Archiv der Kategorie: Drama

Der schlimmste Mensch der Welt

Comic-Zeichner Aksel (Anders Danielsen Lie) möchte mit seiner Freundin Julie (Renate Reinsve) Kinder haben, die übraus launische Frau möchte dies aber nicht. Sie stürzt sch statt dessen in eine chaotische Beziehung mit Eivind (Herbert Nordrum) …

Eine Frau um die 30 die in Oslo lebt und nicht weiß was sie im Leben will – das reicht hier schon um zwei Stunden Film zu füllen. Man verfolgt diese Figur, sei es bei Parties, bei langen Gesprächen, bei diversen Jobs und unsbesondere bei Beziehungen. Dort reibt sie sich auf zwischen einem konservativem, netten Mann der aber Familie wünscht, und einem jungen, unbedarftn der ihr sehr ähnelt. Eigentlich geht es nur darum aus dem vollten Angebot aus Möglichkeiten ja keines auszulassen. Mit diesem Gefühl kann ich mich selber nicht identifizieren, kann aber schätzen was der Fil dabei und damit macht: sehr lebensnahe, echt wirkende Dialoge und eine schwer fassbare Hauptfigur die man aber dennoch irgendwie mögen kann. So entwickelt sich ein dialoglastiger nd langer Film, der aber aus dem unscheinbaren eine gewisse Faszination gewinnt.

Fazit: Redselig, aber sehr nah an glaubhaften, wahr wirkenden Situationen!

Rating: ★★★★☆

One of these days

Bei der Werbekampagne eines Autohauses wird ein Truck verlost an denjenigen der am längsten seine Hand darauf lässt. Auch der Familienvater Kyle (Joe Cole) nimmt an der tagelangen Strapaze teil …

Das ist wohl die Grauzone zwischen faszinierend und spannend sowie lächerlich und absurd: zwanzig Menschen stehen bei sengender Hitze an einem Auto, halten die Hand dran und dürfen nicht aufgeben. Jeder hat seine eigenen Gründe, seine eigenen Motive und so sehr das auch als Spaß gedacht ist, desto mehr wird es zur psychischen und körperlichen Dauerbelastung. Das alles wird sehr anschaulich dargestellt, der Film geht dabei aber auch auf ein paar Nebenschauplätze und verliert dadurch den Fokus. Es rückt die Managerin der Veranstaltung ins Zentrum die man schnell erfasst hat: sie gibt der Welt ein Lächeln vor und ist im Keim eine traurige, unglückliche und einsame Person, daher sind Szenen die sie bei einem vergeigten Date zeigen eigentlich nicht nötig um das Klargemachte nochmal zu untermauern. Ebenso gipfelt der Film in einem ultrakrassen Finale das man so nicht kommen sieht, hängt dann aber nochmal quälende zwanzig Minuten hintendran in denen der Hintergrund und mache Umstände einer Figur nochmal etwas ausgeleuchtet werden. Dies ist dramaturgisch sehr merkwürdig konstruiert und echt schade, da der Film an sich vieles richtig macht und einen definitiv nicht kalt lässt.

Fazit: Hitzig wie das Umfeld in dem er spielt und schockierend in seinem Ende, verliert sich aber mehrfach in unnötig aufwendig präsentierten Nebenschauplätzen.
Rating: ★★★☆☆

Ammonite

Paläontologin Mary Anning (Kate Winslet) sucht im Jahre 1840 nach Fossilien um diese gewinnbringend zu verkaufen. In ihrer Geldnot läßt sie sich obendrein von, Roderick Murchison (James McArdle) engagieren um auf dessen Frau Charlotte (Saoirse Ronan) aufzupassen …

Saoirse Ronan und Kate Winslett sind Darstellerinnen die ich unabhängig voneinander schon in vielen sehr guten Filmen gesehen habe, wenn sie so wie hier aufeinander treffen hast das direkt mein Interesse. Die Story klingt dabei sehr schlicht: eine in sich gekehrte Fossiliensammlerin und ein juenge Frau die als Anhängsels ihres Ehegatten verdörrt kommen sich zu ungünstigen Zeiten und zu unpassenden Umständen näher. Dabei ist es der klassiche Verlauf daß die Beziehung stetig durch Blicke und Kleinigkeiten aufgebaut wird bevor sie sich in einer ausladenden Sexszene entlädt. Dazu gibt es eine menge Bilder wie die Frauen bei tristem Wetter an einem lauten Strand herumsitzen und Steine suchen – doch eigenartigerweise funktioniert das alles Bestens. Es ist insbesondere die spröde Figur von Winslett die einen fasziniert, die hinter ihrer gehärteten Fassade langsam anfängt Gefühle zu entwickeln. Ebenso ist die triste Inszenierung und die Trosstlosigkeit auf seine Weise sehr einvernehmend. Lediglich das Ende hätte aus meiner Sicht anders ausfallen können.

Fazit: Spröde, trist und mit zwei überragenden Darstellerinnen!

Rating: ★★★☆☆

Die Saat

Rainer (Hanno Koffler) zieht mi Frau Nadine (Anna Blomeier) und der 13-jährigen Tochter Doreen (Dora Zygouri) in ein Haus außerhalb der Stadt, da er die Miete in der Großstadt nicht mehr geregelt beommt. Neben diesem Streß hat er ebenfalls Ärger in seinem Job durch Jürgen (Andreas Döhler) …

Wie so oft kann ein deutscher Film unglaublich realistisch sein, dieser hier ist es bis zur Unerträglichkeit. Er zeigt wie eine Familie in eine kleine Stadt zieht und versucht klarzukommen. Einerseits die toxische Freundschaft der Tochter zum Nachbarskind welche mehr und mehr in dramatische Situation ausartet, im Zentrum steht aber der Vater der versucht auf anständige und ehrliche Weise zu arbeiten und in seinem Job auf einer Baustelle jeden fair zu behandeln. Leider steht er damit im Kontrast zu den Leitenden und gerät somit mehr und mehr unter Druck. Der Film zeigt einen Mann auf den das Leben wie mit Fäusten einschlägt, der versucht anständig und aufrecht zu bleiben und es doch letztlich nicht schaffen kann. Das Ganze führt zu einem bewegenden Finale was leider keine Lösungen bietet. Ich konnte diesen Film mit meiner persönlichen Lebenssituation abgleichen und hatte darum einen ungemein emotionalen Bezug, ich kann aber verstehen wenn viele diesen als deutsches, nicht weiter spektakuläres Filmchen abtun das wohl eher ins ZDF denn ins Kino gehört.

Fazit: Wwenn man in der entsprechenden Lebenssituation ist kann dieser Film einem viel abverlangen

8rating: 5]

Falling

John Petersen (Viggo Mortensen) nimmt seinen Vater Willis (Lance Henriksen) bei sich auf um den an Demenz erkrankten man zu pflegen. Dabei wühlt der Kontakt zu seinem Vater viele Wunden aus der Vergangenheit auf …

Was man so alles tut um einen Film durchzukriegen: Viggo Mortenssen produzierte und führte Regie und hatte keine Absicht
auch noch die Hauptrrolle zu übernehmen, er tat es aber wegen Finanzierungsproblemen und dem Gedanken daß sein prominenter Name hilfreich sein könnte. Man merkt durchwe an daß dies ein filmisches Herzensprojekt ist, dem ich ein ungewöhnliches Lob
machen muß: er ist durchweg unangenehm. Eine krasse Story gibt es nicht, statt dessen nur die Be´obachtung einer Familiensituation
in der ein Sohn versucht seinem kranken Vater zu helfen der ihm nur mit Abscheu und Hass entgegen tritt. Obendrein fallen bei
diesen Szenen viele Kraftausdrücke und unangenehme Aussagen. Daher sit das HErz des Films gegeben, alles wunderbar gespielt, aber es ist hochgradig unangenehm anzuschauen wie eonem anständigen Kerl permanente BEleidugungen und Verletzungen um die Ohren fliegen. DIeses leise Drama muß man zu schätzen wissen; tut man es aber kann man einen wirklich beeindruckenden Titel erleben.

Fazit: Klein, leise und in vielen Momenten hochgeradig unangenehm, aber intensiv gespielt“

Helden der Wahrscheinlichkeit – Riders of Justice

Der Soldat Markus (Mads Mikkelsen) erfährt vom Tod seiner Frau und kommt zurück nach Dänemakr. Währende er seine Tochter versorgen muß glaubte r Hinwesie zu finden daß der Unfall seiner Frau kein Unfall war …

So kann einem eine Sekunde Trailer den gesamten Eindruck verdrehen :es gibt im Film und auch im Trailer eine Szene, in der Mads Mikkelsen ein Auto fährt, von hinten einen dummen Spruch erntet und diesen mit einem Schlag erwidert. Das liess den Film ungemein witzig und schrullig wirken, daher war ich umso überraschter dass der finale Film relativ ernst daherkommt. Im Kern passiert eine Tragödie, Menschen versuchen damit klarzukommen und einen Sinn und eine Erklärung zu finden. Dabei lösen dabei eine grausame Ereigniskette aus die Figuren sind nicht nennenswert sympathisch. Trotzdem fiebert man mit ihnen mit und insbesondere Mikkelsen als verschlossener und aggressiver Schläger schafft es irgendwie, dass man ihn zwar nicht magm aber ihm doch alles Gute wünscht. Drum herum spielt der Film sehr interessant mit den Themen Schicksal, Verkettungen und inwieweit man seinem Schicksal ausgeliefert ist und zeigt wie eine absolute Trivialität eine unfassbare Kette nach sich ziehen kann. All das kommt ohne falsche Showeffekte aufgezogen und mit einigen extrem blutigen und brachialen Momenten. Dies wird zu einem ungewöhnlichen und letztlich doch beeindruckenden Film.

Fazit: Für mich mehr Drama als Thriller mit harten Gestalten und todtraurigem Kern!

Percy

Der Kleinbauer Percy Schmeiser (Christopher Walken) legt sich gerichtlich mit Landwirtschafts-Konzern Monsanto an nachdem er eine Strfe zahlen soll weil deren manipuliertes Saatgut auf sein Gebiet gelangt ist …

Die ganze Story in einem Satz: David gegen Goliath. Gut, dies ist ein realer Fall und hat damit natürlich eine gewisse Brisanz, wie hier ein kleiner Farmer einen Großkonzern verklagt ,aber letztlich ist dies etwas was sich filmisch kaum attraktiv aufbereiten lässt. Durch Christopher Walken hat man natürlich eine treibende und großartige Hauptfigur die es schafft irgendwie den Zuschauer bei der Stange zu halten. der Mix aus Familiendrama und Gerichts Gerede weiß aber zu keinem Zeitpunkt wirklich zu fesseln. Die Sympathien sind zwar klar verteilt aber da man mitunter auch den realen Ausgang kennt ereilt einen r Zuspruch für die Hauptfigur aber kein großes Mtfiebern

Fazit: Interessanter Fall der in der Realität sicherlich spannender ist als ihn hier filmisch aufzubereiten

Rating: ★★☆☆☆

Cry Macho

Pferdetrainer Mike Milo (Clint Eastwood) wird von seinem schmierigen Ex-Boss (Dwight Yoakam) gezwungen, eine Reise nach Mexiko zu unternehmen. Dort soll er sich auf die Suche nach dessen Sohn Rafael (Eduardo Minett) machen …

Es gab schon einige Filme die vermeintlich der letzte Film von Clint Eastwood waren. Hier wirkt er noch mal als Hauptdarsteller und Regisseur, dabei ist der Mann mittlerweile über 90 und genau das ist auch das Problem. Die Story hätte ja auch vor 20 Jahren so ähnlich liefern können und insgesamt ist dies ein typischer, auf ihn ausgerichteterTitel. Als alter Haudegen der durch die Gegend fährt und einen Jungen unter seine Fittiche nimmt fällt aber auch die Glaubwürdigkeit komplett dadurch dass diese Abenteuer, die teilweise auch körperlich sind, einem 90-jährigen passieren. Eastwood hat immer noch Charme, Respekt hat er sowieso und deswegen möchte man sich den Film nicht entziehen bzw. lässt so einiges durchgehen – aber mit einem realistischen Blick kann man hier eigentlich nur den Kopf schütteln und feststellen dass die präsentierte Machotum ziemlicher Käse ist. Trotzdem: Eastwood ist immer ein Event

Fazit: Durchschnittlicher Eastwood Film der natürlich dadurch besonders wird das der alte clint immer noch Regie führt und spielt

Wo in Paris die Sonne aufgeht

Émilie (Lucie Zhang) bestreitet ihr Leben mit einfachen Gelegenheitsjobs und geht eine Beziehung dem Lehrer Camille (Makita Samba) ein der auch ihr Mitbewohner wird. Ebenso interessiert sich Camille aber für Nora (Noémie Merlant) die in Paris in Jurastudium aufgreift und Opfer einer Verwechslung wird …

Ein Film der vorgibt das wahre Leben zu beobachten: wir haben hier einen Wohnblock in Paris, eine Frau, die einen Mann bei sich wohnen lässt und daraus resultiert eine komplizierte Beobachtung wie eine solche toxische Beziehung verläuft. Ebenso wird im Film unglaublich viel gevögelt obwohl es nicht immer der Handlung dienlich ist. Es gibt eine komplette zweite Handlung in der es um eine junge Studentin geht die aufgrund einer Verwechslung in schwere Probleme gerät. Am Ende habe ich nicht das Gefühl Geschichten gesehen zu haben, sondern einfach nur eine Handvoll authentischer Charaktere in einer Phase ihres Lebens beigewohnt zu haben und das ist mehr als viele andere künstlich aufgemachte Titel vermitteln können. Man wird hier obendrein mit einer endlosen Fülle an Sexszenen ergänzt die zwar nicht immer schön, aber jederzeit vollkommen lebensecht und glaubhaft sind.

Fazit: Saftiger Film mit zahlreichen Nacktszenen und wenig Handlung aber einem glaubhaften Blick auf junge Menschen von heute

Rating: ★★★★☆

After Love

Tessa (Josephine Langford) erhält die Chance im Verlag von Christian Vance (Stephen Moyer) zu arbeiten, wofür sie aber nach Seattle umziehen müsste. Damit beginnt aber der Stress mit Freund Hardin (Hero Fiennes Tiffin) der nach London gehen wollte …

Zicke datet Arschloch – die Nummer reicht schon für drei Filme wobei mir die Serie eine durchgehende Geschichte zu sein scheint: er beginnt mittendrin und endet mittendrin und dazwischen sehen wir das übliche Rumgeeiere zweier unsympathischer Hauptfiguren die sich zwar im Kern lieben, durch Umstände Traumata und andere Sachen das Leben schwer machen. Da die Hauptfigur so derartig unsympathisch ist und schon im Intro rumätzt bis zum Gehtnichtmehr hat man als jemand der das ganze versucht mit offenen Offenheit zuschauen schon keine Chance mehr. Ansonsten sieht man halt dem Treiben zweier Leute zu die zu den oberen Zehntausend gehören und Probleme haben von denen der Gemeinde Teenager der das hier schaut sicherlich nur träumen kann. Ich kenne die Bücher nicht und weiß nicht was hier letztlich erzählt werden sollen trotzdem ist es schade dass ein solcher Stoff so derartig populär ist

Fazit : Liebesschmonzetteong die wohl das Kino äquivalent zu einer Bravo Lovestory darstellt

Rating: ★★☆☆☆