The Man who killed Don Quixote

Werberegisseur Toby (Adam Driver) reist nach Spanien, um dort einen Clip abzudrehen. Dabei erkennt er daß ein Film über Don Qioxote schwere Auswirkungen hat – so hält sich eim Schuhmacher (Jonathan Pryce) selbst für eine Widergeburt …

Mir war schon im Vorfeld, nach Sichtung des Trailers, relativ klar daß ich hiermit wenig würde anfangen können. Ich habs aber dennoch versucht, einfach weil dieser Titel natürlich eine gewisse Relevanz hat: die Produktionszeit liegt bei 29 Jahren und er gilt als der verfluchteste Film aller Zeiten; und auch wenn ich kein großer Gilliam Fan bin gönne ich ihm als Filmemacher die Genugtuung daß der fertige Film nun doch endlich fertig und ansehbar ist. Aber was für ein Titel das ist … joa, das kann ich nicht wirklich in Worte fassen. Es ist als habe ein Mann, eben Gilliam eine ganz persönliche Vision auf eine Leinwand verfrachtet. Das ist ehrbar und vollkommen in Ordnung, aber leider auch nicht wirklich zugänglich zum anschauen. Der Film mit seiner Mischung aus altmodisch und Modern spielt in seiner eigenen, ganz kleinen Welt und sit wohl nur ganz speziell denkenden Menschen zugänglich. Wobei ich eigentlich nirgendwo eine Review gefunden habe bei der jemand den Film wirklich und ernsthaft abfeiert.

Fazit: Schräge Phantasie deren größtes Potential ihre spannende Herstellung ist!
Rating: ★★☆☆☆

The Beach Bum

Der Poet Moondog (Matthew McConaughey) schlägt sich in Florida durcs Leben – bis seine Frau Minnie (Isla Fisher) tragisch umkommt. Leider stellt sie in hrem Testamen die Bedingung daß Moondog sein angefangenes Buch beendet. Doch er hat Probleme mit der Inspiration …

Der ganze Film baut auf ein Element: ein völlig weggetretener Matthew McConaughey torkelt durch die Gegend von Miami, hängt viel auf Booten rum und quasselt viel Mist. Das klingt nach einer launigen Kiffercomedy, aber die Ausrichtung ist schon anders. Der Film zeigt einen kleinen Mikrokosmos voller schräger Figuren, abgedrehten Gestalten und nimmt seine Hauptfigur war wie diese wohl ihr Leben wahrnimmt: abgehackt, ohne Dramaturgie, eine enzige, durchgehende Aneinanderreihung von Szenen, Momenten und überdrehten Augenblicken. Das in einen Film zu packen ist gleichermaßen dreist wie witzig und spannend und entzieht sich den konventionellen Filmmöglichkeiten. Als Experiment sicherlich guckbar, aber mit hohem Risiko der Enttäuschung.

Fazit: Handlungsfreier Nonsens auf einer merkwürdigen Grenze zwischen Spaß und Erst!

Gänsehaut 2

Die beiden Freunde Sonny (Jeremy Ray Taylor) und Sam (Caleel Harris) finden in einem leeren Haus ein Buch des Horrorautors Stines und erwecken dabei die bösartige Bauchrednerpuppe Slappy. Slappy versucht schnell weitere Monster zu erwecken während Sonny und Sam mit Sonnys Schwester Sarah (Madison Iseman) versuchen die Katastrophe zu verhindern …

Typische Quasifortsetzung: Jack Black hält für ein paar kurze Szenen mal die Nase rein, ansonsten besteht keine Verbindung zu den Ereignissend es ersten Films, es wird lediglich die böse Puppe Slappy wieder aufgefahren die aber diesmal eine andere Syncvhronstimme hat. Ansonsten gibt’s das bekannte, alte Märchen: Kinder entfesseln Geister die dann eine Halloween Nacht lang eine Kleinstadt terrorisieren während ein paar Helden versuchen das Schlimmste zu verhüten … natürlich auf Kinderniveau. Letztlich bietet der Film exakt was der Vorgänger auch hatte, nur eben alles etwas „kleiner“, die Effekte sind dabei im Durchschnitt und vereinzelte Szenen klappen ganz gut. Ich selber hab am meisten den Gag abgefeiert der auf „Es“ abziehlt – abr das ist nur ein einsamer Volltreffer inmitten vielen schlichten Lachern. Könnte alles schlimmer sein, ragt aber auch nirgendwo aus dem Mittelmaß raus.

Fazit: Passabler Film ohne nennenswerte Anteile, lediglich die Schlußpointe überrascht.

Victor Crowley

Andrew Yong (Parry Shen) hat seine Begegnung mit dem Bayou Butcher überlebt und versucht erfolglos die Geschichte zu Geld zu machen. Da ihm niemand glaubt fährt er mit einem Kamerateam in die Sümpfe um die Legende von Victor Crowley (Kane Hodder) zu beweisen – was sich blutig bewahrheitet …

Fairerweise muß ich sagen daß ich Schlitzer Horrorfilme eigentlich mag und die Figur des Victor Crowley für sich ganz passabel finde, der Serie aber trotzdem nie viel abgewinnen konnte. Ein entstellter Hüne der im Sumpf die Leute wegschlachtet kann man zehn Filme lang ziehen – hier ist es eben nur Nummer vier. Und keine dies gebraucht hat. Einige echt deftige Splattermomente sind drin, die scheinbar auch nicht digital sondern mit schöner Handwerkskunst gelöst wurden, das rechtfertigt einen Blick. Dagegen steht aber eine unglaubliche Blödheit: nicht nur daß der Schurke durch ein youtube Video belebt wird, ebenso sind die Figuren restlos übersteigerte Comic Charaktere bei denen man oftmals recht froh ist wenn der fiese Hackepeter sie aus dem Film tilgt. Das ist selbst für so eine eher „geringere“ Thematik zu bekloppt.

Fazit: Standard Schlitzerfilm mit restlos übertriebenen verblödeten Figuren!

Hunter Killer

U-Boot-Kapitän Joe Glass (Gerard Butler) leitet eine Rettungsmission die das Unterseeboot U.S.S. Tampa Bay finden soll. Dann aber wird er durch politische Umstürze in eine Mission verwickelt bei der es darum geht den Ausbruch des Dritten Weltkrieges zu verhindern …

Wer hat hier den längsten … ähm, Torpedoschacht? Das mußte ich relativ früh im Film denken als sich zwei Uboote begegnen und ein Duel gegeneinander führen. Ansonsten war ich recht beeindruckt von der effizienten Vorgehensweise von Michael Nyqvist: der spielt seine Standarddarstellung als Held in einem Actionfilm, indem er aber den Kommandanten eines U Bootes gibt verläßt er eigentlich zu keinem Zeitpunkt das Brückenset und dürfte somit recht unkomplizierte Dreharbeiten gehabt haben. Abgesehen von ihm gibt’s eine an mehreren Stellen spielende Story über eine Art Putsch, einen Befreiungsversuch und eben diverse U Boot Szenen mit ein paar Politthriller-Aspekten. Eine bunte Mischung halt die für Fans des Genres sicherlich ganz ok ist, aber nicht zuletzt aufgrund der humorlosen Inszenierung bleischwer und schleppend ausfällt. Ebenso unterträglich: der oftmals in Außenszenen eingesetzte Green Screen Look.

Fazit: Humorfreier Männerfilm mit kalter Spannung!

Triple Frontier

Die Ex-Soldaten Tom „Redfly“ Davis (Ben Affleck), William „Ironhead“ Miller (Charlie Hunnam), Santiago „Pope“ Garcia (Oscar Isaac), Francisco „Catfish“ Morales (Pedro Pascal) und Ben Miller (Garrett Hedlund) finden wieder zusammen um eine eigene Mission durchzuziehen und von einem Drogenkartell Geld zu stehlen. Die Mission gerät jedoch aus den Fugen …

Als ich den Plot las dachte ich es wäre eine Neuverfilmung von „Three Kings“: ein paar Soldaten ziehen auf eigene Faust los um sich zu bereichern. Allerdings bleibt „Triple Frontier“ bei diesem Thema: die Figuren sind knallharte, geldgeile Säcke die rücksichtslos und ohne Gefühl vorgehen und das Letzte was man erwarten kann ist daß sie Anteil an dem nehmen was sie anrichten. Daß ist auch meine größte Schwäche am Film: uninteressante Figuren, auch wenn sie von populären und „attraktiven“ Gesichtern gespielt werden, das reicht zwar für passable Spannung, aber nicht für wirkliches Mitfiebern. Auf diesem Level, als knallharter Männerfilm ist aber sonst alles solide: Action und Aufwand sind immens, wohl weil dies mal fürs Kino gedacht war, ebenso gibt es manchen guten Twist. Trotzdem: gehobenes Streaminglevel, aber nicht zwangsläufig ein guter Film.

Fazit: Actionreich und aufwendig gemacht, aber mit herzlosen und teils unangenehmen Figuren!Rating: ★★★☆☆

Klassentreffen 1.0 – Die unglaubliche Reise der Silberrücken

Es ist 30 Jahre her daß Nils (Samuel Finzi), Andreas (Milan Peschel) und Thomas (Til Schweiger) gemeinsam das Abitur gemacht haben, nun brechen die drei zum Ehemaligentreffen auf. Diese Fahrt wird durch zahlreiche Umstände zum reinen Chaostrip …

Ich konnte diesen Film damals icht im Kino sehen und habe ihn ein halbes Jahr später zu Hause nachgeholt; in der Zwischenzeit habe ich aber viel dazu gelesen und unfassbar viel Kritik und Ablehnung vernommen. Nun, nach anschauen des Films kann ich das nicht nur verstehen sondern halte es sogar für untertrieben. Die offensichtlichen Dinge sind och nichtmal so schlimm: der typsiche Sepia Look dem alle Schweiger folgen sowie Schweiger selsbt der sich als unglaublich cooole Sau inszeniert überraschen nicht. Entsetzlich ist jedoch der viel zu rasante Schnitt und noch über ist der Soundtrack: ein dauerhaft klingelnder, nie endender und nerviger Klangteppich der jede Szene mehr beschädigt als zu unterstützen. Final aber: kaum ein Gag sistzt. Zwei Stunden mit unsympathischen Arschgeigen als Hauptfiguren, ergänzt durch viele homphobe Anfeindungen – hoffentlich sind die angekündigten Sequels auch nur ein schlechter Scherz.

Fazit: Schweieger-Tiefpunkt mit unglaublich nervigem Soundtrack!

Die Goldfische

Der arrogante Manager Oliver (Tom Schilling) baut aus Hetze einen Unfall und landet im Rollstohl und wird in einer einer Behinderten-WG mit dem Namen „Die Goldfische“ untergebracht. Dort leben auch die blinde Magda (Birgit Minichmayr), der Autist Rainman (Axel Stein) und Michi (Jan Henrik Stahlberg) und Franzi (Luisa Wöllisch). Oliver fasst den Plan mit der schrägen Truppe in die Schweiz zu reisen um einen Haufen Schwarzgeld zu stehlen …

Eine deutsche Komödie die für mich wie das korrigieren einer alten Klassenarbeit daherkam bei der man den Stoff nicht kann und froh ist für jeden Pluspunkt den man findet. Ähnlich war es hier und man konnte von allem was finden: großartigen, sitzenden Gags, emotionalen Augenblicken, im Gegensatz aber auch restlos verpeilte Aspekte. Fängt für mich it der Hauptfigur an die zwar von Tom Schilling großartig gespielt ist, für mich aber keinen kompletten Sinn ergibt: zunächst arrogant, dann total nett, zwichendurch wechselhaft und zu keinem Zeitpunkt eigentlich zu ergründfen, also ich sehe nicht ob der Typ irgendwelche Probleme oder Leid mit seiner Lage hat. Die weibliche Hauptfigur ist uninteressant und bleich, auch wenn das nicht an Jella Haase liegt und mit der Hauptfigur hat sie keinerlei Chemie; die sonstigen Figuren sind eine Truppe behinderter deren Eigenheiten immer für den jeweiligen Gag gut sind, ebenso ist es schwach daß eine Figur sich zum Antagonisten mausert deren Taten dann aber wiederum restlos egal sind. Ordentlich gefilmt ist das zwar alles und von Tom Schilling großartig zusammengehalten, trotzdem strauchelt die Kiste letztlich.

Fazit: Starker Hauptdasteller und ein paar nette Momente, aber insgesamt geht das Konzept nicht auf!
Rating: ★★☆☆☆

Fright Night – Die rabenschwarze Nacht

Teenager Charly Brewster (William Ragsdale) entdeckt entsetzt daß sein neuer Nachbar Jerry Dandrige (Chris Sarandon) ein blutrünstiger Vampir ist. Da ihm das niemand glauben mag wendet er sich an den TV-Vampirjäger Peter Vincent (Roddy McDowall)…

Es gibt kaum einen Film den ich so lange aufgeschoben habe wie diesen: ein Freund sah ihn zu Schulzeiten im Fernsehen und erzählte mir davon. Ich wollte ihn dann mehrfach sehen, verpasste aber die Aufzeichnung ect. … nun konnte ich ihn nach über 20 Jahren endlich auf Netflix einmal sehen. Und ich war begeistert: natürlich wegen der weiblichen Hauptrolle, die wird gespielt von Amanda Bearse, die mir ja noch aus „Eine schrecklich nette Familie“ als Marcy im Gedächtnis haftet. Die Story in der ein Teenaer erkennt was wirklich vorgeht, aber keiner ihm glaubt ist selbst damals schon alt gewesen, aber funktioniert dank sympathischen Darstellern großartig. Was mir aber wirklich das Herz aufgehen ließ sind die Effekte. Großartige, handgemachte und natürlich nach heutigen Maßstäben albern aussehende Verwandlungs und Monstereffekte die ein wundervoll nostalgisches Gefühl vermitteln. Ich weiß nicht ob dieser Film als „Klassiker“ durchgehen kann, er sollte es aber.

Fazit: Charmanter 80er Jahre Monsterfilm mit Witz und tollen handgemachten Effekten!

Darkman

Wissenschaftler Payton Westlake (Liam Neeson) forscht an einer künstlichen Haut, leider bringt er nur eine Version zustande die 99 Minuten hält. Dann bricht der brutale Robert G. Durant (Larry Drake) in sein Labor ein und brennt alles nieder. Peyton überlebt schwer verletzt und entstellt und beginnt einen brutalen Rachefeldzug gegen Durant – und muß obendrein seine Freundin Julie (Frances McDormand) beschützen …

Die erste große Kinorolle von Liam Neeson und einer der Titel die ich als Jugendlicher aus dem Fernsehen aufnahm und unzählige Male abspielte (wenngleich in einer geschnittenen Version). Ihn nun nochmal im Prime Angebot zu finden und anschauen zu können brachte dann ein paar ganz netter Erkenntnisse: wie kreativ die Arbeit von Sam Raimi im Grunde ist, wie viele schräge Ideen Kameramätzchen und sonstigen absurden Einfälle hier verarbeitet sind. Ebenso macht Liam Neeson auch in jünger eine sehr gute Figur und ist der Charakter des Darkman ein großartiger Anti Held. Im Gegensatz dazu stehen eigentlich nur die Spezialeffekte die mit stellenweise grausamen Blue Screen Effekten daherkommen. Das sieht man zwar überdeutlich, als typischer Look seiner Zeit aht es aber auch schon wieder einen gewissen Charme …

Fazit: Rabiater und stellenweise sehr schräger Genremix mit Retro Charme

Rating: ★★★★☆