Archiv der Kategorie: Action-Thriller

Terminator – Dark Fate

Der Krieg zwischen Menschen und Maschinen geht in eine neue Runde – und Dani Ramos (Natalia Reyes) gerät in die Schußlinie als ein neuartiger Terminator (Gabriel Luna) hinter ihr her ist. Doch sie wird verteidigt von e Grace (Mackenzie Davis) und Sarah Connor (Linda Hamilton) …

Das Terminator Franchise ist für mich geradezu heilig, darum ist jeder weitere Eintrag in die Serie interessant wie furchtbar. Auch die Idee den neuen Film „unabhängig“ zu gestalten, also als Sequel zu Teil 3 und mit dem Auslassen der Teile 3 bis 5 erfüllt mich mit Skepsis. Aber es ermöglicht eine solide Grundsituation: ein neues Opfer, eine neue Verteidigerin, Arnold in helfender Nebenrolle und Linda Hamilton die als Sarah Connor die ultimative Macho Sau rauskehren darf. Der neue Terminator ist zwar bedrohlich, aber irgendwie charismaarm und glatt, wie eben der ganze Film: ein paar Explosionen, ein paar Schießereien und das übliche Spiel bei dem sich die Story stets an Fabriken, Militärstützpunkte oder sonstige Umgebungen verlagert in denen man die Dinge gut zur Verteidigung nutzen kann. Das ganze Ding wird garniert mit einigen humoristischen Momenten die aber stellenweise zu witzig ausfallen und einer langen Durststrecke in der nicht so viel passiert. Letztlich hatte dieser Film an keiner Stelle eine Chance (oder die Absicht) irgendwie an die Vorläufer ran zu ragen, auf seinen eher kleinen Bahnen macht er aber eigentlich alles richtig. Über passablen Durchschnitt reichts aber trotzdem zu keiner Zeit wirklich hinaus.

Fazit: In jeder Hinsicht solide und zugleich redundant!

Rating: ★★★☆☆

Gemini Man

Henry Brogan (Will Smith) hat viele Jahre als Auftragsmörder gearbeitet und will sich nun in den Ruhestand verabschieden – dann aber jagen ihm seine Auftraggeber jemanden auf den Hals der ihn liquidieren soll. Henry stellt fest daß der Gegnerein 25 Jahre jüngerer Klon von ihm ist …

Diesen Film kann man wohl unter mehreren Aspekten sehen. Der schlichte Aufhänger ist ein Twist den es im Film erst nach einer Dreiviertelstunde gibt, nämlich daß ein Auftragskiller von seinem eigenen, 30 Jahre jüngeren Selbst gejagt wird und dazu Will Smith auch wirklich selbst digital verjüngt wurde. Das ist neu in dieser Umsetzung, in Punkto Story aber nicht so ungewöhnlich (mir kam es vor wie eine Mischung aus Looper und „The Sixth Day“). Was den digitalen Smith angeht, so funktioniert er je nach Szene anders: in manchen Einstellungen ist die Illusion perfekt, in anderen springt einen der digitalte Look geradezu an. Und der Film wird dadurch interessant daß er in einer anderen Framerate gedreht wurde mit 120 Bildern in der Sekunde, was aber wenig nützt da viele Kinos das nicht abspielen können. Dableibt letztlich ein passabler, aber sehr oberflächlicher Actionfilm der nie wirklich in die Tiefe geht (will Smith schafft es nicht die ausgebrannte Figur die er spielt auch glaubhaft ausgebrannt wirken zu lassen), hier und da mal ein paar gute Sprüche platziert und ein paar formelhafte Actionsequenzen die eben auch allzu oft durch CGI gestützt werden. Und für einen Bruckheimer Film ist die Nummer letztlich sogar ziemlich klein geraten.

Fazit: Solide Action mit ein paar marketingtechnischen Aufhängern die aber kaum ins Gewicht fallen!

Rating: ★★★☆☆

Angel has Fallen

Secret-Service-Agent Mike Banning (Gerard Butler) hat bereits mehrfach den US Präsidenten retten können – trotzdem gerät er selbst unter Verdacht. Nach einem Anschlag auf die Air Force One wird Mike zum Terroristen erklärt und muß fliehen um seine Unschuld zu belegen …

Der dritte Teil der „Mike Banning“ Trilogie, einer Serie der man so viel Saft und so viele Filme wohl nicht unbedingt zugetraut hätte Gerald Butler spielt erneut einen aufrechten Secret Service Agent der den Präsidenten beschützt, allerdings wird die Handlung diesmal nicht von einem „Stirb langsam“ Vorbild abgekupfert sondern von „Auf der Flucht“: dem Helden wird ein Vergehen in die Schuhe geschoben und fortan muß der fliehen und seine Unschuld beweisen. Allerdings ist dies kein Material um einen Actionthriller zu füllen: der Antagonist ist schnell bekannt und die Hintergründe komplett schlicht. Vor diesem Background feuert der Film eine Reihe Actionmomente ab die wie in den Vorgängern mit brutal hohem Bodycount daherkommen und wuchtig sind, aber ebenso wird mit Wackelkamera gearbeitet und oftmals sind die Actionszenen sehr unübersichtlich, sei es im nächtlichen Wald oder in einer Schuttruine. In der letzten halben Stunde verdichtet sich alles zu einem effektiven Showdown und Nick Nolte gbt den unpassenden Sidekick der aber trotzdem etwas Spaß vermittelt. Wer mit den vorherigen klarkam wird auch diesen hier mögen, alle anderen sehen einen banalen und lauten Actionfilm der dem Thema nichts neues gibt.

Fazit: Sehr laute Actionnummer, im Rahmen ok, aber meilenweit davon entfernt interesant oder originell zu sein!

Rating: ★★☆☆☆

John Wick 3 – Parabellum

Nachdem John Wick (Keanu Reeves) gegen die Regeln des Continentals verstoßen hat ist ein Preisgeld von 14 Millionen auf ihn ausgesetzt. So muß er sich aus New York heruaskämpfen und dann woanders sicher Unterschlupf finden …

Eine Fortsetzung kann wohl kaum lückenloser sein als diese hier: der Film beginnt wirklich in der Schlußsituation welche Teil 2 offen gelassen hat. Leider folgt dann ein Film von 130 Minuten Länge, was darum nicht funktionieren kann da die John Wick Thematik nicht durch tolle Storys so erfolgreich wurde. Es ist eher die Mischung aus verschiedenen Versatzstücken: die pure, rohe Gewalt die so kaum mehr auf eine Leidenschaft kommt, harte und meist körperliche Kämpfe, brutale Splatter und Mordszenen und diese in eine gewisse Ästhetik und einen ganz besonderen Look eingebaut. Dazu thront Keanu Reeves über allem als cooler Antiheld der trotzdem irgendwie eine gewisse Tiefe erreicht und es ist stets beliebt die ominöse Welt der Auftragsmörder und ihre stetigen Regeln und Gesetze weiter zu erforschen. All das findet sich hier, aber eben überlang und nicht wirklich von einer interessanten Geschichte zusammengehalten, statt dessen reiht der Film wieder videoclipartige Kampfszenen mit Dialogen aneinander. Als Fan der Reihe wird man damit sicherlich was anfangen können, spätestens beim miserablen Ende könnte sich aber eine starke Übersättigung einstellen.

Fazit: Wuchtig, heftig und ultrabrutal: zu überlang geratene weitere Metzelorgie

Rating: ★★★☆☆

Hunter Killer

U-Boot-Kapitän Joe Glass (Gerard Butler) leitet eine Rettungsmission die das Unterseeboot U.S.S. Tampa Bay finden soll. Dann aber wird er durch politische Umstürze in eine Mission verwickelt bei der es darum geht den Ausbruch des Dritten Weltkrieges zu verhindern …

Wer hat hier den längsten … ähm, Torpedoschacht? Das mußte ich relativ früh im Film denken als sich zwei Uboote begegnen und ein Duel gegeneinander führen. Ansonsten war ich recht beeindruckt von der effizienten Vorgehensweise von Michael Nyqvist: der spielt seine Standarddarstellung als Held in einem Actionfilm, indem er aber den Kommandanten eines U Bootes gibt verläßt er eigentlich zu keinem Zeitpunkt das Brückenset und dürfte somit recht unkomplizierte Dreharbeiten gehabt haben. Abgesehen von ihm gibt’s eine an mehreren Stellen spielende Story über eine Art Putsch, einen Befreiungsversuch und eben diverse U Boot Szenen mit ein paar Politthriller-Aspekten. Eine bunte Mischung halt die für Fans des Genres sicherlich ganz ok ist, aber nicht zuletzt aufgrund der humorlosen Inszenierung bleischwer und schleppend ausfällt. Ebenso unterträglich: der oftmals in Außenszenen eingesetzte Green Screen Look.

Fazit: Humorfreier Männerfilm mit kalter Spannung!

Triple Frontier

Die Ex-Soldaten Tom „Redfly“ Davis (Ben Affleck), William „Ironhead“ Miller (Charlie Hunnam), Santiago „Pope“ Garcia (Oscar Isaac), Francisco „Catfish“ Morales (Pedro Pascal) und Ben Miller (Garrett Hedlund) finden wieder zusammen um eine eigene Mission durchzuziehen und von einem Drogenkartell Geld zu stehlen. Die Mission gerät jedoch aus den Fugen …

Als ich den Plot las dachte ich es wäre eine Neuverfilmung von „Three Kings“: ein paar Soldaten ziehen auf eigene Faust los um sich zu bereichern. Allerdings bleibt „Triple Frontier“ bei diesem Thema: die Figuren sind knallharte, geldgeile Säcke die rücksichtslos und ohne Gefühl vorgehen und das Letzte was man erwarten kann ist daß sie Anteil an dem nehmen was sie anrichten. Daß ist auch meine größte Schwäche am Film: uninteressante Figuren, auch wenn sie von populären und „attraktiven“ Gesichtern gespielt werden, das reicht zwar für passable Spannung, aber nicht für wirkliches Mitfiebern. Auf diesem Level, als knallharter Männerfilm ist aber sonst alles solide: Action und Aufwand sind immens, wohl weil dies mal fürs Kino gedacht war, ebenso gibt es manchen guten Twist. Trotzdem: gehobenes Streaminglevel, aber nicht zwangsläufig ein guter Film.

Fazit: Actionreich und aufwendig gemacht, aber mit herzlosen und teils unangenehmen Figuren!Rating: ★★★☆☆

Escape Plan 2 – Hades

Ray Breslin (Sylvester Stallone) sucht seinen besten Agent Shu Ren (Xiaoming Huang) der bei einem Auftrag entführt wurde. Die Spur führt zu einem modernen Knast der selbst für Breslin eine ganz neue Herausforderung darstellt …

Einer der dreistesten Fälle von Etikettenschwindel den ich je gesehen habe: auf dem Cover starren einen Sylvester Stallone und Dave Bautista an und das weckt ja dann eine gewisse Zuversicht: klar, das Gimmick am ersten Film war die Kombination der Herren Schwarzenegger und Stallone, das es ein Sequel dazu jetzt gerade mal auf den DVD Markt schafft ist schonmal ein echt schlechtes Zeichen, wobei Bautista ja auch was wert ist. Wenn mand en Film merkt man aber wie man veralbert wurde: es stehen andere, unbekannte und nichtssagende Darsteller im Fokus, Stallone und Bautista sind eine Art Metroen die im Hitnergrund agieren, hier und da mal kurz auftauchen und was weises beisteuern. Ansosnten ist der Film ein billig produzierter Actionklopper, lau, lahm und unspektakulär der das mit aufwendigen Kampfsequenzen versucht wettzumachen. Klappt aber nicht: es ist im Grunde die gleiche Qualität wie ein alter van Damme oder Lundgren Film – wer also nach hirnschonender Nonsensaction sucht kanns mal riskieren, jeder andere dürfte höchst enttäuscht werden.

Fazit: bewußt falsch verpacktes Sequel, lau, lahm und dem Erstling nicht würdig!

Rating: ★★☆☆☆

 

Peppermint – Angel of Vengeance

Riley North (Jennifer Garner) wird bei einem Überfall verletzt und fällt ins Koma. Als sie erwacht und feststellt daß ihre Familie getötet wurde sinnt sie auf Rache. Sie läßt sich zur Killerin ausbilden …

Eine totale Blaupauase: junge, brave Frau verliert durch furchtbare Umstände ihre Familie und rächt sich indem sie alle die irgendwie damit zu tun haben eiskalt massakriert. Das Besondere an dieser Version des Stoffes ist wie sehr auf jede Form einer originellen Wendung oder irgendeines Details verzichtet wird das neu sen könnte. Es ist eine völlig nach Schema F ablaufende Handlung die riesige Löcher hat oder unklar läßt (wo etwa ließ sich die Antiheldin eigentlich zur Killerin ausbilden?) und wie eine light Version von John Wick wirkt: es gibt zahlreiche Shootouts in denen Garner einfach nur durch die Gegend läuft und endlos viele Gegner rabiat über den Haufen ballert. Es beeindruckt aber wie fit Garner daherkommt und daß der Film trotz allem halbwegs kurzweilig erscheint, solange man die Logik außen vorlässt.

Fazit: Rabiat schlichte Mordorgie mit taffer Heldin und jedem erdenklichen Klischee!

Rating: ★★★☆☆

Mile 22

Elite-Agent James Silva (Mark Wahlberg) und sein Team agieren meist an der Grenze der Legalität – so auch als es um die Sicherstellung radioaktives Material geht. Dabei bietet der Spion Li Noor (Iko Uwais) einen Deal vor: Er soll im Austausch gegen seine Hilfe schnellstmöglich außer Landes gebracht werden. Das zieht aber dessen Feinde auf Silvas Team …

Wieder mal eine Zusammenarbeit von Mark Wahlberg und Peter Berg, die ja scheinbar bestens miteinander harmonieren, leider aber diese Produktivität nicht in einen ordentlichen Film kanalisiert bekommen. Die Story ist eine pure Actionblaupause, ein Zeuge muß in Sicherheit gebracht werden und eine tapfere Soldateneinheit tut was sie kann, die Figuren sind dabei absolut distanziert und unsympathisch und man kümmert sich garnicht um sie oder um ihr Schicksal. Handwerklich ist das alles solide, wobei der Film stellenweise nicht weiß ob er krasse und schockierende realistische Action haben will oder aber comichaft überzogenene, es sind von beidem Elemente drin. Am schlimmsten ist aber die Inszenierung die zwar wuchtig, aber vollkommen unübersichtlich ist so daß man oftmals gar nicht ableiten kann was eigentlich geschieht. Daher kann man diesen Film als effektiven Actionporno abtun – aber sicher nicht als eine gute Geschichte.

Fazit: Effektive, aber seelenlose Actionbreitseite!
Rating: ★★☆☆☆

The Equalizer 2

Der ehemalige Agent Robert McCall (Denzel Washington) rettete eine junge Prostituierte und gerät erneut in die Schußlinie als seine Freundin Susan Plummer (Melissa Leo) getötet wird. Mit einem Ex-Kollegen Hilfe eines Kollegen (Pedro Pascal) begibt er sich auf die Suche nach den Tätern und kommt einer größeren Sache auf die Spur …

Runde zwei für den schlagkräftigen Ex-Agenten, McCall, wieder gespielt von Denzel Washington und wieder unter der Regie von Antoine Fuqua. Da ich allerdings den ersten Film nicht leiden konnte ging ich hier mit absolut geringen Erwartungen ran und wurde auch in einem Punkt geradezu bestätigt: der Plotarmut. Im Ernst: der Film besteht über große Strecken aus einer Aneinanderreihung von Szenen in denen eben der wehrfähige McCAll Leuten hilft und Gegner eliminiert – und das wars schon. Nebenher laufen dann noch zwei Miniplots, zum einen die Ermordung einer Freundin und das Auflösen dieses Vorfalls was zu einer absoluten Krimi Blaupause wird, zum anderen noch die Story von der Freundschaft McCalls mit einem Nachbarsjungen. Obwohl es handlungstechnisch eigentlich nirgendwo hinführt ist man hinterher mit dem Film sehr zufrieden: die Kampfszenen sind hurtig, brutal und trotzdem ruhig gehalten, Washington spielt den Helden diskret und unaufdringlich und der Showdown in einem Sturm ist zwar nicht originell, aber so effektiv gehändelt daß es höchstes Spannungskino gewährleistet. Wie eben auch der ganze Film: wenig Story, aber effektiv im Rest.

Fazit: Plotarmes Sequel daß aber von Hauptfigur und Inszenierung leben kann!

Rating: ★★★★☆