Archiv der Kategorie: Action-Komödie

Baby Driver

Der junge Fluchtwagenfahrer Baby (Ansel Elgort) ist trotz eines Tinnitus der beste Fahrer in der Brache und arbeitet für Gangsterboss Doc (Kevin Spacey). Gerade als er mit einem irren Team zu dem auch Buddy (Jon Hamm), Darling (Eiza Gonzalez), Griff (Jon Bernthal) und Bats (Jamie Foxx) gehören trifft er auf die Kellnerin Deborah (Lily James) und möchte ihrestwegen aussteigen …

Dies ist kein Film, dies ist ein Konzept: der Streifen ist in jeder Szene abgestimmt auf die Musik. Jede Szene, jeder Schnitt, jede Handlung und jedes Geräusch paßt sich der im Hintergrund laufenden Musik an; und da die Hauptfigur permanent Kopfhörer trägt ist der Hintergrundsound nahezu nie aus. Neben diesem genialen Konzept reiht der Film reihenweise großartige Komponenten aneinander: fette Autoaction die sich vor der „Fast & The Furious“ Reihe nicht verstecken braucht; eine Love Story die zwar nicht überraschendes bietet, aber sich dabei unverkrampft und „echt“ anfühlt; dazu mit Ansel Esgort als Baby einen der liebenswürdigsten Charaktere ever und jede Menge Stars in total übertriebenen Rollen. Insbesondere Jaimie Foxx kriegt hier die Chance einen ungehobelten Oberpsycho zu spielen, aber auch alle anderen geben großartige Leistungen voller Witz und Spielfreude ab. Das alles zusammen mit einem flotten Soundtrack und der abwesenheit von jeglichen Versuchen ein Franchise zu beginnen machen den unscheinbaren „Baby Driver“ zu meinem aktuellen Highlight des laufenden Kinojahres. Schon lange hab ich nicht mehr so begeistert gelacht, mitgefiebert und mich gefreut. Großartiger Film.

Fazit: Rasant, lustig, blutig und romantisch – die temporeiche Gangsterstory begeistert durch viel Kreativität und hohes Tempo!

Baywatch

Aus PR Gründen bekommt der Rettungsschwimmer Mitch Buchannon (Dwayne Johnson) für sein Team den Ex Olympiateilnehmer Matt Brody (Zac Efron) zur Seite gestellt. Trotz einiger Probleme erweist sich dieser als hilfreich – während im Team mehrere emotionale Verwicklungen laufen kommen sie am Stand kriminellen Vorgängen auf die Spur …

Dies ist die Kinoversion einer alten TV Serie die mit Recht als Trash bezeichnet wird, da kann man von einer modernen Version nicht gerade Shakespeare erwarten. Aber mann kann es durchaus lobend hervorheben daß wirklich die Kernelemente der Show herüber transportiert wurden: Strandfeeling, eine Urlaubsatmosphäre, kerngesunde Over the Top Helden mit überdurchschnittlicher Attraktivität und stets einen sexy Look auf alles. Neu ist dabei die Betonung auf den Komödienpart der aber nicht schlecht daherkommt. Wer mit einem Nostalgiefeeling an die Nummer rangeht gewinnt eine Menge Spaß daraus, wer nach Gründen zu meckern sucht wird aber ebenfalls fündig: die mitunter sehr billigen Spezialeffekte, der gelegentlich unter die Gürtellinie gehende Humor oder die auf TV Level passierende Krimihandlung bieten genug Anlaß zu meckern. Aber wer will das schon bei zwei Stunden Hochglanzkino das einen mit bester Laune wieder entläßt.

Fazit: Relativ schlicht, aber mit enormem Spaß und gewissem Nostalgiefaktor!

Pirates of the Caribbean 5 – Salazars Rache

Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) trifft auf seinen einstigen Todfeind, den Geisterpiraten Captain Salazar (Javier Bardem). Die einzige Möglichkeit sich zu retten liegt in Poseidons magischem Dreizack den Sparrowmit der Astronomin Carina Smyth (Kaya Scodelario) und dem jungen Seemann Henry Turner (Brenton Thwaites) finden will …

Runde Fünf für Johnny Depp als robusten Pirat Jack Sparrow, aber mitnichten Runde Fünf einer kontinuierlichen Geschichte: die „Pirates“ Filme leben vorrangig davon Johnny Depp in der eben legendären Rolle zu zeigen, viel Action und Slapstick drumherum zu packen und meist den gleichen Handlungsaufbau zu verwenden bei dem es um irgendein ominöses Artefakt geht das unter Zeitdruck gefunden werden mu. Auch dieser Film folgt exakt diesem Muster, in diesem Falle sind es der Sohn von Will Turner sowie ein fieser Geisterpirat die ein ominöses Artefakt suchen und Jack hat den Schlüssel dazu. Das wird dann für die üblichen Versatzstücke genutzt: einige groß aufgezogene Actionpassagensowie lustige Sprüche und Aktionen von Sparrow. Damit kann man eigentlich auch schon runherum zufrieden sein, kann aber kaum anders als den Film insbesondere am ersten zu messen und festzustellen daß es zwar nicht langweilig ist, aber kein „POW“ Effekt mehr vorhanden ist. Andere Dinge wie das neue Paar welches Sparrow begleitet oder gar der Schurke Salazar funktionieren hinten und vorne nicht, da charismaarm und einfach vin der Stange. Letztlich dürfte dies der letzte Teil der Serie sein und nicht wirklich ein würdiges, aber haltbares Ende dastellen. Wem das reicht möge damit viel Spaß haben.

Fazit: Wie ein Sampler der besten Versatzstücke aus den Vorgängern, geht aber trotzdem nicht in allen Belangen auf!
Rating: ★★★☆☆

CHiPs

Ex-Mottoradprofi Jon Baker (Dax Shepard) beginnt bei der California Highway Patrol um seine untreue Frau Karen (Kristen Bell) zu beeindrucken und bekommt als Partner Frank „Ponch“ Poncherello (Michael Peña) zugeteilt. Dabei ist Ponch in Wirklichkeit ein FBI Agent und auf der JAgd nach korrupten POlizisten die Geldtransporter ausrauben …

Ich habe als Jugendlicher und auc als Kind die Serie auf RTL geschaut und verbinde sie einw enig nostalisch mit meienr Kindheit – darum war ich von dem Gedanken eine neue Variante davon auf der großen Leinwand zu sehen gleichermaßen angetan wie abgeshreckt. Abgeschreckt wegen Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Regisseur Dax Sheppard. Den man finde ich an sich nicht schreiend unsympathisch, komme aber mit ihm und seinem Humor nicht gerade sonderlich gut klar. Und nun wird die ganze alte Thematik in seiner Form neu aufbereitet und fällt leider so schlimm aus wie ich mir das vorgestellt habe. Mit der Serie hat das Resultat dann auch herzlich wenig zu tun: die beiden Hauptfiguren haben die gleichen Rollennamen und tragen zumindest in der ersten Dreiviertelstunde die gleichen Klamotten – da hört es aber auch schon auf. Ansonsten werden endlos viele Punkte dazugemischt die keinerlei Bezug zur Serie haben: Baker ist im Grunde nur ein strunzdummer Motorradfahrer der unbedingt seine Frau zurückgewinnen will, Ponch ist ein notgeiler Agent der nebenbei jede sexuelle Unart auslebt und auch mal im EInsatz masturbieren geht. Das alles ist eingebettet in eine völlig austauschbare Krimihandlung die nicht wehtut, aber auch keine Überraschungen liefert. Ich würde den Film jetzt am liebens verdammen, verfluchen und in Grund und Boden schimpfen, muß aber leider bemerken das es doch einige Treffer gibt: bei Sheppards pechschwarzem Humor kommen dann doch einige extrem gut sitzende Gags raus. Da sich diese aber nur über den FIlm verteilen lohnt es sich kaum deswegen die Nummer anzuschauen – und wer auf Retro steht ist ebenso enttäuscht.

Fazit: Etikettenschwindel: keine Neuauflage der alten Show sondern eine banale Actionkomödie mit einigen guten Gags!
Rating: ★★☆☆☆

Die Jones – Spione von nebenan

Jeff (Zach Galifianakis) und Karen (Isla Fisher) leben ein friedliches, aber langweiliges Leben in der Vorstadt. Alles ändert sich als neue Nachbarn einziehen, die scheinbar in jeder Hinsicht perfekten  Natalie (Gal Gadot) und Tim Jones (Jon Hamm). Karen kommt aber schnell dahinter daß die Jones in Wahrheit Superspione sind …

Eigentlich ist der Kern eine ganz alte Kiste: Das alte Mär vom gelangweilten Normalo der durch banale Umstände an einem ganz gewöhnlichen Ort in eine Sache hineingerät die ihm über den Kopf wächst. Hier ist es ein gelangweiltes Ehepaar das neue Nachbarn bekommt, diese sich als Geheimagenten erweisen und das Ehepaar in ihr Leben und ihre Mission hineinziehen. Von der Story her ist da wenig zu holen, der Spionageplot ist Schema F und ganz simpel gehalten und dient nur dazu ein paar lustige Szenen sowie ein paar kleine Actionpassagen effektiv aneinander zu reihen. Der Fokus liegt dabeiu aber auf dem Slapstick: die routinierten und guten Hauptdarsteller schießen ein echtes Feuerwerk an Situationskomik ab; und auch wenn da kaum neue Scherze dabei sind funktionieren die Gags mitunter ungemein gut. Am Ende hat der Film zwar keine wirkliche Botschaft und bleibt nach dem anschauen nicht nennenswert lange im Gedächtnis, liefert aber sehr amüsante anderthalb Stunden. Lediglich der überraschend harte Gewaltfakor trübt mitunter das Vergnügen.

Fazit: Die Story ist schlicht, der Film funktioniert aber dank der guten Darstelelr und punktet mit vorzüglichen Slapstick Einlagen!
Rating: ★★★★☆

Central Intelligence

Bob (Dwayne Johnson) war auf der High-Schoo dicklich und ungeschickt und daher ein totaler Außenseiter – als Erwachsener hat er es jedoch zum cooolen Geheimagenten gebracht der für die CIA arbeitet. Dabei kommt er bei einem Einsatz mit seinem Schulkameraden Calvin (Kevin Hart) zusammen und versucht den schüchternen Calvin in eine Mission einzubeziehen …

Eigentlich bringt dieser Film eine unfassbare Überraschung für mich zustande: ich mag The Rock total und gucke ihn gerne, im Gegenzug finde ich Kevin Hart total überbewertet und kein Stück witzig und in den meisten Fällen nervt er mich total. Hier kommt dann ein Film der es genau umdreht: Hart spielt recht gebremst einen relativ normalen Kerl während „The Rock“ einen total unerfreulichen, aufdringlichen und mitunter dümmlichen Typ spielt. Dessen ungehemmte und aufdringkiche Art fand ich dann glatt so derartig unangenehm daß es mir den Film verleidet hat; im Gegenzug dazu mag ich zwar Kevin Hart immernoch nicht, fand ihn hier aber im wesentlichen erträglich. Und das in einem Film den ich für restlos belanglos halte: eine brave, banale Buddy Komödie, zu keinem Zeitpunkt in der Realität verankert und mit der bunten Mischung aus dummen Sprüchen und ein wenig Action auf Kinderniveau. Das einzige Ding was wirklich in Erinnerung bleibt ist wirklich das geradezu unangenehme Auftreten von „The Rock“ – undd as ist eigentlich ein Grund den Film eben nicht zu sehen.

Fazit: Kleine, kaum erwähnenswerte Komödie die nicht wehtut, aber auch nix bringt!
Rating: ★★☆☆☆

The Nice Guys

Nach dem Mord an einem Pornostar im Los Angeles der 70er Jahre geraten die Privatdetektive Jackson Healy (Russel Crowe) und Holland March (Ryan Gosling) ungewollt aneinander als sich ihre Spuren kreuzen. Fortan ermitteln sie gemeinsam und kommen einer großen Verschwörung auf die Spur durch die sie schon bald selber in großer Gefahr schweben …

Ganz großes Kino, das eben dadurch groß wird daß es mal eine Nummer kleiner ausfällt. Bedeutet: der Film ist eine exakte Wiederbelebung eines Buddie Movies aus den 80er und 90er Jahren, kein Wunder da der Drehbuchautor von „Lethal Weapon“ dahinter steckt. Dessen wunderbares Skript wird kongenial umgesetzt und verkörpert von Russel Crowe und Ryan Gosling die ein fabelhaftes Leinwandpaar abgeben und das altbekannte Spiel vom Harten und Zarten spielen. Daraus resultiert ein solider Krimi der aber nur den Hintergrund liefert für einen herrlich komischen Mix aus Wortwitz, Situationskomik, Spannung und wohl dosierter Action welche sich auf Schießereien und kleine Explosionen beschränkt, aber kaum auf ausufernde Karachomomente. Schon lange gab es keinen Film mehr der so wunderbar Wortwitz und Action gekoppelt hat. Ich kann aber auch verstehen wenn Leute den Titel ablehnen weil er ihnen zu altbacken daher kommt.

Fazit: Überragend gute Actionkomödie, mit großartigen Hauptfiguren und brilliantem Witz!
Rating: ★★★★☆

Ride Along 2 – Next Level Miami

Der Polizist James Payton (Ice Cube) und der Ex-Wachmann Ben Barber (Kevin Hart) mussten sich mühsam aneinander gewöhnen als Ben James‘ Schwester Angela (Tika Sumpter) heiraten wollte. Nun reisen sie gemeinsam nach Miami wo James des Drogenring des gefährlichen Pope (Benjamin Bratt) zerschlagen soll. Dabei stehen ihm jedoch neben Ben auch Maya (Olivia Munn) und der Hacker A.J. (Ken Jeong) zur Seite …

Kevin Hart arbeitet wirklich mit Hochdruck daran mein Hassdarsteller Nummer Eins zu werden. Schauspielerisches Talent werde ich dem Mann gar nicht erst unterstellen, aber er ist auch nicht witzig sondern kommt nur überdreht und nervend daher und sucht sich außerdem nur grottenschlechte Skripts aus. Jetzt hat er auch noch ein eigenes Franchise, wenngleich die Grundidee dabei brauchbar ist: ein Videospieljunkie zieht mit einem knallharten Cop los. Das funktionierte im Erstling schon gut genug um ein Sequel rauszukotzen. Allerdings kann man sich zu jedem Zeitpunkt ausmalen was als nächstes kommt, Action und dumme Sprüche gibt’s im überschaubaren Level und auch wenn der Film bunt gefilmt ist machts keinen Spaß ihn zu gucken. Was mich daran am meisten stört: man sieht einen dusseligen Videospieldeppen der denkt daß der Polizeidienst wie im Fernsehen ist – und dann erweist sich der Polizeidienst in der filmischen Realität als eben genau so. Aber das als ernsthaften Kritikpunkt anzuführen ist wohl auch ziemliche Zeitverschwendung.

Fazit: Genau so dumm und unnötig wie anzunehmen war
2 Punkte

Deadpool

Der Söldner Wade Wilson erkrankt tödlich an Krebs und erhält in dieser Lage ein verlockendes Angebot: er wird im Rahmen eines Regierungsexpermientes umoperiert und mutiert so zu einem fast unbesiegbaren Superheld mut unfassbaren Heilungskräften. Diese Kräfte braucht er auch recht schnell um seine in die Schußlinie geratene Freundin Vanessa (Morena Baccarin) zu beschützen …

Das ist ausgersprochen ärgerlich: ich guckte denb Film abends im Kino und empfand eine schlagartige Müdigkeit und sackte leicht weg – und wurde bis zum Ende nicht mehr richtig wach. Heißt, ich hab den Film einmal komplett geschaut, dabei aber nur eine absolut mangelhafte Aufmerksamkeit an den Tag gelegt und somit nicht genug um eine angemessene Kritik zu formulieren. Ich konnte soweit erfreut feststellen: Ryan Reynolds hat definitiv die Rolle seines Lebens gefunden und ich wette wir werden noch so einige Auftritte von ihm in der Rolle sehen. Der Film ist schnell, stellenweise infantil albern und hat einen hohen Gewaltfaktor, auf der anderen Seite hat er wirklich wenig Plot. Ebensi kritisch: der Film spielt zwar im „X-Men“ Universum, bricht aber ebenso permanent durch die vierte Wand und wird damit mehr zur Parodie denn zur „Ausführung“ … aber wer sich an dieser Stelle über solche Sachen hermacht verdirbt sich den Spaß. Der Film ist einfach eine bunte Jungenphantasie, krass, laut und dumm. Mehr hab ich nicht mitbekommen.

Fazit: Alberner Spaßfilm und krasse Actionparty!
Rating: ★★★★☆

Hot Pursuit – Miss Bodyguard – In High-Heels auf der Flucht

Cooper (Reese Witherspoon) arbeitet als Polizistin und ist in ihrem Job zuverlässig, wenn auch etwas unerfahren. So soll sie als Leibwächterin für Daniella (Sofía Vergara) agieren die gegen einen Drogenboss aussagen soll. Nach einem Anschlag sind die beiden unterschiedlichen Frauen fortan auf der Flucht und werden von allen Seiten gejagt …

Hier hab ich die Vorschau gesehen und mir gedacht daß er ganz nett aussieht, tauglich um ihn mit einer Frau zu schauen. Dann kamen die Kritiken und zerissen ihn bis zum geht nicht mehr und ich konnte mir nicht vorstellen daß er wirklich so mies war. Nun hab ich ihn letztlich gesehen und finde mich wie so oft in der Mitte wieder: ich kann verstehen warum viele den so scheußlich fanden, kann aber trotzdem fairerweise ein paar Pluspunkte benennen und anführen. Der Film läuft auf den Spuren von Werken wie „Der Kautionscop“ oder „Taffe Mädels“: das bedeutet schlichte Action ohne allzu hohen Gewaltfaktor (obwohl hier und da schon Leute ins Gras beißen) und eben zwei toughe Hauptfiguren die mit ihren Gegensätzen einige Probleme haben. Gerade bei Witherspoon hat man den Kontrast daß sie da eigentlich gut spielt, aber eben eine nervige Person abgibt deren Witz sich schnell erschöpft und die vorrangig nervt, von der dauerkreischenden Sophia Vagara fand ich garnicht erst an. Die simple Thriller Story entschädigt da leider auch für nahezu nix. Trotzdem: auf die Top 10 der schlechtesten Filme im Jahre 2015 hätte dieser hier nicht gehört.

Fazi: Solide Actioncomedy mit leider etwas hohem Nervfaktor.
Rating: ★★☆☆☆