Archiv der Kategorie: TBFG

Die Thomas Breuer Film Production

Ben (John-Paul Howard) verbingt den Sommer bei seinem Vater Liam (Jamison Jones) und jobbt am örtlichen Yachthafen. Er wird Zeuge wie die Nachbarin Abbie (Zarah Mahler) mehr und mehr unter einem Hexenfluch steht …

Der Film hat wohl von Corona profitiert dadurch daß er zu Corona Zeiten in amerikanischen Drive in Kinos gezeigt wurde und mangels Konkurrenz verhältnismäßig viel einspielte. Kann man verstehen, macht den Film aber nicht erwähnenswerter. Aber uach nicht schlechter, da er in weiten Teilen eine gängige Nummer bringt. Ein Junge zieht in eine neue Umgebung, alles scheint gut, dann mehren sich die bizarren Vorfälle bis sich die Indizien häufen daß eine fiese Hexe ihm das Leben schwermacht. Dabei geht’s zwar nie in irgendeinen unglaubliche Dimensionen, aber es verläßt eben auch nicht den Standard eines soliden Horrogruslers auf höherem Heimkinoniveau.

Fazit: Solide Horrornummer, in jeder Hinsicht austauschbar, aber ebenso in keiner Hinsicht schlecht!

Rating: ★★★☆☆

The Grudge

Detective Muldoon (Andrea Riseborough) untersucht den Fall einer Familie die in ihrem Haus zu Tode gekommen ist. Sie entdeckt daß deren Haus mit einem Fluch belegt ist daß jeden der es betritt auf gewalttätige Weise tötet.. Schon bald ist auch Muldoons Kind in Gefahr …

Es fällt mir schwer diesen Film korrekt zu verorten: es gibte ine reihe japanischer Filme dazu, dann gibt es eine Trilogie aus den USA die den Stoff als Remake liefert und nun diesen hier der irgendwie zwischen die Stühle fällt. Es ist ein Remake, es ist ein Reboot und greift doch eine inhaltliche Verbindung zu den anderen Filmen auf … hä? Ansonsten gibt es das wofür die Serie bekannt ist, aber in verwässertet Form: viele Gruselszenen in denen eine klappernde Gestalt herumläuft und eine extrem verschachtelte Erzählung die permanente Zeitsprünge liefert. Fans der Materie dürften dies zu dürftig finden, aber wer einen kurzweiligen Grusler sucht liegt nicht restlos falsch. Auch wenn wie so oft die Jumscares Überhand nehmen.

Fazit: Für Fans der Materie oder demjenigen der einfach nur ein wenig Grusel will!

Rating: ★★☆☆☆

Deep Blue Sea 3

Dr. Emma Collins (Tania Raymonde) untersucht die Auswirkung des Klimawandels auf Haue. Ihre Forschungen werden gestört durch ihren Exfreund und Meeresbiologen Richard (Nathaniel Buzolic) der mit seinem Vorgehen alle Personen in Gefahr bringt …

Was soll man da noch sagen? Es ist eine aussagekräftige Sache wenn dies ein Sequel darstellt zu einem Film, der 20 Jahre alt ist und der alte Film technisch inhaltlich und in Sachen Casting meilenweit voraus ist, Deep Blue Sea ist sowieso ein Stoff für den niemals eine Serie vorgesehen war, da er eigentlich in altbekannten Gefilden fischt: Mensch gegen Hai. Dieses Thema wird noch ein wenig aufgewertet durch den Umstand dass die Haie genetisch bearbeitet sind und somit gefährlicher, außerdem ist es eben mal ein anderes Umfeld wenn Haie nicht nur auf Surfer sondern auch Wissenschaftler losgehen und sich das Ganze in einer Unterwasserstation zuträgt. In diesem dritten Teil (der alle Klischees der Etikettenfälschung erfhüllt) verlagert sich das Setting auf eine Insel und es kämpfen dann doch sexy junge Frauen gegen Haie an denen experimentell herum gespielt wurde. Dabei wird wirklich die gesamte Palette durchgespielt an Gründen warum diese günstigen Videothekenpremieren eigentlich nichts taugen: die Darsteller sind lachhaft, es tritt kein einziger Bekannter oder auch nur eine charismatische Person, auf das Setting ist okay aber einfach nur sonnig und aussageschwach und den Tiefpunkt stellen die Haie selbst dar, Diese wurden hier sehr günstig produziert, allerdings sind die Effekte so unfassbar lachhaft das selbst wenn der ein oder andere passende Jumpscare kommt von diesen Hein keinerlei Grusel ausgehen kann. Wenn sich denoch jemand an diesem Film versucht und Spaß damit hat werde ich ihm das nicht schlecht reden, für mich jedoch bleibt der alte Film als ein sympathischer Evergreen stehen der mit diesem Titel und eventuellen weiteren Fortsetzungen nur Schaden an seinem Namen nimmt.

Fazit: Unspannend billig und zum abgewöhnen – solche Sequels braucht und will keiner!

Rating: ★☆☆☆☆

Der Hexenclub

Teenagerin Hannah (Cailee Spaeny) zieht mit ihrer Mutter (Michelle Monaghan) um damit diese bei ihrem neuen Mann (David Duchovny) leben kann. Dort trifft sie auf drei Freundinnen die sie in einen Hexenzirkel aufnehmen. Schon bald entdeckt Hannah übermenschliche Kräfte an scih die sie zwar für sich einsetzen kann, die aber auch ihren Preis haben …

Der erste Film ist zwar kein Slasherfilm, aber eine 90er Jahre High School Story it Mysteryeinschlag und das ist genau die Zeit zu der ich mich für Teenagerhorror sehr begeistert habe. Trotzdem habe ich kein Sequel gebraucht, weclhes wir hier denoch erhalten haben. Ansätze davon sind tauglich, aber leider führt der Film letztlich ins Nichts: es werden mehrere Handlungsstränge angerissen, aber keiner ausgeführt ,d er Hexenclub ist nur in der ersten Hälfte dabei und wird von uninteressanten Darstellern und Charakteren bevölkert und in der weiteren Handlung switcht es zu einem vorhersehbaren, aber kindergerechten Horrormischmach mit furchtbaren Effekten im Showdown. Und die Verbindung zum ersten Film ist an den Haaren herbei gezogen.

Fazit: Taugliche Ansätze die aber ins Nichts führen!

Videoreview von mir Videoreview von mir: https://youtu.be/vyRLdVc2DQc

I’m thinkinh of ending things

Jake (Jesse Plemons) und seine neue Freundin (Jessie Buckley) reisen nach sechswöchiger Beziehung einem kalten Wintertag zu Jakes Eltern (Toni Collette und David Thewlis). Während der Fahrt wächst plötzlich der Wunsch die Beziehung zu beenden …

Ich habe immer gerne zugegeben wenn mich ein Film überfordert hat oder mir nichts gegeben hat. Dies ist so ein Fall bei dem es auch noch besonders schade ist: vieles daran ist beeindruckend. Aber es war wohl klar daß ich mit einer Regiearbeit von Charlie Kaufmann nicht klarkomme. Und viele andere auch nicht da dies ein Titel ist der mit Verwirrung und ohne klare Linie arbeitet. Im Kern besucht ein paar die Eltern, in der Praxis mischen sich schnell absurde Wendungen, Wechsel, Ideen und Dialoge dazu und es dauert nicht lange bis es das erste Fantasy Element gibt. Ab einem bestimmten Punkt hatte ich den Eindruck daß Kaufman sich hier ein filmisches Freiticket gelöst hat um einfach machen zu können was er will. So ist es wohl nicht, es ist eine Buchverfilmung und eigentlich hat alles was passiert einen Grund – ich sehe es nur nicht. SO eindrucksvoll und intensiv wie alles ausfällt, wie großartig atmosphärisch das alles ein mag – mich machte es nur wütend weil ich mich vorgeführt fühlte.

Fazit: Absurder Trip in absolut alles Mögliche!

Fantasy Island

Der Millionär Mr. Roarke (Michael Pena) hat abseits der Zivilisation das Fantasy Island errichtet in dem zahlende Kunden alle Wünsche erfüllt bekommen. Recht schnell wird einer dortigen Gruppe aber klar daß sie sich in Gefahr befinden und ihre Wünsche tödliche Folgen haben können …

Ich hatte keine Möglichkeit diesen Film unvoreingenommen zu sehen. Der Trailer sah sehr passabel aus, dann aber kamen die Kritiken die ihn restlos zerfetzten. Als ich ihn mir anschaute rechnete ich somit mit einer unfassbaren Vollkatastrophe. Und diese bekam ich einfach nicht. Ich akzeptiere daß dieser Film extrem dumm ist, schwachsinnig ist und keinen Sinn macht, ebenso verstehe ich es nur bedingt warum eine eher leicht angehauchte Fernsehserie hier zum Horrorfilm verarbeitet wird. Aber im Rahmen der Umstände, mit ausgeschaltetem Hirn vor allem, habe ich mich nicht gelangweilt. Ein paar Deppen die auf einer Insel Fantasien ausleben die dann in blanke Gewalt und ein Fantasy-Finish münden – eigentlich war dabei doch alles kurzweilig und ok?`DIe Darsteller, die Kills und auch das bunte Inselflair tun doch ihren Dienst.

Fazit: Kein wahres Highlight, aber all den Hass gegen diesen Film verstehe ich nicht.

Tunnel Rats

1968 scheinen die USA keine Chancen mehr zu haben den Vietnamkrieg zu gewinnen. Einer Gründe sind die kilometerlangen Tunnelsysteme mit denen sie die Amerikaner aus dem Hinterhalt angreifen können. Daher soll Sergeant Vic Hollowborn (Michael Paré) diese Tunnel ausheben …

Hier fällt es natürlich wie so oft leicht zu urteilen da es ein Uwe Boll Film ist. Aber einer den er mit einigen Ambitionen und einer ehrlichen Absicht gedreht hat. Boll wollte hier seinen eigenen, großen Vietnam Film drehen, hatte aber wohl kaum die Möglichkeiten und das Budget um diversen großen Vorbildern nachzueifern. Aber es stimmen dennoch einige Parts, auch wenn man vieles selbst entscheiden muß. War es ratsam die Darsteller selbst ihre Figuren festlegen zu lassen oder war das faul? Ich finde daß dadurch die Szenen bevor das Gemetzel startet zwar authentisch, aber nicht besonders interessant wirken. Wenn die Soldaten dann in den Tunnel kriechen und auf klaustrophobischer Ebene gekämpft wird reihen sich zahlreiche extreme Gewaltakte aneinander und es kommt entsprechende Spannung auf, bis hin zum Boll-typischen Brutalo Ende. Die Action stimmt im Rahmen der Möglichkeiten und es gibt zahlreiche fiese Morde – zur reinen Bespaßung schaut man sowas nicht. Und stellt dabei fest: mit ernsthaften Absichten war Bol durchaus in der Lage solides Material zu erzeugen.

Fazit: Spannend und ultrabrutal, aber nur eingeschränkten Inszenierungsmöglichkeiten!

Freaks – Du bist Eine von uns

Wendy (Cornelia Gröschel) nimmt sein Kindertagen Tabletten ein die ihre Depressionen im Zaum halten. Dann aber trifft sie auf Marek (Wotan Wilke Möhring) der ihr eröffnet daß sie Superkräfte hat und diese durch die Tabletten unterdrückt werden. Also setzt Wendy die Pillen ab und entwickelt unglaubliche Eigenschaften …

Ein Superheldenfilm aus deutschen Landen, direkt für Netflix produziert – kann das was geben? Durchaus wenn man gewisse Abstriche macht. Zum Beispiel die Erkenntnis zulässt daß es wirklich nichts gibt was dieses Genre nicht schon auf die Leinwand geworfen hat, man aber eben aus der Mischung der richtigen Elemente durchaus einen passablen Titel schnitzen kann. Das ist hier passiert: Szenen in denen eine schüchterne Figur sich dank neugewonnener Kräfte behaupten kann sind nicht neu, aber eben etwas was gut funktioniert, ebenso ist der altbekannte Plotpoint daß jemand der immer aufs Maul bekommen hat mit den Kräften die er erhält nicht umgehen kann und seine neue Macht einsetzt um sich zu rächen immer wieder gut angebracht. Ansonsten geht es ums Aktzeptieren seiner Kräfte und rausfinden wer man ist … das kommt auch immer gut. Man muß eben nur akzeptieren daß der Film auf deutschem Produktionsniveau passiert und daher Effekte, Kämpfe und all das auf einem sehr kleinen Level passieren. Das ist aber im gesamten nicht schlimm: als deutsche Produktion ist der Film dabei sehr in Ordnung, sehr kurzweilig und geht klar – nur trotzdem muß das offene Ende nicht unbedingt das Intro für ein Sequrl sein.

Fazit: Für eine deutsche Produktion ist das alles solide – nur das auf Fortsetzung schielende Ende irritiert!

Videoreview von mir: https://youtu.be/jEQA6ZdF-Z0

Spione Undercover – Eine wilde Verwandlung

Lance Sterling als als Geheimagant schon zahlreiche Male die Welt vor Katastrophen bewahrt wobei ihm die Hilfen von Erfinder Walter (Tom Holland) wertvoller Dienste erwiesen haben. Als Walter und Lance zusammenarbeiten müssen machen ihre unterschiedlichen Charaktere einige Probleme …

Seitdem ich selber Vater geworden bin nehme ich Kinderfilme etwas anders wahr. Ich suche sie weniger nach meinem eigenen Vergnügen ab, sondern mehr nach der Tauglichkeit für Kinder, vor allem meines. Die mache ich aber an diversen Punkten fest – und das ist nicht unbedingt Grusel oder Gewalt, sondern wie albern und dämlich ein Film ausfällt. Und dieser hier kann bei alledem extrem gut bestehen. Klar, in einem Film in dem die titelgebende Verwandlung stetig als „taubiieren“ bezeichnet wird ist Ernsthaftigkeit nicht wirklich zu erwarten. Aber trotzdem ist der Film nicht dumm, sondern liefert seine Bestandteile kindgerecht ab: eine Agentenstory die für Kinder spannend, aber für erwachsene nicht langweilig ist, eine passende Story in der sich der Coole und der Außenseiter zu einem Team zusammenfinden, einen actionlastigen Showdown der nicht übertreibt, aber doch recht gut Gas gibt und eine großartige, technische Umsetzung.

Fazit: Rundherum spaßige Kiste, für Kinder toll, für Erwachsene vergnüglich…

Rating: ★★★★☆

Heart of America

Die Außenseiter Daniel Lyne (Kett Turton) und Barry Schultz (Michael Belyea) wurden jahrelang an ihrer Schlue gemobbt und gequält. An ihrem letzten Schultag planen sie eine blutige Rache …

Es klingt au heutiger Sicht geradezu absurd: Elizabeth Moss spielt in einem Uwe Boll Film mit. Aber das trifft hier zu, obendrein ist dies ein Film der sich mit einem Boll-Standardthema beschäftigt, nämlich einem Amoklauf. Und das macht er auf gar nicht so schlechte Weise. Man bekommt eine Truppe Schüler an einem ganz normalen High-School Morgen zu sehen, bekommt dann durch Rückblenden nach und nach enthüllt wer mit wem Probleme hatte und wo sich die Gefahr langsam aufbaut bevor sich das alles am Ende in einem blutigen Akt entlädt. Die Darsteller sind zwar nur im Durchschnitt, aber dem Thema entsprechend ganz passabel, der Film ist mit 86 Minuten nicht zu lang und wa man auch immer Boll im handwerklichen vorwirft trifft hier nicht zu.

Fazit: Solides Schuldrama mit krassem, beklemmendem Finish!

Rating: ★★★☆☆