Archiv der Kategorie: Horror-Komödie

Zombieland 2 – Doppelt hält besser

Wichita (Emma Stone), Little Rock (Abigail Breslin), Columbus (Jesse Eisenberg) und Tallahassee (Woody Harrelson) schlagen sich weiterhin gemeinsam durch eine Welt die von der erfolgten Zombie Apokalypse gezeichnet ist. Deren Zusammenhalt wird aber auf eine harte Probe gestellt als sie auf neue Überlebende wie Kiffer Berkeley (Avan Jogia) treffen …

Nach zehn Jahren gibt’s hier endlich ein Sequel auf das im Grunde niemand gewartet hat, aber bei dem eigentlich auch keiner wirklich was dagegen haben dürfte. Wobei sich die Freude nach rekativ kurzer Zeit verflüchtigt und man merkt daß sich dieser Film etwas anders anfühlt. Es sind zeh Jahre vergangen, die Figuren sind zehn Jahre älter, haben sich aber außer Abigail Breslin (äußerlich) nicht wirklich weiter entwickelt. Allerdings brennt diese recht schnell durch wodurch die verbleibenden drei lange Zeit unter sich sind und man merkt daß die Stimmung irgendwie gebremst ist. Woody Harrelson macht dabei am meisten Spaß, er hat die meisten Lacher und offensichtlich am meisten Spaß. Jesse Eisenberg ist eher gebremst, spult seine Rolle ab wie in Teil eins und Emma Stone ist irgendwie genervt – sie zieht die meiste Zeit eine Flappe und wirkt extrem gelangweilt. Ansonsten verläßt der Film die routinierten Bahnen nicht: es gibt einige Zombieszenen in denen ordentlich gesplattert wird, viele dumme Sprüche, die üblichen Regeln und den ständigen Runnig Gags mit Texteinblendung. Storytechnisch passiert nicht viel, aber das braucht es nicht. Die Leichtigkeit und den Spaßfaktor des Vorgängers erreicht er zu keinem Zeitpunkt, trotzdem ist generell damit zu rechnen daß er „zufrieden“ stellt.

Fazit: Alle Komponenten die den ersten Teil ausgemacht haben sind wieder drin, wenn auch in weniger originellen Aufmachung!

Rating: ★★★☆☆

Ready or Not

Grace (Samara Weaving) steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Alex De Lomas (Mark O’Brien). Dan aber beginnt ein grausames Spiel, initiert von dessen Familie. Dabei muß sie sich gefahrvoll den Platz in der Familie erkämpfen …

Ich müsste mich aus diversen Gründen über den Film aufregen die ich in diesem Falle aber nicht weiter gestört haben: wir haben eine Hauptfigur namens Grace über die wir kein Stück erfahren, für die laufende Handlung stört das aber nicht. Ebenso wenig daß der Film in einem riesigen Haus Spiuelt welches wir als Zuschauer eigentlich nie wirklich gezeigt bekommen und verstehen. Die Hauptfigur kann so jederzeit überall hin fliehen und kommt immer in genau den Raum der für die Handlung passend ist. Dabei wird aber nicht versucht einen realistischen Look zu kreieren, der Film ist durchweg absurd, übersteigert und einfach nur eine große, lustige und makabere Komödie. Darin wird es manchmal spannend, darin wird es an manchen Stellen sehr blutig und manche Drehbuchwendung ist unglaublich schräg – aber wenn man zu dem Publikum gehört das dazu einen Zugang haben kann wird man mit einem unkonventionelle, Film belohnt. Deswegen möge man einen Blick riskieren wenn man mal einen Titel jenseits der Standardware versuchen mag.

Fazit: Abgedrehte Horrorkomödie jenseits jeden realistischen Ansatzes – aber in seiner eigenwilligen Art ein großer Spaß!
Rating: ★★★★☆

Little Monsters

Straßenmusiker Dave (Alexander England) begleitet seinen Neffen Felix (Diesel La Torraca) auf Kindergartenausflug um die Erzieherin Miss Caroline (Lupita Nyong’o) anzubaggern – wobei er einen Konkurrenten in Gestalt des Entertainers Teddy McGiggle (Josh Gad) bekommt. Das wird aber unwichtig als eine Horde Zombies über den Ort herfällt …

Hier hat jemand einen ziemlich vielseitigen Genreix versucht und ist daran gescheitert was eben solche Mixfilme so schwierig macht: dem Abstimmen der einzelnen Komponenten. Der Film beginnt als RomCom mit einem Deppen der seine Beziehung versaut, leider ist diese Figur so überdreht und unsympathisch daß er als Träger für Zuschauersympathien komplett ausfällt. Dann wechselt der Film schlagartig in einen Horrorfilm und vereint gleichermaßen ultrabrutale Splatterszenen mit übelst albernen Comedymomenten. Hier ensteht aber das Problem daß die Lage zwar auf dem Papier bedrohlich ist, sich aber nie so anfühlt und die von Lupita Nyongo gespielte Lehrerin so cool ist daß man nie wirklich Sorgen um die Hauptfiguren hat. Und es passiert zu wenig außer daß sich die Figuren an einem sicheren Moment verschanzen und ab dort eigentlich nur abwarten. Schade, aber nicht schlimm: aus der Grundidee hätte man sicher was machen können.

Fazit: Findet die richtige Balance zwischen Spaß, Ernst und Spannung nicht!Rating: ★★☆☆☆

The Dead don’t Die

In der Kleinstadt Centerville ereignen sich merkwürdige Vorfälle und dann erheben sich auch noch Tote aus ihren Gräbern und greifen die Lebenden an. Mitten in diesem Chaos versucht der Polizisten Ronnie Peterson (Adam Driver), sein Vater Cliff Robertson (Bill Murray) und Mindy Morrison (Chloë Sevigny) die Lage zu retten …

Hier macht es überhaupt keinen Sinn irgendwie inhaltliche Daten aufzuzählen oder sonstwie zu versuchen eine Empfehlung abzugeben. Der reine Plot ist ganz einfach; es wird eine Kleinstadt von Zombies angegriffen. Es geht nicht darum die hundertste Variante einer Zombie Attacke darzustellen oder Figuren zu präsentieren, die heldenhaft um ihr Überleben kämpfen. Dieser Film macht etwas ganz anderes: im Grunde ist es so als habe jemand das Skript für einen Zombiefilm genommen und alle Punkte die typische dramaturgische Wendungen enthalten einfach aus dem Fenster geworfen. Es geht um Figuren die nicht so handeln wie es Menschen in der Realität oder einer filmischen Wirklichkeit tun, es wird hier und da mal die vierte Wand durchbrochen, es tauchen Figuren auf und sterben ohne für die Story irgendeinen Beitrag geleistet zu haben .. ebenso gibt es reihenweise Szenen die eigentlich völlig ohne Belang sind. Warum also lohnt es sich dem Film eine Chance zu geben? Das kann man im Grunde nicht beantworten da die Antwort restlos individuell ist. Der Film funktioniert nicht als typischer Horrorfilm sondern als Kunst Film und ich kann jeden verstehen der in der gebremsten Langsamkeit pure Langeweile und Nervtöterei sieht, ebenso kann es aber sein dass man in diesem entschleunigten Mikrokosmos irgendwie einen Sinn für den kauzigen Humor hat und deswegen sehr vieles sehr lustig findet. Das kann man versuchen aber nicht garantieren, wobei es ein gutes Indiz ist ob man schon mit früheren Jim Jarmusch Werken Probleme hatte oder nicht.

Fazit: Mag den Plot eines Zombie Films haben ist aber ein eigensinniger Kunst Film dessen Humor sich nicht jedem erschließen dürfte!

Rating: ★★★★☆

Anna und die Apokalypse

Anna (Ella Hunt) möchte schnell die Schule abschließen und aus ihrer Heimatstadt Little Haven wegziehen, wobei sie nicht bemerkt daß ihr bester Freund John (Malcolm Cumming) in sie verliebt ist und dies nicht aussprechen kann. Dann wird ihre Schule von einer Zombie Apokalypse heimgesucht …

Ich schaue nur sehr selten Musicals, bin aber dann oftmals überrascht wie amüsant ich sie mitunter finde. Das ist im gegebenen Falle auch nicht schwer: hier wird eine Schule von Zombies attackiert, ein paar sympathische Figuren kämpfen dagegen und all dieses erscheint in Muscialform. Auch wenn dabei mitunter blutig gemeuchelt und getötet wird überwiegt der Comedyfaktor, etwa wenn die Ahuptfigur ein fröhliches Lied trällert und um sie herum gar nicht mitbekommt daß die Zombies um sie herum angreifen. Ernst nehmen kann man das alles zwar nicht, da es aber unverkrampft und fröhlich daherkommt und seine „britische“ Herkunft in jeder Einstellung ausstrahlt ist dies ein kleiner, unscheinbarer, aber extrem witziger und spaßiger kleiner Titel. Das Weihnachtsflair in dem es spielt mag nicht in jeder Jahreszeit passen, aber das stört den Film nicht.

Fazit: Metzeln und singen – ungemein fröhliche und funktionierende Komödie!

Gänsehaut 2

Die beiden Freunde Sonny (Jeremy Ray Taylor) und Sam (Caleel Harris) finden in einem leeren Haus ein Buch des Horrorautors Stines und erwecken dabei die bösartige Bauchrednerpuppe Slappy. Slappy versucht schnell weitere Monster zu erwecken während Sonny und Sam mit Sonnys Schwester Sarah (Madison Iseman) versuchen die Katastrophe zu verhindern …

Typische Quasifortsetzung: Jack Black hält für ein paar kurze Szenen mal die Nase rein, ansonsten besteht keine Verbindung zu den Ereignissend es ersten Films, es wird lediglich die böse Puppe Slappy wieder aufgefahren die aber diesmal eine andere Syncvhronstimme hat. Ansonsten gibt’s das bekannte, alte Märchen: Kinder entfesseln Geister die dann eine Halloween Nacht lang eine Kleinstadt terrorisieren während ein paar Helden versuchen das Schlimmste zu verhüten … natürlich auf Kinderniveau. Letztlich bietet der Film exakt was der Vorgänger auch hatte, nur eben alles etwas „kleiner“, die Effekte sind dabei im Durchschnitt und vereinzelte Szenen klappen ganz gut. Ich selber hab am meisten den Gag abgefeiert der auf „Es“ abziehlt – abr das ist nur ein einsamer Volltreffer inmitten vielen schlichten Lachern. Könnte alles schlimmer sein, ragt aber auch nirgendwo aus dem Mittelmaß raus.

Fazit: Passabler Film ohne nennenswerte Anteile, lediglich die Schlußpointe überrascht.

Fright Night – Die rabenschwarze Nacht

Teenager Charly Brewster (William Ragsdale) entdeckt entsetzt daß sein neuer Nachbar Jerry Dandrige (Chris Sarandon) ein blutrünstiger Vampir ist. Da ihm das niemand glauben mag wendet er sich an den TV-Vampirjäger Peter Vincent (Roddy McDowall)…

Es gibt kaum einen Film den ich so lange aufgeschoben habe wie diesen: ein Freund sah ihn zu Schulzeiten im Fernsehen und erzählte mir davon. Ich wollte ihn dann mehrfach sehen, verpasste aber die Aufzeichnung ect. … nun konnte ich ihn nach über 20 Jahren endlich auf Netflix einmal sehen. Und ich war begeistert: natürlich wegen der weiblichen Hauptrolle, die wird gespielt von Amanda Bearse, die mir ja noch aus „Eine schrecklich nette Familie“ als Marcy im Gedächtnis haftet. Die Story in der ein Teenaer erkennt was wirklich vorgeht, aber keiner ihm glaubt ist selbst damals schon alt gewesen, aber funktioniert dank sympathischen Darstellern großartig. Was mir aber wirklich das Herz aufgehen ließ sind die Effekte. Großartige, handgemachte und natürlich nach heutigen Maßstäben albern aussehende Verwandlungs und Monstereffekte die ein wundervoll nostalgisches Gefühl vermitteln. Ich weiß nicht ob dieser Film als „Klassiker“ durchgehen kann, er sollte es aber.

Fazit: Charmanter 80er Jahre Monsterfilm mit Witz und tollen handgemachten Effekten!

Mom & Dad

Brent (Nicolas Cage) und Kendall Ryan (Selma Blair) sind normale und vorbildliche Eltern in einem Vorort und ziehen Sohn Josh (Zackary Arthur) und Tochter Carly (Anne Winters) groß. Dann aber verbreitet sich ein Virus der die Eltern zu Zombies macht die insbesondere Jagd auf ihre Kinder machen …

Nicolas Cage nannte diesen Film seinen liebsten Film aus den letzten zehn Jahren – kann manv erstehen bei dem drittklassigen Schrott den er meistens produziert. Aber nichts gegen seine Vorlieben, trotzdem kann ich nicht anders als dieser Nummer hier einen Daumen runter zu geben. Wie so oft: eine gute Idee ist zwar schön, aber nützt nur was für den Anfang. D.h. die Idee einen Zombiefilm zu machen in dem Eltern befallen werden und sich gegen ihre Kinder richten ist ein so bescheuerter Ansatz daß es schon wieder toll ist, aber leider wird daraus nur ein möchtegern wilder Horrorfilm der einfach nirgendwo hin führt. Cage kriegt ein paar Szenen in denen er in die Vollen geht – wow, aber das ändert auch nichts. Für Leute mit ganz robustem Humor könnte der Film was taugen, wer aber Humor oder Horror für sich sucht wird in beiden Fällen maßlos enttäuscht.

Fazit: Nette Idee, laue Umsetzung – auch wenn Cage in übliche Form aufdrehen darf!

Yoga Hosers

Die Yoga Fans Colleen (Lily-Rose Depp) und Collen (Harley Quinn Smith) arbeiten neben der Schule in einem Supermarkt und träumen von einer Karriere als Musiker. Dann geraten sie in ein unfassbares Abenteuer als sie eines Abends außer der Reihe arbeiten müssen und von einer unglaublichenBedrohung attackiert werden …

Ich sah bereits den Quasi Vorgänger „Tusk“ und war sehr neugierig hierauf, obendrein habe ich über die Jahre fast alle Filme von KevinS mith gesehen. Auf die Nummer hier war ich dann aber doch nicht gefasst die wirkt als habe man mehrere Filme in einen Mixer geworfen und das vermische Resultat veröffentlicht: Elemente einer Horrorkomödie, einer High-School Comedy und eines Musikfilms sind mit drin. Was die böse Bedrohung ausmacht und was final dahinter steckt ist so trashig daß es auf Kung Fury Niveau passiert, die Spezialeffekte mit denen es umgesetzt ist sind so schlecht daß es geradezu weh tut und der Humor ist absolut bizarr, weswgen ich es voll verstehen kann wenn jemand damit nichts anfangen kann. Obendrein finde ich es inkonsequent den Film als Sequel zu Tusk aufzuziehen, dabei teilweise Charaktere aus Tusk wieder zu bringen und ebenso Darsteller aus dem ersten in neuen Rollen – aber daran stoße wohl nur ich mich. Denn egal was ich nörgele, ich hatte einen unfassbaren Heidenspaß an dem Ding, schon alleine daß die trahsige und kranke Grundidee hier nicht für ein Seelenloses Metzelfest verwendet wird sondern für eine unglaublich abgedrehte Horrorklamotte mit herzerwärmenden Heldinnen.

Fazit: Wenn man den entsprechenden Sinn für Humor mitbringt ist es ein Heidenspaß!

Rating: ★★★★☆

Sharknado 4 – The Fourth Awaken

Nach den letzten Haiangriffen sind fünf Jahre ins Land gegangen und durch den Visionär Aston Reynolds (Tommy Davidson) wurde ein neues System entwickelt das weitere Attacken verhindern soll. Doch die Sicherheit ist nur vermeintlich stabil und schon bald sind Fin (Ian Ziering),seine Frau April (Tara Reid) sowie ihre Väter Wilford (Gary Busey) Fins Vater Gil (David Hasselhoff).wieder in Gefahr …

Also ich würde ja mal sagen: es reicht, und das schon lange. Ich kann den Erfolg dieser Serie nicht nachvollziehen und warum jährlich noch einer nachgereicht wird; ebenso wenig wieso man es als sinnvoll erachtet die Nummer immer weiter ins Absurde zu steigern. Gut, einen Pluspunkt hat das Ganze: mit dieser Folge steigt David Hasselhoff zu einer gängigen Hauptfigur in dieser Serie auf und das gönne ich ihm, auch den Erfolg wenn noch weitere Parts folgen (muß ja wohl bei dem offenen Ende). Aber trotzdem: der Running Gag das hier alles was ankommt zu einem „Nado“ erklärt wird, von Nukenado bis Kuhnado, erweist sich als ernorm nervig (vielleicht auch weil der ohnehin nervige Gilbert Gottfried diese Jokes meist liefert) und die sonstigen Gags mögen Fans der Serie vielleicht begeistern, mich erreichen sie eben einfach nicht. Aber ich will ja keinem den Spaß verderben.

Fazit: Folge vier ist gleichermaßen absurd wie unlustig und hat außer ein paar lustigen Cameos kaum was in petto!
Rating: ★★☆☆☆