Archiv der Kategorie: Science-Fiction

High Life

Monte (Robert Pattinson) und seine kleine Tochter Willow (Jessie Ross) leben auf einem ramponierten, ehemaligen Gefängnisraumschiff. Dieses jedoch droht Kurs auf ein schwarzes Loch zu nehmen …

Ich bin kein Fan von harter Sci-Fi; ebenso wenig konnte ich mit „Good Times“ etwas anfangen in dem Robert Pattinson zeigte daß er ein guter Darsteller ist und sich mit Vorliebe abseits des Mainstreams bewegt. Der Grund warum ich dann aber doch mal versucht habe diesen Film zu schauen war ein ganz anderer: der Film wurde wohl komplett in Köln gedreht, in einem hiesigen Studio, wenn auch nahezu keine Szene außerhalb spielt und man vom lokalen nichts zu sehen bekam. Und der Film an sich ist eben das was ich unter einem solchen Sci Fi Stoff erwarte: trist, düster, bedrückend. Das Setting ist und schön anzusehen, die Figuren sind kantig und unangenehm und alles in alles war dies ein langer, anstrengender Titel in den ich nicht wirklich reingekommen bin. Schade, aber wohl logisch. Man muß wirklich der Science Fiction mehr als nur durch Star Wars offen gegenüber stehen, dann eröffnet sich vielleicht ein interessanter Film und ein paar spannende Ansätze. Für mich wars reine Qual.

Fazit: Wie ein Hardcore Sci-Fi Fan dieses Werk auffast weiß ich nicht – als Laie und auf den Unterhaltungswert schauend war es für mich abre pure, unzugängliche Schwere!

Kin

Teenager Eli (Myles Truitt) findet einen mysteriösen Gegenstand, der sich als mächtige Waffe erweist. Damit eilt er seinem Adoptivbruder Jimmy (Jack Reynor) zu Hilfe als der von einem Ganoven (James Franco) bedroht wird. Damit wird er zur Zielscheibe der Polizei, der Gangster und einer außerirdischen Präsenz …

Ein Film der sich irgendwie jeder Einordnung entzieht. Der Beginn jedenfalls kam mir vor als hätten hier die Seiten von mehreren Drehbüchern irgendwie aneinandergeklebt. Da ist zum Teil eine ominöse Geschichte eines kleinen Jungen der an ein futuristisches Gewehr gerät, auf der anderen Seite ist es die Geschichte eines Kriminellen der aus dem Gefängnis kommt und sein Umfeld und seine Familie ins Unglück stürzt. Diese Geschichte finden dann zusammen und werden zu einer Art Road Movie. Spannend dabei: das Ding sieht extrem schlicht aus, arbeitet aber mit einer sehr futuristischen Story. Und macht dabei sehr vieles richtig: der Film hat glatt das Grundgefühl von Stranger Things und könnte eine ähnliche Zielgruppe erreichen. Beim Massenpublikum dürfte die wilde Genremixtur hingegen nichtg so sehr punkten.

Fazit: Kleiner und eigenwiller Film, außerhalb der Schema F Werke.

Rating: ★★★★☆

Anon

In einer utopischen Zukunft gibt es keine Privatsphäre mehr und absolut alles von jedem Menschen wird aufgezeichnet – wodurch Detektive wie Sal Frieland (Clive Owen) eigentlich gar nichts mehr zu tun haben. Als er dennoch einen Mord untersucht findet er eine Frau (Amanda Seyfried) die dem Überwachungssystem stets voraus zu sein scheint …

Das Interesse am Film begründete sich für mich schon durch Regisseur Andrew Niccol der bereits hinter „Gattaca“ und „Lord of War“ steckte. Allerdings war auch Vorsicht geboten: der Film wurde als Netflix Neuveröffentlichung angekündigt, verschwand dann plötzlich von dort und wanderte weiter zu einer regulären Heimkino Veröffentlichung. Filme die so aufwendig aussehen, dann aber doch zu Netflix anwandern sehe ich immer kritisch – hier kann ich es aber verstehen. Dies ist sicher kein Titel der an Kinokassen gut gegangen wäre: das düstere, triste Bild ist nich das was zahlende Zuschauer auf einer Leinwand schauen wollen, ebenso ist die Story relativ klein gehalten: eine Art futuristischer Krimi über ein scheinbar perfektes System in dem sich Risse zeigen. Auf die gegebene Art funktioniert das alles aber Bestens: klein überschaubar und spannend sind dies eben die Titel die man hofft in einem Streaming Angebot zu finden. Und mit Darstellern wie Clive Owen und Amanda Seyfried füllt man zwar keinen Kinosaal, aber erreicht mehr als solide Aufrufzahlen.

Fazit: Kleiner Sci-Fi Krimi mit tristem Look, aber spannend und ordentlich umgesetzt!

Alita – Battle Angel

Im 26. Jahrhunderf indet der Mechaniker Dr. Dyson Ido (Christoph Waltz) findet den Kopf eines weiblichen Cyborgs auf dem Schrott und bringt ihn wieder zum Laufen. Daraus entsteht Alita (Rosa Salazar) die Ido wie eine Tochter betreut und aufzieht. Allerdings hat sie eine düstere Vergangenheit die sie schon bald einholt …

Das ist endlich mal wieder Kino mit einer gewissen epischen Größe wie man sie selten sieht und wie es wohl nur ein James Cameron auf eine Leinwand wuchten kann, und wenn auch nur als Produzent. Das gepaart mit Robert Rodriguez als Regisseur verspricht eine spannende Sache zu werden – aber man muß Einschränkungen in Kauf nehmen. Zum einen könnten manche an der Heldin Anstoß nehmen die mit digitaler Technik im Gesicht animiert ist was durchaus den berüchtigten Uncanney Valley Effekt haben kann. Mir selber kam sie als Figur aber unglaublich liebenswert vor. Die Story baut diverse Plotlines auf die aber stetig gewechselt werden, ich hab hier irgendwie keine geradlinige Geschichte die vermittelt werden sollen. Für lles andere entschädigt eine gigantische, atemberaubende Optik die insbesondere im Kino durch die 3D Brille sagenhaft aussieht. Deswegen: trotz inhaltlicher Schwächen lohnt sich definitiv ein Kinoticket.

Fazit: Inhaltlich mitunter schwächelnde, aber von der Aufmachung her gigantische Effektbreitseite!

Rating: ★★★☆☆

Extinction

Familienvater (Michael Peña) hat einen regelmäßig wiederkehrenden Traum, in dem er eine Alieninvasion sieht und den Tod seiner Familie. Als es dann tatsächlich zu einer Alienattacke kommt versucht Peter alles im das Schlimmste zu verhindern und entdeckt unglaubliche Fähigkeiten an sich …

Wieder mal ein Freitag, in wieder einmal haut Netflix da den Film der Woche raus. Ich sleber schwanke nun zwischen den Polen einerseits die Umstände, andererseits den Film für sich zu betrachten. An sich habe ich an dem Film garnichts zu beklagen – es ist eigentlich wieder einmal die Zusammenfügung bekannter Versatzstücke, aber in einer ganz neuen und vertretbaren Form, mit passablen Darstellern, überschaubarem Aufwand und einer angenehmen Lauflänge. Solide Sci-Fic Kost die im letzten Drittel mit einem sehr guten Twist überrascht. Auf der anderen Seite ist dies keine frische Filmkost mehr, sondern Massenspeisung, ein Titel der hermuß weil jede Woche einer hermuß und eben genau daß ist das Material wegen dem Leute nicht mehr groß ins Kino rennen und sich damit begnügen. Bedeutet: Erwartungen an Kinoqualität sollte man nicht stellen, auf dem Sektor des Streamings funktioniert hier aber eigentlich alles absolut zufriedenstellend.

Fazit: Solider SciFi Film mit gutem Twist und angemessenen Ausmaßen – gehobene Streaming Qualität!

Solo – A Star Wars Story

Die Jugendjahre des Schmugglers Han Solo (Alden Ehrenreich) der von der Flugakademie geworfen wird und dann vom Gangster Tobias Beckett (Woody Harrelson) auf eine Mission geschickt wird, Begleitet von Chewbacca (Joonas Suotamo), von Qi’Ra (Emilia Clarke) und Lando Calrissian (Donald Glover) …

Und das große Auspressen geht weiter: nachdem Disney die Rechte an Star Wars erworben hat hauen sie nun eben eine neue Trilogie raus, aber ergänzen es ebenso durch Bonusfilme die sich um Figuren oder Nebenplots ranken. Nun kriegt auch der Weltraumschmuggler Han Solo ein eigenständiges Werk welches man aber eigentlich nur mit purer Gleichgültigkeit sehen kann: die Figur Han Solo ist untrennbar mit Harrison Ford verbunden, Alden Ehrenreich gibt hier einen netten Helden der optisch an den alten Ford Look angelehnt ist, aber sich niemals so „anfühlt“. Ansonsten gibt es das was zu erwarten war: der Film spielt eben in der Star Wars Welt, hat ein paar nette Kulissen die an die alten Sachen erinnern, permanente kleine Referenzen und Anspielungen und eine passable Mannschaft aus Nebenfiguren. Die Story ist ein simpler Heist Movie in der jeder jeden betrügt – eigentlich ok, im Zusammenhang mit der eigentlichen Star Wars Haupthandlung aber restlos unnütz. Lediglich die Passage in der die Helden mit dem rasenden Falken gegen ein paar Tie Fighter kämpfen zu den Klängen der alten Star Wars Melodie lässt kurzweilig das Gefühl der alten Teile aufkommen. Richtig klagen kann man hier eigentlich nicht, wirklich langweilen tut man sich auch nicht . Aber es macht doch sehr klar daß hier gelackte und kalkulierte Werke entstehen die nur dem Kommerz dienen und nicht dem Umstand folgen daß es noch was zu erzählen gibt.

Fazit: Zu lang geratener Weltraumwestern mit einer gewissen Kurzweil und viel Fanservice!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=pZgsuFUmYY0

Ready Player One

Die Erde ist im Jahr 2045 völlig heruntergekommen, weswegen sich viele Menschen in die virtuelle Welt OASIS . Als deren Erfinder James Halliday (Mark Rylance) hinterläßt er ein Rätsel welches in der Welt versteckt ist und zu seinem Reichtum führen soll. So begegebn sich viele Menschen auf die Suche, auch der Teenager Wade Watts (Tye Sheridan) …

Im Zusammenhang mit diesem Film wird immer auf das Thema „Zitate“ eingegangen – warum eigentlich?`Klar, es gehört zu den Aushängeschilden des Films daß er an jeder nur erdenklichen Stelle Film oder Literaturfiguren in Szene setzt, daß sich jeder in der stattfindenden virtuellen Realität irgendwie seine Einflüsse visuell erfüllt, das ist für mich ein Gimmick, aber nicht daß worauf der Fokus liegen sollte. Wirft man den nämlich auf die Story gibt’s nicht wirklich innovatives, aber eben was spaßiges zusehen: ein Teeanger und ein paar Gefolgsleute suchen in einer bunten Phantasiewelt nach einem Schatz. Das bringt eine Menge absurder Momente, Situationen und Verweise mit sich die viel Spaß machen. Technisch ist das alles auf hohem Niveau, wenngleich die Videospielwelt konsequent künstlich ist, die Figuren sind sympathisch, nur in ihrer menschlichen Form nicht sonderlich aussagekräftig. Und der stetige Einsatz bekannter Kulturzitate mit Schwerpunkt der 80er ist sehr liebenswert, aber stellenweise auch an der Grenze zur Reizüberflutung. Letztlich ist es aber vor allem eine Sache die wir so schon lange nicht mehr gesehen haben: ein großer Spielberg Film auf der großen Leinwand.

Fazit: Witzig, bunt und voller Anspielungen – großes Vergnügen!

Rating: ★★★★☆

The Cloverfield Paradox

Da die Energieressourcen der Erde nur noch fünf Jahre reichen werden versucht ein Team Wissenschaftler von einer Raumstation aus ein riskantes Experiment mit dem Shepard-Teilchenbeschleuniger. Bei Erfolg würde die Erde wieder ausreichend Enrgie haben – durch einen Vorfall gerät das Projekt jedoch in furchtbare Gefahr …

Na gut, in Punkto Vermarktung war dieser hier ein totaler Clou: angekündigt war daß es einen dritten Cloverfield Film geben würde und daß er im Weltraum spielen würde, dann wurde beim Superbowl plötzlich ein erster Trailer veröffentlicht und die Info daß der Film direkt auf Netflix verfügbar sei. Das legte einen Verdacht nahe: daß der Film so schlecht geworden ist daß man garnicht an eine erfolgreiche Kinoauswertung geglaubt hat. Nun, nach anschauen des Films würde ich sagen: yup, genau das muß es gewesen sein. Zumal der Film eh haarscharf am Etikettenschwindel ist: eigentlich ist es ein Skript namens God Particle dem einfach nur ein paar Korrekturen beigefügt wurden damit es sich irgendwie in die bisherige Cloverfield Geschichte einfügt, aber auch diese sind geringfügig und sehr künstlich erzwungen. Ansonsten ist es eben ein Science Fiction Film über ein mißratenes Experiment, der herumspielerei mit Paralleluniversen und ein paar Metzeleffekten, mit einer menschlichen Crew die einem keine sympathischen oder sonstwie interessanten Charaktere an die Hand gibt. Bedeutet: als Cloverfield Sequel ein Krampf, als für sich stehender Science FIction FIlm unterer Durchschnitt.

Fazit: Sehr künstlich ans Franchise angehangenes Sequel, bleich und seelenlos!
Rating: ★★★☆☆

Bright

In einer Stadt leben Menschen und übernatürliche Wesen wie Elfen, Feen und Orks selbstverständlich zusammen. Dort arbeitet auch der Polizist Daryl Ward (Will Smith) zusammen mit dem Ork Nick Jakoby (Joel Edgerton) und kommt mit ihm einem Relikt auf die Spur welches großes Chaos auslösen kann. Um die Katastrophe zu stoppen müssen sie aber ihre eigenen Differenzen beilegen …

Der Film wurde direkt für NEtflix produziert, wobei ich da immer etwas gebremst reagiere: wenn man mit einem solchen Aufwand eine solche Produktion stemmt und diese dann nicht ins Kino bringt ist Skepsis angesagt. Vorrangig der Gedanke daß der jeweilige Titel sich aus qualitativen Gründen nicht fürs Kino eignet. Und was mich hier auch irritiert hat war die Story die für mich eine Mischung aus „Spacecop LA“ und „I Robot“ ist und im Grunde mit ihrer komplexen Welt in der Cop Thriller, Sci FI Momente und Fantasy zu einer Einheit vereint werden eher Serienmaterial gewesen wäre. Aber gut, hier ist das fertige Resultat – und ist eigentlich kaum der Rede wert. Für mich geht diee Mischung aus einem knallahrten Copduo das magische Wesen jagt hinten und vorne nicht auf, zudem sind die Figuren nicht nennenswert charismatisch sind und der Film komplett auf ironie und auflockernde Elemente verzichtet. Technisch geht das Ganze wohl ok, man merkt aber daß hier in manchen Punkten auf Sparflamme gearbeitet wurde. Als Klick im Netflix Angebot wärs wohl in Ordnung, fürs Kino hätte es wahrlich nicht getaugt.

Fazit: Solider Sci Fi Fil der sehr unterschiedliche Elemente nicht sehr stimmig vereint.

Rating: ★★★☆☆

Auslöschung

Area X ist ein merkwürdiges Gebiet daß seit drei Jahren durch ein mysteriöses Ereigniss von der Außenwelt abgeschnitten wurde – und nur der Soldat Kane (Oscar Isaac) kam lebend von dort zurück. Die Region soll nun von Lena (Natalie Portman), Anya Thorensen (Gina Rodriguez), Cass Shepard (Tuva Novotny), Josie Radek (Tessa Thompson) und Dr. Ventress (Jennifer Jason Leigh) erforscht werden. Allerdings birgt Area X eine tödliche Gefahr …

Bei diesem Film liegt der Fokus leider auf einem Randdetail: nadch Ankündigung für einen Kinostart wurde mitgeteilt daß der Film direkt abwandert zum Streaming Dienst Netflix. Der ermöglicht natürlich für die Zukunft so einige „Stolpersteine“, wenn zu befürchten ist das anrückende Kinofilme zeitnahe zum Start auf Streamingportale abwandern, oder aber es könnte sich zeigen daß Filme die eben diesen Weg gehen eine geringere Qualität ausweisen. An „Auslöschung“ läßt sich das nicht festmachen, sehr wohl aber eines erkennen: dieser Film wäre in der Tat im Kino nicht groß gewürdigt worden. Er ist vom Macher von „Ex-Machina“ und erzählt eine düstere Sci Fi Story komplett nüchtern, langsam, ironiefrei und schwerfällig. Es ist gerade dieser Stil der bei Ex Machina praktiziert wurde mit dieser gebremsten, schleppenden Weise der sich hier auch in Überfülle wiederfindet und sehr wohl einige Leute zufrieden stellen sollte. Allerdings entstand der Streit hierum auch daher daß der FIlm vom Produzenten als zu verkopft, zu anspruchsvoll und zu intelligent eingestuft wurde um an der Kinokasse erfolgreich zu sein – und das unterschreibe ich. Es wird sicher einige Sci-Fi Fans geben die dieser Nummer eine ganze Menge abgewinnen können, aber ich kann mir auch eine breite Masse an Zuschauern vorstellen die in der Nummer nur pure Langeweile sehen, das auch nicht zu unrecht. Es allen recht machen kann man eh nicht und ich respektiere sehr daß der Film so belassen wurde wie er gedacht war, muß mich aber dann zu denjenigen zählen denen der schwerfällige Sci-Fi Brei dann doch eine NUmmer z hoch war.

Fazit: Epische, aber sehr gebremst erzählte Utopie die der breiten Masse eher langweilig vorkommen könnte.

Rating: ★★★☆☆