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Astro Boy

In der Wolkenstadt Metro City wird Astro Boy kreiert, ein Roboterjunge dem der brillante Wissenschaftler Dr. Tenma unglaubliche Fähigkeiten verliehen hat. Nach einem schlimmen Zwischenfall reißt Astro Boy aus …

Der Grund warum ich mir diesen Film überhaupt gegeben habe mag ziemlich absurd erscheinen: ich habe mal eine Liste mit allen mir unbekannten Nicolas Cage Filmen geschrieben und arbeite die nun schrittweise ab – das schließt auch diesen hier ein da Cage im Film eine Synchronrolle spricht. In der deutschen Fassung merkt man davon aber gar nichts da ein anderer Sprecher die Figur spricht. Auch ansonsten ist dies ein Film der mich nicht so direkt anspricht: als er rauskam wirkte er auf mich einfach nur wie ein typischer Kinderfilm, der Bezug zu einem Mangavorlage ist mir ebenso fremd. Aber umso überraschter war ich vom Resultat: die Story hat einen durchweg ernsten Kern, nämlich die Geschichte eines Mannes der seinen toten Sohn als Roboter neu erbaut, diesen aber verstößt und fortan folgen wir dem jungen wie er in seiner utopischen Welt versucht klarzukommen. Das ist kindergerecht, aber hat sehr wohl einige sehr ernste Aspekte und ebenso Action und Spannung. Vor allem strahlten der Titel und das Cover für mich eine alberne „Kindlichkeit“ aus – und dafür war es dann doch eine sehr erwachsene und ernsthafte Variante. Daher: überraschende Empfehlung und auch nach zehn Jahren alter einen Blick wert.

Fazit: Kindgerecht, aber mit ernsthaftem Background und sehr emotionalen Elementen!

Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Das geheime Land

Hicks träumt von einer Welt in der Menschen und Drachen friedlich miteinander leben können. Da wird sein Drachen-Kumpel, der Nachtschatten Ohnezahn von einem weiblichen Drachen weggelockt – woraus schwere Konsequenzen für Hicks und sein Dorf entstehen …

Ich hatte die ersten beiden Teile gesehen, aber so total im Kopf gelöscht daß ich diesen hier anschaute als hätte ich keinerlei Vorkenntnisse. Das erwies sich aber nicht als schwer: man muß nur die Grundkonstellation kennen in der Menschen und Drachen harmonisch zusammen leben, den Rest kriegt man problemlos hin. Das liegt daran daß man hier ein braves und konventionelles Skript eines typischen Kinderfilms zu Grunde liegen hat der aber so ausfällt daß er Kinder begeistert, erwachsene Zuseher ab nicht großartig nervt. Die Themen sind universell und bekannt und funktionieren immer wieder: etwa die Frage wo man hingehört, wenn der Drachenfreund eine Artgenossin findet und seinen Platz in der Welt festlegen muß oder eben Hauptfigur Hicks als Anführer Dinge tun und entscheiden muß die früher sein Vater übernahm. Ansonsten ist der Film immens schön anzusehen: es gibt optische Breitseiten auf die 3D Brille und reihenweise wundervolle Animationen, dazu viel Klamauk und Action ohne daß es zur Reizüberflutung wird. Wer die anderen Filme sehr mag wird hier sicherlich nicht das Highlight der Serie sehen, aber einen runden, stabilen und soliden Schlußpunkt.

Fazit: Spaßiger Abschluß der Trilogie, erfüllt zufriedenstellend alle wichtigen Parts eines Kinderfilms!

Rating: ★★★★☆

Glass

Der gestörte Kevin Wendell Crumb (James McAvoy) ist noch immer frei weswegen sich David Dunn (Bruce Willis) auf die Suche nach ihm macht. In diese Jagd wird auch Elijah Price alias Mr. Glass (Samuel L. Jackson) verwickelt …

Ein Film den ich schon für seine reine Existenz abfeiere: Shymalan wollte eine Superheldentrilogie deren erster Teil „Unbreakable“ kommerziell und bei den Kritikern floppte. Also schob er fast 15 Jahre später mit „Split“ einen scheinbar eigenständigen Film nach der erst zum Ende hin offenbarte daß er mit der Story von „Unbreakable“ zusammenhängt – und damit standen die Weichen dann frei für diesen hier. Allerdings besteht erhöhte Verwechslungsgefahr: ja, es geht um Superhelden, es geht um Comics und die typischen Dinge wie den Helden, den Schurken, Vorhersehung und einen epischen Showdown. Trotzdem könnte dieser Titel gar nicht weiter entfernt sein von den etablierten Standards. Glass ist ein actionarmer, langsamer und sehr dialoglastiger Film der seine stärke aus einer sich langsam aufbauenden Stimmung zieht und einer Atmosphäre durch die insbesondere der Showdown geradezu berauschend wird. Dabei springt der Film zwischen seinen Hauptfiguren hin und her, setzt keinen gezielt ins Zentrum wobei manchmal auch ein wenig die Geschichte ins Stocken gerät. Das ist aber jammern auf absolut hohem Niveau: Glass ist die absolute Vollendung dieser Trilogie, intelligentes und mitreißendes Fantasykino und insbesondere mit James McAvoys Darstellung auc ganz große Schauspielkunst.

Fazit: Episches Finale einer großartigen Trilogie!

Rating: ★★★★☆

Chaos im Netz

Die Suche nach einem Ersatzteil treiben Randale-Ralph Rennfahrerin Vanellope von Schweetz (Sarah Silverman) aus ihrem Accade-Spiel in die Weiten des Internets. Die einzige Möglichkeit scheint die Webseite OhMyDisney.com zu sein …

Sequels auf die keiner so unfassbar dringend gewartet hat, aber die doch Spaß machen wenn sie kommen. Diese Fortsetzung von „Ralph reichts“ ist so ein solcher Film, aber selbst der Titel „Chaos im Netz“ grenzt sich ja schon vom ersten Teil ab; und man kann das Sequel abgesehen von ein paar kleineren Anspielungen auch komplett für sich alleine Schauen. Dabei funktioniert der Film eigentlich nur mit einem einzigen Gag der entsprechend variiert wird: die zwei Hauptfiguren landen im Internet welches im Film als eine Art große, bunte Stadt gezeigt und präsentiert wird und alles was man so aus dem alltäglichen Internetkonsum kennt wird dort in lustiger Form präsentiert. Mehr brauchts eigentlich nicht, um das ein wenig storytechnisch zu stützen gibt’s eine banale 08/15 Geschichte über die Suche nach einem MacGuffin und ein paar Einschüben zu Freundschaft und seinen Platz im Leben finden. Das Ergebnis ist meistens zum schmunzeln, nicht allzu oft zum lachen und für Kinder sicherlich ein Heidenspaß, ältere Semester haben sicherlich Freude an den zahlreichen Anspielungen auf z.B. Disney und Marvefilme. Aber ganz ehrlich: kurz nach dem Abspann ist die bunte Bilderschau auch wieder aus dem Gedächtnis verschwunden.

Fazit: Quietschbunter und netter Kinderfilm ohne Tiefe oder Nachwirkung, aber mit passablem Spaßfaktor!]

Rating: ★★★☆☆

Womit haben wir das verdient?

Wanda (Caroline Peters) erfährt daß ihre Tochter Nina (Chantal Zitzenbacher) Muslima werden will. Also beginnt Wanda damit sich mit der Thematik außeinander zu setzen im ihre Tochter so gut es geht dabei zu unterstützen und den Schritt überhaupt zu verstehen …

Immer schön wenn man ein schwieriges Thema in einen leichten Film packen kann: eine Schülerin aus Wien beschließt ab sofort Muslima zu werden und beginnt mit totaler Radikalität deren Bräuche und Praktiken im Alltag anzuwenden. Deren Mutter jedoch ist hin und her gerissen: natürlich möchte sie die Tochter unterstützen, gleichzeitig aber auch wieder zur Vernunft bringen – und in dem gleichen Dilemma wie die Hauptfigur befindet man sich als Zuschauer weil man irgendwie alle beteiligten Personen auf ihre Art verstehen kann. Wertvoll dabei: der Film urteilt und bewertet nicht. Er zeigt einfach eine lange Reihe an Alltagssituationen in denen eben die neuen, muslimischen Praktiken angewendet werden – teils ist das sehr witzig, teils absurd, teilweise ernsthaft. Man muß nur entsprechend starke Nerven haben da das ganze sehr wohl fordert: Caroline Peters als Obermutti will zwar nur das Gute, ist als stetig genervte Frau ebenso für den Zuschauer anstrengend zu ertragen und der Streß mancher Hauptfiguren überträgt sich auf den Zuschauer. Trotzdem lohnt der Film durchaus – weil er keinen der Lächerlichkeit preisgibt.

Fazit: Harmloser, kleiner Film der seine Thematik erfreulich wertungsfrei vermittelt!

Rating: ★★★☆☆

Breaking In

Shaun (Gabrielle Union) fährt mit ihren Kindern Jasmine (Ajiona Alexus) und Glover (Seth Carr) in die Villa des kürzlich verstorbenen Großvaters. Als sich die Familie im Haus befindet taucht eine Gruppe Verbrecher auf, angeführt von Eddie (Billy Burke) die im Haus nach einem Safe suchen. Shaun versucht verzweifelt ihre Familie zu verteidigen …

Nichts ist gefährlicher als eine Mutter die ihre Brut beschützt – Breaking In wirkt so als habe man dieses Sprichwort verfilmen wollen. Dazu mit einem besonderen inhaltlichen Clou: die kämpferische Mutter muß mal nicht aus einer brenzligen Lage ausbrechen, sondern statt dessen den Weg in ein belagertes Haus finden – boa, wie aufregend. Wobei man nicht spotten oder lästern kann, ebenso wenig loben. Der Begriff der den Film am klarsten beschreibt ist soldide. Der Film macht keinen Hehl daraus daß er eine eher kleine Produktion ist, mit routinierten B-Darstellern und geringen Schauwerten, aus den minimalen Optionen kitzelt er aber doch das beste an kurzweiliger Spannung heraus. Kein Film den man unbedingt im Kino schauen mag, als netter Streaming Titel für einen spannenden Fernsehabend ist er sicherlich geeignet.

Fazit: 08/15 Thriller der in allen Belangen solide, aber in keinen Außergewöhnlich auffällt.

Deine Juliet

Journalist Juliet Ashton (Lily James) reist auf die Insel Guernsey um einen Artikel pber einen dortigen Buchclub zu schreiben, der den Mitgliedern geholfen hat den Zweiten Weltkrieg zu überstehen. Dabei wird sie durch die Insel und insbesondere Dawsey Adams (Michiel Huisman) beeindruckt …

Eine Buchverfilmung deren Vorlage ich nicht kenne; deren Cover jedoch die Erwartungen etwas anders lenkt: das sieht alles nach einer Romanze aus. Wenn man den Film aber schaut merkt man daß es um andere Dinge geht: der Zauber des Lesens kommt beiläufig vor, vorrangig ist es aber das Aufarbeiten von schmerzlichen Erlebnissen und Erfahrungen rund um den zweiten Weltkrieg. Eine Schriftstellerin besucht ein Dorf und erfährt welche tragischen Ereignisse dort vorgefallen sind und nebenbei greift sie in die Folgen ein uns es bahnt sich am Rande eine kleine Love an. Das ist kleines, ruhiges und emotionales Kino das sich wohl nur einem entsprechenden Zielpublikum voll erschließt; andere dürften das recht langweilig finden. Für Freunde von solchen Filmen sollte er aber defintiv lohnend sein.

Fazit: Weniger die Romanze nach der er aussieht, mehr ein bitteres und ruhiges Drama!

Rating: ★★★★☆

Robin Hood

Robin Hood (Taron Egerton) kehrt nach langer Zeit aus den Kreuzzügen zurück und erkennt seine Heimat England nicht wieder: die Reichen schwelgen in Luxus, während Arme nahezu verhungern. Mit dem verbündeten Little John (Jamie Foxx) ebeginnt er maskiert die Reichen zu berauben um die Beute den Armen zu geben, außerdem umgarnt er die schöne Marian (Eve Hewson). Allerdings ist der bösartige Sheriff von Nottingham (Ben Mendelsohn) hinter ihm her …

Mit dem Umstand daß es eine neue Robin Hood Version gibt habe ich kein Problem – der Stoff ist klassisch und wird sicherlich immer mal wieder neu aufgelegt. In diesem Falle wird dabei auch einiges richtig gemacht, aber ebenso geht der Film andere, ganz neue Wege die leider nirgendwo hinführen. Wesentlich ist wohl: Taron Egerton ist eine gute Wahl für die Hauptrolle, vielleicht kein so guter Robin Hodd, aber eine tadellose Heldenfigur die einen Film wie diesen hier problemlos tragen kann. Der Sidekick Jamie Fox ist dann schon erzwungener und an vielen Stellen eine geradezu übersteigerte Figur, aber auch das fällt wenig ins Gewicht. Was mir aber übel aufgestossen hat: der Look. Der Film spielt in einer Art Fantasy Mittelalter, hier gibt es Aktenordner, Maschinen, Fabriken und die Kleidung ist nicht weit von moderner Straßenkleidung entfernt. Das ist dadurch zwar ein sehr guter und eigenständer Look, aber keiner der gefällt oder stimmig aufgeht. Aber man erkennt spätestens beim Ende was hier die eigentliche Idee war: ein neues Franchise zu etablieren, daher wird auch in der Schlußszene mit dem Holzhammer ein weiteres Sequel etabliert. Aber eins welches sicherlich nicht umgesetzt wird.

Fazit: Ein paar gute Komponenten, aber dank absurder Umgebung und zu viel Zeitlupen Action ein verschenkter und kaum ausbaufähiger Serienbeginn!

Hotel Artemis

Waikiki (Sterling K. Brown) und seine Gang wollen während einer Konfliktsitation der Polizei einen Banküberfall durchziehen, doch der Plan scheitert. So landen seine Leute und er in einem Untergrundkrankenhaus das von Jean Thomas (Jodie Foster) und ihrem Assistenten Everest (Dave Bautista) betrieben wird – und in dem sich reihenweise gefährliche Leute einfinden …

Alte Motive ein wenig aufgefrischt: eigentlich ist dies die bekannte Mär des Unterwelt-Unterschlupfes in dem eine ganze Reihe kaputte und verdorbene Gestalten auflaufen die sich das Leben zur Hölle machen. Hier wird aber noch ein leichtes Science Fiction Element untergeschoben indem das in einer nahen Zukunft spielt – trotzdem erreicht die Nummer dabei keinen Coolness Faktor. Das liegt für mich vor allem am Cast: die meisten Rollen sind von unscheinbaren Darstellern besetzt die keinen richtigen Eindruck machen, dem gegenüebr steht mit Jodie Foster allerdings eine Darsteller-Titanin die den Streifen geradezu trägt und an sich reißt. Deswegen: mit etwas anderen Darstellern hätte der Film sicherlich herausragend werden können, so ist er nett, harmlos und gefällig – aber nicht sehr aussagekräftig.

Fazit: Gutes Konzept, passable Umsetzung und eine bunte Mischung aus Supercast und bleichem Durchschnitt!

Rating: ★★★☆☆

 

Manhattan Queen

Maya Davilla (Jennifer Lopez) ist stellvertretende Filialleiterin eines Supermarkts in Queens hochgearbeitet, wegen eines fehlenden Schulabschlusses bleibt ihr aber eine Beförderung vorenthalten. Dann aber erhält sie einen hoch angesehenen Managerposten da der Sohn ihrer Freundin Joan (Leah Remini) ihren Lebenslauf aufgebessert hat. Während sie einerseits mit ihrer Art in der neuen Firma gut ankommt droht das Spiel aufzufliegen …

Dieser Film wirkt als habe Jennfier Lopez das Drehbuch nach „Manhattan Love Story“ beiseite gelegt, sich vorgenommen „Das mache ich beizeiten noch“ und nun hats etwas zu lange gelegen. Daher macht sie sich im Film wohl auch zehn Jahre jünger. Das Resultat triggert zumindest mich an ganz überraschenden Punkten: der Film filmt New York wundervoll ab und wirkt wie ein Relikt aus den 90er Jahren, d.. ich hab an etlichen Stellen das Gefühl wirklich Darsteller zu sehen die an den gezeigten Orten herumgelaufen sind. Allerdings verschweigt der Trailer was den Film dann letztlich zum Einsturz bringt: neben d r obligatorischen Story der Frau von der Straße die sich in der arroganten Geschäftswelt durchboxt hat der Film noch einen weiteren, separaten Subplot der eher in die dramatische und traurige Richtung geht – und den neben all das andere zu setzen ergibt dann eine höchst unausgewogene Mischung. Mit dem oftmals überlagerten „Larger Than Life“ Look den diese Filme sehr oft haben kann man den Dramapart eh nicht sonderlich ernst nehmen – und so bleibt ein schick gefilmter Girliefilm für den Mädelsabend der zwar nicht weh tut, aber auf ganzer Linie verzichtbar ausfällt.

Fazit: Mit Gewalt auf Jennifer Lopez zugeschnittene Romantic Comedy die durch einen Drama-Subplot ausgebremst wird!

Rating: ★★☆☆☆