Archiv der Kategorie: TBFG

Die Thomas Breuer Film Production

Last Chrismas

Kate (Emilia Clarke) war Elfin in einem Weihnachtsladen, hängt nun aber total durch und denkt übe ihr verkorkstes Leben nach. Dann aber begegnet sie Tom (Henry Golding) – und im Weihnachtstrubel beginnt eine folgenreiche Romanze …

Schade: die Idee einen Film zu machen der auf dem Lied fußt erschien ganz nett und der Trailer hatte eine gewisse Energie weswegen ich mich doch auf den Film gefreut habe. Hinterher folgte aber doch die Ernüchterung da der Film vorrangig eines ist: frei von jeder Story. Wir beobachten einfach eine Hauptfigur und ihr Leben: Emilia Clarke spielt die chaotische Kate die in einem Shop arbeitet, versucht als Sängerin Erfolg zu haben und eine tragische Vorgeschichte die sich nachher enthüllt. Immerhin trifft sie auf einen wunderbaren jungen Mann der ihr das Leben erträglich macht, aber ebenso ein Geheimnis trägt … ua. Einzelne Szenen, manche Scherze und kurze Momente funktionieren dabei auch, es ist aber insbesondere Emilia Clarkes sympathische Figur die alles zusammenhält und trägt. Leider kann sie damit das scheußliche Skript auch nicht retten; welches einfach nur eine Mischung aus Weihnachtsklischees, Romanzenstandards und einem plötzlich einsetzenden Dramateil ist. Als Weihnachtsromanze wird der Film sicherlich einige Leute zufrieden stellen, man merkt aber das hinter dem ganzen Kram nicht viel steckt.

Fazit: Eine überragend gute Emilia Clarke rettet nicht das laue Skript mit seiner lange vorhersehbaren Pointe!
Rating: ★★☆☆☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=hzqCmABWDKc

Career Day mit Hindernissen

Schulleiterin Nichols (Allison Janney) steht vor dem Jährlichen Karrieretag ihrer Schule an dem das totale Chaos ausbricht: die Entsorgung einer Leiche, das Beeindrucken der Kinder, eine und eine unglückliche Affäre sorgen für viel Aufsehen …

Judy Greer ist eine dieset ypsichen Nebendarstellerinnen die man eigentlich kennt, aber nur die wenigstens können Namen und Gesicht vereinen. Und dieser Film, der ihr Regiedebüt darstellt, ist noch mehr unter dem Radar durchgelaufen. Es sei fairerweise gesagt: großer Kinostoff ist das nicht. Sehr wohl aber kleines, harmloses und höchst sympathisches Entertainment. Der titelgebende Karrieretag an einer Schule ist lediglich der Aufhänger für einen kleinen Episodenfilm in dem eine Handvoll Figuren einen Tag lang diverse Geschichten erleben die dann doch irgendwie kommulieren oder sich berühren. Schade ist dabei daß der Film gerade mal auf 78 Minuten kommt, da hätte man sicherlich noch ein paar Handlungselemente mehr und ein paar Minuten mehr Film zurecht bekommen. Obendrein gibt es kleine Erzählstränge die geradezu ins nichts verlaufen oder aufgebaut werden, aber nicht wirklich eine Auflösung erhalten. Trotzdem sind kleine Szene wie zwei Männer die beruflich auf dem Schulhof kämpfen oder ein depressiver Lehrer der zusammen mit einem traurigen Schüler auf dem Dach sitzt und sich austauscht durchweg gelungen, mit zahlreichen Promis in Nebenrollen gibt’s auch ne Handvoll bekannter Gesichter. Insofern: viel mehr als zu erwarten war.

Fazit: Kleiner Unterhaltungsfilm der irgenwie nicht richtig ausgeformt ist, aber im Kleinen sehr liebenswert unterhält.

Shaft

JJ aka John Shaft Jr. (Jessie Usher) hat weder zu seinem Vater (Samuel L. Jackson) noch zu seinem Großonkel (Richard Roundtree) ein gutes Verhältnis. Als er jedoch beim FBI anfängt und ihm eine Ermittlung über den Kopf zu laufen droht vereinen sich die drei Shaft Generationen …

Auf dem Papier ist das eine unglaublich spannende Sache: der Original Shaft aus den 70ern, der Nachfolge Shaft von Anfang 2000 und ein moderner, junger Shaft gehen gemeinsam gegen das Verbrechen vor. Allerdings wirkt das im Marketing etwas epischer als im Film, da Richard Roundtree erst in den letzten zwanzig Minuten dazu stößt. Davor bekommt man die Blaupause eines typischen Buddy Cop Films, bzw. die nächste Variante von „der Harte und der Zarte“: der Jung Shaft ist clever, aber feige und unbeholfen, der ältere Shaft ist halt einfach Samuel L Jackson und absolviert Schießereien und Wortduelle einfach mit dessen typischer Coolness – und diese beiden ermitteln in einem Mordfall, der ebenso eine komplett formelhafte Krimihandlung darstellt ohne Überraschungen. Ich kann verstehen warum es der Film nichts ins Kino geschafft hat sondern direkt ei netflix erscheint, schade ist es trotzdem: mir fehlt der Bezug zur Figur Shaft, aber ich kann eben auch einfach ein wenig Spaß daran haben einfach nur Samuel L. Jackson zu sehen. Durch ihn ist es einfach eine nette Actionkomödie mit ein paar blutigen Schießereien, ein paar flotten Sprüchen und diverser Passabler Action. Nicht das was es hätte sein können, für einen Streaming Titel aber amtlich und ordentlich.

Fazit: Höchst amüsante Actionposse mit ultracoolem Samuel L. Jackson.
Rating: ★★★☆☆

Ben is back

Nach schlimmer Vergangenheit kehrt an Weihnachten Ben Burns (Lucas Hedges) unerwartet zu seiner Familie zurück. Damit reißen aber Wunden auf und seine Mutter Holly (Julia Roberts) einige Not um Katastrophen zu vermeiden …

Ein Film mit dieser Thematik und Julia Roberts auf dem Cover wäre zu anderen Zeiten sicherlich mit mehr Zuckerguß ausgefallen. In der hier präsentierten Form ist es ein knüppelhartes Drama über eine Mutter die in die Drogenszenerie ihres Sohnes abtaucht. Dabei gefällt mir ein Aspekt vor allen andern: Roberts Figur ist zwar emotional, aber vernünftig, ebenso erscheint die gebeutelte Figur des Ben – und obwohl sie klar und offen aufeinander zugehen gibt’s es Differenzen und Probleme die eben doch größer als sie sind. Ebenso wird ungeschönt gezeigt wie das Vertrauen in den Jungen einerseits auf die Realität trifft und eben liebende Menschen sich mit Misstrauen und Skepsis begegnen. All das kommt mit großartigen Darstellern und bedrückender, aber nicht zerschmetterter Stimmung daher. Ein rabiates Familiendrama also in dem durchaus Gefühl steckt – aber auch ganz viel Kummer.

Fazit: Bitter und schmerzhaft – ein Film bei dem man froh ist nicht jemand von den Hauptfiguren zu sein!
Rating: ★★★★☆

Maria Stuart, Königin von Schottland

Maria Stuart (Saoirse Ronan) wird mit 16 Jahren zur Königin von Frankreich und weigert sich nach dem Tod ihres Mannes erneut zu heiraten. Sondern will lieber selbst in Schottland den Thron besteigen. Dort trägt allerdings Elisabeth I. (Margot Robbie) die Krone die nicht bereit ist den Thrn an ihre Konkurrentin abzutreten …

Ich bin kein Historiker und auch ansonsten nur bedingt an Geschichte interessiert. Trotzdem mußte ich mich mit dem Schicksal von Maria Stuart zu Schulzeiten ein paar mal beschäftigen und habe demzufolge ein gewisses Interesse an der Thematik, ebenso bin ich begeistert wenn das Medium Film genutzt wird um geschichtliche Ereignisse aufzubereiten und so vielleicht auch Leuten zugänglich zu machen die sich so nicht damit befasst hätten. In diesem Falle wird sicherlich kein Heer an Geschichtsfreaks dabei herauskommen, aber dennoch zufriedene Zuschauer: der Film erweist sich als Drama das weniger akkurat die Ereignisse abarbeiten will sondern beschäftigt sich mit der Hauptfigur und deren Seelenpein. Das getragen von großartigen Darstellern und einer epischen Ausstattung machen den Film so zu einem soliden Kostümdrama daß von Fans dieses Genres sicher geschätzt wird.

Fazit: Epische Geschichtsstunde mit hohem Dramaanteil!
Rating: ★★★★☆

Avengers – Endgame

Nach ihrer Niederlage gegen den Titanen Thanos (Josh Brolin) sammeln sich die verbleibenden Avengers und entwickeln einen riskanten Plan mit dem die unfassbare Katastrophe abgewendet werden soll …

Einer der am meisten erwarteten Filme 2019. Und trotzdem ist dies vor allem ein Fanprojekt: nach über 20 Vorgängern wird nicht mal eine Sekunde mit irgendeiner Form von Erklärung verschwendet, es geht direkt in die Vollen. Dazu trägt auch daß das Marketing sehr zurückhaltend war und man nach Minute 15 wirklich im Unklaren ist was nun die Handlung sein wird und wo es hingehen wird oder was überhaupt der rettende Plan werden soll. Einige der Fantherorien erfüllen sich zum Teil, andere verpuffen restlos. Man übersieht bei alledem aber auch wie viel Geduld man für den Film braucht: von den 180 Minuten Lauflänge sind die ersten 90 ausgesprochen ruhig, langsam und sehr dialoglastig. Keine fette Schlacht, kein Megaevent, sondern kleine Charaktermomente liebgewonnener Figuren bevor es dann im letzten Drittel ums Ganze geht. Daß die Nummer nicht immer logisch daherkommt dürfte nicht weiter stören, ebenso wenig ist es rlevant daß man das alles hätte strecken können und das nicht Kenner rein gar nichts damit anfangen können. Für Fans und Liebhaber der Materie ist es aber sicherlich die beste Abschlußform, ein furioser Finalfilm und ein unfassbares Kinoevent. Leider ist der Sack damit aber nicht zu sondern geht ungebremst weiter.

Fazit: Das Avengers Finish welches sich die meisten wohl genau so gewünscht haben!

Rating: ★★★★☆

Zandalee – Das sechste Gebot

Zandalee(Erika Anderson) hat den Dichter Thierry (Judge Reinhold) geheiratet, führt aber mit ihm ein langweiliges Leben in New Orleans. Das ädnert sich als dessen aufregender Freund Johnny (Nicolas Cage) zu Besuch kommt und mit ihr eine gefährliche Affäre beginnt …

Auf meiner Reise durch alle alten Nicolas Cage Titel die ich bislang nicht gesehen habe stieß ich final nun auch mal auf diesen hier, den ich irgendwo mal als „Erotikfilm“ bezeichnet sah. Das es damit nicht wirklich was ist merkte ich nach wenigen Momenten. Die Outfits und Schnurrbärte alleine sind schon so absurd daß sie keine wirkliche erotische Stimmung aufkommen lassen, ebenso die Frisuren und die Lokalitäten. Das soll wohl schwül wirken, wirkt aber eher relativ schlicht. Ebenso die Story in der eine Frau sich zwischen ihren stabilen, treuen Ehemann und dem aufregenden Künstler hin und herbewegt: klar, Cage sieht hier jung und cool aus, die Frisur alleine ist aus heutiger Sicht aber schon ein Grund zum fremdschämen, des weiteren hat er hier wieder eine andere Synchronstimme wodurch er sich bei mir nicht in seiner markanten Art festsetzt obwohl ihm das Skript ein paar nette Ausraster beschert. Und die Erotik? Ein paar schnelle, unbedeutende Softsexszenen die hin zu einem sehr albernen Finale führen; dort kommt zwar kurzweilig Spannung auf, aber es wird auf absurde Weise gelöst. Bleibt nur noch ein nostalgisches Lächeln dabei wenn man Stars wie Steve Buscemi oder Joe Pantoliano in Nebenrollen entdecken kann.

Fazit: Restlos veralteter Mix aus Drama und Thriller mit derber Schlußpointe und scheußlichen zeitgemäßen Outfits!

Ein Weihnachtsmärchen

Geizhals Scrooge bekommt in der Weihnachtsnacht Besuch von drei Geistern die ihm die Weihnachten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft vor Augen führen – und das er in seinem rabiaten und grausamen Lebensstil dringend Dinge verändern muß …

Dieser Film gelangte auf meine Liste dadurch daß ich mir einst eine lange Liste schrieb mit allen Nicolas Cage Titeln die ich eben noch nicht gesehen habe. Und auch wenn Cages Anteil gegen null geht ist er hier denoch vertreten, er spricht eine Nebenfigur fürein paar Sätze. Sonst hätte ich mir das Ding sicher nicht angeschaut, gut 25 Jahre nach Erscheinen und ohne daß es Weihnachten ist. Aber ich war doch positiv überrascht wie gut der Film daherkam, man muß eben nur ein paar Dinge wissen und akzeptieren: es ist keine Animation sondern Zeichentrick, es ist nicht Disney und es ist sehr trist in den Farben gehalten, was die traurigeren Parts sehr unterstreicht. Doch es hat Herz und zieht die altbekannte Weihnachtsgeschichte in gerade mal 74 Minuten gekonnt und ausreichend durch. Deswegen: auch in dieser verstaubten Form weiß Charles Dickens Klassiker noch zu überzeugen.

Fazit: Zwar technisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit, aber mit Charme und Herz und dem richtigen Ton!

Alpha

Keda (Kodi Smit-McPhee) stürzt bein eienr gefährlichen Jagd in eine Schlucht und von seinen Kameraden zurückgelassen da man ihn für tot halten. In dieser Notlage trifft Keda aufg einen Wolf den er zähmt und der seine einzige Chance auf Rettung wird …

Im Kern erzählt der Film zwar keine neue Geschichte, aber einen Plot den man stetig gerne neu sieht: zwei Feinde die unter unmenschlichen Umständen aufeinander angewiesen sind um zu überleben. Hier spielt sich die Geschichte ca 20.000 Jahre vor unserer Zeit ab und es geht um einen jungen und sensiblen Jäger und einen Wolf die sich in der Wildnis ihre Wunden lecken und gemeinsam einen Weg nach Hause und in Sicherheit suchen. Da hier aber Mensch und Wolf zusammen unterwegs sind reduziert das schon mal den Dialoganteil immens – es wird wirklich nur das wesentlichste gesprochen wodurch der Titel durchaus als langweilig empfunden werden kann. Ich fand das nicht so schlimm, hatte eher ein Problem mit dem Look: die Anfangsszene hätte auch eine Cutscene aus „300“ sein können und generell hat der Film regelmäßig Szenen die im Studio und deutlich digital gemacht wurden. Daran störe ich mich wohl mehr als andere, habe dabei aber den Eindruck daß auch dem Film die wirklich breite Aufmerksamkeit eher verwehrt bleibt. Trotzdem: im Rahmen seiner Möglichkeiten liefert der Film alles was geht.

Fazit: Humorbefreiter Abenteuerfilm mit extrem langsamen Tempo, wenig Text und zuweilen künstlichem Look!

Kevin – Allein zu Haus

Beim hektischen Aufbruch in den Familienurlaub vergisst die Familie McCallister ungewollt ihren Sohn Kevin (Macauley Culkin). Der freut sich jedoch über die Abwesenheit seiner Verwandten und genießt die freie Zeit daheim – dann aber tauchen die gemeinen Einbrecher Harry(Joe Pesci) und Marv (Daniel Stern) am Haus auf …

Ich sah diesen Film als er im Kino lief im Alter von 11, in den 90er Jahren vereinzelt mal wenn er im Fernsehen lief und habe ihn mir nun, 2018, auf Netflix nochmal in voller Länge gegeben da er mir mehr als sonst als der unverzichtbare Weihnachtsklassiker präsentiert wird. Und ich muß sagen: unter dem analytischen Blick ist das Ding immer noch super aufgebaut: das Finale ist pure Comicaction, die Darsteller großartig, der kleine Held gewinnt die Herzen der Zuschauer auf der Stelle und der ganze Film (obwohl er damals im Februar anlief) liefert in der Tat ein wohliges Gefühl von Heile Welt und Weihnachten. Mich persönlich bewegt am meisten der banale Subplot um einen Nachbarn den alle für eine gruselige Gestalt ansehen, der sich aber dann als ganz anders erweist. Ob der Film heutige Kinder noch ansprechen kann weiß ich nicht, ebenso ist er natürlich antiquiert was die nicht vorhandenen Kommunikationsmöglichkeiten angeht – aber vom Gefühl her sollte jeder mal reingeschaut haben.

Fazit: Geschickt aufgebaut und mit präzisen Gags!