Archiv der Kategorie: Action-Komödie

The Man from Toronto

Ein Auftragsmörder der als „The Man From Toronto“ (Woody Harrelson) muß bei einer Airbnb Buchung ein Zimmer mit Teddy (Kevin Hart) teilen – wodurch sich die unterschiedlichen Menschen in die Quere kommen …

Ich habe bei Actionkomödien oftmals ein Problem bezüglich der Balance zwischen Spaß und Ernst. Wenn einerseits kalauert wird und andererseits Menschen brutal abgeballert werden stimmt für mich die Stimmung nicht. Und gerade Regisseur Patrick Hughes hat mit den „Killers Bodyguard“ Filmen dieses Ungleichgewicht mit Füßen getreten, weshalb ich eine gewisse Ratlosigkeit vor diesem Film hatte. Und das bestätigte sich zunächst wenn in der Anfangsszene in der Harrrelson ein Verhör durchführt der Ton von Ernst zu Spaßig und dann zu brutal wechselt. Danach übernimmt Kevin Hart den Film und spielt seine übliche Figur, wenngleich etwas gebremster. Aber es dauert nicht lange bis gewisse Qualitäten durchbrechen: der Film ist spaßig, hat brutale Sequenz en, hält diese aber größtenteils im Rahmen. Woody Harrelson spielt einen knallharten Hund der aber trotzdem charmante Momente hat und sich mit Harts Dauerplapperei ergänzt. Die Story ist kurzweilig und wie ein typischer 80er Actionfilm was damals nichts Besonderes gewesen wäre, aber heute schon wieder originell erscheint. Lediglich das billige CGI und einige künstliche Actionszenen bremsen den Spaß minimal. Dennoch: auf dem Sektor dessen was der Film sein will funktioniert er unglauch gut und stellt ein Referenzwerk da: wenn die Netflix Eigentitel alle so ausfallen würden wäre dort einiges besser.

Fazit: Harrelson trägt den Film, Hart ergänzt zufriedenstellend und das Werk fällt besser aus als zu erwarten war

Rating: ★★★★☆

Massive Talent

Die Glanzzeiten von Nicolas Cage (Nicolas Cage) sind vorbei und er ist hat große Geldsorgen. Daher geht er auf das Angebot des Milliardärs Javier Gutierrez (Pedro Pascal) ein und soll bei dessen Geburtstagsparty erscheinen …

Es ist nicht die Schuld des Films das er mir nicht das gibt was ich erwartet oder mir gewünscht habe. Als alter Nicolas Cage Fan hatte ich mir ein feuriges Insiderfest voll entsprechenden Anspielungen gewünscht. Leider glaube ich daß der Film nicht für Nicolas Cage geschrieben wurde, sondern einfach nur ein Skript darststellt in dem ein Schauspieler in einen Gangsterplot verwickelt wird. Da dann Nicolas Cage zur Verfügung stand wurden in paar Szenen und Gags dem angepasst und zum Beispeil der Gag ergänz daß Cage stetig mit sich selbe bzw. einer jüngeren Version von sich redet. Allerdings wechselt die Story dann scpäter fließend in einen typischen Actionplot der zwar weiterhin flache Witze raushaut, aber relativ gemächtlich verläuft. Am Ende ist das alles nicht langweilig und hat seine Momente, aber es ist eben nur ok. Und bei dem was sich hier ankündigte ist nur „Ok“ einfach schade.

Fazit: Sehr gängiges Skript welches manchmal den Fokus wechselt und weniger Insidergags enthält als der Trailer suggeriert.

RRR

Als ein paar britsiche Herren ein kleines Kind aus einem Dorf entführen wird Bheem (N.T. Rama Rao Jr.) ausgesendet um es zu finden. Dabei stößt er auf Raju (Ram Charan) der ihm vermeintlich hilft, in Wirklichkeit aber für die Briten arbeitet …

Ich habe schon früher mal ein paar indische Filme gesehen und weiß daß sie mit meinen Sehgewohnheiten nicht kompatibel sind. Da mir dieser aber dennoch als großer Spaßfilm verkauft wurde habe ich mir die drei Stunden genommen und nicht bereut. Ich werde nun aber sicherlich nicht zum Fan mutieren oder ständig diese Titel schauen; daß sich dieser hier aber zu einem kleinen Hit ghemausert hat ist mir klar. Die absurde Mischung aus Tanz, einer Intrigenstory, der siche nach einem vermissten Kind und absoluter Oer-the Top Action hat Charme und einen Reiz dem man sich nicht enziehen kann. Ebenso gibt es eine entsprechende Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren die gut funktionoert. So muß man halt etwas Geduld mitbrigen, wird aber am Ende mit einem abgedrehten Filmspaß belohnt der wirklich gänzlich alles kontert was man in letzten Jahren so hat sehen können.

Fazit: Over the Top Action mit einer breiten Story und epischer Lauflänge – ungewöhnlich, aber ein großer Spaß!

Rating: ★★★★☆

The Lost City – Das Geheimnis der verlorenen Stadt

Loretta Sage (Sandra Bullock) lebt vom Verfassen von Abenteuerromanen obwohl sie selber eher zurückgezogen lebt. Dabei gilt Alan (Channing Tatum) stets als Hauptfigur ihrer Geschichten. Als der Milliardär Fairfax (Daniel Radcliffe) Loretta entführt muß Alan veruschen sie zu retten …

Auf diesen Film habe ich mich seit Erscheinen des Trailers echt gefreut, war mir dabei aber sicher dass er nicht besonders gut werden kann. Es stellt für mich einen Genremix da der sich zwar nicht komplett widerspricht, aber sich oftmals in die Quere kommt. Wir haben hier zwei Großstädter die ungewollt im Dschungel landen und sich durch diverse Schwierigkeiten durchkämpfen. Wenn man solche lebensbedrohliche Situationen ernsthaft darstellen würde wären sie nicht so leicht und lustig wie es der Film gerne macht, wenn sie aber dann eben so entsprechend harmlos präsentiert werden kommt für mich nicht die richtige Spannung auf. Der Film setzt seinen Schwerpunkt aber eben auf den Humor und insbesondere auf Channing Tatums Figur und macht damit alles richtig: seine Figur ist durchweg doof, dabei aber herzlich, witzig und hat das Herz am rechten Fleck. Was mir allerdings übel aufgestoßen ist ist der Look des Films, da wie bei so vielen anderen Verwandten keine Szene wirklich abseits eines Setsentstanden zu sein scheint und man mehr als einmal den digitalen künstlichen Look sieht. Man muss sich daran aber nicht wirklich stören: der Film ist leicht verdaulich relativ schnell wieder aus dem Kopf verschwunden, liefert aber kurzweilige Unterhaltung und hat obendrein einige unfassbar gut sitzende einzelne Gags die es alleine wert sind nicht zuletzt dank dem grossartigen Cameo von Brad Pitt.

Fazit: Kurzweilig, ultra witzig und mit perfekten Gags wenngleich auch relativ seicht und oberflächlich

Rating: ★★★☆☆

Uncharted

Schatzjäger Nathan Drake (Tom Holland) ist auf der Suche nach der sagenhaften Stadt von El Dorado. Danei hilft ihm sein Mentor Victor „Sully“ Sullivan (Mark Wahlberg) – aber ebenso versucht ein Konkurrent (Antonio Banderas) ihn auszustechen …

Hier bin ich natürlich erst mal restlos aufgeschmissen: es handelt sich um eine Videospielverfilmung (die obendrein als Prequel zur Spielereihe dient) und ich habe diese Spiele niemals gespielt. Deswegen kann ich keine Vergleiche ansetzen ob dies hier wirklich der Vorlage und der Figuren und den Umständen entspricht. Ich sehe den Film einfach für sich genommen als Abenteuerfilm, als für sich stehendes Werk welches für mich wie eine Mischung aus dem Vermächtnis der Tempelritter und Fluch der Karibik daherkommt . Egentlich ist es nichts weiter als ein typischer „Hatz um die Welt“ Film in der ein paar Helden einen Schatz suchen, Hinweisen nachgehen, ominöse Schlüssel und Karten die Wege leiten und zwischendurch passiert ein großes Action Highlight nach dem anderen. Von dieser Formel weicht der Film zu keinem Zeitpunkt ab, hat aber natürlich interessante Darsteller zu bieten: Tom Holland spielt allerdings Tom Holland das heißt er unterscheidet sich nicht großartig von seiner Darstellung aus Spider-Man und Mark Wahlberg gibt ebenso den coolen Typen wie man es von ihm gewohnt ist. Ob das den Figuren aus den Spielen entspricht kann ich nicht sagen, für sich genommen funktionieren die beiden Charaktere gut, sind allerdings nicht nennenswert sympathisch und obendrein sind sie permanent beschäftigt sich gegenseitig übers Ohr zu hauen so das eigentlich nie echte Kameradschaft oder Verbindlichkeit aufkommt. In den Actionszenen wird viel Digitales aufgefahren, was natürlich den Eindruck schmälert aber eigentlich doch weniger als in manch anderen Filmen . Insbesondere der Showdown (den der Trailer leider schon viel zu deutlich gespoilert hat) macht ungemein Spaß und Laune und belohnt am Ende für einen doch eher durchschnittlichen Film mit einem echten Highlight. Spiele Fans dürften sich hier halbwegs wohlfühlen (wobei ich die exakte Umsetzung nicht beurteilen kann), wer einen kurzweiligen Actionfilm sucht ist ebenso nicht falsch am Platz und für den Rest ist es halt ein verzichtbarer namhafter Video Spielfilm.

Fazit: Laut kurzweilig unterhaltsam und nett nicht mehr oder weniger

Rating: ★★★☆☆

Jungle Cruise

Eine Legende besagt daß im Amazonas ein Baum mit unfassbaren Heilkräften existiert. Forscherin Lily Houghton (Emily Blunt) begibt sich auf die Reise in den Dschungel um diesen zu finden – wobei ihr Flussschiff-Kapitän Frank (Dwayne Johnson) zum Begleiter wird …

Der Trailer sah eigentlich ganz nett aus, der fertige Film hat mich entsetzt. Zum einen finde ich es dreist daß es eine dritte Hauptfigur gibt um die komplett drumherum gegangen wird beim Trailer, zum zweiten hat der Film im letzten Drittel einen Twist durch den ich mich in einen vollkommen anderen Film versetzt fühle. Wer damit klar kommt hat sicherlich Spaß am Ganzen, für mich war der Film damit beendet. Wobei: generell war dies ein typisches Effektfilmchen, ein Abenteuerstreifen in der drei charmante Hauptfiguren auf der Suche nach etwas mysteriösem Übersinnlichen einmal durch den Dschungel fahren und sich gegen alle möglichen Gefahren wehren. Das ist kurzweilig, spaßig und ebenso sehr Greenscreenlastig, die Hauptfiguren sind dabei auch relativ dicht am Reißbrett und entsprechen ihren Darstellern. Trotzdem macht das auf dem Sektor dessen was es sein will passabel Spaß, dann aber kommt eben jener Twist. Mir tun die Leute leid die hier 20 Euro Aufschlag reingepumpt haben, mir war die reine „Anschauzeit“ schon zuviel.

Fazit: Bunte Abenteuermär die sich zum Ende unglücklich entwickelt, aber auf dem kleinsten Nenner gut unterhält!

Red Notice

FBI-Profiler und Agenten Rusty (Dwayne Johnson) sucht eine brilliabte Kusntdiebin (Gal Gadot). Als Unterstützung holt sich Rusty einen anderen Dieb (Ryan Reynolds) ins Boot …

Ein Netflix-Prestige Projekt. Hier hat man alleine 60 Millionen verballert um eben Ryan Rynolds, Dwayne Johnson und Gald Gadot in den Vorspann schreiben zu können. Das ist soweit ok, aber leider geht der Film nach dem Intro noch zwei Stunden weiter und da folgt nicht mehr viel. Eine wie mit dem Kalkulator zusammengeschraubte Gangsterstory in der zwei Typen die sich nicht leiden können rund um die Welt reisen und einen Schatz suchen, derweil Gal Gadot hier und da mal reinschaut und die Hormone durcheinander wirbelt. Dabei spielen Johnson und Reynolds wie üblich ihre typischen Figuren und daran scheitert oder gewinnt der Film für den Zuschauer: wenn man diese Typen mag und lustig findet kann man einigen Spaß haben, wenn man genervt von der Masche ist kann man nach ein paar Sekunden gerne ausmachen. Dann entgeht einem auch daß manche Szenen scheinbar kein Budget mehr hatten und mit simplem Green Screen geregelt werden. Absurd daß ein so teurer Film stellenweise so billig ausschaut.

Fazit: Schick aufgemacht, aber inhaltlich total austauschbar und sein hohes Budget nicht wert.

Rating: ★★☆☆☆

Tremors 7 – Shriekers Island

Eine Gruppe wohlhabender Trophäenjäger läßt genetische Veränderungen an einigen Graboid-Eiern durchführen um ein neues Jagderlebnis zu ermöglichen. Als das Resultat jedoch entflieht muß der legendäre Graboidenjäger Burt Gummer (Michael Gross) die Lage retten …

Ich bin nach wie vor kein Vollblutfan der Tremos Filme. Der erste Teil hat auf ewig einen Stellenwert in meinem Herzen, ab Folge 2 war nur noch Sympathie dabei und nach Folge 3 war es das neugierige Beobachten wie oft sie die Figur des Burt Gummers noch heraus kramen wolle. Wie man hier sieht: ein weiteres Mal, wobei der Film starke Anzeichen setzt daß es sich hier um die finale Folge handelt. Sollte dem so sein wäre dies aber nicht schlimm: der Film belegt warum die Reihe eigentlich seit langem im Direct to DVD Sektor dümpelt. Es wird die altbekannte Story varriert: Burt Gummer muß an einem bestimmten Ort gegen die Riesenwürmer und all ihre Mutationen antreten, die Figur seines Sidekicks wird von John Heder anstelle von Jamie Kennedy ausgefüllt und irgendwann erkennt man daß die Horrorviecher sich wieder etwas weiter entwickelt haben. Auf diesem Grund gibt’s wie gehabt ein paar blutige Augenblicke, ein paar dumme Sprüche und die ein oder andere Actionpassage. Lediglich das Finale und der emotionale Abspann überraschen und könnten der Schlußpunkt sein für eine zu langlebige Serie der man zwar nicht nachweint, aber nochmal respektvoll zuwinken darf.

Fazit: Vermutliches Finale der Tremors Saga mit allen bewährten Elementen, aber keinen innovativen, neuen Ideen!

Rating: ★★☆☆☆

Guns Akimbo

Nichsnutz Miles (Daniel Radcliffe) wird von der gnadenlosen Organisation SKIZM gezwungen einen Gladiatorenkampf zu bestreiten der auch noch weltweit übertragen wird. Dabei werden automatische Waffen an seinen Händen befestigt …

Daniel Radcliffe hat es für mich schon lange geschafft sein Harry Potter Image abzustreifen und als eigenständiger Darsteller zu erscheinen. Dabei erweist er auch ein Gespür für unkonventionelle, extravagante Stoffe und in diesen reiht sich „Guns Akimbo“ perfekt ein. Ich selber sehe wohl viele Parallelen zu Crank: ein Typ der wider Willen gegen eine Übermacht an Gangstern kämpfen muß und dies wird unfassbar blutig sowie mit Videospieleffekten angereichert und temporeich inszeniert. Ob man auf den blutigen Humor, das flotte Tempo und den brutal lauten Soundtrack steht muß man für sich entscheiden. Wer sowas nicht aushält erlebt hier sicher eine persönliche Filmhölle. Für Videospielliebende Jugendliche ist dieser knallige Bilderrausch aber sicher ein Heidenspaß.

Fazit: Brutal, wild und mit Daniel Radliffe als töffeligem Helden bestens besetzt – krasser Gewaltrausch der Spaß macht!

Rating: ★★★★☆

African Kung-Fu Nazis

Adolf Hitler (Sebastian Stein) hat sich nach der Niederlage des Zwiten Weltkrieges mit dem U-Boot nach Afrika abgesetzt. In Ghana will er Hideki Tojo (Yoshito Akimoto und „Horse-Man Göring“ (Marsuel Hoppe) einen neuen Versuch starten die Welt zu erobern …eilzunehmen …

Macht es denn Sinn über diesen oder überhaupt einen „solchen“ Film zu urteilen? Ich denke nicht. Jeder der die Handlung liest kann sich vorstellen daß es hier absoluter Oberquatsch und Megatrash zu erwarten gibt. Und zwar dieser der zumindest ganz viel Respekt erfordert: ein deutscher Regisseur, Drehbuch und Autor inszeniert einen Kung Fu Film in Afrika – gabs das schonmal? Leider hat er für mich das Problem daß er an keiner Stelle einen ernsthaft anfassbaren Punkt gibt: eine dunkelhüutige Hauptfigur die Horts heißt und bayrisch spricht ist kein Held mit dem man dieser Handlung folgen kann und dabei emotionale Anbindung erreicht wird. Ein paar einsame Gags und harte Splattereinlagen sind dann auch die einzigen mir bewußten Pluspunkte hierbei, insbesondere da der Film vorangig Kung Fu Film ist und eigentlich in der zweiten Hälfte vorrangig aus einem langen Turnier besteht. Ich habe zu solchen Filmen von Grund auf keinen Zugang und kann nur den Punkt daß der Film überhaupt gemacht wurde respektieren und einigen Leuten die eben daran Spaß haben viel Vergnügen wünschen.

Fazit: Trashige Grundidee die einen sehr langen Klopperfilm ausgewalzt wird!

Videoreview von mir: https://youtu.be/E6iXXW_DArg