Archiv der Kategorie: Zeichentrick

Werner – Eiskalt

Werner und sein Erzfeind Holgi lieferten sich bereits im Kinderwagen erbitterte Duelle – leider kam Holger aus einem besseren Umfeld und konnte dank teurerem Material stets die Kinderwagenduelle und anderen Konflikte für sich entscheiden. Im Erwachsenenalter will Werner die einstige Schmach endlich vergessen machen und fordert Holger zu einem neuen, entscheidenden Duell heraus …

Es ist nicht immer gut wenn ein Film genau das ist was er im Film verspricht – in diesem Falle ist eiskalt genau die Wirkung die er bei mir erreicht. Wobei eiskalt nicht erfrischt und unterkühlt spannend meint, sondern den Umstand dass in fast 100 Minuten weniger Gags drin sind als ich Finger an der Hand hatte. Am Ende bleibt eine Erkenntnis: Werner, selbst Werner Beinhart war nie wirklich Kult sondern lediglich bekannt, der Humor ist gezielt norddeutsch und erreicht in anderen Gegenden eben deutlich weniger Leute und hat dabei ne ganz andere Wirkung. Trotzdem ist der Film anscheinend überzeugt die endlose Aneinanderreihung von Zeichentrickverfolgungsszenen und platten Sprüchen reicht schon um einen zu vergnügen – nun, weit gefehlt. Ein noch größerer Fail ist aber die Idee, den scheußlichen Fehler des ersten Films zu wiederholen und eine Mischung aus Zeichentrick und Realfilm zu machen. So dümpelt sich ein träger Mischmasch aus Zeichentricksketchen und echtem Blödelfilm dahin der so peinlich schlecht gespielt ist und so armselige Gags parat hält dass man dies auch nicht mit ner Menge Bölkstoff wettmachen kann. Lediglich der Gedanke Werner mal in einen Manga spazieren zu lassen erweist sich als humorig – aber nicht so dass es den ganzen Film trägt. Sollte es wirkliche Werner Fans geben werden die an diesem Streifen so was wie Spaß haben, für einen Gelegenheitsgucker wie mich stellt dieser Film in der Tat einen totalen Tiefpunkt einer ohnehin maßlos überschätzten Serie dar.

Fazit: Unerträglich alberner und fast nie lustiger Wust aus Langeweile!
Rating: ★★☆☆☆

Tom und Jerry – Der Film

Kater Tom und Maus Jerry liefern sich den üblichen Krieg der aber schnell eine ganz andere Intensität nimmt als eine Abrissbirne ihr Haus weg reißt.  So treffen sie auf die kleine Ausreisserin Robyn, die es zu Hause bei ihrer bösen Tante nicht mehr ausgehalten hat. Da zahlreiche raffgierige Verwandte hinter den Vermögen ihres verschollenen Vaters her sind. Natürlich sind Tom und Jerry schnell bereits Robyn zu helfen …

Tom und Jerry hab ich zwar als Kind gerne und oft gesehen (obwohl außer dem Titellied „Vielen Dank für die Blumen“ kaum was hängen geblieben ist), trotzdem war ich eigentlich nie bestrebt mir den ersten Kinofilm der beiden anzuschauen. Hat ja nun letztlich nur 20 Jahre gedauert bis er mir im Lovefilm-Online Player entgegen gepurzelt kam … und ich habs nicht bereut. Ganz ehrlich: bei dem kindlichen Slapstick mit dem sich die beiden hier das Leben schwermachen hab ich ein herzliches Lächeln im Gesicht. Natürlich kann man das nicht über 80 Minuten auswalzen, darum setzt schnell eine konventionelle, aber herzliche Geschichte ein in der die beiden einem Mädchen in Not zu Hilfe eilen. Sympathische Helden, fiese Schurken (die böse, dicke Tante) und ein wohldosiertes Maß aus Witz, Slapstick und kindergerechter Spannung sind hier bestimmend. Für mich hat das selbst heute noch einen mächtigen Charme, ich fürchte aber eher dass der nach heutigen Maßstäben klobige Zeichenstil andere davon abhält sich mit der Thematik zu befassen.

Fazit: Herzlich-sympathisches Revival mit zwei bekannten „Altstars“
Rating: ★★★★☆

Asterix in Amerika – Die checken aus die Indianer

Das kleine gallische Dorf leistet immer noch Widerstand gegen Caesars Invasionstruppen – dank des Zaubertranks des Druiden Miraculix. Um das Dorf zu schwächen lässt Cäser diesen entführen und nach Amerika schaffen. Asterix und Obelix reisen zügig hinterher um ihn zu retten was der Auftakt einer ereignisreichen Reise wird …

Ich habe alle Asterix Hefte im Schrank stehen, mit den Filmversionen konnte ich mich jedoch meist nicht so richtig anfreunden. Wobei: die aus heutiger Sicht geradezu klobigen Streifen aus den 80ern kommen für mich dem Feeling der Hefte viel näher als die überladenen Realverfilmungen. Diese hier stellt wohl die letzte gezeichnete Fassung da, aus dem Jahre 2003 – wobei die schon da kaum noch auf Zuspruch gestoßen sein dürfte. Umgesetzt wird dabei das Heft „Asterix in Amerika“, wie werkgetreu kann ich so jetzt nicht mehr sagen, aber relativ dicht. Die Synchro der Figuren ist etwas ungewohnt, Günther Pfitzmann ist ja leider nicht mehr da gewesen, aber Ottfried Fischer z.B. als Obelix wirkt mir viel zu unwuchtig. Der Humor und die Gags bewegen sich auf gewohntem und bekanntem Niveau, für Fans also ganz annehmbar, für die meisten die da schon mehr auf Pixar standen muß es wohl ein Relikt der Vergangenheit gewesen sein. Ich finds da schon aussagekräftig dass danach keine weiteren Filme dieser Art mehr gemacht wurden … und nicht zu Unrecht.

Fazit: Putziges Wiedersehen mit Figuren und einem Humor den man so heute nicht mehr an den Mann gebracht bekommt!
Rating: ★★☆☆☆

Der kleine Eisbär

Seit seiner Geburt hat der kleine Eisbär Lars nur Blödsinn im Kopf und spielt immer wenn es geht mit seinen Freunden: dem Eisbärmädchen Greta, der Schneegans Pieps und dem Schneehasen Lena. Als Lars Roppy die Robbe trifft haben seine Eltern zunächst Vorbehalte dass sich ein Eisbär mit einer Robbe anfreunden könnte – doch werden eines besseren überzeugt …

Spätestens dieser Titel belegt endgültig: ich gucke echt alles. Alles was der Lovefilm Online Player zu bieten hat. Wobei dies natürlich kein schlechter Film ist, nur ich bin definitiv das falsche Zielpublikum. Für kleine Kinder unter sechs dürfte das Ganze aber eine ganz putzige und sehr liebevolle Geschichte sein, Herz und Humor sind kleinkindergerecht und das Verständnis wird nicht über alle Maßen strapaziert. Die Helden sind harmlos und lieblich und die Story die auch alten Pfaden mit Mut, Freundschaft ect folgt tut keinem weh. Lediglich der Erwachsene der sich das mitanschauen muß könnte öfters mal zur Uhr schauen. Ist aber ok da die Geschichte mit 75 Minuten sehr knapp ausfällt.

Fazit: Braver Kleinkinderfilm, technisch zwar ziemlich klobig, aber für sein Zielpublikum ein Spaß!
Rating: ★★★☆☆

Asterix – Operation Hinkelstein

Ein unglücklich geworfener Hinkelstein von Obelix trifft den Duiden Miraculix am Kopf und hat katastrophale Auswirkungen: Miraculix weiß nicht mehr wer er ist und hat darüber hinaus auch das Rezept für den Zaubertrank vergessen der die Dorfbewohner unbesiegbar macht. Obendrein trifft der bösartige Seher Lügfix im Dorf ein der im Auftrage von Cäsar Unmut und Zweifel unter die Dorfbewohner streut …

Ist Asterix heutzutage überhaupt noch angesagt? Keine Ahnung. Damals wars das jedenfalls und alle paar Jahre kam ein neuer Zeichentrickfilm heraus der meist zwei Bände der Serie nahm und zu einer Story verquickte – hier wurden eben die Handlungen aus „Operation Hinkelstein“ sowie „Der Seher“ vermischt. Wer die Bücher bzw. die Hefte kennt wird daher wenig neues entdecken, aber viel Spaß gehabt haben – wer mit der Asterix Thematik eh nie in Berührung gekommen ist kann hierbei leider wenig Freude habe (ich weiß es da meine Eltern mich in diesen Film ins Kino mitnahmen und ich mich als achtjähriger nur gelangweilt habe). Verglichen mit heutigen Animationsfilmen wirkt das ganze eh recht klobig und steif in den Bewegungen und auch vom Humor her deutlich aus einer anderen Epoche.  Daher werden sich eher ältere Leute dieses Werk noch mal aus Nostalgie ansehen als dass es neuere Zuschaue gewinnt. Für mich steht bei alledem aber unumstößlich fest: gegenüber den grausamen Realverfilmungen sind diese Filme absolut top.

Fazit: Dicht an der Vorlage gehaltene Umsetzung, für Fans ein Fest!
Rating: ★★★☆☆

Der Gigant aus dem All

Der neunjährige Hogarth Hughes verfolgt im Oktober 1957 die Nachrichten des kalten Krieges zwischen den USA und den Sowjets und wird dadurch zu einer Menge alberner Fantasien angeregt. So macht er sich auf die Suche nach einem Mann aus Metall den angeblich ein Fischer gesehen hat. Diese Geschichte stellt sich aber als wahr heraus: Hogarth findet einen metallischen Riesen der zwar bedrohlich wirkt, doch völlig harmlos ist. Trotzdem wird er schon bald von diversen Regierungsagenten gejagt …

Dieser Film verdient heute natürlich noch mal genau untersucht zu werden – schließlich stammt er von Brad Bird der mittlerweile mit „Die Unglaublichen“ und auch dem vierten „Mission: Impossible“ Film ordentliche Werke auf die Leinwand geschickt hat. Hier liefert er brave, passable und unaufdringliche Kinderkost ab, die klassische Freundschaft zwischen zwei komischen Gestalten, in diesem Fall einem Roboter der ein großer Bruder der Transfomers sein könnte und einem aufgeweckten Jungen.  Damals war dies ein nicht Disney Film der wenig beachtet wurde (aber von der Kritik durchaus gemocht wurde), heute wirkt er geradezu altbacken weil er gezeichnet und nicht animiert ist. Herz besitzt die Geschichte trotzdem und das Ende ist auch nicht unbedingt so wie man es erwarten würde … daher lohnt der Film durchaus einen Blick wenn er einem mal in die Finger fällt.

Fazit: Putziger Kinderfilm mit überraschendem Ende!
Rating: ★★★☆☆

Das magische Schwert – Die Legende von Camelot

Das magische Schwert Excalibur welches seinem Besitzer unendliche Macht verleiht wird verwahrt auf Schloß Camelont, seit es Prinz Artus als Kind geschafft hat es aus dem anscheinend unbezwingbaren Runenstein zu ziehen. Dann aber nutzt der Vogel Greif eine sich bietende Chance und stiehlt es – verliert es aber bei seiner Flucht im Wald. So beginnt eine eilige Suche nach dem Schwert …

Da versuchte Warner Bros. Im Jahre 1998 mal nen Fuß in die Tür zu bekommen: in den Zeichentrickfilm der da noch in felsenfester Disney-Hand war. Aber so ehrenhaft der Versuch auch war, so müde dürfte ein Disneymensch drüber gelächelt haben. Denn: im Grunde versucht der Film die gleiche Taktik wie die Macher aus dem Maushaus. Eine bekannte und bestehende Geschichte wird als basis aufgefahren (hier eben die Artus-Sage) und dann kindergerecht serviert – mehr oder weniger spannend, immer witzig und natürlich nicht hardcore spannend und brutal, sondern kindgerecht aufregend. Ein besonderer Reiz in der deutschen Fassung natürlich die Synchro des Drachen: die übernehmen die „RTL Samstag Nacht“ bewährten Olli Dittrich und Wiegald Boning. Bewährt und routiniert ist auch das sonstige Fazit für den ganzen Film – nur leider finden sich wirklich nirgendwo besondere, herausragende oder erwähnenswerte Highlighs!

Fazit: Netter Versuch von Warner einen Zeichentrickfilm in Disney-Manier zu basteln. Es blieb beim Versuch!
Rating: ★★★☆☆

Aloha Scooby Doo!

Die Mystery-Inc reist nach Hawaii da Daphne dort die Chance bekommt Kleide rfür eine Firma zu entwerfen. Vor Ort holt sie aber schnell der totale Alptraum ein: ein Dämon überfällt einen Sufer Contest. Fortan sind Shaggy, Scooby, Daphne, Vilma und Fred auf der Suche nach dem geheimisvollen Dämon …

Scooby Doo ist doch an sich ein Selbstläufer bei dem auch die Zeit zu der es entstanden ist ziemlich egal ist. Dieser Film ist von 2005, aber könnte genauso gut noch von früher sein, aus der Entstehungszeit der Fernsehserie. Ich hab den Eindruck dass dies vielleicht das Drehbuch für einen weiteren Realfilm war der aber dann so nicht umgesetzt wurde. Seis drum: falsch machen kann man bei der Vorlage eh nichts, die Frage ist mehr: ist man ein Fan oder nicht? Ich bin es definitiv nicht, aber ich mochte insbesondere die zwei Realverfilmungen sehr und kann das Thema nett belächeln. Aus dieser Sicht war auch der hier vorliegende Film ne saubere Sache: gerade mal 74 Minuten lang bringt es all die üblichen Gags und vorhersehbaren Verläufe, ein paar schöne Lacher, die gängigen Kindertauglichen Gruselgags und die Auflösung mit gelüpften Masken. Daher kann mans auch nicht der breiten Masse empfehlen sondern eben nur denjenigen die den gefrässigen Hund mögen – und die werden vollends zufrieden sein.

Fazit: Scooby Doo als kurzweiliger TV Film, nichts spektakuläres, aber doch nett!
3 Punkte

Green Lantern – First Flight

Testpilot Hal Jordan findet ein abgestürztes Raumschiff mit einem sterben Alien darin – das ihm vor seinem Tod noch einen geheimnisvollen Ring überreicht. Mit diesem wird Hal Mitglied im Green Lantern Chor, einer Gruppe übermenschlicher Aliens die im Universum für Frieden sorgen. Und Hal ist schon bald im Getümmel verstrickt als sein Mentor Sinistro sich gegen die eigenen Leute wendet …

Ich hab vor der neuen Kinofassung noch gar nichts vom „Green Lantern“ geguckt und war von der 3D Version wenig angetan – aber dieser nur 75 Minuten lange Comicentwurf sagt mir noch weniger, einfach gar nicht zu. Was soll das? Schon der Film ist total gehetzt und abgehakt, aber das was dort immerhin 20 Minuten in Anspruch nahm wird hier in weniger als 5 durchgezogen. Auch ansonsten ist die kantige Zeichenweise der Figuren Zeichentrick von der Stange auf TV Niveau – nett, aber niemals besonders. Für Fans sieht das anders aus, aber zu denen kann ich mich wohl nicht zählen – für mich ist das nur die Standardkiste von gut gegen böse mit viel Getöse und Pathos. Aber wer drauf steht, dem seis nicht madig gemacht.

Fazit: Die Green-Lantern Thematik als Serientaugliche Zeichentrickfassung: nett und wohl nah an der Vorlage, aber nur leidlich unterhaltsam!
Rating: ★★☆☆☆

Küss den Frosch

Seit ihrer Kindheit träumt die Kellnerin Tiana davon ein eigenes Restaurant zu haben. Als ihr auf Maskenball einer reichen Freundin ein sprechender Frosch begegnet der behauptet ein Prinz zu sein geht sie den Deal mit ihm ein dass er ihren Wunsch erfüllt wenn sie ihn küsst und zurückverwandelt. Leider geht das aber schief und Tia wird selbst zum Frosch. Fortan beginnt eine gefahrenvolle Reise um eine Möglichkeit zu finden zurückverwandelt zu werden …

Zurück zu den Wurzeln, lieber Disney-Konzern? Eigentlich war das Thema Zeichentrick ja vom Tisch, mittlerweile sind Filme nicht mehr gezeichnet sondern animiert – aber in den letzten Jahren sind die Animationsfilme so derartig viel geworden das ein gezeichnetes Werk schon wieder richtig originell ist. Dazu ein handzahmes Weihnachtsmärchen mit logischem Verlauf und Happy End und den allseits gefürchteten Gesangseinlagen und dem üblichen lustigen Weggefährten. Im Grunde also ein Kinderfilm der aber eher für die älteren Semester zum Nostalgietripp wird. Ansonsten ist das übliche Problem das man die Singerei am liebsten vorspulen würde, sonst hat die Fantasymär Herz und Witz und den altmodischen Disneycharme. Trotzdem wirkts irgendwie etwas verstaubt.

Fazit: Schön nochmal so einen altmodischen Film zu schauen – aber es wär auch zu Disneys Glanzzeiten nicht ihr bester gewesen!
Rating: ★★★☆☆