Snowden

Nach jahrerlanger Arbeit für die NSA hält es Edward Snowden (Joseph Gordon-Levitt) nicht mehr aus und beschließt die Tätigkeiten seines Arbeitgebers der die Welt in nicht vertretbarer Weise überwacht und abhört öffentlich zu machen: Für seine Enthüllungen muß Snoden jedoch einen hohen persönlichen Preis zahlen …

Ein guter Film der mir aber leider trotzdem restlos verborgen geblieben ist. Ich habe mich für die Person Edward Snowden interessiert; weiß aber über ihn als Menschen nicht entscheidend viel. Der Film thematisiert seinen Werdegang von 2004 bis 2013, wie er vom Soldaten zum Geheimdienstangestellten wird und die gängigen Geheimdienst-Praktiken lernt bis er zum Entschluß kommt diese bloß zustellen. Dabei habe ichs mir allerdings recht leicht gemacht: der Film ist bemüht seine komplexe Thematik dem Zuschauer nahe zu bringen, aber ich habs aufs wesentliche reduziert: die USA spioniert jeden Menschen aus, Punkt, die genaueren Daten sind zwar interessant, übersteigen aber scheinbar stark meinen Horizont. Ansonsten sehe ich Dreh und Angelpunkte in denen Snowden seine Entscheidung festigte und ein paar Menschen die ihm begegnen und wichtig sind, insbesondere natürlich die komplexe Beziehung zu seiner Freundin. Das nicht langweilig, trotzdem sehr redsam und sehr lang. Und leider komme ich bei dem Kerl nicht in die Tiefe, auch wenn Joseph Gordon Levitt ihn großartig spielt.

Fazit: geradliniger Thriller mit wichtiger Bedeutung, trotzdem kapiere ich die Hauptfigur einfach nicht!
4 Punkte

Die glorreichen Sieben

Der brutale Bartholomew Bogue (Peter Sarsgaard) herrscht mit eiserner Kontrolle über die Stadt Rose Creek. Die wehrlosen Einwohner engagieren sieben Männer die dem Alptraum ein Ende setzen sollen:  Kopfgeldjäger Sam Chisolm (Denzel Washington), Spieler Josh Farraday (Chris Pratt), der Gesetzlose Vasquez (Manuel Garcia-Rulfo), der Fährtenleser Jack Horne (Vincent D’Onofrio), der Scharfschütze Goodnight Robicheaux (Ethan Hawke), den Krieger Red Harvest (Martin Sensmeier) und den Auftragskiller Billy Rocks (Byung-Hun Lee). Die sieben Kämpfer stellen aber bald fest daß viel mehr hinter dem Auftrag steckt …

Es ist mir natürlich bewußt daß dies ein Remake eines alten Klassikers ist, diesen habe ich aber nicht gesehen, obendrein finde ich bei diesem Remake die Herangehensweise sehr sympathisch: der tut garnicht erst so als wolle er den alten Film irgendwie besser nachmachen, sondern will einfach nur ein ordentlicher Film und ein krachender Western sein. Das funktioniert auch bestens: die Hauptfiguren sind sympathisch und erfrischend „over the Top“; der Grundton des Filmes ist stets leicht humorvoll und in den Dialogen ist stets ein wenig Ironie. Den Gegensatz bildet jedoch die letzte halbe Stunde die in einem unfassbar bleihaltigen Dauershooting mündet. Da wird ein rekordverdächtiger Leichenberg aufgetürmt und gestorben wie man es in einem Film ab 12 eigentlich sollte, für einen Western ist es ansonsten annehmbar. Wie eben der ganze Film: ein einfacher Westernplot, stramme Helden und kurzweiliger Verlauf – wenn auch nicht alles daran stimmt kann man denoch soweit nicht klagen.

Fazit: Solider Film und kurzweilige Unterhaltung wenn man ihn für sich selbst sehen kann und nicht als Klassikerverschandelung!
[raing: 4]

How to be Single

Alice (Dakota Johnson) will aus dem langweiligen Leben mit ihrem Freund ausbrechen und verläßt ihren Freund um nach New York zu ziehen. Beim erforschen des New Yorker Single Leben helfen ihr ihre Schwester und Mitbewohnerin Meg (Leslie Mann) und ihre Kollegin Robin (Rebel Wilson). Die drei Frauen wie auch die junge Lucy (Alison Brie) suchen alle auf ihre Weise das amoröse Glück …

Der Film hat für mich zwei Pluspunkte parat: zum einen New York welches der Streifen ausgiebig und ausführlich als Kulisse nutzt, zum zweiten Dakota Johnson die ich immer gerne sehe. Obendrein fand ichs recht spannend daß der Film von Christian Ditter, also einem deutschen Regisseur ist – aber  all diese Pluspunkte erweisen sich im Film als nicht nennenswert. Wir haben die xte Variante der alten Geschichte daß ein paar Frauen die große Liebe in New York suchen. Auch dieser Film liefert der alten Nummer an keiner Stelle irgendeine neue Zutat, beinhaltet aber alles was eben diese Thematik so beliebt macht: schöne Stadtaufnahmen, solide Heldinnen und eben ein wenig Gefühl. Nichts neues, aber altbekanntes macht eben auch in Maßen Spaß. Mich nervt nur Rebel Wilson als aufgedonnerte Partytante.

Fazit: Altbekannte New York Love Stories, nett aufbereitet, aber auch ohne innovative Ideen!

Rating: ★★★☆☆

Bad Neighbours 2

Mac (Seth Rogen) und Kelly Radner (Rose Byrne) haben den Krieg mit Teddys (Zac Efrons) Studentenverbindung überstanden und planen einen Umzug in ein Haus. Kurz vor dem Verkauf des alten Hauses zieht nebenan jedoch die Studentenverbindung Kapa Nu ein und die intrigante Shelby (Chloë Grace Moretz) droht mit ihren Mädels den Wert des Hauses drastisch zu senken. Also holt sich Mac Hilfe von Teddy (Zac Efron) …

Schlechtes, aber bezeichnendes Timing: ich sah diesen Film in der gleichen Woche wie „Sausage Party“, letzterer ebenfalls ein Werk an dem Seth Rogen beteiligt war und der an Obszönitäten kaum mehr zu toppen war. Nun, dieser hier fällt an vielen Teilen ähnlich aus und das nervte mich immens. Die Story an sich ist ok, ein typisches Sequel das mit viel Gewalt eine Story formt, aber im Grunde kaum was zu erzählen hat. An dieser Basis hangeln sich bekannte und absehbare Gags entlang die vereinzelt mal zum lächeln anregen, aber oftmals garnichts bewirken oder schlichtes Ablehnen (wie ein heraushängender Fuß). Rogen ist kein schlechter Kerl und macht seine Sache auch ganz ordentlich, in meinem Empfinden baut er nur stetig ab aufgrund der stetig ausufernden Obszönität. Und wenn er das in einem so belanglosen Film wie diesem hier tut ist das nicht gleichd as Ende, aber ein guter Schritt in Richtung Nichtigkeit.

Fazit: Fastg unerträglich albernes und schelchtes Sequel das trotz Originalbesetzung kaum eienn treffer landet!
Rating: ★★☆☆☆

A Bigger Splash

Regisseur  Paul (Matthias Schoenaerts) macht mit Rockstar Marianne (Tilda Swinton) Urlaub auf der italienischen Insel Pantelleria. Dann aber trifft der alte  FreundeHarry (Ralph Fiennes) und seine Tochter Penelope (Dakota Johnson) ein. Schon bald bald entflammen sich Leidenschaft und Eifersucht zwischen den vieren …

Nach etwa der Hälfte des Films schaute ich meine Frau an und fragte „Wieso gucke ich mir einen Film an in dem reiche Arschlöcher am Pool rumhängen?“ – und bis zum Ende änderte sich diese Ansicht nicht. Gut, ich selber hatte noch die Motivation den Film wegen Dakota Johnson zu sehen, aber die hat einen eher geringen Anteil: ein paar Bekannte hängen im Sommer an einem Pool gemeinsam rum, unter der Postkartenidylle droht aber Gefahr aufzuziehen bzw sind unterdrückte Emotionen die ganz unvermittelt auszubrechen drohen. Star des Films ist sicherlich Ralph Fiennes der als arschiger Dauerquassler auftritt und jede Szene in der er ist gleicehrmaßen dominiert wie auch terrorisiert. Anonsten passiert wenig, der Film geht sehr schleppend und langsam vor und nutzt mitunter einfach nur die Urlaubsidylle in der er spielt. Bedeutet im Resultat: wenns spannend wird, dann richtig, aber dagegen stehen endlos lange Passagen in denen eigentlich nichts geschieht.

Fazit: Sehr eigenwilliger Film der Geduld erfordert und von Ralph Fiennes geradezu getragen wird.
Rating: ★★★☆☆

12 Rounds 3 – Lockdown

Polizist Jonathan Good (Dean Ambrose) wurde im Dienst verletzt und kehr nach einer Erholungsphase in den Job zurück. Als ihm Hinweise auf illegale Aktivitäten in seinem Bezirk zugespielt werden wird er schnell von den Beschuldigten gnadenlos gejagt …

Der Titel macht schon klar was es ist: zwar ein dritter Teil auf der DVD Hülle, aber inhaltlich eine gänzlich eigenmächtige Sache in der wieder mal ein Catcher die Hauptrolle spielt. Diesmal ist es Dean Ambrose der nicht wirklich zu schauspielern braucht, es reicht finster zu gucken und viel zu ballern. Er spielt einen aufrechten Polizisten der die korrupten Machenschaften diverser Kollegen entdeckt, enttarnt und dann in einer Art „Stirb langsam“ Szenario im nächtlichen Polizeirevier eingepfercht ist und sich schrittweise gegen seine korrupten Widersacher wehren muß. Originell ist das nicht, intelligent ist das nicht – aber ebenso ist das eben die billige und machbare Schnell Unterhaltung die auch die ersten beiden schon waren. Ein paar Schießereien, ein paar dumme Sprüche, das alles auf V Niveau … manchen reicht das. Ich versteh nur nicht warum die Nummer so wehement nicht synchronisiert wird und nicht endlich mal in Deutschland veröffentlicht wird (ich habs nur auf englisch schauen können).

Fazit: 08/15 Actionfilm der im Grunde auf seinem begrenzten Sektor nix falsch macht!
Rating: ★★★☆☆

Das Tagebuch der Anne Frank

Während des Zweiten Weltkrieges zieht Familie Frank von Frankfurt nach Amsterdam, bestehend aus Otto (Ulrich Noethen) und Edith Frank (Martina Gedeck) sowie ihre Töchter Anne (Lea van Acken) und Margot (Stella Kunkat). Als die Niederlande von den Deutschen besetzt werden sorgt Otto dafür daß seine Familie versteckt wird. Fortan lebt die Familie mit der ständigen Angst vor Entdeckung – wobei Anne ihre GEdanken und Ängste lediglcih ihren Tagebuch anertrauen kann …

Eine Verfilmung dieser Thematik, bzw. die xte Verfilmung, erachte ich gleichermaßen als sinnvoll und wichtig wie auch als ungut. Ungut vor allem weil die Geschichte für die betroffenen Personen von unbeschreiblicher Grausamkeit und Angst war, dieses aber dem Zuschauer kaum adäquat mitgeliefert werden kann. Im Grunde geht es um eine Handvoll Menschen die eine lange Zeit auf einem sehr eingeschränkten Raum aufeinander hocken und versuchen eine furchtbare Zeit auszusitzen – wie es am Ende ausgeht ist leider hinlänglich bekannt. Eine solche Tortur unter solchen nervenaufreibenden Umständen kann man leider nicht entsprechend in einen Film packen, man kann lediglich Schlaglichter drauf werfen: insofern ist der Film ein fast dokumentarisch und emotional kaum beteiligter Blick auf die dort lebenden und verängstigten Menschen. Ebenso ist er ein Portrait der Hauptfigur, wobei aber die Frage bleibt wie echt es ist da der Film sehr penetrant darauf aus ist die Hauptfigur in den Status eines Engels zu erheben. Aber: ich glaube ihm. Der Film ist bitter und deprimierend und tut am Ende furchtbar weh – aber vielleicht ist das eben genau der Film den man aktuell braucht um den Schrecken aus damaligen Tagen noch einmal ausreichend der heutigen Jugend vorzuführen.

Fazit: Etwas lang und langatmig, in seiner Verehrung der Hauptfigur aber angemessen und im präsentieren des Naziterrors geradezu unerträglich furchtbar!
Rating: ★★★★☆

Sausage Party – Es geht um die Wurst

In einem idyllischen Supermarkt leben die Nahrungsmittel in Harmonie und Frieden und sind der festen Überzeugung daß sie in ein glückliches Jenseits kommen wenn sie erst einmal gekauft und Mitgenommen werden. Das Würstchen Frank jedoch kommt hinter die grausame Wahrheit das Lebensmittel von Menschen gegessen werden – und versucht verzweifelt alle anderen zu warnen …

Hier hat mal wieder der Trailer etwas ganz anderes versprochen als es der fertige Film dann am Ende liefert. Der Trailer ließ es nach einer spannenden und witzigen Splattercomedy im Look eines Kinderfilms aussehen in dem fröhliche Lebensmittel erkennen daß Menschen sie in Wahrheit nur verspeisen wollen und fortan auf der Flucht sind. Die gleichermaßen grausame wie witzige Szene in der das passiert ist natürlich im Film drin, trotzdem sind die gesetzten Schwerpunkte restlos anders. Es ist eine Art Fabel über die Welt und die Gesellschaft, die Welt des Supermarkts stellt die reale Welt dar und es wird mit einer endlosen Kreativität eine Welt erschaffen in der alle Nahrungsmittel entsprechende Abbilder der Realität sind und es wird dabei satirisch großartig überhöht. Dadurch verliert der Film endlos viel Zeit in eben einer anderen Handlung als sie der Zuschauer erwartet, der ware Schocker liegt aber in einem anderen Punkt: es ist bei Seth Rogen Normal wenn mal was zotig wird oder unter die Gürtellinie geht, aber die absurde Anzahl unwitziger und größtenteils unnötiger Sex-Jokes die dieser Film enthält rauben einem wirklich den Atem. Ich selber war dafür wohl nicht humorresistent genug, ich fands nur albern und oftmals geradezu peinlich!

Fazit: Lustige Idee die aber in andere Richtungen geht als erwartet und unfassbar unter die Gürtellinie anstrebt!
Rating: ★★☆☆☆

The Purge 3 – Election Year

Einmal im Jahr dürfen findet in Amerika die Purge statt, in dieser Nacht dürfen alle Bürger jede Form von Verbrechen ungesühnt begehen. Daher gerät Senatorin Charlie Roan (Elizabeth Mitchell) ins Kreuzfeuer da sie beabsichtigt die Purge abzuschaffen. Somit wird sie zur Zielscheibe eines wütenden Mobs der ihr in der Purge Nacht ans Leben will – lediglich Sicherheitschef Leo Barnes (Frank Grillo) verteidigt sie …

Runde drei der Purge Saga bei der sich eigentlich kaum was entscheidend verändert: wieder hat man eine Nacht x in der 12 Stunden lang geschlachtet und gemeuchelt werden darf, wieder einmal hat man eine Handvoll Hauptfiguren die eben durch diese Nacht kommen mpssen. In diesem Falle ist es eine eifrige Senatorin die eben die benannte Purge abschaffen will und eben dadurch zur Zielscheibe wird; des weiteren einen aufrechten Ladenbesitzer der eigentlich nur das Richtige tun und überleben will. Diese Figuren finden zueinander und kämpfen sich irgendwie durch diese ereignisreiche Nacht – das ist zwar nicht originell und bleibt emotional auch sehr unterkühlt da man mit den Figuren nicht warm wird, gerät aber hochspannend, actionreich und volelr Gewalt. Was schade ist da das Grundthema (was würde passieren wenn eben alle Grenzen weg wären und Menschen sich austoben können wie sie wollten) nicht wirklich kritisch beleuchtet wird sondern eben nur als Rahmen für die ganze Misere genutzt wird. Trotzdem entstehen daraus über anderthalb spannende Kinostunden die sich lohnen.

Fazit: Keine Revolution des Genres, im Rahmen des möglichen aber spannender und effektiver Thrill!
Rating: ★★★★☆

Tschick

Der aus gutem Haus stammende Maik Klingenberg (Tristan Göbel) ist ein Außenseiter in seiner Klasse und lebt relativ isoliert. Dann aber kreuzt Tschick (Anand Batbileg) seinen Weg der gerade ein Auto gestohlen hat – und gemeinsam brechen sie zu einer Fahrt mit unbestimmtem Ziel durch Ostdeutschland auf …

Sei ein gefühlvoller Road Trip! SEI EIN GEFÜHLVOLLER ROAD TRIP! Dieser FIlm wirkte auf mich als hörte ich eben diese Stimme die das gesagte immer wieder laut ausruft. SEI EMOTIONAL, MITREIßEND UND GEFÜHLVOLL! Was ich schade dabei finde ist daß der Film durchaus einige sehr gute Aspekte und Ansichten hat, aber eben zu bemüht ist eben all jene zu erfüllen und sie nicht „natürlich“ wirken. Die beiden Hauptfiguren sind zwar gut gespielt, aber für mich nicht ausreichend aufgebaut (Tschick etwa der sich in wenigen Szenen vom rauhen Proll zum netten Kumpel mausert); Situationen die sich aufbauen und ebenso verpuffen und vieles was am Ende offen bleibt, nicht beleuchtet wird oder unbeantwortet bleibt, außerdem störe ich mich daran daß die Fahrt der beiden eigentlich keinerlei Sinn ergibt bzw. kein reales Ziel hat. Einige Szenen funktionieren trotzdem sehr gut, der Film ist schön anzusehen und geht letztlich auch weitestgehend in Ordnung. Trotzdem ist es eben schade weil hier zuviel erzwungen wird und dabei zuviel ungenutzt auf der Strecke bleibt.

Fazit: Zu bemüht gefühlvoll zu sein so daß das Resultat an vielen Stellen nicht überzeugt

Rating: ★★★☆☆