Alle Beiträge von Brodie79

Dog Eat Dog

Troy (Nicolas Cage),  Mad Dog (Willem Dafoe) und Mafia-Symphatisant Diesel (Christopher Matthew Cook) sind Ex-Häftlinge die wieder in der Freiheit sind. Schnell stellen sie fest daß ihre kriminelle Vergangenheit sie nicht loslassen wird …

Hier wußte ich bereits nach wenigen Sekunden daß ich den Film nicht würde leiden können – die Szene zu Beginn in der Willem Dafoe grundlos zwei junge Frauen ermordet und das dann auch noch cool dargestellt wird war einfach zu viel für mich. Aber Dafoe ist der einzige Darsteller bei dem ich verstehen kann daß er in diesem Rotz mitspielt: als durchgeknallter Psychopath hatte er bestimmt viel Spaß den völlig Irren zu geben. Schön für ihn, aber da hat man als sonstiger Zuschauer eben nix von. Ebensowenig von der xten Variante in der ein paar Ganoven einen Coup begehen bei dem alles schief geht, Nicolas Cage der mal wieder eine Rolle für den Scheck macht und der stellenweise recht eigenartigen Farbdarstellung. Seis drum: der Film war für mich unerträglich, langweilig und abstoßend – und scheint verdient in den tiefen der Streaming Welt zu verschwinden.

Fazit: Ultralahm, überzogen und dabei blutig und unsympathisch – hat einfach garnichts für sich!

Rating: ★☆☆☆☆

Pay the Ghost

Englischprofessor Mike Lawford (Nicolas Cage) steckt immerzu in Arbeit und vernachlässigt deswegen sogar oftmals seine Familie – daher ist es ihm umso wichtiger seinen Sohn Charlie (Jack Fulton) zu einer Halloweenparade zu begleiten. Dort verschwindet sein Sohn spurlos – und selbst ein Jahr später ist der Junge weg und Mike wird von Schuldgefühlen und merkwürdigen Visionen geplagt …

Nicolas Cage zahlt wieder mal ein paar Schulden ab mit einem schnell verdienten Gehaltscheck. Hierbei kann man aber einen Funken Fairneß anbringen: klar, er spielt eine schlichte, unbedeutende Rolle in eine schlichten, unbedeutendem Film die er auch mit keinem Funken seiner individuellen Art ausfüllen kann, aber trotzdem ist dieser Film auf dem Sektor seiner schlechten Streifen einer der besseren. Eine völlig austauschbare Geschichte, eine typische Geisternummer mit ein paar netten Gruselmomenten deren größter Schocker die Anwesenheit von Veronica Ferres ist. Wenn man es mal versucht hat man den Film zwar nach ein paar Minuten vergessen, aber bis dahin eine solide Zeit gehabt.

Fazit: Solide Gruselnummer, zwar seicht und austauschbar aber stabiler Standard!

Ich glaub ich steh im Wald

An der  Ridgemont High School läuft das Abschlusssemester und damit jede Menge emotionale Wendungen für die Schüler: : Stacy (Jennifer Jason Leigh) und Mark (Brian Backer) tun sich schwer damit miteinadner zu schlafen und hoffen auf Hilfe von  Linda (Phoebe Cates) und Mike (Robert Romanus). Derweil hat Kiffer Jeff (Sean Penn)einen Disput mit Geschichtslehrer Mr. Hand (Ray Walston)…

Mein Antrieb sich gerade diesen Film raus zu kramen aus dem Netflix Angebot war wohl der Falsche: ich wollte ihn sehen da ich mal ein paar alte Nicolas Cage Filme nachholen wollte. Cage ist auch im Film, aber nur in wenigen Szenen in denen er unbedeutend am Rande steht ohne irgendwas zur Handlung beizusteuern. Allerdings war der Film auch so in Punkto Besetzung ein echtes Highlight: die Summe an prominenten Gesichtern und später bekannten Gestalten die hier in kleinen und großen Rollen durchs Bild läuft ist atemberaubend (Sean Penn als dummer Kiffer, Hallo?!?!). Ansonsten ist dies wohl eine typische High-School Komödie ihrer Zeit die mittlerweile wie aus einem anderen Universum wirkt, in ihren Grundsätzen aber die bekannten Themen abarbeitet: Teenager, Beziehungen, Sex und Zukunftsängste. Auch wenn es zwei überraschende Nacktmomente gibt und eine Masturbationsszene ist die Nummer nicht darauf aus immerzu unter die Gürtellinie zu gehen, sondern wirkt geradezu harmlos und bieder. Ich kann aber verstehen daß die Poolszene von Phoebe Cates kultig ist und wenn jemand der den Folm aus seiner Entstehungszeit kennt ihn im Herzen behalten hat.

Fazit: Unfassbare Starparade in jungen Jahren, ansonsten eine solide und mitunter spießige High-School Story im 80er Look!

Left Behind

Für den erfahrenen Piloten Rayford Steele (Nicolas Cage) wird ein Routineflug zur Hölle: durch ein unerklärliches Ereignis ist die ganze Welt zerstört und er kann nahezu nirgendwo mehr landen. Derweil ist seine  Tochter Chloe (Cassi Thomson) eine der letzten Überlebenden auf der Erde und sucht eine Möglichkeit dem Inferno zu entkommen …

Nac gut, ich wußte worauf ich mich hier einlasse: einen dieser typischen „Nicolas Cage muß Miete zaheln“ Filme, ein völlig gesichs- und leidenschaftsloser Titel direkt für den Heimkino und Streaming Markt. Schlimm für ihn finde ich daß er eine völlig unklare Figur spielt, eine glatte Rolle ohne jede markante Ecke und könnte von jedem ersetzt werden. Aber wer sollte schon eine Rolle in diesem Film haben wollen: darin geht die Welt aus unerklärlichen Gründen unter und wir beobachten einfach nur zwei Schauplätze, nämlich was in einem Flugzeug in der Luft passiert und wie die Tochter des Piloten auf der Erde rumläuft. Da gibt’s ein paar kleine, nette Actionszenen und eine Menge Gerde um Gott – und Cage der kaum seinen Cockpitplatz verläßt. Ergibt Sinn für Cage so Geld zu verdienen, ergibt aber keinen Sinn slch dünnen Mist überhaupt anzuschauen.

Fazit: Völlig banales Nichts – in keinem Belang erwähnenswert.

Rating: ★☆☆☆☆

Searching …

David Kim (John Cho) und Tochter Margot (Michelle La) kommunzieren meistens über Laptops. Ins Tages scheint Margo aber nicht erreichbar zu sein so daß David letztlich die Polizei kontaktiert. Ebenso begibt er sich alleine auf die Suche und stellt fest daß ihm Margot scheinbar vieles nicht erzählt hat …

Ein Vater sucht seine verschwundene Tochter – das ist ein Prototyp des Psychothrillers. Bei diesem Film hier kommt zu dieser Thematik einfach die alternative Sichtweise dazu: der Film spielt komplett und zu hundert Prozent auf einem Desktop. Man lernt die Figuren mittels Videodateien und Chats kennen die man sehen kann, verfolgt die direkten Dialoge zwischen den Figuren die über Monitore erfolgen und wenn dan später die Handlung immer größere Kreise schlägt sieht man das was geschieht mittels Nachrichten und Streams. Nachteil bei alledem: der Film hat keine einzige Spielszene und damit keine Actionpassagen und nichts was wie ein richtiger Kinofilm ausschaut. Der Vorteil: der Film sieht aus als würde er komplett auf meinem eigenen PC ablaufen und Erreicht eine beklemmende Echtheit. Zum Ende hind sind ein paar Wendungen vielleicht etwas zu gewollt inszeniert und konstruiert, dan der atemlosen Spannung ändert dies aber nichts.

Fazit: Konventionelle Handlung in ungewöhnlichem Look – höchst effektiv!

Rating: ★★★★☆

The Disaster Artist

Auf der Schauspielschule lernen sich Tommy Wiseau (James Franco) und Greg Sestero (Dave Franco) kennen und werden beste Freunde, merken aber recht schnell daß sie keine Chance auf eine Karreire haben. Trotzdem versuchen sie sich an einem eigenen Film, trommeln alle Möglichkeiten zusammen die sich ihnen bieten und versuchen sich am eigenen Drehbuch „The Room“ …

Bei diesem Film bin ich außen vor: ich habe „The Room“ so nie geschaut, kenne aber natürlich Tommy Wiseau und wie absurd der Typ erscheint, sowohl in den Clips aus dem Film wie bei sonstigen Auftritten. Ich kann also keine Bezüge und Vergleiche zum Vorbild ableiten, aber der Film funktioniert auch bestens für sich: als Komödie überzwei Außenseiter die versuchen Erfolg zu haben und als Geschichte eines komischen Kauzes der Leidenschaft, aber kein Talent hat. Obendrein bringt der Film das Paradox daß man sich über anderthalb Filmstunden mit Wiseau beschäftigt, aber der Mann nachher immer noch ein großes Rätsel ist. Dank des brüllend komischen Spiels von James Franco der auch Regie geführt hat und zahlreichen Promis in kleinen Rollen ist „The Disaster Artist“ ein Heidenspaß und emotionales Drama in einem.

Fazit: Liebevolle Würdigung eines unergründlichen, schrägen Vogels

The Package

Becky (Geraldine Viswanathan), Sarah (Sadie Calvano), Sean (Daniel Doheny), Donnie (Luke Spencer Roberts) und Jeremy (Eduardo Franco) brechen zu einem Campingauasflug auf. Nach einem alkoholexzess stellen sie fest daß sich Jeremy den Penis abgeschnitten hat. Es beginnt eine chaotische Jagd um das verlorene Genital zu retten …

Selten konnte mich ein Film so effektiv schnell vergraulen wie es dieser hier in den ersten paar Minuten geschafft hat: mit einem Typen der einem Elternpaar einen Dickenporno auf den Fernseher schaltet und einem Gag bei dem eine Ex ihrem Typen unter die Nase reibt daß er beim Blow Job „geschurzt“ hat war sofort jedes Interesse und ejde Zuwendung zu den Figuren dahin. Da kratzte mich auch die weitere Handlung nicht mehr in der die Gestalten in den Wald fahren und sich einer versehentlich kastriert. Das Problem ist daß dies zwar tragisch ist, aber eigentlich keine wilde Sache, dann aber schiebt das Drehbuch den Figuren ein bescheuertes Hindernis nach dem anderen unter das die Handlung streckt, aber eine totale Tortur darstellt. Und da die Figuren von bleichen und unbekannten Darstellern verkörpert werden baut man in der Tat keinerlei Verbindung zu ihnen auf. Als kurzweiliges „Netflix Partyfilmchen“ geht’s wohl klar, als Film mit dem man sich ernsthaft beschäftigen will taugt die Nummer kein Stück.

Fazit: hysterisch albern und ohne gute Gags!

Meg

Ein Tiefsee-U-Boot von einem Riesenhai attackiert und sinkt auf den Meeresgrund. Für die Rettung engagiert Meeresforscher Dr. Minway Zhang (Winston Chao) den erfahrenen Taucher Jonas Taylor (Jason Statham). Gemeinsam mit Dr. Zhangs Tochter Suyin (Bingbing Li) sucht er einen Weg zur Bergung wobei er allerdings seine eigene Angst vor dem Hai überwinden muss …

Jason Statham gegen einen Riesenhai – reicht das nicht schon als Skript? Theoretisch ja, aber der Film geht in eine andere Richtung. Der Trailer ließ es nach einem große Trash Fest aussehen in dem eben ein überdimensionaler Hai herumschwimmt und arme badende Gäste verspeist, so sieht es im fertigen Film dann aber nicht aus. Zum einen ist der Film ab zwölf, verzichtet also auf großartige Splattereinlagen und kommt fast familientauglich daher, zum anderen hat man zwar Statham als Held der sehr wohl hier und da mal einen bissigen Spruch rausbellen darf, aber alles in allem ist die Geschichte sehr humorfrei, ernsthaft und auf den Punkt: ein fettes Haimonster schwimmt herum, die sympathischen aber doch mitunter bleichen Figuren tun alles um das Tier irgendwie aus dem Verkehr zu ziehen. Daraus resultieren vergnügliche, aber zu keinem Zeitpunkt besondere Filmminuten die komplett in Ordnung sind, aber ebenso wenig zu irgendeinem Zeitpunkt außergewöhnlich. Bezeichnend dabei: das wahre Highlight sind die ungemein sympathischen Dialoge zwischen Statham und einem kleinen Mädchen.

Fazit: Solider und harmloser Hai Thriller und weniger das Trash Fest daß man vielleicht erwarten konnte.

Boys don’t cry

Teena Brandon (Hilary Swank) ist zwar ein junges Mädchen, möchte aber als Junge leben und passt ihr Erscheinungsbild so an daß man sie in der Tat dafür hält. So erzeugt sie in ihrem neuen Umfeld einige Gefühlsverwirrungen die auf ein grausames Ende hinsteuern …

Der Film mit dem Hillary Swank ihren ersten Oscar verdiente – und das völlig zu Recht. Ihre Darstellung eines Transsexuellen haut um, der Film in dem sie es tut aber nicht so ganz. Mir geht es etwas zu abrupt los und ich habe keine richtige Ahnung wer die Hauptfigur ist, auch wenn später einzelne Aspekte über sie zu Tage kommen bleibt sie mir bis zum Ende hin stark verschlossen. Bei der Geschichte wird zwar auf eine reale Vorlage gesetzt, allerdings dürfte man an vielen Stellen der Dramaturgie wegen ein paar Sachen angepasst haben, das behaupten jedenfalls wahre Beteiligte an der Tragödie die sich hier ereignet hat. Aber seis drum: ein ungehobelter, unbequemer Film, mit eigenwilliger Inszenierung, eigenwilligem Soundtrack und dem Look eines Indenpendent Films. Und schön zu wissen: es war keine Überragende Einzelleistung von Swank.

Fazit: Ungehobelte Darstellung einer furchtbaren Tragödie und emotionales Kino von ungeahnter Wucht!

Bad Spies

Audrey (Mila Kunis) entdeckt daß ihr Ex-Freund Drew (Justin Theroux) in Wahrheit ein Spion ist. So gelangt sie in den Besitz eines brisanten USB Sticks und muß mit ihrer überdrehten Freundin Morgan (Kate McKinnon) nach Europa reisen um diesen zu übergeben …

Das ist doch schonmal cleveres Marketing: einen Film der „The Spy who dumped me“ heißt in „Bad Spies“ umzubenennen, haha, schließlich spielt Mila Kunis die Hauptrolle und ist bekannt aus „Bad Moms“ – reicht doch wenn man möglichst schnell die Parallelen zieht. Mit den zwei Mutterkomödien hat der Film trotz Kunis rein garnichts zu tun, spielt einfach nur die altbekannte Mär vom braven Normalbürger ab der sich in die bleihaltige Agentenwelt verirrt. Dieser Plot hat durchaus schon einige male für ganz passable Komödien getaugt, hier jedoch stimmt die Balance nicht: auf der einen Seite wird infantil und nervend kalauert, auf der anderen Seite gibt es meterhohe Leichenberge und Brutalität die stellenweise eines John Wicks würdig wäre. Uund da die beiden Hauptfiguren sich wie Lawinen durch die Gegend bewegen und sich für ihr mitunter rücksichsloses Verhalten nirgendwo entschuldigen kommen sie hochgeradig unsympathisch daher. Mag sein daß mache Gefallen daran finden – für ein paar Lächler taugts, aber der Rest ist eher abstoßend.

Fazit: Selbstherrliche und ultrabrutale Komödie, arrogant auf die Hauptfiguren gerichtet!

Rating: ★★☆☆☆