Archiv der Kategorie: Animation

Klaus

Postazubi Jesper liebt das einfache Leben, weswegen er von seinem reichen Vater an den Nordpol geschickt wird um dort die Werte des Lebens zu lernen. Dabei trifft Jesper auf den einsamen Holzfäller Klaus der Spielzeug herstellt …

Dieser Film erschien an Weihnachten 2019 auf Netflix, aber trotz der guten Reviews ließ ich ihn aus. In der Weihnachtssaison 2020 kam er dann wieder auf und das Lob ballerte nur so herab, daher gab ich ihm dann doch mal eine Chance. Und war positiv überrascht: ich kann die Begeisterung verstehen, da der Film herzlich, gütig und schön ist und in der Tat gute Botschaften und eine wohlige Weihnachtsatmosphäre verströmt. Allerdings ist der denoch kein reiner Familienfilm: manche gruslige Sequenz und manches angeschnittene Thema (etwa Kinderlosigkeit) machen die Sache stellenweise sehr ernsthaft und als Film den man mit groß und klein schaut eher ungeeignet. Trotzdem ist es ein Titel der sich mit der Zeit zu einem richtigen Weihnachtsklassiker mausern kann.

Fazit: Süße Geschichte und Animation mit emotionalem Finish!

Rating: ★★★★☆

Scoob – Voll verwedelt!

Wie kam es zum Treffen zwischen Scooby Doo und seinem Kumpel Shaggy? Und wie kam es daß sie mit ihren Freunden Daphne, Fred und Velma die Mystery AG gründeten – als welche sie ich aufmachen müssen und die „Bellokalypse“ zu verhindern … lustige Fortführung oder laue Neuauflage?

Ich bin der Scooby Doo Thematik nicht sonderlich zugewandt, ich habe lediglich als Kind einzelne Folgen davon geschaut, bin aber nicht mit herzlicher Erinnung daran verbunden. Am ehesten beruht der Stoff für mich auf einer sehr witzigen Supernatural Episode sowie den beiden Filmen mit Freddie Prince jr. Von Anfang der 2000er Jahre. Daher habe ich mich nach dieser neuen Auslegung und Umsetzung nicht gesehnt, finde es aber in Ordnung wenn das Thema mit modernen Mitteln akkurat für ein junges Publikum aufbereitet wird. Technisch gibt es daran auch gar nichts zu meckern, dies ist ein quietschbunter Animationsfilm der sicherlich auf einer Kinoleinwand großartig ausgesehen hätte und was die Farbenprächtigkeit und Animation angeht locker mit den Werken von Illumination mithält. Beim Inhalt bin ich aber reserviert: die Geschichte als eine Art „Scooby Begins“ zu erzählen ist auch in Ordnung, weckt aber eben den Verdacht daß hier gezielt eine neue Kinoserie gestartet werden soll; außerdem ist die Story welche die Hauptfiguren für lange Zeit voneinander trennt eher überschaubar und über viele Parts unfassbar albern. Das mag zwar im Sinne der alten Serie sein, ist aber (zumindest als Erwachsener) sehr anstrengend anzuschauen. Daher rate ich nicht ab, aber wage zu behaupten daß dies einer der Filme ist an denen kleine Kinder wirklich Spaß haben können, die Eltern währendessen aber genervt am Handy spielen.

Fazit: Farbenprächtig, aber sehr albern und wohl nur für ein junges Publikum erträglich!

Onward – Keine halben Sachen

Zwei Elfen-Brüder erfahren daß es auf dfer Welt keine Magie mehr geben soll. Daher versuchen Sie mit einem magischen Stock ihren Vater wiederzubeleben – dabei geht aber einiges schief …

Der Name Pixar steht für Qualität, was ihm aber auch zum Nachteil werden kann. Gerade in einem Falle wie diesem hier: mit Meisterwerken wie „Ratatouille“ oder „Oben“ oder gar den „Toy Story“ Filmen kann es „Onward“ sicherlich nicht aufnehmen, aber dennoch stimmen am Film alle Versatzstücke, Komponenten und Details. Die Story in der es um das kurzzeitige Zurückholen eines verstorbenen Vaters geht hat einen emotionalen Unterbau, die zwei Helden sind sympathisch, chaotisch und liebenswert und die Optik ist auf höchsten technischen Niveau. Die Geschichte, welche es schafft „weltliche“ Aspekte mit Fantasy zu kombinieren geht auch völlig in Ordnung und läuft auf ein emotionales Ende hinaus. Warum dies nicht in solche Sphären steigt wie eben andere, zeitlose Werke kann man nicht festlegen, aber das muß man auch nicht. Dies ist auf höchstem Level oberer Durchschnitt und eine stellenweise rührende Familienstory.

Fazit: Bunt, witzig und mit emotionalem Unterbau: auch bei seinen kleineren Titeln liefert Pixar hochwertige „Ware“.

Spione Undercover – Eine wilde Verwandlung

Lance Sterling als als Geheimagant schon zahlreiche Male die Welt vor Katastrophen bewahrt wobei ihm die Hilfen von Erfinder Walter (Tom Holland) wertvoller Dienste erwiesen haben. Als Walter und Lance zusammenarbeiten müssen machen ihre unterschiedlichen Charaktere einige Probleme …

Seitdem ich selber Vater geworden bin nehme ich Kinderfilme etwas anders wahr. Ich suche sie weniger nach meinem eigenen Vergnügen ab, sondern mehr nach der Tauglichkeit für Kinder, vor allem meines. Die mache ich aber an diversen Punkten fest – und das ist nicht unbedingt Grusel oder Gewalt, sondern wie albern und dämlich ein Film ausfällt. Und dieser hier kann bei alledem extrem gut bestehen. Klar, in einem Film in dem die titelgebende Verwandlung stetig als „taubiieren“ bezeichnet wird ist Ernsthaftigkeit nicht wirklich zu erwarten. Aber trotzdem ist der Film nicht dumm, sondern liefert seine Bestandteile kindgerecht ab: eine Agentenstory die für Kinder spannend, aber für erwachsene nicht langweilig ist, eine passende Story in der sich der Coole und der Außenseiter zu einem Team zusammenfinden, einen actionlastigen Showdown der nicht übertreibt, aber doch recht gut Gas gibt und eine großartige, technische Umsetzung.

Fazit: Rundherum spaßige Kiste, für Kinder toll, für Erwachsene vergnüglich…

Rating: ★★★★☆

Teen Titans go to the movies

Die Teen Titans finden es ungerecht daß jeder Superheld einen eigenen Film bekommt, lediglich sie nicht – daher wollen sie dies mit List und Tücke erreichem. Dann aber kommt es zum Kampf mit dem fiesen Superschurken Slade Wilson alias Deathstroke (Will Arnett) …

Ich bin bei diesem Film durch einen absurden Zufall gelandet: ich habe mir vorgenommen die gesamte Filmographie von Nicolas Cage abzuarbeiten und da taucht dieser Titel mit auf – wohl nur weil er in ein paar Szenen dem auftretenden Superman seite Simme verleiht. Daher habe ich mit der Reihe, den Figuren und allem weiteren was damit zusammenhängt gar nichts zu schaffen und bewege mich auf einem Sektor auf dem ich mich nicht auskenne. Das ist natürlich ein Freiticket um endlos viele Insider zu verpassen oder vieles andere nicht zu verstehen. Aber es könnte schlimemr sein: das Ganze ist eine fette Parodie auf Comicfilme die auch die Originalfiguren und Namen einbringen kann und sehr detaillierte Referenzen zu den aufgegriffenen Werken enthält. Das sit zwar auf unglaubliche Weise albern, aber vielleicht ist das ja das Konzept: Kinder dürften sich an dem infantilen Humor und den albernen Sprüchen amüsieren, als Erwachsener hat man Spaß an den sorgfältig aufgebauten Filmreferenzen, Anspielungen und Parodien (wenn sich etwa der Schurke anhören muß daß er ausschaut wie „Deadpool“. Somit werde ich mich jetzt sicherlich nicht mit der Teen Titans Thematik weiter befassen, kann diesen für sich aber mit Spaß genießen.

Fazit: Extrem alberne Nummer die aber überraschend detailfreudige Filmparodien enthält!

Rating: ★★★★☆

Frozen II – Die Eiskönigin II

Elsa wird durch merkwürdige Stimmen in den Norden gelockt und hofft dort die Quelle iher magischen Kräfte zu finden. Anna, Kristoff und Olaf folgen ihr um sie vor einer großen Gefahr zu retten …

Das Thema Disney ist bei mir mit vielen pros und contras versehen. Contras sind z.B. die Übermacht welcher der Konzern mittlerweile erlangt hat, die Beharrlichkeit auf Familientauglichkeit und die ins Extrem gehende Marketingmaschine. Zu den Pros zählen mitunter aber wirklich die Werke selber, die eben bunt, kindgerecht, technisch ausgefeilt und eben so erscheinen daß sie Kinder glücklich machen. Und das dürfte auch das Fazit dieser Fortsetzung sein, die ich unter schlechten Bedingungen geschaut habe: auch wenn der Erstling der erfolgreichste Animationsfilm ever war, ich habe ihn damals einmal gesehen, mittlerweile im Kopf restlos gelöscht und keine besonderen Bedürfnisse die Figuren wiederzusehen, zumal sie mir nicht sonderlich im Kopf oder im Herzen geblieben sind. Trotzdem hat dieses Sequel bei mir gepunktet: mit einer Animation und gigantischen Bildern, mit einer epischen Fantasystory, sehr rührseligen und auch tragischen Momenten und einem großen Ganzen, welches mir zwar als zu kalkuliert erschien, aber bei dem ich verstehen kann wenn kleine Kinder danach verrückt sind. Vielleicht könnten (je nach Alter) die traurigen Momente zu sehr fordern, aber das heißt nicht daß man es nicht probieren sollte. Mir selber ist es wohl verbaut dieses mit dem kalkulierten Zauber und der Begeisterung zu schauen, es dürfte für sehr viele aber bestens klappen. Bleibt nur die Frage warum der Film die „Wasser hat ein Gedächtnis“ Botschaft so penetrant einbaut – soll dies vielleicht ein Wink in Richtung Homöopathie sein???

Fazit: Bildgewaltig, episch und kalkuliert kitschig – perfektes Marketingprodukt welches Kinder glücklich macht!

Rating: ★★★★☆

Die Addams Family

Im Haus der Gruselfamilie Addams-Familie erwarten Gomez,Morticia, Wednesday und Pugsley sowie Onkel Fester für ein großes Familienfest die anderen Familienmitglieder als Gäste. Die Feier wird aber durch TV-Moderatorin Margaux Needler zum reinen Chaos …

Meine vorherigen Berührungspunkte mit der Thematik gehen gegen Null, ich habe die Serie nie geschaut und auch die zwei Filme haben mir nicht sonderlich erreicht. Daher habe ich auf diese animierte Kinderversion nicht gewartet, aber mit auch nicht gewehrt es anzuschauen und wurde positiv überrascht. Eigentlich ist das Addams Thema für mich ein durchgehender Running Gag: wir sehen eine normale Familie in der alle Alltagssituationen auf irgendeine Wesie auf morbde gedreht werden („Tritt deinen Vater vor dem Einschlafen“). So sehr sich dieser Gag schnell erschöpfen könnte, so sehr wird er durch immer neue kleine witzige Ideen am Leben gehalten. Ansonsten hat man eine routinierte Story über ein paar Leute die „anders“ sind und sich in einem neuen Umfeld einfinden müssen. Nichts neues also, aber nicht überdreht, nicht hysterisch und sympathisch präsentiert.

Fazit: Spezieller Kinderfilm der irgendwie Herz hat!

Everest – Ein Yeti will hoch hinaus

Die in Shanghai lebende Yi finde auf ihrem Haus einen Yeti den sie Everest nennt. Sie beschließt mit zwei Freunden durch China zu reisen und das Wesen zurück in seine Heimat zu bringen. Dabei haben sie jedoch auch Verfolger …

Man muß halt konkurrenzfähig sein … das gilt auch für Dreamworks Animation. Eigentlich gehört der Sektor des Animationsfilms fest den Machern von Pixar, aber mit Titeln wie diesen hier muß sich Dreamworks nicht verstecken. Sie liefern hier eine riesige, detailreiche und bunte Welt, jagen eine Truppe aus sympathischen Helden kindgerecht durch ein lautes Abenteuer und verpacken auch neben einigen lustigen Szenen eine richtige Dosis an Emotionen rein. Kurz gesagt: genau der Film den man als Eltern mit dem Kind guckt und bei dem man dann auch selber amüsiert zusieht.

Fazit: Buntes Spektakel mit Witz, Herz, Spannung und einer bunten Welt – für Kinder top, aber auch Erwachsene sollten Spaß haben!

Playmobil – Der Film

Marla reist in die mysteriöse Playmobil Welt um ihren dort verschwundenen Bruder Charlie ) zurück zu holen. Dort kommt es zum Kampf mit dem bösartigen Imperator Maximus – aber Marla erhält ebenso Beistand von einigen Weggefährten und Freunden …

Was zu erwarte war? Nicht bsonders viel. Nachdem sich Lego ja relativ erfolgreich auf der Kinoleinwand etabliert hat kommt nun Playmobil mit dem entsprechenden Versuch daher. Im Ansatz ist es die Blaupause eines Kinder-Fantasyfilms: eine von Problemen gebeutelte junge Frau und ihr lieber, kleiner Bruder werden in eine Phantasiewelt gesogen. Das ist dann eben das Playmobil Spielzeugland in dem sie dann diverse Abenteuer durchstehen müssen. Der Gag das Playmobilfiguren im Grunde nicht laufen können wird nur kurz aufgegriffen, ab danach ist es einfach nur ein quietschbunter Kinderfilm. Dabei stimmen aber die Töne nicht ganz, der Film beginnt mit einem albernen Gesinge, kippt dann in brutale Dramasphären und wechselt auch im weiteren Verlauf öfters mal in platten Klamauk. Für ganz kleine Kinder wird das wohl funktionieren, für mich war der Humor viel zu unlustig und das ganze trotz der bunten Optik kalt und ohne Herz. Falls Kinder daran Spaß haben sei es ihnen vergönnt – als Erwachsener dürfte man (selbst mit Playmobil Vergangenheit) keine gute Zeit haben.

Fazit: Unsagbar unlustiger Geldmachversuch an dem auch die prominenten deutschen Sprecher garnichts retten können!

Mr. Link – Ein fellig verrücktges Abenteuer

Der Forscher Sir Lionel Frost sucht den Vorfahren des Menschen und landet so bei Mr. Link, der glaubt der letzte seiner Art zu sein. Doch Lionel möchte Link nach Shangri-La bringen wo es noch weitere seiner Art geben soll. Dabei begleitet sie Adelina Fortnight …

Das habe ich auch eher selten: ein animierter Film bei dem mir die deutsche Synchronisation nicht passt. Der Grund besteht darin daß die Hauptfigur im Original von Hugh Jackman gesprochen wird und optisch auch an diesem orientiert ist. Im Deutschen wird die Figur aber von Christoph Maria Herbst gesprochen, der zwar ein guter Sprecher ist, aber irgendwie nicht zu der Figur passt. Ebenso spricht Bastian Pastewka den Link und insbesondere in ein paar Schnellplappermomenten sehe ich dort eher Pastewka als die Figur. Trotzdem braucht man das nicht großartig zu beklagen: der Film ist eh nur für ein kleines Publikum. Ein Publikum daß sich an der altmodischen Technik des Stop Motions erfreuen kann. Mit dieser Technik wird eine kleine Abenteuergeschichte aufgefahren, die sicherlich nicht das Rad neu erfindet, aber sehr wohl Spaß macht. Überraschend dabei sit auch daß zwar Witz drin ist, aber insgesamt ist der Ton doch etwas gesetzter als in „Dreamworks“ oder „Pixar“ Werken. Letztlich ein kleiner, netter Film mit Herz den ein entsprechendes kleines Publikum sicherlich sehr zu schätzen weiß.

Fazit: Kleiner, aber sehr herzlicher Streifen!