Archiv der Kategorie: Action-Komödie

Bad Spies

Audrey (Mila Kunis) entdeckt daß ihr Ex-Freund Drew (Justin Theroux) in Wahrheit ein Spion ist. So gelangt sie in den Besitz eines brisanten USB Sticks und muß mit ihrer überdrehten Freundin Morgan (Kate McKinnon) nach Europa reisen um diesen zu übergeben …

Das ist doch schonmal cleveres Marketing: einen Film der „The Spy who dumped me“ heißt in „Bad Spies“ umzubenennen, haha, schließlich spielt Mila Kunis die Hauptrolle und ist bekannt aus „Bad Moms“ – reicht doch wenn man möglichst schnell die Parallelen zieht. Mit den zwei Mutterkomödien hat der Film trotz Kunis rein garnichts zu tun, spielt einfach nur die altbekannte Mär vom braven Normalbürger ab der sich in die bleihaltige Agentenwelt verirrt. Dieser Plot hat durchaus schon einige male für ganz passable Komödien getaugt, hier jedoch stimmt die Balance nicht: auf der einen Seite wird infantil und nervend kalauert, auf der anderen Seite gibt es meterhohe Leichenberge und Brutalität die stellenweise eines John Wicks würdig wäre. Uund da die beiden Hauptfiguren sich wie Lawinen durch die Gegend bewegen und sich für ihr mitunter rücksichsloses Verhalten nirgendwo entschuldigen kommen sie hochgeradig unsympathisch daher. Mag sein daß mache Gefallen daran finden – für ein paar Lächler taugts, aber der Rest ist eher abstoßend.

Fazit: Selbstherrliche und ultrabrutale Komödie, arrogant auf die Hauptfiguren gerichtet!

Rating: ★★☆☆☆

Action Point

D.C. (Johnny Knoxville) betreibt einen Vergnügungspark, in dem er ein simples Prinzip verfolgt: die Sicherheitsmaßnahmen sind extrem niedrig wodurch die Attraktionen maximalen Spaß bieten, aber auch hochgradig gefährlich sind. Schon bald gibt es jedoch Konkurrenz durch einen anderen Park …

An Johnny Knoxville und dem was er immer so getan hat scheiden sich wohl die Geister: ich selber habe immer Respekt gehabt vor den Stuntleistungen und der unerschrockenen Art mit der er seinen Körper ramponiert hat, fand ihn aber auch nur in Maßen lustig und kann jeden verstehen der ihn garnicht abkann. Bei diesem Film dient die Handlung auch nur als Fassade um reihenweise absurde Stuntszenen aneinander zu pappen: ein Freizetpark entfernt alle Sicherheitsvorkehrungen so daß der Park zur reinsten Anarchie und einer filmischen Dauerstuntshow wird. Und da sind reihenweise Szenen drin wo man mit offenen Mund staunt, dazwischen gibt’s aber ebenso oft lauten, cholerischen Humor der recht schnell zu albern ist. Trotzdem ist es erfrischen Action zu sehen be der nicht einstürzende Hochäuser vorkommen, sondern wirklich Menschen mit körperlichem Einsatz dabei sind – hat schon seltenheitswert.

Fazit: Furchtbar albern, aber mit doch beeindruckenden Actionszenen!
Rating: ★★★☆☆

Ant-Man and the Wasp

Scott Lang (Paul Rudd) kehrt von seiner Mission mit Captain America zurück und begibt sich mit seinem Mentor Dr. Hank Pym (Michael Douglas) und dessen Tochter Hope van Dyne (Evangeline Lilly) an einen neuen Auftrag: er soll Hopes Mutter finden. Dabei unterstützt ihn Hope mit einem neuartigen Wasp Kostüm …

Runde zwei für den Ameisenmann, wobei es ja nichts bringt ihn als Sequel zu „Ant-Man“ zu schauen weil man für die vollständige Handlung auch „Civil War“ und „Infinity War“ benötigt. Wobei, eine wirkliche Handlung gibt es nicht die hier vervollständigt wird, es gibt lediglich ein finales Ziel: die vonMichelle Pfeiffer gespeitel Frau von Hank Pym ist seit 30 Jahren verschollen und soll nun endlich gerettet werden, für diese Rettung wird ein bestimmtes Objekt benötigt und um diesen MacGuffin kloppen sich dann diverse Parteien ser lange – das ist in der Tat die Story des ganzen Films. Dabei gibt es viele Macken, Walton Goggins wirkt in seiner völlig überflüssigen Rolle bleich, der Schurke Ghost ist schreiend undsympathisch und uniteressant und überhaupt ist diese Handlung komplett redundant da keine Figur eine wirklich entscheidende Entwicklung durchmacht. Dafür macht die präsentierte Action soweit Spaß, bringt die typischen Gags mit Schrumpfen und Wachsen und obendrein hat der Film wieder den bekannten, humorigen Ton der mitunter schon glatt zu viel ist. Letztlich: nach dem tragischen Infinity War ist es schön nochmal einen fröhlichen Marvel zu schauen. Aber nötig war er nicht.

Fazit: Spaßiges Nichts, harmlos und nett, aber nicht besonders.
Rating: ★★★☆☆

Tremors 6 – A Cold Day in Hell

Burt Gummer (Michael Gross) und sein Sohn Travis Welker (Jamie Kennedy) reisen nach Kanada um angebliche dortige Wurmangriffe zu überprüfen. In einer arktischen Forschungsstation werden sie fündig und stehen schnell einer totalen Übermacht entegangen. Obendrein werden Sie vergiftet und müssen innerhalb von zwei Tagen ein Gegengift finden …

Das Konzept ist eben endlos fortsetzbar: in jedem weiteren Film der Reihe kommt wieder Michael Gross als Waffenfreak Burt Gummer vor, die mutierten Monster entwickeln sich nochmal eine Stufe weiter und es wird ein neues Umfeld gesucht, in diesem hier geht’s eben ab in die Arktis. Ansonsten bleibt alles identisch: furchtbar digital animierte Riesenmonster attackieren Gesichtslose Gestalten, diese klettern irgendwo hoch, reißen dumme Sprüche und finden irgendwelche absurden Möglichkeiten der Gegenwehr. Als besonderes Gimmick: da Kevin Bacon nicht mehr zur Serie zurückkehrt wird wenigstens dessen Filmtochter aufgefahren die der kämpfenden Mannschaft zur Seite steht. Allerdings in einem filmischen Stück Banalität daß man restlos vergessen kann: alles was die Serie ausmacht wird in keimfreier Form nochmal aufgefahren, kein Stück neue Ideen ergänzt und der Gedanke daß man dort noch weitere Titel raus pressen könnte schaudert total.

Fazit: Totmüde neue Ausgabe der Serie dessen digitale Billigtricks einen unfassbaren künstlichen Look erzeugen!

Mädelstrip

Nachdem Emily Middleton (Amy Schumer) verlassen wird und nimmt sie ihre Mutter Linda (Goldie Hawn) als Begleitung auf eine geplante Reise mit. Der Spaßtrip wird schnell gefährlich als Mutter und Tochter entführt werden und im Knast landen …

Ich habs kapiert! Amy Shumer ist einw enig stattlicher als das typische Hollywood Idealbild einer Frau und spielt darum Komödien in denen eben eine etwas pummeligere Hauptfigur unterwegs ist – das kann ja richtig eingesetzt werden, oder aber es verpufft zu einem nichtigen Nebendetail. Wenn man dieses Merkmal von ihr ausblendet bleibt sie für mich eine sehr passable, aber nicht überragende Darstellerin die mal mehr und mal weniger Pech mit dem Drehbuch hatte und hier scheinbar einen Fehlgriff getan hat. Es werden Reihenweise Versatzstücke aufgefahren die man zwar kennt, die aber trotzdem gut funktionieren können: Großstädter fahren in den Dschungel und sind mit der Umgebung überfordert, obendrein werden sie entführt und kämpfen mit Ganoven und es kommen noch ein paar Witze dazu weil das Frauengespann aus Mutter und Tochter besteht und die spießige Mama im Laufe des Films so richtig aus sich rauskommen darf. Das ist auch das wahre Highlight des Films, Goldie Hawn nach 15 Jahren wieder zu sehen, aber für eine Rückkehr hätte auch sie sich ein schickeres Skript wählen können. Beide Frauen liefern vollen Körpereinsatz und eine gewisse Schmerzfreiheit, das Skript aber in dem an der einen Stelle wild herumgealbert wird und an der anderen Stelle Reihenweise Leute gekillt werden ist für mich total unausgeglcihen, obendrein gibt’s am Ende eine Passage die einen so unfassbar schlechten Green Screen Effekt darstellt daß es restlos rausreißt. Es hätte schlimmer kommen können und mir seiner kurzen Laufzeit von 86 Minuten ist der Film durch bevors richtig nervt – aber er hätte trotzdem etwas geradlinier in seinem Skript sein können.

Fazit: Zuviel verschiedenes ungleich abgestimmt und in den gleichen Film gestopft!

Super Troopers 2

Es stellt sich heraus, dass einst eine Grenzmarkierung falsch gesetzt wurde wodurch sich eine ehemals frankokanadische Stadt sich auf einmal auf US-amerikanischem Terrain befindet. Die abgehalfterten Polizisten Thorny (Jay Chandrasekhar), Farva (Kevin Heffernan), Rabbit (Erik Stolhanske), Foster (Paul Soter) und Mac (Steve Lemme) werden von ihrem Vorgesetzten Captain O’Hagan (Brian Cox) eingeteilt um eine neu zugeordnete Polizeiwache zu leiten …

Ich habe mich nie nennenswert aufwendig mit den Werken von Broken Lizzard beschäftigt, kann aber nach Konsum von „Club Dread“, „Super Troopers“ und „Bierfest“ festhalten daß deren Humor mit meinem nicht kompatibel ist. Die Witze und Jokes sind einfach zu laut, zu albern und zu platt, außerdem hat man hier kein Herz oder irgendwas an das man emotional anknüpfen könnte. Es hat schon genug Filme gegeben die zwar mit dümmlichen Figuren gearbeitet haben, diese aber doch irgendwie herzlich präsentiert haben und dieses ist hier nicht gegeben. Statt dessen haben wir alberne, laute Figuren die Sprüche und hysterische Gags jenseits der Schmerzgrenze liefern, dazu eine schnelle Krimihandlung die nicht wirklich mit Wendungen oder Überraschungen daherkommt und außer ein paar netten Szenen mit Rob Lowe restlos nervt. Merkte ich auch an der Stimmung in meinem Kino – selten war es bei einer Komödie so ernsthaft stumm.

Fazit: Lautes Gagfeuerwerk dessen Jokes sich komplett als Rohrkrepierer erweisen!

Deadpool 2

Söldner Wade Wilson (Ryan Reynolds) hatte sich Krebsdiagnose einer gefährlichen Prozedur unterzogen und wurde dabei zwar entstellt, aber ebenso mit übermenschlichen Selbstheilungskräften versehen. Nun kann er diese im Kampf gegen einen neuen Gegner brauchen: Nathan Summers alias Cable (Josh Brolin) tuacht als furchtbare Bedrohung auf …

Ich gehörte zu den wenigen Menschen die nicht wirklich viel vom ersten Film gehalten haben – das ständige durchbrechen der vierten Wand empfinde ich als ständiges rausreißen aus der Filmillusion, des weiteren war der dauerplappernde Antiheld für mich immens anstrengend. Daher bin ich sehr skeptisch an Folge zwei rangegangen und war umso mehr überrascht: nach wie vor quasselt Wade Wilson mit dem Zuschauer, aber deutlichw eniger und der FIlm ist bemüht eine richtige Story zu erzählen. Das ist zwar letztlich ein Superhelden Plot in altbekannter Manier, aber eben ein zufriedenstellender. Über die sonstige Aufmachung kann man eigentlich nicht klagen, Action Effekte und Darsteller stimmen dabei soweit, und es bleibt noch der HUmor der zwar nicht jedermanns Sache ist, aber sehr wohl einige unfassbar gute Pointen und Treffer dabei hat und auffährt. Heißt, die zweite Runde des Rächers fällt ungemein zufriedenstellend aus und ist der optimale Stoff für eine laute Kinoaprty!

Fazit: Actionreich, witzig, und geradliniger als der VOrgänger – sehr gelungenes Sequel!

Rating: ★★★★☆

Gringo

Der Angestellte Harold Soyinka (David Oyelowo) ist der Prügelknabe seines Umfeldes: seine Frau Bonnie (Thandie Newton) betrügt ihn und seine Bosse Richard (Joel Edgerton) und Elaine (Charlize Theron) planen ihn zum Sündenbock in einer Intrige zu machen. Bei einer Geschäftsreise nach Mexiko eskaliert die Situation als Harold sich absetzt und ein Chaos auslöst …

Das ist wohl der Unterschied zwischen amazon und netflix: netflix kauft Kinofilme und bringt sie direkt auf die Streamingplattform, amazon stellt wie hier eigene Filme her und bringt diese vorher noch ins Kino. Die Frage dabei istwohl nur ob diese Titel dann auch unbedingt ins Kino gehört. Immerhin ist dieser mit einem entsprechenden Aufwand aufbereitet, zeigt zwar keine unfassbaren Schauwerte, aber liegt doch über dem optischen Level einer TV oder VoD Veröffentlichung. Das Problem ist aber fie Konstruktion der Story: man hat eine ganze Reihe Hauptfiguren zwischen die eine Menge Beziehungen, Verbindungen ect. Geknüpft wurden – aber dieses Geflecht wird nur sehr sperrig und langsam aufgebaut und der Film kommt dabei nicht in Fahrt. Außerdem sind einige Darsteller nur sporadisch dabei – Aushängeschild Charlize Theron reißt z.B. brav ihre paar Szenen ab die meistens in Büros spielen und kommt mit dem meisten anderen nicht un Berührung. Obendrein ist für mich der Grundton des Films nicht eindeutig definiert: einerseits macht der Film auf albern und lustig, um dann an anderen Stellen brutal die Kopfschüsse zu verteilen. Langweilig ist der Mix am Ende zwar nicht, erreicht aber nie die Qualität einer Gangsterkomödie wie er es wohl gerne wäre.

Fazit: Passabler Ansatz, aber total sperrig und mich bleichem Hauptdarsteller inszeniert!

Rating: ★★☆☆☆

Hot Dog

Die Polizisten Luke (Til Schweiger) und Theo (Matthias Schweighöfer) sind grundverschiedene Menschen und müssen widerwillig zusammen arbeiten als die entführte Präsidententochter Mascha (Lisa Tomaschewsky) befreit werden muss. Dabei wird die Hackerin Nicki (Anne Schäfer) eine entscheidende Hilfe die obendrein ein Auge auf Theo geworfen hat …

Das ist schon fast ein Selbstläufer: nach „Vier gegen die Bank“ ein knappes Jahr vorher hat man wieder einen Film der Til Schweiger und Matthias Schweighöfer vereint und die gleiche Sache exakt richtig angeht: der Film inszeniert sie so wie man sie am liebsten sieht bzw. wie es ihnen am besten liegt. Das heißt: Schweiger als aggressiver, obercooler Macho, Schweighöfer als weibisches, weinerliches Weichei. Diese Figuren bettet man dann relativ keinfrei in eine völlig banale, aber passable Buddy Actionkomödie. Daraus folgen ein paar Schußwechsel und Ballereien und jede Menge Wortfetzen in denen sich die beiden auf möglichst lustige Weise fetzen kann. Dabei wirkt das alles wie ein (zu) genau kalkuliertes Fertiggericht: es passt und funktioniert an den meisten Stellen, irgendwie erscheint es aber wie ein simples zusammenkleben von Szenen die ein lustiges und gut zu verkaufendes Gesamtresultat abliefern sollen, aber nicht wie eine Geschichte die irgendjemand erzählen wollte. Daher: wer Fan der beiden Hauptdarsteller ist bekommt eben jene in der Weise in der man sie am ehesten kennt und schätzt, für jeden anderen ist der Film nicht gleich furchtbar langweilig und schlecht, aber durchweg verzichtbar

Fazit: Solide geplante Actionkomödie mit übersteigerter Action und insgesamt seelenloser Geschichte!

Jumanki – Willkommen im Dschungel

Vier Teenager müssen in ihrer Schule nachsitzen. Dabei entdecken sie ein altes Videospiel welches magische Fähigkeiten besitzt: es saugt die vier auf uns transportiert sie in eine fremde Dschungel-Weltentdecken beim Nachsitzen ein altes Videospiel. So müssen die vier als Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson), Moose Finbar (Kevin Hart), Professor Shelly Oberon (Jack Black) und Ruby Roundhouse (Karen Gillan) ein rasantes Abenteuer Um das Spiel zu schlagen und in ihre Heimat zu ihren Leben zurückzukehren, müssen sie allerlei gefährliche Abenteuer überstehen…

Ich habe den Original Jumanji im Jahre 1996 im Kino gesehen und danach nie mehr, ich respektiere es wenn manche deisen als einen kleinen Klassiker ansehen, ich selber kann das nur in Maßen teilen. Ich mochte ihn, hab aber nie wieder groß dran gedacht. Deswgenw ar ich nichtmal so sonderlich spitz auf ein Sequel, wobei ich mir sicher war daß dies eh nur ein Sequel im Namen ist, aber immerhin beginnt der Film millimetergenau mit der Endszene von Folge 1 und hat auch unterwegs eine kleine Referenz an Robin Williams im Gepäck. Ansonsten ist es ein ganz anderer Film, in dem eben eine Handvoll Teeniges sich in Avatarkörpern durch eine Duschungellandscaft kämpft. Dabei wird viel Comedy aus den gegensätzlichen Besetzungen gewonnen, wenn etwas The Rock mit feigem Gemüt und Jack Black als Frau im Mann daher kommen kann. Das sind das Gags aus aller Art von Bodyswitch Komödien die aber trotzdem soweit klar gehen. Ansonsten nimmt der Film den Videospiel Aspekt überraschend ernst und läßt die Figuren in der Dschungelwelt nicht frei herumlaufen, sondern zwingt ihnen Orte und auch die Interaktion mit dem Umfeld geradezu auf. Letztlich funktioniert das alles auch sehr zufriedenstellend sofern man keine gesteigerten Erwartungen mitbringt: es gibt was zu lachen, es gibt einige Actionmomente (die aber sichtlich im Studio entstanden sind) und einen kurzweiligen Film den man am Ende des Abspanns wieder vergessen hat. Definitiv kein Muß, aber sicherlichlich auch nicht die Totalkatastrophe nach der der Trailer es aussehen ließ.

Fazit: Harmloser Spaßfilm mit viel Aufwand, aber wenig Nachwirkung!