Archiv der Kategorie: Drama

Brain on Fir – Feuer im Kopf

Susannah (Chloë Grace Moretz) arbeitet als Journalistin bei der New York Post hat tolle Kolelgen und ein intaktes privates Umfeld. Dann setzen abrupt Halluzinationen bei ihr ein – und dieser Zustand wird immer schlimmer, ohne daß Ärzte einen Grund benennen können …

Ich frage mich bei manchen Darstellern in bestimmten Rollen warum sie gerade den jeweiligen Film gewählt haben. Im vorliegenden Fall denke ich mal daß Chloe Grace Moretz Lust hatte sich mal so richtig auszubrüllen – der Film enthält unzählige Szenen und Stellen in denen sie toben, rumschreien und ausrasten kann. Allerdings auf dramatische Weise, als eine junge Frau die über sich selbst die Kontrolle verliert und auf nicht nachvollziehbare Weise den Verstand verliert. Das fußt auf einem wahren Fall und zeigt wie eine bestimmte Diagnose bei einer jungen Frau gemacht wurde die dann relevant wurde und auch bei anderen festgestellt wurde, demonstriert am Schicksal einer einzigen betroffenen Frau. Das heißt, man hat anderthalb Stunden unangenehme Szenen in denen die Hauptfigur in immer mehr Alltagsmomente gerät und nicht mehr klarkommt, des weiteren sehr viele Szenen in denen Verwandte verzweifeln, mit Ärzten rede und nach einer Lösung suchen. Das ist alles recht unangenehm, aber durchaus auch bewegend, ergreifend und beunruhigend. Fürs Kino hätte die Sache nicht viel her gegeben, als Netflix Veröffentlichung der Woche ist es ein lohnender Klick.

Fazit: Kleiner Film, unaufdringlich, nett gespielt und mit interessantem Thema!

Demolition – Lieben und Leben

Das perfekte Leben des Bankers Davis Mitchell (Jake Gyllenhaal) endet brutal als seine Frau bei einem Autounfall ums Leben kommt. In diesem Schockzustand kommt niemand mehr an ihn ran, auch sein Schwiegervaters Phil (Chris Cooper) nicht. Davis beginnt damit Beschwerdebriefe an Firmen zu schicken wodurch er an Karen Moreno (Naomi Watts) gerät …

Bei diesem Film habe ich die Verbreitung in Deutschland nicht völlig verstanden: er lief regulär, aber wenig beachtet im Kino und erschien dann nicht in den üblichen Verbreitungswegen (zb: DVD On Demand Diensten); ich konnte ihn nun auf amazon nachholen. War die längere Wartezeit darauf es wert? Durchaus. Weil ich einen Film zu sehen bekam der nicht den zu erwartenden Weg nahm: ein Mann verliert seine Frau und trauert, findet einen merkwürdigen therapeutischen Ansat darin zu zerstören und zerlegt sein glänzendes, aber hohles Leben und seine Umfeld und knüpft eine nette Freundschaft mit einer Frau von einer Beschwerdehotline. Das alles in einem Film der die Stimmungen ständig wechselt, auf tieftraurige Momente folgen unverständlich lustige Augenblicke und manchmal völliger purer Wahnsinn. Gylenhaal trägt das alles, schreitet durch dieses filmische Wechselbad der Gefühle und obwohl man nie wirklich versteht wer er eigentlich ist und was ihn ihm vorgeht berührt einen das was er tut. Als normales Drama würde ich den Film nicht empfehlen, als jemand der mal etwas schauen möchte das vom gewohnten abweicht kann mans definitiv mal probieren.

Fazit: Emotional, absurd lustig und nicht immer griffig – hochemotionaler Film der nicht kalt lässt!

Rating: ★★★★☆

Genauso anders wie ich

Kunsthändler Ron Hall (Greg Kinnear) und seine Frau Deborah (Renée Zellweger) scheinen nach außen hin eine wundervolle Beziehung zu führen, in Wirklichkeit haben sie sich nach 19 Jahren Ehe nichts mehr zu sagen weswegen Ron eine Affäre begionnen hat. Deborah träumt indes von einem fremden Mann der ihr eines Tages in Gestalt von Denver Moore (Djimon Hounsou) gegenüber steht …

Ein Ehepaar das sich nach langer Zeit nichts mehr zu sagen hat sucht die Freundschaft eines Obdachlosen der ihr Leben verändert und in positiver Weise durcheinander wirbelt – klingt nach Edelkitsch, hat aber mit der hochkarätigen Besetzung durchaus ein wenig Interesse verdient. Wobei mich eigentlich zwei Dinge sehr fasziniert haben: zum einen eben daß die Story wahr sein soll, zum anderen Rene Zellweger die zwar nicht allzu viel darstellerisch zu tun hat, aber hier irgendwie so optisch umgestaltet wurde daß sie fast garnicht mehr zu erkennen ist. Ansonsten hat man sanftes, ruhiges und geschwätziges Dramakino mit einem Schuß Wohlfühlfaktor, ergänzt durch einen ganz kleinen Funken „Märchen“: nichts was unbedingt geschaut werden muß, aber ebensowenig etwas vor dem man sich „weigern“ braucht sollte man mal in die Lage kommen es zu schauen.

Fazit: Redseliges Drama mit leichtem Humoranteil; nicht gerade unfassabr neu, aber sehr wohl interessant!

Tully

Marlo (Charlize Theron) ist von ihren mütterlichen Aufgaben restlos geschlaucht: mit Tochter Sarah (Lia Frankland) läuft alles gut während Sohn Jonah (Asher Miles Fallica) scheinbar ein Autist ist und sie als drittes Kind ein Baby versorgt. Als sie nicht mehr kann engagiert sie eine „Night Nanny“ namens Tully (Mackenzie Davis) die ihr ermöglichen soll wieder zu Kräften zu kommen …

Der Film hat im Grunde keine nennenswerte Handlung und ergeht sich eher im Zeigen einer Situation: hier ist es das Muttersein im Jahre 2018. Und nimmt dafür Charlize Theron, eine Frau die auch auf Kommando eine Kommode spielen könnte. Das unter der sensiblen Regie von „Juno“ Macher Jason Reitman reicht doch im Grunde schon: es wir deinfach nur gezeigt wie sich eine ausgelaugte und gestresste Mutter durch ihren Alltag kämpft und dann in Form einer Nachtnanny unterstützende Hilfe erhält – und so wie Charlize Theron im Film erlöst wird spürt man auch als Zuschauer eine gewisse Erleichterung. Spektakulär ist dabei zwar nichts, dafür aber durchgehend sehr glaubwürdig, sensibel und spricht dabei bestimmt vielen Frauen aus der Seele. Den merkwürdigen dritten Akt hätte ich so zwar nicht gebraucht, aber das ruiniert den Film nicht.

Fazit: Zarter kleiner Film, zwar plotarm, dafür lebensnah und toll gespielt!

 

Der Pferdeflüsterer

Grace (Scarlett Johansson) liebt reiten und Pferde über alles – bis es zu einem furchtbaren Unfall kommt. Um sowohl Grace wie auch dem Pferd zu helfen soll der Pferdeexperte Tom Booker (Robert Redford) helfend eingreifen …

Dieser Titel galt damals als er raus kam zu meinen Schulzeiten als der Prototyp eines Schmachtfetzens. Aber ist ja auch klar: 162 Minuten lang und handelt von einem Mann der mit Pferden spricht. Aber es geht hier wohl weniger um die Story sondern das dabei transportierte Gefühl: ein Pferd und ein junges Mädchen (die blutjunge Scarlet Johanssen) werden schwer verletzt und müssen einen Weg zurück ins Leben und in ihr Selbstvertrauen filmen, Redford inszeniert sich dabei als kerniger naturbursche der mit Geduld und sensiblem Vorgehen eben das ermöglicht. Auch wenn der Film dabei lang ist wird er nicht langweilig, er kostet halt nur seine Szenen aus, nimmt ein gaaaanz langsames Erzählempo und hüllt den Zuschauer über seine ganze Laufzeit in eine wunderbare, gut funktionierende Stimmung. Daran hat sich auch nach 20 Jahren nichts geändert. Wobei jemand der den Titel eins schlimm fand das nun kaum besser finden dürfte.

Fazit: Sensibel und voller schöner Momente und Aufnahmen, aber ebensosehr der furchtbar lange Schmachtfetzen nach dem er aussieht!

Rendez-Vous mit Joe Black

William Parrish (Anthony Hopkins) erhält Besuch vom Tod in Gestalt eines jungen Mannes (Brad Pitt) und handelt mit ihm einen Deal aus: er darf länger leben wenn er dafür dem Tod die Welt der Menschen näher bringt. Dabei paßt es Parrish garnicht das seine Tochter Susan (Claire Forlani) großes Gefallen an dem Fremden findet …

Ich sah den Film kurz bevor er rauskam 1998 in einer Sneak-Preview, nun nach gut 20 Jahren nochmal auf Netflix. Und nun: ich frage mich immernoch warum man eine einfache Romanze auf eine amtliche Laufzeit voin 3 Stunden dehnen mußte. Irgendwie konnte man nicht aufhören Subplot auf Subplot zu stapeln und die einzelnen Szenen dazu unfassbar lang zu ziehen und zu dehnen. Seis drum: irgendwie hat das Ding nach langer Zeit was zutiefst beruhigendes an sich. Die Stimmung in der er gehalten ist, das Langsame Tempo und die Atmosphäre haben einfach was für sich, außerdem ist es sympathisch den dort zwar schon promienten, aber noch etwas unsicher wirkenden Brad Pitt zu sehen sowie einen deutlich jüngeren Anthony Hopkins. Obendrein ist es witzig daß man es hier einerseits kombiniert kleine lustige Alltagssituatuionen wie aus typischen Komödien aufzufahren in denen der Weltfremde aneckt, auf der anderen Seite absolute Schmachtfetzenmomente in denen sich die beteiligten ewig lange anstarren. Klar ist der Film mit drei Stunden zu lang um mal „einen Blick draufzuwerfen“, als fast altmodischer Klassiker kann er aber durchaus bestehen.

Fazit: Viel zu lang geraten, aber Stimmung und Darsteller funktionieren ganz gut.

Letztendlich sind wir dem Universum egal

Die 16 Jahre alte Rhiannon (Angourie Rice) verliebt sich in die körperlose Seele A, die dazu verdammt ist jeden Tag ihres Lebens in einem anderen Körper zu verbringen. Rhiannon ist fortan bemüht an jedem Tag A wieder zu finden und sucht nach einem Weg mit A zusammenbleiben zu können …

Dies ist wohl eine Geschichte die sich traumhaft gut auf Papier niederschreiben läßt, aber kaum in einen entsprechenden Film verfrachtet paßt: eine Seele wandert durchs Leben, übernimmt jeden Tag den Körper von jemand anders und verliebt sich in eine Frau die sie dann jeden Tag aufs neue sucht. Eigentlich also eine Romanze, mit dem Problem daß der eine Partner permanent wechselt und somit nicht zwischen zwei Figuren eine Spannung oder ein Gefühl aufkommen kann. Statt dessen zappt man wild duch die Figuren, bekommt immer ein paar Schlaglichter, aber geht nicht wirklich in die Tiefe da man eh wenige Momente später wieder jemand anders ist. Die Aufmachung ist dabei alelrdings ganz ok, es ist ein geller, sonnendurchfluteter Film den das Image „Romanze“ an jeder Stelle geradezu auaus allen Poren trieft. Aber sobald man sich nur mit ein wenig weiteren Überlegungen beschäftigt (woher kennt die Seele immer die Kennwörter der Leute die er besitzt) fällt alles zusammen. Für ein junges, romantiksuchendes Publikum ist es sicherlich nicht uninteressant, aber für jeden anderen eher ziehend.

Fazit: Man muß selbst entscheiden ob man diese Geschichte schön oder nur dämlich findet!

Jugend ohne Gott

Zach (Jannis Niewöhner) reist zu einem Hochleistungscamp auf, in dem die Schüler seiner Abschlussklasse für eine angesehene Universität vorbereitet werden sollen. Dort erregt er die Aufmersamkeit von Nadesh (Alicia von Rittberg), dieser aber ist von Ewa (Emilia Schüle) fasziniert. Dann geschieht ein Mord …

Das ganze fußt auf einem Buch von dem es schon mehrere Verfilmungen gegeben hat (von denen mir bislang aber keine untergekommen ist) und welches bereits vor dem zweiten Weltkrieg geschrieben wurde. Hier hat man dann die Voralge irgendwie versucht auf die morderne Zeit anzupassen, das hat für mich aber nicht wirklich funktioniert. Es ist halt das Thema dfas Films, aber es ist eben auch seine Wirkung: der Filmist in absolut jeder Sekunde unangenehm. Das vermittelt diese gezeigte, bedrohliche Utopie zwar ganz plausibel, aber so intensiv daß ich recht schnell keine Lust mehr hatte der Geschichte wirklcih und aufmerksam zu folgen. Gespielt ist dies zwar ordenlich (Emilia Schütte ist nie verkehrt) und versucht Vorbildern wie „Divergent“ nahe zu kommen, ergibt aber am Ende fast zwei quälend lange Stunden aus denen man zwar einige Gedanken und Ansätze mitnehmen kann, aber sicher kaum gute Unerhaltung.

Fazit: Die scheußliche gezeigte Welt ergibt einen Film der durchweg unangenehm erscheint!

[RATING. „]

All Eyez on me

In den 70er Jahren wächst Tupac Shakur (Demetrius Shipp Jr.) als Kind aktiver Mitglieder der Black-Panther-Bewegung auf und bekommt einen Einblick in das ungerechte Los der schwarzen Gesellschaft. Als Erwachsener steigt er zum Starrapper auf und gerät gleichzeitig in gefährliche Bandenkriege …

Ich bin bei Biographien immernoch sehr skeptisch – ich glaube einfach nicht daß man ein ganzes Leben in ein paar Filmminuten unterbringen kann. Das Wertvollste was meiner Meinung nach erreicht werden kann ist es einfach nur einen Eindruck zu vermitteln wie derjenige war, war er nett, war er böse – und schlechten Fällen bleibt mir die besagte Person aber trotzdem verschlossen. So ging es mir dann acuh in dieeser Musikerbiographie: eigentlich kann man über kaum etwas klagen (außer der sperrigen Länge), ordentlich gespielt und iinszeniert ist das alles, aber es geht letztzlich um eine Person die ich kaum auf dem Schirm habe und eine Thematik die ich selber nur gering interessiert. Daher: einen Blick kann man riskieren wenn man sich für den Künstler oder die Musikszene interessiert, der Rest kann gerne verzichten.

Fazit: Etwas überlagnes Musiker-Epos daß seine Hauptfigur nur bedingt zugänglich darstellt!

Rating: ★★★☆☆

The Book of Henry

Susan Carpenter (Naomi Watts) ist eine alleinerziehende Mutter für ihre Söhne Peter (Jacob Trembly) und den hochbegabten Henry (Jaeden Lieberher) und schuftet in einem Restaurant. Dann aber entdeckt Hanry das seine Nachbarin und Mitschülerin Christina (Maddie Ziegler) von ihrem Vater Glenn (Dean Norris) missbraucht wurd – und will versuchen Christina zu helfen …

Ich freue mich immer wenn mich ein Film überrascht, das hat dieser hier auch geschafft, wenn auch mit einer traurigen Wendung. Ich kannte die genaue Handlung im Vorfeld nicht, wußte daher nicht welche Richtung der Film ab etwas der Mitte einschlägt und war dementsprechend überrascht. Aber auch angetan, es wirkte wie eine verdrehte Auslegung der „PS Ich liebe dich“ Thematik. Und trotz der Schwere die der Sache eigentlich inne wohnt ist die Sache unterhalsam, nicht federleicht, aber auch nicht betrüblich oder runterziehend. Nur emotional. D.H. wer ein Drama jenseits der üblichen Verläufe schauen mag kann mal einen Blick risikieren, es fällt ganz anders aus als man es erwarten darf.

Fazit: Mehrere Handlungsverläufe in einem die einen ungewöhnlichen, aber zu Herzen gehenden Film ergeben!