Archiv der Kategorie: TBFG

Die Thomas Breuer Film Production

Underworld – Blood Wars

Die Vampirkriegerin Selene (Kate Beckinsale) erwacht aus einem Koma und stellt fest daß sich die Welt gewandelt hat: mittlerweile wissen die Menschen von der Existenz der Lykaner und Vampire und bekämpfen sie. Trotzdem plant Werwolf Marius (Tobias Menzies) eine Attacke auf die Vampire weswegen Selene wieder eifrig ins Kampfgeschehen eingreift …

Zu meinem Glück begann der Film mit einer Art „was bisher geschah“ Rückblende und darüber war ich froh; da ich zwar alle vier Vorgänger irgendwann man gesehen habe, aber restlos im KJopf gelöscht hatte. Vampire gegen Werwölfe und Kate Beckinsale in engeln Klamotten – mehr war eigentlich nicht hängengeblieben. MEhr ist aber auch für diesen hier an sich nicht nötig wenn man an der Oberfläche bleibt. Beckinsale läuft wieder als Selen durch die Szenerie, jeder will ih rBlut und eigentlich sind alle anderen Figuren Arschlöcher die miteinander, gegeneinander ect. paktieren, intrigieren oder sonstwas machen. Ich wünschte ich könnte sagen daß das ja alles nur dazu dient im die geilen Actionszenen aneinander zu reihen, aber auch da enttäuscht er Film. 3D ist zwar da, wird aber kaum genutzt; bei 90 Minuten Lauflänge sind auch die krachenden Passagen sehr sprälich gesät und kaum wirklich aufregend; ich hatte auch nicht das Gefühl einen Kinofilm zu schauen; mehr einen großen TV Streifen. Plus: Backinsale verschwindet immer mal wieder aus dem Film so als habe sie eigentlich keine echte Lust auf den Kram. Kurzum: für Fans der Serie sind vielleicht ein paar gute Aspekte drin, aber als Action-Horror Film oder einfach nur als visuelle Breitseite ist die Nummer geradezu … blutleer

Fazit: Gebremstes Sequel das nur für Fans funktionieren dürfte und selbst da größere Enttäuschung auslösen könnte!
Rating: ★★☆☆☆

The Neon Demon

Jesse (Elle Fanning) zieht nach LA und kommt in Hanks (Keanu Reeves) Motgel unter. Ihr Traum von der Modelkarriere scheint sich zu erfüllen als die Stylistin Ruby (Jena Malone) sie pushen möchte. Die funkelnde Welt in die Ruby sie vermittelt hinterläßt bei Jesse jedoch schon bald Spuren …

Ich war vorher schon kein großer Fan der Werke dieses Regisseurs, bei dem es wie mir erscheint eh nur die zwei Fraktionen gibt bei denen die Einen ihn frenetisch feiern und in seinen Filmen sonst was sehen und die Anderen sich eigentlich nur gepflegt langweilen. Ich selber war eigentlich Teil der Zweitgenannten,  kann mich ab sofort aber zu einer weiteren Fraktion zählen: ich hasse den Mann. Echt ehrlich. Ich könnte mich jetzt über das in meinem Empfinden unfassbare Mistwerk aufregen daß mir nur zweierlei Dinge zu bieten hat: Optik und Atmosphäre. Aber ich brauche eine Geschichte, irgendetwas geradliniges das ich greifen kann, dem ich folgen kann und was ich verstehe. Hier sind es einfach nur schick inszenierte Szenen von minutenlanger Länge; etwa wenn zwei blutverschmierte Frauen lange zusammen duschen und dröhnende Musik dazu läuft. Und von der verstörenden Schlußsequenz will ich garnicht anfangen … aber gut. Ich kapiere diesen Film nicht, kann mit dem Macher und seiner Art Film nichts anfangen. Andere können es, die loben und feiern ihn – das werd ich mal niemandem schlecht reden. Viel Spaß. Aber ohne mich.

Fazit: Schicke und blutige Optik auf ein absurdes Schnipselmassaker daß als Story verkauft wird!
Rating: ★☆☆☆☆

Dirty Cops – War on Everyone

Die Polizisten Terry Monroe (Alexander Skarsgard) und Bob Bolano (Michael Pena) bekämpfen das Verbrechen in New Mexiko, gehen dabei aber rücksichtslos und kaum anders als die Ganoven vor. So entfesseln sie einen Privatkrieg gegen den Kriminellen James Mangan (Theo James) der schon bald in reine Gewalt ausartet …

Ich mag Polizeifilme, Buddy Komödien ebenso, daher war ich diesem durchaus offen gegenüber – das war aber nach wenigen Momenten vorbei. Der hier präsentierte Humor ist für mich nicht nur restlos unlustig, ebenso aber vollständig unnötig und stellenweise beleidigend – mal ehrlich, der Held kommt am Haus seines Partners an, rammt gezielt sein Auto um ihm dann fröhlich mitzuteilen „Hey, ich hab deinen Wagen angeschrammt!“ und der nur erwidert „Och, schon wieder?“. Hier werden keine Figuren etabliert, hier werden alberne Comicfiguren inszeniert. Diese ermitteln dann in einem langweiligen Kriminalfall der unnötig sperrig geliefert wird – mir erschließt es sich nicht wer hier mit wem gemauschelt, getrickst und gefriemelt hat, es tauchen ständig irgendwelche Figuren auf die in irgendeiner Weise zueinander stehen und meist nach ein paar Filmminuten verendet und ermordet sind. Das ich im letzten Drittel eingeschlafen bin macht dann auch schon nichts mehr – falls irgendwer mit diesem Humor was anfangen kann seis ihm gegönnt, für mich wars definitiv einer der schlechtesten Filme des Jahres.

Fazit: Unlustig, brutal und stellenweise beleidigend: diese Cops sind totale Rohrkrepierer!
Rating: ★☆☆☆☆

Through the Never

Trip (Dane DeHaan) ist Roadie für Metallica. Vor einem relevanten und entscheidenden Konzert schickt ihn Tourmanager (Mackenzie Gray) los einen Gegenstand zu besorgen. Diese Fahrt durch die nächtliche Stadt wird für Trip zu einer chaotischen Reise …

Das dieser Film existiert wußte ich, da ich aber weder ein Freund von metallica noch von Konzertfilmen noch von Musikdokus bin hab ich ihn guten Gewissens an mir vorbeiziehen lassen, es wäre mir erst recht nicht teures 3D Kinogeld wert gewesen. Nun hab ich ihn mir doch mal gegeben, allerdings im Amazon Prime Angebot und war überrascht daß der Film ein langes, aufwendiges Konzert darstellt und eben jenes noch mit einer Rahmenhandlung versieht. Allerdings fällt das Resultat gleichermaßen begeisternd wie ernüchternd aus. Ernüchternd für mich: ich war kein großer Metallica Fan und bin es auch nach diesem Film nicht, ich habe aber auch einfach keinen Sinn dafür, es sind für mich anderthalb Stunden Heavy Metal Musik. Das Gimmick mit der Rahmenhandlung klang im ersten Moment auch sehr interessant, erweist sich aber als Trugschluß: auch wenn es eine lose Handlung gibt ist das Ding vorrangig ein ebenso in die Länge gezogenes Musikvideo daß eine so absurde Story erzählt daß ich recht schnell ausgestiegen bin. Aber ich respektiere: der Film sieht geil aus, wird in 3D auch ein ziemliches Event gewesen sein und wenn man auf die Musik steht hats sicherlich ne ganz besondere Qualität.

Fazit: Geschlossene Fan Veranstaltung!
Rating: ★★★☆☆

Teenage Mutant Ninja Turtles 2 – Out of the Shadows

Die Teenage Mutant Ninja Turtles Raphael, Michelangelo, Donatello und Leonardo (Pete Ploszek) haben Probleme mit ihrem isolierten Leben in der Kanalisation New Yorks, werden dann aber mit zahlreichen Bedrohungen konfrontiert: Erzfeind Shredder (Brian Tee) hat seine Untergebenen Bebop (Gary Anthony Williams) und Rocksteady (Stephen Farrelly) in Monster mutieren lassen die Jagd auf die sie machen, ebenso plant ein außerirdischer Krieger namens Krang einen Angriff auf die Erde …

Im Grunde bin ich der „Turtles“ Thematik ganz aufgeschlossen gegenüber, was daran liegt daß ich in den 80ern ein entsprechendes C64er Spiel ausführlich gespielt habe; des weiteren war „Turtles 2 – Das Geheimnis des Ooze“ der erste Film den ich mit Freunden ohne Eltern im Kino sah – aber trotzdem war die Michael Bay Variante von 2014 auch für mich ne herbe Enttäuschung. Nun hat diese Enttäuschung merkwürdigerweise so viel Geld generiert daß ein Sequel herkommt – und ein höchst zwiespältiges dazu. Im Kern ist dies wirklich mehr ein „Transformers“ Sequel denn eine wirkliche Fortführung der „Turtles“ Materie: ein großer Film über eine Außerirdische Invasion und tapfere Helden die sich dagegen stellen, man hätte das meiste aber auch mit anderen Helden darstellen können. Optisch ist die Nummer dann auch wirklich bombastisch und beeindruckend, inhaltlich aber ein stetiger Wechsel zwischen flachem Humor und zahlreichen einzelnen Handlungsparts die in Überfülle in den Film gepresst wurden ohne das einer davon mal richtig ausgespielt, ausgeführt oder ausgearbeitet wird. Und die Turtles die ja eigentlich Karatekämpfer sind bekommen keine einzige richtige Kampfszene serviert sondern hangeln sich von einer „Over-the-Top“ Action Sequenz zur nächsten … insofern, optisch gewinnt die Nummer klar, inhaltlich dürfte sie maximal kleine Kinder begeistern.

Fazit: Unausgewogenes Sequel mit großem Aufwand und geringem Inhalt!
Rating: ★★☆☆☆

Teen Lover

High School Schüler Lloyd Dobler (John Cusack) ist eine eher unscheinbare Gestalt auf seiner Schule. Sein Leben wird kompliziert als er sich in die begehrte Diane Court (Ione Skye) verliebt. Als sich die beide in der Tat annähern versucht ihr Vater James Court (John Mahoney) dies zu unterbinden …

Eine lange Bildungslücke die ich so jetzt endlich schließen konnte und mich nun mit der Frage beschäftigen kann: warum war das eine Bildungslücke? Gut, es gibt die eine Szene die zum Kult hochstilisiert wird, das ist wenn John Cusack um das Herz seiner liebsten kämpft, indem er mit einem Ghettoblaster vor ihrer Türt steht und Peter Gabriel spielt. Mit dem restlichen Film konnte ich aber rein garnichts anfangen, aber das mag auch an diversen Punkten liegen: John Cusack sagt mir mit einer völlig untypischen Synchronstimme nunmal garnicht zu und die Erwartungshaltung war wohl falsch, ich hatte netten und kurzweiligen Klamauk erwartet. Da der Film aber von Cameron Crowe ist hat es schon eine überwiegend ernste und sensible Seite und erzählt die Geschichte von zwei Jugendlichen die wirklich versuchen einen Weg zu finden und zusammen zu bleiben. Mir bleibt zwar der Kultstatus verwehrt, aber als kurzweiligen und netten 80er Jahre Streifen kann man ihn mit ein wenig Nostalgie sich mal aushalten.

Fazit: Authentische 80er Comedy mit überraschend viel Gefühl!
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The Boss

Die eiskalte Geschäftsfrau Michelle Darnell (Melissa McCarthy) brachte es mit ihrer skrupelosen Art zur einflußreichen Chefin – bis ihr ein Insiderhandel das Genick bricht und sie ins Gefängnis bringt. Nach ihrer Entlassung sucht sie Unterschlupf bei ihrer ehemaligen AssistentinClaire (Kristen Bell) und plant mit den Pfadfinderinnen zu denen auch Claires Tochter Rachel (Ella Anderson) gehört eine Brownie Firma zu begründen …

Die Basis des Films ist relativ klar und einfach: eine fiese Hautpfigur mit verschüttetem goldenem Herzen findet zu ihrer Menschlichkeit zurück, macht etwas gutes, strauchelt dann und findet letztlich doch zum Happy End. Nichts Neues, aber eben eine Geschichte die meistens funktioniert und immer wieder gerne geschaut wird. Hier allerdings wird sie einem ziemlich vergällt, obwohl sie die zu erwartenden Pfade selten verläßt. Leider funktioniert die Nummer einfach nicht was an der Hauptfigur liegt: diese ist ein bösartiges Wesen, eine heimtückische Dreckssau die im eigentlichen zwar einen guten Kern haben dürfte, aber fast nie so wirkt als sei dem so. Was bedeutet daß man mit der Wandlung der Figur so gesehen kaum was zu tun hat weils einem gleichermaßen egal ist und man es dieser Figur kaum gönnt. Echt schade weil das Drehbuch an sich in Ordnung geht, mir Kristen Stewart auch eine nette zweite Figur am Start ist, aber die geradezu aufdringliche und höllisch unsympathische Hauptfigur vermiest alles.

Fazit: Standarddrehbuch dem die kotzbrockige Hauptfigur geradezu die Wirkung versaut.
Rating: ★★☆☆☆

The Gallows

Im Jahre 1993 kommt es an einer Schule in Nebraska bei einer Schulaufführung zu einem tödlichen Unfall. Zwanzig Jahre Später wollen die damaligen Schüler zu Ehren des Toten das Stück zu Ende aufführen – merken aber bei ihrer Rückehr in die Schule das der Geist des Toten dort noch sehr präsent ist …

Ich kenne gerade mal einen Menschend er wirklich und aufrichtig gerne Found Footage Filme schaut – EINEN! Ist er der Einzige? Werden diese Dinger am Ende nur für ihn gemacht? Kann doch garnicht sein, erscheint mir aber so. Jeder Filmemacher der glaubt diesem Gerne noch irgendeinen Funken Neues rauspressen zu können ist im Irrtum. Die Story dieser Wackelkameranummer klingt indes gar nicht schlecht und hätte als herkömmlicher, konventioneller Horrorfilm sicherlich eine Existenzberechtigung gemacht. So aber wird’s komplett verschenkt: ich kriege kaum eine Übersicht in das was hier eigentlich gerade abgeht, die Figuren sind mir scheißegal, die Dramaturgie ist altbacken … und das Schlimmste ist, daß ich all das schon hundertmal gesehen habe.Und Keiner lernt draus daß die Meisten dieses Subgenre leid sind. Außer einem.

Fazit: Die nächste Found Footage Nummer; zu keinem Zeitpunkt in Gefahr irgendwas neues oder frisches zur Thematik beizusteuern …
Rating: ★★☆☆☆

The Program – Um jeden Preis

Der Journalist David Walsh (Chris O’Dowd) arbeitet im Jahre 1999 bei der Tour de France. Die unglaublichen Erfolge von Lance Armstrong (Ben Foster) dabei wecken sein Mißtrauen – und schon bald kommt er einem Dopingskandal auf die Spur …

Das stell wohl den Fall dar daß ich die wahre Geschichte in Kurz kenne, eben das Lance Armstrong ein Rennradfahrer war der erst heldenhaft eine Krebserkrankung überlebte und später unfassbare sportliche Erfolge feierte bei denen er mit Doping nachhalf. Und es flog irgendwann wauf … Ende. Der Film beleuchtet diese Dinge nun mit näherem Blick und schafft es sogar bei einem Radmuffel wie mir ein wenig die Beschmutzung darzustellen, gezeigt durhc die Augen des aufrechten Journalisten der den laufenden Skandal wittert und dessen geliebter Sport so entweiht wird. Dazu gibt’s eine ausführliche Darstellung Lance Armstrong die garnicht erst versucht falsche Sympathie zu erwcken, auf mich wirkt der von Ben Foster grandios verkörperte Strampler als „charismatischer Kotzbrocken“. Und der Film geht letzten Endes sehr in Ordnung, allerdings nur wenn man in der Thematik mit ein wenig Interesse zugegen ist.

Fazit: Kurzweilige Mischung aus Sportfilm und Journalistenkrimi – toll gespielt und authentisch wirkend.
Rating: ★★★☆☆

Tod den Hippies!! Es lebe der Punk!

Der 19-jährige Robert (Tom Schilling) geht im Jahre 1980 nach Ostberlin da ihn seine ländliche Herrkunft zu Tode langweilt. Als Job putzt er zunächst  in der Peep-Show von Schwarz (Wilson Gonzalez Ochsenknecht) über den er Zugang zum örtlichen Nachtleben findet. Dort nehmen lange Nächte ihren Lauf …

Wieder einer dieser Filme die versuchen ohne Handlung auszukommen sondern eben nur dokumentieren: in diesem Falle das Lebensgefühl und die Umstände junger Punks im Berlin der 80er Jahre. Keine schlechte Sache, allerdings etwas das ich leider nicht weiter ausführen oder kommentieren kann da ich nicht dabei war und daher den Realitätsgrad nicht ausführen kann. Einen gewissen Unterhaltungswert kann man dem Film nicht absprechen, ebensowenig gibt’s keinerlei Klagen über die Hauptfigur Tom Schilling der sich irgenwie beharrlich weigert mal wirklich dem Erwachsenenalter näher zu kommen. Dazu gibt’s zwar auch diverse Ekelmomente, ebenso aber zahlreiche deutsche Darsteller in sehr witzigen Gastrollen. Insofern: als reine Wohlfühlkomödie taugts kein Stück, als merkwürdiger Film mit bizarren Momenten umso mehr.

Fazit: Energiegeladener Film über eine fast merkwürdig anmutende Epoche.
Rating: ★★★☆☆