Archiv der Kategorie: TBFG

Die Thomas Breuer Film Production

Good Time

Kleinganove Connie Nikas (Robert Pattinson) überfällt mit seinem geistig behginderten Bruder Nick (Ben Safdie)eine Bank – leider wird Nick bei der FLucht festgenommen und landet in einem Krankenhaus. Cooie versucht ihn aus demGewahrsam zu befreien was jedoch der Auftakt zu einer chaotischen schlimmen Nacht wird…

Im Vorfeld las ich zu diesem Titel eigentlich nur wohlwollende Worte, nachdem ich ihn geschaut hatte kann ich diese nicht so ganz teilen oder gar nachvollziehen. Pluspunkte sind durchaus vorhanden: Robert Pattinson streift hier endgültig die letzten Twilight Merkmale und agiert als eine restlos eigenständige Figur, des weiteren funktioniert der Inszenierungsstil des Films der mittels ständig wackelnder Kamera, elektronischer Musik und manchen optischen Mätzchen sehr viel Atmosphäre erzeugt. Schade ist dabei nur daß es keine echte Handlung gibt, sondern eine Hauptfigur die von einer kniffligen Lage in die Nächste wankt und dabei irgendwie das finale Ziel im Hintergrund immer mehr aus den Augen verliert. Trotzdem wird es sicherlich spezielle Filmgourmets geben die sich auf solche Werke einlassen und einen Nährwert finden können – ich fand es vorrangig anstrengend, nervend und nicht stringent.

Fazit: Atmosphärisch top und mit toller Hauptfigur, aber eben auch voller Längen und plätschernder Handlung!

Rating: ★★☆☆☆

Die Hölle – Inferno

Die Wiener Taxifahrerin Özge (Violetta Schurawlow) wird Zeugin eines Mordes und gerät soit ins Visier des Täters der bei ihr einbricht und ihre Cousine Ranya (Verena Altenberger) erwischt. Özge muß sich ab da um Ranyas kleine Tochter Ada (Elif Nisa Uyar) kümmern. Und auch der ErmittlerChristian Steiner (Tobias Moretti), der zwar versucht Özge zu helfen, kann nicht verhindern daß der Mörder wieder angreift …

Das ist natürlich ein Film bei dem man im ersten Moment nicht wirklich ernst bleiben kann: der Film spielt in Wien und wenn dann alle dortigen Figuren mit Dialekt sprechen animiert das einen Außenstehenden eher zum Schmunzeln. Man merkt aber relativ schnell daß dies ein Film des Regisseurs von „Anatomie 2“ ist, denn es dauert nicht lange bis der Film einen gefangen nimmt: mit dem einfachen Konzept eines relativ normalen Bürgers, in dem Falle eine Taxifahrerin, die ins Visier eines bösartigen Mörders gerät. Und daraus lotet der Film knapp 85 Minuten schweißtreibender Hochspannung heraus, wobei für mich die Faszination in zwei Punkten lag: zum einen der des Mörders, der auf einfache aber effektive Weise zum ultimativen Bösen gestempelt wird, zum anderen mit der ruppigen, heftigen Hauptfigur die sich mit Sturheit durchschlägt und zu keinem Zeitpunkt um die Gunst des Zuschauers buhlt. Daß der Film sich großartig verbreitet bezweifle ich zwar, aber wer der Nummer eine Chance gibt bekommt wesentlich mehr als zu erwarten war.

Fazit: Schweißtreibender Thriller mit begeisternder Hauptfigur!

Rating: ★★★★☆

Donnie Darko

Teenager Donnie Darko (Jake Gylenhaal) leidet unter Visionen und Wahnvorstellungen in denen ihm ein Mann in einem Hasenkostüm das Ende der Welt prophezeit in einer Zeitspanne von 28 Tagen. Tatsächlich ereignen sich im Leben des Teenagers fortan merkwürdige Ereignisse, angefangen mit einer Flugzeugturbine die in sein Schlafzimmer einschlägt …

Ich sah den Film 2002 zum ersten Mal und fand ihn einfach nur doof, bekam dann über die Jahre mit daß es immer wieder Leute gaben die über ihn schrieben, sich über ihn austauschten und war immer ratlos ob die eigentlich über den gleichen Titel sprechen. Am Ende gab ich ihn dann doch mal eine zweite Chance und stellte fest: ja, es ist ein hervorragendes Werk; aber eins das man nicht schauen kann . Man muß es sich erarbeiten, Ich finde ja ein Film sollte für sich selber stehen können; dieser hier verlangt es aber geradezu daß man sich ergänzende Literatur und andere Quellen zu Gemüte führt um ansatzweise die Hintergründe was eigentlich passiert ist anzueignen. Wenn man das tut, dem Film eine Chance gibt und sich entsprechend herein arbeitet kann man aber sehr wohl erkennen was hier für ein großartiges Werk vorliegt: man hat hier Elemente aus Horror, Science-Fiction, Mystery und Fantasy mit den Aspekten eines Teeangerdrams, sehr komplex, sehr spannend und stellenweise auch sehr lustig – aber man muß sich drauf einlassen können. Tut man das wird man nicht zuletzt durch grandiose Darsteller belohnt.

Fazit: Extrem komplexe Geschichte die man sich erarbeiten muß – die sich dann aber voll lohnt!
Rating: ★★★★☆

Valerian – Die Stadt der Tausen Planeten

Im 28. Jahrhundert kämpfen Spezialagent Valerian (Dane DeHaan) und seine Kollegin Laureline (Cara Delevingne) gegen das Unrecht in der Galaxis. Eine neue MIssion führt sie nach Alpha wo LAureline recht schnell entführt wird. Daher versucht Valerian mit der Gestaltwandlerin Bubble (Rihanna) sie zu befreien …

Das originellste an dieser Comicverfilmung ist wohl daß sie NICHT aus dem Hause Marvels tammt, sondern statt dessen eine ältere Comicserie ist die Luc Besson schon lange mal verfilmen wollte. Nun erfüllt er sich diesen Wunsch, wohl weil er der Meinung war daß es jetzt endlich technisch umsetzbar ist – solche Geschichten mag ich. Ich bin zwar nicht gerade der größte Luc Besson Fan, respektiere den Mann aber durchweg und gebe ihm daher auch gerne eine Chance. Daß der Film mir nicht bringt liegt dann auch nicht an ihm und seiner Art Regie zu führen, im Gegenteil: aus der Sicht gibt’s icht zu tadeln an Valerian. Technisch ist dies ein Meisterwerk, eine optische Breitseite die natürlich gerade in 3D bestechend gut aussieht. Dabei spielt der Film in einer abgedrehten futuristischen Welt die randvoll von Details und kreativen kleinen Dingen ist. Und die beiden Helden sind unkonventionell, insbesondere Laureline die so eine kantigen und eigenen Charakter darstellt daß es eine wahre Freude ist ihr zuzusehen. Trotzdem liegt mir der Film am Ende nicht: ich kam einfach nicht in die Story rein und fühle mich in einer Welt die so abgedreht daherkommt nicht in der Lage eine ernsthafte Story zu verfolgen. Andere mögen das können und können dem Film dann auch einiges abgewinnen – geht bei mir halt nicht.

Fazit: Optische Breitseite, inhaltlich wohl eher an ein Nerdpublikum gerichtet!
Rating: ★★★☆☆

Monster Trucks

Tripp (Lucas Till) lebt in North DAkota und möchte sein Heimatstädtchen so bald wie möglich verlassen, benötigt dazu aber einen fahrbaren Untersatz. Dann begegnet ihm ein außerirdisches Wesen welches in seinen alten Truck klettert und es zu unfassbaren Fahrleistungen bringt. Dann aber tauchen Feinde des Aliens bei ihnen auf …

Filme wie diesen braucht es sehr, allerdings nur in einem bestimmten Alter. Dies ist so ein Titel den man als Grundschüler sehen kann und unwahrscheinlich cool findet: Aliens die in Autos kriechen, jugendliche Helden die mit aufgemotzten Karren dann durch die Gegend brettern und eben jede Menge gewaltfreier Action. Gut, als Mensch in etwas höherem Alter schaut man dann drauf und kratzt sich am Kopf was dieser Stuß soll. Nun, vermutlich die jüngeren Semester erfreuen und begeistern und nicht mehr. Dabei sei gesagt daß die technische Umsetzung solide ist, der Held mögenswert und die Aliens zwar schleimig, aber lieblich und kuschelig; ebenso daß Jane Levy im Film ist was auch immer einen Pluspunkt darstellt. Am Ende ein Titel den man so nicht ernst nehmen kann, es aber auch nicht muß sondern wohl nur schaut wenn man es mit jüngeren Familienmitgliedern muß.

Fazit: Kindergerechter Actionfilm den man als Erwachsener wohl eher ertragen als schauen muß!

Rating: ★★★☆☆

Underworld – Blood Wars

Die Vampirkriegerin Selene (Kate Beckinsale) erwacht aus einem Koma und stellt fest daß sich die Welt gewandelt hat: mittlerweile wissen die Menschen von der Existenz der Lykaner und Vampire und bekämpfen sie. Trotzdem plant Werwolf Marius (Tobias Menzies) eine Attacke auf die Vampire weswegen Selene wieder eifrig ins Kampfgeschehen eingreift …

Zu meinem Glück begann der Film mit einer Art „was bisher geschah“ Rückblende und darüber war ich froh; da ich zwar alle vier Vorgänger irgendwann man gesehen habe, aber restlos im KJopf gelöscht hatte. Vampire gegen Werwölfe und Kate Beckinsale in engeln Klamotten – mehr war eigentlich nicht hängengeblieben. MEhr ist aber auch für diesen hier an sich nicht nötig wenn man an der Oberfläche bleibt. Beckinsale läuft wieder als Selen durch die Szenerie, jeder will ih rBlut und eigentlich sind alle anderen Figuren Arschlöcher die miteinander, gegeneinander ect. paktieren, intrigieren oder sonstwas machen. Ich wünschte ich könnte sagen daß das ja alles nur dazu dient im die geilen Actionszenen aneinander zu reihen, aber auch da enttäuscht er Film. 3D ist zwar da, wird aber kaum genutzt; bei 90 Minuten Lauflänge sind auch die krachenden Passagen sehr sprälich gesät und kaum wirklich aufregend; ich hatte auch nicht das Gefühl einen Kinofilm zu schauen; mehr einen großen TV Streifen. Plus: Backinsale verschwindet immer mal wieder aus dem Film so als habe sie eigentlich keine echte Lust auf den Kram. Kurzum: für Fans der Serie sind vielleicht ein paar gute Aspekte drin, aber als Action-Horror Film oder einfach nur als visuelle Breitseite ist die Nummer geradezu … blutleer

Fazit: Gebremstes Sequel das nur für Fans funktionieren dürfte und selbst da größere Enttäuschung auslösen könnte!
Rating: ★★☆☆☆

The Neon Demon

Jesse (Elle Fanning) zieht nach LA und kommt in Hanks (Keanu Reeves) Motgel unter. Ihr Traum von der Modelkarriere scheint sich zu erfüllen als die Stylistin Ruby (Jena Malone) sie pushen möchte. Die funkelnde Welt in die Ruby sie vermittelt hinterläßt bei Jesse jedoch schon bald Spuren …

Ich war vorher schon kein großer Fan der Werke dieses Regisseurs, bei dem es wie mir erscheint eh nur die zwei Fraktionen gibt bei denen die Einen ihn frenetisch feiern und in seinen Filmen sonst was sehen und die Anderen sich eigentlich nur gepflegt langweilen. Ich selber war eigentlich Teil der Zweitgenannten,  kann mich ab sofort aber zu einer weiteren Fraktion zählen: ich hasse den Mann. Echt ehrlich. Ich könnte mich jetzt über das in meinem Empfinden unfassbare Mistwerk aufregen daß mir nur zweierlei Dinge zu bieten hat: Optik und Atmosphäre. Aber ich brauche eine Geschichte, irgendetwas geradliniges das ich greifen kann, dem ich folgen kann und was ich verstehe. Hier sind es einfach nur schick inszenierte Szenen von minutenlanger Länge; etwa wenn zwei blutverschmierte Frauen lange zusammen duschen und dröhnende Musik dazu läuft. Und von der verstörenden Schlußsequenz will ich garnicht anfangen … aber gut. Ich kapiere diesen Film nicht, kann mit dem Macher und seiner Art Film nichts anfangen. Andere können es, die loben und feiern ihn – das werd ich mal niemandem schlecht reden. Viel Spaß. Aber ohne mich.

Fazit: Schicke und blutige Optik auf ein absurdes Schnipselmassaker daß als Story verkauft wird!
Rating: ★☆☆☆☆

Dirty Cops – War on Everyone

Die Polizisten Terry Monroe (Alexander Skarsgard) und Bob Bolano (Michael Pena) bekämpfen das Verbrechen in New Mexiko, gehen dabei aber rücksichtslos und kaum anders als die Ganoven vor. So entfesseln sie einen Privatkrieg gegen den Kriminellen James Mangan (Theo James) der schon bald in reine Gewalt ausartet …

Ich mag Polizeifilme, Buddy Komödien ebenso, daher war ich diesem durchaus offen gegenüber – das war aber nach wenigen Momenten vorbei. Der hier präsentierte Humor ist für mich nicht nur restlos unlustig, ebenso aber vollständig unnötig und stellenweise beleidigend – mal ehrlich, der Held kommt am Haus seines Partners an, rammt gezielt sein Auto um ihm dann fröhlich mitzuteilen „Hey, ich hab deinen Wagen angeschrammt!“ und der nur erwidert „Och, schon wieder?“. Hier werden keine Figuren etabliert, hier werden alberne Comicfiguren inszeniert. Diese ermitteln dann in einem langweiligen Kriminalfall der unnötig sperrig geliefert wird – mir erschließt es sich nicht wer hier mit wem gemauschelt, getrickst und gefriemelt hat, es tauchen ständig irgendwelche Figuren auf die in irgendeiner Weise zueinander stehen und meist nach ein paar Filmminuten verendet und ermordet sind. Das ich im letzten Drittel eingeschlafen bin macht dann auch schon nichts mehr – falls irgendwer mit diesem Humor was anfangen kann seis ihm gegönnt, für mich wars definitiv einer der schlechtesten Filme des Jahres.

Fazit: Unlustig, brutal und stellenweise beleidigend: diese Cops sind totale Rohrkrepierer!
Rating: ★☆☆☆☆

Through the Never

Trip (Dane DeHaan) ist Roadie für Metallica. Vor einem relevanten und entscheidenden Konzert schickt ihn Tourmanager (Mackenzie Gray) los einen Gegenstand zu besorgen. Diese Fahrt durch die nächtliche Stadt wird für Trip zu einer chaotischen Reise …

Das dieser Film existiert wußte ich, da ich aber weder ein Freund von metallica noch von Konzertfilmen noch von Musikdokus bin hab ich ihn guten Gewissens an mir vorbeiziehen lassen, es wäre mir erst recht nicht teures 3D Kinogeld wert gewesen. Nun hab ich ihn mir doch mal gegeben, allerdings im Amazon Prime Angebot und war überrascht daß der Film ein langes, aufwendiges Konzert darstellt und eben jenes noch mit einer Rahmenhandlung versieht. Allerdings fällt das Resultat gleichermaßen begeisternd wie ernüchternd aus. Ernüchternd für mich: ich war kein großer Metallica Fan und bin es auch nach diesem Film nicht, ich habe aber auch einfach keinen Sinn dafür, es sind für mich anderthalb Stunden Heavy Metal Musik. Das Gimmick mit der Rahmenhandlung klang im ersten Moment auch sehr interessant, erweist sich aber als Trugschluß: auch wenn es eine lose Handlung gibt ist das Ding vorrangig ein ebenso in die Länge gezogenes Musikvideo daß eine so absurde Story erzählt daß ich recht schnell ausgestiegen bin. Aber ich respektiere: der Film sieht geil aus, wird in 3D auch ein ziemliches Event gewesen sein und wenn man auf die Musik steht hats sicherlich ne ganz besondere Qualität.

Fazit: Geschlossene Fan Veranstaltung!
Rating: ★★★☆☆

Teenage Mutant Ninja Turtles 2 – Out of the Shadows

Die Teenage Mutant Ninja Turtles Raphael, Michelangelo, Donatello und Leonardo (Pete Ploszek) haben Probleme mit ihrem isolierten Leben in der Kanalisation New Yorks, werden dann aber mit zahlreichen Bedrohungen konfrontiert: Erzfeind Shredder (Brian Tee) hat seine Untergebenen Bebop (Gary Anthony Williams) und Rocksteady (Stephen Farrelly) in Monster mutieren lassen die Jagd auf die sie machen, ebenso plant ein außerirdischer Krieger namens Krang einen Angriff auf die Erde …

Im Grunde bin ich der „Turtles“ Thematik ganz aufgeschlossen gegenüber, was daran liegt daß ich in den 80ern ein entsprechendes C64er Spiel ausführlich gespielt habe; des weiteren war „Turtles 2 – Das Geheimnis des Ooze“ der erste Film den ich mit Freunden ohne Eltern im Kino sah – aber trotzdem war die Michael Bay Variante von 2014 auch für mich ne herbe Enttäuschung. Nun hat diese Enttäuschung merkwürdigerweise so viel Geld generiert daß ein Sequel herkommt – und ein höchst zwiespältiges dazu. Im Kern ist dies wirklich mehr ein „Transformers“ Sequel denn eine wirkliche Fortführung der „Turtles“ Materie: ein großer Film über eine Außerirdische Invasion und tapfere Helden die sich dagegen stellen, man hätte das meiste aber auch mit anderen Helden darstellen können. Optisch ist die Nummer dann auch wirklich bombastisch und beeindruckend, inhaltlich aber ein stetiger Wechsel zwischen flachem Humor und zahlreichen einzelnen Handlungsparts die in Überfülle in den Film gepresst wurden ohne das einer davon mal richtig ausgespielt, ausgeführt oder ausgearbeitet wird. Und die Turtles die ja eigentlich Karatekämpfer sind bekommen keine einzige richtige Kampfszene serviert sondern hangeln sich von einer „Over-the-Top“ Action Sequenz zur nächsten … insofern, optisch gewinnt die Nummer klar, inhaltlich dürfte sie maximal kleine Kinder begeistern.

Fazit: Unausgewogenes Sequel mit großem Aufwand und geringem Inhalt!
Rating: ★★☆☆☆