Archiv der Kategorie: Drama

Over & Out

Vier Freundinnen reisen nach Spanien da Maja dort ihre Hochzeit begehen will. Eine Reihe an Zwischenfällen bringt sie körperlich und emotional an ihre Limits …

Mit „JGA“ und „Jagdsaion“ hatten wir in diesem Jahr bereits zweimal die Geschichte von drei Freundinnen die sich auf einen absurden Trip begeben. Hier ist die Ausgangslage immerhin anders: drei Frauen fahren die Leiche einer veirten Freundin einmal quer durch Italien. Dabei liegt der Fokus aber vorrangig auf den persönlichen Problemen der Hauptfiguren und dem Streß den Sie miteinander haben. Bei den zwei Stunden Laufzeit nimmt der private Frust und Kummer eine doch deutlich ghrößere Rolle ein als der alberne Trailer es suggeriert. Trotzdem dürften eher weibliche Zuschauer davon angesprochen werden.

Fazot: Mehr Drama als Komödie, mit kantigen Figuren und vielen sensiblen Momenten!

Rating: ★★★☆☆

Das Leben ein Tanz

Tänzerin Elise (Marion Barbeu) stürzt in einem Auftritt und verletzt ihren Fuß schwer. Da eine lange Genesungszeit ansteht sucht sie Anschluss an eine alternative Tanzgruppe

Episches Tanzen auf der einen Seite, kleines Drama auf der anderen Seite. Eine junge Tänzerin verletzt sich und kann nicht mehr wie gehabt und wie geplant weitermachen und verfällt in eine logische Krise. Der Film folgt der jungen Frau ohne entscheidend eine Story zu erzählen, sondern reiht einfach Begegnungen und Gespräche aneinander. Die junge Frau stellt sich der Vergangenheit, ermittelt den Grund warum ihr Tanzen so viel bedeutet und kittet ebenso die angeknackste Beziehung zu ihrem Vater, dazu findet sie in einer alternativen Tanzgruppe einen neuen Anlaufpunkt. Mit einer herzlichen und mögenswerten Hauptfigur vergehen die zwei Filmstunden recht flott, ergänzt durch ein paar recht schöne Stadtbilder von Paris. Ein Film für ein kleines, aber dankbares Zielpublikum

Fazit: Die zwischenmenschlichen Szenen sind emotional und klein, die Tanzpassagen absolut episch!

Rating: ★★★☆☆

Warten auf Bojangles

Camille (Virginie Efira) und Georges (Romain Duris) tanzen zu ihrem Lieblingslied „Mr. Bojangles in eine turbulente Ehe – hinter der ein gigantischer emotionaler Absturz lauert …

Exzess der weht tut: eder Film beginnt wie eine leichtfüssige, französische Komödie in der zwei Over the Top Figuren sich kennenlernen und eine schnelle Liebschaft eingehen. Das könnte ine txypische, überzeichnete Nummer sein, hat aber System. Im weiteren Verlauf sehen und erfahren wir wie es um insbesondre die weiliche Figu wirklich steht: deren Hang im Überschuß zu leben, emotional wie auch sonst auf allen Wegen, ist mit einem gesunden Leben und der Realität nicht überein zu bringen und hintger der Fassade wartet ein bodenloser Absturz. So wird der Film vom leichtfüssigen Lustspiel zu einem knüppelharten Drama in dem es stetig weiter bergab geht. Michhaben die Darsteller dabei nicht wirklich gekriegt und gefesselt, ebenso wäre dies sicherlich zugänglicher geworden wenn es mir vertraute US-Darsteller gewesen wären. Trotzdem geht ds Konzept in weiten Teilen sehr gut auf.

Fazit: Emotionale Reise die auf dem Höhepunkt beginnt und sich stetig bergab fortsetzt!

Rating: ★★★☆☆

Men

Harper (Jessie Buckley) zieht sich aus der Stadt zurück und eine Tragödie zu verarbeiteen. In den Wäldern, in denen sie hockt zieht aber schnell eine unbekannte Bedrohung auf …

Man kann es wohl einfach oder sehr kompliziert sehen und sagen: Männer sind schlimm, Männer sind die Seuche. Diese Erfahrung macht die Hauptfigur in einem ungemein Stimmungsvollen Titel. Eine Frau, die einfach nur etwas Ruhe in einem ruhigen Landhaus sucht trifft auf diverse Männer, die allesamt auf eigene Weise bedrohlich, übergriffig oder sonstwie unangenehm werden. Das führt zu langen, endosen Szenen die recht schnell die grade Linie einer Geschichte verlassen und zum totalen Mindfuck führt. In den letzten zwanzig Minuten kann absolut alles passiere und alle Fesseln fallen. Das ergibt oftmals wenig Sinn, das vestört und entsetzt – aber es lässt nicht kalt.

Fazit: Atmosphärisch dichter Trip in den Wahnsinn

Rating: ★★★★☆

Die Zeit, die wir teilen

Verlegerin Joan Verra (Isabelle Huppert) begegnet einer großen Liebe von eins ud flieht in ein Landhaus. Dort beginnt sie ihr Leben zu überdenken …

Eine Frau lebt ihr leben und wir schauen zu. Von einem Zeitpunkt ausa dfer Gegenwart zappt die Geschichte durch deren Leben, zeigt Schnittpunkte, Entscheidungen und ein paar sehr dramatische Momente. Leidr hat diese Figur einige Tiefen durchgemacht, ebenso aber ein paar Erfolge und schöne Augenblicke durchlebt. All dies beobachten wir, dabei aber mit der Frage im Hinterkopfg: warum? Wieso sehen wir uns dieses an? Das beantwortet der Film erst in den letzten Szenen. Dabei kann es sein daß man sich sagt „Wieso habe ich dafür so lange durchgehalte?“; ebenso kann man begeistert sein wenn sich alles zu einem Bild verdichtet. Ferst steht aber daß das tolle Schauspiel von lars Eidinger und natürlich Isabelle Huppert einen Blick wert sind, zumal der Film trotz seines traurigen Themas eine gewisse Leichtigkeit hat.

Fazit: Ein Film mit wenig Orientierung, wie eben auch bei seiner Hauptfigur!

Rating: ★★★☆☆

The Card Counter

William Tell (Oscar Isaac) kommt aus dem Knast und zieht als Pokerspieler durchs Land wobei er perfekt als Kartenzähler ist. Das wird zum Problem als er den jungen Cirk (Tye Sheridan) trifft …

Hier können Titel und Aufmachung in die falsche Richtung führen. Dies scheint ein weiterer Film über einen Glückspieler zu sein, allerdings erweist sich der Film dann als etwas vielschichtiger. Die spielende Hauptfigur hat etwas aus der Vergangenheit was sie beschäftigt und was einen großen Teil der Zeit einnimmt und auch zu einigen echt krassen Momenten und Rückblenden führt. Damit rechnet man nicht unbedingt und das könnte für manchen schon zu viel sein. Ansonstne funktioniert die Nummer aber bestens: Oscar Isaac gibt als gebrochener Held eine weitere erstklassige Perfomance ab, der Rest schockiert stark und der ganze Part wenn es ums Kartenzählen geht ist wohle her was für die Leute die sich damit im Detail auskennen. Trotzdem: einen Versuch ist es wert.

Fazit: Mischung aus Glückspielerdrama mit einem anderen, unerwarteten Genre

Nebenan

Daniel (Daniel Brühl) ist ein populärer Schauspieler und führt ein komfortables Leben in Berlin. Kurz vor einem neuen Dreh stoppte r in einer örtlichen Kneipe – wo er auf den merkwürdigen Bruno (Peter Kurth) trifft …

Ach Mensch … ich wollte diesen Film wirklich mögen. Ich bin kein wirklicher Fan von Daniel Brühl, kenne ihn aber seit dem Film Schule aus dem Jahr 20ß00 und habe ihn immer gerne gesehen. Ebesnso fand ich es beeindruckend was für eine Karriere er gemacht hat. Hier macht er dann seinen ersten Film als Regisseur der anscheinend auch einige persönliche Aspekte aufarbeitet, da zu seiner Hauptfigur einige Dinge fallen die auch auf den echten Daniel Brühl passen. Ich finde es gut daß es ein kleiner Film ist, quasi ein Kammerspiel und mit der Inszenierung macht Brühl dabei alles richtig: auch wenn es fast komplett in einer Kneipe spielt ist das alles frisch und gut mitgefilmt. Mein Kernproblem liegt an einer Sache: ich finde beide Hauptfiguren furchtbar unsympathisch. Wenn ich dann zusehe wie zwei unangenehme Gestalten sich Bösartigkeiten um die Ohren werden habe ich kein Interesse daran, sondern finde die Charaktere nur nervig. Auch wenn die Inszenierung und die finalen Wendungen gut klappen, so fehlt mir die emotionale Anbindung.

Fazit: Solides Regiearbeit von Brühl bei denen zu wenig Herz in den Hauptfiguren steckt!

The Father

Anthony (Anthony Hopkins) ist erin stolzer, alter Mann der sich trotz fortschreitender Demenz weigert Hilfe von seiner Tochter Anne (Olivia Colman) anzunehmen, Dann aber plant diese ihren Umzug nach Paris …

Anthony Hopkins ist ein Darsteller der nichts mehr bewisen muß – umso schöner wenn er sich in unangenehme, herausfordernde Rollen begibt. Hier ist es die eines verzweifelten, dementen Mannes dessen Umfeld zerfällt. Wir erleben den Verlust der Orientierung und der Zusammenhänmge aus der Sicht der Hauptfigur. Dadurch wirkt der Film wie das Zusammenstellen diverser Szenen die logisch keinen Sinn ergeben, aber das ist ja der Sinn und die Absicht hinter allem. Es macht betroffen und definitiv keinen Spaß beim Anschauen, hat aber einen Wert und eine gewisse Wichtigkeit. Sicehrlich nicht der Film den man zum Vergnügen schaut, aber einer, der einen nicht kalt läßt.

Fazit: Zwar nicht geradlinig (weil es im Sinne der Geschichte ist), aber die Verzweiflung der Hautfigur überlädt sich auf den Zuschauer, bis hin zum tränenlastigen Finale!

Rating: ★★★★☆

A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe

Anna (Sophie Rois) war einst eine erfolgreiche Schauspielerin, lebt aber mittlerweile alleine und hat nur noch ihren Nachbarn Michel (Udo Kier). Dann abr gibt sie dem jungen Adrian (Milan Herms) Nachhilfe und entwickelt Gefühle für ihn …

Ich respektiere Filme auch dann wenn ich sie nicht verstehe. Gerade bei Regisseurin und Drehbuchschreiberin Nicolette Krebitz bin ich mir sicher daß sie weiß was sie hier tut und erzählen wollte. Dennoch hat michd er Film komplett verloren, obwohl der Anfang nicht verkehrt war. Eine vom Leben gezeichnete Frau im vorgerückten Alter unterricht einen problematischen Jugendlichen, nur daß aus der Lehrer und Schüler Lage dann eine Beziehung entwächst. Ich kann zwar den Ablauf, aber an vielen Stellen den emotionalen Antrieb der Hauptfigur nicht verstehen. Etwa wenn sie dem Jungen im bademantel öffnet, ihn aber zurückweist, ihn an ihrer Tür jammern lässt um dann mit ihm in Urlaub zu fahren und sogar bereit ist Diebstähle mit ihm zu begehen. Das sit zwar alles sehr gut gespielt und hat mit Udo Kier auch einen kleinen Scene Stealer in einer Nebenrolle, im zunehmenden Verlauf werden die Handlungen der Hauptfigur aber stetig unklarer wodurch auch die Sympathie für sie mehr und mehr zurück geht. Das Lob welcher dieser auf Festspielen erhalten hat mag berechtigt sein – es hat mir den Zugang nicht erleichtert.

Fazit: Stark gespielt, aber inhaltlich ab einem gewissen Punkt nicht mehr in den Motiven nachvollziehbar

Press Play and Love again

Für Laura und Harrisonn ist es die große Liebe als sie sich begegnen – mit ihrer Leidenschaft für Musik legen sie ein Mixtape an bei dem sie jedem relevanten Moment ihrer Beziehung ein Lied zuordnen. Als Harrison bei einem Unfall stirbt mach Laura eine unglaubliche Entdeckung: sie kann sich durch das anhören des Tapes in die Vergangenheit versetzen und diese beeinflußen …

Eine unfassbare Kitschbombe die aber genau alles richtig damit macht: der Film baut in der ersten Hälfte die Stimmung und die sonstigen Umstädne eines Bravo Fotoromans auf. Eine unfassbar kitschige Love Story, zwei herzliche Hauptfiguren und das Ganze in absoluter Hochglanzoptik am Strand gefilmt – es ist wie Urlaub zum Anschauen. Dann kommt eben die Tragik und Trauer dazu wenn eine Hauptfigur aus dem Fil mfliegt und alles Glück zu Schmerz und Leid wird. Das funktioniert so gut weil eine entsprechende Fallhöhe aufgebaut wurde. Und dann beginnt eben der Zeitreise Teil bei dem man diskutieren kann über Sinn und Unsinn und Logik, aber dies hat bei einem Zeitreisefilm noch nie etwas gebracht. Es überrascht dabei wie viele Anteile aus dem Film „Butterfly Effect“ dann auftreten, wenn es um Dinge geht wie den Schmetterlingseffet, also daß kleinste Dinge wie auch nur Aussagen den Lauf der Dinge beeinflußen können. Und es werden die üblichen Punkte abgeschossen daß man das hier und jetzt erleben muß, den Moment zu schätzen weiß und das manchmal die unscheinbaren Momente eben doch unglaublich wichtig sind. Mir einer genießlichen Laufzeit von 85 Minuten macht dieser dabei alles richtig.

Fazit: Hat zwar viele Sci Fi Anteile eienr Zeitreisestory, ist aber im Kern eine ungemein Effektive Schnulze mit Taschentuchbedarf und wunderschöner Hochglanzoptik

Rating: ★★★★☆