Archiv der Kategorie: Horror-Komödie

Freaky

Ein alter Fluch bewirkt daßs die 17-jährige Schülerin Millie Kessler (Kathryn Newton) und der Serienmörder „Blissfield Butcher“ (Vince Vaughn) die Körper tauschen. Es bleiben nur 24 Stunden um den Zustand rückgängig zu machen …

Ein Serienmörder und ein High-School Girlie tauschen die Körper, was dazu führt daß Vince Vaugn als sperriger Killer plötzlich Cheerleader Choreographien tanzt oder einen Jungen anschmachtet. Mit diesem Gag versucht der Film 100 Minuten zu füllen. Was aber nur leidlich gelingt. Trotzdem machen viele Dinge Spaß: der Film hat den Look eines 90er Jahre Slasherfilms, es gibt reihenweise ultrabrutale Slaherszenen die aber nicht hart wirken sondern comichaft überzogen sind und insbesondere Kathryn Newton macht als herzensgute Millie sehr viel Freude. Es fehlt aber die wirkliche Härte, dadurch daß eigentlich keine sympathische Figur umkommt, ebenso ist alles stets der Comedy gewidmet und kommt kaum mal dazu richtig spannend zu sein. Alles in allem ist dies spaßig, aber ohne lange Nachwirkung.

Fazit: Macht echt Freude und ist kurzweilig, aber ohne echte „Nachwirkung“.

8rating: 3]

Gremlins – Kleine Monster

Billy (Zach Galligan) bekommt zu Weihnachten das pelzige Wesen Gizmo geschenkt, einen Mogwai. Allerdings wird durch einen Fehler eine Regel mißachtet die man niemals brechen darf – und schon bald entsteht tödliche Gefahr für die Kleinstadt Kingston Falls…

Auch bei diesem Film bin ich im Zwiespalt – ich bin gefangen zwischen der persönlichen Auffasung und dem Respekt. Den Respekt dafür daß dies ein Klassiker ist, daß dieser Film bei einigen ein legendärer Weihnachtstitel ist dessen Namen bis in die Gegenwart besteht. Außerdem ist dies eine humorvolle, fette Ladung an Endloszerstörung und eben ein charmantes Gruselmärchen mit Witz und Tempo. Der kleine Gizmo stellt zudem eine der süßesten Filmfiguren ever da. Und dennoch: auch wenn ich einen Hang zur Nostalgie habe, mich hat diese wilde Geisterbahnfahrt nicht gecatcht. Und wie immer ist es auch meine Überlegung ob es an meinem Alter liegt oder dem traurigen Gedanken daß diese Nummer heute wohl kaum mehr neue Zuschauer für sich einnehmen könnte … keine Ahnung. Trotzdem freue ich mich für jeden der ein strahlendes Lächeln bei der 100, Wiederholung im Gesicht hat.

Fazit: Ein Klassiker in vielerlei Hinsicht!

Rating: ★★★★☆

Love & Monsters

Joel (Dylan O’Brien) und seine Freundin Aimee (Jessica Henwick) werden außeinander gerissen als eine Monsterapokalypse über die USA hereinbricht. Nach sieben Jahren Trennung erhält Joel ein Lebenszeichen und beginnt eine wilde Odyssee um Aimee wiederzusehen …

Ich sah den Film mit einer großen Wehmut: wäre der Film unter normalen Umständen ins Kino gekommen hätte ich ihn sicherlich in einer Sneak Preview gehabt und einen schönen Abend verbracht, so ist es nur eine unscheinbare Premiere auf NEtflix. Aber eine die sich lohnt: der Film entwirft ein Weltuntergangsszenario, nimmt das Passierte aber nicht ernst und schrecklich, sondern eher leicht. Dann wird ein unsagbar sympathischer, wenngleich nicht besonders kluger Held ins Getümmel geworfen, der sich aus Verknalltsein in ein großes Abenteuer stürzt. Dabei geht’s zwar oftmals actionreich und spannend zu, der Fokus liegt trotzdem auf einem eher humorigen Ton. Die Monster die hier auftauchen könnten fast alle auch bei einer „Men in Black“ Fortsetzung agieren und sieht technisch adäquat, aber nicht ausladend inszeniert. Letztlich ist der Film durchweg sympathisch, macht durchgehend Spaß und beleuchtet bekannte Motive einfach ein wenig humoriger. Ein ganz großer Spaß.

 

Fazit: Viele bewährte Komponenten in frischer From aufbereitet so daß es einen großen Spaß ergibt!

Rating: ★★★★☆

Zombieland 2 – Doppelt hält besser

Wichita (Emma Stone), Little Rock (Abigail Breslin), Columbus (Jesse Eisenberg) und Tallahassee (Woody Harrelson) schlagen sich weiterhin gemeinsam durch eine Welt die von der erfolgten Zombie Apokalypse gezeichnet ist. Deren Zusammenhalt wird aber auf eine harte Probe gestellt als sie auf neue Überlebende wie Kiffer Berkeley (Avan Jogia) treffen …

Nach zehn Jahren gibt’s hier endlich ein Sequel auf das im Grunde niemand gewartet hat, aber bei dem eigentlich auch keiner wirklich was dagegen haben dürfte. Wobei sich die Freude nach rekativ kurzer Zeit verflüchtigt und man merkt daß sich dieser Film etwas anders anfühlt. Es sind zeh Jahre vergangen, die Figuren sind zehn Jahre älter, haben sich aber außer Abigail Breslin (äußerlich) nicht wirklich weiter entwickelt. Allerdings brennt diese recht schnell durch wodurch die verbleibenden drei lange Zeit unter sich sind und man merkt daß die Stimmung irgendwie gebremst ist. Woody Harrelson macht dabei am meisten Spaß, er hat die meisten Lacher und offensichtlich am meisten Spaß. Jesse Eisenberg ist eher gebremst, spult seine Rolle ab wie in Teil eins und Emma Stone ist irgendwie genervt – sie zieht die meiste Zeit eine Flappe und wirkt extrem gelangweilt. Ansonsten verläßt der Film die routinierten Bahnen nicht: es gibt einige Zombieszenen in denen ordentlich gesplattert wird, viele dumme Sprüche, die üblichen Regeln und den ständigen Runnig Gags mit Texteinblendung. Storytechnisch passiert nicht viel, aber das braucht es nicht. Die Leichtigkeit und den Spaßfaktor des Vorgängers erreicht er zu keinem Zeitpunkt, trotzdem ist generell damit zu rechnen daß er „zufrieden“ stellt.

Fazit: Alle Komponenten die den ersten Teil ausgemacht haben sind wieder drin, wenn auch in weniger originellen Aufmachung!

Rating: ★★★☆☆

Ready or Not

Grace (Samara Weaving) steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Alex De Lomas (Mark O’Brien). Dan aber beginnt ein grausames Spiel, initiert von dessen Familie. Dabei muß sie sich gefahrvoll den Platz in der Familie erkämpfen …

Ich müsste mich aus diversen Gründen über den Film aufregen die ich in diesem Falle aber nicht weiter gestört haben: wir haben eine Hauptfigur namens Grace über die wir kein Stück erfahren, für die laufende Handlung stört das aber nicht. Ebenso wenig daß der Film in einem riesigen Haus Spiuelt welches wir als Zuschauer eigentlich nie wirklich gezeigt bekommen und verstehen. Die Hauptfigur kann so jederzeit überall hin fliehen und kommt immer in genau den Raum der für die Handlung passend ist. Dabei wird aber nicht versucht einen realistischen Look zu kreieren, der Film ist durchweg absurd, übersteigert und einfach nur eine große, lustige und makabere Komödie. Darin wird es manchmal spannend, darin wird es an manchen Stellen sehr blutig und manche Drehbuchwendung ist unglaublich schräg – aber wenn man zu dem Publikum gehört das dazu einen Zugang haben kann wird man mit einem unkonventionelle, Film belohnt. Deswegen möge man einen Blick riskieren wenn man mal einen Titel jenseits der Standardware versuchen mag.

Fazit: Abgedrehte Horrorkomödie jenseits jeden realistischen Ansatzes – aber in seiner eigenwilligen Art ein großer Spaß!
Rating: ★★★★☆

Little Monsters

Straßenmusiker Dave (Alexander England) begleitet seinen Neffen Felix (Diesel La Torraca) auf Kindergartenausflug um die Erzieherin Miss Caroline (Lupita Nyong’o) anzubaggern – wobei er einen Konkurrenten in Gestalt des Entertainers Teddy McGiggle (Josh Gad) bekommt. Das wird aber unwichtig als eine Horde Zombies über den Ort herfällt …

Hier hat jemand einen ziemlich vielseitigen Genreix versucht und ist daran gescheitert was eben solche Mixfilme so schwierig macht: dem Abstimmen der einzelnen Komponenten. Der Film beginnt als RomCom mit einem Deppen der seine Beziehung versaut, leider ist diese Figur so überdreht und unsympathisch daß er als Träger für Zuschauersympathien komplett ausfällt. Dann wechselt der Film schlagartig in einen Horrorfilm und vereint gleichermaßen ultrabrutale Splatterszenen mit übelst albernen Comedymomenten. Hier ensteht aber das Problem daß die Lage zwar auf dem Papier bedrohlich ist, sich aber nie so anfühlt und die von Lupita Nyongo gespielte Lehrerin so cool ist daß man nie wirklich Sorgen um die Hauptfiguren hat. Und es passiert zu wenig außer daß sich die Figuren an einem sicheren Moment verschanzen und ab dort eigentlich nur abwarten. Schade, aber nicht schlimm: aus der Grundidee hätte man sicher was machen können.

Fazit: Findet die richtige Balance zwischen Spaß, Ernst und Spannung nicht!Rating: ★★☆☆☆

The Dead don’t Die

In der Kleinstadt Centerville ereignen sich merkwürdige Vorfälle und dann erheben sich auch noch Tote aus ihren Gräbern und greifen die Lebenden an. Mitten in diesem Chaos versucht der Polizisten Ronnie Peterson (Adam Driver), sein Vater Cliff Robertson (Bill Murray) und Mindy Morrison (Chloë Sevigny) die Lage zu retten …

Hier macht es überhaupt keinen Sinn irgendwie inhaltliche Daten aufzuzählen oder sonstwie zu versuchen eine Empfehlung abzugeben. Der reine Plot ist ganz einfach; es wird eine Kleinstadt von Zombies angegriffen. Es geht nicht darum die hundertste Variante einer Zombie Attacke darzustellen oder Figuren zu präsentieren, die heldenhaft um ihr Überleben kämpfen. Dieser Film macht etwas ganz anderes: im Grunde ist es so als habe jemand das Skript für einen Zombiefilm genommen und alle Punkte die typische dramaturgische Wendungen enthalten einfach aus dem Fenster geworfen. Es geht um Figuren die nicht so handeln wie es Menschen in der Realität oder einer filmischen Wirklichkeit tun, es wird hier und da mal die vierte Wand durchbrochen, es tauchen Figuren auf und sterben ohne für die Story irgendeinen Beitrag geleistet zu haben .. ebenso gibt es reihenweise Szenen die eigentlich völlig ohne Belang sind. Warum also lohnt es sich dem Film eine Chance zu geben? Das kann man im Grunde nicht beantworten da die Antwort restlos individuell ist. Der Film funktioniert nicht als typischer Horrorfilm sondern als Kunst Film und ich kann jeden verstehen der in der gebremsten Langsamkeit pure Langeweile und Nervtöterei sieht, ebenso kann es aber sein dass man in diesem entschleunigten Mikrokosmos irgendwie einen Sinn für den kauzigen Humor hat und deswegen sehr vieles sehr lustig findet. Das kann man versuchen aber nicht garantieren, wobei es ein gutes Indiz ist ob man schon mit früheren Jim Jarmusch Werken Probleme hatte oder nicht.

Fazit: Mag den Plot eines Zombie Films haben ist aber ein eigensinniger Kunst Film dessen Humor sich nicht jedem erschließen dürfte!

Rating: ★★★★☆

Anna und die Apokalypse

Anna (Ella Hunt) möchte schnell die Schule abschließen und aus ihrer Heimatstadt Little Haven wegziehen, wobei sie nicht bemerkt daß ihr bester Freund John (Malcolm Cumming) in sie verliebt ist und dies nicht aussprechen kann. Dann wird ihre Schule von einer Zombie Apokalypse heimgesucht …

Ich schaue nur sehr selten Musicals, bin aber dann oftmals überrascht wie amüsant ich sie mitunter finde. Das ist im gegebenen Falle auch nicht schwer: hier wird eine Schule von Zombies attackiert, ein paar sympathische Figuren kämpfen dagegen und all dieses erscheint in Muscialform. Auch wenn dabei mitunter blutig gemeuchelt und getötet wird überwiegt der Comedyfaktor, etwa wenn die Ahuptfigur ein fröhliches Lied trällert und um sie herum gar nicht mitbekommt daß die Zombies um sie herum angreifen. Ernst nehmen kann man das alles zwar nicht, da es aber unverkrampft und fröhlich daherkommt und seine „britische“ Herkunft in jeder Einstellung ausstrahlt ist dies ein kleiner, unscheinbarer, aber extrem witziger und spaßiger kleiner Titel. Das Weihnachtsflair in dem es spielt mag nicht in jeder Jahreszeit passen, aber das stört den Film nicht.

Fazit: Metzeln und singen – ungemein fröhliche und funktionierende Komödie!

Gänsehaut 2

Die beiden Freunde Sonny (Jeremy Ray Taylor) und Sam (Caleel Harris) finden in einem leeren Haus ein Buch des Horrorautors Stines und erwecken dabei die bösartige Bauchrednerpuppe Slappy. Slappy versucht schnell weitere Monster zu erwecken während Sonny und Sam mit Sonnys Schwester Sarah (Madison Iseman) versuchen die Katastrophe zu verhindern …

Typische Quasifortsetzung: Jack Black hält für ein paar kurze Szenen mal die Nase rein, ansonsten besteht keine Verbindung zu den Ereignissend es ersten Films, es wird lediglich die böse Puppe Slappy wieder aufgefahren die aber diesmal eine andere Syncvhronstimme hat. Ansonsten gibt’s das bekannte, alte Märchen: Kinder entfesseln Geister die dann eine Halloween Nacht lang eine Kleinstadt terrorisieren während ein paar Helden versuchen das Schlimmste zu verhüten … natürlich auf Kinderniveau. Letztlich bietet der Film exakt was der Vorgänger auch hatte, nur eben alles etwas „kleiner“, die Effekte sind dabei im Durchschnitt und vereinzelte Szenen klappen ganz gut. Ich selber hab am meisten den Gag abgefeiert der auf „Es“ abziehlt – abr das ist nur ein einsamer Volltreffer inmitten vielen schlichten Lachern. Könnte alles schlimmer sein, ragt aber auch nirgendwo aus dem Mittelmaß raus.

Fazit: Passabler Film ohne nennenswerte Anteile, lediglich die Schlußpointe überrascht.

Fright Night – Die rabenschwarze Nacht

Teenager Charly Brewster (William Ragsdale) entdeckt entsetzt daß sein neuer Nachbar Jerry Dandrige (Chris Sarandon) ein blutrünstiger Vampir ist. Da ihm das niemand glauben mag wendet er sich an den TV-Vampirjäger Peter Vincent (Roddy McDowall)…

Es gibt kaum einen Film den ich so lange aufgeschoben habe wie diesen: ein Freund sah ihn zu Schulzeiten im Fernsehen und erzählte mir davon. Ich wollte ihn dann mehrfach sehen, verpasste aber die Aufzeichnung ect. … nun konnte ich ihn nach über 20 Jahren endlich auf Netflix einmal sehen. Und ich war begeistert: natürlich wegen der weiblichen Hauptrolle, die wird gespielt von Amanda Bearse, die mir ja noch aus „Eine schrecklich nette Familie“ als Marcy im Gedächtnis haftet. Die Story in der ein Teenaer erkennt was wirklich vorgeht, aber keiner ihm glaubt ist selbst damals schon alt gewesen, aber funktioniert dank sympathischen Darstellern großartig. Was mir aber wirklich das Herz aufgehen ließ sind die Effekte. Großartige, handgemachte und natürlich nach heutigen Maßstäben albern aussehende Verwandlungs und Monstereffekte die ein wundervoll nostalgisches Gefühl vermitteln. Ich weiß nicht ob dieser Film als „Klassiker“ durchgehen kann, er sollte es aber.

Fazit: Charmanter 80er Jahre Monsterfilm mit Witz und tollen handgemachten Effekten!