Archiv der Kategorie: Action-Komödie

Sweethearts

Die alleinerziehende Mutter Mel (Hannah Herzsprung) plant einen Diamantendiepstahl um besserew Möglichkeiten für sich und ihre Tochter zu erreichen. Das geht schief und sie muß Franny (Karoline Herfurth) als Geisel zu nehmen sowie den Polizisten Harry (Frederick Lau) – und die Lage wächst ihr über den Kopf …

Nach „SMS für dich“ begibt sich Karoline Herfurth zum zweiten mal auf den Regieposten und hat nach dem gelungenen Erstling einige Erwartungen geschultert. Erfreulich ist dass sie nicht auf Nummer sicher geht und einen weiteren Titel aus dem Romantiksektor inszeniert sondern eine Action-Komödie abliefert. Diese fußt im Ersten Moment auf Zutaten die man kennt: eine eigentlich gutherzige Frau wird in die Enge betrieben und muß kriminell werden, die Dinge geraten aus dem Ruder und sie muß eine Geisel nehmen. Diese Geisel erweist sich als nervige, psychotische Katastrophe die aber im Zuge der Ereignisse mehr und mehr zur Verbündeten entwickelt … gabs alles schon mal. Macht aber in dieser neuen Form sehr viel Spaß: die Nebenfiguren sind gut gelungen, insbesondere Frederik Lau der zum Ende hin ein richtig er Actionheld sein darf. Ansonsten reit der Film ein paar flotte Actionmomente aneinander, viel Dialogwitz und rasante Komik. Zum Ende hin wechselt die Tonalität etwas und wird etwas ernster, gipfelt aber in einem sehr zufrieden stellenden Finale. Obendrein bleibt ein Funken Vorfreude darauf was Karoline HErfurth als nächstes inszenieren wird.

Fazit: Die Actionkomödie ist kurzweilig, solide inszeniert und macht viel Spaß!

Stuber – 5 Sterne undercover

Bei der Jagd auf einen brutalen Mörder ist der ruppige Polizist Vic (Dave Bautista) auf die Hilfe des gutmütigen Fahrers Stu (Kumail Nanjiani) angewiesen. Stu gerät dadurch ungewollt in den Kugelhagel und versucht ebenso am Leben zu bleiben wie eine 5 Sterne Beurteilung zu ergattern …

Ein Film den man in zwei Minuten schauen kann, wenn man sich den Trailer gibt – eigentlich hat man Handlung, Hauptfiguren, Anfang und Ende dort schon komplett erfasst. Trotzdem kann es sich lohnen dem Titel eine Chance zu geben. Das kommt aber vorrangig dadurch daß der Film eine erfreuliche Ebene des „Mittelfilms“ hergibt: kein unfassbar großer Blockbuster, kein feingeistiger Arthouse Streifen sondern eben eine kleine, überschaubare Actionkomödie in der zum xten Mal der Harte und der Zarte aufeinander treffen und miteinander klar kommen müssen. Die Komponenten sind alle dabei, fallen aber unausgewogen aus: die beiden Darsteller funktionieren für sich, haben aber keine unglaubliche Chemie miteinander (was aber auch daran liegt daß insbesondere Bautista sich mehr für Nebenrollen eignet). Die Action ist angemessen und ok, geht aber zu keinem Zeutpunkt zu einem wahren Highlight auf und der Gewaltfaktor ist deutlich zu hoch – die Mischung aus blutigen Kopfschüssen und Rumalbern stimmt nicht ganz. Totzdem kann der Film vielleicht bei denjenigen Retro-Gefühle wecken die sich eben solche Titel einst aus der Videothek geholt haben. Daher ist es die bemerkenswerteste Komponente an Stuber das Titel wie dieser eigentlich garnicht mehr rauskommen. Vielleicht auch weil sie meist kaum über Durchschnitt liegen.

Fazit: Etwas zu blutig und etwas zu albern, trotzdem mögenswert und mit ein paar brachialen Gags!Rating: ★★☆☆☆

Hobbs & Shaw

Der Terrorist Brixton (Idris Elba) hat sich durch genetische und kybernetische Ergänzungen zu einem fast unbesiegbaren Kämpfer entwickelt der gestoppt werden muß. Daher versuchen Secret-Service-Agent Luke Hobbs (Dwayne Johnson) und Ex-Elitesoldat Deckard Shaw (Jason Statham) Brixton aufzuhalten – wobei das eigentliche Problem ihre Differenzen sind …

Eigentlich hat man es bei diesem Film leicht: man muß sich nur fragen ob man etwas mit der „Fast & The Furious“ Reihe anfangen konnte, ob sie einem lustig und unterhaltsam oder einfach nur unermeßlich doof vorgekommen ist. Daraus leitet sich dann ab was man hier mit dem Film anfängt: der ist die exakte Fortführung und exakt das was der Trailer vorgegeben hat. Die Basis ist ein fast identischer Plot zu „Mission Impossible 2“ durch den eine junge Frau mit einem Virus im Leib durch die Gegend rennt, gejagt von Idris Elba als Supersoldaten und verteidigt von den zwei Dickschädeln Jason Statham und Dwayne Johnson. Die Action geht dabei auf das bekannte Over The Tp und jede Physik ignorierende Level das auch schon die anderen Teile hatten, die Wortduelle machen ebenso einen Spaß und durch die abslut überraschenden Cameos einige Promis kommt nochmal Freude auf. Letztlich also ein Titel an dem man nichts beklagen kann außer dem zum Ende hin offen auftretenden Kalkühl: die Entwicklungen zum Ende hin sowie mehrerer Marvel-mäßige Abspannszenen machen klar daß hier ein Franchise im Franchise gestartet wird und das nicht der Nummer eindeutig die Leichtigkeit.

Fazit: Genau der Film den der Trailer verspricht: laut, witzig, gigantisch und strunzdumm!

Rating: ★★★☆☆

Shazam!

Waisenjunge Billy Batson (Asher Angel) trifft auf einen Magier (Djimon Hounsou) der ihm eine unglaubliche Kraft verleiht: beim Ausruf des Wortes SHAZAM verwandelt sich in Shazam (Zachary Levi) der übermenschliche Kräfte hat. Nachdem er mit diesem Kräften viel Unsinn getrieben hat wird er aber gebraucht – im Kampf gegen Dr. Thaddeus Sivana (Mark Strong) …

Kann man aus dem Genre des Superhelden für uns noch irgendeinen neuen Impuls gewinnen? Natürlich nicht, allerdings kann man aus dem gemachten mit der Verwendung der richtigen Zutaten ja trotzdem ein wenig Unterhaltung gewinnen. Schließlich sind dies meist Versatzstücke die die Leute gerne sehen und im Falle von Shazam hat dies optimal geklappt. Gut, die Story überrascht jetzt nicht wirklich: es geht um einen Waisenjungen der aus dem Nichts übermenschliche Kräfte erhält allerdings damit nicht gleich beschließt die Welt zu retten sondern erst mal eine Menge Spaß damit zu haben. Das ist dann auch gleich das bemerkenswerte und beeindruckende an diesem Film: er besitzt eine kindliche Ausstrahlung, eine Leichtigkeit und einen frechen Spaßfaktor der zu einem unglaublich unbeschwerten Gefühl führt wie man es zuletzt beim ersten Spider-Man find zu sehen bekam. Dda dies auch noch mit frischen unverbrauchten Darstellern geliefert wird und einem absolut humorigen Grundton macht der Film in der Tat einen unglaublichen Heidenspaß. Der Rest ist zwar Superhelden Kino von der Stange aber damit nicht gleich langweilig: wenn von Mark Strong verkörperte finster dreinblickende Schurke eine Art Ghostbusters Armee befehligt reicht bei so einem Film für ein paar effektvolle Kämpfe aber erfindet das Genre nicht neu. Wie dieser alberne überdrehte Heldt ins restliche Superhelden Universum von DC eingegliedert werden soll ist mir allerdings nicht klar, da er als eigenständige Nummer absolut wunderbar funktioniert aber mit den düsteren DC Helden die bislang präsentiert wurden restlos inkompatibel erscheint

Fazit spaßiger comic Film mit viel Herz und Witz nur etwas über lang und vielen routinierten Punkten !

Rating: ★★★★☆

Sharknado 6 – The Last one

Haibekämpfer Fin schnappt sich eine Zeitmaschine und reist 66 Millionen Jahre in die Vergangenheit um zu verhindern daß es zum ersten Sharknado überhaupt kommt. Auf dem Rückweg kreuzt er allerdings diverse Epochen und Ereignisse …

Ist es ein Gag wert daß man fünfeinhalb Filme braucht um ihn vorzubereiten? Sicherlich nicht, aber ist hier halt mal passiert: in einer Szene steht Ian Ziering vor Tori Spelling und fragt „Kommst mir bekannt vor, waren wir auf der gleichen High-School?“ … das war sicehrlich nicht die Intention der Serie, aber ist natürlich ein ungemein runder und passender Joke … ansonsten gibt es nichts was man wirklich sagen kann. Die Serie war schon immer eine Insider Veranstaltung deren Jokes sich nur einem bestimmten Zielpublikum erschließen: ich habe nie dazu gehört und kontne mit der Kombi aus Trash Filmversatzstücken, grottigen Ideen und miesen Effekten nichts anfangen . Deswegen habe ich mir die sechste und als finale Runde angekündigte Folge nur der Vollständigkeit halber angesehen, und weil sie so zeitsparend knapp war mit gerade mal 80 Minuten … joa, aber so ausfiel wie ichs erahnt habe. Im neuen Film wird das Thema Zeitreisen aufgegriffen und die Figuren in einen bunten Mix aus Epochen und Sets geworfen … und immer mal wieder fliegen Haie durch die Gegend. Wer die Serie mochte kriegt hier vielleicht ein ausreichendes Finale, für den Rest der Welt ist es Obertrash der bittersten Sorte.

Fazit: Die BilligSaga endet … endlich!

Rating: ★☆☆☆☆

Bumblebee

Der Autobot Bumblebee kommt im Jahre 1987 auf die Erde und versteckt sich auf einem Schrottplatz. Dort kommt jedoch die 17-jährige Schülerin Charlie (Hailee Steinfeld) dahinter wer und was Bumblebee eigentlich ist. Zwischen Den beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft …

Es gab Zeiten da wurden uns ganze vierzehn weitere Transformers Filme angekündigt, nach dem spektakulären abschmieren der Reihe bei Transformers 5 wurde sie aber beendet. Trotzdem rückt nun dieses Prequel noch nach bei dem eine entscheidende Geschichte passiert ist: ein Regiewechsel. Michael Bay produziert noch und diese neue Ausrichtung des Looks, der Stimmung und der Inszenierung hebt den Film über seine Vorgänger meilenweit hinaus. Klar: Originell sieht dabei anders aus, aber der Film setzt auf eine unfassbar schöne Nostalgiekeule. Es ist nicht wie die anderen Transformers Filme eine einzige Materialschlacht sondern ein kleiner, ruhiger 80er Jahre Kinderfilm: einsames, trauriges Mädchen entdeckt ein übermächtiges Wesen und freundet sich damit an. Daraus entspringen viele kleine Szenen die unspektakulär, aber spaßig und mitunter fast intim sind, dies wird auch noch in ein gewolltes, aber funktionierendes 80er Jahre Setting eingebunden aus dem auch viel Hezr und Charme entspringt. Glückssache ist daß die gebotenen Figuren allesamt herzerwärmend und nett sind. Da braucht es den Subplot in dem ein paar böse Transformers hinter Bumblebee her sind oder John Cena als Militärverfolgaer nicht, aber sie dienen halt dazu um im Showdown ordentlich Action abzuliefern. Das tun sie ach, aber in deutlich kleinerem Maße und in liebenswerter Form.

Fazit: Keine seelenlose Materialschlacht sondern herzlicher Kinderfilm mit Charme und Seele!

Rating: ★★★★☆

Sharknado 5 – GLobal Swarming

Die tödlichen Hai-Stürme haben Nordamerika fast vollständig zerstört und es bahnt sich ein noch schlimmeres Ereignis an: ein globaler Sharknado. Daher müssenFin (Ian Ziering) und April (Tara Reid) einen Weg finden die Welt zu retten …

Man stelle sich vor jemand erzählt mir einen Witz – ich lache vielleicht, oder finde ihn witzig oder eben garnicht. Wird es besser wenn ich diesen Gag wieder und wieder erzählt bekomme? Eben nicht. Aber das ist das Problem an der Sharknado Reihe: ein Ggrundprinzip welches im Kern ok ist wird wieder und wieder durchgespult, immer mit ein paar noch dämlichen Cameos, Zusatzideen oder Filmparodien. Mir ist dabei trotzdem schon seit längerem nicht mehr zum lachen zumute: der Umstand das Haie überall herkommen, daß die Effekte aussehen als hätte sie der Praktikant gemacht oder daß Ian Ziering über allem thront und den Obermacho spielt – ich habs satt.

Fazit: Wer die Serie mochte findet sicher auch Spaß an dieser Folge, allerdings gibt es nichts neues sondern nur alte Gags in abgeschmackter Form!

Bad Spies

Audrey (Mila Kunis) entdeckt daß ihr Ex-Freund Drew (Justin Theroux) in Wahrheit ein Spion ist. So gelangt sie in den Besitz eines brisanten USB Sticks und muß mit ihrer überdrehten Freundin Morgan (Kate McKinnon) nach Europa reisen um diesen zu übergeben …

Das ist doch schonmal cleveres Marketing: einen Film der „The Spy who dumped me“ heißt in „Bad Spies“ umzubenennen, haha, schließlich spielt Mila Kunis die Hauptrolle und ist bekannt aus „Bad Moms“ – reicht doch wenn man möglichst schnell die Parallelen zieht. Mit den zwei Mutterkomödien hat der Film trotz Kunis rein garnichts zu tun, spielt einfach nur die altbekannte Mär vom braven Normalbürger ab der sich in die bleihaltige Agentenwelt verirrt. Dieser Plot hat durchaus schon einige male für ganz passable Komödien getaugt, hier jedoch stimmt die Balance nicht: auf der einen Seite wird infantil und nervend kalauert, auf der anderen Seite gibt es meterhohe Leichenberge und Brutalität die stellenweise eines John Wicks würdig wäre. Uund da die beiden Hauptfiguren sich wie Lawinen durch die Gegend bewegen und sich für ihr mitunter rücksichsloses Verhalten nirgendwo entschuldigen kommen sie hochgeradig unsympathisch daher. Mag sein daß mache Gefallen daran finden – für ein paar Lächler taugts, aber der Rest ist eher abstoßend.

Fazit: Selbstherrliche und ultrabrutale Komödie, arrogant auf die Hauptfiguren gerichtet!

Rating: ★★☆☆☆

Action Point

D.C. (Johnny Knoxville) betreibt einen Vergnügungspark, in dem er ein simples Prinzip verfolgt: die Sicherheitsmaßnahmen sind extrem niedrig wodurch die Attraktionen maximalen Spaß bieten, aber auch hochgradig gefährlich sind. Schon bald gibt es jedoch Konkurrenz durch einen anderen Park …

An Johnny Knoxville und dem was er immer so getan hat scheiden sich wohl die Geister: ich selber habe immer Respekt gehabt vor den Stuntleistungen und der unerschrockenen Art mit der er seinen Körper ramponiert hat, fand ihn aber auch nur in Maßen lustig und kann jeden verstehen der ihn garnicht abkann. Bei diesem Film dient die Handlung auch nur als Fassade um reihenweise absurde Stuntszenen aneinander zu pappen: ein Freizetpark entfernt alle Sicherheitsvorkehrungen so daß der Park zur reinsten Anarchie und einer filmischen Dauerstuntshow wird. Und da sind reihenweise Szenen drin wo man mit offenen Mund staunt, dazwischen gibt’s aber ebenso oft lauten, cholerischen Humor der recht schnell zu albern ist. Trotzdem ist es erfrischen Action zu sehen be der nicht einstürzende Hochäuser vorkommen, sondern wirklich Menschen mit körperlichem Einsatz dabei sind – hat schon seltenheitswert.

Fazit: Furchtbar albern, aber mit doch beeindruckenden Actionszenen!
Rating: ★★★☆☆

Ant-Man and the Wasp

Scott Lang (Paul Rudd) kehrt von seiner Mission mit Captain America zurück und begibt sich mit seinem Mentor Dr. Hank Pym (Michael Douglas) und dessen Tochter Hope van Dyne (Evangeline Lilly) an einen neuen Auftrag: er soll Hopes Mutter finden. Dabei unterstützt ihn Hope mit einem neuartigen Wasp Kostüm …

Runde zwei für den Ameisenmann, wobei es ja nichts bringt ihn als Sequel zu „Ant-Man“ zu schauen weil man für die vollständige Handlung auch „Civil War“ und „Infinity War“ benötigt. Wobei, eine wirkliche Handlung gibt es nicht die hier vervollständigt wird, es gibt lediglich ein finales Ziel: die vonMichelle Pfeiffer gespeitel Frau von Hank Pym ist seit 30 Jahren verschollen und soll nun endlich gerettet werden, für diese Rettung wird ein bestimmtes Objekt benötigt und um diesen MacGuffin kloppen sich dann diverse Parteien ser lange – das ist in der Tat die Story des ganzen Films. Dabei gibt es viele Macken, Walton Goggins wirkt in seiner völlig überflüssigen Rolle bleich, der Schurke Ghost ist schreiend undsympathisch und uniteressant und überhaupt ist diese Handlung komplett redundant da keine Figur eine wirklich entscheidende Entwicklung durchmacht. Dafür macht die präsentierte Action soweit Spaß, bringt die typischen Gags mit Schrumpfen und Wachsen und obendrein hat der Film wieder den bekannten, humorigen Ton der mitunter schon glatt zu viel ist. Letztlich: nach dem tragischen Infinity War ist es schön nochmal einen fröhlichen Marvel zu schauen. Aber nötig war er nicht.

Fazit: Spaßiges Nichts, harmlos und nett, aber nicht besonders.
Rating: ★★★☆☆