Archiv der Kategorie: Drama

Jugend ohne Gott

Zach (Jannis Niewöhner) reist zu einem Hochleistungscamp auf, in dem die Schüler seiner Abschlussklasse für eine angesehene Universität vorbereitet werden sollen. Dort erregt er die Aufmersamkeit von Nadesh (Alicia von Rittberg), dieser aber ist von Ewa (Emilia Schüle) fasziniert. Dann geschieht ein Mord …

Das ganze fußt auf einem Buch von dem es schon mehrere Verfilmungen gegeben hat (von denen mir bislang aber keine untergekommen ist) und welches bereits vor dem zweiten Weltkrieg geschrieben wurde. Hier hat man dann die Voralge irgendwie versucht auf die morderne Zeit anzupassen, das hat für mich aber nicht wirklich funktioniert. Es ist halt das Thema dfas Films, aber es ist eben auch seine Wirkung: der Filmist in absolut jeder Sekunde unangenehm. Das vermittelt diese gezeigte, bedrohliche Utopie zwar ganz plausibel, aber so intensiv daß ich recht schnell keine Lust mehr hatte der Geschichte wirklcih und aufmerksam zu folgen. Gespielt ist dies zwar ordenlich (Emilia Schütte ist nie verkehrt) und versucht Vorbildern wie „Divergent“ nahe zu kommen, ergibt aber am Ende fast zwei quälend lange Stunden aus denen man zwar einige Gedanken und Ansätze mitnehmen kann, aber sicher kaum gute Unerhaltung.

Fazit: Die scheußliche gezeigte Welt ergibt einen Film der durchweg unangenehm erscheint!

[RATING. „]

All Eyez on me

In den 70er Jahren wächst Tupac Shakur (Demetrius Shipp Jr.) als Kind aktiver Mitglieder der Black-Panther-Bewegung auf und bekommt einen Einblick in das ungerechte Los der schwarzen Gesellschaft. Als Erwachsener steigt er zum Starrapper auf und gerät gleichzeitig in gefährliche Bandenkriege …

Ich bin bei Biographien immernoch sehr skeptisch – ich glaube einfach nicht daß man ein ganzes Leben in ein paar Filmminuten unterbringen kann. Das Wertvollste was meiner Meinung nach erreicht werden kann ist es einfach nur einen Eindruck zu vermitteln wie derjenige war, war er nett, war er böse – und schlechten Fällen bleibt mir die besagte Person aber trotzdem verschlossen. So ging es mir dann acuh in dieeser Musikerbiographie: eigentlich kann man über kaum etwas klagen (außer der sperrigen Länge), ordentlich gespielt und iinszeniert ist das alles, aber es geht letztzlich um eine Person die ich kaum auf dem Schirm habe und eine Thematik die ich selber nur gering interessiert. Daher: einen Blick kann man riskieren wenn man sich für den Künstler oder die Musikszene interessiert, der Rest kann gerne verzichten.

Fazit: Etwas überlagnes Musiker-Epos daß seine Hauptfigur nur bedingt zugänglich darstellt!

Rating: ★★★☆☆

The Book of Henry

Susan Carpenter (Naomi Watts) ist eine alleinerziehende Mutter für ihre Söhne Peter (Jacob Trembly) und den hochbegabten Henry (Jaeden Lieberher) und schuftet in einem Restaurant. Dann aber entdeckt Hanry das seine Nachbarin und Mitschülerin Christina (Maddie Ziegler) von ihrem Vater Glenn (Dean Norris) missbraucht wurd – und will versuchen Christina zu helfen …

Ich freue mich immer wenn mich ein Film überrascht, das hat dieser hier auch geschafft, wenn auch mit einer traurigen Wendung. Ich kannte die genaue Handlung im Vorfeld nicht, wußte daher nicht welche Richtung der Film ab etwas der Mitte einschlägt und war dementsprechend überrascht. Aber auch angetan, es wirkte wie eine verdrehte Auslegung der „PS Ich liebe dich“ Thematik. Und trotz der Schwere die der Sache eigentlich inne wohnt ist die Sache unterhalsam, nicht federleicht, aber auch nicht betrüblich oder runterziehend. Nur emotional. D.H. wer ein Drama jenseits der üblichen Verläufe schauen mag kann mal einen Blick risikieren, es fällt ganz anders aus als man es erwarten darf.

Fazit: Mehrere Handlungsverläufe in einem die einen ungewöhnlichen, aber zu Herzen gehenden Film ergeben!

Schloss aus Glas

Als Kind bekommt Jeannette Walls (Chandler Head / Ella Anderson) von ihrem Vater Rex (Woody Harrelson) stets tolle Geschichten erzählt die sie oftmals trösten, insbesondere weil die Familie ein sehr ärmliches Leben durch den Lebenswandel von Mutter Rose Mary (Naomi Watts) führt. Dies traumatisiert Jeanete so sehr daß sie auch als Erwachsene noch darunter leidet – trotzdem versucht sie die Kontakt zu ihren Eltern zu erneuern …

Das Leben schreibt manchmal unglaubliche Geschichten und manchmal unglaublich grausame, hier war es dann so. Die Vorstelltung daß das was ich hier sehe einen realen Background hat und so wirklich passiert ist hat mich beim schauen geradezu wütend gemacht. Einerseits wegen Brie Larson, die kann zwar nichts dafür, aber ich kann sie irgendwie nicht leiden und hatte von daher aus rein subjektiven Gründen was gegen ihre Figur, auf der anderen Seite waren es aber die Eltern im Film. Wenn eine Mutter dem hungernden Kind das Essen verweigert „Soll ich dir etwas zu essen geben was in einer Stunde weg ist oder lieber mein Gemälde für die Ewigkeit fertigstellen?“ … da ging mein Puls immens hoch, ebenso wie bei den zahlreichen häßlichen Situationen die der von Woody Harrelson gespielte Vater produziert, der immer wieder sehr positive und ebenso sehr schlimme Dinge mit seinen Kindern anstellt. Und wenn ich mir vorstelle daß vieles was die wahren Kinder durchgemacht haben im Film beschönigt wird schüttelt es mich richtig … insofern: ich weiß nicht genau wie exakt der Film an der Realität dran ist, das gezeigte reicht mir aber um auf die realen Personen so richtig wütend zu sein. Ist doch auch schon ne Leistung.

Fazit: Furchtbare Geschichte über zwei grausame Eltern und einem Kind daß deren Leben entflieht!

Mistress America

Tracy (Lola Kirke) zieht für ihr Literaturstudium nach New York, muß aber sehr schnell erkennen daß ihr Leben dort nicht aufregend, sondern sehr langweilig verläuft. Zum Glück bekommt sie Kontakt zu ihrer baldigen Stiefschwester Brooke (Greta Gerwig). Die ist eine in jeder Hinsicht aktive Großstädterin mit der sich schnell eine tiefe Freundschaft entwickelt – aber dann zeigen sich Risse in Brooke’s perfekter Fassade …

Es gibt diese bestimme Art von Indie Filmen die es immer schaffen in New York zu spielen, dabei aber nicht alles groß und beeindruckend sondern geradezu trist aussehen zu lassen („Von der Kunst sich durchzumogeln“ war ähnlich). Aber das ist hier sehr konsequent: es geht um eine junge Studentin die sich das Abenteuer New York als viel größer und spektakulärer vorgestellt hatte und dort vor Langeweile fast kaputt geht bis sie durch gewisse Umstände eine Art große Schwester erhält die ihr den Prototyp der energiegeladenen Großstädterin vorlebt, alelrdings mit einer Fassade hinter der so manches um unklaren bleibt. 84 Minuten ist das Resultat lang und eben einer dieser „Redefilme“: eine handvoll junger Menschen die endlose lange Dialoge führen, als würde man ein Theaterstück auf der Leinwand schauen. Das ist nicht jedermanns Sache und kann schnell als langweilig gelten, wenn man sich aber darauf einlassen kann ist es garnicht so schlecht. Mir ist leider Greta Gerwigs Figur schreiend unsympathisch wodurch der Film dann recht anstrengend wurde, erkenne aber an: kleines, gut geschriebenes Redekino mit einer ganz eigenen Note.

Fazit: KLeiner Film, nicht für jeden geeignet, aber mit Herz und Seele!

Rating: ★★★☆☆

Midnight Sun – Alles für dich

Katie (Bella Thorne) ist siebzehn Jahre alt und eine Musikerin aus Leidenschaft. Leider hat sie eine Kranknheit die es ihr unmöglich macht in die Sonne zu gehen. Als sie ihrem Schwarm Charlie (Patrick Schwarzenegger) nahe kommt zögert sie ihm davon zu erzählen …

Hier könnte ein kleines Randdetail ungewollt viel Aufmerksamkeit bekommen: die männliche Hauptrolle wird von Patrick Schwarzenegger gespielt, dem Sohn von Arnold, der nicht nur den Nachnamen seines Vaters sondern auch dessen Gesichtszüge und einige Mimik mit dem Papa gemein hat. Aber hier muß er auf eigenen Beinen steht und macht das eigentlich ganz solide, zumal er das in einem Film tut der das filmische Rad nicht neu erfindet. Es ist ein 08/15 Taschentuchfilm, ein Tränenzieher den man recht schnell von Anfang bis Ende durchschauen kann und enthält nichts was es so nicht schon etliche Male auf der Leinwand gab. Aber: es ist genau so etwas was viele immer wieder gerne sehen und was den Zuschauer zufrieden stellt wenn es aufbereitet wird wie hier: schöne Menschen in schöner Umgebung, jeder ist grundgut, herzallerliebst nett und wenn die junge Musikerin mal an einem Pier ein improvisiertes Konzert gibt füllt sie innerhalb einer Filmminute alle Ränge. Deswegen: auch wenn es wirkt als habe hier einer einen Bravo Photoroman auf die Leinwand geklebt macht dieser im Rahmen seiner Möglichkeiten alles richtig.

Fazit: Süße Romanze und bitteres Krankendrama – im Rahmen seiner Möglichkeiten aber alles stimmig!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=TEwOCyRDd-s

Molly’s Game

Skifahrerin Molly Bloom (Jessica Chastain) muß nach einem Unfall die Olypia Pläne aufgeben und beendet ebenso ihr Jurastudium. Letztlich endet sie beim Underground-Poker und beginnt in dieser Szene illegale Wettbewerbe zu organisieren. Dies führt sie letztlich in juristische Schwierigkeiten …

Ich gebe offen und ehrlich zu wenn mich ein Film überfordert und das ist hier leider passiert, zumindest wenn man in die inhaltlichen genaueren Details geht. Die Rahmenhandlung ist klar: eine junge Skiläuferin beendet ihre Karriere nah einem Unfall, gerät durch Zufall in die Untergrund Pokerrszene und steigt dort über Jahre zu einer großen Nummer auf, wird dann irgendwann einkassiert und sitzt nun bei einem Anwalt dem sie die Ereignisse schrittweise darlegt. Wo es mich dann rausgehauen hat sind die Fachbegriffe: sei es beim Pokern oder aber den Geschäfftien und Tricks welche die Hauptfigur abzieht, sei es die Vielzahl an Personen die relevant sind … ich weiß es nicht, aber mir wurde es irgendwann zu viel. Obendrein: die Dialoge und Spitzen, ebenso die Inofrmationen kommen mit unfassbarem Tempo so daß man recht schnell überreizt sein könnte. Muß nicht jedem so gehen, ging aber mir so. Aber ich bin trotzdem ganz positiv eingestellt: zum einen durch das brilliante Spiel der Darsteller, des weiterem daß dem Publikum ein solcher Titel überhaupt noch zugetraut wird. Insofern: wer bIographien, Poker oder einfach nur scharfzüngige Dialoge mag kann definitiv mal einen Blick riskieren!

Fazit: Rasantge Biographie die einen Informationsgehalt besitzt der an Reizüberflutung grenzt!

Die Verlegerin

Katharine „Kay“ Graham (Meryl Streep) übernimmt in den siebziger Jahendas Unternehmen ihrer Familie – die Washington Post. Schnelk merkt sie was dieser Job mChefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) und sein Reporter Ben Bagdikian (Bob Odenkirk) erhalten brisantes Material über Amerikas Rolle im Vietnam-Krieg enthalten. Kay muß einen Weg finden ihrer journalistischen Verantwortung gerecht zu werden, aber auch die Zeitung nicht zu ruinieren …

So’n Oscarfilm halt: Regie Steven Spielberg, Tom Hanks und Meryll Streep in den Hauptrollen, letztere für einen Oscar nominiert, und einen realen Fall schildernd … joa, wie zu erwarten war, nur daß man früher den werten Steven sicherlich auch noch nominiert hätte. Den merkt man auf angenehme Weise: die erzählweise ist ruhig, konzentriert, ohne falsche Schaueffekte und die Bildsprache ist ebenfalls sehr ruhig (es gibt eine Szene in der Hanks und Streep zusammen frühstücken und dabei bleibt die KAmera länger starr). Über den realen Hintergrund kann ich wenig sagen, kriege aber einen ganz plausiblen und nachvollziehbaren Eindruck der Ereignisse. Allerdings in einem Film der nur aus Dialogen besteht, von Anfang bis Ende ist dies ein Titel über Menschen in Büros oder schicken Häusern die einfach nur miteinander reden; und insbesondere in er ersten Stunde läuft vieles nebenher und man weiß garnicht was eigentlch Sinn und Zweck sein soll, vor allem das Streeps Figur zwar als Mittelpunkt präsentiert wird, sie aber eigentlich nur eben am Ende die schicksalshafte Entscheidung zu treffen hat und davor sehr zurückhaltend und sparsam auftritt. Dafür spitzt sich die Lage (und die Erzählweise) zu wenn es denn dann in der zweiten Hälfte auf eben den Tag der Veröffentlichung geht. Trotzdem: den Film dürfte nur ein eingeschränktes Publikum interessant finden, für sich genommen ist es aber ein hochkarätig inszeniertes und gespieltes Drama das sehr wohl seine Berechtigung hat. Aber nicht unbedingt in Oscar Dimensionen unterwegs sein muß

Fazit: Redselig und in der esten Stunde etwas zerfranst, dafür aber später mit spannenden Momenten und Dialogen!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=KWqsvB7GxNg

Tulpenfieber

Der wohlhabende Kaufmann Cornelis Sandvoort (Christoph Waltz) ist auf dem Sektor des Tulpenhandels sehr aktiv. Dann aber beginnt seine Frau Sophia (Alicia Vikander) eine Affäre mit dem Maler Jan Van Loos (Dane DeHaan) und versucht mit einer wertvollen Tulpenzwiebel das Geld für eine Flucht zusammen zu bekommen …

Ich glaube solche Filme werden nur aus einem einzigen Grund gedreht: wegen den Szenen in denen jemand weg will, jemand anders hält ihn zurück, die kamera fährt dabei schnell heran und die Gewänder flattern so spektakulär, eine solche kurze Sequenz gibts dann auch hier. Aber auch ansonsten hat der film einiges was für ihn spricht, gut erlesene Darsteller und eine nette Schmachtgeschichte, aber auch eine glaubwürdige Schilderung der Zeit in der er spielt. Zum Ende hin hat mich vor allem das verhalten einer Hauptfigur positiv überrascht. Was ich hingegen garnicht verstehen kann ist diese unfassbare Faszination für Tulpen die hier allem zu Grunde liegt, das mag natürlich auch an der Zeit liegen oder aber daran daß ich einfach keinen grünen Daumen habe? Ich weiß nicht. Letztlich: Emilia Clarke steigt wieder einmal vom Drachen ab und in eine ganz andere Rolle in der sie sich bestens bewährt, da ist auch viel Potential für die Zukunft.

Fazit: Ziemlicher Schmachtfetzen mit bitteren, aber auch versöhnlichen Momenten, nicht so altbacken wie er aussehen könnte!
3

No Way Out – Gegen die Flammen

Feuerwehrmann Eric Marsh (Josh Brolin) ist zwar ein Profi im Job, im Privatleben hat ert aber ständig Konfrontationen mit seiner Frau Amanda (Jennifer Connelly). Eric plant mit seinem Kollegen Steinbrink (Jeff Bridges) eine Crew die auf Waldbrände spezialisiert ist und nimmt auch Brendan McDonough (Miles Teller) dazu. Ein Einsatz auf dem Yarnell Hill wird zu einem tödlichen Desaster …

Die Verfilmung eines Vorfalls der in der Realität komplett an mir vorbeigezogen ist, nämlich das tragische Eingreifen einer Feuerwehrtruppe bei einem spektakulären Waldbrand im Jahre 2013. Aber der Film geht erst im letzten Stück darauf ein und erzählt vorher aufwendig die Betroffenen. er zeigt wie ein engagierter Feuerwehrmann aus seiner Mannschaft ein Eliteteam formt, charakterisiert dabei die einzelnen Figuren und bleibt dabei durchweg glaubwürdig. Das kommt auch durch kleine Zwischenfälle die in der Realität denkbar, in einer Fillmdramaturgie aber eher störend sind, z.B. ein beiläufiger Unfall einer Nebenfigur der für die Haupthandlung eher unbedeutend erscheint. Aber der Effekt funktioniert: wenn man den Leuten anch anderthalb Stunden auf den scheußlichen Einsatz folgt hat man das Gefühl sie gut zu kennen, empfindet wirklich Mitgefühl und Anteilnahme für das was ihnen blüt- Und wenn die Action passiert wird es auf der Leinwand geradezu siedend heiß. Man kann dem Film vorwerfen daß er einen Tick zu lang sei, aber die emotionale Wucht, insbesondere beim Finale, bleibt ungebremst.

Fazit: Hartes Action-Drama das in der ersten Hälfte mehr portraitiert.
Rating: ★★★☆☆