Juli 8th, 2010 Brodie79

Eine Truppe von Elite-Soldaten, zusammengewürfelt aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt, findet sich plötzlich auf einem fremden Planeten wieder. Recht schnell erkennen sie die Absicht: die Pradators, eine außerirdische Rasse veranstalten mit ihnen ein Jagdspiel. Und so werden die Jäger zu gejagten – und für u.a. für Royce (Adrien Brody) und den Arzt Edwin (?Topher Grace) beginnt ein aussichtsloser Kampf ums Überleben …
Um die wesentlichsten Fragen gleich zu Beginn zu klären: nein, es ist kein Remake oder „Reboot“ oder sonst was, es ist ein wirklicher, handfester und logischer Teil der die „Predator“ Serie zur Trilogie macht. Und nein: die Querverbindung zur „Alien“ Serie wird nicht geschlagen. Und es sei noch vermerkt: auch wenn Robert Rodriguez dick auf dem Plakat steht, Regie geführt hat er nicht – wohl aber als ausführender Produzent und Drehbuchschreiber gewaltet. Das ist im Grunde sehr gut, den Rodriguez ist ein Wahnsinniger und bestens mit der Materie vertraut wobei sein Richtwert eindeutig der erste Film ist den er in der Tat in einigen Stellen entweder recht nett rezitiert oder frech kopiert. Das Grundszenario ist identisch und wenn bereits in der Eröffnungsszene eine Mini-Gun losknattert fühlt man sich gleich in den alten Streifen versetzt. Überraschend ist auch die Besetzung, wobei ich insbesondere bei der Hauptfigur skeptisch bin: Charakterkopf Adrien Brody plötzlich als knallharte Kampfsau zu sehen ist vielleicht etwas befremdlich, trotzdem macht er da seinen Job sehr gut – nur ist er ein solcher Unsympath das es mich nicht gestört hätte wenn er schon nach kurzer Zeit gemeuchelt würde. Auch die anderen Charaktere werden im Schnellformat vorgestellt, mehr brauchts auch nicht da sie alle unter einem Oberbegriff firmieren: Predator-Futter. Hierbei liegt aber leider die größte Schwäche des Films: dem Zuschauer ist der Verfolger von Beginn an bekannt, ebenso seine Eigenheiten und Methoden, der Film macht aber (aus sich der Verfolgten) daraus erstmal ein Geheimnis bei dem es aber keine Überraschung geben kan. Dafür fliegt einem ab der Hälfte etwa fast die Leinwand um die Ohren und der Film atmet das typischste 80er Jahre Feeling aus: hart, spannend, sehr dreckig und unfassbar brutal – dazu gibt’s im Showdown eine echt überraschende Wendung bei einem der Charaktere und ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten: nein, leider nicht Arnold in dem für ihn geplanten Cameo, nein der Ursprungspredator aus der allerersten Folge kommt mal wieder rein. Dafür floppt eine andere Szene für mich total: wenn Brody im Showdown sein Hemd auszieht und sich oben ohne mit dem Oberpredator anlegt wirkt das zwar wie eine Hommage an Arnolds Oben-Ohne Kampf im Original – aber trotz sichtlich antrainierter Muskeln ists Brody ein Hänfling. Aber vielleicht kriegt er ja noch ne weitere Chance sich zu bewähren: der Film endet total offen und ein Sequel ist wohl schon in der Mache … die Alienschlacht kann weiter gehen.
Fazit: Inhaltlich ordentlich anschließende, neue Episode die viel altmodischen Charme versprüht, daber aber ebenso brutal, blutig und dreckig ist!
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Mai 29th, 2010 Brodie79

In der Zukunft gibt es keine Organstransplantionen mehr, sondern künstlich generierte Organe der Firma “Union” die bei kranken Menschen eingesetzt werden – wenn diese aber mit den hohen Zahlungen nicht nachkommen werden die “Repo Men” eingesetzt: diese suchen die säumigen Zahler auf und schneiden ihnen die Organe bei lebendigem Leib wieder aus dem Körper. Eines TAges passiert außgerechnet dem härtesten Repo Man Remy (Jude Law) ein folgenschwerer Unfall bei dem er selbst verletzt wird und ein Organ bekommt daß er nicht abbezahlen kann. Fortan befindet sich Remy auf der Flucht, gejagt vor allem von seinem Freund und Ex-Partner Jame (Forrest Whitaker) …
Wow, dies ein Film nach dem man sich erstmal schütteln und die Augen reiben muß, echt ehrlich – weil man hier ganz schön viel zugemutet und auch geboten bekommt. Insgesamt ists aber ein Film der wieder mal aus zahlreichen Kategorieen schöpft und daraus ein durchaus passendes, aber anstrengendes Süppchen kocht: es ist Science-Fiction (die futuristischen Stadtbilder hauen um) ebenso wie Endzeitfilm (einige Sets sind extrem dreckig); es enthält ne Menge Action die sich zum Ende in einer Szene (die mich fatal an “Matrix” erinnert) zum puren Gewaltrausch steigert, streift auch ein kleines bißchen die Geldgier Thematik und hat ein kleines Fitzelchen Familiendrama mit drin … und das ist nchtmal alles. Von alledem gibts was mit drin und irgendwann möchte man wirklich die Segel streichen – aber bei allem besitzt der Film einen hohen “Anziehungsgrad und Spannungsfaktor. Das sei vor allem Jude Law geschuldet der den großmäuligen, brutalen Repo perfekt spielt und im weiteren Verlauf sich immer mehr zur Armen sau mausert. Und am Schluß in einem ziemlichen krassen Showdown schockt: wie Law da versucht sich von seinen Verfolgern zu befreien geht in bildlichem Sinne unter die Haut und liefert fast schon im Abspann noch einen heftigen Schlußtwist. Den kann man zwar wenn man genau aufpaßt erkennen – aber ich bin nicht drauf gekommen. Alleine dafür lohnt es sich im Kinositz Platz zu nehmen.
Fazit: Heftige Mixtur aus Action, Science-Fiction Satire und Drama mit hohem Blutanteil und heftigem Schlußtwist!
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Mai 3rd, 2010 Brodie79

In der Zukunft ist Helium 3 eine sehr wertvolle Energiequelle – allerdings kommt das Mineral nur auf dem Mond vor. Astronaut Sam (Sam Rockwell) führt für den Konzern Lunar Corp. einen 3 Jahresauftrag durch: drei Jahre lang verbringt er alleine in einer Helium 3 Abbauanlage auf dem Mond. Als seine Zeit dort fast abgelaufen ist hat er einen Unfall durch den er ene unglaubliche Entdeckung macht: er ist nicht alleine auf dem Mond … (gear)
Rückblickend gesehen ist alles total easy – aber eben erst am Ende. Dieser Film ist eine Art Verwirrspiel, das den Zuschauer über lange Zeit im Unklaren lassen will was dort eigentlich vorgeht – wenn denn dann aber der Abspann läuft und man mal kurz rekapituliert was man gerade gesehen hat erkennt man überrascht wie der Film die geringe Pointe so weit ausdehnen konnte. Aber gut, es geht hierbei weniger um die Auflösung, sondern mehr um das Retro-Element; dieser Film sieht aus als sei er in den 70er Jahren entstanden, es ist ein wahrlicher Science-Fiction Film der alten Schule der sich an Klassiker wie “2001″ oder “Alien” orientiert. Irgendwie macht er aber auch bewußt warum solche FIlme heute an sich nicht mehr gedreht werden: ganz einfach deshalb weil sie langweilig sind. Oder zumindest trist, farblos und trostlos – das paßt zwar zur Story, aber wie so oft stellt sich die Frage: wenn ein Film von jemandem erzählt der sich langweilt und das auf den Zuschauer “übergreift”, ist das dann gut so? Keine Ahnung, Letztlich ist der Film aber vor allem die Show des Sam Rockwell: in einer Mehrfachrolle ist er eigentlich in keiner Szene nicht zu sehen und macht den Job den ganzen Film zu tragen hervorragend. Trotzdem denke ich das dieser ernst gemeinte Film mit tieferer Botschaft es an den Kinokassen schwer haben wird – für diese Art von Film gibt zwar durchaus ein Dankbares, aber nicht wirklich zahlenreiches Publikum.
Fazit: Altmodische Science-Fiction, frei von Action, Special-Effects oder einem Showdown – dafür Sam Rockwell so gut wie nie!
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März 2nd, 2010 Brodie79

Ein Atomkrieg hat die Erde verwüstet. Seit der großen Bombenexplosion vor 30 Jahren zieht Eli (Denzel Washington) durch die zerstörte USA und glaubt er sei auserkoren ein Buch welches er im Rucksack mitführt an einen endgültigen Bestimmungsort zu liefern. Bei seiner Reise landet er schließlich in einer Stadt in der der feige Carnegie (Gary Oldman) eisern regiert. Als der merkt welches Gut Eli befördert hetzt er seine Leute auf ihn. Eli flieht, zusammen mit Solara (Milas Kunis) …
Willkommen wieder einmal in der Endzeit – das Thema „Ende der Welt“ und das Leben in jener Horrorvision kehrt immer mal wieder ins Kino zurück, das letzte Mal bei „Terminator 4“ bei dem eben in jener zerstörten Zukunft ein gigantisches Actionszenario abgefackelt wurde. „Book of Eli“ wird gerne mit „Mad Max“ verglichen, hat aber außer eben der vernichteten Welt nichts damit gemein. Die Zuschauer die auf Endzeitaction hoffen werden aber schnell merken daß sie im falschen Film sitzen: ganz Actionlos geht die Nummer zwar nicht ab und Denzel Washington hat extra hierfür einige Martial-Arts Einlagen geprüft, das Hauptaugenmerk gilt aber mehr seiner Figur und deren Reise. Erst zum Ende hin wird bei alledem klar worum es geht und was es ist das er befördert was zu einem etwas unglaubwürdigen, aber doch beeindruckendem Schluß führt – und der spricht insbesondere die religiösen Zuschauer an. Zwischendurch wird dann aber schon mal geballert und gedroschen, dann aber immer nur schnell, kurz und brutal. Ebenso brutal ist Gary Oldman – mit der Show als feiger Fiesling wärmt er alle Schurkenrollen nochmal auf, leider ist dieser Miesling so fade und uninteressant dass man sich wünscht Oldman hätte diesen unspannenden Part jemand anders überlassen. Letztlich also ein Film der mehr fürs Hirn und religiöse Empfinden liefert als pompöse Endzeitaction – es liegt bei einem selbst ob man das gut findet und schluckt oder es als Schwachsinn abtut.
Fazit: Episches Zukunftsszenario mit Denzel Washington in Bestform und viel religiöser Thematik!
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Januar 21st, 2010 Brodie79

In der Zukunft besitzen 98% der Menschen einen Surrogate – einen künstlichen Roboterkörper nach ihren Wünschen gestealtet, in den sie ihr Bewusstsein transferieren und alle Dinge erledigen können. Dann wird eines Tages ein Surrogate zerstört und auch der Benutzer getötet. Die Agenten Tom Greer (Bruce Willis) und Peters (Radha Mitchell) ermitteln und kommen schnell einer Verschwörung auf die Spur bei der jemand anscheinend vorhat alle Surrogates und Menschen zu töten …
Die ersten Trailer für diesen Film gabs vor knapp einem Dreivierteljahr und da sahs ganz nach einem saftigen, fetten Blockbuster aus – der finale Film entpuppt sichd ann aber doch nur als „klein“. Oder zumindest nicht wirklich aus der Masse rausragend. Die Grundidee vom Bewußtsein in einem Roboterkörper und die Utopie einer solchen Welt sind relativ spannend und nicht uninteressant, treten aber recht schnell in den Hintergrund wenn der Film dann letztlich doch nur eine eher lahme Standard-Story durchläuft. Auf Action wird nicht komplett verzichtet, aber die paar kurzen Schußwechsel und Alibiverfolgungsjagden bleiben gewöhnlich und ziemlich frei von Highlights. Die Auflösung wer hinter allem gesteckt hat und warum ist dann auch relativ schlicht – wenngleich der Film in seiner Endszene doch ein wenig Gefühl erreicht und optisch was hergibt. Bruce Willis braucht sich nicht wirklich anzustrengen, er variiert seine Standard-Cop Rolle nur indem er sich einen collen Fusselbart stehen läßt. Defintiv nicht der schlechteste Willis Film oder auch sonst nicht wirklich eine Niete – aber doch in nahezu allen belangen und auf ganzer Strecke recht trist.
Fazit: Kleine Cybervariante von „I Robot“ – erst zum Ende hin kommt ein wenig Qualität, davor standartisierte Massenware
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Dezember 17th, 2009 Brodie79

200 Jahre in der Zukunft wird der querschnittsgelähmte Soldat Jake Sully (Sam Worthington) auf den fernen Waldplaneten Pandora geschickt. Dort soll ein seltenes Mineral gewonnen werden was aber durch die dortigen Ureinwohner erschwert wird. Um den Feind näher kennenzulernen wird Jakes Verstand in einen genetisch gezüchteten Körper transportiert damit er so die Gebräuche und Eigenheiten studieren kann. Je mehr er über die Einwohner von Pandora und ihre naturverbundene Art lernt, desto mehr zieht es jake auf deren Seite – als schließlich die Marines angreifen versucht Jake die eigenen Leute aufzuhalten …
12 Jahre sind vergangen seit James Cameron “Titanic” ablieferte, den erfolgreichsten Film aller Zeiten -und die letzten 4 Jahre werkelte er an diesem gigantischen Science-Fiction Epos. Und die Erwartungen sind zu Recht hoch gesteckt: was Technik und Effekte angeht war Cameron schon immer ein Wegbereiter, außerdem wurde angekündigt “daß dies der erste richtige 3-D Film sein solle der die Technik wirklich nutzt und braucht”. Nun, darüber kann man geteilter Meinung sein. Aber erstmal zum Inhaltlichen: da ist “Avatar” weiß Gott kein schlechter Film, aber eben auch kein außergewöhnlicher: die Story eines Soldaten der den Feind infiltriert, sich den dortigen Respekt erarbeitet und letztlich auf der anderen Seite gegen die eigenen Mannen kämpft ist nicht neu und wurde insbesondere in “Der mit dem Wolf tanzt” schonmal so präsentiert. Dementsprechend kann man sich manches recht schnell selbst zusammenreimen, bestes Beispiel ist in etwa die Szene in der ein paar Leute in einem Hubschrauber flüchten und unter Beschuß genommen werden – man ahnt sofort welche Person es dort jetzt vielleicht erwischt haben könnte und genau so kommt es dann auch. Ähnliches beim Showdown und Ausgang der Story wenngleich ich mit dem beiläufigen Ableben einer sympathischen Nebenfigur nicht wirklich einverstanden bin. Aber gut, neben dem Inhaltlichen gehts natürlich ums optische und da ist klar: “Avatar” läutet das nächste Filmjahrzehnt ein, lotet die neue Technik aus und führt zu ungeahnten, bisher nie dagewesenen visuellen Genüssen. Auch in 2-D hätte man sich hierrüber gefreut, über die lebensechte und perfekte CGI Grafik und die wilden, farbenprächtigen Schauplätze und Actioneinlagen. 3-D wäre dazu meines Erachtens nicht wirklich nötig gewesen, aber es erhöht natürlich immens den Reiz und die “Nähe” zum gezeigten. Großes Lob dabei an die erschaffene Fantasy-Welt, an die Wesen und Umgebungen die voller tausend kleiner Details stecken die sich allesamt in einer immensen Genialität zusammenfinden. Von daher ist “Avatar” nicht wirklich der reißene Blockbuster schlechthin, wohl aber die bislang überwältigendste visuelle Erfahrung des neuen Digital 3-D Kinos.
Fazit: Konventionelle Story mit unbeschreiblichem Ideenreichtum bei kleinen Details, optisch mitreißend und gigantisch!
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September 19th, 2009 Brodie79

Vor 20 Jahren tauchte über der südafrikanischen Metropole Johannesburg ein großes Raumschiff auf – an Bord eine friedliche Alienrasse die auf der Erde gestrandet ist. Auf der Erde wird unter dem Schiff „District 9“ angelegt, ein riesiges Auffanglager wo die Aliens in ärmlichen Verhältnissen leben müssen. Nun aber will die der skrupellose Konzern MNU das Lager räumen und die Außerirdischen in ein anderes Lager verlfrachten. Geleitet wird die Operation von dem Bürohengst Wikus Van De Merwe (Sharlto Copley). Bei der Aktion jedoch wird Wikus mit einer außeridischen Substanz infiziert – als an ihm furchtbare Mutationen beginnen wird er von der ganzen Welt gejagt und findet nur noch Zuflucht in „District 9“ …
Der Film prankt und bewirbt sich mit dem Namen des Produzenten, das war nämlich niemand anders als „Herr der Ringe“ Macher Peter Jackson – und der neigt gerne dazu kleine und unaufällige Projekte zu unterstützen. „District 9“ ist mal wieder der Beleg dafür daß der Mann ein richtiges Gespür hat die richtigen Filme zu pushen – denn dies ist in der Tat die Science-Fiction Sensation des Jahres. Dabei geht der Film alles andere als konventionelle Wege: keine Stars sind zu sehen und der Film geht über sehr weite Strecken den „Cloverfield“ Weg, schildert die Ereignisse mit wackeliger Handkamera im Dokustil. Später wird’s dann doch konventionell, vor allem beim krachenden Showdown in dem fette Alientechnologie zum Einsatz kommt und geballert wird das die Schwarte kracht. Aber trotzdem ist dieser Film einmalig: die durchgehende traurige Grundstimmung gabs so bislang kaum und die ganze Story ist eine unbequeme Sicht auf ein im Grunde total realistisches Flüchtlingsszenario. Daher ein Film den sich jeder mit voller Aufmerksamkeit einmal anschauen sollte – zumal mit absolut grandiosen Spezialleffekten auch auf visueller Ebene was geboten wird.
Fazit: Unkonventioneller Science-Fiction Film, voller Tiefsinn und Tragik und eigenwilliger Inszenierung!
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Juni 13th, 2009 Brodie79

Im Los Angeles des Jahres 2019 haben sich 5 menschenähnliche Arbeitsroboter, die Replikanten, auf die Erde abgesetzt um ihren Schöpfer aufzufinden und mehr Lebenserwartung von ihm zu bekommen. Derweil wird der Ex-Cop Deckard (Harrison Ford) auf sie angesetzt, da er als ehemaliger „Blade Runner“ Spezialist im aufspüren und eliminieren von Replikanten ist. Während seiner Suche im heruntergekommenen L.A. beginnt Deckard immer mehr das eigentliche Wesen des Menschen zu hinterfragen …
Tut mir leid, ich habs jetzt mehrfach versucht, aber ich schaffe es einfach nicht. Nein, ich kriege partout keinen Kopf in diesen Film. Als er damals heraus kam wurde er ja auch von Kritikern und Zuschauern eher abgelehnt und wurde erst über die Jahre schrittweise zum Kultfilm – nun, muß ich eben noch ein paar Jahre warten. Denn ich finde es nicht, all das tiefsinnige und großartige daß diesem Film von allen Seiten angehangen wird. Blättert mal ein Weilchen im Internet nach Kritiken zu diesem Film und ihr werdet nur Lob finden – was der Film aber eben für mich kaum verdient oder „erfüllen“ kann. Aber irgendwie wird mir der Film und die Story partout nicht geläufig, ich raffe es einfach nicht. Harrison Ford in jüngeren Jahren kämpft sich tapfer und verbissen durch ein düsteres Umfeld auf der Suche nach ein paar Menschrobotern, wobei es mehr die philosophischen als die Actionorientierten Actionanteile der Story berührt werden. Was ich aber bei allem hervorheben und betonen muß ist die Wirkung die ganz besonders durch die Musik von Vangelis erzeugt wird – insbesondere der Showdown und Rutger Hauers Schlußmonolog wirken auch auf mich, obwohl ich die tiefergehende Handlung nicht gepeilt habe. Ein Film den ich keinem mies machen möchte – aber mir bringt er einfach nix.
Fazit: Gigantisches Szenario, aber das Kultpotential des Filmes erschließt sich mir nicht!
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Juni 11th, 2009 Brodie79

Der OCP Konzern beginnt seine Umsetzung einer Delta City und schickt dazu die „Rehab“ Truppen los – die sind im Grunde nur getarnte Rausschmeißer die die Menschen aus bestimmten Bereichen Detroits herausschmeißen soll. Als RoboCop (Robert Burke) und seine Partnerrin Lewis (Nancy Allen) sich den Rehabs in den Weg stellen und Lewis dies mit dem Leben bezahlt schlägt sich Robocop gänzlich auf die Seite der Vertriebenen. Gemeinsam mit einigen desertierten Polizisten versucht er die Rehabs aufzuhalten – die jedoch schicken neuartige Cyborgs in den Kampf …
Ein drittes und letztes Mal lädt der Metallbulle auf der Leinwand durch – wenngleich Peter Weller nicht nochmal mitmacht und durch Robert Burke ersetzt wird (der aber eine überraschende Ähnlichkeit mit Weller aufweist) und auch Robocops Langzweitpartnerin Lewis nach kurzer Zeit aus dem Film geballert wird – schade einen so beständigen Charakter so beiläufig abzumurksen. Aber immerhin gibt man dem Stahlcop so ein Rachemotiv und motiviert eben dadurch kann er losziehen und drauflosballern. Damits auch ein paar Neuerungen gibt kriegt er diesmal perfekte Menschendoubles als Gegner (wobei diese in Szenen in denen ihnen die Visage weggebrannt wird was zu einem Dauergrinsen führt oder wo der Kiefer ausgerenkt wird nur lächerlich wirken) und kann obendrein fliegen, aber auch dieses krankt an der bescheidenen technischen Umsetzung. Macht aber nix: der Film ist ein Relikt, wie eben auch die gesamte Serie, ein stupider Ballerfilm mit populärem Helden über den man aus heutiger Sicht eigentlich nur mal müde schmunzeln kann – sollte man aber mal, gibt weiß gott schlimmere und schlechtere Relikte.
Fazi: Baller Baller Bumm Bumm mit lieb gewonnenem Helden über den man eigenlich nur noch lächeln kann!
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Juni 11th, 2009 Brodie79

Die Polizisten der Stadt Detroit treten in einen längerfristigen Streik so daß die wenigen Polizisten die ihren Dienst tun, darunter Robocop Murphy (Peter Weller) und seine Partnerin Lewis (Nancy Allen), der Kriminalität hilflos gegenüberstehen – zumal der fiese Drogenhändler Cain (Tom Noonan) die Stadt mit einer neuen Designerdroge namens Nuke überschwemmt. Als Robocop gegen Cain losgeht und ihn dingfest machen kann ist das aber erst der Ausgangspunkt für noch größeres Unheil: OCP verwendet Cains Überreste um aus ihm einen völlig neuen RoboCop zu fertigen. Als in diesem die menschliche Seite durchbricht beginnt er einen schlimmen Amoklauf …
Auch dieser Film verdient gerade nach heutigen Maßstäben nur eine Bezeichnung: Edeltrah. Denn die Effekte der künstlichen Killerroboter die sich künstlich und unecht bewegen sehen nach heutigem Standard so unbeschreiblich lächerlich aus daß man echt kaum ernstbleiben kann – und ein Film wo man die Schurken lächerlich und nicht bedrohlich empfindet kann einfach nicht klappen. Trotzdem bleibt ein Film mit einem immens hohen Actionanteil, meterhohen Leichenbergen und einer unfreiwilligen Komik: einer der Obergangster wird von einem kleinen Jungen gespielt (alleine das unbeschreiblich lächerlich) und der spricht dann auch noch mit der deutschen Standardstimme von Bart Simpson – da geht nichts mehr. Trotzdem kann man diesen Film letztlich durchaus empfehlen: Peter Weller ist wieder als knüppelharter Blechbulle in Bestform (wenngleich er nur mit seinem Kinn zu schauspielern braucht) und die permanenten Schußwechsel wechseln sich ab mit bitterer Zukunftssatire und stellenweise absurder Komik (etwa wenn RoboCop deprogrammiert wird und einen Haufen Kleinkinder mit leeren Phrasen auf den Pfadt der Tugend locken will). Darum: ein nicht ausgereifter, aber mögenswerter Ballerklassiker.
Fazit: Durchladen und schießen in Filmlänge – trotz veralteter Effekte ein kleiner Klassiker!
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