Archiv der Kategorie: Drama

Made in Italy

Der Künstler Robert (Liam Neeson) lebt in London als er erfährt daß seine Frau verstorben ist. Da er ein Haus in Italien geerbt hat reist er dorthin um dieses zu verkaufen – dabei begleitet ihn sein Sohn Jack (Micheál Richardson) zu dem er kein gutes Verhältnis hat …

Da gibt’s wohl nicht viel zu sagen: manchmal machen Darsteller Filme die ihnen beim Drehen wohl mehr Spaß bringen als dem Zuschauer beim Ansehen. Liam Neeson ist so jemand wenngleich ihm das auch gegönnt sei. Nach endlos vielen Actionfilmen gibt er hier den Maler mit trauriger Vergangenheit der mit seinem Sohn die kaputte Familiengeschichte in einem italienischen Anwesen aufarbeitet. Die routinierten Vater Sohn Konflikte, ein leichter Einfluß des Themas Kunst und ein wenig Romanze am Rande kommen alle aus dem Fertigbausatz, im Kern ist es wohl ein Film der die italienische Landschaft wunderbar in Szene setzen möchte. Wem das reicht und wer einfach nur ein paar schöne Landschaften sehen mag der wird hier zufrieden sein.

Fazit: Trivialer Mix aus Landschaften und kleinem Familiendrama ohne entscheidende Ups oder Downs.

Rating: ★★★☆☆

The Sun is also a Star – Ein Tag für die Liebe

Natasha (Yara Shahidi) und Musterschüler Daniel (Charles Melton) treffen sich auf dem Weg ins College und es funkt umgehend bei ihnen. Leider steht einem potentiellen Glück der Umstand im Weg daß Natasha mit ihrer Familie abgeschoben werden soll …

Der Film hat mich in einem Punkt angesprochen und begeistert der eigentlich nebensächlich sein soltle: dies ist ein New York Film. Seit ich selbst einmal da war liebe ich die Stadt und mag es sehr dort filmisch herumzulaufen. Das ist dann auch der Schwerpunkt dieses Films: ein paar läuft einen ganzen Tag lang durch die Stadt. Dazu gibt’s ein recht kitschiges Herz Schmerz Szenario drumherum, bei dem zwar der Kitsch übermässig ausgekratzt wird, aber trotzdem Herz und Chemie der Darsteller stimmen. Zu erzählen gibt’s zwar nicht viel, aber es reicht wenn der Film einfach in einer entsprechenden Stimmung schwelgt.

Fazit: Seichtes Liebesdrama mit vertrauten Aspekten, aber chönem Blick auf New York!

Rating: ★★★☆☆

The United States vs. Billie Holiday

Die dunkelhäutige Billie Holiday (Andra Day) steigt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert zum Star aus. Als ein Lied von ihr zur Hymne der Bürgerrechtsbewegung wird gerät Bilie in die Mühlen der Justiz …

Hier ist doch das geballte Oscarpotential vorhanden: es steht eine starke Frauenfigur im Vordergrund die sich für eine wichtige Sache eingesetzt hat, Musik spielt eine wichtige Rolle und ist entsprechend in Szene gesetzt, die Hauptfigur hat ebenso Drogenprobleme so daß die Darstellerin entsprechende Leidensszenen bekommt und es ist eine wahre Geschichte mit historischem Gehalt. Was alles auf dem papier toll klngt erweist sich dann ich Filmform nicht als schelcht, aber wohl auch nicht als selsbtlaufender Hit. Gute Darsteller und eine galante Inszenierung, aber inhaltlich bleibts meistens and er Oberfläche und bleibt bei seiner Lauflänge eher schleppend und ermüdend. Wenn man sich mit dem geschichtlichen Hintergrund auskennt oder besonders viel Freude an der Musik hat kann mans ja mal versuchen, so unfassbar nennenswert fällt das Resultat aber nicht aus.

Fazit: Für Musikfans sicherlich ein Fest, ansonsten eben einer dieser überlangen und bleischweren Dramakandidaten mit tollen Schauspiel

Rating: ★★★☆☆

Die Misswahl – Der Beginn einer Revolution

Sally (Keira Knightley) will in den 70er Jahren das vorherrschende Frauenbild ändern welches insbesondere bei einem „Miss World“ Wettbewerb durchscheint. Daher plant sie mit einigen Mitstreiterinnen eine aussagekräftige Aktion …

Ein Heldengesang auf ein paar eher unscheinbare Heldinnen: dies schildert einen wahren Fall in dem ein paar Frauen mit dem Protest gegen eine Misswahl die Frauenbewegung nach vorne brachten. Auch wenn dies optisch oder in dem was geschieht nicht spektakulär ausfällt ist die Botschaft ja doch wichtig und die Darstellung mag auf heutige Sichtweisen nicht allzu krass wirken. Immerhin verzichtet der Film auf schlichtes „Frauen sind gut, Männer sind böse“ Denken und liefert auf vergnügliche, unverkrampfte Weise ein Portrait einiger mutiger Frauen die sich gegen nicht haltbare Zustände wehren. Darstellerisch ok, kurzwweilig und unterhaltsam und mit guter Botschaft – also kleines, aber passendes britisches Kino.

Fazit: Starkes Portrait einiger mutiger Frauen in kurzweiliger, vergnüglicher Form!
Rating: ★★★★☆

Driveways

Cody (Lucas Jaye) erfährt mit neun Jahren vom Tod seiner Tante, Mit seiner Mutter Kathy (Hong Chau) will er nur den Nachlass regeln, bleibt aber in dem Haus ungewollt hängen und baut eine Freundschaft zum Kriegsveteranen Del (Brian Dennehy) auf …

Kann man es einem Film hoch anrechnen wenn in seinem Verlauf nahezu nichts passiert? Eigentlich nicht, aber in diesem Falle ist es das Aushängeschild und eine Stärke. Der Film handelt von einer Mutter und ihrem Sohn die ein verlassenes Haus ausräumen und mit dem Nachbarn von Gegenüber eine nette Freunschaft aufbauen. Mehr gibt’s dabei wirklich nicht, aber es würde trotzdem keiner etwas vermissen: es gibt ruhige harmlose Szenen in denen sich nette Figuren langsam näher kommen und Bande aufbauen. Diese authentische, entspannte Nummer mag viele direkt langweilen,w er sich abre darauf einlassen kann wird mit einem wundervollen Film belohnt. Zumal es der letzte Auftritt von Brian Dennehy ist.

Fazit: Ereignisfreie, aber sehr menschliche Story mit herzerwärmenden Figuen!

Fatherhood

Matt (Kevin Hart) und seine Freundin Lizzie (DeWanda Wise) bekommen Tochter Maddy (Melody Hurd) – doch leider stirbt Lizzie bei der Geburt.. Mit der Trauer und der neuen Situation ist Matt zunehmend überfordert …

Gibt’s auch immer mal wieder: ein Komiker amcht auf Ernst. In dem Falle sit es Kevin Hart der nach dem Tod seiner Frau alleine das neugeborene Kind versorgen muß. Leider setzt der Film keinen Schwerpunkt sondern umreißt die Dinge nur. Wie kriegt er Familie, Job oder so etwas direktes wie Windeln zu wechseln hin? Wie trauert er um seine Frau? All diese Dinge werden knapp behandelt, aber ohne daß es sich für den Zuschauer auch entsprechend anfühlt. Im späteren Verlauf springt der Film ein paar Jahre in die Zukunft und zeigt ganz andere Soregen mit der älteren Tochter. All dies wird stets  angenehm gehalten, wirkich schlimme Tiefen gibt es nicht. Da aber im Umkehrschluß auf falsche Showeffekte verzichtet wird und Hart sich so weit zurück nimmt mag dies kein wirkliches Drama sein, aber ein netter, harmloser und mögenswerter Film.

Fazit: Beistzt ein paar schöne Momente und viel Ruhe, geht aber bei vielen dramatischen Dingen nicht in die Tiefe

Rating: ★★★☆☆

Der Distelfink

Theo Decker (Ansel Elgort) verliert seine Mutter Audrey (Hailey Wist) bei einem Terroranschlag in New York. Im Rahmen dessen drängt ihm ein Mann ein bestimmtes Gemälde auf – welches einen ungeahnten Einfluß auf sein Leben hat …

Hier wurde wohl ganz viel Literatur in zweieinhalb Stunden Film verladen. Ein Werk von solcher epischer Größe daß ich wohl garnicht versuchen brauche es gänzlich zu erfassen oder nachzuvollziehen. Aber ich kann Aspekte rausziehen die mich angesprochen haben. Das ist natürlich „Baby Driver „Ansel Elgort in der Hauptrolle, wobei Timothee Chalamet in seinem Part ein absoluter Szenendieb ist. Ansonsten spricht mich der traurige Weg an den eben die Hauptfigur gehen muß, von Familie zu Famile und mit dem grausamen Verlust der Mutter. Nicht so sehr hat mich die Story rund um einen Gemäldediel mit leichten Thrilleranteilen gepackt. Das Alles ist wohl für Leute die das Buch gelesen haben recht interessant, alle anderen bekommen eine eigenartige Mischung aus Thriller und Drama mit epischer Länge

Fazit: Traurig und episch, ebenso wild springend in den Zeitebenen – läßt am Ende eher kalt.

8rating: 2]

Kajillionaire

Robert (Richard Jenkins) seine Frau Theresa Dyne (Debra Winger) und ihre Tochter Old Dolio (Evan Rachel Wood) schlagen sich mit Trickbetrug durch. Als ihre Geschäfte nicht mehr gut laufen lernen sie Melanie (Gina Rodriguez) kennen …

Ich sehe den Stempel „Independent Film“ immer etwas kritisch. Es gibt Filme die dies als Etikett nehmen um dahinter restlos alles zu machen was man will und wenn man dann damit ein Problem hat, dann hat man eben keine Ahnung oder keinen Sinn dafür. Es gibt aber auch Titel die hinter diesem Stempel ein unfassbar kreatives Feuerwerk abfeuern. Wo sich dieser Film einordnet kann ich nicht sagen. Mich haben alle Hauptfiguren restlos abgestossen, als bösartige Kleinkriminelle die nur darauf bedacht sind wo sie jemanden über den Tisch ziehen können. Die Figur der Old Dorio hat dabei zwar mein Mitgefühl, aber trotzdem nicht mein Herz. Und die endlosen, langsamen Aufnahmen in denen diese Figuren an Haltestellen herumstehen oder sich witzig an einer Mauer in ihre Wohnung schleichen ermüden relativ schnell. Das es im Kern um eine arme Frau geht die nur die Liebe ihrer Eltern erfahren will mag rührend sein, aber aufgrund der restlichen Umstände kaum greifbar. Ich kann absolut verstehen wenn Leute diesen sperrigen Film lieben, feiern oder anderweitig zu schätzen wissen, mich selber hat er restlos außen vor gelassen.

Fazit: Sperriges, eigensinniges Drama bei dem man zwischen Bedauern und Hass für die Hauptfiguren hin und herpendelt.

Rating: ★★☆☆☆

Blinded by the Light

Der pakistanische Javed (Viveik Kalra) wächst im England der 80er Jahre auf und trifft auf viel Ablahnung und Intoleranz. Dabei findet er Kraft und Mut in der Musik von Bruce Springsteen …

Die Story klang nett, aber belanglos, doch der Film erwies sich als ein ultimatives Highlight. Im Kern ist die Geschichte eines Jungen der in einem engstirnigen Haushalt aufwächst und durch Musik ausbricht nicht neu, doch diese Fassung macht dabei alles richtig: sympathische Figuren, ein lebensnah eingefangenes Umfeld und ganz viel Herz zeichnen die Geschichte aus. Ebenso ist der tolle Soundtrack absolut treibend. Dabei ergreift mich (aus persönlichen Gründen) der Konflikt zwischen Vater und Sohn der in einige herzzereißende Szenen mündet. Alles in llem zwar ein kleiner, aber unfassbar sensibler Film der bewegt und erleichtert entöäßt.

Fazit: Anders gestaltete Coming of Age Story voller Gefühl und Wärme!

Rating: ★★★★★

Fegefeuer der Eitelkeiten

Börsenspekulant Sherman McCOy (Tom Hanks) und seine Geliebte Marie (Melanie Griffith) verfahren sich und gelangen in einen Unfall bei dem sie Fahrerflucht begehen. Dieser Vorfall löst eine Kettenreaktion aus bei der durch den Reporter Fellow (Bruce Willis) ein unfassbarer Absturz für Sherman beginnt …

Ich bekam damals mit wie dieser Film erschien; daß er eine Verfilmung eines großen Romans ist und daß die Kritiken dazu sehr mau ausfielen. Als ich ihn dann dich sah konnte ich dies nicht verstehen, da er mir sehr zusagte. Im Laufe der Jahre gab ich ihn mir immer mal wieder, so nun auch mit über 40 Jahren. Und bleibe bei meinem Gefühl: ich mag den Film sehr. Hier ist auch viel Nostalgie dabei, wenn man Stars wie Tom Hanks, Morgan Freeman, Bruce Willis und Melanie Griffith in jüngeren Jahren nochmal sehen kann. Ebenso erfreut die kreative Kameraarbeit von Brian DePalma und der Umstand daß die eigentlich verzwickte Story sehr leicht verständlich vermittelt wird. Ik Kern ist es ein Drama, welches aber denoch einige Lacher parat hat und ein schönes Gesamtbild vn New York zeigt. Auch wenn ich damit eher alleine stehe: für mich stellt es einen kleinen Klassiker dar.

Fazit: Witzig, dramatisch und mit epischer Starbesetzung!