Archiv der Kategorie: Action-Thriller

Peppermint – Angel of Vengeance

Riley North (Jennifer Garner) wird bei einem Überfall verletzt und fällt ins Koma. Als sie erwacht und feststellt daß ihre Familie getötet wurde sinnt sie auf Rache. Sie läßt sich zur Killerin ausbilden …

Eine totale Blaupauase: junge, brave Frau verliert durch furchtbare Umstände ihre Familie und rächt sich indem sie alle die irgendwie damit zu tun haben eiskalt massakriert. Das Besondere an dieser Version des Stoffes ist wie sehr auf jede Form einer originellen Wendung oder irgendeines Details verzichtet wird das neu sen könnte. Es ist eine völlig nach Schema F ablaufende Handlung die riesige Löcher hat oder unklar läßt (wo etwa ließ sich die Antiheldin eigentlich zur Killerin ausbilden?) und wie eine light Version von John Wick wirkt: es gibt zahlreiche Shootouts in denen Garner einfach nur durch die Gegend läuft und endlos viele Gegner rabiat über den Haufen ballert. Es beeindruckt aber wie fit Garner daherkommt und daß der Film trotz allem halbwegs kurzweilig erscheint, solange man die Logik außen vorlässt.

Fazit: Rabiat schlichte Mordorgie mit taffer Heldin und jedem erdenklichen Klischee!

Rating: ★★★☆☆

Mile 22

Elite-Agent James Silva (Mark Wahlberg) und sein Team agieren meist an der Grenze der Legalität – so auch als es um die Sicherstellung radioaktives Material geht. Dabei bietet der Spion Li Noor (Iko Uwais) einen Deal vor: Er soll im Austausch gegen seine Hilfe schnellstmöglich außer Landes gebracht werden. Das zieht aber dessen Feinde auf Silvas Team …

Wieder mal eine Zusammenarbeit von Mark Wahlberg und Peter Berg, die ja scheinbar bestens miteinander harmonieren, leider aber diese Produktivität nicht in einen ordentlichen Film kanalisiert bekommen. Die Story ist eine pure Actionblaupause, ein Zeuge muß in Sicherheit gebracht werden und eine tapfere Soldateneinheit tut was sie kann, die Figuren sind dabei absolut distanziert und unsympathisch und man kümmert sich garnicht um sie oder um ihr Schicksal. Handwerklich ist das alles solide, wobei der Film stellenweise nicht weiß ob er krasse und schockierende realistische Action haben will oder aber comichaft überzogenene, es sind von beidem Elemente drin. Am schlimmsten ist aber die Inszenierung die zwar wuchtig, aber vollkommen unübersichtlich ist so daß man oftmals gar nicht ableiten kann was eigentlich geschieht. Daher kann man diesen Film als effektiven Actionporno abtun – aber sicher nicht als eine gute Geschichte.

Fazit: Effektive, aber seelenlose Actionbreitseite!
Rating: ★★☆☆☆

The Equalizer 2

Der ehemalige Agent Robert McCall (Denzel Washington) rettete eine junge Prostituierte und gerät erneut in die Schußlinie als seine Freundin Susan Plummer (Melissa Leo) getötet wird. Mit einem Ex-Kollegen Hilfe eines Kollegen (Pedro Pascal) begibt er sich auf die Suche nach den Tätern und kommt einer größeren Sache auf die Spur …

Runde zwei für den schlagkräftigen Ex-Agenten, McCall, wieder gespielt von Denzel Washington und wieder unter der Regie von Antoine Fuqua. Da ich allerdings den ersten Film nicht leiden konnte ging ich hier mit absolut geringen Erwartungen ran und wurde auch in einem Punkt geradezu bestätigt: der Plotarmut. Im Ernst: der Film besteht über große Strecken aus einer Aneinanderreihung von Szenen in denen eben der wehrfähige McCAll Leuten hilft und Gegner eliminiert – und das wars schon. Nebenher laufen dann noch zwei Miniplots, zum einen die Ermordung einer Freundin und das Auflösen dieses Vorfalls was zu einer absoluten Krimi Blaupause wird, zum anderen noch die Story von der Freundschaft McCalls mit einem Nachbarsjungen. Obwohl es handlungstechnisch eigentlich nirgendwo hinführt ist man hinterher mit dem Film sehr zufrieden: die Kampfszenen sind hurtig, brutal und trotzdem ruhig gehalten, Washington spielt den Helden diskret und unaufdringlich und der Showdown in einem Sturm ist zwar nicht originell, aber so effektiv gehändelt daß es höchstes Spannungskino gewährleistet. Wie eben auch der ganze Film: wenig Story, aber effektiv im Rest.

Fazit: Plotarmes Sequel daß aber von Hauptfigur und Inszenierung leben kann!

Rating: ★★★★☆

Vengeance – Pfad der Vergeltung

Am Abend des 4. Juli wir die junge Mutter Teena (Anna Hutchison) von einer Gruppe Männern brutal vergewaltigen – vor den Augen ihrer Tochter Bethie. Trotzdem kommen die Täter ungeschorben davon – allerdings beschließt ein Polizist mit Gewalt für Gerechtigkeit zu sorgen …

Der „Pfad der Vergeltung“ ist ein filmisch ausgelatschter Weg den Leute aber scheinbar immer wieder gerne sehen. In diesem Falle sit es mal wieder ein anständiger Polizsit der die Ungerechtigkeit die eine junge Mutter trift nicht verwindet und dann eigenmächtig zur Wumme greift und Selbstjustiz ausführt. Aufgrund des wohl kleinen Budgets verlagert sich der Konflikt niemals auf große Actionmomente sondern auf einen soliden Standardthriller in dem viel geredet wird, öfters mal geprügelt und einige Male geschossen wird. Nicolas Cage hat hier wieder eine Rolle des puren Durchschnitts die auch jeder andere hätte spielen können, aber im Umkehrschluß macht er nichts entschieden falsch, ebenso macht Don Johnson in einer Nebenrolle als schmieriger Anwalt einen soliden Job Wie eben der ganze Film den Prototyp eines Streamingtitels dargestellt: einfach anklicken, anderthalb Stunden totschlagen, hinterher von der Liste und der geistigen Festplatte löschen.

Fazit: In jeder Hinsicht solider Standard ohne markante Punkte, aber ebensowenig langweilig!

Meg

Ein Tiefsee-U-Boot von einem Riesenhai attackiert und sinkt auf den Meeresgrund. Für die Rettung engagiert Meeresforscher Dr. Minway Zhang (Winston Chao) den erfahrenen Taucher Jonas Taylor (Jason Statham). Gemeinsam mit Dr. Zhangs Tochter Suyin (Bingbing Li) sucht er einen Weg zur Bergung wobei er allerdings seine eigene Angst vor dem Hai überwinden muss …

Jason Statham gegen einen Riesenhai – reicht das nicht schon als Skript? Theoretisch ja, aber der Film geht in eine andere Richtung. Der Trailer ließ es nach einem große Trash Fest aussehen in dem eben ein überdimensionaler Hai herumschwimmt und arme badende Gäste verspeist, so sieht es im fertigen Film dann aber nicht aus. Zum einen ist der Film ab zwölf, verzichtet also auf großartige Splattereinlagen und kommt fast familientauglich daher, zum anderen hat man zwar Statham als Held der sehr wohl hier und da mal einen bissigen Spruch rausbellen darf, aber alles in allem ist die Geschichte sehr humorfrei, ernsthaft und auf den Punkt: ein fettes Haimonster schwimmt herum, die sympathischen aber doch mitunter bleichen Figuren tun alles um das Tier irgendwie aus dem Verkehr zu ziehen. Daraus resultieren vergnügliche, aber zu keinem Zeitpunkt besondere Filmminuten die komplett in Ordnung sind, aber ebenso wenig zu irgendeinem Zeitpunkt außergewöhnlich. Bezeichnend dabei: das wahre Highlight sind die ungemein sympathischen Dialoge zwischen Statham und einem kleinen Mädchen.

Fazit: Solider und harmloser Hai Thriller und weniger das Trash Fest daß man vielleicht erwarten konnte.

Mission Impossible – Fallout

Nach einer missglückten Mission wird Geheimagent Ethan Hunt (Tom Cruise) mit den Folgen seiner Vergangenheit konfrontiert während zeitgleich eine weltweite nukelare Berdohung entsteht. Unterstützt von IMF-Chef Alan Hunley (Alec Baldwin) muß Ethan mit Benji Dunn (Simon Pegg) und Luther Stickell (Ving Rhames) sowie MI6-Agentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) die Bedrohung abwenden …

Sechste Runde für die Agentensaga rund um Tom Cruise – und noch immer weiß die Materie zu begeistern. Dabei bringt die Story einen merkwürdigen Mix aus schlciht und komplex: eigentlich könnte es im Kern kaum leichter sein, es geht um die Jagd auf ein paar Bomben und deren Entschärfung, gleichermaßen wird aber eine unfassbare verzwickte Intrigenstory drum herum gespannt bei der man leicht den Überblick verliert wer da wo mit wem zusammenarbeitet – aber selbst wenn man da nicht mehr durchblickt hält man sich einfach an Strahlemann Cruise. Der zeigt sich in unfassbarer Bestform, vor allem was die endlosen Action-Szenarien angeht: ob zu Fuß auf den Dächern von London, auf einem Motorrad durch Paris, bei einem waghalsigen Fallschirmsprung oder einem Duell bei dem zwei Hubschrauber miteinander kämpfen: die komplett real gefilmte Action haut aus dem Kinositz. Mit Witz und Ironie dazwischen bietet der Film so einend er beeindruckensten Sommerblockbuster des Jahres – und den Beweis was Kino alles kann wenn man den CGI Bombast weglässt.

Fazit: Etwas überlange, ansonsten in jeder Hinsicht mitreißende Episode einer großartigen Serie!

Maze Runner 3 – Die Auserwählten in der Todeszone

Die Gladers unter Führung Thomas (Dylan O’Brien) und die anderen entflohenen Gladers müssen eine letzte gefährliche Mission absolvieren: Während sich das tödliche Virus immer weiter ausbreitet, sind einige Freunde von ihnen in der berühmt-berüchtigten Last City eingesperrt, einem tödlichen, von WICKED kontrolliertem Labyrinth. Eine große Herausforderung für Thomas und seine Mitstreiter, doch auch eine lohnenswerte, denn als Belohnung winken Antworten auf die Fragen, die sie sich schon seit ihrer ersten Gefangenschaft im Labyrinth gestellt haben…

Runde der Teenager-Endzeitsaga – und ich hatte ine gewisse, nicht unübliche Liste im Kopf mit Dingen die ich hier erwartet habe: alle Figuren treten wieder auf, jeder kämpft seine letzten persönlichen Differenzen mit wem auch immer durch und es führt zu einem plausible Schluß bei dem nichs offen bleibt. Genau das bekam ich auch, ich stellte nur unterwegs fest daß ich zu wenig in der Story drin steckte weil ich die Filme mit zu großem Abstand gesehen habe, daher blieb mir nur ich am Schaueffekt zu erfreuen: es gab dicke Actionszenen in der Wüste und einer futuristischen Stadt und Wagenrennen durhc sandige Gegenden die wohlige „Mad Max“ Erinnerungen aufkommen ließen. Das alleine reichte schon um den Film zufriedenstellend beenden zu können – für Fans die in der Materie drin stecken dürfte sicherlich auch ausreichend mit drin sein. Ich weiß nicht genau ob restlos alle Aspekte ordentlich beantwortet wurden, für meine Verhöltnisse hat aber alles gestimmt. Wenn man schon eine Endzeit-Teenager Geschichte aufbaut sollte man sie genau so zu Eende bringen.

Fazit: Wuchtiges und aufwendiges, vielleicht etwas überlanges Finish!

The First Purge

Die Vorgeschichte wie es einst zur ersten Purge kam: die Partei Neue Gründerväter von Amerika will mit einem Experiment die Verbrechensrate im Land auf unter ein Prozent zu drücken. Dies sieht vor daß für 12 Stunden alle Formen von Gewwalt und Verbrechen legalisiert sind. Zunächst weigern sich die Leute jedoch aufeinander loszugehen so daß die Regierung nachhilft …

„The First Purge“ die auch „The Fourth Purge“ heißen könnte, schließlich haben wir hier Folge 4 des erfolgreichen Franchises. Da man sich aber von vorherigem inhaltlichen Balast lösen wollte und am Ende des letzten Teils angedeutet wurde daß die böse „Purgerei“ bald endet setzt man hier alles auf Null und bringt die Geschichte der alleresten geschehenden Purge. Dabei ist es wohl eine Frage der Betrachtungsweise: das reine Grundthema ist weiterhin spannend und sicherlich ein gutes Diskussionsthema für den Stammtisch, allerdings machen es einem die farblosen Rollen und die unauffälligen Darsteller nahezu unmöglich irgendeinen emotionalen Bezug zu dem was hier vorgeht zu knüpfen. In Punkto Action und Gewalt gibt’s nichts zu vermissen, allerdings verschiebt sich der Schwerpunkt etwas: da wo in den vorherigen Filmen oftmals darum ging das schräge Figuren in schrägen Masken metzeln ist es hier relativ geradlinige Action in der eigentlich nur geschossen wird, obendrein wird nochmal mit Ausrufezeichen betont wie im Grunde die Reichen die Armen ausrotten wollen. Das mag zwar nicht der beste Film sein, aber sehr wohl spannend und eine nette Diskussion. Obendrein dürfte der Teil erfolgreich genug werden um einen weiteren zu generieren.

Fazit: Solide weitere Purge Episode die leider total an ihren bleichen Figuren krankt …

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=-nSU-Iivaco

Sicario 2

Vor zwei Jahren machten FBI-Agent Matt Graver (Josh Brolin) und Auftragskiller Alejandro (Benicio Del Toro) bei einem Einsatz gemeinsame Sache und sind nun erneut an der amerikanisch-mexikanischen Grenze unterwegs. Alejandro soll dort mit gezielten Anschlägen einen Krieg der Kartelle auslösen …

Ich kann da manchmal schon unterscheiden: es gibt Filme die ich nicht mag, aber sehr wohl respektieren kann, dazu zählt ach der erste „Sicario“ Film. Mit der herzlosen Geschichte und der Jagd auf Drogenkartelle und dem krassen Schluß konnte ich nicht so viel anfangen, konnte aber die ruppige Inszenierung und die Schonungslosigkeit wertschätzen. Trotzdem war ich nicht wirklich scharf auf einen zweiten Teil – aber gut, hier ist er nun. Dabei müssen zwei Verluste in Kauf genommen werden: Emily Blunt ist nicht mehr dabei, womit dem Film wirklich keine moralische Figur mehr zur Seite steht, außerdem hat Regiewunderkind Denis Villeneuve Platz gemacht (Eigentlich war er wohl noch an Blade Runner 2049 beschäftigt). Aber trotzdem kommt ein Film raus der wie aus einem Guss ist und ein nahtloses Squel von Teil 1 ergibt, wobei er weniger die Story aufgreift sondern nur die Figuren. Heißt, im vertrauen Look geht es um den Krieg der Amerikaner gegen die Drogenkartelle und eine brutale Mission die furchtbar schief läuft und diverse Konsequenzen nach sich zieht. Auch wenn vieles dabei auf vertrauten Storypfaden läuft funktioniert die Geschichte erstklassig: die Gewalt ist hoch, die Stimmung ist deprimierend und alles läuft auf eine fette Schlußpointe raus die sich der Film dann selber ruiniert. Aber größtes Lob für die Action: die ist nicht laut, unterhaltsam und fröhlich, sondern häßlich, scheußlich und abschreckend!

Fazit: Der Schlußtwist wertet den Film stark ab, ansonsten ist es eine krasse Adrenalinbombe und depressives Thrillerkino in Reinkultur!

 

Jurassic World – Das gefallene Königreich

Vier Jahre, nach der Zerstörung von Jurassic World haben die Dinosaurier diese Insel komplett zurück erobert. Dann aber droht ein aktiver Vulkan auf der Insel auszubrechen so daß Owen (Chris Pratt) und die ehemalige Parkmanagerin Claire (Bryce Dallas Howard) dorthin zurück fliegen um ihren alten Schützling Blue zu retten. Schnell aber merken sie daß die Auftraggeber im Hintergrund andere Pläne haben …

Und die alte Zitrone Jurassic Park wird nochmal ausgepresst, wobei die wichtigste Zutat des Vorgängers nicht fehlt: Chris Pratt. Das reicht doch schon um den Film zu füllen: wieder einmal alle Arten von Dinos die herumlaufen und Menschen in die ärgste Bredouille bringen, dazu Chris ratt als flapsiger Held. Im Grunde liefert der Film damit auch genau das was jeder haben und sehen will, aber zu keinem Zeitpunkt etwas das neu daher kommt, überrascht oder originell ist. Und er liefert einen totalen Bruch in der zweiten Hälfte in der er die Handlung in ein enges Haus verlagert in dem die Dinos aus allen Ecken und Enden hervorpreschen – da geht es garnicht darum daß es Dinos sind, es sind einfach nur Horrorwesen für den benötigten Schreckeffekt. Damit und dem Umstand daß der neue genetische Superdino den absurdesten Namen hat, ebenso mit einer großen Palette langweiliger Nebencharaktere nervt und ganz viele inhaltiche Schwächen hat muß man entscheiden: reicht einem das als netter, kurweiliger Spaß? Oder ruiniert einem das geradezu das Thema?

Fazit: Eigentlich strunzdumm, aber nicht langweilig – einfach eine fette Actionbreitseite!
Rating: ★★★☆☆