Archiv der Kategorie: Animation

The Boss Baby

Schwerer Schock für den erst siebenjährigen Tim: seine Eltern adopiteren ein kleines Baby und er hat ab sofort einen neuen Bruder. Schon bald erkennt Tim daß das Baby bemerkenswerte Eigenheiten hat und wie ein Geschäftsmann im Kinderkörper ist. Obwohl es ihm zuwieder ist muß sich Tim allerdings mit seinem Bruder zusammentun …

Ich bin ja durchaus offen für alberne Ideen, erst recht wenn sie für kleine Kinder sind. In diesem Falle zündet der Grundgedanke aber gar nicht: ein kleines Baby mit dem Verstand eines Managers daß im Anzug einen normalen Haushalt durcheinander wirbelt und eine noch absurdere Story in der es um Hundewelpen geht ergänzt, ne, das erreicht mich kein Stück. Aber ich bin ja auch nicht die Zielgruppe: nebenbei geht’s natürlich um Akzeptanz und Teilen und wie sich zwei unterschiedliche Charaktere, eben die Kinder, mit ihrer neuen Lebenssituation arrangieren müssen. Das alles in einen solide und bunt animierten Film gepackt der weiß Gott nicht die furchtbare Katastrophe ist die manche beim Trailer darin vermutet haben. Wirklich gut ist die Nummer dann aber auch nicht – zumindest hoffe ich daß der Schlußgag nicht auf ein Sequel hindeutet.

Fazit: Bunter Kinderfilm dessen Grundgedanke nicht jeden erreichen dürfte!
Rating: ★★☆☆☆

Emoji – Der Film

In Textopolis, einer Stadt in einem Handy, leben die Emoticons und warten auf ihren Einsatz. Allerdings ist Gene nicht fehlerfrei und löst als er ein falsches Gesicht macht eine Störung aus. Als deswegen ihr Handy gelöscht werden soll macht sich Gene mit Hi-5 (James Corden / Christoph Maria Herbst) und Jailbreak auf den Weg um die Katastrophe abzuwenden …

Dieser Film wird von diversen Filmkritikern mit Vorliebe zum neuen Hassfilm des Jahres erklärt. Ich konnte mir vorher auch gut vorstellen daß man hier nicht so viel erwarten sollte, war aber gewillt mit gutem Willen ranzugehen. So muß ich wenigstens lobend vermerken daß der Film den Kindern eine gewisse Wiedererkennungsfläche liefert indem bekannte Dinge wie facebook, youtube oder Instagram dargestellt werden und all das auch in technisch durchaus ansprechender Art und Weise. Leider endet damit auch schon alles Gute was man sich zusammentragen kann. Abgesehen davon nämlich ist der Film genau die lahme Nummer zu er er erklärt wurde. Dabei liegen die Probleme in zwei wesentlichen Punkten: zum einen ist die Welt in der es spielt nicht plausibel bis zum Schluß dargestellt (warum z.B. müssen die Figuren durch Apps gehen wenn sie an anderer Stelle außenrum gehen können)? Zum anderen packen einen die Figuren zu keinem Zeitpunkt. Der Humor funzt einfach nicht, es entsteht keine Bindung und daraus resultiert schlicht und ergreifend ein zwar bunter, aber durchweg langweiliger und irrelevanter Film. Ihn zu irgendwas besonders schlechten zu stilisieren braucht man garnicht – dazu ist er von sich aus einfach viel zu unbedeutend.

Fazit: In der Tat die hohle Nummer für die man es vorab halten konnte!
Rating: ★☆☆☆☆

Ich, einfach unverbesserlich 3

Ex-Schurke Gru hat mittlerweile die Agentin Lucy Wilde geheiratet, arbeitet mit ihr zusammen und kümmert sich ansondern um seine drei Adoptivtöchter. Nachdem Gru aber der Superschurke Balthazar Bratt entkommt wird Gru kontakiert von seinem ihm unbekannten Zwillingsbruder Dru. Der will ihn wieder zu einem Ganoven machen …

h sah ihn in einer Social Movie Night und der Synchronsprecher Oliver Rohrbeck war zugegen und eröffnete die Veranstaltung mit dem Satz „Runde 3 der Schurkerei“. Ich hätte gesagt: Runde 3 der Kassiererei, aber das geht wohl auch in Ordnung. Einschließlich des Minion Films ist dies der vierte Teil der Serie und es ist doch eigentlich ein totaler Failsafe: mit den Minions hat Illumination nun mal eine Marke erschaffen von der sie stetig und immer weiter leben könne. Das heißt man braucht nur die kleinen gelben Zwerge, Gru dazu, eine möglichst bunte Optik und schon hat man wieder einen Film mit dem man ordentlich kassieren kann und mit den Einnahmen können Sie dann weitere Projekte wie Pets etc umsetzen. Inhaltlich bringt das ganze der Serie weder Fortschritt noch Schaden: man bringt einfach alle Figuren wieder zusammen, gibt jeder davon irgendwie was zu tun und hat so eine Reihe von Szenen die völlig in Ordnung, kurzweilig und nett sind und vielleicht sogar den ein oder anderen effektiven Lacher erzeugen. Trotzdem erzählt man inhaltlich eigentlich nichts insbesonderes. Die Idee die Minions von Gru am Anfang zu trennen und sie größtenteils alleine agieren zu lassen zeigt mir dass dies fast schon ein verkapptes Minions Sequel ist und man vorrangig Szenen erschaffen wollte. Am Ende aber ist dies ein Franchise das keinem weh tut und weil es eigentlich steht völlig redundant war auch nichts ruinieren kann. Wenn man dies also als braven lustigen Kinderfilm betrachtet macht der Film rein gar nichts falsch: er tut seinen Zweck und schadet nicht, man muss schon so einen abgestumpfter Mensch sein wie ich um zu bemängeln dass man ja eigentlich nur einen Schwall heißer Luft schaut.

Fazit: Komplett durchkalkuliertes Sequel das genau liefert was man erwartet und geradezu keimfrei ist!

The Lego Batman Movie

Superheld Batman ist von seinem Heldendasein stark genervt – bis sein einst adoptiertes Kind Robin seine Bathöhle entdeckt und fortan unbedingt an seiner Seite kämpfen will. Für den Dunklen Ritter der sich in einem Kampf mit dem Oberbösen Joker befindet wird dies zu eienr schweren Geduldsprobe …

Ich bin ich nichtmal mit Erwartungen reingegangen sondern mit schweren Befürchtungen: ich habe „The Lego Movie“ damals sehnlichst erwartet und dann nach anschauen echt gehasst; daher erschien mir eine Auskoppelung bzw. ein Extrafilm nicht sonderlich erstrebenswert. Umso überraschter kam ich aus dem Kino: der Lego Batman Film war genau das was ich mir von Lego Movie erwartet habe. Es ist kein Film mit Legofilme, sondern eine Parodie auf Batman und endlos andere Filme die eben nur diesen Lego-Look verwendet. Der Schwerpunkt liegt in der Tat nicht auf den kleinen Klötzchen Männchen sondern auf einem kreativen, witzigen und vielschichtigen Skript: hier wird das ganze Thema Batman in unglaublicher Tiefe angegangen, seziert und durch den Kakao gezogen. Das ist zwar stellenweise sehr albern und auch oftmals auch so speziell daß man schon ein richtiger Fanboy sein muß um alles zu erfassen, aber gerade wenn man das kann lohnt der Film nochmal so richtig. Es ist in der Tat ein richtig guter Batman Film, eine richtig gute Hommage und Parodie an das Trailer und obendrein eine unfassbare optische Breitseite in 3D. Von daher: so gut hat man Batman schon lange nicht mehr auf der Leinwand gesehen!

Fazit: Endlos kreativ, unfassbar witzig und mir zahlreichen Cameos durchsetzt – ein ganz großer Spaß!
Rating: ★★★★☆

Vaiana – Das Paradies hat einen Haken

Vaiana, Tochter des Motunui-Häuplings Tui, hat eine enge Bindung zum Ozean der für sie wie ein Freund ist. So wagt sie sich begleitet von Halbgott-Legende Maui (Dwayne Johnson/Andreas Bourani) und dem dümmlichen Han Heihei aus dem vertrauten Bereich ihrer Heimat um auf der Spur ihrer Vorfahren irre Abenteuer zu erleben …

Disney ist wieder da und haut einen Animationsfilm hin wo sie früher ein Zeichentrickwerk geliefert hätten. Ich bin da ja mehr ein Kind der alten Schule und mag eben das altmodische Zeugs, mit modernem animierten Stoff werde ich nicht restlos warm. Trotzdem kann man diesem hier seine Pluspunkte nicht absprechen und die liegen insbesondere in der Aufbereitung und der technischen Umsetzung – ist klar, wenn dieser Film nicht gigantisches in Sachen Animation parat hätte käme er wohl kaum heraus. Und so ist es auch, das bunte Paradies in dem er spielt, das Meer und alles drumherum sehen atemberaubend gut aus. Leider klappen dafür viele inhaltliche Dinge nur leidlich oder garnicht: der obligatorische lustige Sidekick ist ein dämlicher Hahn der weder zur Handlung noch zu sonstigem irgendetwas lohnend beiträgt, der Held Maui fällt zwischen Held und Parodie, diverse Running Gags (etwa daß das Meer jedesmal wenn jemand über Bord geht denjenigen zurückspült) erschöpfen sich. Die Eröffnungsszene am Meer ist zwar Topp und am Ende der Reise gibt’s eine schöne Auflösung, leider liegen dazwischen über anderthalb Stunden Film in denen der obligatorische Disney Gesang in Überfülle dominiert. Für ganz kleine Kinder und für ganz hartgesottene Disney Fans mag das vielleicht aufgehen und funktionieren – aber kaum für mehr.

Fazit: Es fehlt das Herz: Mischung aus Klamauk und Abenteuer mit gigantischer Optik und zu viel Gesang!
Rating: ★★☆☆☆

Sing

Um das Theater von Buster Moon steht es nicht sonderlich gut, weswegen er beschließt mittels eines Gesangswettbewerbs gruß aufzutrumpfen. Schon bald sammelt sich eine Truppe diverser Kandidaten und Bewerber der unterschiedlichsten Tierrassen die jedoch allesamt eigene Probelme im Gepäck haben …

Illumination erarbeitet sich schrittweise eine Stellung neben Dreamworks und Pixar – gut, bis sie da hin kommen dauerts noch, aber Filme wie dieser hier gehen in die richtige Richtung. Dieser hier hat dabei zumindest zwei Punkte die ihn geradezu zum Selbstläufer machen: zum einen hat er grandiose, überragende und über allem bestehende Animationen bei denen ich oftmals wieder nicht den Eindruck hatte eine Animation sondern einen real gefilmten Film zu schauen; ebenso ist er bunt und wunderbar anzuschauen wobei auch das 3D seinen Teil zu beisteuert. Auf der anderen Seite ist es ein Musikfilm der in einer Tour populäre Titel, Hits und Gassenhauer raushaut daß man schon alleine wegen der Lieder bei der Stange bleibt. Damit erreicht das alles einen gewissen Unterhaltungswert, aber eigentlich fast nie wirkliche Tiefe. Die Hauptfiguren sind nette, aber einfach umrissene Reißbrettfiguren mit Mini-Subplots deren Verlauf man direkt erkennt und auch so bekommen wird; daher entsteht eigentlich nichts was einen begeistert, aber auch nichts was verprellt. Als Kinderfilm absolut geeignet und bunter Animationsspaß völlig in Ordnung, aber ragt auch nicht aus der Masse raus.

Fazit: NeFilmische Playlist mit guter Musik und atemberaubender Animation
Rating: ★★★☆☆

Ratchet und Clank

Der Außerirdische Drek bedroht die gesamte Solana-Galaxie und plant alle Planeten zu vernichten. Allerdings zieht der mutige Ratchet gegen ihn in den Kampf: mit dem Roboter Clank und der legendärgen Truppe der  Galactic Rangers setzt er Drek einiges entgegen …

Ich bin an diesen Film ziemlich unbelastet herangegangen, was aber einfach daran lag daß ich die Videospiel Vorlage nicht kenne. Aber schon beim reinen ansehen hatte der Film mich nach wenigen Minuten restlos verloren und der Grund dafür war: der Humor. Das ich von einer Videospiel Story die nichts anderes ist als mal wieder der gute Underdog gegen den bösen Überherrscher war relativ klar; aber das man versucht dies mit Humor aufzufangen der in übelste Simpelcomedy abdriftet … da wars relativ schnell vorbei. Ich hab die ersten Momente als so unfassbar dümmlich empfunden daß mein Interesse daran schnell abgetötet war – und dabei war dort die Hauptfigur noch nichtmal auf der Leinwand. Mit der wurde es aber auch kaum besser: irgendwie ist die Figur Ratchet zu glatt um bei mir wahres Gefühl zu entwickeln, es gibt ja Titel dieser Art die einen emotional „einfangen“ können trotz allem drumherum – und dieser hier war garnichts. Außer anderthalb nutzlosen Filmstunden.

Fazit: Hier stimmt nichts – billige 08/15 Story mit schmerzhaft dümmlichem Humor!
Rating: ★★☆☆☆

Findet Dorie

Clownfisch-Vater Marlin rettete vor einem Jahr seinen verlorenen Sohn Nemo mit Hilfe des vergesslichen Fisches Dorie. Nun ereilt Dorie eine Erinnerung an ihre Familie und sie will sich auf die Suche nach ihnen machen. Fortan ist sie auf einem gefährlichen Trip, begleitet von Marlin und Nemo …

Das Sequel zu „Findet Nemo“; einem der mir am meisten verhassten Filme überhaupt: ich halte und hielt diesen Film immer für total und restlos überschätzt und mochte ihn kein Stück weit – egal wie beliebt der stets überall war. Daher bin ich recht skeptisch an den zweiten Teil rangegangen und bekam am Ende das was ich erwartet und auch befürchtet habe: einen Film der auf einem kaum in Worte zu fassenden technischen Niveau passiert, Chapeau dafür. Allerdings ebenso einen der sich auf die Hauptfigur Dorie stützt die ich nicht niedlich oder lustig finde sondern schlichtweg nervig. Das mögen andere anders empfinden, mir selber hat die Figur nichts gegeben. Daher: wer mit der Thematik was anfangen kann wird diesen Film sicherlich sehr mögen . Ich selber tat es nicht. Schlußpunkt aus.

Fazit: Sequel für Fans, aber eigentlich nur ein Standardanimationsfilm auf hohem technischen Niveau!
Rating: ★★★☆☆

Sausage Party – Es geht um die Wurst

In einem idyllischen Supermarkt leben die Nahrungsmittel in Harmonie und Frieden und sind der festen Überzeugung daß sie in ein glückliches Jenseits kommen wenn sie erst einmal gekauft und Mitgenommen werden. Das Würstchen Frank jedoch kommt hinter die grausame Wahrheit das Lebensmittel von Menschen gegessen werden – und versucht verzweifelt alle anderen zu warnen …

Hier hat mal wieder der Trailer etwas ganz anderes versprochen als es der fertige Film dann am Ende liefert. Der Trailer ließ es nach einer spannenden und witzigen Splattercomedy im Look eines Kinderfilms aussehen in dem fröhliche Lebensmittel erkennen daß Menschen sie in Wahrheit nur verspeisen wollen und fortan auf der Flucht sind. Die gleichermaßen grausame wie witzige Szene in der das passiert ist natürlich im Film drin, trotzdem sind die gesetzten Schwerpunkte restlos anders. Es ist eine Art Fabel über die Welt und die Gesellschaft, die Welt des Supermarkts stellt die reale Welt dar und es wird mit einer endlosen Kreativität eine Welt erschaffen in der alle Nahrungsmittel entsprechende Abbilder der Realität sind und es wird dabei satirisch großartig überhöht. Dadurch verliert der Film endlos viel Zeit in eben einer anderen Handlung als sie der Zuschauer erwartet, der ware Schocker liegt aber in einem anderen Punkt: es ist bei Seth Rogen Normal wenn mal was zotig wird oder unter die Gürtellinie geht, aber die absurde Anzahl unwitziger und größtenteils unnötiger Sex-Jokes die dieser Film enthält rauben einem wirklich den Atem. Ich selber war dafür wohl nicht humorresistent genug, ich fands nur albern und oftmals geradezu peinlich!

Fazit: Lustige Idee die aber in andere Richtungen geht als erwartet und unfassbar unter die Gürtellinie anstrebt!
Rating: ★★☆☆☆

Pets

Ein Blick auf das Leben New Yorker Haustüre, in der Zeit in der ihre Besitzer nicht da sind. So auch auf den Hund Max der seine Herrin Katie über alles liebt. Als diese jedoch den ungehobelten Hund Duke anschleppt ist Max nur noch bemüht den unliebsamen Neuzugang wieder loszuwerden …

Hier stellt sich für mich die Frage ob man einen Trailer auch merklich zu früh raushausen kann: die ersten Ankündigungen zu „Pets“ gabs bereits ein Jahr vorraus, als „Bonus“ und Ergänzung zum Minions Film und natürlich war der besagte Trailer ungemein niedlich, weckte aber auch (gerade wenn man ihn über einen so langen Zeitraum immer mal wieder schaut) große Erwartungen. Und diese werden je nachdem nicht erfüllt: zum einen hat der Film nämlich ein falsches Marketing: laut Trailer und auch Plakat und Ankündigung soll es darum gehen daß der Film lustig zeigt wie Tiere den Tag verbringen während ihre Herrchen und Frauchen nicht daheim sind. Das tut der Film dann auch – aber nur in den ersten paar Minuten. Danach kippt das Ganze in eine relativ normale, gängige Story wie man sie in Animationsfilmen eben einsetzt: zwei niedliche Kontrahenten die sich durch ihren Streit in eine kritische Lage bringen und zu einer turbulenten Tour durch New York aufbrechen während andere versuchen sie zu retten. Diese relativ Gagreiche Story wird mit atemberaubender Technik und sympathischen und niedlichen Figuren erzählt, weswegen man eigentlich kaum was zu meckern hat. Allerdings: andere Animationsstreifen wie „Zoomania“ und „Alles steht Kopf“ brachten es fertig eine lustige Geschichte zu erzählen und dabei auch ernsthafte Elemente sowie Tiefgang einzustreuen. Das geht diesem hier komplett ab. Wer also einfach eine technische Breitseite haben will für die Augen und kurzweilig was zu lächeln macht hier sicherlich nichts falsch.

Fazit: Beeindruckendes Spektakel mit lustiger, aber recht oberflächlicher Story und niedlichen Figuren
Rating: ★★★★☆