Archiv der Kategorie: Animation

Luca

Luca verbringt den Sommer an der italienischen Riviera und lernt Alberto (Jack Dylan Grazer) kennen. Nachdem die Jungen einige Zeit zusammen verbracht haben offenbart Alberto sein Geheimnis: er ist eigentlich Bewohner einer Unterwasserwelt …

Filmischer Urlaub in Italien: der neue Pixarfilm der es nicht ins Kino geschafft hat und statt dessen direkt auf Disney+ landet. Dabei wird die typische Pixar Formel wie gewohnt ausgespielt: eine sympathische Fish Out of Water Story, in der zwei Meeresbewohner zu Menschen werden und eben die für sie fremde Welt erforschen. Auch wenn es ein Kinderfilm ist liegt die Thematik in der Luft daß das versteckend er Meeresherkunft gleichzusetzen ist mit Homosexualität – das mag man so sehen, ist aber nicht voraussetzend. Ansonsten feuert der Film seine rotunierten Dinge ab: optische Brillianz, nette Gags, hier und da sympathsiche Figuren und daher wird der Film, nicht zuletzt durch seine Urlaubsthematik, seine Zuschauer durchaus zufriedenstellen. Ich kann aber auch verstehen wenn er als zu glatt und kantenlos angesehen wird und nachn dem anschauen schnell aus dem Kopf verschwindet.

Fazit: Bildgewaltige Urlaubsstimmung mit Schema F Story, die aber optische BRillianz und manche herzerwärmende Sekunde liefert.

Rating: ★★★★☆

Raya und der letzte Drache

Der Drache Sisu (Awkwafina) ist der letzte seiner Art. Daher macht sich die Kriegerin Raya (Kelly Marie Tran) auf den Weg zu Sisu damit er hilft das Königreich Kumandra zu retten …

Ein weiterer Titel der den Start im Kino nicht unterbringen kann und statt dessen auf Disney Plus abgeladen wird. Der Verlust des Kinos ist der Gewinn des Streamings und er verzerrt leider die Daten:  dies ist eine Kinoproduktion die auf höchstem Level erfolgt ist und dort absolut hingehört hätte, es nun aber aussehen läßt als seien neue Streamingtitel generell auf einem solch hohen Niveau. Abseits von solchen Gedanken kann man aber einfach auch den Film für sich betrachten der ein Best off etlicher Disneytitel ist: eine junge Frau, sensibel und stark zugleich welche in einem mysteriösen Zauberreich eine Mission erfüllt, Themen wie Hoffnung, Vertrauen und Miteinander propagiert und der Dame auch noch lustige Sidekicks zur Seite stellt – die bekannte, aber stetig funktionierende Formel. Hier wird zwar nichts Neues ergänzt, aber eben das Bekannte in bester Form neu aufbereitet: es gibt Herz, Witz und sehr viel bunte Bilder für die Augen, sowie einen schmalzigen Soundtrack der die Geschichte auf exzessive Kitschlevel erhebt. Die Erhabenheit der Geschichte opfert sich hier und da der Comedy (die mystischen Drachen erweisen sich eher als rabiate Comedyfiguren), aber den Gesamteindruck  schmälert das nicht: dies ist ein wundervoller, kindgerechter Abenteuerfilm wie man ihn sich wünscht.

Fazit: Bunt, laut, witzig und mit Herz – wie ein Sampler aller typischen Disneyelemente!

Rating: ★★★★☆

Soul

Musiker Joe Gardner hat einen langweiligen Job als Musiklehrer, bekommt aber die Chance mit der berühmten Jazz-Saxophonistin Dorothea aufzutreten. Leider ist Joe so übermütig vor Freude daß er in einen Kanal stürzt und seine Seele ins „Davorseits“ geschleudert wird …

Filme iw diese führen mich in ein Dilemma: im Grudne konnte ich mit dem Streifen rein garnichts anfangen, er hat mich über die meiste Zeit nicht ergriffen oder begeistert, aber dann kommen immer mal wieder einzelne, großartige Momente die über allem stehen. Lohnt es sich 100 Minuten Film wegen wenigen Highlights durchzustehen? Muß jeder selber wissen. Etwas schade ist daß der Film einen ganz anderen Verlauf nimmt als das Marketing hergibt und er sich letztlich in der Sparte der Bodyswitch Komödien bewegt, ein ausgelutschtes Genre halt. Dort wird eine ganze Reihe an überdrehten Gags abgefeuert die für mich nicht funktioniert haben. Gleichermaßen begeistert michd er Film durchweg durch seinen Look, ich habe selten eine so wunderschön animierte Welt wie diese in einem Film gesehen. Und es gibt eben die emotionalen Spitzen, dfas sind zwar nur kleine, sensible Momente, aber an diesen Stellen kreigt mich der Film dann doch. Leider verteilen sich diese Augenblicke über lange 100 Minuten und man kann sagen: wer Geduld und Muse hat, der möge es verscuhen.

Fazit: Wechselt nach einem Drittel in ein ganz anderes Genre ab und wird zur hysterischen Comedy, belohnt aber mit sanften und warmherzigen Augenblicken!

Rating: ★★☆☆☆

Klaus

Postazubi Jesper liebt das einfache Leben, weswegen er von seinem reichen Vater an den Nordpol geschickt wird um dort die Werte des Lebens zu lernen. Dabei trifft Jesper auf den einsamen Holzfäller Klaus der Spielzeug herstellt …

Dieser Film erschien an Weihnachten 2019 auf Netflix, aber trotz der guten Reviews ließ ich ihn aus. In der Weihnachtssaison 2020 kam er dann wieder auf und das Lob ballerte nur so herab, daher gab ich ihm dann doch mal eine Chance. Und war positiv überrascht: ich kann die Begeisterung verstehen, da der Film herzlich, gütig und schön ist und in der Tat gute Botschaften und eine wohlige Weihnachtsatmosphäre verströmt. Allerdings ist der denoch kein reiner Familienfilm: manche gruslige Sequenz und manches angeschnittene Thema (etwa Kinderlosigkeit) machen die Sache stellenweise sehr ernsthaft und als Film den man mit groß und klein schaut eher ungeeignet. Trotzdem ist es ein Titel der sich mit der Zeit zu einem richtigen Weihnachtsklassiker mausern kann.

Fazit: Süße Geschichte und Animation mit emotionalem Finish!

Rating: ★★★★☆

Scoob – Voll verwedelt!

Wie kam es zum Treffen zwischen Scooby Doo und seinem Kumpel Shaggy? Und wie kam es daß sie mit ihren Freunden Daphne, Fred und Velma die Mystery AG gründeten – als welche sie ich aufmachen müssen und die „Bellokalypse“ zu verhindern … lustige Fortführung oder laue Neuauflage?

Ich bin der Scooby Doo Thematik nicht sonderlich zugewandt, ich habe lediglich als Kind einzelne Folgen davon geschaut, bin aber nicht mit herzlicher Erinnung daran verbunden. Am ehesten beruht der Stoff für mich auf einer sehr witzigen Supernatural Episode sowie den beiden Filmen mit Freddie Prince jr. Von Anfang der 2000er Jahre. Daher habe ich mich nach dieser neuen Auslegung und Umsetzung nicht gesehnt, finde es aber in Ordnung wenn das Thema mit modernen Mitteln akkurat für ein junges Publikum aufbereitet wird. Technisch gibt es daran auch gar nichts zu meckern, dies ist ein quietschbunter Animationsfilm der sicherlich auf einer Kinoleinwand großartig ausgesehen hätte und was die Farbenprächtigkeit und Animation angeht locker mit den Werken von Illumination mithält. Beim Inhalt bin ich aber reserviert: die Geschichte als eine Art „Scooby Begins“ zu erzählen ist auch in Ordnung, weckt aber eben den Verdacht daß hier gezielt eine neue Kinoserie gestartet werden soll; außerdem ist die Story welche die Hauptfiguren für lange Zeit voneinander trennt eher überschaubar und über viele Parts unfassbar albern. Das mag zwar im Sinne der alten Serie sein, ist aber (zumindest als Erwachsener) sehr anstrengend anzuschauen. Daher rate ich nicht ab, aber wage zu behaupten daß dies einer der Filme ist an denen kleine Kinder wirklich Spaß haben können, die Eltern währendessen aber genervt am Handy spielen.

Fazit: Farbenprächtig, aber sehr albern und wohl nur für ein junges Publikum erträglich!

Onward – Keine halben Sachen

Zwei Elfen-Brüder erfahren daß es auf dfer Welt keine Magie mehr geben soll. Daher versuchen Sie mit einem magischen Stock ihren Vater wiederzubeleben – dabei geht aber einiges schief …

Der Name Pixar steht für Qualität, was ihm aber auch zum Nachteil werden kann. Gerade in einem Falle wie diesem hier: mit Meisterwerken wie „Ratatouille“ oder „Oben“ oder gar den „Toy Story“ Filmen kann es „Onward“ sicherlich nicht aufnehmen, aber dennoch stimmen am Film alle Versatzstücke, Komponenten und Details. Die Story in der es um das kurzzeitige Zurückholen eines verstorbenen Vaters geht hat einen emotionalen Unterbau, die zwei Helden sind sympathisch, chaotisch und liebenswert und die Optik ist auf höchsten technischen Niveau. Die Geschichte, welche es schafft „weltliche“ Aspekte mit Fantasy zu kombinieren geht auch völlig in Ordnung und läuft auf ein emotionales Ende hinaus. Warum dies nicht in solche Sphären steigt wie eben andere, zeitlose Werke kann man nicht festlegen, aber das muß man auch nicht. Dies ist auf höchstem Level oberer Durchschnitt und eine stellenweise rührende Familienstory.

Fazit: Bunt, witzig und mit emotionalem Unterbau: auch bei seinen kleineren Titeln liefert Pixar hochwertige „Ware“.

Spione Undercover – Eine wilde Verwandlung

Lance Sterling als als Geheimagant schon zahlreiche Male die Welt vor Katastrophen bewahrt wobei ihm die Hilfen von Erfinder Walter (Tom Holland) wertvoller Dienste erwiesen haben. Als Walter und Lance zusammenarbeiten müssen machen ihre unterschiedlichen Charaktere einige Probleme …

Seitdem ich selber Vater geworden bin nehme ich Kinderfilme etwas anders wahr. Ich suche sie weniger nach meinem eigenen Vergnügen ab, sondern mehr nach der Tauglichkeit für Kinder, vor allem meines. Die mache ich aber an diversen Punkten fest – und das ist nicht unbedingt Grusel oder Gewalt, sondern wie albern und dämlich ein Film ausfällt. Und dieser hier kann bei alledem extrem gut bestehen. Klar, in einem Film in dem die titelgebende Verwandlung stetig als „taubiieren“ bezeichnet wird ist Ernsthaftigkeit nicht wirklich zu erwarten. Aber trotzdem ist der Film nicht dumm, sondern liefert seine Bestandteile kindgerecht ab: eine Agentenstory die für Kinder spannend, aber für erwachsene nicht langweilig ist, eine passende Story in der sich der Coole und der Außenseiter zu einem Team zusammenfinden, einen actionlastigen Showdown der nicht übertreibt, aber doch recht gut Gas gibt und eine großartige, technische Umsetzung.

Fazit: Rundherum spaßige Kiste, für Kinder toll, für Erwachsene vergnüglich…

Rating: ★★★★☆

Teen Titans go to the movies

Die Teen Titans finden es ungerecht daß jeder Superheld einen eigenen Film bekommt, lediglich sie nicht – daher wollen sie dies mit List und Tücke erreichem. Dann aber kommt es zum Kampf mit dem fiesen Superschurken Slade Wilson alias Deathstroke (Will Arnett) …

Ich bin bei diesem Film durch einen absurden Zufall gelandet: ich habe mir vorgenommen die gesamte Filmographie von Nicolas Cage abzuarbeiten und da taucht dieser Titel mit auf – wohl nur weil er in ein paar Szenen dem auftretenden Superman seite Simme verleiht. Daher habe ich mit der Reihe, den Figuren und allem weiteren was damit zusammenhängt gar nichts zu schaffen und bewege mich auf einem Sektor auf dem ich mich nicht auskenne. Das ist natürlich ein Freiticket um endlos viele Insider zu verpassen oder vieles andere nicht zu verstehen. Aber es könnte schlimemr sein: das Ganze ist eine fette Parodie auf Comicfilme die auch die Originalfiguren und Namen einbringen kann und sehr detaillierte Referenzen zu den aufgegriffenen Werken enthält. Das sit zwar auf unglaubliche Weise albern, aber vielleicht ist das ja das Konzept: Kinder dürften sich an dem infantilen Humor und den albernen Sprüchen amüsieren, als Erwachsener hat man Spaß an den sorgfältig aufgebauten Filmreferenzen, Anspielungen und Parodien (wenn sich etwa der Schurke anhören muß daß er ausschaut wie „Deadpool“. Somit werde ich mich jetzt sicherlich nicht mit der Teen Titans Thematik weiter befassen, kann diesen für sich aber mit Spaß genießen.

Fazit: Extrem alberne Nummer die aber überraschend detailfreudige Filmparodien enthält!

Rating: ★★★★☆

Frozen II – Die Eiskönigin II

Elsa wird durch merkwürdige Stimmen in den Norden gelockt und hofft dort die Quelle iher magischen Kräfte zu finden. Anna, Kristoff und Olaf folgen ihr um sie vor einer großen Gefahr zu retten …

Das Thema Disney ist bei mir mit vielen pros und contras versehen. Contras sind z.B. die Übermacht welcher der Konzern mittlerweile erlangt hat, die Beharrlichkeit auf Familientauglichkeit und die ins Extrem gehende Marketingmaschine. Zu den Pros zählen mitunter aber wirklich die Werke selber, die eben bunt, kindgerecht, technisch ausgefeilt und eben so erscheinen daß sie Kinder glücklich machen. Und das dürfte auch das Fazit dieser Fortsetzung sein, die ich unter schlechten Bedingungen geschaut habe: auch wenn der Erstling der erfolgreichste Animationsfilm ever war, ich habe ihn damals einmal gesehen, mittlerweile im Kopf restlos gelöscht und keine besonderen Bedürfnisse die Figuren wiederzusehen, zumal sie mir nicht sonderlich im Kopf oder im Herzen geblieben sind. Trotzdem hat dieses Sequel bei mir gepunktet: mit einer Animation und gigantischen Bildern, mit einer epischen Fantasystory, sehr rührseligen und auch tragischen Momenten und einem großen Ganzen, welches mir zwar als zu kalkuliert erschien, aber bei dem ich verstehen kann wenn kleine Kinder danach verrückt sind. Vielleicht könnten (je nach Alter) die traurigen Momente zu sehr fordern, aber das heißt nicht daß man es nicht probieren sollte. Mir selber ist es wohl verbaut dieses mit dem kalkulierten Zauber und der Begeisterung zu schauen, es dürfte für sehr viele aber bestens klappen. Bleibt nur die Frage warum der Film die „Wasser hat ein Gedächtnis“ Botschaft so penetrant einbaut – soll dies vielleicht ein Wink in Richtung Homöopathie sein???

Fazit: Bildgewaltig, episch und kalkuliert kitschig – perfektes Marketingprodukt welches Kinder glücklich macht!

Rating: ★★★★☆

Die Addams Family

Im Haus der Gruselfamilie Addams-Familie erwarten Gomez,Morticia, Wednesday und Pugsley sowie Onkel Fester für ein großes Familienfest die anderen Familienmitglieder als Gäste. Die Feier wird aber durch TV-Moderatorin Margaux Needler zum reinen Chaos …

Meine vorherigen Berührungspunkte mit der Thematik gehen gegen Null, ich habe die Serie nie geschaut und auch die zwei Filme haben mir nicht sonderlich erreicht. Daher habe ich auf diese animierte Kinderversion nicht gewartet, aber mit auch nicht gewehrt es anzuschauen und wurde positiv überrascht. Eigentlich ist das Addams Thema für mich ein durchgehender Running Gag: wir sehen eine normale Familie in der alle Alltagssituationen auf irgendeine Wesie auf morbde gedreht werden („Tritt deinen Vater vor dem Einschlafen“). So sehr sich dieser Gag schnell erschöpfen könnte, so sehr wird er durch immer neue kleine witzige Ideen am Leben gehalten. Ansonsten hat man eine routinierte Story über ein paar Leute die „anders“ sind und sich in einem neuen Umfeld einfinden müssen. Nichts neues also, aber nicht überdreht, nicht hysterisch und sympathisch präsentiert.

Fazit: Spezieller Kinderfilm der irgendwie Herz hat!