Archiv der Kategorie: Animation

Mr. Link – Ein fellig verrücktges Abenteuer

Der Forscher Sir Lionel Frost sucht den Vorfahren des Menschen und landet so bei Mr. Link, der glaubt der letzte seiner Art zu sein. Doch Lionel möchte Link nach Shangri-La bringen wo es noch weitere seiner Art geben soll. Dabei begleitet sie Adelina Fortnight …

Das habe ich auch eher selten: ein animierter Film bei dem mir die deutsche Synchronisation nicht passt. Der Grund besteht darin daß die Hauptfigur im Original von Hugh Jackman gesprochen wird und optisch auch an diesem orientiert ist. Im Deutschen wird die Figur aber von Christoph Maria Herbst gesprochen, der zwar ein guter Sprecher ist, aber irgendwie nicht zu der Figur passt. Ebenso spricht Bastian Pastewka den Link und insbesondere in ein paar Schnellplappermomenten sehe ich dort eher Pastewka als die Figur. Trotzdem braucht man das nicht großartig zu beklagen: der Film ist eh nur für ein kleines Publikum. Ein Publikum daß sich an der altmodischen Technik des Stop Motions erfreuen kann. Mit dieser Technik wird eine kleine Abenteuergeschichte aufgefahren, die sicherlich nicht das Rad neu erfindet, aber sehr wohl Spaß macht. Überraschend dabei sit auch daß zwar Witz drin ist, aber insgesamt ist der Ton doch etwas gesetzter als in „Dreamworks“ oder „Pixar“ Werken. Letztlich ein kleiner, netter Film mit Herz den ein entsprechendes kleines Publikum sicherlich sehr zu schätzen weiß.

Fazit: Kleiner, aber sehr herzlicher Streifen!

Willkommen im Wunder Park

June (Lena Meyer-Landrut) entdeckt im Wald den Wunder Park, der zwar vielseitig, aber ziemlich heruntergekommen ist. Sie entdeckt daß der Park mit ihrer Fantasie verbunden ist ufnd es an ihr liegt ihn wieder zu großer Schönheit zu bringen …

Der Umstand daß die Hauptfigur im deutschen von Lena gesprochen wird reduziert etwas die Möglichkeiten den Film wirklich ernst zu nehmen, was schade ist da der Titel das nicht verdient. Wer den Trailer kennt freut sich dabei vermutlich auf ein buntes Animationsspektakel mit viel Spaß, könnte aber von einer anderen Handlungskomponente sehr überrascht werden. Es geht um ein Mädchen daß mit der Erkrankung seiner Mutter zu kämpfen hat und dann eben durch diese Umstände in den fantasievollen Park gelangt – eine Art filmische Selbsttherapie. Dadurch hat der eigentlich fröhlich daher kommende Film eine emotionale, mitunter bedrückende Ausgangslage, schaltet dann aber über die längste Spielzeit um in fröhliches und buntes Kinderkino. Die Größe und Tiefe eines Pixarsfilms wird dort zwar nicht reicht, bedenkenloser Spaß für Kinder aber sicherlich.

Fazit: Etwas kleinerer Animationsfilm mit emotionalem Background, bunt und gut animiert!
3 Punkte

 

Angry Birds 2

Die Angry Birds haben sich gegen die Invasion der Schweine erfolgreich gewehrt, liegen aber nun in einem stetigen Krieg mit ihnen. Dann aber taucht König Mudbeard, der Herrscher der Bad Piggies, bei den Vögeln und zeigt daß es eine weitere Insel mit einer Bedrohung gibt – und das die Schweine und die Vögel zusammenarbeiten müssen …

Es ist das Sequel eines Films der auf einem Handyspiel fußt – also sollte man wohl keine großartige Story erwarten. Die gibt’s dann auch nicht, der der Film eine reine Klamotte ist die auch in der Tradition von Titeln wie „Hot Shots“ stehen könnte. Ein paar Figuren gehen auf eine Art „Agentenmission“, die bringt aber kaum Spannung sondern eben nur Lacher und Gags. Und überrascht dabei: es ist in der Tat fast unglaublich wie viele der zahlreichen Slapstick Momente geistreich, treffend und funktionierend ausfallen. Da nimmt man es auch in Kauf daß ma nur alberne Comicfiguren als Helden hat und keine nennenswerten Entwicklungen stattfinden, ebenso wenig geht hier irgendwas zu Herzen. Dies ist einfach ein schlichter, gut aussehender und kurzweiliger GagaFilm der Fans des ersten sicherlich viel Spaß macht.

Fazit: Hat kein Herz oder nennenswerte Tiefe, sehr wohl aber eine extrem hohe Treffsicherheit bei zahlreichen seiner Slapstickmomenten!

Rating: ★★★☆☆

Shaun das Schaf – Ufo-Alarm

Eigenartige Lichter über der Stadt Mossingham kündigen den nahenden Besuch von außerirdischen Wesen an. Diese landen in Gestalt eines Mädchens auf der Farm des Schafs Shaun – und scheint dabei übersinnliche Kräfte zu besitzen …

Als wenn ich auf einer Party eingeladen wäre auf der ich niemanden kenne: ich habe zwar von den bisherigen Filmen der Macher einige Teile gesehen, sehe mich aber weder als Freund noch als Fan der Reihe. Der unschuldige und doch auch sehr alberne Humor trifft allerdings nicht so ganz meine Vorlieben, aber ich muß ebenso dagegenhalten daß es natürlich beeindruckend und begeisternd ist was hier mit wie viel Liebe zum Detail geschaffen wurde. Der Humor ist eigen und die ganze Machart in der kein Wort gesprochen wird kommt sehr speziell, eigen und eben nur einer bestimmten Zielgruppe zu Gute. Wer sich bislang nicht als tauglich für den Stoff sah wird es sicherlich auch nicht hier können, wer die Reihe mag wird sicherlich nicht das ultimative Highlight vorfinden, aber eben doch ein gutes, solides Werk. Auf jeden Fall wirkts nicht wie ein schnell produziertes TV Special sondern wirklich wie großes, eben dafür kreiertes Kino.

Fazit: Voller Liebe gemacht und mit gewissem eigenen Humor – aber für Außenstehende sicherlich kaum zugänglich!

Rating: ★★★☆☆

Toy Story 4 – Alles hört auf kein Kommando

Cowboy Woody ist seit Jahren stetig in Kinderzimmern mit stetig neuen Kindern zu Hause. Seine Existenz als Spielzeug beginnt er zu hinterfragen als ein neues Spielzeug auftaucht namens Forky. Forky ist sich nämlich sicher kein Spielzeug zu sein …

Hier war ich zwar skeptisch, aber nicht emotional betroffen: ich habe die ersten drei Filme der Reihe zwar gesehen, aber jeweils nur einmal und ohne einen besonderen emotionalen Bezug zu den Figuren zu haben. Daher sah ich einen vierten Film als unnötig an und hatte auch keinen so großen Drang die bekannten Charaktere wiederzusehen. Umso überraschter bin ich vom Resultat welcher eigentlich zwei Skripts ineinander packt: zum einen betont der Film auf sehr schön gezeichnete Weise warum die Figur Forky so wichtig für die menschliche Hauptfigur Bonnie ist – das hätte man kürzer gestalten können, ist aber so wie es ist sehr eindringlich. Danach gibt’s das xte Abenteuerszenario in dem die Figuren eine von sich retten müssen, die besonderen Fähigkeiten einzelner an manchen Stellen entscheidend werden … gabs alles schon zu Hauf, wird aber hier großartig eingesetzt um geliefert. Dazu gibt’s manchen emotionalen Augenblick dessen Intensität durchaus zu überraschen weiß: das an die Nieren gehende Finale könnte auch kleinen Kindern eine Träne im Auge mit nach Hause geben.

Fazit: Unnötige, aber in jeder Hinsicht gelungene Fortführung der Reihe mit hohem emotionalem Anteil!
Rating: ★★★★☆

Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks

Miraculix möchte sich zur Ruhe setzen und daher einem anderen Druiden das Geheimnis des Zaubertranks weitersagen und reist mit Asterix, Obelix und Miraculix los um jenen zu finden. Dabei will der gemeine Heretix das Geheimnis des Tranks für sich …

Das entzieht sich dann wohl den Möglichkeiten es kritisch zu erfassen. Ich glaube es ist eher unwahrscheinlich daß dieser Film alleine jemanden Neues in diese Thematik einbringen kann. Derjenige der Vorkenntnisse mitbringt durch lesen oder die alten Zeichentrickfilme oder gar die Realfilme muß für sich entscheiden ob er den animierten Stil mag (ich selber war davon sehr überrascht und absolut positiv angetan). Und dann bleibt eben noch die Frage ob einem die Story zusagt – ich selber fand sie im Ansatz ok, aber sie klaubt sich eigentlich nur viele Versatzstücke zusammen die bekannt sich, findet kaum zu guten Gags und der Transformers Showdown war mir eindeutig zu weit drüber. Das heißt / macht aber nichts: auch wenn mir die Sache nichts gegeben hat, es können sicherlich einige Spaß draus gewinnen. Auch wenn die Idee da der Zaubertrank für eine Revolution genutzt werden soll eigentlich zu ernst ist.

Fazit: Rabiate neue Auslegung der Thematik, nicht für jeden zugänglich!
Rating: ★★☆☆☆

Der König der Löwen

Die Löwen Mufasa und Sarabi herrschen weise über ohr Königreich und bekommen mit Simba einen Thronfolger geboren, Jahre später stirbt Mufasa – durch eine Intrige des bösen Onkels Scar. Simba läuft davon, im Glauben daß dies seine Schuld war und findet mit Erdmännchen Timon und Warzenschwein Pumbaa neue Freunde …

Transfer geglückt? Je nach Auslegungssache: Disney bringt nach „Aladdin“ und „Dumbo“ den nächsten Titel auf die Leinwand bei dem sie sich aus ihrem eigenen Fundus von Zeichentrickfilmen bedienen und diese in Realverfilmung neu auflegen. Inhaltlich werden lediglich manche Szenen etwas ausgedehnt, hier und da mal etwas länger, aber ansonsten bleibt alles gleich, d.h. von seiner Story her ist das Ding schonmal großartig. Der Transfer von Zeichentrick zur Realität ist ebenfalls atemberaubend: das was hier an Animation und Darstellung geboten wird ist bislang einmalig undwird auf diesem Sektor sicherlich neue Maßstäbe setzen. Aber leider trifft auch das zu was viele befürchtet haben: so perfekt die technische Komponente auch sein mag, die ausdruckslosen Gesichter der Figuren vermitteln keinerlei Gefühl. SO bleibt Kino von technischer Perfektion und absolut epischer Größe daß einen aber an keiner Stelle emotional bewegen kann. Egal ob man es mit dem Original vergleicht oder nicht.

Fazit: Emotional unterkühltes Remake voller technischer Brillianz!

Rating: ★★☆☆☆

Pets 2

Hund Max und seine Kumpanen haben tagsüber viel Spaß sobald ihre Herrchen aus dem Haus gehen, allerdings ist es damit vorbei als Spitzdame Gidget ein Spielzeug an eine Horde Katzen verliert und sich undercover dort einschleichen will …

Illumination legt nach: nach Den „Ich Einfach unverbeserlich“ Filmen wird nun auch Pets zum Franchise dem bestimmt noch weitere Teile folgen sollen. Aber brauchts das? Die Vorzüge von Teil 1 sind wieder da: flauschige, kuschelige Helden die allesamt zurückkehren. Die Fuiguren sind süß, Tierhalter finden bestimmt viele Eigenheiten ihrer Lieblinge wieder und die technische Umsetzung ist atemberaubend – nie war New York so farbenfroh und bunt animiert wie hier (außer bei Teil 1) und die fliegenden Blätter oder spitzen Nasen der Wölfe ergeben richtig tolle 3D Momente. Allerdings schlägt sich die Kiste Inhaltlich nicht gerade gut: es werden einfach drei Handlungen aufgebaut die separat nebeneinander laufen und kaum Berührungspunkte haben. Keine davon hat wirklich was zu erzählen, aber ebenso tut keine weh. An den lachenden Kleinkindern in meinem Kino konnte ich ableiten: für die ganz kleinen Semester macht die Geschichte sicherlich einen Heidenspaß. Als Film der wirklich was zu erzählen hat taugt es nicht so sehr …

Fazit: Kindgerechtes Sequel ohne erzählerischen Ballast!Rating: ★★☆☆☆

The Lego Movie 2

Fünf Jahre sind vergangen seit Emmet und seine Freunde die Bedrohung durch Lord Business besiegen konnten, da droht eine neue Gefahr: DUPLO-Invasoren aus dem Weltall kommen auf die Erde und zerstören die LEGO Welt. Daher beginnt für Emmet, Lucy und ihre Freunde eine erneute, chaotische Reise zur Rettung der Welt …

Ich komme mit der Lego Thematik im Kino nicht gut klar – der „Lego Batman“ Film hat mir sehr gefallen, aber nicht wegen seiner Machart sondern den geschickten Batman Parodien, ansonsten hat für mich der Animationsstil einfach nicht geklappt. Ein Sequel zum Ursprungsfilm habe ich mir dabei dann auch nicht gewünscht, wobei ich mittlerweile wenigstens verstehe wo mein Problem dabei lag: der Film enthüllte daß alles was passiert im Grunde die Phantasie eines Jungen ist, die Welt in der es spielt ist somit ohne jede Regeln, Richtlinien und „Gesetze“ und ich brauche so etwas wohl als Rahmen um mit dem Rest irgenwie klarzukommen. Hier fällt sogar an einer Stelle der Satz „Nichts hier macht Sinn!!“ und ich unterstreiche das haltlos. Klar, es setzt alle Figuren aus dem Erstling ein, es hat einige coole Filmreferenzen und ist von der Aufmachung her absolut top und eine Breitseite für die 3D Brille – trotzdem waren es für mich nur lange, unerträgliche alberne Minuten mit gelegentlichen treffenden Pointen (die meist auf Batman zurückgehen). Lediglich das letzte Drittel in dem es etwas emotional wird konnte mich erreichen und ansprechen, Für diejenigen die mir dem bisherigen Material etwas anfgangen können taugt sicherlich auch der neue Film.

Fazit: Kunterbunt, sehr anstrengend und nur für eine gewisse Zielgruppe ansprechend!

Astro Boy

In der Wolkenstadt Metro City wird Astro Boy kreiert, ein Roboterjunge dem der brillante Wissenschaftler Dr. Tenma unglaubliche Fähigkeiten verliehen hat. Nach einem schlimmen Zwischenfall reißt Astro Boy aus …

Der Grund warum ich mir diesen Film überhaupt gegeben habe mag ziemlich absurd erscheinen: ich habe mal eine Liste mit allen mir unbekannten Nicolas Cage Filmen geschrieben und arbeite die nun schrittweise ab – das schließt auch diesen hier ein da Cage im Film eine Synchronrolle spricht. In der deutschen Fassung merkt man davon aber gar nichts da ein anderer Sprecher die Figur spricht. Auch ansonsten ist dies ein Film der mich nicht so direkt anspricht: als er rauskam wirkte er auf mich einfach nur wie ein typischer Kinderfilm, der Bezug zu einem Mangavorlage ist mir ebenso fremd. Aber umso überraschter war ich vom Resultat: die Story hat einen durchweg ernsten Kern, nämlich die Geschichte eines Mannes der seinen toten Sohn als Roboter neu erbaut, diesen aber verstößt und fortan folgen wir dem jungen wie er in seiner utopischen Welt versucht klarzukommen. Das ist kindergerecht, aber hat sehr wohl einige sehr ernste Aspekte und ebenso Action und Spannung. Vor allem strahlten der Titel und das Cover für mich eine alberne „Kindlichkeit“ aus – und dafür war es dann doch eine sehr erwachsene und ernsthafte Variante. Daher: überraschende Empfehlung und auch nach zehn Jahren alter einen Blick wert.

Fazit: Kindgerecht, aber mit ernsthaftem Background und sehr emotionalen Elementen!