The Christmas Chronicles 2

Der böse Zauberer Belsnickel (Julian Dennison) plant den Weihnachtstern zu stehlen und damit Weihnachten zu vernichten. Doch der Weihnachtsmann (Kurt Russel) kämpft it dem aufmüpfigen Teenager Kate Pierce (Darby Camp) dagegen …

Braves „More of the Same“, wobei man fair sein muß: dies Sequel zum 2018er Netflix Erstling erzählt eine gänzlich andere Story und ist kein simpler Neuaufguss. Ansonsten findet man alle Vor und Nachteile des Originals wieder. Aushängeschild ist natürlich wieder Kurt Russel als charismatischer Santa, ebenso ist der Film kindergerecht und liefert kurzweiligen, albernen Klamauk. Die Nachteile sind aber u.a. die dürftigen Spezialeffekte, eher bleiche Nebendarsteller und insbesondere der katastrophale, fast unangenehme Elf der der Schurken geben soll. Ansonsten hat dieser Film zwar keine „Magie“, wohl aber ein paar Stimmungsvolle Momente und dürfte denjenigen die auch Teil 1 mochten absolut zusagen. Das heißt aber nicht: lange im Kopf bleiben.

Fazit: Trivialer Fantasyulk den Kurt Russel im Alleingang dominiert!

Rating: ★★★☆☆

Train to Busan

Geschäftsmann  Seok-Woo (Yoo Gong) reist mit  Tochter Su-An (Soo-an Kim) in einem Zug in Richtung Busan um seine Ex-Frau zu besuchen. Als der Zug startet wird er jedoch von einem Heer Zombies angegriffen. Durch eine infizierte Person im Zug bricht auch bald an Bord ein brutaler Kampf ums Überleben aus …

Den Film mußte ich wohl endlich mal nachholen, erst rRecht nachdem mir das Sequel „Peninsula“ unerwartet in einer Sneakpreview präsentiert wurde. Leider hatte ich keine Chance mich objektiv auf den Film einzulssen da er ja mit Vorschusslorbeeren nur so überhäuft wurde und ich mir dachte: wenn mir dieser nicht gefällt stimmt etwas nicht mit mir. Aber am Ende kann auch ich den Film nur empfehlen. Es ist eine typische Geschichte über eine Zombieapokalypse die aber mit guten Versatzstücken versehen ist. Dazu zählt daß der Film komplett in einem Zug spielt und damit eine originelle Komponente hat, die Figuren sind sympathisch und mögenswert und durch die hervorragende Schnittarbeit kommt in der Tat beste Hochspannung auf. AM meisten kriegt mich (vor allem als Vater) aber der Schluß – dieser bricht einem echt das Herz.

Fazit: Ich verstehe den Hype – spannend, blutig und am Ende zu Herzen gehend!

Hillbilly-Elegie

J.D. (Gabriel Basso) wuchs bei seiner Großmutte r(GLenn Close) auf da seine Mutte rBEv (Amy Adams) stets Suchtprobleme hatte. Als er gerade im Jurastudium in Yale ist ruft eine heimische Tragödie hn nach Hause. Dort muß er sich auch der Vergangenheit stellen …

Netflix haut die schweren Kaliber raus, in diesem Falle ein episches Familiendrama über drei Generationen. Dies fußt auf einer wahren Geschichte und einem Sachbuch welches der echte JD rausgerbacht hat und hat eigentlich kaum einen Plot. Statt dessen werden kraftvolle Einzelmomente gezeigt in denen sich Schauspielgrößen wie Glen Close und Amy Adams ausspielen, insbesondere die Letztgenannte die als Drogenwrack geradezu erschreckt. So abgemagert, runtergekommen und fertig hat man sie noch nie gesehen und das sind sicherlich die Punkte und Argumente mit denen sie sich einen Platz bei den Oscars erhofft. Der könnte dem Film durchaus blühen da er in der Tat weit über dem typischen Netflix Durchschnitt liegt, alelrdings kaum zu guter Unterhaltung wird. Dies ist ein bitteres, schmerzhaftes und oftmals unangenehmes Drama das aber seine unangenehme Geschichte mit Kraft und Wucht herausträgt. Und somit definitiv einen Blick lohnt.

Fazit: Schmerzhaftes Drama ohne viel Story, aber gigantischen Darstellern!

Videoreview von mir: https://youtu.be/C4aN-ScCEsc

 

Gretel / Hänsel

Der Hunger treibt die junge Gretel (Sophia Lillis) und ihren Bruder Hänsel (Samuel J. Leakey) aus dem Elternhaus in den Wald. Sie landen bei einer freundlichen, alten Frau (Alice Krige) die sie mit Freuden versorgt – allerdings ist dies nur eine Fassade und es lauert eine tödliche Gefahr …

Sie kamen an ein Häuschen, aus Pfefferkuchen fein … dieses alte Kinderlied wird hier auf 83 Minuten Spielfilm gestreckt. Der ganze Gag daran ist: es ist kein kindgerechter Märchenfilm oder Grusel, sondern blanker Horror. Der ist aber sehr stark auf einen Arthouse Look ausgerichtet und nicht gerade die leichte Horrorkost die es hätte sein können. Der große Pluspunkt ist eben die absolut stimmige Atmosphöre die an andere Titel wie „The Witch“ erinnert – aber außer dem schauerlichen Umfeld und den Darstellern findet man keine Plupunkte. Die Figuren mögen gruselig sein, sie sind einem aber auch egal und ansonsten hat man knapp 80 sehr anstrengende Minuten bei denen jede einzelne extrem unangenehm ist.

Fazit: Atmosphärisch stimmig, läßt einen aber mitunter sehr kalt!

Rating: ★★☆☆☆

Bill und Ted retten das Universum

Bill (Alex Winter) und Ted (Keanu Reeves) wurde prophezeit daß sie eines Tages die größten Rockstars der Welt wären und sie das Schicksal der Welt beeinflußen werden – allerdings sind sie mittlerweile Väter geworden und kommen mit ihrer Karriere nicht voran. Also planen sie in die Zukunft zu reisen und sich selbst einen Hit zu stehlen …

Für mich ganz persönlich war dies wohl der am meisten herbeigesehnte Film des Jahres 2020 wobei ich weiß daß ich da eine Trennung vornehmen muß. Unter objektiven Gesichtspunkten ist dieser Film dumm, sichtbar billig produziert und überflüssig. Der Versuch zwei Kultfiguren nach einer solch langen Zeit noch einmal auf die Leinwand zu hieven mit einem chaotischen Skript daß eigentlich vorrangig zentrale Motive aus den Vorgängern neu aufbaut kann kaum gut gehen, erst recht wenn das heutige Zielpublikum ein gänzlich anderes ist. Aber man muß auch so ehrlich sein daß die Originalfilme keine Meilensteine waren sondern alberner Stuß den man aber im entsprechenden Alter in sein Herz schließen konnte. Und darum ist es mir egal was man an sachlichen Punkten dagegen anführen kann, es dominiert das Herz: das Wiedersehen mit den zwei gealterten Helden berührt und begeistert (auch wenn Keanu Reeves mit merkwürdiger deutscher Synchronstimme spricht), die Absurdität der Story kann einen ergreifen wenn man sich darauf einläßt und viele kleine Nebengags (wie die Töchter der beiden oder der debile Killerroboter) funktionieren echt gut. Es ist aber etwas anderes was diesen Film geradezu wertvoll amcht: Die Naivität, die Leichtigkeit und der grenzenlose Optimismus der ihm aus jeder Pore quillt. So etwas findet man im heutigen Film einfach nicht mehr.

Fazit: Sicherlich eine Privatveranstaltung für gealterte Fans, aber eine die beim entsprechende Publikum zu Herzen gehen dürte

Rating: ★★★★☆

House of the Dead 2 – Dead Aim

An einer Universität bricht ein Virus aus und verwandelt die Menschen in Zombies. Nach der Katastrophe soll ein Forscherteam den Schauplatz untersuchen – und gerät in ein Blutiges Chaos …

Auf dem Papier klingt das nach Körperverletzung: die TV Fortsetzung eines Uwe Boll Films. Fällt aber dann nicht so schlimm aus wie man es erwartet. Als Sequel kennzeichnet es eh nur der Umstand daß eine Nebenfigur aus Teil 1 auch hier erscheint, ansonsten ist es ein routinierter Zombie Matscher aus der Fließbandreihe. Einiges an Blut, unterirdische Darstellerleistungen und nicht wirklich großartige Spannungsmomente kennzeichnen das Geschehen. Einen recht sympathischen Pluspunkt kriegt es aber dennoch durch den Umstand das permanent Darsteller durchs Bild renn die man aus diversen TV Produkten kennt und die Nummer aus solidem TV Level inszeniert ist. Und auch wenn es dadurch nicht wirklich zu einem guten Film wird dominiert wohl die Erkenntnis: es ist nicht so schlimm wie man es befürchtet.

Fazit: Solide Zombieklatscherei mit unpopulärem Titel und ohne Innovation!

Rating: ★★☆☆☆

The Grudge

Detective Muldoon (Andrea Riseborough) untersucht den Fall einer Familie die in ihrem Haus zu Tode gekommen ist. Sie entdeckt daß deren Haus mit einem Fluch belegt ist daß jeden der es betritt auf gewalttätige Weise tötet.. Schon bald ist auch Muldoons Kind in Gefahr …

Es fällt mir schwer diesen Film korrekt zu verorten: es gibte ine reihe japanischer Filme dazu, dann gibt es eine Trilogie aus den USA die den Stoff als Remake liefert und nun diesen hier der irgendwie zwischen die Stühle fällt. Es ist ein Remake, es ist ein Reboot und greift doch eine inhaltliche Verbindung zu den anderen Filmen auf … hä? Ansonsten gibt es das wofür die Serie bekannt ist, aber in verwässertet Form: viele Gruselszenen in denen eine klappernde Gestalt herumläuft und eine extrem verschachtelte Erzählung die permanente Zeitsprünge liefert. Fans der Materie dürften dies zu dürftig finden, aber wer einen kurzweiligen Grusler sucht liegt nicht restlos falsch. Auch wenn wie so oft die Jumscares Überhand nehmen.

Fazit: Für Fans der Materie oder demjenigen der einfach nur ein wenig Grusel will!

Rating: ★★☆☆☆

Die Hochzeit meines besten Freundes

Als Jules (Julia Roberts) erfährt daß ihr bester Freund Michael (Dermot Mulroney) heiratet erkennt sie daß sie ihn liebt und zurückgewinnen möchte. Also reist sie zur Hochzeit und versucht Michael seiner künftigen Braut (Cameron Diaz) auszuspannen …

Ich sah diesen Film als Teenager (in einer Sneakpreview vor Start) und über die Jahre immer mal wieder, nun blinkte er mir aus dem Netflix Angebot nochmal entgegen. Es war spannend ihn nochmal zu sehen, aber nicht wegen des Films an sich. Der ist ein typisches Produkt seiner Zeit, einer Phase in der romantische Komödien laufend herauskamen und einfach nur mit dem Kniff arbeitete daß er Julia Roberts als Intrigantin gegen ihr Image besetzte. Dabei verläuft der Film auf absolut absehbaren bahnen, setzt dabei aber einige echte Hightlights, etwa die Szene in der eine Mittagsgesellschaft beim Essen beginnt zu singen oder eine Sequenz in einer Karaokebar, ebenso weicht zumindest das Ende wage von den Erwartungen ab.  Roberts und Dianz sind in ihren parts perfekt, Rupert Evert setzt einige göttliche Szenen als schwuler bester Freund, lediglich Dermot Mulroney wirkt etwas hölzern und begründet nicht warum er der Mann ist nach dem die beiden Frauen so gieren. Das spannende Element waren aber kleine, ehrliche Szenen, insbesondere die in denen Roberts Figur sich eingesteht daß ich Tun egoistisch ist, der bestre Freund der ihr ehrlich mitteilt daß sie verlieren wird und die Unfähigkeit dieses zu akzeptieren. In einem solchen filmischen Stück Zuckerwatte nach solcher Tiefe zu suchen klappt nicht, aber mich spricht das (weils eben meine Zeit war) trotzdem an und so empfinde ich den Film als mehr als nur eine laue RomCom.

Fazit: Aus einer Flut der RomCOms in den 90ernist dies einer der in Erinnerung bleibt!

Was wir wollten

Alice (Lavinia Wilson) und Niklas (Elyas M’Barek) leiden in ihrer Beziehung darunter daß sie kein Kid bekommen können. Bei einem Urlaub hoffen sie neuen Mut fassen zu können- doch ihre Bekanntschaft zu einer anderen Familie droht viele Wunden aufzureißen …

Der Titel sollte wohl eher „Was wir wollen“ lauten da dieser Film ins Rennen gehen wird um einen Auslandsoscar im Jahre 2021 – das kann nicht jeder Titel von sich behaupten der einfach mal so im Programm von Netflix aufploppt. Es wird spannend sein zu sehen ob er sich dort hervortun kann, da er eigentlich kein sehr angenehmer Titel ist. Er hat für mich keine Handlung oder einen Plot, er schildert einfach eine Situation, nämlich daß sich bei einem Ehepaar der Kinderwunsch nicht einstellt. Das ist eine schlimme Lage und die Flucht in einen Urlaub erwist sich als neuer Stressbringer da sie dort auf eine Familie treffen die alle verkörpert was ihnen zu fehlen scheint. Viel passiert bei alledem nicht, aber es ist eine überaus genaue Beobachtung von typischen Alltagsmomenten die sich aus der unangenehmen Lage entwickeln. Meist leiste, oftmals ohne Vorkommnisse, aber dennoch mit bitterer Emotion und tollem Schauspiel. Eine Lösung bietet der Film in de Sinne auch nicht an, aber das ist seine Stärke. Ich kann verstehen wenn man dies fade und langweilig findet, wer mit der Thematik aber Berührungspunkte hat erkennt vielleicht vieles wieder.

 

Fazit: Ereignisfrei und trist, aber sehr lebensnah und hochgradig unangenehm!

Rating: ★★★★☆

The King of Staten Island

Scott (Pete Davidson) verlor seinen Vater im Alter von sieben und gammelt bis in seine zwanziger vor sich hin. Als seine Mutter (Marisa Tomei) aber eine Beziehung zu Feuerwehrmann Ray (Bill Burr) beginnt muß sich Scott seinen Emotionen stellen …

Realität trifft Fiktion. Der Komiker Pete Davidson (der mir übrigens gänzlich unbekannt ist) spielt die Hauptrolle eines jungen Nichtsnutzes der gezwungen ist sich mit den emotionalen Altlasten der Vergangenheit zu beschäftigen und die neuen Lebensumstände seiner Mutter zu akzeptieren. Dies alles ist wohl eine Aufarbeitung von Davidsons wahrem Leben mit fiktionalem Einschlag. Worin der besteht kann man so nicht sagen. Für sich alleine genommen fühlte sich der Film aber durchweg wie ein Indie Streifen an und hatte für mich eigentlich keine Geschichte. Er beobachtet einfach seine Hauptfigur wie sie im Alltag und mit den Menschen um sich herum umgeht, sich mal echt toll und oftmals echt furchtbar verhält. Die Wirkung war allerdings daß alle Charaktere nicht eindeutig gut oder böse sind, aber voll ausgefleischt und lebensecht daherkommen und obwohl keine großen Ereignisse anstehen macht es Spaß hinter die Fassaden der Figuren zu schauen. Einige Male überrascht was man da sieht.

Fazit: Eigensinniger Film der etwas lang, aber durchweg lebensecht daherkommt!

Rating: ★★★★☆