Dune

Der Herzog Atreides (Oscar Isaac) geht mit seiner Familie und seinen Beratern auf den Wüsentplaneten Arakis um den Abbau der Droge „Spice“ anzukurbeln. Vor Ort erkennt er daß dies eine tödliche Intrige ist – und sein Sohn Paul (Timothee Chalamet) wird zur zentralen Figur …

Es wird auch Menschen wie mich geben: Menschen die in diesen Film gehen und ihn für sich sehen, ohne die Bücher oder irgendwas von den Vorlagen zu kennen und damit leben müssen daß alle Figuren, Orte und Begebenheiten epische Hintergründe haben die man selber nicht kennt. Bleibt dabei überhaupt was übrig? Durchaus. Aber eben ein sehr sperriges Teil welches vor allem in der ersten Hälfte ein sehr langsames Tempo angeht und eine komplexe Story mit politischen Intrigen und verzwicksten Zusammenhängen. Ebenso aber eine kongenial gezeigte, eigene Welt die gleichermaßen technisiert wirkt wie auch altmodisch und eine geniale Darstelleriege. Und den Sound: neben einigen großen Bildern ist dies eine fast körperliche Filmerfahrung die einem einen unglaublichen Sound in die Ohren pustet. Manche Darsteller die in der Werbung aufgefahren werden haben im Film zwar nur lange Cameos, aber das macht nichts: der Film biedert sich nicht bei der Zugänglichkeit an und fordert – aber kann dem offenen oder kundigen Zuschauer auch eine menge liefern.

Fazit: Audiovisuelles Kino an der Greze des Machbaren, inhaltlich fordernd und nicht leicht zugänglich!

Rating: ★★★★★

Palm Springs

Nyles (Andy Samberg) begleitet seine Freundin Misty (Meredith Hagner) zur Hochzeit ihrer Freundin Tale (Camila Mendes). Durch ein mysteriöses Ereignis ist er jedoch gewzungen diesen Tag jeden Tag aufs Neue zu erleben ..

Ich hörte ein Jahr lang nur Lobeshymnen auf diesen Film so daß ich ihn garnicht mehr rational und sachlich schauen konnte. Ich kann es aber verstehen. Das ausgelutschte Zeitreisekonzept wird dadruch ergänzt daß diesmal zwei Personen in der Schleife festhängen und so entspringt neben der üblichen Flut an Running Gags auch eine Liebesgeschichte unter bizarren Umständen sowie eine Story über zwei Kindsköpfe die langsam erwachen werden. Mit Charme, Herz und Witz präsentiert macht der erstaunlich kurzweilige Film ungemein Laune.

Fazit: Herzig und ultimativ witzig – eine kleine Perle!

Rating: ★★★★☆

Blackwoods

Matt (Patrick Muldoon) und seine Freundin Dawn (Keegan Connor Tracy) machen einen Wochenendtrip der schnell zum Alptraum wird: in den kanadischen Wäldern verschwindet Dawn und Matt kämpft gegen einen ominösen Verrückten mit einer Axt …

Einer der früheren Uwe Boll Titel auf die man heute aber ehr lächelnd zurückblickt. Dies ist zwar fürs Kino gedacht gewesen, mir kommt es aber beim Anschauen vor als würde ich einen alten TV Film schauen. Unter diesem Blickwinkel wird er zwar nicht automatisch gut, aber ich komme besser damit klar eine eben kleinere Produktion zu sehen. Darstellerisch gibt’s keine Highlights, aber es macht bei Boll eh imer Spaß darauf zu achten wer so ins Bild spaziert weil es eh immer die gleichen Nasen sind. Letztlich langweilt der Film nicht, aber hat mit seinem recht gängigen Psychothriller Plot auch wenig zu bieten was ernsthaft in Erinnerung bleibt.

Fazit: Kleiner Psychothriller der so unscheinbar wie banal ist!

Spiral – From the Book of Saw

Capt. Angie Garza (Marisol Nichols) schickt den Polizisten Zeke (Chris Rock) und seinen Partner William Schenk (Max Minghella) losum eine reihe furchtbarer Morde zu untersuchen. Die Spuren führen zu Zekes Vater (Samuel L. Jackson) und weisen auf den toten Jigsaw Täter hin …

Folge 9 der Saw Reihe? Wozu? Eigentlich war die Story mit Folge 7 plausibel zu Ende erzählt, der drangebastelte Teil 8 stellte viele Leute nicht zufrieden – dann aber kam Chris Rock. Der hatte wohl eine zündende Idee wie man der Reihe neue Impulse verleihen konnte und schrieb selbst das Drehbuch und übernimmt die Hauptrolle. Das Resultat ist ein gängiger Polizeitthriller über ein Revier und insbesondere einen Ermittler der es mit einem Serienmörder zu tun bekommt, dabei aber ein Nachahmer des alten Saw Täters ist. Ein Mörder meuchelt die zwielichtigen Gestalten eines Polizeireviers indem er sie in seine Fallen treibt, es würde der Story aber nicht wehtun wenn statt der Fallen einfach jemand die Figuren erschießen würde. Rock selber erscheint obendrein als zu flapsig für die ernste Rolle; ebensovwenig wirkt Samuel L Jackson mit seiner gängigen Coolness ein wenig fehl am Platze. Obendrein ist der finale Twist schon lange vor dem Ende zu erahnen. Daher dürfte dieser Film kaum eine ernsthafte Herausforderung für kener der Serie sein

Fazit: Umetikettierter Thriller mit leicht zu erahnender Auflösung!Rating: ★★☆☆☆

Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings

Gangsterboss Xu Wenwu (Tony Chiu-Wai Leung) besitzt zehn magische Ringe die ihm übermenschlche Kräfte verleihen. Als er damit versuchen will den Geist seiner toten Frau zu retten tritt ihm sein Sohn Shang-Chi (Simu Liu) entgegen – Xu droht nämlich eine gefährliche Macht zu entfesseln …

Marvel stellt die nächste Garde auf: mit Shang-Chi gibt es die erste, gänzlich neue Heldenfigur die diesmal versucht alle Aspekte des chinesischen Kinos zu etablieren. Allerdings setzt der Film neue Maßstäbe: selten war Marvel ein solches CGI Gewitter daß so unglaublich billig und häßlich ausschaut, selten war eine Abspannszene so unnötig um dafür zehn Minuten abzusitzen und selten gab es eine so nervige Nebenfigur wie Awkwafina. Ansosnten ist es eine übliche Originstory bei der die Hauptfigur allerdings schon „komplett“ ist, nur eben dem Zuschauer schrittweise enthüllt wird. Es gibt dumme Sprüche, viele Kämpfe und eben ein permanent technisch unterlegtes Schlachtgetümmel welches für Jugendliche und Nichtkenner viel Spaß liefert, dem Rest aber nur ein müdes Lächeln abringt. Marvel wird einen langen Weg gehen müssen um die Begeisterung für ihren Themen neu zu entfachen.

Fazit: Passable Nummer deren grässlicher CGI Look aber eine Tortur darstellt!

Rating: ★★☆☆☆

Don’t Breathe 2

Einige Jahre nach dem Einbruch in sein Haus scheint der blinde Norman Nordstrom (Stephen Lang) wieder ein friedliches Leben und hat ein Auge auf das Waisenmädchen (Madelyn Grace), Als diese jedoch entführt wird greift Norman zu radikalen Maßnahmen …

Der erste Film war für mich ein krasses Kinoerlebnis, dennoch war ich nicht auf der Suche nach einer zweiten Runde. Und erst recht keine die dann die Dlage so verdreht: aus Stephen Langs Scheusalcharakter wird der Protagonist der ein kleines Mädchen aufzieht und es dann gegen ein Heer Einbrecher verteidigt. Dabe blitzen aber doch vereinzelt die Stärken des ersten Films auf, etwa wenn das Mädchen in einer Kreich und Kletteraktion versucht lautlos der Lage zu entfliehen, allerdings werden einige Szenen durch unglaubwürdige Anteile stark entkräftet. Und man weiß nicht so recht zu wem man halten soll da sowohl Held wie auch Angreifer scheußliche Charaktere und Figuren sind und man kaum weiß für wen man halten soll. Immerhin kriegt man eine gaze Reihe utraharter Kills so daß Fans des Genres sicherlich zufrieden rausgehen.

Fazit: Unnötgies Sequel daß niht die Qualität des Erstlings aufbringt, aber eine blutige und solide und spannende Nummer ergibt!
Rating: ★★★☆☆

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=ajsqUNyiMx4

Cruella

Estella (Emma Stone) möchte in den 70er Jahren als´Modeschöpferin durchstarten. Ihre große Chance scheint ein Mantel für einen Rockstart zu sein bei dem sie allerdings auf Hundefell angewiesen ist …

Ich hatte wohl keine Chance den Film für sich und objektiv zu schauen. Ich fand es recht spannend was drum herum geschah, etwa die Veröffentlichung auf Disney Plus mit Zuschlag und was dies mit dem Kinostart macht. Den Film für sich habe ich dabei nie beachtet – und das war wohl gut so. Ich verstehe einfach nicht für wen dieser Film gemacht ist. Es ist der nächste Versuch eine Zeichentrickfigur in einen Realfilm zu quetschen, allerdings wird dies zu einer bunten Mischung aus Drama, Gruselmomenten und überdrehter Modesatire. Es wird eine recht tragische Figur ins Zentrum gestellt mit der man aber trotzdem kaum emotional anknüpft, die durch eine Comicwelt spaziert welche eine einzige Ausstattungsorgie ist, dazu wird eine Rachestory und eben Satire untergebracht. Irgendwie ist das nichts für Kinder, ob man an dem Mix als Erwachsener seine Freude findet ist wohl individuell zu sehen. Nichts sagen kann man gegen Emma Stone und deren Performance, die sicherlich viel Spaß an der Miststückrolle hatte – das mag schon reichen um sich mit dem Film zu befassen.

Fazit: Merkwürdiger Mix aus diversen, nicht passenden Elementen!

Candyman

Die Geschichte des Candyman ist im Chicagoer Viertel Cabrini Green allseits bekannt: ein ominöser Mann mit einem Haken als Hand der erscheint wenn man seinen Namen fünf Mal in den Spiegel sagt. Als Anthony McCoy (Yahya Abdul-Mateen II) und seine Freundin Brianna Cartwright (Teyonah Parris) in die Gegend ziehen kommen sie mit der Geschichte ungewollt in Kontakt …

Der Film mag zwar wie eine Neuauflage wirken, ist aber ein handfestes Sequel zum Ursprungsfilm. Das führt aber schnell zu Verwirrung: wenn einem in der Eröffungsszene bereits ein neuer Candyman präsentiert wird, wieso folgt man dann der Story von Teil 1 in der es um einen ganz anderen ging? Auch ansonsten findet man beim durchleuchten des Skripts viele leere Stellen bzw. Ungereimtheiten, etwas daß die Hauptfigur einen verletzen Arm hat der sich kreass entwickelt was aber keinen zu stören scheint. Macht aber alles wenig wenn man nicht drüber nachdenkt da die Stimmung des Films überwiegt. Die krasseste Szene ist ein „Anstarren“ auf einem Wohnungsflur in der zwar nichts passiert, aber dennoch eine enorme Spannung erzeugt wird und generell kommt der Film mit ausreichend schaurigen Momenten daher. Trotzdem fällt es in einen sehr unbefriedigenden Bereich wenn man nicht erkennt welche Dinge der Film bewußt mysteriös offen lässt und wo wirklich das Drehbuch gehangen hat.

Fazit: Stimmige Umsetzung mit inhaltlichen Durchhängern!

Rating: ★★★☆☆

Tides

Als eine Sturmflut die Erde verwüstet hat wichen viele Menschen auf einen anderen Planeten aus der allerdings die Bewohner unfruchtbar macht. Daher wird Astronautin Blake (Nora Arnezeder) auf die Erde geschickt um zu prüfen on eine Rückkehr möglich ist …

Science-Fiction aus deutschen landen? Ja, das geht, allerdings mit einigen Abzügen. Die große Hintergrundgeschichte in der die Erde zerstört wurde, und die Menschen ausgewandert sind wird nur mittels Texttafeln vermittelt. Der Plot einer Astronautin die auf die Erde zurückkommt beginnt eben genau dort, auf der Erde und hat keine Weltraumszenen und die Welt in der das Ganze spielt ist matschig, grau und neblig. Große Bilder gibt’s also nicht, aber eine lebensnahe Begleitung der Heldin die sich durch diesen Alptraum hindurchkämpft. Gerade in der ersten Hälfte ist man so schlau wie die Heldin selsbt bevor sich dann der übliche Plot auftut: es wird ein sicherer Hafen erreicht der sich dann aber doch ans bedrohlich herausstellt. Große Überraschungen passieren da nicht, trotzdem bietet der Film atmlose Spannung und eine bedrückende Atmosphäre. Jedenfalls viel mehr als man von so einem Titel erwarten würde.

Fazit: Trostlose Zukunftsvision, kraftvoll umgesetzt!

Rating: ★★★★☆

Sweet Girl

Familienvater Ray Cooper (Jason Momoa) muß hilflos den Krebstod seiner Frau (Adria Arjona) mit ansehen. Als er beginnt einem Pharmaunternehmen unangenehme Fragen dazu zu stellen geraten er und Tochter Rachel (Isabela Merced) in Gefahr …

Eine Netflix Neuveröffentlichung bei der schnell alles klar ist: eine simple Rächerstory über einen Vater der nach erlittenem Unrecht gegen einen Pharmakonzern vorgeht, Jason Momoa als wuchtiger Held der sicherlich die ein oder andere passende Bemerkung parat hat und dazu „Dora The Explorer“ Isabela Merced die wahrscheinlich die niedliche „Damsel in Distress“ gibt … passt also alles. Stimmt nur leider nicht. Der Film erweist scih als ein trauriger Mix aus Drama und Thriller, liefert mit Momoa (der wirklich ergreifend spielt) einen armen Helden der alles was passiert nicht will und hat zwar Actionpassagen drin, doch ergeben sich diese aus den Umständen und sind nicht locker flockig oder spaßig inszeniert. Die Story von Konzernmachenschaften durch die „kleine Leute“ in die Enge geratgen ist dabei nicht neu, aber stetig interessant und ergreifend. Obendrein feuert der Film nach zwei Dritteln einen heftigen Twist raus den man so nicht erwartet hat. Insofern: es ist ein einfacher Netflix Film, dort aber definitiv in der „gehobenen“ Klasse.

Fazit: Trauriger Thriller mit hohem Dramaanteil und verblüffendem letzten Drittel!
Rating: ★★★★☆