Archiv der Kategorie: Drama

Undine

Undine (Paula Beer) lebt davon Stadtführungen durch Berlin zu veranstalten. Als sich ihr Freund Johannes (Jacob Matschenz) für eine andere Frau trennt müßte sie ihn aufgrund eines Fluches töten – doch Undine wehrt sich gegen ihr Schicksal …

Dies soll der Auftakt einer Trilogie sein in der Figuren der Romantik in Filmform aufgearbeitet werden. Das feiere ich total, gehöre aber trotzdem nicht zum angesprochenen Kreis Der Film setzt voraus daß der Zuschauer den Mythos der Undine kennt – das tue ich so nicht und das hat mich aus dem Film rausgeschossen. So bleibt ein mysteriöser Liebesfilm mit leichtem Fantasyeinschlag, wundervoll gespielt und mit einigen Szenen voller Stimmung und Romantik – aber es ist kein leicht zugänglicher Stoff und trotz einer kuzen Lauflänge wohl sehr anstrengend für Menschen die den Hintergrund nicht kennen.

Fazit: Sehr sinnlich und großartig gespielt, aber wohl nur für ein spezielles Publikum
Rating: ★★★☆☆

The Secret – Traue dich zu träumen

Für Mutter Miranda Wells (Katie Holmes) ist einiges schief gelaufen, vor allem aber hat sie der Tod ihres Mannes und das Leben als Mutter dreier Kinder sehr geschafft. Errst der gutmütige Bray Johnson (Josh Lucas) gibt ihrem Leben wieder Stabilität durch positives Denken – allerdings dieser auch ein Geheimnis …

Die Geschichte einer armen Frau der das Schicksal fett zugesetzt hat, nun aber durch die Begegnung mit einem wundervollen Mann wieder Freude in ihr Leben bekommt hätte auch eine ganze RomCom darstellen können. Die Hintergründe sind dann aber doch etwas absurder: dies fußt auf einem Sachbuch welches das Positive Denken feiert. Ist zwar ein guter Ansatz, aber daraus wird keine gute Geschichte. Hier entsteht eben eine völlig austauschbare Gschicte in der ein guter Mann etwas Gutes in das Leben einer Frau bringt und auch wenn Josh Lucas in der Rolle sehr mögenswert daherkommt bleibt der Film doch kreideblech und balß. Uch Katie Holmes als arme Sau schafft es nicht Charisma und Charme zu ergänzen so daß einem am Ende ein sonnendurchflutetes Nichts bleibt.

Fazit: Im Kern gut gemein, aber am Ende eine sehr austauschbare Geschichte ohne nennenswerte Anteile!

Rating: ★★☆☆☆

Suicide Tourist

Versicherungsmakler Max (Nikolaj Coster-Waldau) hat einen Gehirntumor und versucht sich umzubringen, was aber scheitert. Dann aber stößt er auf ein Hotel welches anscheinend betreuten Suizid anbietet …

Ein kleiner, aber dennoch attraktiver Titel der ins Kino kam als durch die Coronalage kaum etwas anderes lief. Das hat ihm vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit beschert als es unter anderen Umständen gewesen wäre, heißt aber nicht daß der Film umso lohnender ist. Man kann aber nicht viel klagen. Beim Titel und der Inhaltsangabe ist nicht wirklich ein fröhliches Werk zu erwarten, das bekommt man auch nicht. Der Film besticht durch eine zermürbende Atmosphäre, einen tristen Look und eine deprimierende Stimmung. Inhaltlich mixt die Nummer Drama und Krimielemente, weiß dabei die richtigen Bausteine zusammenzufügen um einen passablen, spannenden Film zu erzeugen – aber im Gegenzug auch nichtg was unfassbar lange nach dem Anschauen noch im Kopf bleibt.

Fazit: Solider Standard ohne Kanten und Ecken mit guter Atmosphäre!

Pieces of a Woman

Martha (Vanessa Kirby) und Sean (Shia LaBeouf) erwarten das gemeinsame Kind – dann aber stirbt dieses bei der Geburt. Das Paar stürzt in eine unfassbare Krise …

Film hat die Möglichkeit ins Unerträgliche zu gehen. Das tut dieser hier in seiner ersten halben Stunde, wenn er sich fast dokumentarisch mit einer Geburt beschäftigt. Zumindest für mich, als jemandem der selber eine Geburt miterlebt hat. Diese verlief zwar undramatisch, aber doch mit ein paar Unklarheiten und des war schon so gruselig daß alles weitere unvorstellbar war. Dieser Film bringt dann dies zu Ende, eine Geburt die mit dem schlimmsten endet und damit meine persönliche Angst knüppelhart vorführt. Alles was danach kommt ist ein langer Marsch der Trauer, ein Paar was an einer unfassbaren lage zerbricht und die verzweifelte Suche nach einer Schuldigen, mit Anteilen eines Gerichtsdramas. Das sit in seinem entkräftigten Look und der Darstellung trostlos und deprimierend, wie auch der ganze Film – aber es sind Emotionen die Film liefern kann und das in unfassbarer Härte. Ohne jeden Scahu oder Knalleffekt, wie ein Blick ins wahre Leben.

Fazit: Lebensnah und unfassbar belastend!

Rating: ★★★★☆

Tesla

Nikola Tesla (Ethan Hawke) ist Ingenieur in Thomas Edisons (Kyle MacLachlan) Electric Light Company – als er jedoch mit eigenen Plämem beginnt überwirft er sch mit Edison und wendet sich an Industriemagnaten George Westinghouse (Jim Gaffigan) …

Diesen Film zu schauen war wie ein Experiment welches für mich einfach nicht funktioniert hat. Ich hatte mich auf ein Biopic eingestellt bei dem ich die Möglichkeit habe etwas über Tesla als Person und über sein Werkeln zu erfahren, nach dem Film ist der Mann mir aber so fremd wie davor. Und in der Umsetzung des Films liegt dann wieder so viel künstlerische Freiheit, so daß Figuren den Zuschauern auffordern zu googlen oder mal eben die Hauptfigur vor künstlichem Hintergrund Karaoke singt. Auf Ethan Hawke lasse ich nichts kommen, der ist auch hier bemüht, aber es kann passieren daß so manche Zuschauer keinen Einstieg in die Nummer bekommen. Wer es tut bekommt sicherlich einen vielschichtigen Titel geboten.

Fazit: Kunstvolles Biopic ohne klare Linie daß mehr einen absurden Bilderrausch denn eine erzählte Geschichte darstellt!

Rating: ★★☆☆☆

My Zoe

Isabelle (Julie Delpy) wurde gerade von ihrem Mann (Richard Armitage) geschieden und kämpft mit ihm um das Sorgerecht für Tochter Zoe (Sophia Ally). Ebenso droht sie aber in ihrem wissenschaftlichen Job alles zu verlieren …

Ich habe diesen Film aus dem Blickwinkel eines Vaters gesehen. Damit ist die eingangs geschehende Lage, in der eine Mutter morgens ihr Kind nicht geweckt bekommt weil es unmerklich ins Koma gefallen ist, an Unerträglichkeit kaum zu toppen. Diese Vorstellung, daß dies mit meinem Kind passieren könnte wirkte auch noch lange nach – nur daß ich mich dadurch mit dem Film im eigentlichen weniger beschäftigt habe. Damit, daß Julie Delpy eine unsympathische Figur spielt (der man das grausame Schicksal trotzdem nicht wünscht) die eine höllische Tortur durchlebt um am Ende eine hochgradig üble Sache zu tun die man zwar verstehen, aber wohl kaum gutheißen kann. Bisd dahin ist es ein langer Weg aus Dialogen, Diskussionen und Streits, unangenehmen Momenten und Gesprächen in Krankenhausumfeld – also das was man nicht sehen und erleben mag, aber sehr wohl etwas daß der Film authentisch vermitteln kann. Wie man über das letzte Drittel und das Ende urteilt liegt wohl bei einem selbst, ich kann Kritik wie Zuspruch verstehen und rate daher selber ein Urteil zu fällen. Man sollte nur nicht erwarten hier einen „Unterhaltungsfilm“ zu schauen.

Fazit: Bleischwer, emotional brutal und durch unangenehme Figuren zusätzlich „fordernd“.

Rating: ★★★★☆

Der wunderbare Mr. Rogers

Fred Rogers (Tom Hanks) gelangte als Darsteller in der Kinderserie ‚Mr. Rogers‘ Neighborhood‘ zu Ruhm. Eines Tages soll ein Journalist (Matthew Rhys) ein Portrait über ihn zu schreiben . Dabei freunden sich die Männer an …

Ein weiteres filmisches Opfer der Corona Pandemie, dieser Film wäre eigentlich im Frühling 2020 ins Kin gekommen, landet nun aber klein und unscheinbar im Homerelease. Schade, aber zumindest für die Optik nicht schlimm: dies ist kein bildgewaltiges Werk daß nach der großen Leinwand schreit. Sehr wohl ist dies aber ein Film dem die Sympathie der Hauptfigur anhängt: Tom Hanks als grundguter, an jedem interessierter Gutmensch verströmt Wärme, Wohlgefühl und ist wie eine filmische Umarmung. Dies kreuzt sich mit einem braven Standardplot rund um einen emotional belasteten Journalisten der durch die Begegnung mit Hanks ein paar Probleme in seinem Leben geregelt bekommt. Somit ist dieser kleine Film wie ein warmes Licht und ein wenig Optimismus der zwar nur daheim erscheint, aber seine Wirkung voll entfacht.

Fazit: Eine filmische Umarmung mit spezieller Optik!

Rating: ★★★★☆

Berlin Alexanderplatz

Auf der illegalen Überfahrt von Afrika nach Europa Francis (Welket Bungué) gerät das Schiff in einen Sturm und Francis schwört ein guter Mensch zu sein falls er überlebt. So gelangt er am Ende nach Berlin wo sein Vorsatz als Flüchtling nicht leicht einzuhalten ist …

Respekt und Unverständnis: Respekt für die Machart, die Fähigkeit eine solche Sogwirkung und Stimmung zu erzeugen und dies über drei Stunden am Leben zu erhalten, ebenso begeistert der Film mit überragenden Darstellerleistungen. Unverständnis entsteht bei mir aber aufgrund des komplexen Inhalts: ich habe keine der literarischen oder sonstigen Voröagen gelesen oder gesehen und kann stellenweise nicht nachvollziehen warum die Hauptfigur handelt wie sie handelt. Trotzdem nimmt mich der Film gefangen, da es unglaublich ist wa hier für eine Sogwirkung erzeugt und gehalten wird und wie der Film zwar in einer deitschen Großstadt spielt, dabei aber regelrecht „abdriftet“ in eine bizarre Unterwelt.

Fazit: Drei lange Stunden voller epischem Drama und unglaublicher Stimmung!

Mank

Herman J. Mankiewicz (Gary Oldman) soll 1940 auf einer abgelegenen Ranch in der Mojave Wüste ein Drehbuch für Orson Welles (Tom Burke). In den nur 60 Tagen Zeit helfen ihm Schreibkraft Rita (Lily Collins) und Krankenschwester Freda (Monika Gossmann) …

Ein merkwürdiger Zwiespalt: der Film hat für mich auf ganzer Linie nicht funktioniert und hat mich auch nicht erreicht. Trotzdem bewundere und respektiere ich ihn für seine Machart und seine Existenz. Das geht wohl in erster Linie auf den Namen des Regisseurs David Fincher zurück der hier ein Herzensprojekt umgesetzt hzat. Der Versuch den Film wie aus der Zeit aussehen zu lassen in der er spielt ist mit Ausrufezeichen gelungen – es sit wirklich soals habe man den Film vor 80 jahren gedreht, in eine Zeitkapsel gepackt und ejtzt wieder rausgeholt, lediglich das Ergänzen von Bildstörungen ect. Hätte diesen Eindruck noch untermauert. Ebenso hat man viel Spaß an Gary Oldman der als riesige Figur in jder Szene den Ton angibt und bittere Aussagen und Kommentare für jeden parat hat, solche Rollen mögen für Darsteller auch ein großes Vergnügen sein. Leider spielt das alles vor einem Hintergrund der mich kein Stück interessiert. Das Studiosystem der damaligen Zeit sit eine fremde Welt für mich und Mank dort herumspazieren zu sehen und zu diskutieren und mauscheln hat für mich keinen Effekt. Und als Biographie ist der Film wohl auch nicht gedacht, Mank selber sagt an einer Stelle daß man das Leben eines Mannes nicht in zwei Stunden fassen kann. Insofern: ich freue ich wenn ein großer Filmemacher die Chance bekommt ein Traumprojekt umzusetzen, ich feiere die effektive und bombastische Inszenierung als alten Film – kriege aber keinen Kopf in das Thema und die laufenden Konflikte. Aufgrund der doch sehr positiven Rezensionen konnten andere das viel besser.

Fazit: Episch inszeniert und atmosphärisch, aber inhaltlich nur für ein anspruchsvolles Publikum funktionierend!

 

Hillbilly-Elegie

J.D. (Gabriel Basso) wuchs bei seiner Großmutte r(GLenn Close) auf da seine Mutte rBEv (Amy Adams) stets Suchtprobleme hatte. Als er gerade im Jurastudium in Yale ist ruft eine heimische Tragödie hn nach Hause. Dort muß er sich auch der Vergangenheit stellen …

Netflix haut die schweren Kaliber raus, in diesem Falle ein episches Familiendrama über drei Generationen. Dies fußt auf einer wahren Geschichte und einem Sachbuch welches der echte JD rausgerbacht hat und hat eigentlich kaum einen Plot. Statt dessen werden kraftvolle Einzelmomente gezeigt in denen sich Schauspielgrößen wie Glen Close und Amy Adams ausspielen, insbesondere die Letztgenannte die als Drogenwrack geradezu erschreckt. So abgemagert, runtergekommen und fertig hat man sie noch nie gesehen und das sind sicherlich die Punkte und Argumente mit denen sie sich einen Platz bei den Oscars erhofft. Der könnte dem Film durchaus blühen da er in der Tat weit über dem typischen Netflix Durchschnitt liegt, alelrdings kaum zu guter Unterhaltung wird. Dies ist ein bitteres, schmerzhaftes und oftmals unangenehmes Drama das aber seine unangenehme Geschichte mit Kraft und Wucht herausträgt. Und somit definitiv einen Blick lohnt.

Fazit: Schmerzhaftes Drama ohne viel Story, aber gigantischen Darstellern!

Videoreview von mir: https://youtu.be/C4aN-ScCEsc