Archiv der Kategorie: Action-Thriller

The 355

Die rabiate Agentin Mason Brown (Jessica Chastian) wird entsandt um eine gefährliche Waffe sicher zu stellen. Dabei gerät sie an die deutsche Agentin Marie (Diane Kruger), die Computerspezialisation Khadijah (Lupita Nyong’o) und die kolumbianische Psychologin Graciela (Penélope Cruz) …

Im Kern scheint dies das Skript eines typischen Actionfilms aus dem Videothekensektor zu sein: eine schlichte Agentenstory in der ein paar Agentinnen um die Welt reisen und Jagd auf einen McGuffin machen, in diesem Falle ist das eine Festplatte die alles und jeden hacken kann. Außergewöhnlich ist dabei lediglich die Besetzung un das man diese doch recht seichte Stoy und die schlichten Charaktere mit so hochkarätigen Akteuren besetzen kann. Abseits davon bleibt ein schick gefilmter Actionfilm ohne besondere Merkmale der sich unangebracht ernst nimmt in Anbetracht des Blödsinns den er verzapft. Und wenn am Ende eine chinesische Agentin auftritt die betont wie sehr sie doich alle um die freie Welt kämpfen hat das einen faden Beigeschmack.

Fazit: In jeder Hinsicht solide, allerdings mit einem meilenweit zu erahnenden Twist und jeder Menge Plattheiten

The Ice Road

EIne kanadische Diamantenmine stürzt ein, so daß Mike (Liam Neeson) eine fast unmögliche Rettungsaktion für die verschütteten Bergleute ansetzen muß …

Hatte Liam Neeson nicht verkündet daß er kleine Actionfilme mehr drehen will? Oder meinte er nur jene in denen er körperlich ranmuß und Leute auf die Fresse hauen muß? Scheint so, denn anders als im Actiongenre lässt sich dieser Film nicht festlgen. Und bringt in diesem Zusammenhang eine neue Bedewutung des Wortes solide weil man daran nichts beanstanden, aber auch nichts hervortun kann. Neeson und ein paar Begleiter heizen mit mehreren LKWs eine vereiste Strecke entlang und es sollte reichen daß sich hier ein paar Figuren gegen die Naturgewalten stellen. Aber das wird dann mit entsprechenden Stories aufgepustet, z.B. damit daß ein geistig behinderter Mann mitfährt und eine Intrigenstory in der jemand versucht den Rettungsconvoy aufzuhalten. Es gibt Action, es gibt ein paar spannende Momente und Neeson gewohnt gut in der Hauptrolle. Was es aber nicht gibt sind Emotionen oder irgendwas daß an Figuren Anteil nimmt. Und wenn einem selbst die Parts in denen eingschlossene Männer die in den letzten Zügen liegen keine Emotionen abgewinnen … dann macht ein Film irgendwas falsch.

Fazit: Ruppige Männeraction die durchgehend zufrieden ausfällt, aber kaum emotional berührt!

Rating: ★★★☆☆

Kate

Auftragskillerin kate (Mary Elizabeth Winstead) verpatzt einen wichtigen Auftrag in Tokio. Dadurch wird sie vergiftet und hat nunr noch 24 Stunden zu leben. Diese Zeit will sie nutzen um sich an allen Beteiligten zu rächen …

Während das thematisch ähnliche „Gunpowder Milkshake“ noch eine Kinoauswertung erhält wird dieser Film direkt auf Netflix ausgegeben. Wenn man Trailer und Story hört hat man das Gefühl einen Film in der Art von „John Wick“ zu kriegen, mit Storyrecycling von „Crank“ – und genau das bekommt man auch. Mary Elisabeth Winstead ballert sich als sterbende Killerin durch die Unterwelt von Tokyo, stepelt meterhohe Leichenberge auf und hat noch Zeit für ein kleines Kind und entsprechende Wortduelle. Parallel gibt’s immer wieder kurze, ruppige Kampf und Schußeinlagen in denen in hoher Anzahl gestorben wird und hier und da hält Woody Harrelson mal die Nase rein und sagt was Nettes. Eigentlich ist nichts verkehrt daran, aber ebensowenig irgendetwas besonderes. Obwohl Winstead sympathisch ist und Power hat kommt sie nicht an die Wirkung und Schlagkraft eines John Wick ran und der ganze Film verströmt seine Streaming Herkunft in jeder Szene.

Fazit: Jane Wick light – routiniertes Blutvergießen ohne nennenswerte Highlights oder Schwächen!

Rating: ★★★☆☆

Keine Zeit zu Sterben

James Bond (Daniel Craig) hat den aktiven Dienst verlassen und lebt im Ruhestand in Jamaika. Dann aber tritt seinsein alter Freund, CIA-Agent Felix Leiter (Jeffrey Wright) an ihn heran und bittet ihnbei der Rettung eines Wissenschaftlers zu helfen. Die Mission bringt bald schon persönliche Dinge aus Bonds Vergangenheit zu Tage …

Keine Zeit zu sterben? Wohl nicht. Aber hat man drei Studnen Zeit für diesen Film? Das muß man wohl für sich sleber abwägen. Ich selber hatte drei nachteile beim Anschauen: ich sah spät abends (was bei einem drei Stunden Film nicht hilfreich ist), ich habe nicht vorher das Bond Franchise mit Craig aufgefrischt und ich sah ihn in Englisch ohne Untertitel. Durch letzteres war mir nicht alles bewußt und ich habe nicht alles verstanden, aber dadurch konnte ichs auf die kleinsten Nenner runterrechnen. Bond wird aus dem Ruhestand zurücjk geholt, jagt einen Oberschurken der eine furchtbare Waffe zur Hand hat – alles altbekannt. Da es die letzte Mission mit Craig sein soll wird nochmal jeder der irgendwie mit ihm in der Vergangenheit zu tun hatte heranzitiert, aber da liegt auch ein großes Potential für Enttäuschung drin: der Trailer preist z.B. Christoph Waltz entsprechend an, dessen Beteiligung am Film fällt aber eher mau aus. Ebenso Rami Malek der eigentlich keine Spannung und keine „Beziehung“ zu Bond hat sondern ihm nur in der letzten halben Stunde gegenüber tritt und ein paar Dialoge im totalen Overacting liefern darf. Am schwächsten fällt der Film in den Nebenrollen aus, da hat man den üblichen, muskelbepackten Vollstrecker oder den bösen Wissenschaftler die aber geradezu kreidebleich besetzt sind. Die großen und typischen Bond-Actionpassagen sind drin, aber doch merklich knapper als im Trailer angekündigt – wer dies wegen der Action alleine schaut wird enttäuscht. Für Craig ist dies alles ein Selsbtläufger, er spielt die Rolle routiniert gut, aber irgendwie scheint die Zeit und die Faszination für die Figur ausgelaufen zu sein. Lediglich das Finale wird sicherlich einigen Diskussionsstoff liefern.

Fazit: Überlang und doch inhaltlich knappo, mit einigen guten Momenten – trotzdem stellt Crqigs letzte Mission sicherlich nicht das Highlight der Serie dar.

Rating: ★★☆☆☆

The Forever Purge

Die flüchtigen Adela (Ana de la Reguera) und Juan (Tenoch Huerta) landen auf einer Ranch in Texas bei Familie Tucker. Die vermeintliche Sicherheit endet aber als die gefährliche Purge Nacht naht und ihre Gastgeber zu Mördern werden …

Alter Wein in neuen Schläuchen: im mittlerweile fünften Purge Film verändern sich zwar ein paar Rahmenbedingunge, aber im Kern bleibt es der gleiche Film: die titelgebende Purge geht diesma über mehrere Tage und findet daher auch viel im Tageslicht statt und die Handlung verlagert sich aus der Großstadt nach Texas so daß vieles in Wüsentumgebung stattfindet. Im Kern ist es aber wieder die Story von ein paar armen Leuten die in das Purge Treibeng eraten und ums Überleben kämpfen. Generell sind alle Aspekte, insbesondere die bleichen Figuren und die brutale Action wiede rvorhanden und der Fil reiht sich nahtlos zwischen seinen Vorgängern ein. Trotzdem funktioniert die Chemie zwischen den Figuren, es gibt estwas Gesellschaftskritik zwischen den Zeilen und ein gewisser Unterhaltungswert bleibt. Zumindest mehr als zu erwarten war.

Fazit: Im Kern ist es immernoch der gleiche Film, auch wenn die Rahmenbedingungen verändert sind – funktioniert aber immernoch solide!

Rating: ★★★☆☆

Gunpowder Milkshake

Profikillerin Scarlet (Lena Headey) muß mit ihrer Tochter Sam (Karen Gillan) fliehen als ihr Gewerbe zu heikel wird. Trotzdem gelang auch Sam mit der Zeit in dieses Gewerbe so daß sich Mutte rund Tochter zusammen schließen um ihre einstigen Widersacher zur Strecke zu bringen …

Ist doch ein wundervolles Konzept: Menschen die sich stilvoll erschießen, Story ist Nebensache. Der Film wirkt wie aus einer endlosen Fülle von John Wick Cutscenes zusammengewürfelt, hat aber durchaus einige reizvolle Dinge an sich. Insbesondere Karen Gillian als spröde Heldin macht eine Menge Spaß, aber auch die Bibliothekarinnen im Film haben einige amüsante Momente. Die Actionszenen sind aber nicht hart inszeniert, es fließt zwar literweise Blut, aber man merkt daß dies oftmals CGI Gefechte sind. Ebenso ist die Nummer nach hinten raus eine Spur zu lange und walzt das Szenario in der Bibliothek zu lange aus. Von einem tauglichen Antagonisten fehlt auch jede Spur. Trotzdem: der Film der im Grunde nur ein Streamingtitel ist der insKino geraten ist macht sich passabel, aber nicht auf dem Level der Filme die er versucht nachzueifern.

Fazit: Solide Ballerei mit guten Ideen, aber etwas zu lang!

Rating: ★★★☆☆

Fast & Furious 9

Eine neue Gefahr bedroht Dominic Toretto (Vin Diesel) und seine Familie: angeleitet durch die Terroristin Cipher (Charlize Theron) eröffnet Doms Bruder Jakob (John Cena) die Jagd auf Dominik …

Gibt es irgendwen der hieran irgendwelche Ansprüche hat? Kann doch gar nicht sein. Es ist der 9. Film der Serie und der 10. Titel des Franchises der sklavisch die Regeln befolgt: es wird die Gang rund um Vin Diesel zusammengetrommelt, es gibt einiges an Gerede über Familie und Zusammenhalt und es werden wieder absurde Actionszenarien abgefahren die vorrangig bemühen den Vorgänger zu toppen. Was mir aber mehr und mehr zu viel wird: nahezu alle Figuren sind Over-The-Top Superhelden , es wird auch mal ein Flugzeug aus dem Nichts herbei geholt und obendrein wird der Unsinn dahingehend getoppt daß diesmal mit einem Auto im Weltraum rumgeflogen wird. Das kann man wohl mit ein wenig Spaß betrachten und beeindruckend finden bis wohin sich diese Trashreihe mittlerweile entwickelt hat – man merkt aber auch daß mittlerweile nur noch Kalkühl und nicht mehr Witz dominiert.

Fazit: Überlang und episch, aber inhaltlich absurd und ohne Charme!

Rating: ★★☆☆☆

Cash Truck

„H“ (Jason Statham) – ist Fahrer bei einem Geldtransporter und geht nicht zimperlich vor wenn es darum geht das Geld zu verteidigen. In Wahrheit will er aber aus seiner Tätigkeit Informationen gewinnen um jemanden zur Strecke zu bringen …

In der ersten Dreiviertelstunde wähnt man sich in einem gängigen Jason Staham Film: er gibt den wortkargen, kurz angebundenen Kerl der bei einer Geldtransportfirma anheuert, ein paar Jobs mitmacht und sich mehr als einmal als übermenschlich erweist. Dann aber switcht der Film auf einmal alles: plötzlich sehen wir Rückblenden über das was bislang geschah und dann baut der Film schrittweise eine weitere Ebene auf in der es um die Ganoven des Films geht, wer sie sind, was sie vorhaben und dann läuft natürlich alles auf ein gigantisches Finish hinaus. Dabei stimmt vieles, anderes passt nicht so optimal zusammen. Die Gangstertruppe ist zwar ordentlich geschrieben, die Darsteller haben aber nicht das Charisma um deren Handeln an den Zuschauer zu vermitteln, Statham ist kein mögenswerter Charakter und wirkt mit seiner sturen und „übermenschlichen“ Art total überhöht im Film. Ebenso werden viele Nebenfiguren nur eingebaut damit sie im finalen Shootout irgenwie so auftauchen können daß man um sie bangt. Die letzte halbe, bleihaltige und ultrabrutale halbe Stunde entschädigt dann wohl auch Actionfans die nach Ballerei und Blut lechzen – wer einen kantigen Thriller will wird wohl bedingt zufrieden sein.

Fazit: Nach geradlinigem Beginn zerfasern die Rückblenden etwas, liefern aber solide Actionunterhaltung mit dichter Atmosphäre

Videoreview von mir: https://youtu.be/cXY-94qPJ7M

Black Widow

Auf der Flucht gelang Natasha (Scarlett Johannson) an ihre Schwester Yelena (Florence Pugh) Die ist im Begriff ihre alte Ausbilder aus dem Verkehr zu ziehen die den Agenten den freien Willen nehmen …

Mit einem Jahr Verspätung erscheint dieser Titel der Phase 4 des MCU im Kino einläuten sollte. Mittlerweile ist die aber durch die Serien schon gut etabliert und eine Story rund um Black Widow ist eigentlich unnötig da die Figur in den Filmen definitiv gestorben ist. Aber es ist eine würdevolle Untermauerung der Figur und das Auffüllen einiger offener Punkte. Und es überrascht vom Genre her da der Film eigentlich nichts anderes ist als ein gradliniger, einfacher Agentenfilm. Die Actionparts fallen recht überschaubar aus, aber man tut wohl gut daran nicht zu versuchen „Endgame“ zu toppen, die Story ist recht überschaubar aber effektiv und es sind auch (nicht zuletzt dank dem in nur wenigen Szenen eingesetzten) David Harbour genug Lacher drin. Mit Florence Pugh wird dann auch gleich eine lohnende Figur für die Zukunft etabliert. Gebraucht hätte es den Film sicherlich nicht, als das Gimmick was er ist macht er aber nichts falsch.

Fazit: Wie ein langes DVD Special: solide, witzig und ei würdevoller Abschied der Figur!

Rating: ★★★★☆

Nobody

Familienvater Hutch (Bob Odenkirk) wehrt sich nicht gegen nächtliche Einbrecher und verliert die Achtung seiner Familie. Daher berappelt er sich und beginnt mit grausamer Gewalt seine Familie zu beschützen …

Am Film waren Macher von John Wick beteiligt und die Story hat einige Parallelen, daher liegt vergleichen nahe. Trotzdem sollte man dem Film eine individuelle Chance geben; so vertraut einem die Story auch vorkommt. Ein unscheinbarer, kleiner Kerl schlägt zurück nachdem ihm Gewalt angetan wurde, allerdings zeigt sich daß die unscheinbare Person sehr wohl Erfahrung und Routine damit hat und so enthüllt sich nach und nach eine entsprechende Vorgeschichte. Der Trailer hat davon schon einiges preisgegeben, aber allzu schlimm ist das wohl nicht – der Reiz besteht im Stil, der coolen Hauptfigur und zahlreichen Actionszenen die nicht episch, aber knüppelhart ausfallen. Ich verstehe zwar nicht warum die Hauptfigur stetig aufs Maul bekommt, alles überlebt und denoch weitermacht, aber wenn ichd afür Christopher Lloyd in einer genialen Nebenrolle bekomme hinterfrage ich das auch nicht. Schade nur daß der Antagonist sehr schün überzeichnet aufgebaut wird, dabei aber kreidebleich und lahm ist. Der Film ist es nicht, sondern die originelle Aufarbeitung altbekannter Actionmuster.

Fazit: Schnörkerlloser und kurzweiliger Auf die Fresse Reißer mit kongenialem Spiel von Bob Odenkirk!

Rating: ★★★★☆