz-Josef Böhm (Albrecht Schuch) stetig verhört. Dafür gelangt ihm ein Schachbuch in die Finger …

Hier hatte ich ein sehr großes Interesse dran, da ich das Buch in der Schule gelesen und nie ganz vergessen habe. Recht schnell wurde mir aber klar daß der Film einen Schwerpunkt ganz anders setzt: im Buch wurden die beiden Schachgegner in Rückblenden beleuchtet und es ging um den Konflikt und das Schachduell der Rahmenhandlung. Im Film ist der Schwerpunkt aber auf die von Oliver Massuci gespielte Figur gesetzt, welche in Isolationshaft gesetzt wird und monatelang in einem Raum sitzt. Dabei ist ein Buch mit Schpartien sein Versuch seinen Verstand klar zu halten. Der Film erweist sich somit als eine Art Psychodrama der den Leidensweg und den Abstieg in den Wahnsinn zeigt, der Schpart wird dabei eher zweitrangig. Aber so ist eine wunderbare Bühne gegeben auf der Massuci eine unglaubliche, starke Perfomance abliefern kann. Daher ist dies eher was für Freunde von Thrillern als für Literaturfans.

Fazit: An die Nieren gehender Psychothriller über einen Mann der in Isolation de Verstand zu verlieren droht.

Rating: ★★★☆☆

 

Der Spinnenkopf

Steve Abnesti (Chris Hemsworth) betreibt ein Gefängnis in dem die Gefangenen durch eilnahme an Experimenten ihre Strafen verkürzen können. So stellt sich auch Jeff (Miles Teller) zur Verfügung …

Da kommen natürlich drei attraktive Namen zusammen: Chris Hemsworth in der Hauptrolle der charmant vom Cover grinst, Miles Teller, welcher immer gut für eine Nebenrolle sit und auf dem Regiestuhl saß Joseph Kossinsi der aktuell mit „Top Gun 2“ einen großen Hit verzeichnet. Was diese hier auf Netflix rauswerfen bleibt aber hinter den Erwartungen zurück. Die Story in der es letztlich um den Ausbruch aus einem Supergefägnis geht baut keine Stimmung auf, zumal der Bau komplett in paradiesischem Umfeld liegt und acuh von Innen recht freundich durchleuchtet und bnt gestaltet ist. Der Film besteht was nur aus Dialogszenen in Testräumen bei denen man den Eindruck hat daß Hesmowrth alle Szenen an einem Set hat absolviren können. Spannung kommt kaum auf, die paar wenigen Wenungen lassen kalt. Final ist dies wieder mal ein Netflix Blender der duch prominente Mitwirkende davon ablenkt daß er inhaltlich kaum was zu liefern hat.

Fazit: Netter Thrilelransatz der sich im Kern aber restlos verschenkt!

Rating: ★★☆☆☆

The Many Saints of Newark

In Newark in den 1960er Jahren toben Rassenunruhen. Dabei geraten Schwarze und Italiener in den Konflikt. Als dann die Gangsterfamilien beider Seiten eingreifen wird die Lage blutig …

So was schaut man wenn man ein „Vervollständiger“ ist . Ich habe die Sopranos vorüber zehn Jahren einmal durchgeschau und mich danach nie wieder damit befasst, daher sind mir auch alle genauen Bezüge nach und anch entfallen. Auf einen Film der die Jugend von Tony Soprano und der andern Charaktere zeigt habe ich nicht gewartet, aber ich schaue mir auch sowas gerne an. Und kann aus zwei Blickwinkeln drauf schauen: als Ergänzung zur Serie habe ich ihn nicht gebraucht. Es sind ein paar Ergänzungen zu Figuren die man halt kennt, einige Querverweise und Anspielungen auf die Serie welche bei Fans sicherlich eine gewisse Begeisterung auslösen können. Auf der anderen Seite ist es eben ein typischer Mafia Gangsterfilm, was ein Blick in eine Zeit und in ein Leben ist an dem ich niemals irgendeinen Anteil hatte oder zu dem ich irgendeinen Bezug hinkriege. Daher geht der Film klar, da er kurzweilig ist und ein paar spannende Momente hat, als großees Reviewal des Sopranos Thema habe ich ihn allerdings nicht erlebt,

Fazit: Solider Nachklapp einer populären Show ohne Highlights oder Durchhänger!

Rating: ★★★☆☆

Fresh

Frustriert von ständigen schlechten Dates ist Noa (Daisy Edgar-Jones) glücklich als sie in einem Laden Steve (Sebastian Stan) kennenlernt. Kurz darauf bricht sie mit ihm zu einem Ausflug aus – allerdings erweist sich Steve als Mensch mit einigen Geheimnissen …

Bei diesem Film wäre schon die Nennung des Genres ein Spoiler, zumindest nach der ersten halben Stunde. In dieser Zeit sind wir in der typischen RomCom, in der eine unglaublich liebenswürdige Frau einen absoluten Charmebolzen trifft sich, die Beziehung langsam entwickelt und alles wunderbar ist. Dann brechen die beiden zu einem Ausflug auf und es folgt ein gigantischer Twist der den Zuschauer wie auch die Hauptfigur in ein komplett neues Umfeld und in eine neue Umgebung versetzt. Man hat ab da noch anderthalb Stunden Film vor sich und ist komplett ratlos: wo soll es hingehen, was wird gestrickt? Aus dem vorgegebenen Szenario hätte man meiner Meinung nach zwar einiges anderes machen können, aber man ist zu keinem Zeitpunkt sicher was als nächstes passiert. Die Figuren und Entwicklungen bleiben stetig undurchsichtig und im weitesten Sinne geht der Film nicht den Weg den ich bevorzugt hätte, aber er bleibt stets überraschend, Dies ist ein Film wie er auf dem Fantasy Filmfest läuft und sich nicht an Jeden sondern an ein spezielles Zielpublikum richtet. Dadurch dass er einfach auf Disney plus erscheint könnte es natürlich passieren dass einige Leute ihn sehen die nicht für derartige Kost gedacht sind, trotzdem lohnt der Versuch. Nach Pam und Tommy erweist sich Sebastian Stan auch hier als absolutes Feuerwerk

Fazit Kippt nach einer halben Stunde in ein anderes Genre und nimmt die Zuschauer mit auf einen komplett unvorhersehbaren Trip, spielt auf diesem Weg allerdings nicht alle Trümpfe aus

Rating: ★★★☆☆

Tod auf dem Nil

Meisterdetektiv Hecule Poirot (Kenneth Branagh) begleitet eine Kreuzfahrt auf dem Nil um Linnet Doyle (Gal Gadot) zu beschützen die dort zwar mit ihrem Verlobten Simon (Amie Hammer) untewegs ist, sich aber bedroht fühlt. Als es zu einem Mord kommt sucht Poirot unter den spleenigen Fahrgästen nach dem Täter …

Die schönste Erinnerung die ich mit diesem Film verbinde sind die Umstände unter denen ich ihn nicht sah: da saß ich nämlich im Kino und es wurde versehentlich der 1970er Film mit Peter Ustinov eingelegt und ich zog unverrichteter Dinge wieder ab. Durch die heutige Auswertung kommt er jetzt zeitnah zu Disney Plus und ich konnte ihn nachholen, nur um festzustellen dass ich am besagten Tag im Kino rein gar nichts verpasst habe. Der digitale Look war mir schon im Trailer aufgefallen und macht es eigentlich unmöglich in einen Film tief einzutauchen, sondern gab das Feeling eines Videospiels und von Künstlichkeit in jedem Moment. Die Story zerfällt in zwei überlange, ungleiche Hälften, wobei man in der ersten Hälfte reichen und unsympathischen Gestalten beim Luxusleben zusieht und ein wenig Intrige und Liebesleid beobachtet, wohingegen in der zweiten Hälfte dann ein Krimi losgeht, der vorrangig aus Verhören besteht. Das alles ist zwar schick und edel inszeniert soweit es die Technik zulässt, aber trotzdem ist dies genau die Form von künstlichen Film, der dem Zuschauer vielleicht Zerstreuung, aber keine Faszination bietet und die obendrein mit der Rückblende auf die privaten Hintergründe der Hauptfigur vom Hauptteil ablenkt und ein unausgegorenes Drama einbindet.

Fazit; Es ist spannend wer es war aber dafür lohnt es sich nicht 130 Minuten Künstlichkeit anzuschauen

The Batman

Millardär Bruce Wayne (Robert Pattinson) zieht durch die Straßen seiner Stadt Gortham um verleidet als Rächer Batman gegen das Unrecht vorzugehen. Dann aber fordert ihn ein finsterer Gegner zu einem bösartigen Spiel heraus …

Das Batman Thema in einer wirklich noch nie dagewesener Form, zumindest filmisch. Hier haben wir im Grunde einen harten, häßliche Großstadtthriller in dem ein Serienmörder umgeht und Batman einfach nur der Polizei hilft, dabei wir dvon Opfer zu Opfer eine große Geschichte aus der Vergangenheit zu Tage gefördert. Der Film hätte sicherlich auch funktioniert wenn es nicht Bruce Wayne und die andren Charaktere wären, aber natürlich ist das Thema dadurch ungemein spannender. Was bei einer Lauflänge von drei Stunden auch nötig ist in denen es nur zu wenigen Actionpassagen kommt und eher Ruhe und Finsternis herrschen. Ich finde es befremdlich daß vieles zur Figur Batman nicht gezeigt oder erklärt, sondern als bekannt voraus gesetzt wird, aber das ist schon meckern auf hohem Niveau. Die Spannung und der geradlinige Plot halten einen gefangen und man sieht zum ersten mal auf der Leinwand wie gut die Figur Batman auch als Detektiv funktioniert.

Fazit: Eher Thriller als typischer Comicfilm – großartige Neuinterpretation!

Rating: ★★★★☆

Zwielicht

Der junge Messdiener Aaron (Edward Norton) wird beschuldigt einen Bischof ermordet zu haben. Staranwalt Michael Vail (Richard Gere) übernimmt den Fall aus Publicitygründen – schon bald droht ihm die Geschichte aber über deb Kopf zu wachsen …

Ein Wiedersehen nach rund 24 Jahren: ich sah den Film in seinem Erscheinungsjahr im Kino und nun nach all der Zeit ein zweites Mal als meine Frau sich einen Thriller wünschte und diesen hier aus dem Netflixangebot fischte. Alles was ich noch weußte war die krasse Schlußpointe, in diesem Wissen konnte ich aber den Film aus anderen Blickwinkeln betrachten. Zum Beispiel als ein Starvehikel für Richard Gere den man zur Zeit des Erscheinens noch in einen solchen Film packen konnte als Kassengarant, ebenso wußte man nicht was für einen Top-Star und was für ein Talent man hier mit Edward Norton in der zweiten Hauptrolle am Start hatte. Generell ist dies ein Actiionfreier, aber spannender Gerichtsfilm ein typisches Produkt seiner Zeit bei dem in den Juristenthrill immer mal wieder Anflüge eines Psychothrillers reingeraten Das ergibt am Ende eine stimmige, aber eben ungewöhnliche Mischung nach heutigen Sehgewohnheiten. Mag damals ein Hit gewesen sein, ist heute wohl ein sympathischer Evergreen mit überragendem Schauspiel.

Fazit Hohe Anteile aus Gerichts und Psychothriller mit sitzender Schlußpointe

Rating: ★★★☆☆

Promising Young Woman

Die aussichtsreiche Zukunft von Cassie (Carey Mulligan) wird durch einen überraschenden Zwischenfall abrupt beendet. Fortan lebt sie nach außen normal weite rund führt heimlich ein Doppelleben …

Das ist natürlich etwas was ein Film einem beim anschauen geben kann: die Selbstanalyse. Wenn man (wie hier) Männer im Flirtumgang sieht und die Momente wo man geradezu übergriffig wird kann man nicht anders als das eigene Verhalten zu hinterfragen und zu bedenken. Ob eine das gefällt oder nicht ist eine eigene Sache. Unabhängig davon ist dies ein gradliniger, aber trotdem spezieller Thriller der von seiner tollen Hauptdarstellerin Carey Mulligan lebt und getrage wird und ein solides Gespür hat Drama und etwas Thrill wohl zu dosieren. Als kurzweiligen Spaß kann man ihn aber nicht warhnehmen, das verhindert schon das Ende.

Fazit: Vielschichtiger und erschreckender Thriller!

Rating: ★★★★☆

The Little Things

Kleinstadtsheriff Deke (Denzel Washington) ist ausgebrannt und hat seinen Jjob satt, dann aber beginnt ein Serienmörder in seinem Revier zu morden. Mit einem jungen Großstadtpolizisten Detective (Rami Malek) begibt sich Deke auf die Jagd, wobei die unterschiedlichen Persönluchkeiten zum Problem werden …

Willkommen in den neunziger Jahren – das trifft in vielerlei Hinsicht zu. Der Film spielt in dieser Zeit, wirkt auch wie damals gedreht (mal abgesehen von dem gealterten Denzel Washington in der Hauptrolle) und das Drehbuch ist auch einige Jahre alt. Wäre er wohl damals entstanden wäre er heute aber nur ein Titel den man kennt, aber kaum mehr schätzt (ähnlich wie der etwas Washingtons „Knochenjäger“). Im Kern sind es wiede rein paar Cops die miteinander ihre Differenzen haben, die einen Serienmörder jagen und schrittweise der Wahrheit näher kommen. Eigentlich ist alles solides Mittelmaß, es gibt wenig Action und eine solide Spannungskurve, das Besondere dabei sind die großaritgen Darsteller, schließ0lich habt man hier Washington, Rami Malek und Jared Leto am Start. Damit kriegt man zwei kurzweilige Stunden rum die aber kaum Nachklang haben.

Fazit: In jeder Hinsicht solide!

Last Night in SoHo

Sandy (Anya Taylor-Johnson) kann durch die Zeit reisen und gelangt so ins London der 60er Jahre und ist absolut begeistert vom Thema Modesign. Schon bald merkt sie aber was ihre Talente an Schattenseiten mit sich bringen können …

Hier ist Unwissenheit ein Segen. Der erste Treailer hat soweit die Stimmung und ein paar wesentliche Motive korrekt eingefangen, aber wenig von der Story verraten und je weniger man weiß, desto besser. Es geht um eine junge Frau in der Gegenwart die sich in eine junge Frau aus den sechziger Jahren hereinträumt und erlebt was diese erlebte – hier kommen dann viele Fragezeichen über das auf was einst passierte, wer davon noch in der Gegenwart übrig ist und wo die Grenze zwischen Realität, Traum in Erinnerung verwíscht. Diese Ansätze vermischen sich zue iner Mixtur aus Horror, Mindfuck und Thriller mit verwirrenden, treffenden Wendungen und zwei Hauptdarstellerinnen in oscarreifer Bestform. Einer der besten Spannungsfilme des Jahres.

Fazit: Atmosphärisch dichter und stetig ansteigender Psychohorror

Rating: ★★★★★