Archiv der Kategorie: Animation

Toy Story 4 – Alles hört auf kein Kommando

Cowboy Woody ist seit Jahren stetig in Kinderzimmern mit stetig neuen Kindern zu Hause. Seine Existenz als Spielzeug beginnt er zu hinterfragen als ein neues Spielzeug auftaucht namens Forky. Forky ist sich nämlich sicher kein Spielzeug zu sein …

Hier war ich zwar skeptisch, aber nicht emotional betroffen: ich habe die ersten drei Filme der Reihe zwar gesehen, aber jeweils nur einmal und ohne einen besonderen emotionalen Bezug zu den Figuren zu haben. Daher sah ich einen vierten Film als unnötig an und hatte auch keinen so großen Drang die bekannten Charaktere wiederzusehen. Umso überraschter bin ich vom Resultat welcher eigentlich zwei Skripts ineinander packt: zum einen betont der Film auf sehr schön gezeichnete Weise warum die Figur Forky so wichtig für die menschliche Hauptfigur Bonnie ist – das hätte man kürzer gestalten können, ist aber so wie es ist sehr eindringlich. Danach gibt’s das xte Abenteuerszenario in dem die Figuren eine von sich retten müssen, die besonderen Fähigkeiten einzelner an manchen Stellen entscheidend werden … gabs alles schon zu Hauf, wird aber hier großartig eingesetzt um geliefert. Dazu gibt’s manchen emotionalen Augenblick dessen Intensität durchaus zu überraschen weiß: das an die Nieren gehende Finale könnte auch kleinen Kindern eine Träne im Auge mit nach Hause geben.

Fazit: Unnötige, aber in jeder Hinsicht gelungene Fortführung der Reihe mit hohem emotionalem Anteil!
Rating: ★★★★☆

Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks

Miraculix möchte sich zur Ruhe setzen und daher einem anderen Druiden das Geheimnis des Zaubertranks weitersagen und reist mit Asterix, Obelix und Miraculix los um jenen zu finden. Dabei will der gemeine Heretix das Geheimnis des Tranks für sich …

Das entzieht sich dann wohl den Möglichkeiten es kritisch zu erfassen. Ich glaube es ist eher unwahrscheinlich daß dieser Film alleine jemanden Neues in diese Thematik einbringen kann. Derjenige der Vorkenntnisse mitbringt durch lesen oder die alten Zeichentrickfilme oder gar die Realfilme muß für sich entscheiden ob er den animierten Stil mag (ich selber war davon sehr überrascht und absolut positiv angetan). Und dann bleibt eben noch die Frage ob einem die Story zusagt – ich selber fand sie im Ansatz ok, aber sie klaubt sich eigentlich nur viele Versatzstücke zusammen die bekannt sich, findet kaum zu guten Gags und der Transformers Showdown war mir eindeutig zu weit drüber. Das heißt / macht aber nichts: auch wenn mir die Sache nichts gegeben hat, es können sicherlich einige Spaß draus gewinnen. Auch wenn die Idee da der Zaubertrank für eine Revolution genutzt werden soll eigentlich zu ernst ist.

Fazit: Rabiate neue Auslegung der Thematik, nicht für jeden zugänglich!
Rating: ★★☆☆☆

Der König der Löwen

Die Löwen Mufasa und Sarabi herrschen weise über ohr Königreich und bekommen mit Simba einen Thronfolger geboren, Jahre später stirbt Mufasa – durch eine Intrige des bösen Onkels Scar. Simba läuft davon, im Glauben daß dies seine Schuld war und findet mit Erdmännchen Timon und Warzenschwein Pumbaa neue Freunde …

Transfer geglückt? Je nach Auslegungssache: Disney bringt nach „Aladdin“ und „Dumbo“ den nächsten Titel auf die Leinwand bei dem sie sich aus ihrem eigenen Fundus von Zeichentrickfilmen bedienen und diese in Realverfilmung neu auflegen. Inhaltlich werden lediglich manche Szenen etwas ausgedehnt, hier und da mal etwas länger, aber ansonsten bleibt alles gleich, d.h. von seiner Story her ist das Ding schonmal großartig. Der Transfer von Zeichentrick zur Realität ist ebenfalls atemberaubend: das was hier an Animation und Darstellung geboten wird ist bislang einmalig undwird auf diesem Sektor sicherlich neue Maßstäbe setzen. Aber leider trifft auch das zu was viele befürchtet haben: so perfekt die technische Komponente auch sein mag, die ausdruckslosen Gesichter der Figuren vermitteln keinerlei Gefühl. SO bleibt Kino von technischer Perfektion und absolut epischer Größe daß einen aber an keiner Stelle emotional bewegen kann. Egal ob man es mit dem Original vergleicht oder nicht.

Fazit: Emotional unterkühltes Remake voller technischer Brillianz!

Rating: ★★☆☆☆

Pets 2

Hund Max und seine Kumpanen haben tagsüber viel Spaß sobald ihre Herrchen aus dem Haus gehen, allerdings ist es damit vorbei als Spitzdame Gidget ein Spielzeug an eine Horde Katzen verliert und sich undercover dort einschleichen will …

Illumination legt nach: nach Den „Ich Einfach unverbeserlich“ Filmen wird nun auch Pets zum Franchise dem bestimmt noch weitere Teile folgen sollen. Aber brauchts das? Die Vorzüge von Teil 1 sind wieder da: flauschige, kuschelige Helden die allesamt zurückkehren. Die Fuiguren sind süß, Tierhalter finden bestimmt viele Eigenheiten ihrer Lieblinge wieder und die technische Umsetzung ist atemberaubend – nie war New York so farbenfroh und bunt animiert wie hier (außer bei Teil 1) und die fliegenden Blätter oder spitzen Nasen der Wölfe ergeben richtig tolle 3D Momente. Allerdings schlägt sich die Kiste Inhaltlich nicht gerade gut: es werden einfach drei Handlungen aufgebaut die separat nebeneinander laufen und kaum Berührungspunkte haben. Keine davon hat wirklich was zu erzählen, aber ebenso tut keine weh. An den lachenden Kleinkindern in meinem Kino konnte ich ableiten: für die ganz kleinen Semester macht die Geschichte sicherlich einen Heidenspaß. Als Film der wirklich was zu erzählen hat taugt es nicht so sehr …

Fazit: Kindgerechtes Sequel ohne erzählerischen Ballast!Rating: ★★☆☆☆

The Lego Movie 2

Fünf Jahre sind vergangen seit Emmet und seine Freunde die Bedrohung durch Lord Business besiegen konnten, da droht eine neue Gefahr: DUPLO-Invasoren aus dem Weltall kommen auf die Erde und zerstören die LEGO Welt. Daher beginnt für Emmet, Lucy und ihre Freunde eine erneute, chaotische Reise zur Rettung der Welt …

Ich komme mit der Lego Thematik im Kino nicht gut klar – der „Lego Batman“ Film hat mir sehr gefallen, aber nicht wegen seiner Machart sondern den geschickten Batman Parodien, ansonsten hat für mich der Animationsstil einfach nicht geklappt. Ein Sequel zum Ursprungsfilm habe ich mir dabei dann auch nicht gewünscht, wobei ich mittlerweile wenigstens verstehe wo mein Problem dabei lag: der Film enthüllte daß alles was passiert im Grunde die Phantasie eines Jungen ist, die Welt in der es spielt ist somit ohne jede Regeln, Richtlinien und „Gesetze“ und ich brauche so etwas wohl als Rahmen um mit dem Rest irgenwie klarzukommen. Hier fällt sogar an einer Stelle der Satz „Nichts hier macht Sinn!!“ und ich unterstreiche das haltlos. Klar, es setzt alle Figuren aus dem Erstling ein, es hat einige coole Filmreferenzen und ist von der Aufmachung her absolut top und eine Breitseite für die 3D Brille – trotzdem waren es für mich nur lange, unerträgliche alberne Minuten mit gelegentlichen treffenden Pointen (die meist auf Batman zurückgehen). Lediglich das letzte Drittel in dem es etwas emotional wird konnte mich erreichen und ansprechen, Für diejenigen die mir dem bisherigen Material etwas anfgangen können taugt sicherlich auch der neue Film.

Fazit: Kunterbunt, sehr anstrengend und nur für eine gewisse Zielgruppe ansprechend!

Astro Boy

In der Wolkenstadt Metro City wird Astro Boy kreiert, ein Roboterjunge dem der brillante Wissenschaftler Dr. Tenma unglaubliche Fähigkeiten verliehen hat. Nach einem schlimmen Zwischenfall reißt Astro Boy aus …

Der Grund warum ich mir diesen Film überhaupt gegeben habe mag ziemlich absurd erscheinen: ich habe mal eine Liste mit allen mir unbekannten Nicolas Cage Filmen geschrieben und arbeite die nun schrittweise ab – das schließt auch diesen hier ein da Cage im Film eine Synchronrolle spricht. In der deutschen Fassung merkt man davon aber gar nichts da ein anderer Sprecher die Figur spricht. Auch ansonsten ist dies ein Film der mich nicht so direkt anspricht: als er rauskam wirkte er auf mich einfach nur wie ein typischer Kinderfilm, der Bezug zu einem Mangavorlage ist mir ebenso fremd. Aber umso überraschter war ich vom Resultat: die Story hat einen durchweg ernsten Kern, nämlich die Geschichte eines Mannes der seinen toten Sohn als Roboter neu erbaut, diesen aber verstößt und fortan folgen wir dem jungen wie er in seiner utopischen Welt versucht klarzukommen. Das ist kindergerecht, aber hat sehr wohl einige sehr ernste Aspekte und ebenso Action und Spannung. Vor allem strahlten der Titel und das Cover für mich eine alberne „Kindlichkeit“ aus – und dafür war es dann doch eine sehr erwachsene und ernsthafte Variante. Daher: überraschende Empfehlung und auch nach zehn Jahren alter einen Blick wert.

Fazit: Kindgerecht, aber mit ernsthaftem Background und sehr emotionalen Elementen!

Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Das geheime Land

Hicks träumt von einer Welt in der Menschen und Drachen friedlich miteinander leben können. Da wird sein Drachen-Kumpel, der Nachtschatten Ohnezahn von einem weiblichen Drachen weggelockt – woraus schwere Konsequenzen für Hicks und sein Dorf entstehen …

Ich hatte die ersten beiden Teile gesehen, aber so total im Kopf gelöscht daß ich diesen hier anschaute als hätte ich keinerlei Vorkenntnisse. Das erwies sich aber nicht als schwer: man muß nur die Grundkonstellation kennen in der Menschen und Drachen harmonisch zusammen leben, den Rest kriegt man problemlos hin. Das liegt daran daß man hier ein braves und konventionelles Skript eines typischen Kinderfilms zu Grunde liegen hat der aber so ausfällt daß er Kinder begeistert, erwachsene Zuseher ab nicht großartig nervt. Die Themen sind universell und bekannt und funktionieren immer wieder: etwa die Frage wo man hingehört, wenn der Drachenfreund eine Artgenossin findet und seinen Platz in der Welt festlegen muß oder eben Hauptfigur Hicks als Anführer Dinge tun und entscheiden muß die früher sein Vater übernahm. Ansonsten ist der Film immens schön anzusehen: es gibt optische Breitseiten auf die 3D Brille und reihenweise wundervolle Animationen, dazu viel Klamauk und Action ohne daß es zur Reizüberflutung wird. Wer die anderen Filme sehr mag wird hier sicherlich nicht das Highlight der Serie sehen, aber einen runden, stabilen und soliden Schlußpunkt.

Fazit: Spaßiger Abschluß der Trilogie, erfüllt zufriedenstellend alle wichtigen Parts eines Kinderfilms!

Rating: ★★★★☆

Chaos im Netz

Die Suche nach einem Ersatzteil treiben Randale-Ralph Rennfahrerin Vanellope von Schweetz (Sarah Silverman) aus ihrem Accade-Spiel in die Weiten des Internets. Die einzige Möglichkeit scheint die Webseite OhMyDisney.com zu sein …

Sequels auf die keiner so unfassbar dringend gewartet hat, aber die doch Spaß machen wenn sie kommen. Diese Fortsetzung von „Ralph reichts“ ist so ein solcher Film, aber selbst der Titel „Chaos im Netz“ grenzt sich ja schon vom ersten Teil ab; und man kann das Sequel abgesehen von ein paar kleineren Anspielungen auch komplett für sich alleine Schauen. Dabei funktioniert der Film eigentlich nur mit einem einzigen Gag der entsprechend variiert wird: die zwei Hauptfiguren landen im Internet welches im Film als eine Art große, bunte Stadt gezeigt und präsentiert wird und alles was man so aus dem alltäglichen Internetkonsum kennt wird dort in lustiger Form präsentiert. Mehr brauchts eigentlich nicht, um das ein wenig storytechnisch zu stützen gibt’s eine banale 08/15 Geschichte über die Suche nach einem MacGuffin und ein paar Einschüben zu Freundschaft und seinen Platz im Leben finden. Das Ergebnis ist meistens zum schmunzeln, nicht allzu oft zum lachen und für Kinder sicherlich ein Heidenspaß, ältere Semester haben sicherlich Freude an den zahlreichen Anspielungen auf z.B. Disney und Marvefilme. Aber ganz ehrlich: kurz nach dem Abspann ist die bunte Bilderschau auch wieder aus dem Gedächtnis verschwunden.

Fazit: Quietschbunter und netter Kinderfilm ohne Tiefe oder Nachwirkung, aber mit passablem Spaßfaktor!]

Rating: ★★★☆☆

Hotel Transsilvanien 3

Dracula ist vom Management eines Hotels gestresst, daher organisiert Tochter Mavis mit einem Urlaub bei einer luxuriösen Monster-Kreuzfahrt. Die fröhliche Fahrt unter Kapitänin Ericka ist jedoch nur an der Oberfläche idyllisch – und dahinter verbirgt sich Gefahr …

Ich habe die ersten beiden Teile zwar gesehen, aber kaum im Kopf behalten. D.h. daß mir dieser Dracula und sein Umfeld bekannt vorkamen, ich hätte jetzt aber nicht alle Macken und Eigenheiten aller Figuren so am Start wie ichs haben sollte um den vollen Spaß hieran zu haben. Ich kann aber verstehen wenn jüngere Zuschauer diese Charaktere ins Herz schließen und mehr davon wollen. Und für eben diese ist dieser Film gemacht: eine kleine, aber herzige Geschichte, mit chaotischen Figuren und einer unfassbar butnen Optik die im Kino sicherlich der Wahnsinn war (ich sah ihn lediglich auf DVD daheim). Die Figuren kommen mir entsprechend weiterentwickelt vor und der Humor ist stimmig. Vielleicht ist das Ding insgesamt etwas zu klamaukig geraten und sollte wohl auch besser der letzte Teil seiner Reihe sein – aber trotzdem: Sequels auf diesem Leven sind nicht so häufig und daher kann man sich diesen hier sicher geben.

Fazit: Spaßiger Film voller chaotischen Figuren und und glaublich süßer und bunter Aufmachung!

Spider-Man – A New Universe

Student Miles Morales wird von einer Spinne gebissen und erlangt übermenschliche Fähigkeiten – muß allerdings mitansehen wie der Spider-Man Peter Parker ums Leben kommt. Also versucht er dessen Platgz einzunehmen und gegen den bösartigen Kingpin zu kämpfen. Dabei erhält er unerwartete Hilfe von mehreren Spider-Man Versionen aus verschiedenen Universen ..

Hier bin ich restlos unvorbereitet drauf gestossen und hatte den Eindruck die Spider-Man Version des Lego Batman Films zu sehen: auf der einen Seite gibt’s hierbei Passagen die Spider-Man als Figur ernst nehmen und wichtige Punkte seriös aufgreifen und umsetzen. Dagegen stehen aber ebenso infantile, alberne und flache Gags sowie das regelmäßige Durchbrechen der vierten Wand; da hat man den Eidnruck einen Film für dreijährige zu schauen. Ebenso überfordert einen aber der Look: die unfassbar bunten Bilder und die zahlreichen Effekte führen fast zu Kopfschmerzen und den Körper an die absolute Reizüberflutung, im Gegenzug wirken manche Animationen plump, ruckelig und erwecken den Eindruck als würde man einen Film auf eine ganz langsamen PC sehen. AM Ende bleibt ein effektvolles und buntes Nichts welches unsypathischerweise eine weitere Einnahmequelle öffnen soll um aus der Thematik Gelkd zu machen – dabei aber sicherlich nur bei den alltergrößten Hardcore Fans ankommen sollte.

Fazit: Teils sehr gelungene Parts treffen mitunter auf plumpen und infantilen Witz – sehr unausgewogene, aber ansehnliche Mischung!

Rating: ★★☆☆☆