Archiv der Kategorie: Drama

Jonathan

John und Jonathan (Ansel Elgort) sind Zwillingsbrüder und gehen den Pakt ein niemals eine Beziehung zu beginnen. Über soziale Medien jedoch lernt John doch jemanden kennen was das Verhältnis zu seinem Bruder ins Wanken bringt …

Da bin ich etwas unsachlich wenn ich sage: Ansel Elgort hat von Anfang an bei mir ein paar Pluspunkte. Das liegt wohl daran das er bei „Baby Driver“ einen der liebenswertesten Charaktere die ich je gesehen habe verkörpert hat. Davon ist er im neuen Film weit entfernt, wobei dieser hier mit einem recht spannenden Ansatz daher kommt: ein Bruderpaar teilt sich den gleichen Körper und kommt sich eben dadurch in die Quere als es um eine Frau geht. Wie sehr das glaubwürdig oder gar medizinisch belegbar ist sei dahin gestellt, für den Titel reicht es . Es geht nicht um Kitsch sondern eben ein schweres Verhältnis zwischen zwei Brüdern in einer ungewöhnlichen Lage, um Eifersucht, einen Trennungsprozess und eine komplizierte Dreiecksbezieung Das alles ergibt ekeinen lauten, reißerischen Titel, sondern leises, stilles Dramakino mit kleinen Spannungsgsanteilen. Die Idee ist zwar etwas faszinierender als der Film, nicht zuletzt dank Elgorts spiel kommt aber keine Langeweile auf.

Fazit: Kein Mainstream, sondern ein spezielles Drama in ausgesprochen ruhiger Form!

Rating: ★★★☆☆

Tolkien

Jahre bevor J.J.R. Tolkien (Nicholas Hoult) die „Herr der Ringe“ Bücher schreibt besucht er das Pembroke College und dient als Soldat im Ersten Weltkrieg – und umwirbt Edith Bratt (Lily Collins). Seine Erlebnisse fließen später in seine Bücher ein …

Tolkien hat „Der Herr der Ringe“ geschrieben und natürlich einen unfassbar großen Meilenstein der Fantasy Literatur. Heißt das aber daß das Leben des Mannes dann auch gleich tauglich für einen Spielfilm ist? Oder will man hier mit Krampf und Gewalt einen Herr der Ringe Nachzieher kreieren indem man Lebensereignisse von Tolkien so zeigt daß sie als Inspiration für bekannte Motive durchgehen? Der Trailer hat das so suggeriert, der fertige Film ist aber doch etwas anders unterwegs: eigentlich wird ein ruhiges, sanftes Drama erzählt von einem sympathischen Kerl und ein paar Freunden und wie sie gemeinsam durch die Schule kommen, ebenso wird eine Lage des erten Weltkrieges daneben geschnitten. Und auch wenn manche Momente etwas kalkuliert wirken, am Ende ist der Film klein, leise und anspruchsvoll aufbereitet. Wie sehr man an der Realität dran ist vermag ich aber nicht zu sagen.

Fazit: Kleiner, ruhiger Film der für den Schulunterricht taugt!

Rocketman

Reginald Dwight (Taron Egerton) ist ein schüchterner Junge im London der 60er Jahre der nur am Klavier aufblüht. Seine wahre Leidenschaft ist jedoch der Rock’n’Roll der ihm einen unglaublichen Aufstieg beschert – der aber auch große Schattenseiten hat …

Das Prinzip des Films ist gar nicht schlecht: es wird die Biographie von Elton John erzählt, allerdigns geht der Film wann immer es paßt ausd er Realität raus und wird zu einer Musicalnummer. Leider funktioniert das dann nur auf Kosten der Emotionen: ich kenne die wahre Story von Elton John nicht so detailliert, denke aber schon daß die wesentlichsten Eckpunkte glaubhaft und wahr sind, aber ebenso daß der Film an entsprechenden Stellen ein wenig anpasst und zurecht macht. Trotzdem erscheint mri die Story relativ gängig, der arme Knabe aus traurigen Verhältnissen der zum Star aufsteigt und dann im Überfluss ersäuft und ein Drogenproblem bekommt … das hats alles schon so gegeben. Wenn es dann zu den Musicaleinlagen kommt ist es kaum zu tppen, diese Szenen sind bunt, laut und wild inszeniert und treffen in jeder Hinsicht den richtigen Ton. Leider aber bleibt die Geschichte immer nur am Nullpunkt. Ich freue mich nicht mit dem Film Elton wenn es bergauf geht, nehme ebenso wenig Anteil an der emotionalen Absturzphase … und somit bleibt mir am Ende ein perfekter Tanzfilm der mir weder die Person Elton John näher bringt noch mich irgendwie emotional erreicht.

Fazit: Trotz tollem Taron Egerton ein zwar perfekt inszenierter, aber distanzierter Musikfilm!

Der Fall Collini

Nach dem Mord am Industriellen Hans Meyer stellt sich der pensionierte Gastarbeiter Fabrizio Collini (Franco Nero) der Polizei. Der Rechtsanwalt Caspar Leinen (Elyas M’Barek) übernimmt die Pflichtverteidigung – obwohl er einen persönlichen Bezug zu Collinis Familie hat …

Im Kino habe ich mir diesen Film verkniffen, dazu sah er mir zu farblos und viel zu sehr nach einer besseren TV Film Variante aus: ein Gerichtsfilm um einen merkwürdigen Mord; mit Elyas M. Barek läuft obendrein ein eher farbloser Protagonist herum. Nach Sichtung des Films im Heimkino sind meine Bedenken aber etwas weniger geworden: der Film hat eine hässliche Beleuchtung und ein steriles Umfeld, aber durchaus einen sehr krassen Background. Um diesen zu erkennen muß man allerdings ein Weilchen durchhalten da die Hintergründe der Tat erst im letzten Drittel stetig Gestalt annehmen, dann schockt einen der Film allerdings sehr. In seiner Gesamtheit ist der Film wonach er ausschaut, ein deutscher Film mit zahlreichen bekannten Darstellern die aber eher emotional unterkühlt spielen, bei genauer Betrachtung jedoch und Kenntnis des Hintergrundes ist der Film durchaus seine Zeit wert.

Fazit: Eher durchschnittliches Drama welches zum Ende hin einen echt krassen Sprung macht!

Joker

Im Jahre 1981 verdingt sichder glücklose Arthur Fleck (Joaquin Phienix) in Gotham City als Clown auf der Straße mit Werbeschildern und pflegt seine Mutter Penny (Frances Conroy). Flecks mehr und mehr vortretende Geisteskrankheit steigert sich durch die Einnahme von Psychopharmaka und zahlreiche Demütigungen – un nimmt unfassbare Züge an als ihm eine Waffe in die Hände fällt …

Die Figur des Jokers ist endlos oft auf der Leinwand gewesen und hat dennoch keine richtige Geschichte. Nun versucht sich Todd Phillips daran, wobei das Skript fast auch ohne die „Batman“ Bezüge bestehen kann: es erzählt von einem traurigen, dabei aber psychisch labilen Mann dem durch schlimme Umstände mehr und mehr der Verstand abhanden kommt. Das der Film gefährlich ist und Amokläufer inspirieren kann schätze ich nicht, er gibt allerdings ein sehr glaubhaftes und plausibles Bild davon ab wie sich ein mehr und mehr unterdrückter Mensch letztlich in Gewalt flüchtet und diese als letzte Möglichkeit einsetzt. Ansonsten ist dieser Film in einer sehr eigenen und passenden Stimmung erzählt und zeigt Joaquin Phoenix in einer absolut großartig gespielten Rolle. Die Bezüge zur Batman Materie sind zwar dar, ich hoffe trotzdem das dieser Film einzeln und für sich bleibt und nicht nur die nächste Kinoserie einläuten soll.

Fazit: Funktioniert als Psychodrama ebenso wie als krasse Gesellschaftssatire und ist dabei keine Unterhaltung, sondern manchmal sehr unangenehm zum Anschauen.

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=Hc5vrTSBABQ

Stan & Ollie

Im Jahre 1953 ist der Ruhm des Komikerduos Stan Laurel (Steve Coogan) und Oliver Hardy (John C. Reilly) verblaßt, weswegen Promoter Bernard Delfont (Rufus Jones) sie auf eine Bühnentour schickt. Aufgrund diverser Probleme wird dies aber zur Belastungsprobe …

Wahrheitsgehalt? Kann ich nicht kommentieren, außer ein paar „Dick und Doof“ Ausschnitten die ich als Kind gesehen habe sind mir die Komiker wie auch ihr Werdegang und ihr persönliches Verhältnis vollkommen fremd. Darum nehme ich den Film für sich. Ziel war es wohl eine gewisse Warmherzigkeit auszustrahlen und die beiden Figuren nicht zu demontieren indem man sie als bösartig abseits der Kamera oder sonst irgendwie negativ darstellt. Hier bekommt man einen glaubhaften Blick auf die beiden zu einer bestimmten Zeit ihres Lebens und ihres Schaffens und vor allem dem persönlichen Umgang miteinander. Dies als kauzige Komödie mit zwei Dickschädeln die aber nicht laut werden, sich aber trotzdem gegenseitig manchen verbalen Schlagabtausch liefern. Dazu zeigt der Film diverse Clips und Szenen aus ihrem Bühnenprogramm und mag so den ein oder anderen nostalgischen Lacher und Moment erzeugen. Für Leute die in der Thematik bewandert sind ist dieser Film sicherlich ein Hit, für alle anderen ein solides, kleines Filmchen mit einer Menge Herz und Charme.

Fazit: Unaufgeregter Blick auf zwei Ikonen!

Breakthrough – Zurück ins Leben

Der 14-jährige John (Marcel Ruiz) wächst als Adoptivsohn von Joyce (Chrissy Metz) und Brian Smith (Josh Lucas). Beio einem Unfall bricht er ins Eis ein und stirbt – doch Joyce schafft es auf unerklärliche Weise ins Leben zu holen …

Der Film basiert auf einem wahren Fall. Ich kenne diese Umstände nicht und weiß nicht wie sehr sie für den Film angepasst wurden, stehe aber am Ende vor einem Zwiespalt. Ich bin emotional ganz bei den Figuren: ein Junge bricht im Eis ein und liegt im Koma, die verzweifelten Eltern müssen eine unfassbare Situation ertragen und versuchen sich mit Hoffnung, beten und dem Glauben an Gott zu retten. Das mag im wahren Leben geklappt haben, aber wie viele ähnliche Geschichten gab es die trotz Gottvertrauen und Hoffnung nicht so geendet sind? Dieser Film nimmt diesen Fall und propagiert diese Werte, das man immer weiter hoffen muss als Lösung. Darum kann ich verstehen wenn Leute, gerade wenn sie etwas vergleichbares ertragen mussten, aus dem Film Kraft und Hoffnung schöpfen, man möge aber auch mein Empfinden respektieren in dem das Geschaute vor allem unglaublich naiv erscheint. Als Unterhaltungsfilm geht er wohl klar, reißt aber auch keine Bäume aus.

Fazit: Schwieriges Thema, eigentlich recht einfach angepackt!

Rating: ★★★☆☆

After the Wedding

Isabel leitet ein Weisenhaus in Kalkutta und wird von der reichen Teresa nach New York gerufen -scheinbar um dort eine große Geldspende zu arrangeiren. Vor Ort stellt Isabel aber fest daß es ganz andere Gründe gibt . Und diese in ihre Vergangenheit führen …

Filmische Zeit für Betroffenheit: zwei Frauen treffen aufeinander, eine aus reiche, eine aus armen Verhältnissen und dann offenbart sich ihnen und dem Zuschauer eine unglaublich bittere und schmerzhafte Vorgeschichte. Wenn man das Original kennt überrascht wohl nichts mehr, mir was das relativ fremd. Daher traf mich der frühe Twist bereits hart, danach kam aber außer einer Wendung nicht mehr viel. Es geht weniger darum eine krasse Story weiter und weiter zu erzählen, mehr die Figuren eben in ein sehr verzwicktes emotionales Verhältnis zueinander zu bringen und dann eben in dieser ratlosen Situation ein Weilchen u verweilen. Gespielt ist das alles solide, Julianne Moore kriegt zum Ende hin auch eine oscarwürdige Weinszene, aber irgendwie reißt es einen nicht mit. Vielleicht weil der Film viele Baustellen aufreißt, mach leicht auflöst und andere ganz vergisst. Trotzdem kann man aus diesem Film ein paar Gedanken mitnehmen, vor allem die Frage: wie würde mand as Dilemma in dem die Hauptfigur steckt selber angehen

Fazit: Plotarme Dramastory mit starken Darstellern, aber sehr wenig Handlung und Verlauf!

Videoeview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=lyG_P7DXR9Y

Skin

Skinhead Bryon Widner (Jamie Bell) lernt Julie (Danielle MacDonald) kennen und bekommt den Wunsch sein gewalttätiges Leben hinter sich zu lassen. Dazu geht er einen Deal mit dem FBI ein: Bryon muß Hinweise aus der Skinheadszene liefern und bekommt im Gegenzug die Tatoos entfernt …

Da kommt wieder mal die Realität auf die Leinwand und wie so oft bei solchen Vorlagen kann man als normaler Zuschauer nur bedingt sagen wie sehr die Handlung wahr ist und was hier dramaturgisch angepasst wurde. Trotzdem ist eine unglaubliche Stärke des Films die Glaubwürdigkeit: es ist nicht so sehr der einfache Plot eines Rechtsradikalen der sich aus der Szene freikämpft, es ist keine Thrillerstory darüber wie einer in seinen eigenen Reihen undercover geht, es ist vorrangig ein Drama in dem schrittweise geschildert wird wie die Hauptfigur beginnt die Sehnsucht nach einer Familie und den Ausstieg aus dieser Welt hinzukriegen. Dies wird durch kraftvolle Darstellungen von Jamie Bell und auch Vera Farmiga erreicht sowie manchen Szenen mit höchster Spannung. Leider wird dabei trotzdem sehr oft auf das Stilmittel der Wackelkamera zurück gegriffen waqs den Film zwar nicht ruiniert, aber es auch nicht gebraucht hätte. Es ist sicherlich nicht der angenehmste und sicherlich nicht der spaßigste Kinostoff, aber sehr wohl starkes Kino mit bewegender Story.

Fazit: Hoch spannend, menschlich und nicht geradce angenehm zu schauen – kraftvolles Drama!
Rating: ★★★★☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=kPkvK3qxkvg

After Passion

Tessa Young beginnt ein Studium in Washington. Das wird von Anfang an in Frage gestellt als sie auf den Bad Boy Hardin Scott trifft. Der verändert Tessa als Wesen von Grund auf und vollständig …

Die ganze Aufmachung, der ganze Look, das ganze Konzept dieses Films zerplatzt wie eine Seifenblase wenn man nur auf die Blu-Ray Hülle schaut. Mal ehrlich: ein Film der vorgibt die Teenager Variante von Shades of Grey zu sein, mit einem nach Erotikfilm ausschauenden Cover auf dem der Flatschen „frei ab 0“ prangt? Was ist denn da schief gelaufen? Vermutlich alles. Zumindest all das was mal geplant war. Am Ende erscheint dieser Film wie die xte Variante einer College Romanze. Liebes Mädchen trifft finsteren Bad Boy mit weicher Seele, kommt mit ihm zusammen und dann geht’s durch ein paar Gefühlsebeben. Eigentlich ein typischer kleiner Schmachtfetzen für ein entsprechendes Publikum, es nervt aber daß die männliche Hauptfigur nur so ausschaut als sei er tiefsinnig, dabei aber kaum Charisma besitzt und ansonsten brav alle Klischees solcher Titel wie auf einer Strichliste abgehakt werden. Und man merkt wie die Zeit vergangen istwenn mal Selma Blair als Mutter sieht; bedenkt man das sie einst bei „Eiskalte Engel“ selsbt ein Mädchen was das sich in sündige Umfelder begab.

Fazit: Vollkommen redundante Klischeepackung mit Kitschfüllung!