Alle Beiträge von Brodie79

Undine

Undine (Paula Beer) lebt davon Stadtführungen durch Berlin zu veranstalten. Als sich ihr Freund Johannes (Jacob Matschenz) für eine andere Frau trennt müßte sie ihn aufgrund eines Fluches töten – doch Undine wehrt sich gegen ihr Schicksal …

Dies soll der Auftakt einer Trilogie sein in der Figuren der Romantik in Filmform aufgearbeitet werden. Das feiere ich total, gehöre aber trotzdem nicht zum angesprochenen Kreis Der Film setzt voraus daß der Zuschauer den Mythos der Undine kennt – das tue ich so nicht und das hat mich aus dem Film rausgeschossen. So bleibt ein mysteriöser Liebesfilm mit leichtem Fantasyeinschlag, wundervoll gespielt und mit einigen Szenen voller Stimmung und Romantik – aber es ist kein leicht zugänglicher Stoff und trotz einer kuzen Lauflänge wohl sehr anstrengend für Menschen die den Hintergrund nicht kennen.

Fazit: Sehr sinnlich und großartig gespielt, aber wohl nur für ein spezielles Publikum
Rating: ★★★☆☆

The Secret – Traue dich zu träumen

Für Mutter Miranda Wells (Katie Holmes) ist einiges schief gelaufen, vor allem aber hat sie der Tod ihres Mannes und das Leben als Mutter dreier Kinder sehr geschafft. Errst der gutmütige Bray Johnson (Josh Lucas) gibt ihrem Leben wieder Stabilität durch positives Denken – allerdings dieser auch ein Geheimnis …

Die Geschichte einer armen Frau der das Schicksal fett zugesetzt hat, nun aber durch die Begegnung mit einem wundervollen Mann wieder Freude in ihr Leben bekommt hätte auch eine ganze RomCom darstellen können. Die Hintergründe sind dann aber doch etwas absurder: dies fußt auf einem Sachbuch welches das Positive Denken feiert. Ist zwar ein guter Ansatz, aber daraus wird keine gute Geschichte. Hier entsteht eben eine völlig austauschbare Gschicte in der ein guter Mann etwas Gutes in das Leben einer Frau bringt und auch wenn Josh Lucas in der Rolle sehr mögenswert daherkommt bleibt der Film doch kreideblech und balß. Uch Katie Holmes als arme Sau schafft es nicht Charisma und Charme zu ergänzen so daß einem am Ende ein sonnendurchflutetes Nichts bleibt.

Fazit: Im Kern gut gemein, aber am Ende eine sehr austauschbare Geschichte ohne nennenswerte Anteile!

Rating: ★★☆☆☆

The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel

Armand Goldman (Robin Williams) betreibt mit Liebhaber Albert (Nathan Lane) einen Nachtclub in Miami. Dann aber erfährt er daß sein Sohn Val (Dan Futterman) im Begriff ist Barbara Keely (Calista Flockhart) zu heiraten, die Tochter des spießigen Senators Kevin Keely (Gene Hackman). Armand muß sein Umfeld „vorzeigbar“ machen …

Ich habe den Film zum Zeitpunkt seines Erscheinens gesehen und als nicht erwähnenswert empfunden. Nun, nach gut 25 Jahren sah ich ihn wieder und feierte ihn total ab. Womöglich aus falschen Gründen: es ist aus heutiger Sicht sehr schön nochmal zu sehen wie Robin Williams noch in seinem vollen Element durch die Szenerie springt, einen Film zu sehen in dem keine Handys oder soziale Medien vorkommen und natürlich viele bekannte Gesichter in Nebenrollen zu entdecken. Stars wie Calista Flockhart und Christine Baranski oder mein persönliches Highlight: Hank Azaria. Mit der bunten Farbgebung und dem fröhlichen Grundton sowie sehr viel Komik die rein körperich erzeugt wird machte mir der Film rundweg Spaß und erzeugte ein Dauerlächeln. Irgendwie kam das Gefühl auf: solche Filme kriegt man heute nicht mehr zu sehen, selbst wenn sie zu ihrer Zeit keine Renner waren.

Fazit: Bunt, schrill und zum brüllen komisch – etwas vergessener Exot!

Rating: ★★★★☆

Run

Die Beziehung von Chloe (Kiera Allen) und ihrer Mutter Diane (Sarah Paulson) ist unnatürlich eng – so sehr daß es an Obession klingt. Irgendwann beginnt Chloe die Dinge zu hinterfragen …

Der Feind in meinem Haus, in diesem Fall sogar noch schlimmer: wenn die eigene,fürsorgliche Muter sich als pure Bedrohung erweist. Mit einer solchen Grundprämisse haben schon einige Filme sehr gut gearbeitet, warum nicht auch dieser? Sarah Paulson spielt eine Rolle die ihr sehr liegtm aber ihr Image als Teifelsfrau so sehr zementieren könnte daß sie kaum mehr eine „nette“ Rolle abkriegen könnte. Der Fokus liegt trotzdem auf Kiera Allen welche das unschuldige Opfer spielt die in ihrem geordneten Leben langsam Risse entdeckt und nach und nach enthüllt daß sie in den Händen einer Wahnsinnigen ist. Daraus entstehen zahllose Spannungssituationen die oftmals mit wenig auskommen, etwa einer Klettersituation auf einem Dach oder der reinen Konfrontation bei der eben die eine Person im Rollstuhl sitzt. Leider baut der Film in diese clevere und spannende Geschichte einige Wendungen und Momente ein die arg konstruiert wirken – da sinkt es dann auf TV Thriller Niveau. Trotzdem ist dies am Ende ein hervorragender,kurzweiliger und effektiver Spannungsfilm.

Fazit: Teilweise auf bewährten Pfaden, aber dennoch hoch spannend!

Rating: ★★★★☆

Suicide Tourist

Versicherungsmakler Max (Nikolaj Coster-Waldau) hat einen Gehirntumor und versucht sich umzubringen, was aber scheitert. Dann aber stößt er auf ein Hotel welches anscheinend betreuten Suizid anbietet …

Ein kleiner, aber dennoch attraktiver Titel der ins Kino kam als durch die Coronalage kaum etwas anderes lief. Das hat ihm vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit beschert als es unter anderen Umständen gewesen wäre, heißt aber nicht daß der Film umso lohnender ist. Man kann aber nicht viel klagen. Beim Titel und der Inhaltsangabe ist nicht wirklich ein fröhliches Werk zu erwarten, das bekommt man auch nicht. Der Film besticht durch eine zermürbende Atmosphäre, einen tristen Look und eine deprimierende Stimmung. Inhaltlich mixt die Nummer Drama und Krimielemente, weiß dabei die richtigen Bausteine zusammenzufügen um einen passablen, spannenden Film zu erzeugen – aber im Gegenzug auch nichtg was unfassbar lange nach dem Anschauen noch im Kopf bleibt.

Fazit: Solider Standard ohne Kanten und Ecken mit guter Atmosphäre!

Ben (John-Paul Howard) verbingt den Sommer bei seinem Vater Liam (Jamison Jones) und jobbt am örtlichen Yachthafen. Er wird Zeuge wie die Nachbarin Abbie (Zarah Mahler) mehr und mehr unter einem Hexenfluch steht …

Der Film hat wohl von Corona profitiert dadurch daß er zu Corona Zeiten in amerikanischen Drive in Kinos gezeigt wurde und mangels Konkurrenz verhältnismäßig viel einspielte. Kann man verstehen, macht den Film aber nicht erwähnenswerter. Aber uach nicht schlechter, da er in weiten Teilen eine gängige Nummer bringt. Ein Junge zieht in eine neue Umgebung, alles scheint gut, dann mehren sich die bizarren Vorfälle bis sich die Indizien häufen daß eine fiese Hexe ihm das Leben schwermacht. Dabei geht’s zwar nie in irgendeinen unglaubliche Dimensionen, aber es verläßt eben auch nicht den Standard eines soliden Horrogruslers auf höherem Heimkinoniveau.

Fazit: Solide Horrornummer, in jeder Hinsicht austauschbar, aber ebenso in keiner Hinsicht schlecht!

Rating: ★★★☆☆

Semper Fi

Cal (Jai Courtney) ist vorbildlicher Polizist der auch ein Reservist der Marine ist. Während er jedoch in einen furchtbaren Kriegseinsatz ziehen muß landet sein Bruder Oyster (Nat Wolff) im Gefängnis …

Ich habe nichts gegen Jay Courtney, der Mann hat es nur drauf sehr durchschnittliche Filme anzuliefern und obendrein hat er mit „Terminator Genysis“ sowie „Stirb langsam 5“ in zwei von mir sehr geschätzten Franchises eher unrühmliche Auftritte abgeliefert. Daher bin ich von Anfang an skeptisch einen Film mit ihm als Protagonist zu schauen, obendrein einen Film bei dem mir schlechte Kommentare vorarb um die Ohren flogen. Eine Weile lang konnte ich dies aber nicht verstehen, da der Film einfach eine Handvoll Soldaten zeigt die hr Leben miteinander verbringen, ein paar Konflikte untereinander zeigt und ans sich recht kurweilig ausfällt. Dann merkte ich aber nach einiger Zeit daß mir ganricht bewußt ist worauf die Nummer überhaupt hinauslaufen soll und zum Ende hin hatte ich einen Film gesehen der wieder mal diverse Plots und auch Genres anreißt, aber sich für keinen festen Weg entscheidet und dabei auch nichts ans Ende packt für das man sich die Laufzeit antun muß. Ein bißchen Soldatenfilm, ein wenig Thriller und einen Actionanteil der gegen Null geht (auch wenn man Courtney mit der Wumme aufs Cover packt) ergeben hier einen Titel den man als Stream-Fülltitel nehmen kann – aber nicht als wirklich Highlight daß einen Kinostart brauchte.

Fazit: Streckenweise unterhaltsam, aber letztlich ein Mix aus diversen Richtungen ohne konkretes (Story) Ziel!

Rating: ★★☆☆☆

Pieces of a Woman

Martha (Vanessa Kirby) und Sean (Shia LaBeouf) erwarten das gemeinsame Kind – dann aber stirbt dieses bei der Geburt. Das Paar stürzt in eine unfassbare Krise …

Film hat die Möglichkeit ins Unerträgliche zu gehen. Das tut dieser hier in seiner ersten halben Stunde, wenn er sich fast dokumentarisch mit einer Geburt beschäftigt. Zumindest für mich, als jemandem der selber eine Geburt miterlebt hat. Diese verlief zwar undramatisch, aber doch mit ein paar Unklarheiten und des war schon so gruselig daß alles weitere unvorstellbar war. Dieser Film bringt dann dies zu Ende, eine Geburt die mit dem schlimmsten endet und damit meine persönliche Angst knüppelhart vorführt. Alles was danach kommt ist ein langer Marsch der Trauer, ein Paar was an einer unfassbaren lage zerbricht und die verzweifelte Suche nach einer Schuldigen, mit Anteilen eines Gerichtsdramas. Das sit in seinem entkräftigten Look und der Darstellung trostlos und deprimierend, wie auch der ganze Film – aber es sind Emotionen die Film liefern kann und das in unfassbarer Härte. Ohne jeden Scahu oder Knalleffekt, wie ein Blick ins wahre Leben.

Fazit: Lebensnah und unfassbar belastend!

Rating: ★★★★☆

Tesla

Nikola Tesla (Ethan Hawke) ist Ingenieur in Thomas Edisons (Kyle MacLachlan) Electric Light Company – als er jedoch mit eigenen Plämem beginnt überwirft er sch mit Edison und wendet sich an Industriemagnaten George Westinghouse (Jim Gaffigan) …

Diesen Film zu schauen war wie ein Experiment welches für mich einfach nicht funktioniert hat. Ich hatte mich auf ein Biopic eingestellt bei dem ich die Möglichkeit habe etwas über Tesla als Person und über sein Werkeln zu erfahren, nach dem Film ist der Mann mir aber so fremd wie davor. Und in der Umsetzung des Films liegt dann wieder so viel künstlerische Freiheit, so daß Figuren den Zuschauern auffordern zu googlen oder mal eben die Hauptfigur vor künstlichem Hintergrund Karaoke singt. Auf Ethan Hawke lasse ich nichts kommen, der ist auch hier bemüht, aber es kann passieren daß so manche Zuschauer keinen Einstieg in die Nummer bekommen. Wer es tut bekommt sicherlich einen vielschichtigen Titel geboten.

Fazit: Kunstvolles Biopic ohne klare Linie daß mehr einen absurden Bilderrausch denn eine erzählte Geschichte darstellt!

Rating: ★★☆☆☆

The Midnight Sky

Wissenschaftler Augustine (George Clooney) lebt alleine au fer Arktis nachdem eine globale Katastrophe stattgefunden hat. Von dort aus versucht er Kontakt ins All zu ermöglichen …

George Clooney ist ein Filmemacher der seit 2016 nach Money Monster nichts mehr auf die Leinwand gebracht hat, durch seine sonstigen Aktivitäten aber sicherlich ausgesorgt hat. Wenn der also einen Film macht, als Regisseur und Hauptdarsteller, kann man sicher sein daß er da ein Herzensprojekt verfolgt. In diesem Falle hatr er allerdings etwas hoch gegriffen indem er den Film mit „Gravity“ und „Revenant“ verglich. Sei Film ist eigentlich ein zweigeteiltes Werk, zum einen schildert er den Überlebenskampf eines Wissenschaftlers im ewigen Eis, auf der anderen Seite die Geschichte eines Raumschiffs und nebenbei wird der Weltuntergang auch noch abgehakt. Mirt der ruhigen, fast trägen Erzählweise mag mancher Zuschauer nicht viel Anfangen können, der langsame Aufbau bewirkt aber eine ganz eigene Atmosphäre. Für mich haben die zwei Parts nicht zueinander gepaßt, außerdem deutet sich der finale Twist früh an – trotzdem bietet der Film Entertainment welches schob über dem normalen Netflix Durchschnitt liegt.

Fazit: Zwei Filme in einem die nicht perfekt zueinander passen, aber starke und emotionale Momente haben!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=ns0k-qKG3Do