Verborgene Schönheit

Howard Inlet (Will Smith) hat den traumatischen Tod seiner Tochter nicht verkraftet. Seinen Frust verarbeitet er indem er Briefe schreibt an den Tod, die Zeit und die Liebe. Durch ein eingreifen seiner besorgten Kollegen tauchen schon bald der Tod (Helen Mirren), die Zeit (Jacob Latimore) und die Liebe (Keira Knightley) persönlich bei ihm auf …

Ein Film der restlos und bewußt falsch vermarktet wird: er tut so als sei es ein Will Smith Film in dem er einen trauernden Mann spielt dem übersinnliche Wesen begegnen und ihm helfen die Dinge zu verstehen. In Wirklichkeit ist es ein typischer New York Film über vier Leute mit Problemen: dem trauernden Vater Will Smith, den mit seiner Tochter im Clinch liegenden Edward Norton, der an einer Krankheit leidende Michael Pena und Kate Winslet die einen Samenspender sucht. Da diese gemeinsam Geld zu verlieren drohen durch Smiths Trauerlage intrigieren die anderen Drei Schauspieler zu engagieren die dem leidenden Vater Tod, Zeit und Liebe vorspielen um ihn so entmündigen zu können. Fest in der Realität verankert und mit diesem Storyansatz ausgestattet der die handelnden Figuren immens unsympathisch macht kommt der Film dann schonmal ganz anders daher als es der Trailer angedeutet hat. Was der Film aber denoch zu bieten hat sind schicke Menschen in schicken Wohnungen die zwar alle häßliche Probleme haben, aber eben dabei in jeder Hinsicht larger tha Life ist so daß man aus der Warte fast schon wieder einen Blick riskieren kann. Das dürftige Skript daß in einer absurden Schlusspointe gipfelt könnte auch von einem billigen TV Film stammen, durch den betriebenen Aufwand ect. Nimmt es dann aber doch Kinogröße an. Leider nur an der Außenseite, nicht innen.

Fazit: Schniekes Edeldrama, gänzlich anders aufgebaut als es die Vorschau suggeriert!
Rating: ★★☆☆☆

La La Land

Mia (Emma Stone) schafft trotz großem Eifer den Durchbruch als Darstellerin nicht; ebensowenig wie der Jazz Musiker Sebastian (Ryan Gosling).Als sie sich begegnen und verlieben stützen sie sich und geben einander Kraft – doch schon bald ergebe sich für beide Chancen die ihre Grunsätze in Frage stellen …

Der Film wird ja in geradezu unfassbarer Weise gelobt, gehypt und hat bereits im Vorfeld den Oscar für den besten Film sicher. Nachdem ich ihn gesehen habe würde ich sagen: ich kann verstehen warum dies so sein soll; ich kann es aber nicht teilen. Der Film ist für mich ein nicht stringentes und handlungsarmes Musical in dem die Story auf einen Kassenbon passt: Mann trift Frau, Schauspielerin trifft Musiker und beide rennen teils zusammen, teils auf eigene Art und Weise irgendwie dem Erfolg hinterher. Was ich dabei nicht durchgehend finde: teils macht der Film auf alt, wirkt wie ein Film aus den 60er Jahren und unterbricht dann wieder mit Szenen im hier und jetzt wo durch Autos, Smartphones ect. Der Eindruck eines modernen Films erscheint. Darstelelrisch gibt’s wenig zu meckern, auch Ryan Gosling und Emma Stone tanzen daß es eine Wucht ist, aber man muß sich halt selbst fragen: interessiert es mich den beiden minutenlang zuzusehen wie sie durch die Gegend tanzen? Und das hier zwei Stunden mit unkonventionellem Ende, aber trotzdem einem absoluten Minimum an Story durchlaufen?  Wer keine Musicals mag wird hier sicherlich nicht damit anfangen, wer diese Filmgattung mag dürfte letztlich zufrieden sein. In Oscarqualität geht der Film für mich aber zu keinem Zeitpunkt.

Fazit: Schicker Look und nette Hauptdarsteller; aber eigentlich handlungsarm und hinterher kaum nennenswert im Gedächtnis!
Rating: ★★★☆☆

xXx – Die Rückkehr des Xander Cage

Der als tot geltende Extremsportler Xander Cage (Vin Diesel) wird vom Agenten Augustus Eugene Gibbons (Samuel L. Jackson) zurück in den aktiven Dienst geholt. Cage soll mit einem selbst zusammengestellten Team eine gefährliche Waffe die sich „Die Büchse der Pandora“ nennt sicherstellen da auch der bösartige Xiang (Donnie Yen) auf der Jagd nach der Waffe ist ….

In Teil 2 wurde die Figur des Xander Cage für tot erklärt, da aber dieses nicht gezeigt oder sonstwie ausgeführt wurde ist es nun kein Problem Vin Diesel wieder in dieser Rolle für ein weiteres Sequel auferstehen zu lassen. Paßt auch da Diesel wohl mal eine Alternative zu „Fast & Furious“ braucht; merkwürdige Ironie dabei daß er hier einen Film macht der eigentliche alle F&F Markenzeichen enthält: übermenschliche Action, sonnendurchflutete Bilder, nur attraktive PErsonen und ein Nichts an Story; und über allem thront Diesel als fast an unsterblich grenzender Heroe. Eigentlich macht der FIlm dabei nichts falsch weil er ja eigentlich nur eben das sein will, ein machomäßiger actionrausch, mich stört dabei nur das gänzliche Fehlen einer plausiblen Story- klar, hier war nicht viel zu erwarten, aber es ist doch schon ärgerlich wie komplett dämlich und albern das Kosntrukt ausfällt, auch wenn es nur dazu dient schräge Vögel in krassen Szenen zu zeigen. Wem einfach wildes Krawum reicht der wird hier sicherlich Spaß und Freude dran haben; ebenso wer den Erstling mochte, ansonsten kann der FIlm als kaum mehr als ne Menge heißer Luft angesehen werden.

Fazit: Hirnbefreiter Spaß der zwar effektiv und brachial, aber ebenso strunzdumm ausfällt!
Rating: ★★☆☆☆

Mein Blind Date mit dem Leben

Schon als Kind träumte Saliya (Kostja Ullmann) davon in einem Hotel zu arbeiten – leider geschieht bei ihm eine Netzhautablösung durch die er lediglich fünf Prozent Sehkraft behält. Da ihm dadurch namhafte Hotels nicht nehmen verschweigt er sein Handicap und beginnt eine Lehre in einem Münchener Luxushotel – stets darauf bedacht mit seiner Einschränkung nicht aufzufallen …

Titel wie auch Aufmachung des Films lassen auf eine kleine, launige Komödie schließen was nicht ganz fair ist – um einen ist der Film zwar leichtfüssig, aber sicherlich keine reine Komödie, zum anderen läßt ihn der Titel seichter erscheinen als er ist. Im Grunde ist die Geschichte nämlich tieftraurig und dramatisch: ein junger Mann mit schwerer Sehbehinderung versucht sich seinen großen Traum zu verwirklichen und kämpft sich trotz der Umstände durch den Alltag hindurch. Auf wenn die Geschichte auf einem realen Fall basiert: ich habe Probleme sie zu glauben. Selbst wenn der Film kleine Einzelmomente liefert in denen er sich alleine oder mit Hilfe seiner Freunde hindurchschummelt kann man mir einfach nicht vermitteln daß er das in einer Jahrelangen Ausbildung in hunderten kleinen Momenten geschafft hat. Aber gut, ist nur meine Skepsis, dem Film tuts keinen Abbruch. Der geht als gut gelauntes Biild eines jungen Mannes durch der sich allen Umständen widersetzt und als lockere Komödie in der ein netter Kerl mit der Hilfe vieler lustiger Freunde sich durch einen unmöglichen Weg hindurchschlängelt. Romantische Lovestory inbegriffen. Da die Darsteller passen und der leichtfüßige Ton durchgehalten wird kann der FIlm als gute Unterhaltung bestehen – hätte zwar auch direkt ins TV gedurft, schadet im Kino aber nichts.

Fazit: Etwas falsch vermarktet, aber passend und gefühlvoll erzählt mit Kurzweil und Spaß.
Rating: ★★★★☆

Seitenwechsel

Die Ehe von Alex (Wotan Wilke Möhring) und Teresa (Mina Tander) hat sich im Laufe der Zeit auseinander entwickelt und wo einst Leidenschaft war herrscht nun nur noch Frust. Kurz vor der Scheidung werden die beiden vom Blitz getroffen und tauschen ihre Körper. Fortan müssen sie das Leben des jeweils anderen erleben …

Es ist schon geradezu mutig einen solchen Film zu machen da aus der Kategorie Körpertauschkomödie von Anfang an nichts neues rauszuholen ist. Es hat alle denkbaren Dinge schon gegeben, nur die Details variieren (in diesem Falle landet ein ruppiger Fußballtrainer in der Haut einer sanften Psychologin und eben diese auf dem brutalen Fußballplatz). Eigentlich kann so ein Titel nur von einer Sache leben und die ist voll gegeben: den Darstellern. Und es gelingt in der Tat ungemein glaubwürdig wie Mina Tander und Wotan Wilke Möring verkörpern daß der jeweils andere in ihren Körpern steckt. Aus diesen Szenen und Momenten gewinnt der Film schon einen großartigen Spaßfaktor der ihn zwar nicht wirklich aus irgendeiner Masse hebt, aber durchweg anschaubar macht. Auch wenn man die Gags alle schon kennt ist es nett sie mal wiederzusehen, wie auch der ganze Film einfach nur nett, harmlos und belanglos ist – und bereits beim Abspann aus dem Kopf wieder verschwunden.

Fazit: Super gespielte Körerptauschkomödie die aber ansonsten durchweg auf allen alten Pfaden wandelt!
Rating: ★★★☆☆

Elliot der Drache

Mr. Meacham (Robert Redford) erzählte stets den Kindern seines Heimartstädtchens Geschichten über einen Drachen. Die Geschichten bewahrheiten sich als dern Waisenjunge Pete (Oakes Fegley) behauptet im Wald mit einem Drachen zusammen zu leben. Meachams Tochter Grace (Bryce Dallas Howard) geht im Wald auf die Suche und macht eine unglaubliche Entdeckung …

Ist das „Elliot das Schmunzelmonster“ in einer modernen Fassung? Keine Ahnung, hab den Urpsrungsfilm nie gesehen. Habe aber auch kein Interesse mich damit zu beschäftigen wenn ich diesen hier so betrachte. Ein kleiner Junge verliert bei einem Unfall im Wald seine Eltern, wird bei einem Drachen sechs Jahre versorgt und landet dann in der Menschenwelt – also irgendwie eine Kinderversion von „Nell“. In der zweiten Häflte beginnt allerdings die Jagd auf den Drachen und der Film offenbart eine recht temporeiche letzte halbe Stunde die nach der langsamen und kitschigen ersten Hälfte regelrecht entschädigt. Gut, wer wirklich was krachen und scheppern sehen will muß anderes schauen, aber das ist eben genau die Form rasanter Action wie Kinderfilme sie hin und wieder haben und zulassen. Und da das mit technischer Perfektion und netten Darstellern (vor allem Robert Redford) präsentiert wird kann man der Geschichte am Ende nicht böse sein. Schon garnicht wenn man kleine Kinder bei sich hat die sich wie Bolle amüsiert haben.

Fazit: Technisch perfekt, zerfällt inhaltlich in zwei etwas unterschiedliche Hälften, macht aber nichts wesentliches falsch!
Rating: ★★★☆☆

The Great Wall

Die Söldner William Garin (Matt Damon) und Pero Tovar (Pedro Pascal) landem im 15. Jahrhundert auf der Flucht in der Wüste Gobi. Dort erreichen sie die chinesische Mauer und geraten in Gefangenschaft des General Shaos (Zhang Hanyu). Dieser führt gerade einen brutalen Krieg gegen übermächtige Kreaturen …

Den habe ich wohl unter völlig falschen Erwartungen geschaut: ich erwartete einen Hollywood Blockbuster schauen der in China spielt, hinterher scheint es eher ein chinesischer Film zu sein der eben nur der Vermarktung halber einen US Star in der Hauptrolle hat.  Insofern habe ich einen Film in einem Stil und einer Art gesehen wie ich sie nicht gewohnt bin und die mich eher irritieren: es war als würde ich eine Videospielverfilmung schauen. Soldaten stehen auf einer Mauer, Monster greifen an und so vergehen dann anderthalb Filmstunden, außer das sich die Schauplätze und Szenarien manchmal ändern. Figuren sind dabei wie Pappkameraden, selbst Matt Damon kriegt als Hauptfigur nur eine schnelle und dürftige Hintergrundgeschichte verpackt und tut kaum mehr als in den diversen Actionszenarien eine mehr oder weniger gute Figur zu machen. Es irritiert mich auch daß außer Schlacht an Schlacht keine wirklich fortlaufende Handlung passiert. Daher: wem es reicht eine endlose Dauerschlacht in schicker Optik zu schauen kann es ja mal versuchen, aber ansonsten finde ich kaum Zuspruch hierfür.

Fazit: Hat mir nicht gegeben: handwerklich und optisch sehr zufriedenstellend, inhaltlich dünn und oberflächlich!
Rating: ★★☆☆☆

Bob, der Streuner

Ex-JunkieJames (Luke Treadaway) versucht sich recht erfolglos als Straßenmusiker über Wasser zu halten. Eines Abends findet er eine Katze vor seiner Haustür die er liebevoll aufpeppel. Durch den Kater erhält James stetig neuen Lebensmut …

Ich habe immer ein Problem mit Filmen die angeblich wahre Fälle nacherzählen weil ich mir immer viel zu sicher bin daß das Leben kein Drehbuch ist und die Wahrheit dann in eine Filmstory gepresst wird. Hier habe ich aber ein plausibles Gefühl daß es halbwegs hinhaut: ein Ex-Jukie bekommt eine Katze und lebt mit ihr – der Film ist dabei einfach nur ein aufzählen kleiner Alltagsmomente und Situationen. Trotzdem gefällt der Film, er hat einen herzigen, aber nicht kitschigen Grundton, liebenswerte Darsteller nicht zuletzt dank kleiner trauriger Momente auch eine hohe Glaubwürdigkeit. Obendrein ist die Katze im Film die reale Katze, also das Tür spielt sich geradezu selbst. Das alleine verdient einen Blick, wie eben auch der restliche Film.

Fazit: Klein und lieb, mit Traurigkeit und Glaubwürdigkeit – sehr herziger, aber nicht schnulziger Film!
Rating: ★★☆☆☆

Genius – Die tausend Seiten einer Freundschaft

Im Jahre 1929 trifft der New Yorker Schriftsteller Thomas Wolfe (Jude Law) auf den Lektor Max Perkins (Colin Firth). Zunächst ist ihre Bekanntschaft von Freunschaf tund Produktivität gezeichnet, schon bald aber wird das zusammenarbeiten der Männer stetig konfliktlastiger …

Dieser Film reizte mich vorrangig wegen den Darstellern: Colin Firth wie auch Jude Law sind beides Darsteller die ich immens mag und schätze. Irgendwie kommt es mir aber vor als hätten beide isch ihre Rollen nach derm „Nummer sicher“ Prinzip ausgesucht: Firth spielt den ruhigen, gesetzten und ausgeglichenen Part, Law gibt den freakigen Chaoten. Ichw eiß wie so oft bei solchen Filmen nicht wo die Grenzen verlaufen; wo die Nummer real ist und wahre Ereignisse wiedergibt und wo sie dramaturgisch die Dinge zurecht stutzt. Für mich war es eine recht standartisierte Story über einen Normalo (wenn auch in einer anderen Epoche) der durch einen abgedrehten Typen aus seinem Alltag gerissen wird, aber irgendwann feststellen muß daß dieser sehr düstere Schattenseiten hat … trotzdem geht der Film atmosphärisch und darstellerisch in Ordnung. Richtet sich eben an ein kleines, spezielles Publikum welches ihn sicherlich sehr zu würdigen weiß – der Rest könnte ihn eher langweilig finden.

Fazit: Kleines Drama, gut gespielt und sehr stimmig, aber ebensowenig überraschend!
Rating: ★★★☆☆

Why Him?

Ned (Bryan Cranston) besucht zusammen mit seiner Ehefrau Barb (Megan Mullally) Tochter Stephanie (Zoey Deutch) in den Collegeferien. Dabei lernen sie Stephanies durchgedrehten Freund Laird (James Franco) kennen, einen Internetmilliardär der bemüht ist Ned für sich zu gewinnen. Ned wiederrum will Laird nur loswerden …

Sichere Sache, dachte ich mir zumindest beim Trailer: zwei brauchbare und herrlich gegensätzliche Stars die sich ein fieses Duell liefern um die LIebe einer Tochter, das klingt jetzt nicht nachd er Revolution des FIlmgenres, aber eben doch nach einem netten, soliden Film. Leider erweist sich das Resultat wiedermal als ein Titel der im Trailer sein ganzes Potential verfeuert hat: klar, es sind richtig gute und treffende Lacher drin; aber diese bleiben im Rahmen und verteilen sich auf zwei Stunden FIlm. DIe Charakterere entwickeln sich über den Film kaum weiter, sind einfach so wie sie gleich zu Beginn wirken, die Handlung geht in keine Richtung sindern ist eben nur die bekannte Grundsituation und dann Szene an Szene an Szene. Obendrein wird einem Cranston als stocksteifer Spießer irgendwie nicht richticht sympathisch, auch wenn er wenigstens nicht intrigiert oder sonstiges krumes Zeug macht. Für Kino lohnt die Nummer definitiv nicht. Im Heimkino ists vielleichtnoch halbwegs machbar.

Fazit: Zu lang und zu gag arm geratenes Duell zweier hochklassiger Darsteller!
rating: 2]