Archiv der Kategorie: TBFG

Die Thomas Breuer Film Production

Freaks – Du bist Eine von uns

Wendy (Cornelia Gröschel) nimmt sein Kindertagen Tabletten ein die ihre Depressionen im Zaum halten. Dann aber trifft sie auf Marek (Wotan Wilke Möhring) der ihr eröffnet daß sie Superkräfte hat und diese durch die Tabletten unterdrückt werden. Also setzt Wendy die Pillen ab und entwickelt unglaubliche Eigenschaften …

Ein Superheldenfilm aus deutschen Landen, direkt für Netflix produziert – kann das was geben? Durchaus wenn man gewisse Abstriche macht. Zum Beispiel die Erkenntnis zulässt daß es wirklich nichts gibt was dieses Genre nicht schon auf die Leinwand geworfen hat, man aber eben aus der Mischung der richtigen Elemente durchaus einen passablen Titel schnitzen kann. Das ist hier passiert: Szenen in denen eine schüchterne Figur sich dank neugewonnener Kräfte behaupten kann sind nicht neu, aber eben etwas was gut funktioniert, ebenso ist der altbekannte Plotpoint daß jemand der immer aufs Maul bekommen hat mit den Kräften die er erhält nicht umgehen kann und seine neue Macht einsetzt um sich zu rächen immer wieder gut angebracht. Ansonsten geht es ums Aktzeptieren seiner Kräfte und rausfinden wer man ist … das kommt auch immer gut. Man muß eben nur akzeptieren daß der Film auf deutschem Produktionsniveau passiert und daher Effekte, Kämpfe und all das auf einem sehr kleinen Level passieren. Das ist aber im gesamten nicht schlimm: als deutsche Produktion ist der Film dabei sehr in Ordnung, sehr kurzweilig und geht klar – nur trotzdem muß das offene Ende nicht unbedingt das Intro für ein Sequrl sein.

Fazit: Für eine deutsche Produktion ist das alles solide – nur das auf Fortsetzung schielende Ende irritiert!

Videoreview von mir: https://youtu.be/jEQA6ZdF-Z0

Spione Undercover – Eine wilde Verwandlung

Lance Sterling als als Geheimagant schon zahlreiche Male die Welt vor Katastrophen bewahrt wobei ihm die Hilfen von Erfinder Walter (Tom Holland) wertvoller Dienste erwiesen haben. Als Walter und Lance zusammenarbeiten müssen machen ihre unterschiedlichen Charaktere einige Probleme …

Seitdem ich selber Vater geworden bin nehme ich Kinderfilme etwas anders wahr. Ich suche sie weniger nach meinem eigenen Vergnügen ab, sondern mehr nach der Tauglichkeit für Kinder, vor allem meines. Die mache ich aber an diversen Punkten fest – und das ist nicht unbedingt Grusel oder Gewalt, sondern wie albern und dämlich ein Film ausfällt. Und dieser hier kann bei alledem extrem gut bestehen. Klar, in einem Film in dem die titelgebende Verwandlung stetig als „taubiieren“ bezeichnet wird ist Ernsthaftigkeit nicht wirklich zu erwarten. Aber trotzdem ist der Film nicht dumm, sondern liefert seine Bestandteile kindgerecht ab: eine Agentenstory die für Kinder spannend, aber für erwachsene nicht langweilig ist, eine passende Story in der sich der Coole und der Außenseiter zu einem Team zusammenfinden, einen actionlastigen Showdown der nicht übertreibt, aber doch recht gut Gas gibt und eine großartige, technische Umsetzung.

Fazit: Rundherum spaßige Kiste, für Kinder toll, für Erwachsene vergnüglich…

Rating: ★★★★☆

Heart of America

Die Außenseiter Daniel Lyne (Kett Turton) und Barry Schultz (Michael Belyea) wurden jahrelang an ihrer Schlue gemobbt und gequält. An ihrem letzten Schultag planen sie eine blutige Rache …

Es klingt au heutiger Sicht geradezu absurd: Elizabeth Moss spielt in einem Uwe Boll Film mit. Aber das trifft hier zu, obendrein ist dies ein Film der sich mit einem Boll-Standardthema beschäftigt, nämlich einem Amoklauf. Und das macht er auf gar nicht so schlechte Weise. Man bekommt eine Truppe Schüler an einem ganz normalen High-School Morgen zu sehen, bekommt dann durch Rückblenden nach und nach enthüllt wer mit wem Probleme hatte und wo sich die Gefahr langsam aufbaut bevor sich das alles am Ende in einem blutigen Akt entlädt. Die Darsteller sind zwar nur im Durchschnitt, aber dem Thema entsprechend ganz passabel, der Film ist mit 86 Minuten nicht zu lang und wa man auch immer Boll im handwerklichen vorwirft trifft hier nicht zu.

Fazit: Solides Schuldrama mit krassem, beklemmendem Finish!

Rating: ★★★☆☆

Der schwarze Diamant

Howard Ratner (Adam Sandler) ist ein angesehener Diamantenhändler aus New York, steckt aber wegen seiner Spielsucht selbst tief in den Schulden, obendrein hat er eine Affäre (Julia Fox) die er vor seiner Ehefrau (Idina Menzel) verheimlicht. Die Lösung aller Probleme könnte ein besonderer Diamant sein der dann aber als Glücksbringer an einen Basketballer verliehen wird …

Adam Sandler hat einen Deal mit Netflix und klopft dort regelmäßig dümmliche Komödien raus an denen er aber gut verdient … nun aber kommt er mit einem Titel daher der mit nichts vergleichbar ist was er sonst so raus haut. Und es ist ein Film der Macher von“ Good Time“, der ja unkonventionell und speziell ausfiel. Viele feiern diesen, ich selber konnte damit nichts anfangen und stoße dann auch hier auf das Problem: ich respektiere den Film für vieles, es erreicht mich selber aber kaum. Adam Sandler schafft es sich komplett von allen Blödelrollen zu lösen und gibt als dauerplappernder Chaot eine grandiose Vorstellung. Die Handlung türmt über dem Protagonisten ein Problem nach dem anderen auf, die musikalische und optische Präsentation ist grandios. Trotzdem: da wir hier einem Antihelden folgen hatte ich kein Mitleid mit dem Kerl und der fiebrige Rasch der Unruhe ist für mich nicht eingesetzt. Nicht schlimm, ich denke daß es sehr wol viele Leute geben wird die diesen mit Eifer und Freude genießen werden.

Fazit: Überlang und irgendwo zwischen Drama und Thriller angesiedelt und jenseits typischer Schaugewohnheiten!

Videoreview von mir:https://www.youtube.com/watch?v=PRc0JiBq6QY

Der Prinz aus Zamunda

Akeem (Eddie Murphy) ist in einem reichen Staat aufgewachsen und soll eine arrangierte Ehe eingehen. Allerdings weigert er sich und reist lieber mit Diener Semmi (Arsenio Hall) nach New York um dort auf Brautshcau zu gehen. Schon bald ist er hinter Lisa (Shari Headly) her …

Auch dieser Film hat bei mir eine leichte Vorgeschichte, nämlich die daß ein Nachbarsjunge ihn auf VHS hatte als ich 10 Jahre alt war und wir ihn von dort aus ein paar mal häppchenweise geschaut habt, ebenso habe ich immer mal wieder im TV reingezappt, aber es bedurfte Netflix ihn mal komplett zu sehen. Und ich bin überrascht davon wie verdammt langsam er ist. Der Film zieht Gags und Szenen manchmal extrem in die Länge, etwa wenn sich die zukünftige Braut mit einem Tanz vorstellt und dieser ewig lange geht, auch ansonsten vergehen viele Szenen sehr langsam. Aber es ist eben ein Film mit einem Humor wie er heute kaum mehr ankommt, damals aber zu Recht ein Hit war. Der junge Eddie Murphy als gutherziger Kerl mit Dauergrinsen im Gesicht der in New York rumstiefelt und einer Frau nachlechzt, Samuel L. Jackson in einer Minirolle … das sind die Dinge die heute zu einem amüsierten Schmunzeln hinreißen, aber nicht mehr. Mal sehen ob das angedeutete Sequel noch kommt …

Fazit: Leicht angestaubt, aber mit Herz und immer noch klappenden Scherzen, aber extrem langsamer Geschwindigkeit!

Rating: ★★★☆☆

Das Kartell

Der amerikanische beauftragt CIA-Agent Jack Ryan (Harrison Ford) untersucht im Auftrage des Präsident Bennett (Donald Moffat) einen Mordfall unds tößt in ein Netz aus Intrigen welches bis ganz nach oben reicht …

Der dritte Kinoeinsatz für Jack Ryan und der zweite für Harrison Ford, wobei damals die Betonung wohl mehr auf dem Star denn auf der Figur lag und auch der Name Tom Clancy mehr im Hintergrund passierte. Es war eben einfach ein weiterer Thriller mit Ford in dem er zufällig die Figur aus „Die Stunde der Patrioten“ spielte, was schon alleine wegen dem Ende zufriedenstellend war da man so erfährt welches Geschlecht sein Kind hat (was am Ende des letzten Films als Gag offen gelassen wurde). Inhaltlich ist dies ein Politthriller mit überschaubaren Actioneinlagen, wer ihn für letzteres schaut hat wohl Pech. Komplett verschenkt ist er dabei zwar nicht, ich kann aber verstehen wenn ihn jemand eben deshalb langweilig findet weil ein Schwerpunkt wieder einmal auf Anzugstypen liegt die in Büros miteinander reden, sich anfauchen und Intrigen spinnen. Mir hat die Mischung trotzdem gefallen, zumal wie so oft in alten Titeln reihenweise Darsteller in jung auftauchen die man aus anderen, späteren Werken kennt. Als Thriller alter Schule der auch auf Gags wie Wackelkamera verzichtet dürfte dies zu den besseren Titeln zählen die auch heute noch sehr spannend ausfallen.

Fazit: Redseliger Politthriller mit gelegentlichen Actionmomenten, komplett getragen von Harisson Ford!

Rating: ★★★☆☆

Last Chrismas

Kate (Emilia Clarke) war Elfin in einem Weihnachtsladen, hängt nun aber total durch und denkt übe ihr verkorkstes Leben nach. Dann aber begegnet sie Tom (Henry Golding) – und im Weihnachtstrubel beginnt eine folgenreiche Romanze …

Schade: die Idee einen Film zu machen der auf dem Lied fußt erschien ganz nett und der Trailer hatte eine gewisse Energie weswegen ich mich doch auf den Film gefreut habe. Hinterher folgte aber doch die Ernüchterung da der Film vorrangig eines ist: frei von jeder Story. Wir beobachten einfach eine Hauptfigur und ihr Leben: Emilia Clarke spielt die chaotische Kate die in einem Shop arbeitet, versucht als Sängerin Erfolg zu haben und eine tragische Vorgeschichte die sich nachher enthüllt. Immerhin trifft sie auf einen wunderbaren jungen Mann der ihr das Leben erträglich macht, aber ebenso ein Geheimnis trägt … ua. Einzelne Szenen, manche Scherze und kurze Momente funktionieren dabei auch, es ist aber insbesondere Emilia Clarkes sympathische Figur die alles zusammenhält und trägt. Leider kann sie damit das scheußliche Skript auch nicht retten; welches einfach nur eine Mischung aus Weihnachtsklischees, Romanzenstandards und einem plötzlich einsetzenden Dramateil ist. Als Weihnachtsromanze wird der Film sicherlich einige Leute zufrieden stellen, man merkt aber das hinter dem ganzen Kram nicht viel steckt.

Fazit: Eine überragend gute Emilia Clarke rettet nicht das laue Skript mit seiner lange vorhersehbaren Pointe!
Rating: ★★☆☆☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=hzqCmABWDKc

Career Day mit Hindernissen

Schulleiterin Nichols (Allison Janney) steht vor dem Jährlichen Karrieretag ihrer Schule an dem das totale Chaos ausbricht: die Entsorgung einer Leiche, das Beeindrucken der Kinder, eine und eine unglückliche Affäre sorgen für viel Aufsehen …

Judy Greer ist eine dieset ypsichen Nebendarstellerinnen die man eigentlich kennt, aber nur die wenigstens können Namen und Gesicht vereinen. Und dieser Film, der ihr Regiedebüt darstellt, ist noch mehr unter dem Radar durchgelaufen. Es sei fairerweise gesagt: großer Kinostoff ist das nicht. Sehr wohl aber kleines, harmloses und höchst sympathisches Entertainment. Der titelgebende Karrieretag an einer Schule ist lediglich der Aufhänger für einen kleinen Episodenfilm in dem eine Handvoll Figuren einen Tag lang diverse Geschichten erleben die dann doch irgendwie kommulieren oder sich berühren. Schade ist dabei daß der Film gerade mal auf 78 Minuten kommt, da hätte man sicherlich noch ein paar Handlungselemente mehr und ein paar Minuten mehr Film zurecht bekommen. Obendrein gibt es kleine Erzählstränge die geradezu ins nichts verlaufen oder aufgebaut werden, aber nicht wirklich eine Auflösung erhalten. Trotzdem sind kleine Szene wie zwei Männer die beruflich auf dem Schulhof kämpfen oder ein depressiver Lehrer der zusammen mit einem traurigen Schüler auf dem Dach sitzt und sich austauscht durchweg gelungen, mit zahlreichen Promis in Nebenrollen gibt’s auch ne Handvoll bekannter Gesichter. Insofern: viel mehr als zu erwarten war.

Fazit: Kleiner Unterhaltungsfilm der irgenwie nicht richtig ausgeformt ist, aber im Kleinen sehr liebenswert unterhält.

Shaft

JJ aka John Shaft Jr. (Jessie Usher) hat weder zu seinem Vater (Samuel L. Jackson) noch zu seinem Großonkel (Richard Roundtree) ein gutes Verhältnis. Als er jedoch beim FBI anfängt und ihm eine Ermittlung über den Kopf zu laufen droht vereinen sich die drei Shaft Generationen …

Auf dem Papier ist das eine unglaublich spannende Sache: der Original Shaft aus den 70ern, der Nachfolge Shaft von Anfang 2000 und ein moderner, junger Shaft gehen gemeinsam gegen das Verbrechen vor. Allerdings wirkt das im Marketing etwas epischer als im Film, da Richard Roundtree erst in den letzten zwanzig Minuten dazu stößt. Davor bekommt man die Blaupause eines typischen Buddy Cop Films, bzw. die nächste Variante von „der Harte und der Zarte“: der Jung Shaft ist clever, aber feige und unbeholfen, der ältere Shaft ist halt einfach Samuel L Jackson und absolviert Schießereien und Wortduelle einfach mit dessen typischer Coolness – und diese beiden ermitteln in einem Mordfall, der ebenso eine komplett formelhafte Krimihandlung darstellt ohne Überraschungen. Ich kann verstehen warum es der Film nichts ins Kino geschafft hat sondern direkt ei netflix erscheint, schade ist es trotzdem: mir fehlt der Bezug zur Figur Shaft, aber ich kann eben auch einfach ein wenig Spaß daran haben einfach nur Samuel L. Jackson zu sehen. Durch ihn ist es einfach eine nette Actionkomödie mit ein paar blutigen Schießereien, ein paar flotten Sprüchen und diverser Passabler Action. Nicht das was es hätte sein können, für einen Streaming Titel aber amtlich und ordentlich.

Fazit: Höchst amüsante Actionposse mit ultracoolem Samuel L. Jackson.
Rating: ★★★☆☆

Ben is back

Nach schlimmer Vergangenheit kehrt an Weihnachten Ben Burns (Lucas Hedges) unerwartet zu seiner Familie zurück. Damit reißen aber Wunden auf und seine Mutter Holly (Julia Roberts) einige Not um Katastrophen zu vermeiden …

Ein Film mit dieser Thematik und Julia Roberts auf dem Cover wäre zu anderen Zeiten sicherlich mit mehr Zuckerguß ausgefallen. In der hier präsentierten Form ist es ein knüppelhartes Drama über eine Mutter die in die Drogenszenerie ihres Sohnes abtaucht. Dabei gefällt mir ein Aspekt vor allen andern: Roberts Figur ist zwar emotional, aber vernünftig, ebenso erscheint die gebeutelte Figur des Ben – und obwohl sie klar und offen aufeinander zugehen gibt’s es Differenzen und Probleme die eben doch größer als sie sind. Ebenso wird ungeschönt gezeigt wie das Vertrauen in den Jungen einerseits auf die Realität trifft und eben liebende Menschen sich mit Misstrauen und Skepsis begegnen. All das kommt mit großartigen Darstellern und bedrückender, aber nicht zerschmetterter Stimmung daher. Ein rabiates Familiendrama also in dem durchaus Gefühl steckt – aber auch ganz viel Kummer.

Fazit: Bitter und schmerzhaft – ein Film bei dem man froh ist nicht jemand von den Hauptfiguren zu sein!
Rating: ★★★★☆