Ein Weihnachtsmärchen

Geizhals Scrooge bekommt in der Weihnachtsnacht Besuch von drei Geistern die ihm die Weihnachten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft vor Augen führen – und das er in seinem rabiaten und grausamen Lebensstil dringend Dinge verändern muß …

Dieser Film gelangte auf meine Liste dadurch daß ich mir einst eine lange Liste schrieb mit allen Nicolas Cage Titeln die ich eben noch nicht gesehen habe. Und auch wenn Cages Anteil gegen null geht ist er hier denoch vertreten, er spricht eine Nebenfigur fürein paar Sätze. Sonst hätte ich mir das Ding sicher nicht angeschaut, gut 25 Jahre nach Erscheinen und ohne daß es Weihnachten ist. Aber ich war doch positiv überrascht wie gut der Film daherkam, man muß eben nur ein paar Dinge wissen und akzeptieren: es ist keine Animation sondern Zeichentrick, es ist nicht Disney und es ist sehr trist in den Farben gehalten, was die traurigeren Parts sehr unterstreicht. Doch es hat Herz und zieht die altbekannte Weihnachtsgeschichte in gerade mal 74 Minuten gekonnt und ausreichend durch. Deswegen: auch in dieser verstaubten Form weiß Charles Dickens Klassiker noch zu überzeugen.

Fazit: Zwar technisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit, aber mit Charme und Herz und dem richtigen Ton!

Hard Powder

In einem Skigebiet in den Rocky Mountains bricht das Leben des Schneepflugfahrer Nels Coxman (Liam Neeson) zusammen als sein Sohn ermordet wird. Nels kommt schnell dahinter daß DrogenkönigViking (Tom Bateman) dahinter steckt und beginnt einen blutigen, brutalen Rachefeldzug gegen dessen Leute der schon bald ganz andere Leute mit einschließt …

Der Film könnte im Grunde ein ganz normaler, weiterer Liam Neeson Titel sein; wobei dieser klarstellte daß es seine letzte Rolle im Actiongerne sein sollte. Die Handlung vom braven Vater der seinen Sohn verliert und daraufhin die Unterwelt aufmischt klingt typisch, der Trailer in seiner witzigen Darstellung läßt dann aber ahnen daß es nicht ganz so wird wie erwartet. Und so ist es auch – aber nicht unbedingt nur gut. Zu Begin ist alles wie erwartet: den schweigsamen Helden ereilt die Nachricht vom Tode seines Sohnes und daraufhin meuchelt er ein paar Schuldige – dann aber geht der Fokus weg von Neeson, zeigt diverse Gangstergestalten und Gangsterclans und dokumentiert wie alle diese nun reagieren und eine blutige Handlung die nächste nach sich zieht. Mich selber irritiert die Nummer sehr: ich nehme es Neeson nicht ab daß er einen trauernden Vater spielen soll, dazu ist seine Figur mir zu sachlich. Die Handlung hat in der Tat keine großen Actionmomente und der Runninggag daß jeder getötete Charakter eine Einblendung bekommt erschöpft sich schnell. Ebenso wird es zum Handicap daß der Antagonist zwar eine gute Rolle ist und netten Text hat, aber nur relativ bleich gespielt wird. Spaß macht der Film trotzdem wegen einiger Szenen und Momenten, nur eben einen konsequenten und geradlinigen Titel sieht man hier nicht.

Fazit: Überkonstruierter Film mit zu vielen Nebenhandlungen und wenig Fokus auf der Hauptfigur!

Alita – Battle Angel

Im 26. Jahrhunderf indet der Mechaniker Dr. Dyson Ido (Christoph Waltz) findet den Kopf eines weiblichen Cyborgs auf dem Schrott und bringt ihn wieder zum Laufen. Daraus entsteht Alita (Rosa Salazar) die Ido wie eine Tochter betreut und aufzieht. Allerdings hat sie eine düstere Vergangenheit die sie schon bald einholt …

Das ist endlich mal wieder Kino mit einer gewissen epischen Größe wie man sie selten sieht und wie es wohl nur ein James Cameron auf eine Leinwand wuchten kann, und wenn auch nur als Produzent. Das gepaart mit Robert Rodriguez als Regisseur verspricht eine spannende Sache zu werden – aber man muß Einschränkungen in Kauf nehmen. Zum einen könnten manche an der Heldin Anstoß nehmen die mit digitaler Technik im Gesicht animiert ist was durchaus den berüchtigten Uncanney Valley Effekt haben kann. Mir selber kam sie als Figur aber unglaublich liebenswert vor. Die Story baut diverse Plotlines auf die aber stetig gewechselt werden, ich hab hier irgendwie keine geradlinige Geschichte die vermittelt werden sollen. Für lles andere entschädigt eine gigantische, atemberaubende Optik die insbesondere im Kino durch die 3D Brille sagenhaft aussieht. Deswegen: trotz inhaltlicher Schwächen lohnt sich definitiv ein Kinoticket.

Fazit: Inhaltlich mitunter schwächelnde, aber von der Aufmachung her gigantische Effektbreitseite!

Rating: ★★★☆☆

Happy Deathday 2U

Tree Gelbmans (Jessica Rothe) konnte die Zeitschleife durchbrechen durch die sie an ihrem Geburtstag wiede rund wieder ihren Tod erleben mußte. Doch dann beginnt das Grauen erneut und betrifft diesmal auch Ryan (Phi Vu) und Carter (Israel Broussard). Wieder sind sie auf der Suche nach einem Weg aus dem Teufelskreis auszubrechen …

Wieder einmal ein Sequel daß niemand erwartet, gefordert oder gewünscht hat – aber eins das dennochg erne genommen wird da der Erstling zwar auch nicht gerade das filmische Rad neu erfand, denoch zu einem sympathsichen kleinen Hit wurde. Beim Sequel verschiebt man ein wenig das Genre: es gibt zwar auch hier einen maskierten Mörder dessen Identität enthüllt werden mu, aber das passiert völlig beiläufig und nur nebenbei, ansonsten mixt der Film vorrangig die Bereiche Science Fiction und Comedy. Dabei entsteht ein zwar restlos bekloppter, aber über manche Strecken unterhaltsamer Mix. Mit nahezu allen relevanten Darstellern des ersten Teils, einem ähnlichen Look und einigen netten Ideen macht der Film bemerkenswert Spaß, allerdings nur wenn man bereit ist bei dem Quatsch das Hirn entsprechend auszuknispen. Und wie man das Grundszenario findet in dem er ddie ganze Geschichte neu aufrollt … nun, ich war zufrieden, ich kann aber auch verstehen wenn es manch anderem zu blöd ist. Dennoch: Spaß ist vorhanden und mit Jessica Rothe hat der Film einmal mehr eine großartige Heldin von der man mehr sehen mag.

Fazit: Absurder Genremix, erfreulich blutarm, aber irgendwo unentschlossenw as er denn erzählen will!

Escape Room

Eine merkwürdige Box mit einer Einladung führt Amanda (Deborah Ann Woll), Mike (Tyler Labine) und Ben (Logan Miller) mit anderen Fremden in einem Warteraum zusammen. Eigentlich soll es um die Einladung zur Teilnahme an einem Escape Room gehen – dann aber merken sie daß sie bereits im Spiel sind in dem es auch ums nackte Überleben geht …

Fluch und Segen zugleich: der Film braucht nur ein paar Minuten um die Figuren im benannten Escape Room zu platzieren und loszulegen – allerdings hatte man bis dahin eigentlich keine Chance eine von ihnen näher zu betrachten, kennen zu lernen und damit nimmt man kaum einen emotionalen Anteil an dem was den Charakteren ab dort blüht. Das ist eine von Saw und Titeln wie „Cube“ inspirierte aneinanderreihung von Krisenszenen: Figuren geraten in eine fiese Lage, kämpfen sich frei, dann kommt die nächste, dann kommt die nächste und immer so weiter – dumm nur das meist einer der Protagonisten eine solche Aktion nicht überlebt. Mit Realismus hat das alles nichts zu tun, dies ist nicht eine glaubwürdige Nachstellung eines echten Escape Rooms, dies ist purer Over the Top Quatsch. Als kurzweiliger Horrorfilm geht’s dann auch in Ordnung, aber insbesondere das an den Haaren herbeigezogene Sequel zum Ende hin verdirbt die Laune.

Fazit: Kleine, spannende Moment sind drin, aber bleiche Figuren und over the Top Ideen dämpfen den Spaß deutlich!

Rating: ★★☆☆☆

Stolen

Will Montgomery (Nicolas Cage) wird aus dem Gefängnis entlassen und von seiner Vergangenheit eingeholt als ein ehemaliger Kollege seine Tochter entführt und das Diebesgut eines alten Raubs einfordert. Zusammen mit seiner (Malin Akerman) muß Will das Geld auf kriminellem Wege besorgen …

Beim Vorspann ließen mich zwei Details kurz wehmütig werden: auch wenn Con Air nie ein guter Film war ist er bei mir mit einer persönlichen Nostalgie gesegnet und somit war es für mich durchaus eine schöne Sache zu sehen daß der dortige Regisseur Simon West und Nicolas Cage nochmal gemeinsam einen Film drehen. Aber natürlich muß man dann gleich die Erwartungshaltung runterdrehen: es ist einer der Cage Thriller die der Mann seit Jahren dreht um die Miete zu zahlen. Allerdings: auf einer langen Liste seiner miesen Titel ist dieser noch einer der klargeht. Ein kleiner, harmloser Thriller über einen Ganoven dessen Tochter entführt wird und die er dann recht aufwendig retten muß. Ein wenig Action, ein paar Sprüche und Cage als solidem Helden, ohne seine üblichen Ausraster – da ist nichts dran verkehrt, aber auch nichts besonders. Deswegen: versuchen kann mans, obs sich trägt … ist jedem selsbt überlassen.

Fazit: Typischer Cage Thriller von der Stange ohne besondere Eigenschaften, aber im Rahmen der Möglichkeiten ganz passabel.

The Lego Movie 2

Fünf Jahre sind vergangen seit Emmet und seine Freunde die Bedrohung durch Lord Business besiegen konnten, da droht eine neue Gefahr: DUPLO-Invasoren aus dem Weltall kommen auf die Erde und zerstören die LEGO Welt. Daher beginnt für Emmet, Lucy und ihre Freunde eine erneute, chaotische Reise zur Rettung der Welt …

Ich komme mit der Lego Thematik im Kino nicht gut klar – der „Lego Batman“ Film hat mir sehr gefallen, aber nicht wegen seiner Machart sondern den geschickten Batman Parodien, ansonsten hat für mich der Animationsstil einfach nicht geklappt. Ein Sequel zum Ursprungsfilm habe ich mir dabei dann auch nicht gewünscht, wobei ich mittlerweile wenigstens verstehe wo mein Problem dabei lag: der Film enthüllte daß alles was passiert im Grunde die Phantasie eines Jungen ist, die Welt in der es spielt ist somit ohne jede Regeln, Richtlinien und „Gesetze“ und ich brauche so etwas wohl als Rahmen um mit dem Rest irgenwie klarzukommen. Hier fällt sogar an einer Stelle der Satz „Nichts hier macht Sinn!!“ und ich unterstreiche das haltlos. Klar, es setzt alle Figuren aus dem Erstling ein, es hat einige coole Filmreferenzen und ist von der Aufmachung her absolut top und eine Breitseite für die 3D Brille – trotzdem waren es für mich nur lange, unerträgliche alberne Minuten mit gelegentlichen treffenden Pointen (die meist auf Batman zurückgehen). Lediglich das letzte Drittel in dem es etwas emotional wird konnte mich erreichen und ansprechen, Für diejenigen die mir dem bisherigen Material etwas anfgangen können taugt sicherlich auch der neue Film.

Fazit: Kunterbunt, sehr anstrengend und nur für eine gewisse Zielgruppe ansprechend!

Dying of the Light – Jede Sekunde zählt

Bei CIA-Agent Evan Lake (Nicolas Cage) wird Demenz diagnostiziert wird. Trotzdem versucht er seinem jungen Kollegen Milton Schultz (Anton Yelchin) im Kampf gegen den Terroristen Muhammad Banir (Alexander Karim) beizustehen …

As usual: irgendein günstiges, simples Drehbuch, in dem Falle der Versuch eines Agententhrillers und Nicolas Cage sagt schnell zu da er wieder ein paar Rechnungen zu begleichen hat. Allerdings ist es diesmal auch wirklich eine verbriefte „Altersrolle“ da Cage einen alternden Agenten spielt der an Demenz erkrankt ist und einen Terroristen noch rechtzeitig aus dem Verkehr ziehen will. Die aufgrund der Krankheit auftretenden Ausraster passen dann dabei auch komplett und sehr gut in sein übliches Rollenschema. Dabei hat er einen jugendlichen Kollegen der ihn unterstützt, was man als Zuschauer aber mit einem traurigen Seufzen sieht: es ist der mittlerweile verstorbene Anton Yelchin. Von diesen menschlichen Parts wird man eher abgelenkt so daß man nicht groß auf die Story schaut. Das ist eine völlig austauschbare Agentenkiste vom Reißbrett bei der es schon fast nichts mehr macht daß es Streitigkeiten im Hintergrund gab und sich die Stars vom fertigen Werk distanzierten. Macht echt nichts, Leute: hat keiner gesehen.

Fazit: Bleicher, uninteressanter Thriller, ein typisches Cage Produkt!

Mein Bester und Ich

Durch einen Paragliding-Unfall, verlor der New Yorker Großunternehmer Philip Lacasse (Bryan Cranston) seine Frau und sitzt gelähmt im Rollstuhl. Als ihm ein Assistent zur Seite gestellt werden soll entscheidet er sich für den Kriminellen Dell Scott (Kevin Hart) da dieser mit seiner unwissenden und rüden Art genau richtig mit ihm umgeht …

Ein Remake von „Ziemlich beste Freunde“ hat in den europäischen Bereichen wohl niemand gebraucht, aus amerikanischer Hinsicht macht der Film aber durchweg Sinn: natürlich ist der Originalfilm großartig, hat genug „Wucht“ und Potential und natürlich schauen sich viele Amerikaner das Ding nicht an weil sie keine ausländischen Titel mögen. Deswegen macht es Sinn den Film mit seinen Stärken 1:1 neu aufzulegen, nur eben an leinwandvertraute Orte zu verlagern und mit populären Darstellern zu versehen. Cranston bringt das ganze dann auch nicht ins Schwitzen, im Gegenteil, er spielt seinen Part liebenswert und mit Augenzwinkern. Kevin Hart spielt zum ersten Mal nicht Kevin Hart sondern eine Rolle die auch schon jemand anders gespielt aht: zu Harts Glück sind in dem Part keine seiner typischen Macken und Eigenheiten vertreten, dadurch geht auch seine Figur in Ordnung. Der Rest ist harmloses Dramakino mit Augenzwinkern das sich seine am besten Funktionierenden Parts sicherlich aus dem Original zusammenklaut. Nichts verkehrt daran, aber auch nichts neu.

Fazit: Sehr solide Neuauflage – genau das eben!

Rating: ★★★☆☆

Kiss of Death

Ex Betrüger Jimmy Kilmartin (David Caruso) will sein Leben wieder in Ordnung bringen, muß dazu aber einen letzten Job mit Cousin Ronnie (Michael Rapaport) durchziehen. Als der schiefgeht ist Jimmy bereit mit der Polizei zusammen zu arbeiten und sich in die Gang des psychopatischen Little Junior Brown (Nicolas Cage) einzuschleusen …

Dieser Film kam raus zu der Zeit als ich anfing mich für Film tiefer gehend zu interessieren, ihn nochmal 2019 zu schauen weckt schon alleine wegen dem Look, der Musik und der ganzen Machart nostalgische Gefühle bei mir. Darüber hinaus ist die Besetzung natürlich erstklassig wenn man scih ein wenig auskennt: mit Gesichtern wie Samuel L. Jackson, David Caruso, Helen Hunt, Stanley Tucci, Philip Baker Hall, Michael Rapaport und Ving Rhames treten reihenweise Personen auf die in den letzten 25 Jahren zahlreich vertreten waren. Über allem thront aber Nicolas Cage, der als fieser Obergangster mit Babygemüt eine frühe Darstellung seines absoluten Wahnsinns liefert, eine großartige Performance mit gigantischem Overacting. Bei alldem fällt mir die Story an sich nicht großartig weiter auf: es ist ein typischer, kleienr Thriller über einen Normalo der sich in Gangsterdingen verstrickt und einen bitteren Weg gehen muß um sich da rauszuwinden. Das ist keine schlimme, aber auch keine nennenswerte Kiste die mit knapp anderthal Stunden Laufzeit auch erfreulich kurzweilig ausfällt.

Fazit: Kleiner, passabler Thriller der aufgrund der Besetzung viel Spaß macht!

Rating: ★★★☆☆